
Zwei Halbfinal-Shows in Griechenland haben wir bislang hinter uns – nun wissen wir, welche 14 Glücklichen im Finale des Vorentscheids an den Start gehen, um Griechenland beim Eurovision Song Contest 2026 zu vertreten. Dazu zählt auch Evangelia (Aufmacherbild), die sich nach vielen gescheiterten Versuchen, weiterhin Hoffnungen machen darf. Das Finale von Sing For Greece 2026 aka Ethnikos Telikos liefert heute die Antwort.
Während in den Halbfinal-Shows allein das Zuschauervoting darüber entschied, wer im Finale antreten darf, ist heute zu 50 Prozent auch eine Jury am Ergebnis beteiligt. Diese wiederum spaltet sich zur Hälfte in eine griechische und zur anderen Hälfte in eine internationale Jury auf. Auch ihr könnt aus dem Ausland mit darüber abstimmen, wer Griechenland vertreten soll – möglich ist das nachdem alle aufgetreten sind auf sfg.vote. Eine Stimme kostet dabei 68 Cent.
Austragungsort für die Show ist das Peiraios 260 in Tavros, einer Vorstadt von Athen. Moderiert wird das Finale wie auch schon die zwei Halbfinals am Mittwoch und Freitag von Giorgos Kapoutzidis, Betty Maggira und Katerina Vrana. Als Interval-Act ist Christos Mastoras dabei, der als Frontmann der Gruppe Melisses schon diverse Hits in Griechenland hatte. In den Wettquoten auf den ESC-Sieg liegt Griechenland aktuell auf Platz drei. Möglicherweise liegt das an Akylas, der mit seinem Titel „Ferto“ heute großer Siegfavorit ist – zumindest bei den Wettanbietern.
Sing For Greece 2026, Finale – Die Startreihenfolge:
- STYLIANOS – You And I
- D3lta – Mad About It
- Mikay – Labyrinth
- Marika – Daughters Of The Sun (A, E, I, O, U)
- Marseaux – Xanomai
- good job nicky – Dark Side Of The Moon
- Koza Mostra – Bulletproof
- STEFI – Europa
- Rosanna Mailan – Alma
- Evangelia – Paréa
- ZAF – ASTEIO
- Akylas – Ferto
- Leroybroughtflowers – SABOTAGE!
- Alexandra Sieti – The Other Side
Die heutige Startreihenfolge wurde jeweils am Ende der Halbfinalshows noch von den Acts auf der Bühne ausgelost. Alle 28 Beiträge, die bei Sing For Greece mitmachen, haben wir euch hier vorgestellt. In unserer Umfrage führt aktuell Akylas vor Evangelia und ZAF.
Das Finale von Sing For Greece 2026 beginnt heute um 20:00 Uhr bei ERT1 und ERT World und soll drei Stunden dauern. Für die Übertragung via ERTFlix benötigt man ein kostenloses Konto. Der offizielle YouTube-Kanal der EBU überträgt die Show ebenfalls. Vor, während und nach der Sendung könnt Ihr das Finale unter diesem Beitrag im Live-Chat kommentieren.
Und damit sage ich herzlich Willkommen an diesem ganz besonderen Abend! Denn einmal haben wir mit den Shows hier in Griechenland und drüben in Kroatien gleich zwei Vorentscheids-Finalshows an einem Sonntag – wann hat es das denn mal gegeben? Und dann ist das hier auch noch mein erster Live-Blog hier auf ESC kompakt. Na was soll da schon schiefgehen?
Okay, das mit den Live-Streams ist unter der Woche schonmal schiefgegangen. Beim ersten Halbfinale am Mittwoch sind die nämlich reihenweise abgebrochen. Beim zweiten Semi am Freitag lief es besser. Und für heute bietet die EBU sogar einen offiziellen Stream auf YouTube an, den ich jetzt verfolge. Ich habe mir unter der Woche völlig umsonst ein ERTFlix-Konto angelegt und freue mich jetzt auf die nächsten drei Stunden Griechenland. Auf die Plätze, ferto, los!
Die Songs bewerte ich jeweils auf einer Skala von 1 bis 10. Schreibt auch gerne eure Wertungen hier in die Kommentare.
Und das Finale beginnt gleich mit Standing Ovations und wildem Applaus in der Halle! Auf der Bühne sehen wir zwei blaue Sofas. Auf einem sitzt Vorjahres-Gewinnerin Klavdia mit einem Gitarristen – auf dem anderen unsere drei Hosts.
