Live-Chat Portugal: Erstes Halbfinale Festival da Canção 2022

Es ist soweit – der wahrscheinlich ungewöhnlichste Vorentscheid zum Eurovision Song Contest startet in die 2022er-Saison. Wenig moderne Pop- und Radiomusik, selten laut und grell, oft ruhig und fast schon unauffällig. Portugal zelebriert beim seit 1964 stattfindendem Festival da Canção eher die künstlerischen Wurzeln portugiesischer Musik, als sich von modernen Trends beeinflussen zu lassen. Im letzten Jahr öffnete der verantwortliche Sender RTP die Sprachregelung, was bei einigen ESC-Fans für Unmut sorgte. So schade ich das persönlich auch finde – aber im Grunde sollte ja jede/r Künstler*in und vor allem jede/r Songschreiber*in selbst entscheiden können, in welcher Sprache das eigene Lied am besten gefühlt wird.

Im Januar veröffentlichte RTP alle zwanzig Beiträge, Mitte Februar wurde dann die Startreihenfolge für die beiden Halbfinale veröffentlicht:

  1. Os Quatro e Meia “Amanhã” (Lyric Video)
  2. The Mister Driver “Cali Sun” (Lyric Video)
  3. Diana Castro “Ginger Ale” (Lyric Video)
  4. FF “Como É Bom Esperar Alguém” (Lyric Video)
  5. Norton “Hope” (Lyric Video)
  6. Aurea “Why” (Lyric Video)
  7. Kumpania Algazarra “A Minha Praia” (Lyric Video)
  8. Maro “saudade, saudade” (Lyric Video)
  9. Valas & Os Astronautas “Odisseias” (Lyric Video)
  10. Fado Bicha “Povo pequenino” (Lyric Video)

Das erste Halbfinale wird von Sónia Araújo und Jorge Gabriel moderiert. Je fünf Beiträge qualifizieren sich aus den beiden Halbfinale für das Finale am 12. März, in dem dann zehn Finalisten gegeneinander antreten. Das Ergebnis setzt sich zusammen aus 50 % Televotingstimmen und 50 % Juryvoting. Bei den beiden Halbfinale sitzen Pedro Granger (Moderator, Schauspieler und Eurovisionfan), Surma (FdC-Teilnehmerin 2019), Dulce Pontes (FdC-Gewinnerin und ESC-Teilnehmerin 1991), Teresa Salgueiro (Sängerin), Dino d’Santiago (Sänger und Schreiber von Kadys „Diz Só“ (FdC 2020 und Platz 21 beim ESC kompakt Second Chance 2020) und Tatanka, Sänger und Gitarrist von The Black Mamba, die im letzten Jahr mit dem Lied „Love Is On My Side“ einen tollen 12. Platz in Rotterdam erreichten.

Welche beiden Beiträge des Festival da Canção sind Eure Favoriten? (Max. 2 Stimmen)

  • SYRO “Ainda nos Temos” (19%, 51 Votes)
  • Fado Bicha “Povo pequenino” (12%, 32 Votes)
  • Pongo & Tristany “Dégra.Dê” (12%, 31 Votes)
  • Aurea “Why” (9%, 25 Votes)
  • Maro “saudade, saudade” (7%, 19 Votes)
  • Inês Homem de Melo “Fome de Viagem” (5%, 13 Votes)
  • The Mister Driver “Cali Sun” (4%, 10 Votes)
  • Jonas “Pontas Soltas” (4%, 10 Votes)
  • Diana Castro “Ginger Ale” (4%, 10 Votes)
  • Milhanas “Corpo de Mulher” (3%, 9 Votes)
  • Os Azeitonas “Solta a Voz e Canta” (3%, 9 Votes)
  • Cubita “Uma Mensagem Tua” (3%, 8 Votes)
  • Os Quatro e Meia “Amanhã” (3%, 7 Votes)
  • Norton “Hope” (2%, 6 Votes)
  • O Vampiro Submarino “Ao Lado de Mim” (2%, 6 Votes)
  • FF “Como É Bom Esperar Alguém” (2%, 6 Votes)
  • Pepperoni Passion “Código 30” (2%, 5 Votes)
  • Kumpania Algazarra “A Minha Praia” (2%, 5 Votes)
  • Blacci “Mar No Fim” (2%, 5 Votes)
  • Valas & Os Astronautas “Odisseias” (0%, 1 Votes)

Total Voters: 168

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Das erste und auch zweite Halbfinale des Festival da Canção 2022 wird vom portugiesischem Sender RTP ab ca. 22:00 Uhr (deutscher Zeit) übertragen. Einen Livestream findet Ihr auf der Seite des Senders. Vor, während und nach der Sendung könnt Ihr natürlich wieder die Geschehnisse unter diesem Beitrag im Live-Chat kommentieren.


148 Kommentare

  1. Oh, ich sehe grad – Jamala gibt auch beim französischem Vorentscheid grad eine Message und die Teilnehmer singen „Imagine“ von John Lennon.

