Moroccanoil raus, Voting-Reform, Hosting-Verbot: Die EBU reicht den ESC-Boykott-Nationen die Hand

Foto: Moroccanoil

Setzt die EBU gerade einen Masterplan um, mit dem sie die fünf ESC-Boykott-Nationen wieder zum Wettbewerb bringen will? Innerhalb weniger Tage sind gleich mehrere Weichenstellungen bekannt geworden, die zusammengenommen wie eine Einladung an Spanien & Co. wirken: Das israelische Unternehmen Moroccanoil wird den Wettbewerb nach sechs Jahren nicht mehr als Hauptsponsor unterstützen. Länder in bewaffneten Konflikten (wie Israel) dürfen den ESC laut den neuen Regularien nicht mehr ausrichten. Und die EBU plant, das Publikumsvoting grundlegend umzubauen: komplett online, mit der Pflicht, für mehr als einen Beitrag zu stimmen.

Das berichtet die schwedische Zeitung Aftonbladet, der ein Brief der EBU-Spitze an die Mitgliedssender vorliegt. Unterzeichnet ist das Schreiben von EBU-Geschäftsführer Jean Philip De Tender und Ana Maria Bordas, der Vorsitzenden der Reference Group, dem höchsten Entscheidungsgremium des Eurovision Song Contest. „In der Zwischenzeit möchte ich Euch darüber informieren, dass Moroccanoil beschlossen hat, seine Partnerschaft mit dem Wettbewerb nicht zu erneuern“, heißt es darin. Laut Aftonbladet war es das Unternehmen selbst, das die Zusammenarbeit nicht verlängert hat und nicht die EBU. Ein neuer Hauptsponsor steht noch nicht fest.

Moroccanoil war seit 2020 Presenting Partner des ESC und hatte zunächst einen Fünfjahresvertrag abgeschlossen, der anschließend verlängert wurde. Das in Tel Aviv gegründete Haarpflegeunternehmen war in den vergangenen Jahren zunehmend in die Kritik geraten, weil die Partnerschaft für viele im Widerspruch zum Neutralitätsanspruch des Wettbewerbs stand. Auch die charakteristische türkise Farbe des roten Teppichs bei den ESC-Eröffnungszeremonien stammten wohl von Moroccanoil. Beides fällt nun weg.

Im selben Brief gehen die EBU-Chefs auch auf das Problem des geopolitisch motivierten Votings ein. Die Formulierung ist dabei erstaunlich offen: Auch ohne große bezahlte Kampagnen und mit einem Abstimmungssystem, für das man bürgen könne, sei deutlich geworden, dass das aktuelle geopolitische Klima Stimmen auf bestimmte Künstler lenke, und zwar aus Gründen, die wenig mit deren Auftritt zu tun hätten. Das sei in der Geschichte des ESC nicht neu, aber diesmal sei es „anhaltend“ und „für viele zutiefst besorgniserregend“.

Daher will die EBU das Publikumsvoting nun komplett ins Internet verlagern und verpflichtend machen, dass Zuschauer für mehr als einen Beitrag stimmen, zum Beispiel für ihre drei Favoriten. Mit Telefon- und SMS-Abstimmungen kann eine solche Mehrfachstimmpflicht technisch nicht umgesetzt werden. Die EBU prüfe deshalb bereits die Gesetzeslage in den teilnehmenden Ländern und hoffe, die Umstellung bis 2027 abzuschließen. Die Veränderungen sollen laut dem Brief das Engagement und die Bereitschaft zum Abstimmen erhöhen und gleichzeitig den Effekt mobilisierter Blockabstimmungen abschwächen, ohne Fairness oder Vertrauen zu gefährden. Einen ersten Vorgeschmack auf das neue System lieferte vor ein paar Tagen ein nationaler Vorentscheid für den ESC Asia 2026: Bei Rhythm of Bhutan mussten die Zuschauer ihre acht kostenlosen Stimmen auf mindestens drei verschiedene Songs verteilen.

