
Heute war es soweit: Österreichs ESC-Vertreterin Kaleen stand zum ersten Mal auf der Bühne in Malmö und hat ihren Auftritt für den Eurovision Song Contest 2024 geprobt. Wie schätzen Fans und Journanlist*innen die Inszenierung zu „We Will Rave“ auf Basis der Probeneindrücke via Live-Blog, Fotos und Videos ein? Wir haben eine kleine Umfrage gemacht und präsentieren Euch hier die unterschiedlichen Eindrücke.
René Ach, PULS24-Moderator, Österreich:
„Kaleen zeigt mit dieser ersten Probe – sofern wir es bisher sehen können – genau ihr Stärke: Das Performen! Wir wissen, dass sie nicht die allerstärkste Sängerin des Jahres ist, wir wissen aber auch, dass das auch nicht nötig ist, um erfolgreich zu sein. Was wir bisher aus ihrer Probe gehört haben, klingt mehr als nur solide.
Ihre Perfomance scheint jedenfalls exakt und perfekt choreografiert und gibt ‚Slomo‘-Vibes, nur moderner. Bin gespannt wie es letztendlich am Schirm klingt und aussieht, aber bisher bin ich begeistert. (Und Team fluffy coat!)“
Bernardo Pereira, wiwibloggs, Portugal:
„SVT hat gefragt: ‚Wie viele Strobo-Effekte?‘ Kaleen hat gesagt: ‚Ja.‘ Wie groß soll Deine Bühnenrequisite sein? Ja. Wie viele Hebungen und Splits wirst Du machen? Ja. Glitzer? Ja. Tänzerinnen und Tänzer in Masken? Darauf kannst Du wetten. Guilty Pleasure? Auf jeden Fall. Segelt sie ins Finale? 100%.“
Manuela Tiefnig, Journalistin, Österreich:
„Ich warte auf den Rave – und laut erster Probe wird der kommen. Kaleen sieht toll aus, das Bühnenbild mit den Tänzern ist stimmig. Stichwort Stimme: Auch die wirkt solide – ram di dam dam, wir sind hoffentlich save (im Finale)!“
Marcel Stober, ESC Update, Deutschland:
„Das haben wir doch schon einmal gesehen, oder? Ja, von den Bildern erinnert Österreich in diesem Jahr an andere Tanzsongs wie Zypern oder Malta. Eine Sängerin, die durch die Luft geschleudert wird, mehrere mehr oder weniger bekleidete Tänzer – das passt schon. Österreich hat aber im Vergleich zu den anderen genannten Ländern den besten Song – und Kaleen ist wahnsinnig talentiert. Wenn die Choreo auf den Punkt ist und auch die Kamerawinkel sitzen, dann wird ‚We Will Rave‘ ikonisch.“
Anne Im, „Ich will zum ESC!“-Teilnehmerin und ESC-kompakt-Reactions-Songcheckerin, Deutschland:
„So! Österreich scheint von den Prepartys gelernt zu haben und überlässt nun den Tänzer:innen den Hauptteil der Choreo, sodass Kaleen sich auf das Singen konzentrieren kann. Stimmlich finde ich es absolut ausreichend, wenn ich an andere Beiträge zurück denke. Visuell kommt der Tanzhit auf jeden Fall super rüber, das Outfit ist mir allerdings zu unspektakulär, ich kann diese Bodysuits absolut nicht mehr sehen! Malta präsentiert einen ähnlichen Song, gestaltet ihn für die Zuschauer:innen allerdings interessanter. Österreich könnte vielleicht mit einem schnellen Ende im Halbfinale schockieren. Ich hoffe, sie kommen dennoch in das Finale“
OLiver Lepold, freier Journalist, Ex-Prinz-ESC-Blogger, Deutschland:
„War klar: hier wird in erster Linie getanzt, gehoben (und geworfen?) und erst in zweiter Linie gesungen. Und ordentlich Lichteffekte werden auch aufgefahren, die Funktion des Pyramidengitters erschließt sich auf den Bildern nicht. Die farbarmen Kostüme finde ich zu betont cool, die Raver-Zielgruppe wird Kaleen wohl abholen, aber mich begeistert ein derart künstlich-übercooles Setting nicht. Ich sehe Österreich nicht sicher im Finale damit.“
Wie hat Euch die erste Probe von Österreich gefallen? Teilt Ihr die Einschätzungen unserer Expert*innen? Schreibt uns Eure Meinung gerne in die Kommentare.