Es wird ein bisschen gejammt. Klavida stimmt zum Beispiel „I anixi“ an, den griechischen ESC-Titel von 1991.
Und dann crashen unsere Finalisten die kleine Party! Die 14 Final-Acts von Sing For Greece kommen zu weiteren griechischen Klassikern links und rechts auf die Bühne. This Is Our Night! Dann erklingt die Eurovisions-Hymne und alle Finalisten versammeln sich schnell auf, vor und hinter dem Sofa und blicken auf einen Fernseher am Bühnenrand. Das war doch ein schönes kleines Intro. Es folgt ein kurzer Schnelldurchlauf aller Songs, die wir heute sehen werden.
Moderator Giorgos spricht über die Streaming-Plattform ERTFlix – und ich lerne, dass man den griechischen Sender ERT gar nicht E R T ausspricht – sondern tatsächlich als ein Wort. Ärt. Spannend.
Ein kurzer Rückblick auf den Sieg von Helena Paparizou beim ESC 2005 – und auch auf den ESC 2006 in Athen. Der erste, den ich je gesehen habe – und der mich schließlich zum ESC-Fan gemacht hat. Wir sehen SD-Bilder aus 2006, Interval Acts und die beiden Hosts von damals. Unter anderem Sakis Rouvas, der selbst zweimal am ESC teilgenommen hat. Das ist jetzt alles 20 Jahre her…
Im Hier und Jetzt betritt Fokas Evangelinos die Bühne, der artistische Direktor des diesjährigen Vorentscheids, für einen kleinen Talk. Mal schauen, wann es denn dann mit den Auftritten losgeht.
Jetzt zeigen sie die zehnköpfige Jury, die nachher 50 Prozent des Votings ausmacht. Neben der serbischen ESC-Kandidatin Jelena Tomašević ist unter anderem für Deutschland Benedikt Wiehle live vor Ort. Wie ich lese, ist er Musik-Redakteur bei SWR3. Da hat man offensichtlich beim neuen Federführer gleich mal nachgefragt, ob sie da jemanden hätten.
Unsere Hosts stellen nochmal das Voting vor. Dann nutze ich die Zeit auch nochmal, um euch daran zu erinnern, dass ihr auf sfg.vote mitabstimmen könnt. Eine Stimme kostet 68 Cent – und die Votingseite gibt es sogar auf Deutsch! Auf Englisch erklärt uns Moderatorin Katerina, dass das Voting jetzt gleich zum ersten Song bereits startet und dann etwa zwei Stunden geöffnet sein wird. Und unter großem Applaus wiederholt Giorgos das ganze nochmal in sehr gutem Französisch. Zehnmal kann abgestimmt werden – für einen Song oder für mehrere.
Das Voting ist eröffnet und nach 30 Minuten betritt gleich der erste Act des Abends die Bühne!
1. STYLIANOS – You And I
Es ist Sänger Stylianos. Ein Name, den ich ehrlicherweise bislang nur von einer RTL-Realityshow her kannte. Er trägt einen schwarzen Anzug mit roten Striemen drauf, die wahrscheinlich Blut symbolisieren sollen. Diese sind notdürftig zugenäht. Passend dazu ist die Bühne ebenfalls in schwarz-rot gehalten. „You And I“ ist eine Ballade, zu der Stylianos typische Balladen-Gesten abliefert. Oft bleibt er dabei mit seiner Stimme (etwas zu weit) oben. Es endet mit einem Feuerball in seiner Hand. Netter Start, aber nichts, an das man sich erinnert.
Punkte: 3 / 10
2. D3lta – Mad About It
D3lta sieht aus wie ein junger David Bowie. Er trägt ein wenig Leder über seinen Schultern, ansonsten performt er brust- und bauchfrei. Zu „Mad About It“ wird auf der Bühne geklatscht und gesprungen. Der Synthie-Rocksong ist dabei etwa so glatt wie seine Brust, aber irgendwie hat das was und den Kamerablick hat er auch drauf.