Bereits am Dienstag hatte die EBU die überarbeiteten Regularien für den ESC 2027 veröffentlicht. Darin heißt es: Ein siegreicher Sender ist nicht automatisch berechtigt, den Wettbewerb auszurichten, wenn in seinem Land ein bewaffneter Konflikt, eine sensible geopolitische Situation oder eine andere Lage besteht, die die Sicherheit und Stabilität des Staates oder der unmittelbaren Region wesentlich beeinträchtigt. Einerseits gibt die EBU hier dem Vorgehen nach dem ukrainischen ESC-Sieg 2022 und der Austragung des Wettbewerbs 2023 in Liverpool einen rechtlichen Rahmen. Die Regel hätte aber auch für den möglichen Fall eines israelischen Sieges direkte Auswirkungen: Solange der Nahostkonflikt andauert, wäre eine Austragung in Israel ausgeschlossen.

Keine dieser drei Maßnahmen erfüllt die zentrale Forderung der ESC-Boykott-Länder in diesem Jahr: den Ausschluss Israels vom Wettbewerb. Die Position der EBU ist hier offenbar unverändert. Der israelische Sender KAN ist regierungsfern, berichtet kritisch und kann nicht für die Politik seiner Regierung verantwortlich gemacht werden. Doch in der Summe nehmen die Änderungen erstaunlich viele der Kritikpunkte auf, die zum Boykott von Spanien & Co. geführt haben. Sie können also als Handreichung verstanden werden.

Und sie werden zu einem sehr guten Zeitpunkt kommuniziert: weder Spanien, die Niederlande, Irland, Slowenien noch Island haben bisher offiziell bekanntgegeben, ob sie auch dem ESC 2027 fernbleiben wollen. Auch in Belgien wird diese Frage diskutiert. Die in den letzten Tagen veröffentlichten Maßnahmen könnten einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Entscheidung in den genannten Ländern haben – und zwar pro ESC-Teilnahme.

Wie bewertest Du die jüngsten Entwicklungen? Sind Moroccanoil-Aus, Hosting-Verbot und die geplante Voting-Reform bewusste Signale der EBU an Spanien und Co.? Und wie findest Du es, dass möglicherweise nur noch online beim ESC gevotet werden kann? Lass es uns in den Kommentaren wissen!



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69 Comments
ESC1994
ESC1994
1 Tag zuvor

Ich hoffe mal in den Kommentaren bleibt es zivilisiert. 😐

Edit: Erster!! 🥳

Last edited 1 Tag zuvor by ESC1994
marcelK
marcelK
1 Tag zuvor
Reply to  ESC1994

Hoffe ich auch

Marko +++
Marko +++
1 Tag zuvor
Reply to  ESC1994

Einfach gewisse Kommentaren überspringen. Gratuliere zu deinen Platz ganz oben 😉

Matty
Matty
1 Tag zuvor
Reply to  ESC1994

Leider nicht, Störinger macht mal wieder Stunk und beweist mal wieder, was für ein Antisemit er ist!

ESC1994
ESC1994
1 Tag zuvor
Reply to  Matty

Sorry, aber mit deinen Kommentaren gegen Spanien hast du nicht gerade zur Deeskalation beigetragen!! 🙄

Musicat
Musicat
1 Tag zuvor
Reply to  ESC1994

Leute… Fokussiert euch einfach mal auf was anderes, z. B. Schwimm- oder Leichtathletik-EM. Das ist nur alle zwei Jahre und Deutschland schneidet dort besser ab. 😁🙄

Matty
Matty
1 Tag zuvor
Reply to  Musicat

Dafür haben wir Sam1.

Karsten K.
Karsten K.
1 Tag zuvor

Endlich keinen türkisen Teppich mehr

RootingForTheUnderdogs
RootingForTheUnderdogs
1 Tag zuvor
Reply to  Karsten K.

