Keine Überraschung: NDR bestätigt deutsche ESC-Teilnahme 2020

Foto: EBU

Es kommt nicht wirklich überraschend, aber der Vollständigkeit halber sei hier vermeldet: Deutschland wird auch 2020 am Eurovision Song Contest teilnehmen, der dann in den Niederlanden stattfinden wird. Wie esctoday meldet, habe das der NDR offiziell bestätigt.

Letztlich stand das aber schon vor dem diesjährigen Wettbewerb fest. So haben wir bereits am 26. April gemeldet, dass sich der NDR bereits wieder auf die Suche nach Mitgliedern für das Eurovision-Panel gemacht hat. Dieser Aufwand lohnt sich natürlich nur, wenn man auch einen Vorentscheid und eine ESC-Teilnahme plant.

Außerdem hatte der ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber nach dem ESC-Finale angekündigt, dass man sich über das Auswahlverfahren für den ESC 2020 Gedanken machen werde: “ Zu sagen, wir machen jetzt weiter wie bislang, wäre sicherlich der falsche Weg. Aber ich kann jetzt auch noch nicht sagen, wie wir weitermachen. Es ist natürlich nicht so, als ob wir da nicht schon drüber nachgedacht hätten.“

Während Deutschland damit neben Tschechien, Norwegen, San Marino und Dänemark bereits für 2020 zugesagt hat, hat Andorra – wieder einmal – abgewunken. Der Ministaat, der sich mit zeitlosen Highlight „Casanova“ für immer in die ESC-Annalen eingeschrieben hat, wird auch im nächsten Jahr nicht mit vorn der Partie sein.



54 Kommentare

  1. Andorra komplett abzuschreiben, halte ich momentan noch für etwas früh
    Der genaue Wortlaut war, dass sie „im Moment keine Pläne haben zum ESC zurückzukehren“

    Es steht ja die Kooperation mit dem katalanischen Sender TV3 im Raum, von daher würde ich noch den Sommer abwarten, vielleicht bewegt dieser katalanische Sender etwas bei RTVA, auch Susanne Georgi (Andorra 2009) hat auf ihrer FB Seite während der ESC Woche gepostet, dass sie alles tun wird um Andorra zurück zum ESC zu bringen.

    • Verstehe diese Interpretation der Aussage auch nicht. Denn die katalonischen Unabhängikeits-Fans und regionalen Verantwortlichen wollen dieses Vehikel Andorra doch unbedingt, weil es eben katalanisch geprägt und scheinbar unverfänglich ist.

  2. So geht also das Demütigen von durchaus hoffnungsvollen Gesangstalenten weiter. Denn das die beiden Sisters durchaus talentierte Sängerinnen sind, sagen selbst die größten Hater. Bitte jetzt mal richtig ranklotzen, damit wieder wie 2018 ein richtig gutes Ergebnis rauskommt. Zur Not auch mal was radikal neues versuchen. Neuer Verantwortlicher Sender, wenn das nicht geht, jemanden die Hauptverantwortung für den ESC geben, der sich nur darum kümmert. Und macht den Leuten die VE doch endlich mal schmackhafter und macht den Weg doch auch mal im linearen TV transparenter. Denn die Eurovision.de-Seite betrachten doch nur die größten ESC-Fans und nicht das 08/15-Publikum.

  3. Ich will die Sisters beim Vorentscheidung als Interval Act dabei haben und nicht, dass der Act wieder wie ein ungewolltes Kind geleugnet wird wie in den letzten Jahren.
    Das machen andere Länder auch nicht.

    • Bestes Beispiel: die klasse Version von Agnetes „Icebreaker,“ die trotz ihren Halbfinal-Aus 2016 beim MGP 2017 gefeiert wurde – wo ist hier der Attitude der Deutschen?

    • Warum nicht gleich 4 Frauen für ein Hallelulja? Einem Medley mit Ann Sophie, Levina und Jamie-Lee? Dann hat man dieses Thema für die Fans in einem Rutsch mal abgearbeitet.

      • @4porcelli (ohne Zusatz): Die werden das sicher beim Rundfunkrat per Petition durchsetzen. Nach dem *hust* erschütternden Klagebericht von paralysierten Panelistas, die gegen alle *ähem* Widerstände der Königin Aly huldigten, quasi unter Folter zu einem Voting für S!sters gepeitscht werden sollten und angesichts des Ausgangs unter posttraumatischen Belastungsstörungen leiden? Ja, die brauchen das zur mentalen Gesundung sicherlich!

