
Zwölf Kandidat*innen stellen sich der ehrenvollen, aber auch recht anspruchsvollen Aufgabe, Österreich im eigenen Land beim Eurovision Song Contest 2026 zu vertreten. Wem diese Freude zuteil wird, entscheidet sich heute Abend in der Vorentscheid-Show Vienna Calling – Wer singt für Österreich?. Wir begleiten die Show aus Wien mit einem Live-Blog.
Es ist 10 Jahre her, dass der ORF das Publikum zuletzt in die Entscheidung einbezogen hat, wer Österreich beim ESC vertreten soll. Seit 2017 gab es immer einen internen Prozess, der den österreichischen Act ermittelte. Angesichts der besonderen Situation, dass der Song Contest in diesem Jahr in Wien ausgerichtet wird, haben sich die Verantwortlichen für einen öffentlichen Vorentscheid entschieden. Dass das Publikum in den Auswahlprozess einbezogen wird, soll sicherstellen, dass das ganze Land in ESC-Stimmung kommt.
Das Interesse am ESC scheint zumindest in der österreichischen Musikbranche in diesem Jahr groß gewesen zu sein. Weit über 400 Songs wurden innerhalb der Bewerbungsfrist für den österreichischen Vorentscheid eingereicht. Zusätzlich haben Peter Schreiber, Cesár Sampson und Eberhard Forcher als Scouts weitere ca. 60 bis 70 potenzielle Teilnehmer*innen ausgesucht. Zwölf von den knapp 500 Kandidat*innen haben es durch einen internen Auswahlprozess bis in die heute stattfindende Show Vienna Calling – Wer singt für Österreich? geschafft.
Man merkt den zwölf zur Auswahl stehenden Beiträgen an, dass Genrevielfalt im Auswahlprozess eine große Rolle gespielt hat. Von Country über Dance-Pop, Rock, Austropop und Blues sind zahlreiche Genres vertreten. Die ESC-Bubble scheint sich aktuell noch nicht so recht sicher zu sein, welcher dieser unterschiedlichen Songs am geeignetsten für eine Titelverteidigung ist. Ihr habt Euch im ESC-kompakt-Voting dafür ausgesprochen, dass Bamlak Werner (Aufmacherbild) mit „We Are Not Just One Thing“ die beste Wahl für Österreich ist. Ein gutes Stück dahinter folgt in dieser Umfrage ein sehr eng beieinander liegendes Feld, bestehend aus Kayla Krystin, NIKOTIN, Frevd und Cosmó.
In dem Voting von eurovisionworld.com zeichnet sich ein anderes Bild ab. Dort liegen Frevd mit dem Rocksong „Riddle“ vorn. Auffällig ist, dass die Band Frevd auch bei den momentanen Streamingzahlen führen. Zwischen dem 13. und 17. Februar wurde ihr Song „Riddle“ national wie international im Vergleich zu den anderen Liedern am häufigsten gestreamt. Schaut man sich den gesamten Zeitraum an, kann allerdings Cosmó die besten Streamingzahlen vorweisen. Dies hat allerdings nur bedingt Aussagekraft, da die Lieder alle zu unterschiedlichen Zeitpunkten veröffentlicht wurden.
Es bleibt also spannend, und das Ergebnis wird erst auf der Bühne entschieden. Die Entscheidungsmacht teilen sich zu gleichen Teilen das Publikum und eine 43-köpfige Jury. Neben ORF-Größen wie Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz gehören auch Vertreter*innen des Senders aus mehreren Regionen des Landes zu dieser zahlenmäßig großen Jury, sowie Delegierte weiterer österreichischer Print-, Radio- und Online-Redaktionen. Auch internationale Musiker*innen sind Teil der Jury. Besonders nennenswert sind hier Michael Schulte und Jamala.
Abseits der Jury hat der ORF drei prominente Personen eingeladen, die in der Show ihre Meinung abgeben werden. Sie vergeben keine Punkte, sondern liefern ausschließlich einordnende Kommentare. Ursprünglich gehörten zu den drei Expert*innen der Schweizer ESC-Teilnehmer von 2019, Luca Hänni, der deutsche Moderator Elton und die österreichische Autorin und langjährige ESC-Liebhaberin Caroline Athanasiadis. Allerdings haben Elton und Luca Hänni in ihrer Instagram-Story heute Nachmittag berichtet, dass sie gerade aufgrund von Schneefällen am Flughafen feststecken. Jetzt steht fest, dass die beiden es nicht mehr rechtzeitig zur Show schaffen. Statt Elton und Luca geben jetzt Vorjahressieger JJ und Eric Papilaya, der 2007 mit „Get a Life – Get Alive“ für Österreich antrat, das ESC-Finale in Helsinki jedoch verpasste, zusammen mit Caroline Athanasiadis, ihre Meinung zu den Beiträgen ab.
