Peter Urban teilt weiter aus – nach Ikke Hüftgold jetzt gegen Jan Böhmermann

Bilder: NDR/Christian Spielmann; ZDF/Jens Koch

Er kann es nicht lassen: Eigentlich sollte sich der deutsche ESC-Kommentator Peter Urban aktuell auf sein 25-jähriges Jubiläum vorbereiten. Stattdessen zieht er für die Vermarktung seiner gerade erschienen Biografie von Redaktion zu Redaktion und äußert sich in Interviews despektierlich über andere Personen, die in Verbindung zum Eurovision Song Contest stehen. Das hat in den vergangenen Tagen schon zu Verwerfungen zwischen Ikke Hüftgold und dem NDR geführt. Peter Urbans neuestes Ziel: Österreichs neuer ESC-Kommentator Jan Böhmermann.

Kurzer Rückblick: Sowohl in einem Interview mit Promiflash als auch in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung hat Peter Urban über den Zweitplatzierten der vergangenen deutschen ESC-Vorentscheidung „Unser Lied für Liverpool“, Ikke Hüftgold, hergezogen. Wenige Tage später hat er im NDR-Podcast „ESC Update“ aber abgestritten, die veröffentlichten Aussagen so getätigt zu haben. Die beteiligten Medien haben ihre Berichterstattung gleichwohl nicht korrigiert, es steht also Aussage gegen Aussage.

Je nach Lesart hat sich nun entweder das nächste Medium gegen Peter Urban verschworen oder aber der Moderator sich ein neues Thema gesucht, mit dem er Schlagzeilen und damit Umsatz für sein Buch generieren kann. In einem Interview von ihm mit RTL geht es nun nämlich gegen Jan Böhmermann, der nicht nur heute Abend um 23 Uhr im ZDF eine neue Folge seines „ZDF Magazin Royale“ moderiert, sondern bekanntlich auch gemeinsam mit Olli Schulz in diesem Jahr das ESC-Finale für die ORF-Mediathek und den österreichischen Radiosender FM4 kommentiert.

t-online, das das Interview auch aufgreift, titelt „‚Albern und dämlich‘ – ESC-Legende teilt gegen Böhmermann aus“. In dem Artikel sind auch die zentralen Aussagen dokumentiert:

Über seine mögliche Nachfolge: „Olli Schulz ist ja wenigstens noch lustig. Jan Böhmermann finde ich zu verkniffen. Ich glaube, er hätte keinen Spaß an der Sache. Er würde alles nur niedermachen. Den ESC muss jemand kommentieren, der das Ganze mit dem nötigen Humor sieht, aber es dennoch mag.“

[…]

Über das Engagement der beiden in Österreich: „‚Das ist ein reiner PR-Gag der beiden und des Radiosenders, der nicht sonderlich beliebt ist und etwas Aufmerksamkeit gut gebrauchen kann.‘ Er sehe ‚Böhmermann und Schulz überhaupt nicht als Konkurrenz und nehme sie auch nicht ernst. Wenn ich schon deren Ankündigung höre, wird mir schlecht.‘ Damit dürfte er sich auf das Interview von Böhmermann mit dem Radiosender FM4 beziehen. Darin sagte er, er wolle Österreich fördern und ‚alle anderen Länder Europas standesgemäß […] demütigen, allen voran Deutschland‘. Urban findet das ‚albern und dämlich‘, sagt er.“

Nun lässt sich sicherlich bei einzelnen Aussage darüber streiten, wie schlimm es ist, so etwas über einen Kollegen zu sagen – auch wenn guter Stil sicherlich anders aussieht. Auf jeden Fall stellt sich aber die Frage, ob Peter Urban aus den vergangenen Tagen nichts gelernt hat. Viel eher hat es den Anschein, dass er gezielt auf ein großes Medienecho (das es nun bereits gibt) hinarbeitet und dabei auch wissentlich einen Kollateralschaden für seinen Arbeitgeber NDR in Kauf nimmt. Diesem dürfte es jedenfalls nicht Recht sein, dass das Thema nun in eine neue Runde geht – zumal Ikke Hüftgold ohnehin schon weitere Einlassungen angekündigt hat. Die Frage ist, ob der NDR hier irgendwann die Reißleine zieht.

Zum Thema geäußert hat sich nun übrigens auch „Unser Lied für Liverpool“-Teilnehmer Will Church in einem Video auf YouTube. Er analysiert das Statement von Ikke Hüftgold und auch die Reaktion des NDR in gewohnt nüchterner Art und Weise und gibt unaufgeregt und sachlich ein paar spannende Background-Einsichten. Ein wohltuender Zwischenruf.

Ich schließe mit einem Zitat aus meinem Artikel, den ich vor acht Tagen veröffentlicht habe. Steter Tropfen höhlt den Stein.

