
Seit ihrem Auftritt für Deutschland beim Eurovision Song Contest 2023 in Liverpool hat sich die Metal-Band Lord of the Lost (Aufmacherbild) in der ESC-Community einen besonderen Platz erobert. Mit ihrer Performance des Songs „Blood & Glitter“ gelang es ihnen, sowohl Fans des Metal-Genres als auch ESC-Fans zu beeindrucken. Eine neue Tradition, die sie 2024 begonnen haben, muss jedoch 2025 pausieren: In Basel, der diesjährigen ESC-Stadt, wird es kein Konzert der Band am Tag vor dem großen Finale geben.
Nach ihrem ESC-Debüt 2023 in Liverpool schienen die Band und der ESC eine Art „perfect Match“ zu sein: Beide stehen für Vielfalt, Offenheit und das Überwinden von Genre-Grenzen. Ihre Leidenschaft für den ESC motivierte die Band, 2024 ein besonderes Event für ihre Fans zu veranstalten: Am Tag vor dem Finale 2024 in Malmö spielten Lord of the Lost ein ausverkauftes Konzert in der schwedischen ESC-Stadt.
Die Setlist vereinte bekannte Lord of the Lost-Hits mit ihrem ESC-Titel „Blood & Glitter“. Fans aus ganz Europa kamen, um dieses besondere Event mitzuerleben. Das Malmö-Konzert war nicht nur ein musikalisches Highlight, sondern auch ein Ort der Begegnung für (ESC-)Fans, die die Band inzwischen als festen Bestandteil der Eurovision-Familie ansehen. Genau diese Begeisterung wollten Chris Harms und seine Bandkollegen 2025 in Basel wieder aufleben lassen.
Dazu wird es nun doch nicht kommen. Die Band veröffentlichte heute dieses offizielle Statement:
„Ihr Lieben, sehr gern wollten wir auch dieses Jahr unsere gerade erst begonnene Tradition, jedes Jahr am Vortag zum großen Finale in der ESC-Stadt zu spielen, in Basel fortführen.
Leider klappt das nicht. Es war uns nicht möglich, in Basel eine geeignete Location zu einem Deal für diese Show zu finden, bei dem wir nicht – selbst vor ausverkauftem Haus – viele Tausend € Minus machen. Das ist Geld, das wir dann doch lieber in ein Musikvideo oder ähnliches investieren.
Also sehen wir uns hoffentlich nächstes Jahr, einen Tag vor dem großen ESC-Finale, in welchem Land und in welcher Stadt das auch immer sein mag. Wir sind gespannt!“
Das Statement der Band zeigt deutlich, dass finanzielle und logistische Herausforderungen eine Rolle spielen. Als Künstler, die Wert auf professionelle Produktionen legen, wäre ein Verlust von „vielen Tausend Euro“, wie es die Band beschreibt, eine schwere Belastung. Dazu kommt, dass Basel, als kleinere Stadt mit begrenzter Kapazität für Großveranstaltungen, nicht dieselben Möglichkeiten bietet wie Malmö. Zwar ist Basel bekannt für seine kulturellen Events, doch eine Location, die sowohl die Erwartungen der Band als auch der ESC-Fans erfüllt und gleichzeitig finanziell tragbar ist, konnte offenbar nicht gefunden werden.
Trotz der Absage blicken Lord of the Lost positiv in die ESC-Zukunft. Denn nächstes Jahr wollen sie die noch junge Tradition auf jeden fortführen – in welchem Land und in welcher Stadt auch immer. Fans können sich also auf ein Comeback der Band zum freuen – möglicherweise ja auch mit neuen Songs oder anderen Überraschungen.
Wie findest Du es, dass es Lord of the Lost nicht gelungen ist, eine Location für ihr Konzert vor dem ESC-Finale zu finden? Und wünschst Du Dir, dass die Gruppe dann 2026 wieder in der ESC-Gastgeberstadt auftritt? Lass es uns in den Kommentaren wissen.
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Kann man total verstehen.
Schade.
Das hätte erneut gezeigt, dass diese sympatischen, krachigen und engagierten „Nachbarn“ (bin auch aus Hamburg), das ganze ESC-Geschehen mit viel Freude und Empathie ernst nehmen und nicht nur als schrille ProMo.
Die Jungs mag ich
👍
Warum hätte?
Stimmt, Du hast recht.“ …HAT erneut gezeigt…“. Ich berichtige hiermit aus Überzeugung
Immer her mit Traditionen. Finde richtig gut das sich eine Band für den ESC engagiert. Das ist nicht selbstverständlich und sollte von allen gewürdigt werden auch wenn sie die Musik nicht mögen.