Ich mochte den türkisen Teppich! Hoffentlich wird er jetzt nicht beige oder grau.

elkracho
Mitglied
elkracho
23 Stunden zuvor

Königsblau wäre eine schöne Farbe.

Dunefan5000
Dunefan5000
8 Stunden zuvor

Würde ein Regenbogenteppich nicht besser passen?

Jeany
Jeany
14 Stunden zuvor
Reply to  Karsten K.

Ein goldener Teppich wäre doch mal was.

Holgivision
Mitglied
Holgivision
14 Stunden zuvor
Reply to  Karsten K.

Ich wär für Grün

Jorge
Jorge
1 Tag zuvor

„Daher will die EBU das Publikumsvoting nun komplett ins Internet verlagern und verpflichtend machen, dass Zuschauer für mehr als einen Beitrag stimmen, zum Beispiel für ihre drei Favoriten.“

Das größte faule Ei, das die EBU dem ESC in’s Nest setzen kann, wenn man die Basis der Voter verkleinert und nur „registrierte“ Interessierte zum Voting bewegt. Das Gegenteil von Reichweite!

ESC1994
ESC1994
1 Tag zuvor
Reply to  Jorge

Das sehe ich auch kritisch, dadurch wird das Voting noch mehr von einer kleinen Bubble dominiert.

Bine Die gelb ist
Bine Die gelb ist
1 Tag zuvor
Reply to  Jorge

Man muss sich nicht vorher registrieren. Klar, man braucht eine e-Mail-Adresse. Aber man kann ganz spontan und kostenlos voten. Habe ich am Dienstag beim Vorentscheid von Bhutan auch gemacht.

Prometheus
Prometheus
1 Tag zuvor
Reply to  Jorge

Die bei der EBU werden schon mehr als nur 5 Minuten darüber nachgedacht haben und Pro/Contra abgewogen haben.

Es steht ja auch dort, dass man erstmal die gesetzliche Lage in allen teilnehmenden Ländern prüfen wird, ob das so auch überhaupt möglich ist. Ich mache mir da aber keine Sorgen.

Es ist ja nichts in Stein gemeißelt. Man macht das jetzt erstmal ein Jahr lang so und dann wird man in der Nachbetrachtung schauen, ob es positive oder negative Effekte hatte und dann wird man die notwendigen Schlüsse daraus ziehen. 2028 wird es dann vielleicht wieder anders sein.

Ich finde jedenfalls gut, dass etwas gemacht wird und nicht alles so starr fixiert ist.

Holgivision
Mitglied
Holgivision
14 Stunden zuvor
Reply to  Prometheus

Als Kompromiss kann ich mir auch vorstellen, dass das Publikumsergebnis zu 50% Aus Televote und zu 50% aus Online Vote zusammengesetzt wird in der Zukunft

ESC Jul
ESC Jul
11 Stunden zuvor
Reply to  Holgivision

Kann ich mir auch vorstellen

Karsten K.
Karsten K.
22 Stunden zuvor
Reply to  Jorge

Aber wenn man sieht wie wenig in manchen Ländern noch per televote abgestimmt wird war es eh eine Frage der Zeit bis man das ändern musste

lasse braun 🏴‍☠️🪓
lasse braun 🏴‍☠️🪓
22 Stunden zuvor
Reply to  Jorge

maximale zustimmung – die spinnen,die EBUs! 🥴

💪 Jakub 🇮🇱 dances אנה פרנק 🌪️ 🌅 💎
💪 Jakub 🇮🇱 dances אנה פרנק 🌪️ 🌅 💎
1 Tag zuvor

Ich bin mir sicher, die getroffenen Maßnahmen werden die Lage der Palästinenser wesentlich verbessern und freue mich insofern schon auf die Statements der fünf Fernsehanstalten, mit denen sie ihre Rückkehr zum ESC begründen … 🤗

🙄

Matty
Matty
1 Tag zuvor

Die EBU wird definitiv einen neuen Hauptsponsor für den ESC finden. Zudem wäre die Einführung des Onlinevotings ein Fortschritt, denn bereits beim ESC wird das Verfahren angewendet. Damit sollten zumindest die drei Abtrünnigen Niederlande und Island (übertrugen den ESC live) und Slowenien (die Nichtübertragung des ESC hat dort zu heftigen Beschwerden bei RTVSLO geführt) zufriedengestellt sein und nächstes Jahr zurückkehren. Bei den für ihre aggressive Rhetorik bekannten Ländern Spanien (RTVE) und Irland (RTE) dürfte das wie Teflon abperlen und ein erneutes Fernbleiben nach sich ziehen.