Entdecke mehr von ESC kompakt
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.



Vom ersten Eindruck her hat Kaleen ordentlich geliefert.
Finale ist zu 99% sicher.
Ihr problem: sie ist in einem hauffen von acts, die plus/minus genau das gleiche machen, auch oder vor allem choreografisch. Trotzdem seh ich sie immer noch als klare qualifikantin
Wahnsinnig talentiert?
Ihr Outfit überrascht mich positiv: Mehr Glamour und weniger Nacktheit.
Find ich viel besser als ihre Garderobe bei den PreParties.
Generell staune ich, wie sich einige bei dem spärlich vorhandenen Material schon so eine klare Meinung bilden können. Wir kennen einige Fotos und diese gefallen mir gut. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Am Donnerstag gibt es dann TV- Bilder zu sehen. Mit Glück sind diese vielleicht 20sec lang. Dann kann man sich eher eine Meinung bilden.
Genau. Momentan ist alles noch Kaffeesatzleserei.
Aber man erkennt zumindest schon mal die Kaffee-Sorte;
ob Feine Milde, Jacobs-Krönung, Idee-Kaffee, Dallmayr Prodomo, Kaffee-Hag (Schonkaffee) oder wie hier Wiener Melange. 😉
Ich bin ganz bei OLiver, mich erreicht das nicht. Aber Kaleen und unseren österreichischen Nachbarn wünsch ich einen Finaleinzug und dort einen guten Platz
Interessant ist, dass die herablassenden Kommentare im Artikel hauptsächlich aus Deutschland kommen. Das hat immer so etwas überhebliches.
So wahr. Bei einem belanglosen Deutschen Beitrag wie von Isaak, (Odds Platz 25) auch sehr mutig 😀
Du kannst aber auch ganz gut einen herablassenden Kommentar schreiben. 😉
Naja, es muss schon irgendwo ein „Gleichgewicht“ haben, dieses überhebliche. 🙂 Wobei, es ist auch tatsächlich meine Meinung. Und alles andere ist ja auch Fakt, s. Odds.
Ich hab kein Problem damit, beiden gegenüber herablassend zu sein…
Wir sind aber auch unseren Beiträgen gegenüber meist kritisch.
Sorry, aber ich wüsste nicht, dass „unser“ Beitrag hier sonderlich gut wegkommt. Isaak muss einiges an Kritik aushalten…
Ach, ich mag den österreichischen Song irgendwie. Also, nichts, was ich mir in Dauerschleife anhören möchte, aber soweit ganz okay. Erinnert mich an die 90er Jahre, ich finde ja, es ist auch schwer, solch einen Dancefloor-Titel ansprechend auf die Bühne zu bringen. Und wenn ich mir die Bilder anschaue, macht sie es doch gut. Kaleen ist eine hübsche junge Frau und versteht zu performen. Allerdings ist sie auch nicht die allerbeste Sängerin, deshalb hatte ich ja auch die Befürchtung, dass sie dasselbe Schicksal ereilen könnte wie Pia Maria 2022. Da im Semi aber keine Jurys werten, könnte es für das Finale reichen.
Viel Glück.☘️
Man muss auch nicht die „allerbeste“ Sänger*In sein um den ESC zu wuppen. U.a. Lena hat es bewiesen. 😉 Ich wünsche Kaleen den Finaleinzug. Dann wird man weiter sehen.
Das kurze Video was ich heut gesehen habe, hat mich noch mehr überzeugt das es sehr wahrscheinlich fürs Finale reichen wird.
