Live-Blog Finale Sing For Greece 2026 in Griechenland

Evangelia – Bild: Instagram/@evangelia

Zwei Halbfinal-Shows in Griechenland haben wir bislang hinter uns – nun wissen wir, welche 14 Glücklichen im Finale des Vorentscheids an den Start gehen, um Griechenland beim Eurovision Song Contest 2026 zu vertreten. Dazu zählt auch Evangelia (Aufmacherbild), die sich nach vielen gescheiterten Versuchen, weiterhin Hoffnungen machen darf. Das Finale von Sing For Greece 2026 aka Ethnikos Telikos liefert heute die Antwort.

Während in den Halbfinal-Shows allein das Zuschauervoting darüber entschied, wer im Finale antreten darf, ist heute zu 50 Prozent auch eine Jury am Ergebnis beteiligt. Diese wiederum spaltet sich zur Hälfte in eine griechische und zur anderen Hälfte in eine internationale Jury auf. Auch ihr könnt aus dem Ausland mit darüber abstimmen, wer Griechenland vertreten soll – möglich ist das nachdem alle aufgetreten sind auf sfg.vote. Eine Stimme kostet dabei 68 Cent.

Austragungsort für die Show ist das Peiraios 260 in Tavros, einer Vorstadt von Athen. Moderiert wird das Finale wie auch schon die zwei Halbfinals am Mittwoch und Freitag von Giorgos Kapoutzidis, Betty Maggira und Katerina Vrana. Als Interval-Act ist Christos Mastoras dabei, der als Frontmann der Gruppe Melisses schon diverse Hits in Griechenland hatte. In den Wettquoten auf den ESC-Sieg liegt Griechenland aktuell auf Platz drei. Möglicherweise liegt das an Akylas, der mit seinem Titel „Ferto“ heute großer Siegfavorit ist – zumindest bei den Wettanbietern.

Sing For Greece 2026, Finale – Die Startreihenfolge:

  1. STYLIANOS – You And I
  2. D3lta – Mad About It
  3. Mikay – Labyrinth
  4. Marika – Daughters Of The Sun (A, E, I, O, U)
  5. Marseaux – Xanomai
  6. good job nicky – Dark Side Of The Moon
  7. Koza Mostra – Bulletproof
  8. STEFI – Europa
  9. Rosanna Mailan – Alma
  10. Evangelia – Paréa
  11. ZAF – ASTEIO
  12. Akylas – Ferto
  13. Leroybroughtflowers – SABOTAGE!
  14. Alexandra Sieti – The Other Side

Die heutige Startreihenfolge wurde jeweils am Ende der Halbfinalshows noch von den Acts auf der Bühne ausgelost. Alle 28 Beiträge, die bei Sing For Greece mitmachen, haben wir euch hier vorgestellt. In unserer Umfrage führt aktuell Akylas vor Evangelia und ZAF.

Das Finale von Sing For Greece 2026 beginnt heute um 20:00 Uhr bei ERT1 und ERT World und soll drei Stunden dauern. Für die Übertragung via ERTFlix benötigt man ein kostenloses Konto. Der offizielle YouTube-Kanal der EBU überträgt die Show ebenfalls. Vor, während und nach der Sendung könnt Ihr das Finale unter diesem Beitrag im Live-Chat kommentieren.

Und damit sage ich herzlich Willkommen an diesem ganz besonderen Abend! Denn einmal haben wir mit den Shows hier in Griechenland und drüben in Kroatien gleich zwei Vorentscheids-Finalshows an einem Sonntag – wann hat es das denn mal gegeben? Und dann ist das hier auch noch mein erster Live-Blog hier auf ESC kompakt. Na was soll da schon schiefgehen?

Okay, das mit den Live-Streams ist unter der Woche schonmal schiefgegangen. Beim ersten Halbfinale am Mittwoch sind die nämlich reihenweise abgebrochen. Beim zweiten Semi am Freitag lief es besser. Und für heute bietet die EBU sogar einen offiziellen Stream auf YouTube an, den ich jetzt verfolge. Ich habe mir unter der Woche völlig umsonst ein ERTFlix-Konto angelegt und freue mich jetzt auf die nächsten drei Stunden Griechenland. Auf die Plätze, ferto, los!

Die Songs bewerte ich jeweils auf einer Skala von 1 bis 10. Schreibt auch gerne eure Wertungen hier in die Kommentare.

Und das Finale beginnt gleich mit Standing Ovations und wildem Applaus in der Halle! Auf der Bühne sehen wir zwei blaue Sofas. Auf einem sitzt Vorjahres-Gewinnerin Klavdia mit einem Gitarristen – auf dem anderen unsere drei Hosts.