Ob es Intervall-Acts an diesem Abend geben wird und welche das sein werden, hat der ORF noch verraten.
Durch den Abend führen werden Alice Tumler, die beim ESC 2015 in Wien Teil des Moderationstrios war, und Cesár Sampson, der für Österreich beim Song Contest 2018 den dritten Platz erreicht hat.
Folgende Acts treten heute Abend in dieser Startreihenfolge an:
- Anna-Sophie – Superhuman
- Sidrit Vokshi – Wenn ich rauche
- Kayla Krystin – I brenn
- Reverend Stomp – Mescalero Ranger
- Bamlak Werner – We Are Not Just One Thing
- Philip Piller – Das Leben ist Kunst
- Nikotin – Unsterblich
- David Kurt – pockets full of snow
- Julia Steen – JULIA
- FREVD – Riddle
- Lena Schaur – Painted Reality
- Cosmó – TANZSCHEIN
Der ORF überträgt Vienna Calling – Wer singt für Österreich? am heutigen Freitag ab 20:15 Uhr. Planmäßig soll die Show bis 22:50 Uhr gehen. Die Sendung kann auch auf dem offiziellen ESC-YouTube-Account verfolgt werden. Auf ORF ON gibt es als Alternative für internationale Fans auch einen englischsprachigen Live-Stream. Wir begleiten die Show an dieser Stelle mit einem Live-Blog. Vor, während und nach der Sendung könnt ihr die Ereignisse sehr gerne direkt unter diesem Beitrag kommentieren.
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Grüß Gott, hier ist Giulia 😀
Es gibt doch nichts Besseres als den Wiener Dialekt. Ich hoffe, heute hören wir sehr viel davon. Das ein oder andere Lied liefert uns auf jeden Fall Mundart.
Heute schauen wir gebannt auf das Gastgeberland. JJs große Fußstapfen zu füllen ist natürlich eine schwere Aufgabe. Besonders interessant finde ich, dass es seit 10 Jahren keinen Vorentscheid mehr in Österreich gab. So richtig weiß man also gar nicht, auf was man sich heute einstellen kann/muss.
Die Songs bewerte ich wie immer auf einer Skala von 1 bis 10. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr auch eure Meinung zu den Songs und zu der Show in den Kommentaren teilt! 😀
Es gibt bereits die ersten NEWS zu verkünden: Elton und Luca Hänni sollten heute eigentlich zusammen mit Caroline Athanasiadis als Expert*innen ihre Meinung in der Show abgeben. Allerdings haben die beiden in ihrer Instagram-Story heute Nachmittag berichtet, dass sie gerade aufgrund von Schneefällen am Flughafen feststecken. Jetzt steht fest, dass die beiden es nicht mehr rechtzeitig zur Show schaffen. Statt Elton und Luca geben jetzt Vorjahressieger JJ und Eric Papilaya, der 2007 mit „Get a Life – Get Alive“ für Österreich antrat, das ESC-Finale in Helsinki jedoch verpasste, ihre Meinung zu den Beiträgen ab. Das Trio fungiert nur als einordnende Stimmen und gehört nicht zur separaten 43-köpfigen Jury.
Besonders spannend finde ich allerdings, wen wir heute als Intervall-Act sehen werden, dazu hat sich der ORF noch gar nicht geäußert.
Es geht los!
Es stellt sich eine Kommentatorin aus einem Studio vor, die uns auf Englisch begrüßt und die Show für uns auf Englisch übersetzen wird.
Wir starten rein mit…Wer hätte es gedacht…dem Falco-Lied „Vienna Calling“. Die Kommentatorin hat noch einmal erklärt, dass nur Österreich heute voten kann und kein inernationales Publikum. Die drei Expert*innen werden vorgestellt: JJ, Eric Papilaya und Caroline Athanasiadis. Dann begrüßen uns die zwei Moderator*innen Alice Tumler und Cesár Sampson.
