Jetzt offiziell: Sal da Vinci vertritt Italien beim ESC 2026 mit „Per sempre sì“

Sal da Vinci – Foto: raiplay.it

Jetzt ist es offiziell: Sal da Vinci vertritt Italien beim Eurovision Song Contest 2026 mit „Per sempre sì“. Diese Nacht konnte der Neapolitaner das 76. Festival di Sanremo gewinnen und hatte somit das Vorrecht für Italien zum ESC nach Wien zu fahren, eine offizielle Bestätigung stand jedoch noch aus. Diese erfolgte heute Mittag in einer Pressekonferenz.

Gleich zu Anfang der Sanremo-Gewinner-Pressekonferenz kam die Frage nach der Teilnahme am ESC auf. Diese beantworte Sal da Vinci eindeutig mit einem Wortspiel des Songtitels seines Wettbewerbsbeitrag: „Ob ich zum Eurovision Song Contest gehe? Ich habe von Anfang an gesagt: Per sempre sì [für immer ja].“ Er scherzte außerdem weiter „Zum Eurovision Song Contest bringe ich auch meine Mutter, meine Tante und meine kleinen Neffen mit.“

Bereits im Voraus hatte sich Sal da Vinci positiv zum ESC geäußert und sich gegen einen Boykott ausgesprochen. Er habe sich zwar über den ESC „noch keine Gedanken gemacht“. Er sei aber gegen einen Boykott. „Musik schafft Frieden, sie erzeugt keine Konflikte, und sie ist unsere beste Freundin. Wenn man mir also anbieten würde, Italien beim Eurovision zu vertreten, glaube ich durchaus, dass ich zusagen würde!“

Während der heutigen Pressekonferenz unterstrich er dann noch einmal die Bedeutung des Zusammenhalts durch Musik und des Weitertragens der italienischen Musik in die Welt. Laut dem Neapolitaner sei die Teilnahme am ESC „eine Ehre und eine große Verantwortung. Es erscheint mir wie eine so schöne und große Aufgabe, die es anzunehmen gilt. Italien muss dabei sein. Italienische Musik ins Ausland zu bringen, ist etwas wirklich Besonderes. Musik war schon immer ein Moment großer Zusammenkunft, von Schönheit und Frieden in der Welt, und bei dieser so wichtigen Veranstaltung muss Italien vertreten sein.“

Wegen seiner Teilnahme wird der Sänger einige geplante Konzerte und Veranstaltungen verschieben, unter anderem war am 16. Mai 2026 ein Konzert in Atlantic City angesetzt. Er habe „nicht mit einem [Sanremo]-Sieg gerechnet. Deshalb werde ich einige Veranstaltungen, die ich für diese Tage geplant hatte, verschieben.“

Sal Da Vinci, mit bürgerlichem Namen Salvatore Michael Sorrentino, ist ein Sänger und Schauspieler aus Neapel. Er wurde 1969 in New York während einer USA-Tournee des Vaters geboren. Da sein Vater ein Darsteller der neapolitanischen „Sceneggiata“ (einer traditionellen Form des Musiktheaters) war, wuchs er in der Welt der Kunst und des Theaters auf. Bereits mit sieben Jahren gab er sein Musikdebüt mit dem Lied „Miracolo e’ Natale“ im Duett mit seinem Vater Mario. An dessen Seite wirkte er auch in verschiedenen Theaterstücken mit.

1984 war er der Protagonist des Films „Il Motorino“, der später Kultstatus in Italien erlangte. Ende der achtziger Jahren verließ er die Schauspielerei, um sich ganz der Musik zu widmen. 1992 nahm er am Gesangswettbewerb Una voce per San Remo teil. Zwei Jahre später gewann er das Festival italiano di musica, eine Alternative zum Sanremo-Festival des Privatfernsehens Mediaset, mit dem Titel „Vera“. Dieses Lied wurde in Lateinamerika neu interpretiert von Marcos Llunas unter dem Titel „Vida“ zu einem riesigen Hit.