Es wird ein bisschen gejammt. Klavida stimmt zum Beispiel „I anixi“ an, den griechischen ESC-Titel von 1991.

Und dann crashen unsere Finalisten die kleine Party! Die 14 Final-Acts von Sing For Greece kommen zu weiteren griechischen Klassikern links und rechts auf die Bühne. This Is Our Night! Dann erklingt die Eurovisions-Hymne und alle Finalisten versammeln sich schnell auf, vor und hinter dem Sofa und blicken auf einen Fernseher am Bühnenrand. Das war doch ein schönes kleines Intro. Es folgt ein kurzer Schnelldurchlauf aller Songs, die wir heute sehen werden.

Moderator Giorgos spricht über die Streaming-Plattform ERTFlix – und ich lerne, dass man den griechischen Sender ERT gar nicht E R T ausspricht – sondern tatsächlich als ein Wort. Ärt. Spannend.

Ein kurzer Rückblick auf den Sieg von Helena Paparizou beim ESC 2005 – und auch auf den ESC 2006 in Athen. Der erste, den ich je gesehen habe – und der mich schließlich zum ESC-Fan gemacht hat. Wir sehen SD-Bilder aus 2006, Interval Acts und die beiden Hosts von damals. Unter anderem Sakis Rouvas, der selbst zweimal am ESC teilgenommen hat. Das ist jetzt alles 20 Jahre her…

Im Hier und Jetzt betritt Fokas Evangelinos die Bühne, der artistische Direktor des diesjährigen Vorentscheids, für einen kleinen Talk. Mal schauen, wann es denn dann mit den Auftritten losgeht.

Jetzt zeigen sie die zehnköpfige Jury, die nachher 50 Prozent des Votings ausmacht. Neben der serbischen ESC-Kandidatin Jelena Tomašević ist unter anderem für Deutschland Benedikt Wiehle live vor Ort. Wie ich lese, ist er Musik-Redakteur bei SWR3. Da hat man offensichtlich beim neuen Federführer gleich mal nachgefragt, ob sie da jemanden hätten.

Unsere Hosts stellen nochmal das Voting vor. Dann nutze ich die Zeit auch nochmal, um euch daran zu erinnern, dass ihr auf sfg.vote mitabstimmen könnt. Eine Stimme kostet 68 Cent – und die Votingseite gibt es sogar auf Deutsch! Auf Englisch erklärt uns Moderatorin Katerina, dass das Voting jetzt gleich zum ersten Song bereits startet und dann etwa zwei Stunden geöffnet sein wird. Und unter großem Applaus wiederholt Giorgos das ganze nochmal in sehr gutem Französisch. Zehnmal kann abgestimmt werden – für einen Song oder für mehrere.

Das Voting ist eröffnet und nach 30 Minuten betritt gleich der erste Act des Abends die Bühne!

1. STYLIANOS – You And I

Es ist Sänger Stylianos. Ein Name, den ich ehrlicherweise bislang nur von einer RTL-Realityshow her kannte. Er trägt einen schwarzen Anzug mit roten Striemen drauf, die wahrscheinlich Blut symbolisieren sollen. Diese sind notdürftig zugenäht. Passend dazu ist die Bühne ebenfalls in schwarz-rot gehalten. „You And I“ ist eine Ballade, zu der Stylianos typische Balladen-Gesten abliefert. Oft bleibt er dabei mit seiner Stimme (etwas zu weit) oben. Es endet mit einem Feuerball in seiner Hand. Netter Start, aber nichts, an das man sich erinnert.

Punkte: 3 / 10

2. D3lta – Mad About It

D3lta sieht aus wie ein junger David Bowie. Er trägt ein wenig Leder über seinen Schultern, ansonsten performt er brust- und bauchfrei. Zu „Mad About It“ wird auf der Bühne geklatscht und gesprungen. Der Synthie-Rocksong ist dabei etwa so glatt wie seine Brust, aber irgendwie hat das was und den Kamerablick hat er auch drauf.

Punkte: 6 / 10

3. Mikay – Labyrinth

Mikay hat lange rosafarbene Haare, auch der Bühnennebel beginnt in rosa. OH und nun begeht sie den ESC-Kardinalfehler und man sieht ihr Gesicht groß hinten auf der Leinwand. Das hat doch noch nie funktioniert. „Labyrinth“ ist ein Dark-Popsong, zu dem nun noch fünf Tänzer in recht zerrissenen schwarzen Konstümen auf die Bühne kommen. Die hohen Töne, wenn der Song sich zum Ende steigert, kriegt sie aber gut hin. Aber will man wirklich in dieses „La La La La La Labyrinth“ gehen?