Gevotet wird erst, wenn alle 12 Acts aufgetreten sind.
Wie schon weiter oben erklärt, können Elton und Luca Hänni heute wegen eines Schneesturms nicht da sein. Sie werden per Video dazu geschaltet und Elton sagt, dass er die Show nicht einmal gucken kann, weil er ORF nicht reinbekommt…weiß er etwa nichts vom Live-Stream? Luca schaltet sich vom Flughafen zu und sagt, dass er traurig ist nicht dabei sein zu können.
Caroline Athanasiadis quatscht jetzt ein bisschen mit der Moderatorin und stichelt in Richtung Elton, weil sie auch aus Deutschland gekommen ist und es im Gegensatz zu ihm geschafft hat, heute dazu sein. Dann ist Eric Papilaya dran und sagt, was ihm bei einem ESC-Beitrag wichtig ist.
Dann wird…wie man schon erahnen konnte…gespoilert, dass JJ eh schon vor Ort war, weil er später noch auftreten wird.
Los geht`s mit den Acts 😀
1. Anna-Sophie – Superhuman
Anna-Sophie startet mit Kaputze in einem tiefen Rot und mit roten Strichen. Wie findet ihr die Bühne insgeamt? Finde sie recht klein und unspektakulär. Erinnert mich eher an eine Fernsehstudio-Bühne, wie wir es aus Deutschland gewohnt sind. Stimmlich ok, aber nicht berauschend. Jetzt kommt ihre Gitarre dazu…und schon wieder weg.
Der Anfang vom Lied ist ganz cool, vor allem die rockigen Gitarrenklänge. Aber dann wird das Lied sehr generisch und hat kaum einen individuellen Charakter. Das gipfelt für mich in den „Oooooh“-Lyrics. Das Lied tut niemandem weh. Inszenierung reißt nichts raus.
4 Punkte
Caroline Athanasiadis überschlägt sich gleich zu Beginn mit Komplimenten. Ihr hats „taugt“. Ich füchte das wied so weiter gehen und wird werden heute sehr, sehr, sehr viele lobende Worte von der Jury hören. Auch Eric Papilaya zeigt sich begeistert von Anna-Sophie. JJ stimmt zu.
2. Sidrit Vokshi – Wenn ich rauche
Sidrit sitzt am Klavier mit einem orangenem Hintergrund, in dem man Lichter sieht. Im ESC-Kontext finde ich das Lied langweilig und unkreativ, muss aber sagen, dass ich mir vorstellen kann, dass es auf einem Stadtfest gut ankommen würde, so wie Lieder von Max Giesinger, Clueso oder anderen Singer-Songwritern auch gut ankommen. Für den ESC aber deutlich zu wenig. Finde aber, dass das Lied live noch langweiliger klingt als in der Studioversion. Vor allem passiert auch nichts auf der Bühne, weil er nur am Klavier sitzt. Das Lied endet auch irgendwie so abprupt.
3 Punkte
Ich kann mich der Stimmung in den Kommentaren nur anschließen. Wofür braucht es die „Expert*innen“. Das Universum hat doch gezeigt, was es davon hält. Und vor allem hören wir gerade einfach nur Lobhudelei, die an jeder Realität vorbeigeht. Bitte keine Vorentscheide mit Sofa 🙁
3. Kayla Krystin – I brenn
Ach wie schrecklich…Kayla erzählt im Einspieler, dass sie mit 16 ihre Mutter verloren hat und das Klavier-Spielen ihr etwas geholfen hat, diese Situation zu verarbeiten.
Rotes Glitzerkleid, rotes und blaues Licht. Ui, habe ich da eine stimmliche Unsicherheit gehört? Im Refrain natürlich Flammen im Hintergrund. Also in Punkto Unkreativität dueliert sich Österreich gerade mit Deutschland. Keine Überraschungen, keine Ideen, alles einfach nur ein bisschen Kulisse.
Das Lied erinnert mich von der Melodie her und vom Text her sehr an ein Musical-Lied, was ich erstmal nicht schlecht finde, aber was beim ESC meist nicht allzu weit kommt. Leider klingt das Lied eher etwas altbacken. Schon wieder eine auffällige stimmliche Unsicherheit. Die Stimme war das eigentlich starke an dem Lied, aber die hat hier leider ziemlich versagt.
3 Punkte
Jury natürlich wieder restlos begeistert.