Nach dem Millennium ist Sal da Vinci viel auf Musical-Bühne zu sehen, bringt aber auch eigene Album heraus. 2009 nahm er mit „Non riesco a farti innamorare“ schon einmal am Sanremo-Festival teil und erreichte damals Platz 3. 2024 landete er mit „Rossetto e Caffè“, auch dank TikTok, einigen riesigen Hit. Mit zusammengerechnet über 120 Millionen Streams auf allen digitalen Plattformen ist der Song eines der meistgehörten Lieder des Jahres, der Videoclip ist eines der meistgesehenen Videos in 2024.

Sein ESC-Beitrag „Per sempre sì“ ist ein fröhlicher Italo-Schlager mit 70er-Jahre-Disco-Einschlag. Die Melodie ist einfach, geht aber sofort ins Ohr. Das Lied handelt von einem Paar, das am Tag seiner Hochzeit steht und sich nach gemeinsam gemeisterten Höhen und Tiefen ewige Liebe schwört. Vor Gott versprechen sie sich, das Leben für immer gemeinsam zu verbringen, besiegelt durch das feierliche „Ja“.

Der Song hat mit 2:55 auch schon die richtige Länge für den ESC und muss anders als in vergangenen Jahren nicht gekürzt werden.

Hier ist Sal da Vincis Auftritt von „Per sempre sì“ vom Ersten Abend des Festivals:

Den Auftritt des Fünften Abends findest Du hier, die Performance nach seinem Gewinn hier (ab 3:37 min).

Stimme gerne auch weiter in unserer ESC-Barometer-Umfrage ab. Dort brauchen wir Deine spontane Meinung zu diesem Beitrag. Bitte stimme nur einmal ab, damit wir ein einigermaßen objektives Bild erhalten. Die Befragung ist für drei Tage offen. Danach kann nur noch das Ergebnis angesehen werden.

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184 Comments
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Tom tom tom
Tom tom tom
1 Monat zuvor

Auch so etwas passt mit dazu. Bitte an Vielfalt denken, also willkommen 🤗

dunefan5000
dunefan5000
1 Monat zuvor

Wieso sieht der aus wie ein Kellner aus einem italienischen Ristorante? Einmal Pizza Salami mit Extra-Käse und ein Mezzo Mix bitte.

Sandro
Sandro
1 Monat zuvor
Reply to  dunefan5000

Klischeehaft und ein wenig rassistisch. Finden Sie nicht

Matty
Matty
1 Monat zuvor

Heute hat die RAI die jeweiligen Top Ten des Sanremo Festivals veröffentlicht und das sieht so aus:

https://eurovoix.com/2026/03/01/italy-full-breakdown-of-sanremo-2026-results/

Gewinnerin des ersten Abends ist Serena Brancale, Platz Zwei ist Fulminacci und Platz Drei Ditonellapiaga.

Am zweiten Abend gewann Ditonellapiaga das Radio-Jury-Voting, beim Televote hieß der Gewinner Nayt.

Am dritten Abend gewann Malika Ayane das Radio-Jury-Voting und beim Televote hieß der Gewinner Sal da Vinci.

Am vierten Abend holte sich Donatellapiaga den Sieg im Radio-Jury sowie auch im Televoting, das Voting der Pressejury gewann jedoch Arisa.

Am Finalabend gab es vor dem Superfinale drei unterschiedliche Gewinner, und zwar Fulminacci (Pressevoting), Ditonellapiaga (Radiojury) sowie Sal da Vinci (Televoting).