Tim S.
Tim S.
1 Tag zuvor

Was!? Ok, das mit Moroccanoil, das kommt überraschend.

Peter Schlüter
Peter Schlüter
1 Tag zuvor

Ich finde die Ansätze nachvollziehbar und wie immer ist nichts in Stein gemeißelt. Auch ein neuer Votingansatz ist nachvollziehbar… und wo wird sonst noch per Anruf oder SMS abgestimmt… da fällt mir wenig ein … kennen noch die Vorentscheide mit senden einer Postkarte 😂😂😂 …. Austesten ist auf jeden Fall gut …. und Veränderung auch …. Als Nächstes weg von 12 Punkte System- dann wäre ich Top zufrieden 😀

Anmey
Anmey
1 Tag zuvor

Diese Moroccanoil-Sache wird mir allgemein viel zu hoch gehängt. Und wie man auf die Idee kommt, dass es eine gute Idee wäre, die Publikumsbeteiligung beim Voting massiv einzuschränken, ist mir völlig schleierhaft. Das ist doch das Gegenteil von dem, was in der Medienwelt momentan angesagt ist. Da haben einige Sender dem ESC in ihrem Zorn über die israelischen Televotingergebnisse leider einen enormen Bärendienst erwiesen.

lekristo
Mitglied
lekristo
1 Tag zuvor

Das neue Votingsystem sehe ich äußerst kritisch. Auch hier könnte einfach „manipuliert“ werden. Die Votings für die Plätze 2 und 3 gehen einfach an Länder, bei denen aufgrund des Liedes bzw. des Auftritts klar ist, dass sie nicht gut abschneiden werden… und schwupps, macht man das Feld für den eigenen Favoriten frei.

Prometheus
Prometheus
1 Tag zuvor
Reply to  lekristo

War das beim Bhutan-Vorentscheid denn so? Ich hab mich damit nicht beschäftigt, da mich der Asien Song Contest nicht interessiert.

marcelK
marcelK
1 Tag zuvor
Reply to  Prometheus

Ja war es du hast 8 stimmen die du auf drei favoriten verteilen musstest e-mail adresse eingeben und abschicken. Du konntest noch stimmen kaufen 10 stimmen für 8 dollar oder so

Prometheus
Prometheus
1 Tag zuvor
Reply to  marcelK

Aber haben dadurch denn Acts profitiert, von denen klar war, dass sie nicht gut abschneiden würden, um die Konkurrenz zu schwächen

marcelK
marcelK
1 Tag zuvor
Reply to  Prometheus

Keine Ahnung wir kennen die zahlen ja nicht

Oltomm
Oltomm
1 Tag zuvor
Reply to  lekristo

Die italienische Jury ist Profi in diesem System

roxy
roxy
5 Stunden zuvor
Reply to  lekristo

Die meisten Leute denken doch nicht so bösartig wie du. Und selbst wenn das alle für ihren Favoriten (das wären dann ja viele verschiedene) machen würden, würde sich das am Ende wieder ausgleichen.

Timo1986
Timo1986
1 Tag zuvor

Ich als „emotionaler Italiener“ sage, dass Italien beim ESC auch weiterhin am Ende in der Top 5 landen wird, egal mit welchem Voting-System. 😀

Einfach deswegen, weil Italien immer gute Canzoni zum ESC schickt. 😀

Marc Störinger
Marc Störinger
1 Tag zuvor

Endliiiiiich🫶🫶🫶DANKEEEEE. Die besten News. Und einen Schritt näher Israel auch rauszuhauen🥳🥳🥳

Marc Störinger
Marc Störinger
1 Tag zuvor

Wie wärs mit L’Oreal??? Das beste Gegenstück und viel erfolgreicher. Aber auch Samsung, oder Adidas wären mega.