Der Sänger von The Makemakes, die 2015 für ÖSterreich angetreten sind, sitzt im Greenroom bei Nikotin.
4. Reverend Stomp – Mescalero Ranger
Die Band erzählt, dass sie eigentlich alle aus Deutschland kommen.
Wüstendlandschaft im Hintergrund und ein paar Leuchten, die in einem hellen Orange leuchten stehen um die Band herum. Ich esse gerade meine Pizza und habe kurz vergessen, dass ich gerade einen Beitrag höre…Es fällt mir schwer etwas zu dem Lied zu sagen, da ich mit dieser Musikrichtung gar nichts anfangen kann. Aber ich glaube sagen zu können, dass mir das Lied nicht aufgrund der Musikrichtung nicht gefällt, sondern weil es einfach langweilig ist. Genau wie bei den anderen Beiträgen, gab es hier keine Inszenierung, die das Lied irgendwie aufgewertet hätte.
1 Punkt
Uiii…vorsichtige kritische Worte von Caroline Athanasiadis. Sie sagt, dass der Song es schwierig hätte, versucht sich aber irgendwie zu retten und sagt, wie toll sie Bands findet. Wenn jetzt eine Lobeshymne gekommen wäre, wäre das auch wirklich alles andere als authentisch. Auch Eric Papilaya versucht vorsichtig zu sagen, dass sie für den ESC nicht geeignet sind.
5. Bamlak Werner – We Are Not Just One Thing
Erst Rot, dann ein Stimmungswechsel zu Blau. Es ist durch Lichteffekte zu erahnen, dass Menschen mal zumindest versucht haben, eine Inszenierung zu erstellen. Ich würde sagen der bist jetzt stimmlich stärkste Auftritt des Abends. Sie ist die Favoritin des ESC-kompakt-Votings. Wenn das Lied einmal Fahrt aufgenommen hat, ist es echt ganz cool. Es braucht leider recht lange, um in die Gänge zu kommen. Ich mag aber den sehr treibenden Refrain und finde den Sprachwechsel sehr cool. Hinten raus leider auch eine stimmliche Unsicherheit. Aber mal endlich ein Auftritt mit Energie. Bis jetzt der beste Auftritt. Aber immer noch kein Burner.
6 Punkte
6. Philip Piller – Das Leben ist Kunst
Oh Oh, noch ein Sofa…jetzt auf der Bühne, aber mit Tüchern überdeckt. Philip sitzt erst drauf, steht dann aber direkt auf. Was hat er da bitte an? Eine alte Decke? Fast stolpert er über eine andere Decke. Jetzt kniet er. Ich bin ja froh, dass jemand mal überhaupt was macht. Natürlich bunte Farbflecken im Hintergrund…alles andere wäre ja auch zu kreativ gewesen. Wenigstens mal ein Lied das nach vorne geht. Gibt mir aber Kinderlied -Vibes und er hat irgendwie keine Bühnenausstrahlung, aber eine sehr starke Stimme.
Wir schauen in die bereits feststehenden Beiträge aus den anderen Ländern rein. Die neueren haben es anscheinend nicht rein geschafft.
7. Nikotin – Unsterblich
Nikotin mit Sonnenbrille. Ein weißer Kreis um ihn herum, die Kamera dreht sich so, als würde er sich drehen. Der Refrain ist optisch düster gehalten mit blauen und roten Farben. Ein Stern im Hintergrund, das Motiv im Kreis hinter Nikotin ändert sich zwischendurch, jetzt ist es ein Auge, jetzt rot… Da ist Schwung in der Inszenierung. Stimmlich top, hört sich an wie die Studioversion. Nikotin geht auf die Knie. Dann gehen wir in den letzten Teil und Nikotin zückt seine Gitarre. Das war mal eine Show, in der auch alles zusammengepasst hat. Fand ich persönlich das qualitativ hochwertigste und passendste für einen ESC bis jetzt. Die Falco-Vergleiche liegen natürlich auf der Hand…Finde ich persönlich nicht schlecht, liebe Falcos Musik.
