
Bereits zum dritten Mal lud der OGAE Germany seine Mitglieder und andere Anhänger des Eurovision Song Contest in die Münchner Eventlocation Waldheim, um das jährliche Fanclubtreffen zu begehen. Mit Renata Dabkowska, Gunvor und Marc Roberts (Aufmacherbild) gab es bei den Stars einen deutlichen Akzent auf den späten 90ern. Die Stimmung war ausgelassen – auch wenn nach über 20 Jahren gravierende Personalveränderungen bei der Organisation der Veranstaltung verkündet wurden.
Der zweite Luxembourg Song Contest oder doch das Fanclubtreffen des OGAE Germany in München? Die Entscheidung fiel am Samstag, den 25. Januar nicht leicht. Dennoch hatten sich schätzungsweise 250 Fans im Waldheim (Foto unten) am Rande Münchens eingefunden, um traditionsgemäß den Wettbewerb zu zelebrieren.
Die Organisatoren hatten ein Programm von nicht weniger als zwölf Stunden angekündigt – von 3 Uhr nachmittags bis 3 Uhr in der Frühe. Darin enthalten war allerdings auch eine sehr großzügig bemessene, mehr als dreistündige Pause, die für das Abendessen vorgesehen war.
Zur guten Tradition gehört beim Fanclubtreffen in München die Anwesenheit von Granden der deutschen ESC-Geschichte – vor allem, aber nicht nur aus München. So war zeitweise Carolin Reiber (Foto unten) anwesend, die Grüße von Ralph Siegel ausrichtete. Dieser sei gerade in den USA; er wäre aber gespannt, wie die Lieder ankommen würden, die er bei der deutschen Vorentscheidung Chefsache ESC 2025 eingereicht hat. Weiters gesichtet wurden u.a. Linda Thompson und Bianca Shomburg.

Neben den Stars, die für eigene Sets eingeladen worden waren, war auch Marc Dietrich vom Trio Peter, Sue and Marc nach München gekommen, das die Schweiz viermal beim ESC vertreten hatte. In einem einfühlsamen Interview gab er Einblicke in die Erlebnisse beim ESC, aber auch die Höhen und Tiefen seines Lebens generell. Anschließend gab er geduldig Autogramme (Foto unten).

Den größten Raum nahm am Nachmittag der CoverSongContest ein, bei dem Fans Lieder vom ESC interpretieren – und sich natürlich anschließend der Bewertung durch das Publikum stellen. Insgesamt waren sechs Beiträge im Rennen. Besonders gut kam dabei David (Foto unten) mit seinem Vortrag „Tout L’Univers“ von Gjon’s Tears an (Schweiz 2021). Mit deutlichem Vorsprung gewann er den Wettbewerb und darf nun den Verein beim FANvision Contest 2025 in Malta vertreten.

In diesem Zusammenhang wurde auch bestätigt, dass der Wettbewerb in diesem Jahr tatsächlich auch in Malta ausgetragen wird – und zwar vom 11. bis 13. Juli. Wer mit dem Gedanken spielt, kann also jetzt die Reise auf die beliebte Urlaubsinsel planen.

Nach der umfangreichen Pause wurde das Programm ab 20:15 Uhr fortgesetzt. Erster Stargast war Renata Dabkowska (Foto unten), die 1998 in Birmingham mit der damaligen Band Sixteen den Popsong “To takie proste” (Es ist so einfach) präsentierte. Die Gruppe hatte sich kurz danach aufgelöst, die Sängerin ist aber weiter musikalisch aktiv. In München präsentierte sie diverse Songs der Gruppe auf Polnisch.

Danach übernahm Marc Roberts die Bühne. 1997 hatte er Irland mit der Ballade “Mysterious Woman” beim ESC in Dublin vertreten und dabei den zweiten Platz geholt. Nur Katrina and the Waves standen dem achten ESC-Sieg der grünen Insel im Wege. Um in München auftreten zu können, hatte der 56-Jährige extra seine regelmäßige Radioshow ausfallen lassen.

Neben seinen eigenen Titel interpretierte Roberts auch andere ESC-Songs. Beim Remix von „Hold Me Now“ hielt es dann die Gäste nicht mehr auf den Plätzen und der Bereich vor der Bühne wurde spontan zur Tanzfläche.
Mit großer Neugier war von vielen der Auftritt von Gunvor erwarten worden. Die Schweizer Sängerin war mit ihrem Titel „Lass ihn“ beim ESC 1998 mit null Punkten auf dem letzten Platz gelandet. Mit diesem Ergebnis hat sie sich natürlich längst arrangiert und kann darüber lachen.

