Die Gerüchte um die Moderation des 70. Eurovision Song Contest werden immer lauter. Wie die österreichische Kleine Zeitung meldet, könnte es auf eine schillernde Mischung aus Glamour, ESC-Routine und Green-Room-Charme hinauslaufen. Während Andi Knoll als fest gesetzt gilt, rückt Victoria Swarovski immer stärker ins Rampenlicht. Und auch eine Rückkehr von Conchita Wurst (Aufmacherbild) scheint alles andere als ausgeschlossen. JJ, der als ESC-Sieger den Wettbewerb nach Österreich brachte und selbst gerne moderieren würde, soll sich auf zwei Auftritte als Sänger fokussieren (einmal „Wasted Love“ und einen neuen Titel).
In Österreich ist beim Song Contest nicht wegzudenken und war auch schon für die Moderation 2015 im Gespräch: Andi Knoll. Er kommentiert den ESC für den ORF seit 1999 und wurde über die Jahre zum inoffiziellen Mister Song Contest Österreichs. Nun ist er offenbar als moderierender Gastgeber auf der großen ESC-Bühne im Gespräch und laut Kleine Zeitung für die Aufgabe fest gesetzt. Seinen Kommentarposten bei den Shows könnte 2026 Ö3-Moderator Philipp Hansa übernehmen.
Mit Victoria Swarovski liebäugelt der ORF offenbar schon länger. Die 31-jährige Tirolerin entstammt der bekannten Kristall-Dynastie Swarovski und machte sich in Deutschland als Moderatorin der RTL-Show „Let’s Dance“ einen Namen. Auch beim ORF ist sie keine Unbekannte: Zuletzt moderierte sie die Heimatsendung „2 in Tirol“ an der Seite von Oliver Polzer. Sollte Innsbruck den Zuschlag als ESC-Gastgeberstadt erhalten, wäre Swarovskis Lokalkolorit ein zusätzlicher Bonus. Aber selbst bei einem Wiener ESC scheint sie als Co-Moderatorin hoch im Kurs zu stehen – vorausgesetzt, ihre RTL-Verpflichtungen lassen das zeitlich zu.
Ein ESC ohne Conchita Wurst ist eigentlich unvorstellbar. Die Gewinnerin des Eurovision Song Contest 2014 mit „Rise Like a Phoenix“ soll erneut in einer prominenten Rolle dabei sein – und zwar wieder als Host*in im Green Room, wo sie bereits 2015 in Wien mit Charme und Humor überzeugte. In der ORF-Planung ist für sie offenbar ein zentraler Platz vorgesehen – wie genau dieser aussieht, dürfte sich im Spätsommer konkretisieren.
Während diese Namen die heißesten Anwärter*innen für den Moderationseinsatz beim ESC 2026 sind, nennt die Kleine Zeitung auch ein paar weitere Namen, die zumindest außerhalb Deutschlands weniger geläufig sind. So könnten wie bereits 2011 beim ESC in Düsseldorf mit Judith Rakers auch Nachrichtensprecher*innen zum Einsatz kommen. Im ORF gelten Nadja Bernhard, Raffaela Schaidreiter und Alexandra Maritza Wachter als mehrsprachige Kandidatinnen, die dem Event Seriosität und Authentizität verleihen könnten.
Nadja Bernhard ist eines der bekanntesten Gesichter der Zeit im Bild (ZiB), der Hauptnachrichtensendung des ORF, und verfügt über langjährige TV-Erfahrung. Raffaela Schaidreiter, die 2024 zur Journalistin des Jahres gewählt wurde, ist als Innenpolitik-Expertin bekannt, verfügt über analytische Tiefe und souveräne On-Air-Präsenz. Alexandra Maritza Wachter wiederum bringt ebenfalls Erfahrung aus der ZiB-Moderation und aus internationalen Formaten mit.
Ein anderer Weg könnte die Humor-Schiene sein, so wie in Basel, wo die Kabarettistin Hazel Brugger für Furore sorgte. Sie brachte Witz und pointierte Schlagfertigkeit auf die ESC-Bühne. In Österreich wären laut Kleiner Zeitung Malarina, Caroline Athanasiadis, Paul Pizzera oder Viktor Gernot Namen, diese Comedy-Rolle beim ESC 2026 übernehmen könnten.
Malarina heißt bürgerlich Marina Lacković und ist eine aus Serbien stammende Kabarettistin, die in Wien lebt und in ihren Programmen pointiert über Identität, Sprache und Integration spricht – oft auf mehreren Ebenen. Caroline Athanasiadis ist bekannt als eine Hälfte des Kabarett-Duos „Kernölamazonen“ und wurde durch ihre Schlagfertigkeit und Musical-Kompetenz auch über die Kleinkunstszene hinaus populär. Paul Pizzera ist Teil des Duos „Pizzera & Jaus“, das Musik, Kabarett und Popkultur vereint. Viktor Gernot wieder gilt als einer der bekanntesten Kabarettisten Österreichs, überzeugt außerde als Musiker, Moderator und Parodist. Das schreit geradezu nach dem ESC.
Was hältst Du von den vorgeschlagenen Namen? Wen würdest Du gern als Moderator*in auf der Bühne beim ESC in Wien sehen? Lass es uns in den Kommentaren wissen.
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