7 Punkte
8. David Kurt – pockets full of snow
Hier haben wir mal gerade einen minimalistischen Hintergrund. Es wird der Schatten von David an die Wand geworfen und es liegen Effekte auf der Kamera wie bei einem alten Video. Die Stimme von David ist sehr besonders…muss man natürlich mögen. Das Lied finde ich sehr schön melancholisch und gemütlich, vor allem die Instrumentalisierung gefällt mir. Ich hätte mir sehr eine bessere Steigerung für das Lied gewünscht. Ab der Steigerung verliert sich das Lied irgendwie und plätschert so dahin. Optisch haben wir weißes, funkelndes Licht in der Steigerung. Leider zu wenig, um sich gegen andere Lieder zurchzusetzen.
4 Punkte
Ich werde nicht nach jedem Lied die Jury-Kommentare wiedergeben, weil die eh immer gleich klingen einzigartig hier…tolle Stimme da…alles super…
9. Julia Steen – JULIA
Ich freue mich sehr, dass Julia Steen mir ihr Lied gewidmet hat…Dass sie sich verschrieben hat und das Lied „Julia“ statt „Giulia“ genannt hat, ignoriere ich jetzt mal…😊 Bzw. müssten ich da nochmal ein Wörtchen mit Ela von Elaiza reden, die hat nämlich das Lied geschrieben und sitzt heute auch im Publikum.
Hatte Julia eigentlich mit einem Cowboy-Hut erwartet. Sie hat pinke Flausen? an und einen pinken Hintergrund. Ich finde ihre dunkle Stimme cool. Julia steht in einem weißen Kreis und um sie herum jetzt pinke Schriften und Motive. Brinhgt das Lied jetzt nicht weiter. Stimmlich stark. Ich habe definitiv schon langweiligere Country-Pop-Lieder gehört, aber sehr viel reißt das Lied jetzt auch nicht raus.
5 Punkte
So Leute, wer ist bis jetzt euer Favorit/eure Favoritin? 😀
10. FREVD – Riddle
Frevd (Freud ausgesprochen in Anlehnung an Sigmund Freud) haben Masken auf, weil sie sich al Individuen nicht als relevant ansehen, sie wollen, dass sich die Menschen in den Masken wiederfinden.
Was sagt man als Rock-Fan zu diesem Lied? Ich mag Rock ganz gerne, aber das ist eins von den Rock-Liedern, die sich für mich alle gleich anhören. Ich finde das zu seicht für ein Rock-Lied. Wenn man diesen Weg geht, hätte es eine starke Melodie gebraucht, die ich nur schwer heraushören kann.
Giftgrüner Boden und giftgrünes Licht im Hintergrund. Handabdrücke im Hintergrund, ansonsten bleibt das Licht durchgängig relativ ähnlich grün und weiß. In der Bridge wieder weiße Hände im Hintergrund. Die Band kommt kurz zusammen, dann ein recht schwacher Schrei und viel Neben. Ich finde seine Stimme zu schwach für das Lied, ui, jetzt auch ein starker Stimmbruch. Lied ganz gut, Stimme leider zu schwach dafür.
5 Punkte
11. Lena Schaur – Painted Reality
Lena steht vor einem roten Vorhang, man sieht die Band und Backgroundsängerinnen als Schatten dahinter, das sieht wirklich cool aus. Das Lied nimmt Fahrt auf und der Vorhang teilt sich und fliegt nach links und rechts. Jetzt sehen wir einen Kronleuchter im Hintergrund. Stimmlich macht sie zwar alles richtig, aber ich hatte mir irgendwie durch die Studioversion noch mehr erhofft weggepustet zu werden. Zum Schluss ein kleiner Tanz von ihr. Die Instrumentalisierung finde ich toll und die präsenten Backgroundsängerinnen. Das Lied erinnert mich an ESC Lieder wie „Crazy“ von Kroatien 2018 oder Lettland 2018 mit „Funny Girl“, solche Lieder landen leider meistens weit hinten.
5,5 Punkte
Soo…unser letzter Kandidat
12. Cosmó – TANZSCHEIN
Türkises Licht. Es laufen Menschen mit Tiermasken im auf der Bühne rum. Beim Refrain tanzen sie mit Cosmo einen Tanz in Roboterbewegungen. Also die Tierfiguren wirken wie Schultheater mit selbstgebastelten Masken. Cosmos Stimme ist sehr cool. Im letzten Refrain tauchen weiße Palmen auf dem Hintergrund auf. Am End Nebel und pinkes Licht. Ja das hat live leider nicht so geballert wie erhofft. 🙁 Finde das Lied aber cool.