Stimmlich war Gunvor in grandioser Verfassung und haute neben „Lass ihn“ diverse Hits raus – sowohl vom als auch nicht vom ESC. Dabei war sie mit vollem Körpereinsatz bei der Sache und lebte die Aussage der Titel auf der Bühne. Für München hatte sie ein ambitioniertes Set entwickelt, das am Ende auch ein Medley mit ESC-Songs von heute bis zurück nach 1974 enthielt. Dass das nicht ihr Standardrepertoire ist, war stellenweise an Textunsicherheiten zu merken. Die Fans sprangen natürlich immer ein und zeigten nicht zuletzt damit ihre große Dankbarkeit für Gunvors Einsatz.
Den Abschluss bildete Bojana Stamenov (Foto unten). Die Serbin startete mit „Čaroban“, das beim ESC 2011 von Nina in Düsseldorf gesungen worden war. Bojana berichtete in München zum ersten Mal überhaupt, dass eigentlich sie als Sängerin für „Čaroban“ vorgesehen war.

Anschließend bot die Sängerin mit ihrer starken Stimme ein ESC-Partyhits-Set vom Feinsten. Dass sie auch die ruhigeren Songs beherrscht, stellte sie eindrucksvoll mit ihrer Interpretation von „Molitva“ unter Beweis.

Bevor zur traditionellen Disko übergeleitet wurde, gab es noch ein paar (personelle) Ankündigen. Frank Albers und Reinhard Ehret (Foto unten) berichten, wie sie vor 22,5 Jahren in den OGAE und den Vorstand geholt worden waren. Damit einher ging dann auch die jährlich Organisation des Fanclubtreffens.

Die beiden kündigten an, das in Zukunft nicht mehr machen zu wollen. Welche Auswirkungen das auf ihre Tätigkeit im OGAE-Präsidium haben würde, ließen sie offen. Dafür präsentierten sie aber Jochen Voß (Foto unten links), der in Zukunft für das Fanclubtreffen verantwortlich sein werde. Dieser kündigte sogleich an, dass das nächste OGAE-Fanclubtreffen am 24. Januar 2026 wieder im Waldheim stattfinden wird.