Punkte: 6 / 10
3. Mikay – Labyrinth
Mikay hat lange rosafarbene Haare, auch der Bühnennebel beginnt in rosa. OH und nun begeht sie den ESC-Kardinalfehler und man sieht ihr Gesicht groß hinten auf der Leinwand. Das hat doch noch nie funktioniert. „Labyrinth“ ist ein Dark-Popsong, zu dem nun noch fünf Tänzer in recht zerrissenen schwarzen Konstümen auf die Bühne kommen. Die hohen Töne, wenn der Song sich zum Ende steigert, kriegt sie aber gut hin. Aber will man wirklich in dieses „La La La La La Labyrinth“ gehen?
Punkte: 4 / 10
Und jetzt muss ich auch kurz mal die kleinen Einspielfilme vor jedem Act loben. Unsere drei Hosts haben nämlich mit jedem Act einen kleinen Sketch aufgenommen, der sicher noch besser wirken würde, wenn man griechisch könnte. Aber auch so sehen sie sehr launig aus.
4. Marika – Daughters Of The Sun (A, E, I, O, U)
Marika entführt uns ins antike Griechenland – sie trägt ein Gewand aus weiß und gold. Auch eine Harfinistin, eine Violinistin und ein halbnackter Trommler sind auf der Bühne. Der Song ist deutlich ruhiger als seine Vorgänger heute. Und ein Song über Vokale ist mir grundsätzlich auch schonmal sympatisch. Zwischendurch darf Marika sogar selbst mal auf die Trommel hauen. Dieser Song wirkt eher wie ein Interval Act aus Athen 2006, wovon wir ja vorhin Bilder gesehen haben. Das Tempo des Songs steigert sich am Ende noch schön – an einen Auftritt dieser Sonnentöchter würde man sich beim ESC nach einem langen Abend zumindest noch erinnern.
Punkte: 7 / 10
5. Marseaux – Xanomai
Das klingt zumindest modern. Marseaux hat einen Elektro-Popsong dabei. Den ersten Refrain von „Xanomai“ singt sie nur kurz an – erst beim zweiten Mal wird der dann komplett ausgesungen. So hat Dänemark das übrigens beim ESC die letzten zwei Jahre auch gemacht (erst mit „Sand“, dann mit „Hallucination“). Ob das gelungen war, entscheidet selbst. Inzwischen sind vier ganz in weiß gekleidete Tänzer ohne Gesicht auf der Bühne erschienen, die um Marseaux herumwirbeln. Der Titel endet mit einem erschrockenen Einatmer. Einen wirklichen Gasp hatte ich allerdings nicht.
Punkte: 5 / 10
6. good job nicky – Dark Side Of The Moon
Oh, good job nicky nimmt sich gleich mal zu Beginn seines Auftritts ein In-Ear aus dem Ohr. Das ist wahrscheinlich kein gutes Zeichen. Er gehört ja mit seinem an The Weeknd erinnernden Song zu den Favoriten heute Abend. Und da taucht passend zum Weltall-Thema auch ein Alien auf der Bühne auf! Gut, es ist nur eine Frau im Pailletten-Ganzkörperanzug – aber seit Kejsi Tola aus Albanien beim ESC 2009 hab ich sowas nicht mehr gesehen. Hier passt es wenigstens besser. Seinen hohen Refrain heult good job nicky aber leider ganz schön. Und das Ende klingt ganz schön ui-ui-ui, möchte ich sagen. Trotzdem ist der Song gut. Bis zum ESC müsste da aber stimmlich noch was passieren.
Punkte: 7 / 10
7. Koza Mostra – Bulletproof
2013 lehrten uns Koza Mostra beim ESC in Malmö, dass Alkohol aktuell free sei. Der geigengestützte Beginn von „Bulletproof“ erinnert mich gleich mal an ein griechisches Santiano. Und irgendwie bleibt es genretechnisch bei mir auch im Shanty-Rock hängen. Schließlich ist sogar eine Fiddlerin on the Deck dabei. Kann man gut hören, ist aber auch schnell wieder vergessen. Hätten sie lieber mal wieder was mit Alkohol gemacht.
Punkte: 6 / 10
Und schon ist Halbzeit – und unsere Lieblings-Hosts talken sich ein wenig durch den Green Room. Übrigens vorbildlich, wie schnell auch die Auftritte innerhalb weniger Minuten geclippt bei ERT auf YouTube erscheinen. Das spricht für eine sehr gute Vorbereitung. Jetzt aber mal kurz Durchatmen – und ab in die Werbung.