Punkte: 4 / 10

Und jetzt muss ich auch kurz mal die kleinen Einspielfilme vor jedem Act loben. Unsere drei Hosts haben nämlich mit jedem Act einen kleinen Sketch aufgenommen, der sicher noch besser wirken würde, wenn man griechisch könnte. Aber auch so sehen sie sehr launig aus.

4. Marika – Daughters Of The Sun (A, E, I, O, U)

Marika entführt uns ins antike Griechenland – sie trägt ein Gewand aus weiß und gold. Auch eine Harfinistin, eine Violinistin und ein halbnackter Trommler sind auf der Bühne. Der Song ist deutlich ruhiger als seine Vorgänger heute. Und ein Song über Vokale ist mir grundsätzlich auch schonmal sympatisch. Zwischendurch darf Marika sogar selbst mal auf die Trommel hauen. Dieser Song wirkt eher wie ein Interval Act aus Athen 2006, wovon wir ja vorhin Bilder gesehen haben. Das Tempo des Songs steigert sich am Ende noch schön – an einen Auftritt dieser Sonnentöchter würde man sich beim ESC nach einem langen Abend zumindest noch erinnern.

Punkte: 7 / 10

5. Marseaux – Xanomai

Das klingt zumindest modern. Marseaux hat einen Elektro-Popsong dabei. Den ersten Refrain von „Xanomai“ singt sie nur kurz an – erst beim zweiten Mal wird der dann komplett ausgesungen. So hat Dänemark das übrigens beim ESC die letzten zwei Jahre auch gemacht (erst mit „Sand“, dann mit „Hallucination“). Ob das gelungen war, entscheidet selbst. Inzwischen sind vier ganz in weiß gekleidete Tänzer ohne Gesicht auf der Bühne erschienen, die um Marseaux herumwirbeln. Der Titel endet mit einem erschrockenen Einatmer. Einen wirklichen Gasp hatte ich allerdings nicht.

Punkte: 5 / 10

6. good job nicky – Dark Side Of The Moon

Oh, good job nicky nimmt sich gleich mal zu Beginn seines Auftritts ein In-Ear aus dem Ohr. Das ist wahrscheinlich kein gutes Zeichen. Er gehört ja mit seinem an The Weeknd erinnernden Song zu den Favoriten heute Abend. Und da taucht passend zum Weltall-Thema auch ein Alien auf der Bühne auf! Gut, es ist nur eine Frau im Pailletten-Ganzkörperanzug – aber seit Kejsi Tola aus Albanien beim ESC 2009 hab ich sowas nicht mehr gesehen. Hier passt es wenigstens besser. Seinen hohen Refrain heult good job nicky aber leider ganz schön. Und das Ende klingt ganz schön ui-ui-ui, möchte ich sagen. Trotzdem ist der Song gut. Bis zum ESC müsste da aber stimmlich noch was passieren.

Punkte: 7 / 10

7. Koza Mostra – Bulletproof

2013 lehrten uns Koza Mostra beim ESC in Malmö, dass Alkohol aktuell free sei. Der geigengestützte Beginn von „Bulletproof“ erinnert mich gleich mal an ein griechisches Santiano. Und irgendwie bleibt es genretechnisch bei mir auch im Shanty-Rock hängen. Schließlich ist sogar eine Fiddlerin on the Deck dabei. Kann man gut hören, ist aber auch schnell wieder vergessen. Hätten sie lieber mal wieder was mit Alkohol gemacht.

Punkte: 6 / 10

Und schon ist Halbzeit – und unsere Lieblings-Hosts talken sich ein wenig durch den Green Room. Übrigens vorbildlich, wie schnell auch die Auftritte innerhalb weniger Minuten geclippt bei ERT auf YouTube erscheinen. Das spricht für eine sehr gute Vorbereitung. Jetzt aber mal kurz Durchatmen – und ab in die Werbung.

Ohne große Worte geht es weiter mit…

8. STEFI – Europa

STEFI wirkt wie eine Sängerin, die uns eine Geschichte erzählen möchte. Ihr lilafarbene Blüte im Haar haarmoniert (haar haar) mit ihrem lilafarbenen Kleid. Da kommen auch schon vier Tänzerinnen und Tänzer zu ihr – aber leider auch ein Produktionsmitarbeiter, den man wahrscheinlich nicht sehen sollte, und der ihren Mikrofonständer abräumt. Hinten auf dem Screen sieht man ein Sternenbild (Welches? Schreibt es in die Kommentare!). Nun tauchen hinten auf dem Screen Worte in verschiedenen Sprachen auf. Ich meine auch kurz „Vereint“ auf Deutsch gelesen zu haben. Ein Song, der sehr klar und schön fließt – auch wenn ein echter Höhepunkt leider nicht darin ist.