6, 5 Punkte
Das Voting beginnt, Österreicher*innen können ab jetzt abstimmen.
Wir starten in den ersten Recap.
Das Voting läuft folgendermaßen ab:
Die Punkte der Jury zählen zu 50 Prozent und die Punkte des Publikums zählen zu 50 Prozent.
Die Jury besteht aus 43 Expertinnen und Experten aus Musik, Medien und ESC-Bubble. Sie haben bereits ihre Punkte auf Basis der Generalprobe der Acts abgegeben!
Zuschauer dürfen per Telefonvoting für ihren Favoriten sieben Minuten lang abstimmen.
Wir waren in einer kurzen Pause, jetzt sehen wir ein Interview mit JJ.
Es geht weiter!
Das Voting wurde ausgezählt und es fliegt ein kleines Papierschiffchen ins Bild, was darauf folgt ist glaube ich klar…JJ mit Wasted Love. Dann singt er noch sein neues Lied „Shapeshifter“. Hat JJ gerade ein cooleres Staging als die Kandidat*innen oder füllt er einfach die Bühne wie ein wahrer ESC-Sieger?
Ein weiterer Recap.
Wir kommen zur Punktevergabe. Zuerst kommen die Punkte von der Jury. Von 1-8, 10 und 12. Dann kommen die Punkte des Publikums. Beides zählt zu 50 Prozent. Wenn es einen Gleichstand gibt, hat das Publikum mehr Wertung.
Punkte von Jury:
1 Punkt an Philip Piller
2 Punkte an Anna-Sophie
3 Punkte an Reverend Stomp
4 Punkte an Bamlak Werner
5 Punkte an Frevd
6 Punkte an Julia Steen
7 Punkte an Nikotin
8 Punkte an Kayla Kristin
10 Punkte an Cosmo
12 Punkte an Lena Schaur
Von der Jury leer gehen aus: David Kurt, Sidrti Vokshi
Jetzt werden die drei besten Acts genannt, die mit den Punkten von Jury und die vom Publikum die meisten Punkte haben, keine bestimmte Rangfolge, also eine random Rangfolge.
- Cosmo
- Lena Schaur
- Bamlak Werner (Muss also wirklich viele Punkte vom Publikum bekommen haben)
Damit sind alle anderen 9 Acts ausgeschieden und haben keine Chance mehr zu gewinnen.
Jetzt nur noch die Verkündung des Gewinners/der Gewinnerin
Gewonnen hat: Cosmo mit Tanzschein
Finde ich eine gute Wahl, was sagt Ihr?
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So nun hat Cosmó gewonnen und schwenkt die österreichische Flagge in der Stadthalle.
Der Song finde ich ok, erinnert mich an Laserkraft 3D und den Song „Nein Mann“
Der Vorentscheid an sich war absolutes Mittelmaß, nur ein Schnelldurchlauf und kurz nach den Nachrichten und Werbung wurde ohne Countdown das Voting geschlossen. Die Verkündung des Siegers fände ich auch komisch, weil die Punkte der Juries komplett vorgelesen wurde. Das Zuschauervoting wurde erst gar nicht verkündet, sondern übersprungen und die Top 3 mit den meisten Stimmen auf die Bühne geholt. Cosmó als Sieger verkündet und gut ist, als Zuschauer will man doch wissen, wer wie viele Punkte erhalten hat!
Songs auch eher durchschnittlich
beschte!
das ist ein beat. 💃🕺
Oh, bitte nicht! Das wurde auf der Hochzeit meiner Freundin damals rauf- und runtergespielt. Ich kann es nicht mehr hören!
na dann halt die andere kraft.
welthit made in germany.🕺💃
Jetzt kommen die Kamellen… 😀
Besser das hier: 😉
die art von kamelle kenne ich nicht.
Nicht? War damals in den Clubs ein Dauerbrenner. 🙂
bin doch ein discogänger gewesen – selbst die clubartigen kleindiscos wurden discos genannt bzw. hatten eigennamen.
Das scheint eine Mischung aus Dänemark und Österreich zu sein. Bevor wir nach Hause gehen, schnell noch den Tanzschein machen.
Nicht nur die ganzen requisiten, auch der siegerpokal scheint von der ganztagsvolksschule wien gebastelt worden zu sein.
Tanztheater nach Pina Bausch…🫣
Das war aber ein kurzer Nachklapp. Warum das nun nicht mehr mit in die Hauptsendung gepasst hat, verliert sich im Schnee von Wien.