      • Da gibt’s noch mehr Titel fürs MADley: whats another year, only teardrops, rise like a phoenix , we are the heroes of our time 🙂

    • Und womit? Etwa mit dem vorher
      zu erwartenden Misserfolg „Sister“, der es nicht mal in die Top100 der Single Charts geschafft hat? Der VE ist eine Unterhaltungsshow, ber der auf Quote geachtet wird!
      Und wer ist denn noch dazu bereit, mit diesem gnadenlos gescheiteren Projekt S!sters eine CD aufzunehmen?
      Das Zeit des Duos ist vorbei…
      Man muss schon sehr naiv sein, das nicht zu erkennen.

  4. Ich finde auch, das man die Sisters zur nächsten VE einladen sollte. Schließlich haben sie die VE 2019 gewonnen, vollkommen unabhängig davon wie sie dann in Tel Aviv abgeschnitten haben.

    • Haha, die S!sters zum Vorentscheid einladen… Selten so gelacht. Als wenn jemand wirklich glaubt, dass das Projekt S!sters ernsthaft weiter verfolgt wird….

  5. Frau Schöneberger und Herrn Urban muss man von mir aus nicht mehr zum Vorentscheid einladen. Achja und diese furchtbar unsympathische Frau mit den kurzen Haaren die nach der Entscheidung sich immer um die Presse kümmert kann auch weg. ( k.A wie die heißt )

  6. Ich finde Iris Bents genau so unsympathisch, arrogant und kaltschnäuzig wie Herrn Schreiber. Die haben beide irgendwie eine sehr negative Ausstrahlung. Ich kann meinen Vorredner nur zustimmen, Alina und Stefan machen ihre Arbeit richtig gut und vorallem sind sie nahbar, witzig und charmant. Beide Daumen hoch!!

    • Na, ja, meine Befürchtung war schon, dass Schreiber irgendwann die beleidigt Leberwurst mimt und Schland zurückzieht.

      • Klar …so ein vielschichtiger Song mit Hitpotential wie „Sister“ also…auf den Europa förmlich gewartet hat.
        Was wirklich erschreckend ist: damit hat die erste schönfärbende Werbung für 2020 diesen Blog erreicht… d.h., die Überheblichkeit bleibt weiter am Ruder und es wird sich NICHTS ändern. Stand ja zu erwarten. Das grottenschlechte Gegenprogramm am Finalabend wird denen den Arsch retten…

  7. Alina und Stefan sind sicher ganz witzig zusammen, wobei ich die Herzchen-Challenge bei den Songchecks schon reichlich überflüssig und albern finde und Alina ist nun wahrlich keine gute Moderatorin. Aber die können bleiben.

    Und es ist doch vollkommen unerheblich, ob die Sisters jetzt noch ein Album aufnehmen oder in den Charts landen oder nicht oder doch oder künftig im Burger King-Drive In arbeiten. Die haben beim VE 2020 dabei zu sein und fertig.
    Das ist doch eh eine Unart, dass bei einem deutschen VE ständig alle möglichen Leute auftreten, die null oder wenig Bezug zum ESC haben (auch bei den Reeperbahn-Shows). Können sie ja meinetwegen, ich hab auch Madonna in Tel Aviv überlebt, irgendwie. Aber ein wenig mehr Bezug zur deutschen ESC-Geschichte wäre schon schön. Letztes Jahr hätte man doch zum Beispiel wunderbar Guildo Horn einladen können, 20 Jahre danach so. Nächstes Jahr Katja Ebstein. Ist nur so ne Idee, nä. (Und, ja, auf Corinna May sollten wir verzichten.)

  8. Ich suche immer noch die kommentare von herrn schreiber. Letztes jahr um diese zeit hatte er beim damaligen prinz-blog bestimmt schon 20 kommentare geschrieben.

    • So wie hier gegen manche Personen gewettert wird? An seiner Stelle wurde ich schweigen und mich konzentrieren auf meine Arbeit anstatt enttäuschte Fans zu betreuen.

      • Seh ich nicht so. Ein chef der sich stolz ganz vorne präsentiert wenns gut läuft aber in der versenkung verschwindet wenn nicht, kann ich nicht ernst nehmen.