Punkte: 7 / 10

9. Rosanna Mailan – Alma

Der Anfang dieses Songs wirkt wie direkt aus dem Festival da Canção geklaut. Rosanna kniet auf der Bühne vor einem Sternenhimmel, dann steht sie auf, wirft ihr Gewand ab und der Song ändert sich komplett zu einem Latin-Track. Und schon klingt es eher nach Benidorm. Auch hier betreten Tänzerinnen und Tänzer die Bühne, die erstmal einen Paartanz aufführen, Rosanna dann aber sogar beim ersten Dancebreak des Abends unterstützen. Der Refrain, in dem nahezu jede Zeile mit dem titelgebenden „Alma“ beginnt ist außerdem eingängig. Das klingt alles sehr nach ESC. Gut so!

Punkte: 8 / 10

10. Evangelia – Paréa

Bei keinem Song ist die Songcredit-Liste so lang wie bei „Paréa“. Evangelia beginnt mit einer roten Blume in der Hand und sieht aus wie die Bachelorette. Denn dann kommen auch noch diverse Tänzer im Anzug hinzu und im Hintergrund schwingt ein Kronleuchter auf der Leinwand. Evangelias Refrain wird dann auch so wie sie es singt „a little faster, a little louder“. Wobei, ist das eigentlich der Refrain? Denn eigentlich beinhaltet „Paréa“ mindestens drei Songs. Aber dafür auch drei Ohrwürmer. Die Gesten und die Attitude bei Evangelia jedenfalls sitzen – und auch die Hebefigur klappt sehr gut. Evangelia lädt uns auf eine Party („Paréa“) ein – und auch, wenn dieser Song für den Euroclub etwas kompliziert sein könnte, nehme ich die Einladung sehr gerne an.

Punkte: 9 / 10

11. ZAF – ASTEIO

Entschuldigt bitte die Plattitüde, aber das ist jetzt schon wirklich sehr griechisch. ZAF liefert bei seinem Song ebenfalls große Gesten. Er trägt zur weißen Hose ein weißes Sakko und wer einmal einen ESC gesehen hat, weiß, dass er es nicht lange tragen wird. Es fällt mir recht schwer, „ASTEIO“ in ein Genre zu packen und wirklich eingängig finde ich es auch nicht. ZAF singt den komplett griechischen Titel aber sehr gut und mit passender Inbrunst (die zum Beispiel bei good job nicky immer ein bisschen zu drüber war). Am Ende erscheinen sogar die Conchita-Wurst-Phönixflügel hinter ihm!

Punkte: 6 / 10

12. Akylas – Ferto

Der Applaus in der Halle ist unüberhörbar groß, als Akylas sein Video-Game startet. Er steht in einem orange-schwarzen Outfit auf der Bühne, ehe im Hintergrund erst Videospiel-Grafiken ablaufen und dann ein Glücksspielautomat gezeigt wird. Schließlich kommen aus seinem Mund auf dem Hintergrund Geldmünzen. Im gesellschaftskritischen „Ferto“ geht es offenbar um das Leben im Überfluss. Und tatsächlich ist das typisch griechische Thema im Song, das in Nintendo-Tönen verfremdet wird, ganz witzig. Aus irgendwelchen Gründen wird der Song in der Bridge zu einer Ballade. Joost Klein hatte den emotionalen Part bei „Europapa“ zumindest outgesourced. So wirklich passt das für mich nicht in den Titel, den ich ursprünglich null verstanden, aber mir mittlerweile zumindest schön gehört habe.

Punkte: 7 / 10

13. Leroybroughtflowers – SABOTAGE!

Ein Song wie „SABOTAGE!“ ist wirklich wohltuend in dieser Show. Leroybroughtflowers bringt uns in seinem Blumen-Outfit, das mich zumindest ganz leicht an Conan Osíris erinnert, einen sehr gechillten Song. Allerdings keinen Easy-Listening-Titel! „SABOTAGE!“ ist total hypnotisch, eingängig und verfängt sofort. Die Bühne ist in dunkelblau gehalten, erst zum Ende erscheint ein Farbstrudel und Leroy geht in die Kopfstimme. Ein ungewöhnlicher Titel, der auf meine Playlist kommt und beim ESC definitiv auffallen würde.