Ohne große Worte geht es weiter mit…
8. STEFI – Europa
STEFI wirkt wie eine Sängerin, die uns eine Geschichte erzählen möchte. Ihr lilafarbene Blüte im Haar haarmoniert (haar haar) mit ihrem lilafarbenen Kleid. Da kommen auch schon vier Tänzerinnen und Tänzer zu ihr – aber leider auch ein Produktionsmitarbeiter, den man wahrscheinlich nicht sehen sollte, und der ihren Mikrofonständer abräumt. Hinten auf dem Screen sieht man ein Sternenbild (Welches? Schreibt es in die Kommentare!). Nun tauchen hinten auf dem Screen Worte in verschiedenen Sprachen auf. Ich meine auch kurz „Vereint“ auf Deutsch gelesen zu haben. Ein Song, der sehr klar und schön fließt – auch wenn ein echter Höhepunkt leider nicht darin ist.
Punkte: 7 / 10
9. Rosanna Mailan – Alma
Der Anfang dieses Songs wirkt wie direkt aus dem Festival da Canção geklaut. Rosanna kniet auf der Bühne vor einem Sternenhimmel, dann steht sie auf, wirft ihr Gewand ab und der Song ändert sich komplett zu einem Latin-Track. Und schon klingt es eher nach Benidorm. Auch hier betreten Tänzerinnen und Tänzer die Bühne, die erstmal einen Paartanz aufführen, Rosanna dann aber sogar beim ersten Dancebreak des Abends unterstützen. Der Refrain, in dem nahezu jede Zeile mit dem titelgebenden „Alma“ beginnt ist außerdem eingängig. Das klingt alles sehr nach ESC. Gut so!
Punkte: 8 / 10
10. Evangelia – Paréa
Bei keinem Song ist die Songcredit-Liste so lang wie bei „Paréa“. Evangelia beginnt mit einer roten Blume in der Hand und sieht aus wie die Bachelorette. Denn dann kommen auch noch diverse Tänzer im Anzug hinzu und im Hintergrund schwingt ein Kronleuchter auf der Leinwand. Evangelias Refrain wird dann auch so wie sie es singt „a little faster, a little louder“. Wobei, ist das eigentlich der Refrain? Denn eigentlich beinhaltet „Paréa“ mindestens drei Songs. Aber dafür auch drei Ohrwürmer. Die Gesten und die Attitude bei Evangelia jedenfalls sitzen – und auch die Hebefigur klappt sehr gut. Evangelia lädt uns auf eine Party („Paréa“) ein – und auch, wenn dieser Song für den Euroclub etwas kompliziert sein könnte, nehme ich die Einladung sehr gerne an.
Punkte: 9 / 10
11. ZAF – ASTEIO
Entschuldigt bitte die Plattitüde, aber das ist jetzt schon wirklich sehr griechisch. ZAF liefert bei seinem Song ebenfalls große Gesten. Er trägt zur weißen Hose ein weißes Sakko und wer einmal einen ESC gesehen hat, weiß, dass er es nicht lange tragen wird. Es fällt mir recht schwer, „ASTEIO“ in ein Genre zu packen und wirklich eingängig finde ich es auch nicht. ZAF singt den komplett griechischen Titel aber sehr gut und mit passender Inbrunst (die zum Beispiel bei good job nicky immer ein bisschen zu drüber war). Am Ende erscheinen sogar die Conchita-Wurst-Phönixflügel hinter ihm!
Punkte: 6 / 10
12. Akylas – Ferto
Der Applaus in der Halle ist unüberhörbar groß, als Akylas sein Video-Game startet. Er steht in einem orange-schwarzen Outfit auf der Bühne, ehe im Hintergrund erst Videospiel-Grafiken ablaufen und dann ein Glücksspielautomat gezeigt wird. Schließlich kommen aus seinem Mund auf dem Hintergrund Geldmünzen. Im gesellschaftskritischen „Ferto“ geht es offenbar um das Leben im Überfluss. Und tatsächlich ist das typisch griechische Thema im Song, das in Nintendo-Tönen verfremdet wird, ganz witzig. Aus irgendwelchen Gründen wird der Song in der Bridge zu einer Ballade. Joost Klein hatte den emotionalen Part bei „Europapa“ zumindest outgesourced. So wirklich passt das für mich nicht in den Titel, den ich ursprünglich null verstanden, aber mir mittlerweile zumindest schön gehört habe.