„Insgesamt bietet dieser Kleinkrieg zwischen Peter Urban und Ikke Hüftgold vielleicht dem Boulevard Futter und hält die beiden Protagonisten im Gespräch; dem Thema ESC erweist diese Posse bei den deutschen Musikfans aber einen Bärendienst – und das zwei Wochen vor Probenbeginn in Liverpool. Welche Auswirkungen das auf die Mission von Lord of the Lost haben kann, scheint den beiden trotz aller Sympathiebekundungen gegenüber der Band jedenfalls ziemlich egal zu sein. Bleibt zu hoffen, dass sowohl Peter Urban als auch Ikke Hüftgold nunmehr verbal abrüsten und das unwürdige Schauspiel bald ein Ende findet.“



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95 Comments
getlucky
getlucky
3 Jahre zuvor

Es sind immer die Leute, die Jan Böhmermanns Humor eben nicht verstehen, die am lautesten gegen ihn austeilen 🙄

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
3 Jahre zuvor
Reply to  getlucky

So würde ich das auch sehen….. Ist das wohl jetzt die „Rache des alten Mannes“, der extrem dünnhäutig reagiert ? Es fällt Urban jetzt alles vor die Füße, daß er unter anderem die wirklich schwachen deutschen Liedchen immer verteidigt hat anstatt beim NDR mehr Anstrengung zu fordern.

Ich bin eh schon längere Zeit raus – bei mir läuft der Livestream über Eurovision.tv nicht zum ersten Mal. Ich brauche Urban nicht und werde ihn künftig nicht vermissen.

ESC1994
ESC1994
3 Jahre zuvor

@Schlippschlapp71

Na ja, ich würde mich mit 28 jetzt nicht als „alt“ bezeichnen und kann mit Böhmermann gar nichts anfangen.

pasi2805
3 Jahre zuvor

Er wurde bestimmt wieder nur falsch zitiert.

„Ich glaube, er hätte keinen Spaß an der Sache. Er würde alles nur niedermachen.“

-> Dazu sollte Peter Urban sich bitte mal an die eigene Nase fassen, bei den Kommentaren die er die letzten Jahre beim ESC wiederholt abgegeben hat.

HansKlok92
HansKlok92
3 Jahre zuvor

Naja – so richtig schießen tut er gegen Böhmermann jetzt ja auch nicht. Ich finde hier wird wieder versucht aus einer Mücke einen Elefanten zu machen…
Und Böhmermann mit seiner Aussage „standesgemäß […] demütigen, allen voran Deutschland“ – sorry aber damit hat Urban doch vollkommen recht, dass es eben nicht darum geht alle anderen niederzumachen – auch wenn natürlich einige Auftritte daneben und etwas skurril sind – so wurden die bei uns nie niedergemacht – was ich wesentlich besser finde als etwa in GB! Auch wenn Böhmi natürlich Satiriker ist, passt so ein Verhalten nicht zum ESC!

PS: Auch die sonst immer gegen Urban hervorgebrachte Kritik er würde selbst die schlechtesten deutschen Beiträge in den Himmel loben – was soll der gute Herr denn machen? Ich finde es wichtig hinter unseren Beiträgen zu stehen und diese nicht nieder zu machen – ganz egal wie das vergeigt wurde. Habt ihr schon einmal einen Pressesprecher eines Unternehmens schlecht über dieses reden gehört? Was anderes ist Urban ja eigentlich auch nicht..

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
3 Jahre zuvor
Reply to  HansKlok92

Nein, Widerspruch ! Er bezeichnet sich ja als „Musikkenner“ und hätte in vielen Fällen eindeutig hören und sehen müssen, daß die Liedchen nicht wettbewerbsfähig waren und nicht hinterher schwafeln, daß er das schlechte Ergebnis nicht verstehen kann.
Absolut unprofessionell !

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
3 Jahre zuvor

Nur weil ein „Liedchen“ beim ESC hinten ist, heißt es noch lange nicht, dass es „nicht wettbewerbsfähig“ ist oder niemandem gefallen hätte. Du hattest doch sicher auch schon einige Favoriten, die weit hinten landeten, ich hoffe, die haben danach nicht aufgehört, Deine Favoriten zu sein. Und bitte erzähle mir nicht, dass die deutschen Beiträge, die hinten gelandet sind, nicht auch ihre Fans hatten (nur weil die sich nach dem ESC hier eher selten für diese Titel zu Wort meldeten, heißt das nicht, dass es sie nicht gibt).