      • Ach Gott, da hatte jemand noch nicht genug Theater? Deine Erinnerung trügt da vielleicht, er hat sich im PB auch bei kontroversen Diskussionen mal gemeldet und ehrlich gesagt reiht sich deine Nachfrage nach einer fristgerechten Fanbetreuung in die Unsummen überflüssiger Forderungen deutscher Fans ein. Das war ein Goodie, das er bei Gelegenheit anbot, bei der aktuellen Wutbürgerversammlung völlig überflüssig und bringt .. nichts.

      • Jorge. Aus der position eines (fast) sieger lässt sich locker kontrovers diskutieren. Heuer siehts leider wieder anders aus.

      • Thomas Schreiber hat jedes Jahr einen Urlaub auf Kosten der Zwangsbeitragszahler, einmal im Jahr enorm hohe Einschaltquoten für die ARD (vor allem überdurchschnittlich bei den begehrten jungen Zuschauern) unabhängig von der deutschen Platzierung und einen Job, der ihm trotz miserablen Ergebnissen hoch vergütet wird. Nach einem schlechten Ergebnis werden dann wieder die jährlichen Beruhigungspillen für die aufgebrachten und enttäuschten Fans in homöopathischen Dosen à la „wir können natürlich nicht so weiter machen, wir haben verstanden“ ausgeteilt, um letztendlich nach langem Schweigen im nächsten Jahr wieder genau die gleichen fatalen und von den Fans schon lange kritisierten Fehler zu begehen. Auch das vorhersehbare und verdiente Debakel dieses Jahr kann sich natürlich vom NDR wieder niemand erklären. Das NDR-Team um Thomas Schreiber kann es nicht und sollte das endlich einsehen. Es ist an der Zeit, die Verantwortung für den Eurovision Song Contest abzugeben.

  9. Letztes Jahr kam am Freitag nach dem ESC schon der Aufruf für die Künstler sich zu bewerben ,Nun mal sehen was diesmal kommt und überhaupt…

  10. Wenn man das mit Fußball vergleicht: Stellt man sich vor, die deutsche Nationalmannschaft erreicht nur solche Ergebnisse bei Welt- und Europameisterschaften und sonstigen Spielen (kenne mich da überhaupt nicht mit aus), dann würden alle (also Fans, Medien, Bevölkerung usw.) schreiend fordernd: Entlasst endlich den Trainer! Aber beim Eurovision Song Contest ist es immer das gleiche: Never change a losing team!

    • Der Vergleich hinkt insofern, da Herr Schreiber kein reiner „ESC-Trainer“ ist. Er leitet beim NDR den Programmbereich Fiktion & Unterhaltung und ist zusätzlich Koordinator für Unterhaltung bei der ARD. Als solcher ist er unter anderem für den ESC verantworlich.

      Ich weiß auch nicht, wer aus dem NDR-ESC-Redaktions-Team genau für die Pleiten verantwortlich zu machen ist und wie die Struktur im Einzelnen aussieht. Also anstatt jetzt „plump“ „Schreiber muss weg“ zu fordern, gefällt mir eher die von einem anderen Kommentator unter einem anderen Beitrag gepostete Idee, einen neuen HoD mit ESC-Gespür zu ernennen und diesem dann mehr musikalische und künstlerische Entscheidungsgewalt in Bezug auf die Vorentscheidung und die Teilnehmer zu übertragen.

      Und dann braucht es natürlich auch immer noch das Glück, dass die richtigen Leute sich bewerben (wie damals Lena) und die richtigen Leute die richtigen Songs einreichen (oder in einem Camp schreiben).

