
In der TikTok-Sprache würde man die Ereignisse des letzten Freitags wohl „mother is back“ nennen. Denn die zweifache schwedische Siegerin des Eurovision Song Contests (2012 mit „Euphoria“ und 2023 mit „Tattoo“) hat ihr neues und damit drittes Studioalbum am vergangenen Freitag veröffentlicht. Das Album heißt „Wildfire“ und enthält unter anderem auch den ESC-Siegertitel „Tattoo“.
Loreen ist mittlerweile in der ESC-Welt und auch darüber hinaus ein etablierter Name. Der große internationale Durchbruch gelang der Schwedin 2012 mit „Euphoria“ beim Eurovision Song Contest in Baku: Mit 372 Punkten siegte sie, toppte Charts in dutzenden Ländern, verkaufte Millionen Singles und etablierte sich als Pop-Ikone. 2011 verpasste sie noch den ESC mit dem Titel „My Heart Is Refusing Me“; doch 2012 folgte das Album „Heal“ mit Hits wie „Sober und“ „Crying Out Your Name“, gefüllt mit Dance-Pop und emotionaler Tiefe. 2017 kam dann das nächste Album „Ride“, doch Loreen pausierte anschließend für persönliche Reflexion.
Ihr Comeback krönte 2023 der zweite ESC-Sieg in Liverpool mit „Tattoo“. Sie wurde die erste Frau mit zwei Siegen bei dem Wettbewerb (neben Johnny Logan für Irland). Mit über einer Milliarde Spotify-Streams von ihren Siegertracks konnte sich die Sängerin endgültig in der Popwelt etablieren.
Nach über fast einer Dekade ohne Album kam dann im Januar die Nachricht: ESC-Siegerin Loreen meldet sich mit dem neuen Album „Wildfire“ zurück und veröffentlichte daraus auch die erste neue Single: „Feels Like Heaven“ (einen Track, den die Bloggerin hinter diesem Artikel übrigens sehr, sehr gut findet). In der Promozeit des Albums griff die Künstlerin auch auf, dass sie im Slang „Mother“ genannt wird, und unter dem Slogan „mother is coming“ tauchten Projektionen in mehreren europäischen Metropolen auf, darunter auch in Berlin.
Zudem nutze Loreen auch die französische TV-Sendung Star Academy (und RuPaul’s Drag Race UK) als Promo-Möglichkeit und damit auch erste Einblicke der 2026-Loreen:
Nun ist das genrefluide Album also veröffentlicht. Es enthält Balladen („Where Do We Go From Here?“), Electronica („Can’t Pull Me Down“) sowie tanzbare, euphorische Nummern („Melt“) und zeigt Loreens Bandbreite als Künstlerin, die mehr als Europop kann.
Loreen selbst sagt über das Album:
„Dieses Album handelt von Wahrheit – der Art von Wahrheit, die du findest, wenn du aufhörst, vor dir selbst wegzulaufen. Es geht darum, sich den Anteilen in dir zu stellen, die sich unangenehm anfühlen: dem Chaos, der Zerstörung – und zu begreifen, dass all das einen Sinn hat. Es liegt Kraft darin, sich hinzugeben, Dinge zerbrechen zu lassen, damit etwas Neues entstehen kann. Für mich ist ‚Wildfire‘ genau diese Transformation: Verletzlichkeit, Stärke, alles, was ich bin. Ich wollte etwas erschaffen, das nicht nur schön klingt, sondern ehrlich ist – etwas, das dich innerlich bewegt und etwas Tieferes in dir weckt.“
Insgesamt ist das neue Album nach einem ersten Durchhören eher künstlerisch als Mainstream und eine musikalische Reise – fraglich, ob sich daraus große Chartplatzierungen ergeben werden.
Album-Tracklist „Wildfire“:
- Where Do We Go From Here
- Feels Like Heaven
- Weapons
- Is It Love
- Can’t Pull Me Down
- Melt
- Wildfire
- Coming Close
- Set Me Free
- Tattoo
Neben dem Album dürfen sich Loreen-Fans auch auf die Tour der Künstlerin freuen. Diese startet am 22. September 2026 in Dublins National Stadium und endet am 6. Oktober im Amsterdamer Paradiso. Tickets gibt es seit März über loreenofficial.com.
In Deutschland wird „Mother“ im Herbst unterwegs sein: am 28.09. in Köln, am 02.10. in Berlin und am 05.10. in Hamburg.
Hast Du schon in das neue Album reingehört? Wie gefällt Dir das Projekt? Lass es uns in den Kommentaren wissen!
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