Punkte: 7 / 10
13. Leroybroughtflowers – SABOTAGE!
Ein Song wie „SABOTAGE!“ ist wirklich wohltuend in dieser Show. Leroybroughtflowers bringt uns in seinem Blumen-Outfit, das mich zumindest ganz leicht an Conan Osíris erinnert, einen sehr gechillten Song. Allerdings keinen Easy-Listening-Titel! „SABOTAGE!“ ist total hypnotisch, eingängig und verfängt sofort. Die Bühne ist in dunkelblau gehalten, erst zum Ende erscheint ein Farbstrudel und Leroy geht in die Kopfstimme. Ein ungewöhnlicher Titel, der auf meine Playlist kommt und beim ESC definitiv auffallen würde.
Punkte: 8 / 10
14. Alexandra Sieti – The Other Side
Die erste Startnummer im ersten Halbfinale – und nun die letzte im Finale. Das Alpha und das Omega ist also in diesem Vorentscheid Alexandra Sieti, die mit einem sehr strengen Blick auf der Bühne steht. Sie möchte uns gerne „on the other side“ treffen, singt sie. Ob sich diese Seite in Wien befindet, bezweifele ich aktuell noch. Der Song wird im zweiten Refrain etwas rockiger, aber abheben kann er für mich nicht.
Punkte: 4 / 10
Das war’s mit unseren 14 Final-Acts! Während die Hosts sich wieder dem Green Room zuwenden, der links von der Bühne aufgebaut ist, schaue ich nochmal kurz über meine Wertungen. Meine Favoritin ist Evangelia, gefolgt von Rosanna Mailan und Leroybroughtflowers. Da ich weiß, dass ich mit meinem Geschmack gerne mal etwas alleine da stehe, schreibt mir eure Top 3 gerne in die Kommentare.
Ab in den Schnelldurchlauf!
Ihr wisst es, ich sag es trotzdem nochmal: Für 68 Cent pro Stimme könnt ihr auf sfg.vote auch aus dem Ausland mit darüber abstimmen, wer für Griechenland beim ESC an den Start geht. Und nun, da ich nochmal den Schnelldurchlauf gesehen habe, kann ich mir umso weniger vorstellen, dass der arme good job nicky mit dem Ausschnitt und der Gesangsleistung noch irgendeine Jurystimme bekommt. Trotzdem bleibe ich dabei, dass der Song an sich gut ist. Überhaupt fand ich den Vorentscheid bislang ganz unterhaltsam.
Oh! Ein Countdown! STOP VOTING NOW! Es ist tatsächlich durch. Hinter den Kulissen wird jetzt gerechnet, wer Griechenland beim ESC vertreten wird. Bei ERT geht’s ab in die Werbung. Aber nicht ohne anzukündigen, dass gleich Interval Act Christos Mastoras auftritt.
Der hat übrigens keine wirklich große ESC-Vergangenheit und wurde in Griechenland abseits des Wettbewerbs mit seiner Musik bekannt. Allerdings hat er mit seiner Band Melisses 2010 am Vorentscheid teilgenommen. Dort kam die Gruppe allerdings nicht unter die Top 3. Spannend: Unter den besten Drei herrschte 2010 nach Jury- und Televoting Punktgleichheit. Das Publikum gab dann den Ausschlag für „OPA“. Eine gewisse Eleni Foureira wurde übrigens damals Zweite…
Heute präsentiert er uns ein Medley. Das wird übrigens inszinatorisch immer wilder. Irgendwann tanzen ein paar Geistliche, ein König und der Osterhase mit auf der Bühne. Fragt mich bitte nicht, wie das passiert ist.
Nach einem mittellangen Talk mit den drei Hosts verschwindet Christos wieder von der Bühne und wir verabschieden und in eine (vielleicht letzte?) Werbepause.
Die dauert dafür aber auch so lange, dass ich immer Angst habe, dass der nur ein Standbild zeigende Stream einfach abgebrochen ist. Ist er aber nicht. Glaube ich.
Sooo, da sind wir wieder zurück. Das Publikum ist immer noch herrlich aufgedreht und die Jurymitglieder sitzen nun wieder rechts der Bühne – also gegenüber den Acts von heute.
Moderator Giorgos liest gerade Punkte vor. Ich weiß nicht genau, welche oder wessen. 8 gehen jedenfalls an Marseaux, 10 an Evangelia. Ah es sind die Punkte der internationalen Jury. Der SWR3-Mann, der offenbar griechisch kann, gibt gesammelte 12 Punkte an Akylas.