Punkte: 8 / 10

14. Alexandra Sieti – The Other Side

Die erste Startnummer im ersten Halbfinale – und nun die letzte im Finale. Das Alpha und das Omega ist also in diesem Vorentscheid Alexandra Sieti, die mit einem sehr strengen Blick auf der Bühne steht. Sie möchte uns gerne „on the other side“ treffen, singt sie. Ob sich diese Seite in Wien befindet, bezweifele ich aktuell noch. Der Song wird im zweiten Refrain etwas rockiger, aber abheben kann er für mich nicht.

Punkte: 4 / 10

Das war’s mit unseren 14 Final-Acts! Während die Hosts sich wieder dem Green Room zuwenden, der links von der Bühne aufgebaut ist, schaue ich nochmal kurz über meine Wertungen. Meine Favoritin ist Evangelia, gefolgt von Rosanna Mailan und Leroybroughtflowers. Da ich weiß, dass ich mit meinem Geschmack gerne mal etwas alleine da stehe, schreibt mir eure Top 3 gerne in die Kommentare.

Ab in den Schnelldurchlauf!

Ihr wisst es, ich sag es trotzdem nochmal: Für 68 Cent pro Stimme könnt ihr auf sfg.vote auch aus dem Ausland mit darüber abstimmen, wer für Griechenland beim ESC an den Start geht. Und nun, da ich nochmal den Schnelldurchlauf gesehen habe, kann ich mir umso weniger vorstellen, dass der arme good job nicky mit dem Ausschnitt und der Gesangsleistung noch irgendeine Jurystimme bekommt. Trotzdem bleibe ich dabei, dass der Song an sich gut ist. Überhaupt fand ich den Vorentscheid bislang ganz unterhaltsam.

Oh! Ein Countdown! STOP VOTING NOW! Es ist tatsächlich durch. Hinter den Kulissen wird jetzt gerechnet, wer Griechenland beim ESC vertreten wird. Bei ERT geht’s ab in die Werbung. Aber nicht ohne anzukündigen, dass gleich Interval Act Christos Mastoras auftritt.

Der hat übrigens keine wirklich große ESC-Vergangenheit und wurde in Griechenland abseits des Wettbewerbs mit seiner Musik bekannt. Allerdings hat er mit seiner Band Melisses 2010 am Vorentscheid teilgenommen. Dort kam die Gruppe allerdings nicht unter die Top 3. Spannend: Unter den besten Drei herrschte 2010 nach Jury- und Televoting Punktgleichheit. Das Publikum gab dann den Ausschlag für „OPA“. Eine gewisse Eleni Foureira wurde übrigens damals Zweite…

Heute präsentiert er uns ein Medley. Das wird übrigens inszinatorisch immer wilder. Irgendwann tanzen ein paar Geistliche, ein König und der Osterhase mit auf der Bühne. Fragt mich bitte nicht, wie das passiert ist.

Nach einem mittellangen Talk mit den drei Hosts verschwindet Christos wieder von der Bühne und wir verabschieden und in eine (vielleicht letzte?) Werbepause.

Die dauert dafür aber auch so lange, dass ich immer Angst habe, dass der nur ein Standbild zeigende Stream einfach abgebrochen ist. Ist er aber nicht. Glaube ich.

Sooo, da sind wir wieder zurück. Das Publikum ist immer noch herrlich aufgedreht und die Jurymitglieder sitzen nun wieder rechts der Bühne – also gegenüber den Acts von heute.

Moderator Giorgos liest gerade Punkte vor. Ich weiß nicht genau, welche oder wessen. 8 gehen jedenfalls an Marseaux, 10 an Evangelia. Ah es sind die Punkte der internationalen Jury. Der SWR3-Mann, der offenbar griechisch kann, gibt gesammelte 12 Punkte an Akylas.

Die griechische Jury gibt nur 2 Punkte an Evangelia! Sie dürfte mit dem Sieg wohl nichts mehr zu tun haben. Das Publikum ist überrascht. 8 Punkte gehen an Stylianos, 10 an Marseaux und die 12 Punkte vergibt nun die Präsidentin der griechischen Jury an Akylas, der nun deutlich führt mit 24 Punkten vor Marseaux mit 18.

Frohnatur good job nicky interviewt jetzt ZAF im Green Room. Warum auch nicht. Beide liegen mit 13 Punkten aktuell auf einem geteilten 3. Platz. Das Mikro wandert zu Marseaux, die sich anscheinend schonmal herzlich bedankt. Für sie läuft es ja auch sehr gut. Wir warten auf das Televotingergebnis, das auch nochmal 50 Prozent zählt.