Der ORF darf nur zwischen zwei Sendungen Werbung ausstrahlen, deswegen splitten sie Shows gerne möglichst kleinteilig auf und weisen die einzelnen Teile als eigene Sendung aus.
Ah verstehe. Vielen Dank für die Aufklärung.
Gerne 🙂
Ein wirklich schlimmer Abend mit einem versöhnlichen Ergebnis. Danke an Giulia und alle hier, das hat es echt erträglich gemacht. Gute Nacht!
Coole Entscheidung in Österreich – das kann sich durchaus sehen und hören lassen beim ESC – wird denk ich gut punkten. Der ORF kann aber auch beruhigt sein, dass wird kein zweiter Sieg in Folge – dafür isses zuviel sprechgesang, glaub nicht, dass das Mehrheitsfähig ist. Ganz besonders cool ist natürlich, dass es auch Österreich diesesmal mit nem Song in deutsche Sprache probiert!!
Am meisten froh bin ich aber, dass die ganzen weiblichen Schreihälse auf die Plätze verwiesen wurden – da war eine schlimmer als die andere.
Der Liveblog von Guilia wurde aber abrupt beendet sehe ich gerade…🤔
Schaffen wir 2000 Kommentare? 😉
Klar, hier ein Füllkommentar
Wie viele…
…haben wir denn? 😇
Jetzt zieht es sich etwas…
Hoffe auf weitere Kommentare im Nachgang von der Leipziger Truppe…
Also Malge. Die anderen kommentieren eher nicht. 😅
Peinliche Produktion aber der Sieger ist klasse. könnt was werden!
Schade um Frevd, aber Cosmó hat mich total abgeholt. 5. Banger in Folge aus Österreich
Das beste Lied hat gewonnen ,darum bin ich zufrieden mit Austria viel Erfolg
Danke! Ohne Euch hätte ich das nicht durchgestanden heute, aber so war es lustig 🤗 bis nächste Woche
Alice war 2015 irgendwie mehr bei der Sache…
Absolute Fehlentscheidung. Lena hätte gewinnen müssen
Ich bete, dass ESC kompakt eine zweistündige live-Sondersendung dazu macht.. sonst kann ich den Abend nicht verarbeiten #Therapie #Frevd
Zur Verdauung jetzt noch ein Marillenbrand.
Schade, dass die Produktion so schwach war.
So gut wie jeder Song blieb live hinter den Erwartungen
This! Exakt auf den Punkt!
Die Sendungsverantwortlichen vom ORF gehören wegen Unfähigkeit fristlos entlassen.
Der Siegersong geht okay.
Einziger Lichtblick JJ mit seinem Charme, was für ein Glück dass wir ihn so oft und so lange sehen durften und gesungen hat er auch. Wie schön.
Ein kleiner Rückblick in die ESC Vergangenheit Österreichs wäre schön gewesen.
2000! 🥳🥳🥳
Juchuuu!💃
1954 nun.
bei escunited hagelt es 0️⃣s.
hätte ich jetzt nicht gedacht.
sicher auch von dir wie jedes Jahr
nö – habe noch gar nicht abgestimmt.
ich vote derzeit nur 12er und 0er und den rest (auch österreich) werde ich noch bewerten wenn alle songs bekannt sind – österreich dann so um 3-4). 😎
Bei der unfassbar schlecht produzierten Show des ORF wurde ein Nachfolger gesucht, der den Bums garantiert nicht noch mal gewinnt, etwas Aufmerksamkeit für die ganze ESC-Nummer dieses Jahr. Cosmo wird nicht untergehen und nicht gewinnen, sehr gute Wahl in diesem Sinne. Show war trotzdem unterirdisch, wie man sich im Jahre 2026 mit sowas in der Prime Time auf Sendung wagen kann ist mir unbegreiflich.
Diese Frage stellen wir mal bis nächsten Samstag vorsorglich auf die Warmhalteplatte…
Der war gut….habe ich auch so gedacht 👍🏻
Oh was war das für ein Vorentscheid? Da beschwer sich mal einer über den deutschen Vorentscheid! Fand es langatmig die Kommentare unterirdisch! Jj hätte beim singen bleiben sollen hat er überhaupt mal kritisiert? Gesanglich war viel luft nach oben. Mit dem Siegerbeitrag kann ich leben. Nicht meine erste Wahl aber ok. Hoffe sehr, kommenden Samstag wirds besser. Werde in Berlin live dabei sein.