Der Body glitzert übrigens, was auf den Fotos kaum rüber kommt, deswegen wirkt er noch edler als ähnliche Outfits der Konkurrenz.
Gesanglich wird man wenig erwarten dürfen, aber wenn die Show passt bin ich zufrieden damit.
Ja, man sieht das nicht auf den Fotos. Für das Kostüm hat Swarovski 150.000 ihrer hochwertigsten Kristalle zur Verfügung gestellt laut dem PrivatTV Puls4
Diamonds are the girls best friends.
Die Frage was das Pyramidengitter soll kann ich beantworten. Laut ESCunited und wiwibloggs schießt es die Laserstrahlen ab.
Ich finde, dass sich das Staging von Kaleen klar unterscheidet von den anderen Tanzsongs. Der Song ist an sich auch viel stärker. Aber an den Fotos und in dem Snippet sieht man, dass Kaleen und ihr Team in drei Minuten sehr unterschiedliche Szenen erzeugen können. Das sorgt für Abwechslung und man bleibt als Zuschauer dran. Es ist insgesamt sehr cool aber auch irgendwie klassisch inszeniert. Nicht so billig wie bei den Pre-Partys. Damit sollte Österreich sicher ins Finale kommen. Ich glaube dort werden die Jurys gar nicht so schlecht bepunkten, ob dann so viele Leute anrufen, bezweifle ich aber. Das ist bei Österreich wie bei Deutschland immer fraglich.
Sie sieht sympathisch aus. Niedlich ist sie. Das war es auch schon. Ein abgestandener, billiger „Rave“-Song (ist das wirklich Rave?) mit einer „Inszenierung“ wie sie ausgelutschter kaum sein könnte. Dazu ein Livegesang, der leider eben genau durch die Stimmen vom Band noch schräger und nicht wirklich erträglich klingt.
Oben wurde es gesagt, es ist nicht mehr nötig gut singen zu können.
Ich würde gerne eine Petition unterschrieben, die diesem Trend mit einer EBU Regelung entgegenwirkt.
Aufgrund der KI-isierung glaube ich ohnehin, dass man mit erkennbar menschlichem Livegesang einem neuen Trend, der das Ehrliche und Warme wieder mehr wertschätzt, folgen würde.
Die EBU sollte überlegen, in welche Richtung sie möchten. Der ESC lebt von der Live Performance, wenn diese aber hauptsächlich Livetanz ist und der Rest zunehmend aus der Dose kommt, geht man keinen zukunftsorientierten Weg! Die Sehnsucht der Menschen nach Lebendigem nimmt nämlich trotz der Algorithmen-Manipulation zu.
Wie kommst du darauf? Kaleen singt den Song live, es gibt eine Backgroundsängerin, die auch live singt. Aufgezeichnete Backing Vocals gibt es nur in geringem Ausmaß, ähnlich wie im Vorjahr bei Teya und Salena.
@roxy: träum weiter…
Hör dir mal nur die ersten zwei Sekunden des Probensnippets an: so klänge sie live!
Das ist total übertrieben @ag9, dieses Video ist von der ersten In Ear Monitoring Probe und natürlich kann es da vorkommen, dass da was nicht stimmt. Man hört dann ja in den richtigen Probensnippes, dass der Gesang passt. Man kann auch wirklich alles auf die negative Waagschale legen.
Die Nummer hat Power sollte ganz weit vorne landen. Drücke die Daumen
Also das hämmert ganz schön, da geht die Post ab. Von den kurzen Ausschnitten gefällt mir das sehr gut.
Freu mich schon auf den ganzen Auftritt
Ich stimme Herrn Lepold ausdrücklich zu !“
Ach, der René Ach sehr sympathischer Moderator, den sehe und höre ich gerne zu.
Mir gefällt die Inszenierung, vielleicht ein paar Farbnuancen mehr.
Das Gesamtbild passt aber fürs erste.
Kaleen schwebt ins Finale und von dort in die Top 10. 😀