Die griechische Jury gibt nur 2 Punkte an Evangelia! Sie dürfte mit dem Sieg wohl nichts mehr zu tun haben. Das Publikum ist überrascht. 8 Punkte gehen an Stylianos, 10 an Marseaux und die 12 Punkte vergibt nun die Präsidentin der griechischen Jury an Akylas, der nun deutlich führt mit 24 Punkten vor Marseaux mit 18.
Frohnatur good job nicky interviewt jetzt ZAF im Green Room. Warum auch nicht. Beide liegen mit 13 Punkten aktuell auf einem geteilten 3. Platz. Das Mikro wandert zu Marseaux, die sich anscheinend schonmal herzlich bedankt. Für sie läuft es ja auch sehr gut. Wir warten auf das Televotingergebnis, das auch nochmal 50 Prozent zählt.
Und dafür kommt Klavdia auf die Bühne! Darf sie gleich Akylas als ihren Nachfolger verkünden? Die Publikumspunkte zählen ja doppelt, deshalb werden hier 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 20 und 24 Punkte vergeben.
Evangelia bekommt 12 Punkte (also eigentlich 6, ihr versteht…), Marseaux bekommt 14, 16 Punkte gehen an D3elta, 20 an good job nicky. Er wurde also Zweiter im Publikumsvoting. Und die 24 Punkte gehen an… FERTO von Akylas!
Damit bekommt Akylas von allen die Höchstwertung und ist eindeutiger Sieger von Sing For Greece 2026. Seine Mutter kommt noch auf die Bühne und umarmt ihn. Er vertritt Griechenland beim ESC 2026 in Wien!

In der Halle fällt Konfetti und ich verabschiede mich mit diesen Ergebnissen des Abends von euch. Vielen Dank für’s Dabeisein! Ich habe ferto.
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Liebe Griechen wann veröffentlicht ihr eigentlich mal die Lieder bei Spotify?
DAS frage ich mich auch schon ewig. Hoffentlich nach der Show.
Das kann noch dauern. Zum Beispiel ist eines meiner Lieblingslieder der letztjährigen Ausgabe – nämlich „Sirens“ von BARBZ – immer noch nicht auf Spotify erschienen und laut ihrer letzten Aussage wird es wohl gar nicht mehr kommen. 🙁
Ist im SCC übrigens sehr weit gekommen. 😉
sooo schade verstehe nicht wieso es nicht veröffentlicht wird
Zuletzt meinte sie, dass es sich jetzt ja nicht mehr lohne, weil der Song schon so alt ist. 🙁 Verstehe ich auch nicht, denn sie wird ja immer wieder darauf angesprochen…
Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass die griechischen Artists alle keine Lust auf Spotify haben. Gibt es in Griechenland irgendwelche Probleme mit den Plattenfirmen? Würde mich echt interessieren.
nr.7 mit einer flasche ouzo intus finde ich das bestimmt supi und gröle mit.
Hast du die auch schon intus? 😉
ich trinke keinen alkohol. (schon länger)
Da sind wir schon zwei. 🙂
Koza Mosztra ich liebe die Nummer einfach. 😎
Koza Mostra bisher am BESTEN!
7) Für diejenigen, die Rock mögen, ist das sicher ein Favorit. Mein Fall ist das weniger…
Oh, ich hege eine starke Abneigung gegen diese für mich uninspirierten Rock-Pop-Nummern, die einfach härter sein wollen als sie sind.
Aber bestimmt hat das auch seine Zielgruppe.
Ollie…
Uff, bei #6 rollen sich einem die Zehennägel ordentlich auf. 😅
Ich fand #5 Marseaux bisher am besten. 😊
Koza Mostra – da weiß man, was man hat. Hätte für meinen Geschmack aber ruhig noch etwas griechischer klingen dürfen.
von mir kriegen die aber keinen persilschein.
Mal schauen, was der Rest des Abends noch zu bieten hat. Bei mir liegen sie momentan auf Rang 2.
7.
Besser als Nummer 6. Aber das ist auch nicht schwierig 😅😅.
War ganz nett anzusehen.
😫 😫 😫
good job nicky Dark Side Of The Moon
So ein toller Song, und dann so dageboten.
Aber mit welcher Inbrunst er den Song gesungen hat.
Das hat mir wieder sehr gut gefallen.
Das war teilweise aber ganz schön schief.