Mario
Mario
1 Tag zuvor

Die berechtigten, seit Jahren sachlich sehr stichhaltigen Kritikpunkte RTVSLOs sind damit en gros erfüllt. Ich rechne also mit einer Rückkehr Sloweniens und dem Bröckeln der Boykott-Five.

ESC1994
ESC1994
1 Tag zuvor

Frage: Nutzt Australien nicht schon seit einigen Jahren Online-Voting??

RichardESC1997
RichardESC1997
1 Tag zuvor

Ich hoffe einfach, dass alle 5 zurück kommen. Ich habe Irland, Island, die Niederlande, Slowenien und Spanien schon sehr vermisst.🙏

Marko +++
Marko +++
1 Tag zuvor

Moroccanoil
Wenn Sponsoren von sich aus kündigen, heißt das nur, dass es keinen Mehrwert mehr hat oder mehr Nach- als Vorteile.
Erwähnenswert ist nur, dass der Hauptsitz nach New York verlegt wurde, damit die Firma mehr amerikanisch als israelisch wirkt.

Voting 1
Sehr auffällig dass der Brief nach der schwedische Presse weitergeleitet wurde. Bei SVT muss es jemanden geben, die nicht ganz einverstanden ist.

Voting 2
Nicht im Artikel oben: nach Wien 2026 gab es einen Fan-Umfrage, wo auch das Abstimmen ein Thema war. Die Ergebnisse haben die Entwicklung beschleunigt.

Voting 3
New York Times hatte ein Artikel über das Voting in Spanien mit der Fazit, dass es Kinderspiel ist das Voting zu beeinflussen.
Dieses Jahr hat Once, ehem. Digame, mehr Voting-Daten gespeichert als in 2024 oder 2025, damit auffälliges Abstimmungsverhalten nach zu weisen ist.
Letztens musste die EBU dieses Jahr Israel erneut erinnern an das Werbung-Verbot.
Offenbar sind die Analysen und den Vorfall Anlass das Televoting grundlegend zu ändern.

Die Gedanke, dass diese Änderungen eine Handreichung sind, ist schlicht und einfach Spekulation. Viel mehr geht es darum den ESC eine sichere Zukunft zu geben, unabhängig von der Frage welche Länder teilnehmen oder nicht.

ESCFan2009
ESCFan2009
1 Tag zuvor

Oh nein, die EBU beweist ein kleines bisschen Rückgrat! Jetzt muss ich den Sekt aus dem Kühlschrank holen, der eigentlich für den besonderen Tag von Donald dort liegt und schon für Masken-Jens ausgetauscht werden musste 😄

Stephan
Stephan
1 Tag zuvor

Wird der Teppich jetzt schwarz, weiß, grün und rot? Wie weit will man den Antisemiten noch entgegen kommen? Wie sehen eigentlich die Verträge mit Morocanoil aus? Gibt’s ne Ausstiegsklausel? Muss die EBU Strafe zahlen, wenn sie vorzeitig aussteigt?

Das sind keine guten Nachrichten.

Anmey
Anmey
23 Stunden zuvor
Reply to  Stephan

Der Vertrag ist ausgelaufen und von Moroccanoil nicht verlängert worden.

Rouven
Rouven
23 Stunden zuvor

Super zusammengefasst und auf den Punkt gebracht!

Ich teile die Deutung als Handreichen und hoffe, dass es Erfolg haben wird. Wenn nicht, kann man den entsprechenden Ländern/Sendern auch nicht mehr helfen…

Tobiz
Mitglied
Tobiz
23 Stunden zuvor

Die bei der EBU sind offenbar alles Antisemiten.