Ich kann es auch nicht mehr ertragen, wenn sämtliche Leistungen in den Himmel gelobt werden. Dann kann man sich solche Juries auch sparen. Keiner verträgt mehr Kritik. Jeder ist bei allem Sieger. Sieht man ja auch bei Olympia, zu was das hierzulande führt. Man will lieber belogen werden als eine ehrliche Bewertung zu bekommen. Am Ende ist es nur Heuchelei, denn die Leute, die loben, denken sich insgeheim etwas ganz anderes.
Das Wichtigste fast vergessen: Danke für den Live-Blog, Giulia Sonnenschein…♥️
Ui, die 2000 Kommentare sind geknackt 😉 😛
sind sie noch nicht – nun 1970.
da geht noch was,freunde.
Soll ich noch a bissi off-toppen?
haste noch was zum abmetteln?
aber grobe kelle bitte.
für alle,die sich im chat gefragt haben,was ich immer mit mucho macho (man) überhaupt meine hier noch mal den kroatischen diesjährigen vizemeister gepostet – hätte ich noch lieber in wien gesehen aber vielleicht kann das werk ja beim SCC dann die freunde der härteren musikkultur noch erfreuen – meine definitive nr.1 steht schon länger fest.😎
Ich bring noch ein paar Tiermasken mit in die Runde:
(Keine Mello-Schweden…)
da war die metallwelt noch halbwegs in ordnung – die VISIONS (habe sie seit 1995 oder so im abo) war immer sehr angetan von der kapelle.
sehr guter track und es wird richtig geschrubbt.🎸🎸
ich gehe noch mal 10 jahre weiter zurück.
Auch sehr geil!
kennste das auch noch?
aus der gleichen zeit.
der sänger war ein echter feger,hat aber im alter gut was zugenommen.
ich habe mir damals die ganze CD (lemonade & brownies) spontan gekauft.
ein gutes werk auch heute noch.
Oh ja! Damals habe ich mit meiner ganzen Familie zu dem Song um den Tisch getanzt! Da kommen Erinnerungen hoch!
Entscheidung gut. Song top. Sollte aber noch mehr ballern, da geht noch was bis Mai. Heieieiei Mai.
Glückwunsch zu 2000 Kommentaren, ein neuer ESC kompakt Rekord 🏆
Was man nicht alles bei Vorentscheidungen aus dem Dach-Raum an einem Freitagabend schafft… 😅
Also ich bin enttäuscht, da bin ich mal nicht da und da schafft ihr nur 2.000 Kommentare ich habe mit 3.000 gerechnet. 😜
🤣
du kannst ja dran arbeiten – 24 seiten liegen vor dir. 🐰
Na dann mal einer mit der angerauhten Kelle für lasse zum abmetteln…(kennt er wahrscheinlich längst…)…
nö – vielleicht liegt es ja auch daran,daß es die VISIONS die letzten jahre nicht mehr aus der schutzfolie geschafft hat.
Und noch eine Archivperle als ‚Betthupferl‘ aus litauischen Gefilden für die geschätzte community und die liebe Blogautorin…“Auf den Wolken“….
Gutes Nächtle…
Abschließend möchte ich sagen: Dieser Chat verdient einen Grimme Preis!
Nur einen? 😳😜
Es gibt so Songs, die ich nicht mag, aber bei denen ich verstehe, warum sie von anderen gemocht werden. Cosmo gehört zu der Gruppe, mit dessen Song ich NULL anfangen kann und bei dem ich nicht verstehe, was andere in ihm sehen! 🙂
Bamlak wurde hoch gehandelt und fiel tief. Ich verstehe die Intention, fand den Beitrag aber irgendwie nicht rund.
Gerechnet hatte ich mit Lena S., nun wurde es Cosmo. Gratulation!
Persönlich fand ich neben Lena und Cosmo, Nikotin am Besten vom Auftritt / Gesamtpaket.
Neinnnn!!!!! Das war eine starke Finalrunde und da waren mega Songs dabei, und dann wählt Österreich das???????? Warummmm 😪
Wünsche unseren nachbarn trotzdem alles gute
Beim Siegersong sehe ich Ähnlichkeiten zu chachi Cherry cake 🍰