Und dafür kommt Klavdia auf die Bühne! Darf sie gleich Akylas als ihren Nachfolger verkünden? Die Publikumspunkte zählen ja doppelt, deshalb werden hier 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 20 und 24 Punkte vergeben.

Evangelia bekommt 12 Punkte (also eigentlich 6, ihr versteht…), Marseaux bekommt 14, 16 Punkte gehen an D3elta, 20 an good job nicky. Er wurde also Zweiter im Publikumsvoting. Und die 24 Punkte gehen an… FERTO von Akylas!

Damit bekommt Akylas von allen die Höchstwertung und ist eindeutiger Sieger von Sing For Greece 2026. Seine Mutter kommt noch auf die Bühne und umarmt ihn. Er vertritt Griechenland beim ESC 2026 in Wien!

Screenshot ERT

In der Halle fällt Konfetti und ich verabschiede mich mit diesen Ergebnissen des Abends von euch. Vielen Dank für’s Dabeisein! Ich habe ferto.



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627 Comments
lasse braun 🏴‍☠️
lasse braun 🏴‍☠️
4 Monate zuvor

nr.4 die schöne athene und ihre trommler – ich nehme das mädel an der harfe – ist eigentlich ganz gut aber auch brav.

Last edited 4 Monate zuvor by lasse braun 🏴‍☠️
Malge1985
Malge1985
4 Monate zuvor

Hach lange keine Geige mehr gehabt. 🙂

Daraus könnte man ein Trinkspiel machen für jede Geige ein Schluck trinken. 😂

Ryan
Ryan
4 Monate zuvor
Reply to  Malge1985

Geigen Sind AMAZING

Amion
Amion
4 Monate zuvor

Marica hätte ich nicht beim Finale gebraucht . Tianora war so viel besser

Matty
Matty
4 Monate zuvor
Reply to  Amion

Ich verstehe bis heute nicht, warum sie ausgeschieden ist. Wahrscheinlich haben sich Marika und Tianora die Stimmen beim Televoting gegenseitig weggenommen und Marika kam besser bei den Zuschauern an.

Micha Knust
Micha Knust
4 Monate zuvor

Immer wieder denke ich beim wiederholten Hören der Teilnehmenden, wie fantastisch im letzten Jahr Klavdia war!!!!!!!
Meine Highlights kommen dann eher in der zweiten Hälfte!

Ryan
Ryan
4 Monate zuvor
Reply to  Micha Knust

Nur Liebe für Klavdia🥰

tenor78
tenor78
4 Monate zuvor

Die ersten 4 Songs in Griechenland sind mal belanglos. Ich hoffe, es wird besser…

Nilou
Nilou
4 Monate zuvor

Bei dem Song stört es mich einfach, dass auf dieses antike griechische Flair gesetzt wird, dann aber fast ausschließlich auf Englisch gesungen wird. Das wirkt so gar nicht authentisch und dann kaufe ich ihr das einfach nicht ab.
Außerdem macht mich das schnelle Ende kirre…

Jofan
Jofan
4 Monate zuvor
Reply to  Nilou

100% Zustimmung zur Sprache!

ESCFan2009
ESCFan2009
4 Monate zuvor

Die 4 fasziniert mich. Ihr Gesang erscheint mir viel zu schwach, aber das Gesamtpaket sieht einfach toll aus.

Last edited 4 Monate zuvor by ESCFan2009
Jofan
Jofan
4 Monate zuvor

04) Marika

Ich werde ja nie verstehen, wie sich das gegen Tianora durchsetzen konnte…
Der Song plätschert leider wirklich nur so vor sich hin und gesanglich wirkt das gelangweilt und klingt oft schief. Beim Thema des Songs verstehe ich auch nicht, warum der Song nicht auf Landessprache ist…
Pluspunkte gibt es für Marikas Outfit und den Muckimann mit der Trommel. 😉

5,5/12

Momo
Momo
4 Monate zuvor
Reply to  Jofan

Justice for Tianoraaaaa! 🥺🥺🥺

SvenEsc
SvenEsc
4 Monate zuvor

4
Ohne Ton sieht das nach was großes und tolles aus.
Leider kann Sie nur nicht singen, so das es anstrengend wird zu zuhören.
Der Trommler schien auch etwas gelangweilt.

Last edited 4 Monate zuvor by SvenEsc
ALMA.gique
ALMA.gique
4 Monate zuvor

Jetzt Marseaux, mein zweiter Favorit heute abend. 😍

Sanna
Sanna
4 Monate zuvor
Reply to  ALMA.gique

ich habe das Gefühl sie ist heute stimmlich besser, oder das lag im Semi nur an der schlechten Übertragung

ALMA.gique
ALMA.gique
4 Monate zuvor
Reply to  Sanna

Auf alle Fälle klang das heute besser als letzte mal, warum auch immer.

inga
inga
4 Monate zuvor

Marika hab ich mir mittlerweile schöngehört.

inga
inga
4 Monate zuvor
Reply to  inga

Marseaux meine ich, nicht Marika.