Daniel Fabian Maier
Daniel Fabian Maier
1 Monat zuvor

Ich find das geil 😂💪🔥

Holgivision
Mitglied
Holgivision
1 Monat zuvor

ach ich weiß nicht, ich find ihn irgendwie total unsympathisch

musikmucke
musikmucke
1 Monat zuvor

Sehr schöner arrangierter, gesungener Beitrag. Ich hoffe, dass Italien damit gffs. sogar Chancen auf den Sieg hat. Nicht nur „bum bum“ sonder der Song hat eine wuderbare Melodie und hier kann einer richtig gut singen. Im Prinzip eine gutgemachter Schlager der durchaus Ecken und Kanten hat. (also Deutschland,, nehmt nehmen wir uns an Beispiel an Italien- die können es einfach).

jotka
jotka
1 Monat zuvor
Reply to  musikmucke

Auf die Kommentare wäre ich gespannt, wenn Giovanni Zarella diesen Beitrag hier im Vorentscheid präsentiert hätte 😂

sanni
sanni
24 Tage zuvor
Reply to  musikmucke

super lied war gleich ein ohrwurm

derjoppes
Mitglied
derjoppes
1 Monat zuvor

Die Italiener voten wirklich für alles außer für ne Frau.

Matty
Matty
1 Monat zuvor
Reply to  derjoppes

Vor zwei Jahren war Italien beim ESC mit einer Frau vertreten, und zwar Angelina Mango. Die gewann nämlich das Sanremo Festival 2024.

Christian W
Christian W
1 Monat zuvor
Reply to  Matty

Ausnahmen bestätigen jede Regel…

Ludwig
Ludwig
1 Monat zuvor

Als Sal da Vinci zum ersten Mal auf die Bühne trat, dachte ich: Wo haben sie den ausgebraben? Beim ersten Refrai dachte ich: So billig! Schon beim zweiten Refrain habe ich mitgesungen und beim dritten bin ich aufgestanden und habe die Gestik mitgemacht. Ich habe mich in den Song verliebt. Sowohl Song wie Sänger scheinen aus der Zeit gefallen. Und genau das ist seine Stärke! «Per sempre si» klingt wie ganz Europa – und auch Italien selbst –, sich einenn Italo-Hit vorstellt. Ich denke, er hat ähnliches Potanzial wie «Grande Amore» von Il Volo (2015). Beide sind weder modern noch trendy sondern einfach da, also ob es sie schon immer gegeben hätte. Viele werden sich bei diesem Song „zuhause“ fühlen oder als ob sie in ihrer Lieblingspizzeria sind. Zudem, auf den ersten Blick wirkt Sal da Vinci etwas schleimig oder eben wie ein Kellner, wie dunefan500 treffend kommentiert hat. Doch sobald die Show vorbei ist, zeigt er eine bescheidene, fast schüchterne Persönlichkeit, die sehr sympathisch rüberkommt. Danke an Italiern für diesen tollen Song! 12 Points!

Kurt
Kurt
1 Monat zuvor
Reply to  Ludwig

Ging mir ähnlich, ich hatte mich ab dem zweiten Refrain in den Song verliebt, hatte ihm tatsächlich aber nie eine Chance auf den Sieg eingeräumt! Umso mehr drücke ich ihm für den ESC die Daumen! Vielleicht geht es ja vielen Zuhörern in Europa ähnlich? Ich bin gespannt!

sanni
sanni
24 Tage zuvor
Reply to  Ludwig

auch 12points von mir

Teufelchen
Teufelchen
1 Monat zuvor

Schöner Song. Gut gesungen. Er atmet zwischendurch recht laut. Melodie bleibt im Ohr.

herrtobsucht
Mitglied
herrtobsucht
1 Monat zuvor

Ein klassisches „Gefällt mir weniger“ . Disco Schlager wie aus einer Zeit, wo alle Songs genauso klangen. Es war lange her und ich will es nicht zurück. Italien kann das deutlich besser.

Steffen
Steffen
1 Monat zuvor

Für mich ist das einer der schwächsten italienischen Beiträge seit der Rückkehr. Nur Emma Marrone fand ich noch schlechter.