Das ist noch höflich ausgedrückt.
Er hat schlecht gesungen, aber das mit Inbrunst. 😆
Nun, das kann ich aber auch. Good Job Nils. 😛
😂
😅 😅 😅
Genau.
Er ist jetzt schon Sieger der Herzen.
Zumindest bleibt er uns sicherlich länger in Erinnerung als so manch anderer heute abend 😆
„Eher mittelmäßiger Job Nicky“
Seh ja gleichzeitig DORA . Da sins schon mind. 3 Songs die ich besser finde als bri Greece.
Werden wir Dora oder Griechenland eigentlich als erstes wissen? 🤔
Ich wettevauf Greece
Eurovisionworld sagt Griechenland endet früher. Ob das so eintrifft, werden wir sehen.
Die könnten ja eine Parallelschaltung machen und beide Sieger gleichzeitig verkünden. 🤔
Gefühlt gestern in Dänemark und Lettland passiert ^^
Bisher der langweiligste Vorentscheid der Saison.
Auf GAR keinen Fall. 😂
Der ist neben an bei Kroatien. 😂😂😂 *duckundweg*
Deutschland kommt doch erst am 28. 😉
Eigentlich gehörte ja GJN zu meinem persönlichen erweiterten Favoritenkreis.
Schon im Semi war ich halbwegs vom Gesang enttäuscht und jetzt erst recht.
Das war leider kein guter Job ! Aber die Studioversion gefällt mir weiterhin.
Ich werde auch weiterhin die tolle Studioversion hören und mich daran erfreuen.
Aber nicht mehr lange, dann hoffe ich geht hier die Post ab 😄
Bei der Dora gab’s grad Berliner…oder Pfannkuchen wie sie bei uns heissen.
Krapfen!
Krapfen haben keine Füllung
Ich hoffe auf eine bessere zweite Hälfte. Hat da nicht irgendwann mal jemand geschrieben, dass der griechische Vorentscheid in diesem Jahr echt stark sei?
Wer hat denn sowas geschrieben? ESC kompakt?😄
Ich – unter anderem. 🙂 Stehe auch dazu und viel Gutes kommt auch noch in Hälfte 2.
Ich schließe mich an. 🥳
Also bis auf Marseaux sind meine Lieblinge in der zweiten Hälfte
Wow, ich hatte damit gerechnet, dass hier jemand „Bulletproof“ mit „timber“ vergleicht.
Hast du ja jetzt übernommen
Da musst du auf Copycat Lasse hoffen…
Na Marcel, ich will doch hoffen, dass die Tänzer ein Gesicht haben und dieses nur bedeckt ist. 😉 Oder ist das der Beginn eines neuen griechischen Mythos‘? Der Held und die gesichtslosen Tänzer…
Hoffentlich wertet die Jury nicht so krass, wie es der ESC Kompakt Juror heute tut. Er hat den gesanglich schlimmsten Leistungen die höchsten Punkte gegeben. 😉
Ich melde mich während der Pause kurz mal von unserer kleinen Griechenland Party bei meiner Freundin Anne 🇬🇷🎉
Was war denn bitte mit good job Nicky los 🤭 Wir wollten schon Amnesty International anrufen! 😱 Grauselig. Dafür war D3lta besser als im Semi 💪🏻
Oh, es geht weiter! Ich muss wieder zu den anderen! Viel Spaß!!!
Volle Zustimmung !
Viel Spaß weiterhin ! 🎶
Not so good job Nicky 😅
Hat aber immerhin 7 von 10 Punkten bekommen. 🙂
Das wird dann auch schwierig mit dem SCC bei good job nicky 😆 Denn hier sind ja nur Live-Versionen „erlaubt“ 😉
Europa nach Wien? Kann, muss jetzt aber nicht unbedingt. Bisschen zu brav und unentschlossen, das Lied. Wäre wohl eher ein NQ.
nr.8 schöne instrumentierung und auch sonst sehr solide.
und vor allem wirklich super gesungen
08) Stefi
Stefi sieht ja wirklich zauberhazft aus in ihrem Kleid. Stimmlich sehr sicher und schön anzuhören. Eine sehr klassische Ballade, die inhaltlich den Mythos von Zeus und Europa aufgreift – das gibt einen Pluspunkt.
Ich mag da durchaus einiges, besonders das schöne Instrumental. Letztlich weiß der Song aber selber nicht, was er sein möchte, und dann ist mir das doch zu viel angezogene Handbremse.