Schade! Ich bin bei ihrem Konzert in Malmö gewesen und die Stimmung dort war einfach nur toll. Als ihre eigene Vorband haben Chris und sein Keyboarder da über eine halbe Stunde lang ESC-Hits gecovert, darunter zum Beispiel auch „Ein bisschen Frieden“ und „Cha Cha Cha“. Danach dann das reguläre Konzert war auch klasse, obwohl es nicht komplett meine Musik ist. Im Publikum waren damals eine angenehme Mischung aus LOTL- und ESC-Fans, darunter natürlich auch viele Deutsche. Dann eben 2026 nochmal! Vielleicht ja mit Heimspiel auf St. Pauli! 😉
Och, die ESC Coverversionen würde ich auch mal gerne live hören! Meine Musik ist es nämlich eigentlich auch nicht – aber die Truppe ist mir extrem sympathisch. Und ihre ESC Verbundenheit ist absolut authentisch und gibt nochmal Pluspunkte extra 👍
NIchts gegen Lord of the Lost, aber dass sie mit „Blood & Glitter“ die Metal Fans beeindruckt haben, ist eine gewagte Aussage.
Doch, das haben LotL ~ und award generationen übergreifend. Die Gothik und Metall Szene
Hat sich aber nicht gerade in Punkten niedergeschlagen.
Echte Metaller hören sowas gar nicht.
Hat Chris ja auch mal selbst gesagt: Für die eingefleischten Metaller ist LotL nicht „true“.
Das ist absolut mixed!
Leute die Deathmetal oder so bevorzugen können damit sicher nichts anfangen. Aber ich zähle mich schon als Metal-Fan, bin aber bei allem, das keine Melodie hat und keinen klaren Gesang hat raus.
Andererseits liebe ich LOTL, Blind Channel, Gate, Nightwish, Epica, Beyond the Black, Blind Guardian, Dominum, EC, Feuerschwanz …..
Eben alles, was kein reiner Metal ist sondern Symphonic Metal, Nu Metal, Power Metal, Folk Metal oder dergleichen! Eben Genre-Mix!
Und solche Menschen wie mich gibt es auch viele unter den Metal-Fans!
Schade, das Konzert in Malmö war wirklich toll.
Das ist wirklich schade! 🙁
Aber sie haben’s versucht, und das zählt für mich!
Bin nach wie vor großer Fan der Band und hatte letzten Monat das Lordfest in Hamburg sehr genosen! Das war ein unvergleichbares Fest und man hat die Freudschaft zu den unterstützenden Bands gespürt! 🙂
Wer weiß, vielleicht lasse sich Chris und seine besten Freunde ja nochals Ersatz irgendwas nettes einfallen!
Sehr schade. Ich hätte gehofft, dass sich zumindest auf der Basel-nahen deutschen Seite eine geeignete Location finden ließe. Oder sie sogar bei ESC plus im Stadion vor dem Finale aufgetreten wären. 😔
Das Schweizer Fernsehen soll Sie einladen in der Arena Plus zu spielen
Gute Idee👌
Sehr, sehr schade. Aber vielleicht springt ja noch irgendeine Venue in die Bresche.
Deswegen zukünftig wieder Große Städte
Ja, das ESC-Publikum war so beeindruckt das sie die Band auf den letzten Platz voteten. Auch wenn es total unverdient war.
Das ist wirklich schade, aber die Gründe sind natürlich verständlich.
Das ist sehr schade. Eigentlich ist das Z7 in Pratteln (ca. 5 km östlich von Basel) DIE Metal und Rock Location der Schweiz. So gut wie jede Band macht hier Station. An dem betreffenden Freitag ist zudem dort noch kein Konzert angekündigt. Dass auch das Z7 für so eine Specialshow zu teuer ist, ist leider sehr schade.
Glaube das Z7 wäre möglich gewesen, aber war ihnen zu zu Metal, sie wollten einen Ort wo auch ESC Fans hinkommen würden und ESC Stimmung herrscht.
LOTL sind schon oft im Z7 gewesen. Das ist nicht das Problem.
Pratteln ist halt eine Kleinstadt. Da gibt es das Z7 und sonst ist nicht viel los. Und ESC-Partys wird es da gar keine geben. Lord of the Lost wollten aber mit dem Gig ESC-Feeling verbinden. Wenn auf dem Daysheet noch ein Stündchen frei ist, vor dem Soundcheck oder nach der Show, ist Pratteln zu weit weg vom Trubel.
Sehr schade, ist nicht noch zufällig ein Platz im Line-Up für die Arena+ in Basel frei, haha? 😀
Schade, aber wer weiß wozu es gut ist. 🙂
Hmh, ausverkauft hört sich nach viel Besuchern an. Aber der Babel Club in Malmö im letzten Jahr war eine eher kleine Location. Ich war dort und es waren in dem Raum vielleicht 200 Personen. Bei einem Ticketpreis von umgerechnet ca. 35 Euro düfte da abzüglich Steuern, Miete etc. auch nicht so viel für die Band übrig geblieben sein.
Mit nur wenig Gewinn oder plus/minus Null rauszugehen, ist immer noch besser, als wirklich viel Geld auszugeben. Chris Harms hat letzte Woche im Twitch-Chat (bei 1h30) von horrenden Summen Verlust gesprochen, weil die Clubs in Basel so teuer sind. https://youtu.be/gOFF88P4Wao?si=yFup8kKLuS8aBs4B&t=5398
Oh, das war war nicht bekannt. In der Schweiz scheint wirklich ALLES teuer zu sein. Mir grauts schon vor den Getränke- und Essenspreisen in Basel.