Franny
Franny
1 Monat zuvor

Oh Mann. Jedesmal, wenn „Che Fastidio!“ auf meiner Playlist ertönt, denk ich mir: „Ach, Italien. Was hast du nur getan und einen möglichen ESC-Sieg 2026 verspielt.“

Mir gefallen halt tatsächlich auch Beiträge außerhalb des Rock-Genres. 😉
Aber nun gut. Jetzt ist es mit dem diesjährigen SR-Winner, wie es ist… eben „so la la“.

Malge1985
Malge1985
1 Monat zuvor
Reply to  Franny

Tja das wäre meine Nummer 1 gewesen und da wäre es sogar für Portugal schwer gewesen. Nun sind sie halt am anderen Ende der Tabelle. 🙃

Timo1986
Timo1986
1 Monat zuvor
Reply to  Franny

Wenn ich es verkraftet habe, dass Say das Festival di Sanremo nicht gewonnen hat, sondern wirst du das erst recht verkraften. 😀

Franny
Franny
1 Monat zuvor
Reply to  Timo1986

Wir sind doch hart im Nehmen. 😉

Timo1986
Timo1986
1 Monat zuvor
Reply to  Franny

Aber bleiben trotzdem sensibel. 😀

Franny
Franny
1 Monat zuvor
Reply to  Timo1986

Natürlich. 😉

Malge1985
Malge1985
1 Monat zuvor
Reply to  Timo1986

Umso besser wird der SCC.

WIR LIEBEN DOCH ALLE DAS SPIEL. 🥳🥳🥳

Danya | דניה | 🎗️
Mitglied
Danya | דניה | 🎗️
1 Monat zuvor
Reply to  Timo1986

Ich mochte zum Beispiel „Che fastidio“ und „Tu mi piaci tanto“ ebenfalls sehr, aber „Per sempre sì“ hat mich auch beim ersten Durchhören der Beiträge wirklich positiv überrascht. Für mich ist es tatsächlich mein Favorit im diesjährigen Sanremo-Lineup, und ich bin mega glücklich, dass wir dieses großartige Lied in Wien noch einmal hören dürfen!

sanni
sanni
24 Tage zuvor

genau so ist es 12 points

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
1 Monat zuvor
Reply to  Franny

Bei mir lief es vorhin im Büro auch. 💃🥳

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
1 Monat zuvor

Ich bin übrigens tatsächlich schon zu Hause. 😮

Malge1985
Malge1985
1 Monat zuvor

😀🥳🍾👏

Franny
Franny
1 Monat zuvor

Sehr gut. 🙂

Nach dem Wochenende hat sich mein Top-Bereich der Playlist erweitert. Er sieht nun so aus:

Ditonellapiaga – Che Fastidio!
Jonas Lovv – Ya Ya Ya
HVNDS – DOR
Ollie – Slave
Frevd – Riddle
Akylas – Ferto
SHWR – Contact!

Diese Runde könnte ich in Dauerschleife hören…

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
1 Monat zuvor
Reply to  Franny

ESC-Beiträge sind für meine Playlist tabu, aber Ditonellapiaga und SHWR sind auch in meiner Playlist.

Franny
Franny
1 Monat zuvor

Hab extra eine ESC/SCC-Playlist 2026 angelegt.
Bei meinen Metalcore- und Post-HC-Playlists sind sie tabu! Wobei Frevd und HVNDS da sogar reinpassen würden.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
1 Monat zuvor
Reply to  Franny

Also ich meinte nicht generell tabu, sondern nur die 2026er-Beiträge bis Mai.

Franny
Franny
1 Monat zuvor

Ah, jetzt versteh ich’s. 🙂

Anni
Anni
1 Monat zuvor
Reply to  Franny

Falls das eine youtube playlist wäre, würdest du sie teilen hier, mit mir?

Christian W
Christian W
1 Monat zuvor

Ganz, ganz übel und der heutigen italienischen Musikszene ein wenig unwürdig.