  11. Verstehe aber auch nicht, warum der Herr Schreiber nicht selbst die Reißleine zieht, bei so viel Gegenwind unter den Fans. Wenn ich an seiner Stelle wäre, hätte ich schon vorher den Job abgegeben. Alleine schon, weil mir der ESC wirklich am Herzen liegt und ich ihn seit meiner Geburt schaue, auch in den 90ern als die Quoten nicht toll waren und kaum Deutsche einschalteten. Aber manche kleben wirklich an ihrem tollen, gut bezahlten Job nur wegen Macht und Vorteilen. Arbeitslos würde er ja doch eh nicht bleiben, da er sicher in einer anderen ARD-Abteilung unterkommen könnte. Da gibt es ja so viele Dritte Programme, Radioprogramme usw. Eigentlich könnte man das ganze System umkrempeln, aber das wollen die Chefs ja nicht. Zumindest könnte er jemand fähigen einstellen, der ihm wenigstens hilft. Aber mal ganz ehrlich, die Ergebnisse sprechen gegen seine Arbeit. Warum man da wie viele Politiker oder Bankenmanager oder Vorstandschefs usw. unbedingt verbissen an seinem Job kleben bleibt, versteht wahrscheinlich nur er alleine. Er könnte doch wenigstens den ESC an andere (fähigere) Mitarbeiter delegieren, wenn er es alleine nicht hinbekommt. Naja, sicher man hat bei dem Job viele Vorteile: Viel Geld, Macht, schöne jährliche vom Chef bezahlte Reisen. Und er hat immer schön viel Zeit zum Joggen (hat er so ähnlich in einem Interview mit ESCKAZ erwähnt). Unser Nachbar wurde auch gekündigt, weil er nicht die vom Chef geforderte Leistung (Gewinn) erbrachte. Und im Nebenjob in der Fabrik fliegt man auch schnell raus, wenn man die Stückzahl am Fließband nicht schafft. Warum gibt es so was nicht auch bei Fernsehanstalten? Echt traurig, dass man auch nicht abwechseln kann. Vielleicht Rotationssystem: ein Jahr NDR, dann WDR, HR, SWR, MDR, BR, RBB usw. Oder Kooperationen der deutschen Dritten Programme Nord-, Süd- West- und Ostsendeanstalten jedes Jahr im Wechsel, mal die norddeutschen Dritten, dann süddeutschen, dann westdeutschen und dann ostdeutschen Drittem. Zusammen wären die auch sicher stärker und kreativer. So viel verschwendetes Potential! Echt schade!

    • Stimmt schon, irgendwie. Ich mag zwar nicht wirklich ins Schreiber-Bashing einsteigen, weil ich
      glaube, dass er nicht allein das Problem ist. Und ich nehme ihm auch ab, dass der ESC ihm am Herzen liegt. Aber bei so viel Misserfolg würde ich auch lieber zurücktreten, allein um mich aus der Schusslinie zu bringen. Hat Herr Meier-Behr nach Gracias schlechtem Abschneiden 2005 auch gemacht, soweit ich weiss.
      Aber Herr Schreiber allein ist nicht das Problem. Es fehlen einfach im Moment junge kreative Köpfe, meinetwegen so einer wie Stefan Raab. Man kann ja eine gute Platzierung beim ESC erzwingen, aber wenn wir untergehen, dann wenigstens mit Mut und Kreativität.
      Die „S!sters“ haben sich nichts vorzuwerfen, wurde ja auch oft genug schon erwähnt. Sie haben versucht, das Beste aus der Situation zu machen. Andere Künstler hätten mit dem Liedchen auch nicht mehr Erfolg gehabt. Der verantwortliche Sender aber sollte sich schon endlich einmal Gedanken über seine Vorgehensweise machen. Das fängt beim Song an und endet mit einer angemessenen Promo und adäquaten Bühneninszenierung. Wahrscheinlich wäre selbst Lena nie so weit gekommen, hätte sie nicht eine unglaubliche Marketingmaschinerie im Rücken gehabt.

    • Schreiber wird nicht selbst den Hut nehmen, nicht mit einer Pleite in Händen. Dieser Stachel sitzt genauso tief wie der vom Erfolg seines Hassbeitrags „Heroes“. Und mit ähnlich kruden Aussagen wie „manchmal weiß ich schon nach den ersten 30 Sekunden eines Songs, der taugt nicht für den ESC…“ wird das wirkliche Problem deutlich, denn mangelndes Engagement sollte man ihm als letztes unterstellen. Er steht sich schlicht und ergreifend selbst im Weg. Die reichlich verkokelte Erde hinter ihm ist noch eine ganz andere Baustelle.

  12. Oh, bitte nicht Alina und Stefan. Beide sehr sympathisch, aber für den VE hätte ich gerne eine professionelle und im Ansatz „Samstag-Abend-mäßige“ Aufmachung. Und während Stefan beim Songcheck im Anzug overdressed war, hatte Alina diese komische Jeans mit Kussmündern an. Passte gar nicht zusammen.

  13. Freuen wir uns doch auf einen ähnlich erfolgreichen Beitrag wie 2015-2017 und 2019. Mehr ist da beim besten Willen nicht mehr zuzutrauen. Ich meine jeder kann ja mal ins Klo greifen. Aber Schreiber und der NDR machen das gewohnheitsmäßig.

    Hinterher ist natürlich der dumme ARD-Zuschauer Schuld, der einfach nur das falsche „Machwerk“ gewählt hat.

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