
Der ORF hat weitere Details zum Showkonzept des Eurovision Song Contest in Wien veröffentlicht – und setzt dabei sichtbar auf eine Mischung aus Nostalgie, Selbstironie und großen Bildern. Vom ersten Semifinale bis zum Finale zieht sich das 70-jährige Jubiläum des Wettbewerbs als roter Faden durch alle Shows. Neben bekannten Gesichtern und neuen Songs spielen auch wiederkehrende Showelemente und musikalische Rückblicke eine zentrale Rolle. Besonders interessant: Viele Acts greifen ikonische ESC-Momente auf und interpretieren sie neu. Gleichzeitig soll auch der Humor nicht zu kurz kommen. Neben den Künstler*innen auf dem Aufmacherbild sollen auch Verka Serduchka, Erika Vikman, Lordi und Il Volo Auftritte haben.
Das erste Semifinale startet mit dem Opening Act „70 Years of Love“, einer filmischen Zeitreise durch sieben Jahrzehnte Eurovision-Geschichte. Anschließend eröffnet ein 70-köpfiger Chor die Show mit einer Hommage an den ESC-Klassiker „L’amour est bleu“, der 1967 in der Wiener Hofburg beim Wettbewerb vertreten war. Mit einem augenzwinkernden Interval Act widmen sich die Moderator*innen Victoria Swarovski und Michael Ostrowski gemeinsam mit dem „Milkshake Man“ Go-Jo, dem australischen Teilnehmer des Vorjahres, der Frage, wie man Austria und Australia voneinander unterscheidet.
Das zweite Semifinale eröffnet das Moderationsduo mit einer selbstironischen Performance des Siegerlieds von 2025, „Wasted Love“ von JJ. Im späteren Interval Act präsentiert JJ außerdem einen neuen Song.
Eine besondere Rolle übernimmt das ORF Radio-Symphonieorchester Wien, das zahlreiche musikalische Beiträge für die Show eingespielt hat und auch im Finale auf der Bühne zu sehen sein wird.
Der Opening Act des Finales erzählt die Reise des kleinen Papierboots, das ursprünglich Teil von JJs Siegerperformance im Vorjahr war und nun seinen Weg von der Schweiz über Rhein und Donau bis nach Wien findet. In der Eröffnungsnummer „The Queen of the Night“ verbindet JJ seine außergewöhnliche Stimme mit musikalischen Elementen aus der Welt von Mozart und seiner eigenen Musik, während gleichzeitig die 25 Finalisten und Finalistinnen in die Wiener Stadthalle einziehen.
Während der Voting-Pause folgen drei hochkarätige Interval Acts: In „Celebration!“ präsentieren Eurovision-Allstars wie Verka Serduchka, Erika Vikman, Lordi und Il Volo legendäre Songs aus sieben Jahrzehnten in neuen Versionen. Anschließend bringt Electroswing-Ikone Parov Stelar mit seinem charakteristischen Sound die Halle zum Tanzen. Den musikalischen Übergang zum Voting-Finale gestaltet Cesár Sampson mit einer Soul-Version von Billy Joels „Vienna“.
Im Grand Final liefern sich Victoria Swarovski und Michael Ostrowski auch eine Wette, wer es schafft, möglichst viele Titel früherer Eurovision-Siegersongs beiläufig in die Moderation einzubauen. Zusätzlich sorgen wiederkehrende Showelemente für Unterhaltung: „Professor Eurovision“ beantwortet in allen drei Shows ungewöhnliche Fragen rund um den Wettbewerb, während Michael Ostrowski im „Eurovision Quiz“ das Wissen von Kandidatinnen und Kandidaten mit überraschenden Ausschnitten aus 69 ESC-Shows testet.
Das sagen die ORF-Führungskräfte zu den Planungen für den ESC in Wien:
Interimistische ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher:
„Ich freue mich sehr darüber, dass die Vorbereitungen für den Eurovision Song Contest kurz vor dem Einzug in die Wiener Stadthalle absolut im Zeitplan liegen und wir nun auch unsere Show-Elemente präsentieren konnten. Ich bin überzeugt davon, dass wir neun außergewöhnliche Shows – davon drei TV-Live-Shows – auf die Bühne bringen werden und dem 70. Jubiläum des größten TV-Unterhaltungsevents der Welt damit mehr als gerecht werden können.“
ORF-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz:
„Es ist wunderschön zu sehen, wie aus ersten Ideen und kreativen Brainstormings nun konkrete Showelemente für den Eurovision Song Contest in Wien entstehen und alles Schritt für Schritt Gestalt annimmt. Ich freue mich auf ein großes Fest zum 70-jährigen Jubiläum, das ganz unter dem Motto ‚The Big Show!‘ steht. Ich verspreche ein großes Fest für Österreich, Europa und die ganze Welt.“
ESC-Executive Producer Michael Krön:
„Beim Head-of-Delegation-Meeting haben wir zum Beginn dieser Woche allen teilnehmenden Nationen den aktuellen Vorbereitungsstand präsentiert. Es freut mich, dass wir sehr viele zufriedene Gesichter im Raum hatten und unsere Pläne sehr gut angekommen sind. Das gilt auch für unser neues Maskottchen Auri, das die Herzlichkeit und Offenheit des ESC nach Wien und in die Welt hinaustragen wird.“
Wie gefallen Dir die Planungen für die Opening- und Interval-Acts beim ESC in Wien? Was hat Dich überrascht? Und fehlt Dir etwas? Lass es uns in den Kommentaren wissen!
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