  2. Valas & Os Astronautas – „Odisseias“ – okay, muss man vielleicht öfter hören, ich kann mir vorstellen, dass dies ein Diamant ist, der bei mir später reift.🙂

  3. Hmm… Valas & Os Astronautas will ich mehr mögen als ich es wirklich tue. Coole Jungs auf jeden Fall, aber das Lied? Hmm, ich glaube nicht, dass wir das am Samstag wiederhören…

  4. Fado Bicha – „Povo Pequenino“ – Yes , das Beste zum Schluß. In das Lied habe ich mich von Anfang verliebt.😊

  5. Fado Bicha … solche Auftritte sieht man auch nur in Portugal.
    Toller Beginn, nachher fiel den beiden aber nicht mehr so viel ein. Aber klar gehört auch das ins Finale! 😉

  6. Ich weiß jetzt gerade nicht was ich zu Fado Bicha sagen soll. Von wow bis aua fällt mir alles und nichts ein. Ein bisschen Conchita, ein bisschen Big Daddy und ein Bisschen Mirud. Der Song war ja toll. Der Gesang wackelig und zum Schluss schief

  7. Ich hatte nur die Beiträge 6 bis 10 live mitbekommen, aber da es beim FdC ja immer gemütlich zugeht, hatte ich inzwischen Zeit, mir auch 1 bis 5 anzuschauen. 🙂
    „Amor d’água fresca“ . Ein Tribut an die viel zu früh verstorbene Dina, die, wenn ich mich recht erinnere, eine der ersten portugiesischen Künstlerinnen war, die sich als Lesbe geoutet hat.

  8. Och wie schön eine wunderbare Version von Portugal 92 von der viel zu früh gestorbenen DINA

    Superschön die Fassung

  9. Punktevergabe? Ich glaube das es keine Punktvergabe gibt und die Finalisten nur vorgelesen werden, oder doch? Die Punktvergabe gibts meines Wissens nur im Finale…

  10. na,der vitale act pongo & tristany kommt wohl erst in semi 2 – da habe ich ja nicht so viel verpasst – die franzosen haben sehr weise gewählt,die rumänen dank einer ziemlich schwulen jury mit sicherheit nicht – selbst das sehr gute „ana“ unter ferner liefen – tzzz.
    schnelldurchlauf semi 1:gäääääääääääähn.

  11. Ich muss ja auch mal erwähnen, dass ich die Grafiken des Festivals in diesem Jahr auch wieder extrem geil finde…

      • Ich habe den Eindruck, dass die Musik in Portugal (und nicht nur) einen viel größeren Stellenwert hat als in Deutschland. Dort wird es richtig zelebriert und nicht nur so „hingerozt“ (sorry, für dieses unschöne Wort, aber ist doch war.

      • Da hast Du vollkommen recht. Die deutsche Show gestern war schlichtweg eine Frechheit!

      • Volle Zustimmung.
        Auch zu gestern. Es ist mir wirklich unverständlich, wieso die Verantwortlichen das nicht besser hinbekommen. 2019 war schon schlimm, aber gestern… *puh… mir fehlen da immer noch die Worte. Da muss man sich dann auch nicht wundern, dass kaum ernstzunehmenden Künstler*innen beim Vorentscheid mitmachen wollen, sondern nur Newcomer.

      • Das ist die traurige Wahrheit. Ich habe mir das gestern nicht mal live angeschaut, sondern erst heute Nachmittag. Meine Mutter hat es als „lust-, leb- und lieblos“ zusammengefasst, und ich finde, das trifft es sehr gut.

      • Und beim FdC können sie alle singen. Eigentlich hätte man alle zum ESC schicken können, und man hätte sich nicht blamiert. Ist zwar nicht alles mein Geschmack, aber das ist ja eine andere Sache. Qualitativ sehr, sehr gut.

      • Genau! Leider können viele Fans nicht zwischen „gefällt mir“ und „gut gemacht“ unterscheiden. Das bringt mich regelmäßig auf die Palme. Ich mag manchmal ja auch richtigen Dreck (CYP05 z. B.), aber dann sage ich das auch so. 🙂

  12. Och Fado Bicha hätte ich jetzt spannender gefunden als das Ginger Ale, aber insgesamt passt das!
    Bin schon auf Montag gespannt, da gehts weiter!

    Gute Nacht Euch allen!

  13. Fado Bicha raus?😢

    Ansonsten schön, dass es Maro geschafft hat. Die anderen waren okay, starkes Feld insgesamt, da muß ja jemand „verlieren“.
    Freudig überrascht bin ich, dass es Diana Castro geschafft hat. Hat sowas leicht-sommerlich, finde so etwas braucht man auch schon mal in diesen schrecklichen Zeiten.
    UUUUAAAA! Jetzt bin ich aber müde. Die anderen Entscheidungen werde ich mir morgen anschauen. Gute Nacht zusammen, hat echt Spaß gemacht.🙂

  14. Och menno – der Abend lief bis jetzt so schön und nun ist mit Povo Pequenino einer meiner Favoriten nicht mal im Finale. Aber nicht so schlimm, da er dort wohl auch nur Aussenseiter gewesen wäre.

    Was die Misere der deutschen Musik-Unterhaltung angeht, fürchte ich ja, dass diese so grundlegend ist, dass da auch andere Sender kaum noch was retten könnten. Zumindest der NDR kann ja offenbar nicht nur kein ESC sondern auch keine Live-Musik-Show. Wenn man noch dazu nimmt, wie Event- und Quoten-fixiert das dt. Fernsehen ist, kann man schon Beckenbauer paraphrasieren: auf Jahre hinaus werden die deutschen Beiträge unbrauchbar sein (blinde Bauern mit ner Pulle Korn mal ausgenommen;).

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