Bevor es dann wirklich zur Disko ging, sangen alle Künstler*innen, Organisator*innen und Gäste gemeinsam „Lass die Sonne in Dein Herz“ (Foto unten).
Bei der Musikauswahl schlug DJ Ohrmeister einen gewohnt großen Bogen. Natürlich gab es frische Tracks aus der aktuellen Vorentscheidsaison, die großen Party-Tracks der jüngeren und älteren Vergangenheit – und diverse Perlen. Ist „Chocolatte“ von Raffaëla Paton wirklich schon 13 Jahre alt? Und das 2001 bei der deutschen Vorentscheidung disqualifizierte „0190 – Hey Du da“ von Love Rocket kommt genauso auf die Guilty-Pleasure-Playlist wie „Europa“ von Headline aus der Vorentscheidung Ein Lied für Bergen 1986. Danke für diese Ohrwürmer!
Wie immer ein großer Dank auch an alle Organisator*innen, die herrliche Fanclub-Sause ermöglicht haben!
Warst Du beim Fanclubtreffen in München dabei? Wenn ja, was hat Dich besonders begeistert? Und planst Du, auf andere ESC-Fanveranstaltungen in diesem Jahr zu gehen? Lass es uns in den Kommentaren wissen.
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Das sind doch tolle Bilder und Spaß war auch dabei!
Carolin Reiber wird übrigens im November dieses Jahres 85 Jahre alt und David ist ein echtes Eye-Candy.
Dachte umgekehrt
War mein erster Gedanke
Fanclubtreffen??? 😱😱😱😉
Meine langjährige Freundin (ich kenne sie seit 1995) und ihre Tochter (mein Patenkind) sind dort meistens dabei, für mich ist das eher nichts.
Der Bericht hört sich doch sehr interessant an. Hatten bestimmt viel Spaß.😊
Für mich wäre das aber auch eher nichts.
P.S. Vielen Dank für den interessanten Bericht und die schönen Bilder.👍
Klar, ich gönne es ja auch den Leuten, die Freude an diesen Veranstaltungen haben. 🙂
Es ist doch sehr nett, wenn Fans sich mal persönlich treffen können, ich freue mich immer über solche Berichte. Aber Du scheinst Dich unter so vielen Menschen auch nicht besonders wohl zu fühlen, entnehme ich Deiner Reaktion, mir geht es auch so. Fühle mich da irgendwie immer Fehl am Platz.
Ich würde neben dich sitzen und dir das Gefühl geben, dass du NIEMALS fehl am Platz bist unter den Fans😉 obwohl ich bei den Clubtreffen (dann aber Düsseldorf) auch nicht immer dabei bin.
Lieb von Dir.🙂
Auf Partys stehe ich immer rum wie Falschgeld und versuche Leute in Gesprächsthemen zu verwickeln, die auf Partys nicht beliebt sind … 🤣
Ich bin eher so der Typ gepflegtes Abendessen mit einer Handvoll Leute.
Gepflegt… ist das nicht immer für Cognac verwendet worden (den ich außerhalb von Sossen nicht ausstehen kann)?
Solange du nicht mit Falschgeld zahlst auf der Party ist alles gut😂. Wir fänden sicher ein Thema das nicht zum Partykiller wird😉
Geht mir exakt genauso. Aber mehr als 4 Personen (mich eingeschlossen) empfinde ich schon als Stress. 😌
Ja, man kann umgeben von ganz vielen Menschen sein und sich trotzdem einsam sein… Wobei, man muss ganz ehrlich sagen, es sind ja alles Menschen mit demselben Hobby, und da sind bestimmt auch Leute, mit denen Du auch sonst auf einer Wellenlinie schwimmen würdest.😉
Mir geht es schon etwas ähnlich wie Dir, denke, „ach Gott, was soll ich denn sagen? Die finden mich bestimmt total doof.“ Und möglicherweise komme ich vor lauter Unsicherheit wirklich komisch rüber.
Ich denke, wenn wir uns alle mal treffen würden aus diesem Forum,würde jeder den anderen akzeptieren so wie er ist und wir hätten auch alle gemeinsam ein Gesprächsthema🤗.Ich würde auf jeden Fall versuchen, mich mit jedem mal zu unterhalten 😊.
Ich fühle total mit Dir. 😌
Ich glaube, die Mühe Songs einzureichen, hätte sich Herr Siegel im Raab-Jahr sparen können.
Ich dachte erst, ich habe mich verlesen…
Mal gespannt wann es überhaupt weitere Infos zum Vorentscheidungen gibt.Alex oder Stefan waren ja anscheinend gestern nicht da…
Stefan war da. Als Fan unter Fans.
okay.Aber keine Infos.
Gestern nicht, aber plötzlich stehst man neben Siegel und Ebstein oder Christian Bruhn und quatscht mit denen. Alles schon erlebt und man denkt, ach wie klein ist die Welt und freut sich.
Wirklich toll vor allem Renata und die Band Sixteen waren 1998 ja völlig unterbewertet . Ich mag den Song noch heute war mein platz 5 im Gesamtranking von 1998
Ich war gestern beim Clubtreffen dabei und es war wieder ein wunderbarer Tag/Abend. Es ist wirklich erstaunlich was die OGAE- Leute bzw auch das ECG Team für uns Fans auf die Beine stellen. Diesen Aufwand sollte man nicht unterschätzen. So ein Clubtreffen ist immer sehr unterhaltsam und macht tierisch Spaß. Kann ich wirklich jeden empfehlen. Wo gibt es heutzutage noch so ein großes Engagement?! Man trifft andere Fans die man vielleicht nur einmal im Jahr sieht und verbringt gemeinsam sehr schöne Stunden. So schön das virtuelle Miteinandet zb bei ESC- Kompakt auch ist, live ist immer noch 1000mal schöner. Ich habe sehr viele tolle Menschen durch diese Treffen kennengelernt. Die Stargäste sind mal mehr und mal weniger interessant und immer sehr nahbar. Und wenn so ein Treffen vorbei ist, ist es immer ein bisschen wie beim ESC: wieder ein Jahr warten.
P.s. Douze Points hat mir die Tür aufgehalten 🙂Ich werde ab jetzt niemals mehr etwas schlechtes über das Melodifestivalen schreiben 😉.
😊
Warum? 😭😭 Ich bin bis zu 10. im Urlaub (vielleicht auch in Malta) und habe mir fest vorgenommen entweder a) den OGAE-Contest in Malta b) die MTV Isle of Malta Show oder c) ein Konzert von Aidan zu besuchen. Naja, eine Option fällt jetzt wohl definitiv raus… 🥲🥲
Gunvor 😍 Ich mochte sie und ihr Lied damals. 😌
Ihr ist ja damals von der Schweizer Presse sehr übel mitgespielt worden. 🥺🥺🥺
Gunvor 😍😍😍 hat gestern wohl das längste ESC- Medley ever gesungen. Sehr stimmungsvoll. Seit ihrem ESC- Auftritt sind fast 30 Jahre vergangen und sie hat sich optisch nicht verändert. Die Schweizer Luft tut gut 🙂
Hat Ralph Siegel allen Ernstes wieder Songs für den deutschen VE eingereicht?? Der kapierts wohl nie…..dat wird nischt mehr, darauf kann man getrotst nen 100er verwetten.
Ach, schön! Cawrrrrolin Wrrreiber. Wunderbar der Beitrag hat mich zurückgebeamt ins zarte Blütenalter von 10 Jahren.