Frank B.
Frank B.
10 Stunden zuvor
Reply to  Tobiz

Keine Ahnung, ob das jetzt Sarkasmus war.

Falls nein: Wer die Teilnahme von KAN Jahr für Jahr aufs Neue verteidigt und dafür Streit mit zig anderen Mitgliedern in Kauf nimmt (offenbar auch für 2027!), dem kann man nur sehr schwer vorwerfen, als hätten sie einen generellen Hass auf alles Jüdische.

Tobiz
Mitglied
Tobiz
3 Stunden zuvor
Reply to  Frank B.

Das ist offensichtlich Sarkasmus.

MeineSchiffe
MeineSchiffe
22 Stunden zuvor

Wieder viel Politik und meckern.

lasse braun 🏴‍☠️🪓
lasse braun 🏴‍☠️🪓
22 Stunden zuvor

„…sei deutlich geworden, dass das aktuelle geopolitische Klima Stimmen auf bestimmte Künstler lenke, und zwar aus Gründen, die wenig mit deren Auftritt zu tun hätten.“

also war bei bangaranga dann doch nicht alles koscher oder wie darf ich die EBU hier verstehen? 🤡
(der kerl aus israel hat doch zumindest alle geschlechtsgenossen klar unter den tisch gesungen oder nicht?)

Last edited 22 Stunden zuvor by lasse braun 🏴‍☠️🪓
Heike
Heike
18 Stunden zuvor

Das ist ja mal wischiwaschi. Sensible Lagen gibt es auch in Spanien und anderen Ländern des ESC. Stichwort Ceuta oder Gangmorde in Schweden. Island, Italien und Griechenland sind seismische Gefahrenkandidaten usw.

Frank B.
Frank B.
9 Stunden zuvor
Reply to  Heike

Natürlich ist das wischiwaschi. Am Ende geht es darum einen Paragraphen zu schaffen, um die Basis für Einzelfallentscheidungen zu haben.

Die Ukraine 2022 hat sich nicht gewehrt, weil sie selber wussten, dass es unmöglich war.
Bei anderen potenziellen Problem-Kandidaten (nicht nur Israel, z.B. auch Armenien) würde ich auf diese Einsicht nicht setzen. Wenn die juristisch eine Ausrichtung durchsetzen wollten, hat man eine Regelung zur Hand, mit der man die Entscheidung begründen kann).

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
7 Stunden zuvor
Reply to  Heike

Stichwort Ceuta

Aha. Da ist jemand der rechten Propaganda auf den Leim gegangen …

floppy1992
Mitglied
floppy1992
13 Stunden zuvor

Da muss die Registrierung aber ganz schnell und unkompliziertzu machen sein, sonst stimmt in Zukunft wirklich nur noch die Hardcore-Bubble ab. Am besten wäre natürlich, wenn man alternativ auch über eine personalisierte App voten könnte, aber das wird sicher zusätzlich kommen.
Lieber wäre mir, das ganze über zwei oder drei Jahre erstmal mit 50/50 Televoting (gerne auch mit weiter reduzierten Stimmen pro Anschluss)/Online zu testen, abrauchende Server kennen wir ja schon gut aus VEs.
Natürlich stellt sich bei kostenloser Online-Abstimmung auch die Frage, wie man zuverlässig VPN-Stimmen fürs eigene Land verhindern will.
Die Lösung, es zu erlauben, alle zu einem Voting zusammenfließen zu lassen und einen ominösen Ausgleichs-Algoritmus zwischenzuschalten wie beim JESC halte ich für den ESC nicht wirklich für geeignet, da dort nochmal ein ganz anderes Mobilisierungspotential dahintersteckt und es erst recht Manipulationsvorwürfen Tür und Tor öffnet.