Malge1985
Malge1985
4 Monate zuvor

Nummer 4 > nicht mein Fall

Nummer 5 > etwas besser als Nummer 4

lasse braun 🏴‍☠️
lasse braun 🏴‍☠️
4 Monate zuvor

nr.5 hätte in anderen NF oder ggf. anderen jahren bessere chancen gehabt – sehr solide nummer und auch modern im sound – obwohl man weiß ja nie…

Nilou
Nilou
4 Monate zuvor

Die Tänzer in der zweiten Strophe, wunderbar.
Marseaux macht das echt klasse, sowohl stimmlich als auch performance technisch.
Das Ende haut auch nochmal rein.

Kann heute gerne weit oben mitspielen.

Momo
Momo
4 Monate zuvor

Also Marcel, über deine Bepunktung müssen wir nochmal sprechen. Das ist ziemlich wild, wie du deine Punkte verteilst, wie ich finde. 😅

Jofan
Jofan
4 Monate zuvor

05) Marseaux

Die große Begeisterungswelle hierfür kann ich leider nicht ganz teilen. Ich sehe zwar die Version, allerdings wirkt es auf mich eher wie ein Demo-Track und ist m.M.n. noch nicht ganz ausgereift. Mir gefällt aber der Beat und die artistische Ader.
Stimmlich heute auch gut, sodass es mir insgesamt besser als im Semi gefällt.

7/12

Amion
Amion
4 Monate zuvor

Marseaux hat sich zum Semi sehr sehr verbessert . Top leistung und zu Recht den meisten Applaus bisher.

Matty
Matty
4 Monate zuvor

Ich bin mal gespannt, ob Nicky seinem Namen alle Ehre macht und einen soliden Auftritt hinlegt!

Malge1985
Malge1985
4 Monate zuvor

Jetzt kommt Pink Floyd ähm good job nicky mit Dark Side Of The Moon. 🙃

inga
inga
4 Monate zuvor
Reply to  Malge1985

Da ist mir Pink Floyd doch lieber.

SvenEsc
SvenEsc
4 Monate zuvor

5.
Hat mir im Semi schon gefallen, verdient im Finale.
Gut gemacht 😊

Miki
Miki
4 Monate zuvor

Nr 5 hat mir gut gefallen…

ESCFan2009
ESCFan2009
4 Monate zuvor

Hat er gerade six seven gesagt? 👀😅

Miki
Miki
4 Monate zuvor
Reply to  ESCFan2009

Ja 🤣🤣🤣

ALMA.gique
ALMA.gique
4 Monate zuvor

Marseaux hat gut abgeliefert, ich bin begeistert. Sehr gute Stimme und toll performt.

Momo
Momo
4 Monate zuvor

Marseaux singt nicht nur gut. Sie fegt meiner Meinung nach auch ausgezeichnet 🧹🧹🧹

Cali
Mitglied
Cali
4 Monate zuvor

Ich höre ja nur halb hin, aber Nicky kämpft ja wirklich gegen die Töne an.

Marlon
Marlon
4 Monate zuvor

Wer ist euer Fav? Meiner :Evangelia

Momo
Momo
4 Monate zuvor

Autsch! Da waren jetzt aber einige schiefe Töne dabei. 🙉

Jofan
Jofan
4 Monate zuvor

06) Good Job Nicky

Anscheinend hatte der Gesangslehrer gestern und vorgestern keine freie Zeit mehr – Aua! Stimmlich ist das wirklich schlimm – kein hoher Ton sitzt!
Abgesehen davon finde ich den Song schon in der Studioversion schlimm und nervig. Nein, das sollte heute – rein leistungstechnisch – weit durchgereicht werden.
Klingt ja teilweise wie Hundegejaule – schlimm…

2/12

Malge1985
Malge1985
4 Monate zuvor

Nummer 6: So ein schönes Lied eigentlich, live überzeugt es mich aber kaum.

Last edited 4 Monate zuvor by Malge1985
Shamso
Shamso
4 Monate zuvor

So gut macht er seinen Job heute aber nicht. Die Töne sind leider oft recht schief.

Nils
Nils
4 Monate zuvor

Von Good Job Nicky hätte ich jetzt Besseres erwartet. Das war stellenweise echt schmerzhaft.

