Ester Peony im Interview: „An die Zeit nach der Vorentscheidung möchte ich nicht zurückdenken“

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Ester Peony aus Rumänien sitzt während der Pressegespräche vor Eurovision in Concert etwas verloren an ihrem Tisch; nur wenige Fans und Journalisten scheinen sich für ein Gespräch mit ihr zu interessieren. Aber auch wenn Rumänien in diesem Jahr nicht zu den Top-Favoriten gehört, war Esters Weg zum ESC nicht zuletzt aufgrund der Debatte rund um die Vorentscheidung „Selecția Națională“ mit der meist diskutierte. Unter anderem darüber wollen wir mit ihr sprechen.

Wie war das Gefühl, als Du die rumänische Vorentscheidung gewonnen hast?

Wow! (lacht) Ich habe mich so gefreut, weil ich das auch nicht erwartet hatte. Ich bin sehr dankbar für das, was mir gerade passiert. Und ich freue mich darauf, heute Abend bei Eurovision in Concert auf der Bühne zu stehen.

Es ist ja auch das erste Mal, dass Du den Song für die ESC-Fans performst.

Ja, genau. Deshalb bin ich auch ein bisschen aufgeregt. Aber ich versuche, einfach ich selbst zu sein und meine Nerven und alles andere zu vergessen.

Um das Ergebnis der Vorentscheidung gab es ja eine richtige Kontroverse. Wie siehst Du das heute mit etwas Abstand?

Ich hatte nicht damit gerechnet, zu gewinnen…und eigentlich möchte ich an diese Zeit auch nicht zurückdenken, sondern heute diesen Tag und den Moment genießen. Und ich will einfach dankbar dafür sein, was mir passiert. Jetzt fühle ich mich gut.

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Kannst Du nochmal etwas zum Inhalt Deines Songs sagen?

„On A Sunday“ ist ein trauriger Song. Er handelt davon, dass Deine Liebe Dich verlassen hat – on a Sunday – und Du sehr traurig bist. Dann muss man versuchen, stark zu sein, und nicht jeden Tag daran zu denken. Davon, eine starke Frau oder ein starker Mann zu sein, handelt der Song. Er hat eine düstere Stimmung, die bestimmt jeder schon mal an dem einen oder anderen Tag gefühlt hat.

Wird das Staging ähnlich zu dem im Finale der rumänischen Vorentscheidung sein oder möchtest Du etwas verändern?

Manche Elemente aus der Final-Performance werden wir übernehmen. Aber die Grafiken sollen stärker aussehen. Ich werde wahrscheinlich auch andere, dunklere Klamotten anhaben. Und so hoffe ich, dem Publikum meine Botschaft rüberbringen zu können. Alles dreht sich um Emotionen und die will ich transportieren.

Hast du den ESC schon früher verfolgt und hast Du Lieblingslieder?

Ja, ich habe den ESC schon geschaut, da war ich noch ein kleines Mädchen. Wenn Du mich nach rumänischen Songs fragst, mag ich „Let Me Try“ von Luminita Anghel sehr gern. Und ich mag Loreens „Euphoria“. Das sind tolle, kraftvolle Lieder.



10 Kommentare

  1. Ester und ihr Song sind – naja, sagen wir zumindest okay….aber auf eine Laura oder Linda zu verzichten ist schon Perlen vor die Säue werfen….der rumänische Televoter musste sich ja komplett verarscht vorgekommen sein dieses Jahr. Ich fürchte eher, TVR will den ESC gar nicht gewinnen und hatte sicherheitshalber vorgebaut….mit der einen oder anderen Vergünstigung für die Juroren aus dem Hause Wiwi.

  2. Die VE war eine peinliche Veranstaltung mit einer schwachen Gewinnerin. Das Voting eine reine Farce. Die eigentliche Gewinnerin war das Mädchen mit der guten Stimme und Dear Father ob uns das gefallen hat oder nicht.

  3. Man kann so viel von dem harmonischen ESC sprechen, wo sich alle so toll mögen. Wenn man genau hinschaut, ist das in der Blase eine doch sehr einseitige Angelegenheit. Die Handvoll Favoriten werden gehyped, als wären hier alle noch 14, der Rest zumindest noch als Beiwerk akzeptiert und einige, bei denen man meint, das wäre was schief gelaufen, werden böse angeschaut.
    Natürlich kann sich Benny sagen, dass er ein Journalist ist, und deswegen auch nachfragen will, wo es weh tut. Einerseits beschreibt er, wie stiefmütterlich die Blase die Frau annimmt, um dann selbst nichts von ihr wissen zu wollen, außer ob sie etwas zu dem seltsamen Vorentscheid sagen will, ergo was sie dazu meint, dass sie ungerechter weise teilnehmen darf. Die Kommentare von hier beziehen sich dann natürlich auch nur auf den Vorentscheid.
    Lieber Benny, lass es nächsten Mal lieber weg, außer du willst zweigen, wie unharmonisch es hier wirklich zugeht. Oder wirklich ein kritischer Journalist sein, dann bitte aber auch fragen, ob sich die Schweizer nun besser fühlen, weil sie endlich auch ihre Songs auf dem internationalen Markt einkaufen, wie so viele andere Länder, über die wir so lange gespottet haben. Oder den Holländer, dass sein süßlicher Song ja bestens für die Werbung passen würde (und die Strophen ja auch von dort kommen) und ob ein nackter Mann bewusst als Video gewählt wurde. Mir würden zu jedem etwas kritisches einfallen, aber letztlich will es die Blase ja gar nicht wissen.

  4. Mein Platz 4! Starker Song! ^^ Und Laura wäre auch musikalisch niemals in meiner Top da ran gekommen, Aussagen hin oder her. Die einzige, die mit einer stärkeren Liveperformance in meiner Top besser als Ester gewesen wäre, wäre Bella Santiago, dann auf Platz 2!

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