Thomas K
Thomas K
12 Stunden zuvor

Gefällt mir erstmal gut. Das Voting anzupassen und weg von Telefon- und SMS-Voting weg zu kommen ist für mich ein wichtiger Schritt. wenigstens sollte man das probieren. Auch dass man mehrere Stimmen vergeben muss find ich erstmal absolut sinnvoll. Vor Monaten habe ich das bezüglich des deutschen Finales schon erwähnt und das für angebracht befunden um Acts mit großer Fanbase ein wenig was entgegen zu setzen. Man muss den Menschen auch mal zutrauen sich an an ein paar Veränderungen zu gewöhnen.

AlexESC
AlexESC
11 Stunden zuvor

Ich hätte kein Problem damit gehabt, dass Moroccanoil weiterhin Sponsor beim ESC wäre. Dies sollte auch für ESC-Fans, aller Nationen, kein Problem darstellen und ich glaube so eine große Diskussion hat es hier auch nicht gegeben.

Ansonsten bin ich mit den Änderungsregeln einverstanden. Ich würde halt, was ich bereits seit rund zwei Jahren vorschlage, das Voting auch noch in eine App verlegen, da dies allgemein einfach sicherer ist als auf einer Webseite im Browser. Dies ist auch ein Grund, weshalb die großen Streamingunternehmen die höchste Qualität, von z.B. einem Film, nur in den Apps anbieten und nicht in der Browserversion.

floppy1992
Mitglied
floppy1992
11 Stunden zuvor
Reply to  AlexESC

Eine App könnte man auch gut direkt an die Telefonnummer knüpfen und damit das Land eindeutig zuordnen

Frank B.
Frank B.
9 Stunden zuvor
Reply to  AlexESC

Hier auf ESCK war Maroccanoil zum Glück wirklich nie ein großes Thema. Auf anderen Plattformen (YouTube, Insta, X/Twitter,…) ging es da schon ganz anders her.

Dunefan5000
Dunefan5000
8 Stunden zuvor

Die Regelung bezüglich des Hostcountrys ist überfällig. Es gibt ja einige Konflikte in ESC-Laendern. Einen speziellen Bezug zu Israel sehe ich da nicht. Die Boykottlaender sollten nur unter der Bedingung zurückkehren dürfen, wenn sie sich schriftlich dazu verpflichten jegliche kritische Äußerung zu Israel während des ESCs zu unterlassen.

MeineSchiffe
MeineSchiffe
7 Stunden zuvor
Reply to  Dunefan5000

Bei Deutschland wird auch immer gemeckert. Das sollte auch verboten sein!

Bosch
Bosch
7 Stunden zuvor
Reply to  Dunefan5000

Meinungsfreiheit wird eh überbewertet…😉

Gaby L
Gaby L
7 Stunden zuvor

Ist ja völlig logisch, dass man keinen ESC in einem Land veranstalten kann, in dem Krieg herrscht. Sicherheit geht auf jeden Fall immer vor.

Matty
Matty
7 Stunden zuvor

Island wird sich im Herbst entschieden, ob es zum ESC zurückkehren wird:

https://escspot.pl/2026/08/14/islandia-eurowizja-2027-decyzja-jesien/

Ruth-Hatiçe Schmitz
Ruth-Hatiçe Schmitz
7 Stunden zuvor

Ich hab schon wieder Hämorrhoiden.

c.c.gr
c.c.gr
6 Stunden zuvor

Warum es dazu gekommen ist und ob davon irgendein Boykott-Land zur erneuten Teilnahme bewegt werden kann – keine Ahnung.
Aber ich finde die Neuerungen allesamt gut 👍🏼

roxy
roxy
5 Stunden zuvor

Das finde ich alles gut. Hoffentlich lässt sich das mit dem Voting auch in allen Ländern umsetzen. Wie manche Länder reagieren, wenn sie keine Einnahmen mehr aus dem Televoting lukrieren, ist die Frage.
Ich glaube nicht, dass das Spanien, Irland und Island besänftigen wird. Bei den Niederlanden und Slowenien rechne ich schon mit einer Rückkehr.

Last edited 5 Stunden zuvor by roxy