Franny
Franny
4 Monate zuvor

Tut mir leid, aber bei den ganzen schlechten Kopfstimmen bin ich raus.

Peter Schlüter
Peter Schlüter
4 Monate zuvor

Kann in Griechenland dieses Jahr auch jemand gut live singen ? Ich wundere mich einfach

Jofan
Jofan
4 Monate zuvor

Ja, aber gerade hast du die mit Abstand schlechteste Stimme des Abends gehört.

Amion
Amion
4 Monate zuvor

Die Nummer 6 jault sich einen ab , schlimm . Ich hoffe die Jury setzt diesen unverständlichen favoriten ganz nach hinten . Das ist schlimmer als „Run to you“ aus Aserbaidschan .

Franny
Franny
4 Monate zuvor
Reply to  Amion

„Run to you“ fand ich dagegen gut zu ertragen. Das hier nicht.

Nils
Nils
4 Monate zuvor
Reply to  Franny

Leider nur in der Studioversion. Live haben die das tolle Lied ja nicht gesungen, sondern vielmehr geschändet.

Jofan
Jofan
4 Monate zuvor

Wüsste ich nicht, dass es hier ein Wettbewerb ist, würde ich denken, dass Good Job Nicky eine Parodie ist.

lasse braun 🏴‍☠️
lasse braun 🏴‍☠️
4 Monate zuvor

nr.6 eine echte pro-nummer mit schönhörpotenzial – sehr solide.
hier kann ich sogar die kopfstimme ertragen….aber zum ende versucht er zuviel.

BerndBremen
BerndBremen
4 Monate zuvor

Ich bin erstaunt😉Dir als Kunstkenner gefällt dieser ganz üble „Gesang“

Matti.berlino
Matti.berlino
4 Monate zuvor

Sorry Greece Zero Point !

Malge1985
Malge1985
4 Monate zuvor

Koza. 😍😍😍

ESCFan2009
ESCFan2009
4 Monate zuvor

Was war das denn am Ende für eine schrille Sirene? 😱

Miki
Miki
4 Monate zuvor

Nr 6 autsch 🙈

SvenEsc
SvenEsc
4 Monate zuvor

6.

Im Refrain muss man den Ton ausmachen, sonst gehts.
Oha hat ähnlichkeit mit Aserbaidschan letztes Jahr nur das die deutlich besser waren.

Hier ist ein Glas zersplittert, wie schlimm.

tenor78
tenor78
4 Monate zuvor

6) Ähem….gab es da technische Probleme? Der Song ist ja ganz flott….

Matty
Matty
4 Monate zuvor

Nicky mit dem paillettenbesetzten blauen Handschuh an der rechten Hand. Eine Dancepopnummer mit Falsetteinlagen. Mir hat der Auftritt deutlich besser als der im Halbfinale gefallen und die Passagen mit der Kopfstimme waren ebenfalls deutlich angenehmer.

Nilou
Nilou
4 Monate zuvor

Ach, nee, das klang ja im Semi noch besser, und das war schon grenzwertig. Ich mag das Lied ja eigentlich, aber live… Puh, ich hoffe, ein anderer Beitrag gewinnt, allein schon für Griechenlands Chancen beim ESC wäre das vorteilhaft.

ALMA.gique
ALMA.gique
4 Monate zuvor

good job nicky klingt heute wirklich schrecklich. Das tut mir leid, denn ich mag den Song sehr. Aber er ist anscheinend kein guter Live-Performer und deshalb auch nicht so richtig geeignet für den ESC.

Malge1985
Malge1985
4 Monate zuvor

Juchu eine Geige. 😎

Franny
Franny
4 Monate zuvor
Reply to  Malge1985

Malge steht auf Geigen. 😀 *räusper*

Franny
Franny
4 Monate zuvor

Ja, das gefällt mir! 🙂
Eh längst auf meiner Playlist und mein Platz 2 nach Akylas.

Ryan
Ryan
4 Monate zuvor

Ich hab das Gefühl das Nicky da Probleme mit seinen In-Ears hatte!! Hoffe ich zumindestens

Momo
Momo
4 Monate zuvor

Marcel! 7 Punkte für dieses schlecht vorgetragene Lied?! Jetzt veräppelst du uns doch! 😂

Jofan
Jofan
4 Monate zuvor

07) Koza Mostra

Viel Applaus im Vorfeld, scheinen immer noch sehr bekannt zu sein. Den Song finde ich leider recht flach und langweilig. Überhaupt nicht meins, nur das Geigensolo gefällt mir. Hat dadurch igendwie ein bisschen etwas stereotypisch Irisches…
Da gibt es heute aber deutlich bessere Optionen!

3,5/12