7/12
Ich finde Europa ja gar nicht so schlecht, es ist irgendwie eine süße Idee für ein Lied und hey, immerhin singt sie gut. Das haben heute nicht alle gemacht… 🫣
8) Ja, es wird besser. Dieser Europa-Song gefällt mir und käme auch zum richtigen Zeitpunkt.
🕺💃👯
Bisher drängt sich nichts auf, was auch nur annähernd tauglich fürs Finale ist.
Rosanna entthront bei mir Koza. 😎
ohhh…hat sich das Benidormfest in Greece eingeschlichen 😉
9) Und es wird schon wieder schlechter mit einer lauen Anbiederung an Spanien…
Rosanna ist geborene Kubanerin, also nix Spanien
Ein Vorentscheid ist kein richtiger Vorentscheid ohne ein Trickkleid. 😁
Sogar gleich 2!!!
Klotzen, statt kleckern. 😁
09) Rosanna Mailan
Da kommt der feurige Latino-Hispania-Griechisch-Hit. 🙂 Klingt sehr klassisch zeitlos und sagt mir durchaus sehr zu. Nur das Herumgehopse im Refrain sieht etwas albern aus. Klasse Dancebreak und ein schönes Ende.
Hier wird auch an nichts gespart: Warum nur einen Dress Change, wenn man auch zwei haben kann? 🙂 Mehr ist mehr!
7,5/12
9
Getanzte langweile 🙈
Toilettenpausensong.
nr.9 die spanische sonne scheint auch in griechenland.
Jup. Das ist genau die Art Lied, mit der Spanien so gerne in den Bottom Five landet. Das scheint das Publikum nicht zu bedenken, wenn man sich den Jubel anhört.
Alma ist wirklich schön. Kommt ggf. auf meine SCC Liste
Evangeliaaaaaaa
Also meine Namensvetterin Alma singt echt toll. 😍
Der Song heißt Alma. 😉
Vielleicht singt sie ja über dich? 🤭
Hihi, dass passiert wenn man auf zu viele Bildschirme gleichzeitig schaut. 😁 Aber das Lied „Alma“ finde ich auf alle Fälle gut. 😊
Also Vale hat mir von Evangelia besser gefallen
Mir auch, aber finde „Parea“ auch stark.
nr.10 tja ist ja eigentlich ganz gut aber es gibt noch bessere – „a lttle louder…“ ist ein bekanntes sample?
vielleicht schlägt ja heute wieder die berühmtheit zu?
Evangelia wird das gewinnen, oder?
Wie ich über den Song denken soll, weiß ich noch nicht. Die Hip-Hop-Attitüde gefällt mir. Aber diese Sirtaki-Reminiszenz wirft mich hier total raus und geht mir auf den Sack.
Eher nix für den privaten Gebrauch.
Bärenstarker Auftritt von Evangelia.
Hätte sicher auch bei den Jurys bessere Chancen
als A…..
meine Kinder schlafen nebenan und sie singt „a little louder…“
ne, geht gerade nicht.
Evangelia hat mir letztes Jahr besser gefallen, auch wenn ich gut finde, dass sie dieses Mal mal etwas Anderes probiert.
Aber mir ist das dann doch auch wieder sehr zahm und so richtig viel außer „A little faster, a little louder“ passiert auch nicht.
10) Evangelia
Das ist einfach so ein kluger Auftritt, der den Song noch mal auf ein ganz neues Level hebt! 🙂 Ich liebe ja den Refrain und den Aufbau, nur die „louder, faster“-Sprechchöre kommen mir zu oft vor. Stimmlich ist sie heute wirklich sehr gut und deutlich besser als im Semi.
Das kann so gerne direkt nach Wien. Evangelia ist eine starke Performerin, das sieht man sofort.
10,5/12
Diese Einspieler sind so witzig! Ich bin die ganze Zeit am grinsen. 😂
Nope. Evangelia… absolut nicht my cup of tea. Genau die Art ESC-Beitrag, die bei mir eine Kombi aus „gelangweilt und genervt“ hervorrufen.
10.
Gefällt mir wirklich gut, moderne griechische Klänge, gute Mischung.
Bisher das beste ♥️😊
Evangelia!!
also ich möchte Evangelina in Wien live erleben 😉….jedenfalls bis jetzt🙂
Ich auch Geile Performance