Ich stimme HansKlok92 ausdrücklich zu, ich hätte es unmöglich gefunden, wenn Urban gesagt hätte: „Geschieht unserem Beitrag recht, er war schließlich nicht wettbewerbsfähig“. Und auch wenn ich „Blood and Glitter“ nicht so recht mag, verlange ich von Urban nicht, am ESC-Abend zu sagen: „Der hintere Platz geht voll in Ordnung, dieses Growling ist ja schließlich eine Zumutung.“

zwo.2
zwo.2
3 Jahre zuvor

Tja, was soll man zu diesem Ganzen sagen? Am besten gar nichts, sonst wird man noch selbst in die Angelegenheit hineingezogen.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
3 Jahre zuvor
Reply to  zwo.2

@ Thomas

Das ist Auslegungssache. Aber ich erwarte von einem Profi wie Urban da mehr Objektivität.

Und ja: Es gibt auch „Liedchen“, die ich mag – die ich aber dennoch nicht für wettbewerbstauglich hielt und halte (nicht unbedingt auf deutsche Beiträge bezogen) und dementsprechend auch keinen Erfolg hatten. Ich stelle da meinen Geschmack nicht über alles. Aber man sollte der Sache auf den Grund gehen, warum die Platzierungen oftmals enttäuschend waren. Leider kamen nur dann die üblichen Plattitüden wie: „Keiner hat uns lieb“ oder „Merkel/Scholz sind schuld“.

Rainer 1
Rainer 1
3 Jahre zuvor

Die letzten chancen um promo für sein buch zu machen.

Chris84
Chris84
3 Jahre zuvor

Peter Urban hat absolut recht. Ein Jan Böhmermann würde defintiv alles nur runter machen. Das ist so ein Typ Besserwisser und Klugscheißer. Olli Schulz stelle ich mir allerdings schon fair vor. Trotzdem sollte Peter Urban sich mal etwas zurückhalten. Das hat er eigentlich nicht nötig.

Jastus
Mitglied
Jastus
3 Jahre zuvor
Reply to  Chris84

Spannend, ich erwarte es genau andersum. Ich mag beide sehr, sehr gern, schätze Olli Schulz aber als einen sehr kritischen Menschen ein, der kein Blatt vor den Mund nimmt – der lässt an Liedern, die er nicht abkann, sicher kein gutes Haar. Wenn er etwas scheiße findet, sagt es das auch.
Jan hingegen würde ich in so einer Situation etwas zurückhaltender, wertschätzender und reflektierter einschätzen. Der kann vielleicht besser einordnen, dass seichte Popnummern eben zum ESC dazu gehören und nicht jeder Song das Prädikat „künstlerisch wertvoll“ kriegen kann und muss. Jan ist doch auch großer Musical-Fan, oder? Mit dramatisch-überzogener Musik kann er vielleicht mehr anfangen als Olli.

Die Aussage von Jan Böhmermann, Deutschland standesgemäß zu demütigen, halte ich tatsächlich für sehr kritikwürdig (zumal unser Beitrag ja wirklich absolut solide ist!). Vielleicht ist der Spruch aber auch einfach nur ne Art Frustreaktion darauf, dass der NDR nicht selbst auf die Idee kam, ihn und Olli für Deutschland kommentieren zu lassen. Dementsprechend pflichte ich Peter Urban an dieser Stelle bei. Viele andere Äußerungen in diesem Interview finde ich aber falsch.

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass Jan & Olli zwar sicher unterhaltsam, aber nicht die richtigen Kommentatoren des ESC wären. Ich lasse mich aber gern eines Besseren belehren.

Nils
Nils
3 Jahre zuvor
Reply to  Chris84

Man muss Böhmermann gegenüber jedenfalls fair bleiben: Noch konnte er es schließlich nicht versemmeln. Ich kann ihn mir in der Rolle zwar auch noch nicht vorstellen, aber wirklich mehr wissen wir erst nach dem Finale.

Indigo
Indigo
3 Jahre zuvor

Dazu sagt man wirklich am besten gar nichts….

miromuc
miromuc
3 Jahre zuvor

Gott im Himmel… da sagt einer was und es wird wieder als bashing ausgeweitet… was hat Peter Urban denn, wenn es denn so stimmt, gesagt… dass er Jan Böhmerwald verkniffen findet und auch, dass er nicht so viel Ahnung von Musik hat. Punkt. Seine Meinung. Ich sehe das ähnlich, nichts gegen Böhmermann, der als Satiriker einen guten Job macht. Als Kommentartor des ESC sehe ich ihn nicht. Das endet dann wie in GB seinerzeit mit Terry Wogan, der besoffen Kommentare abgegeben hatte und die ganze Veranstaltung den Briten madig gemacht hat und jeden und alles schlecht geredet hat. Sein Nachfolger musste viel Arbeit aufwenden, um das Rad rumzureißen.

Organic banana
Organic banana
3 Jahre zuvor

Will Church ist ein ganz Lieber, der versteht sich mit jedem und kann sich nicht vorstellen, warum andere so gemein zueinander sind. Soll er eben mal eine Weile hier im Forum mitlesen…

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
3 Jahre zuvor

Ich bin auch nicht unbedingt für Böhmermann als ESC.Kommentator. Allerdings halte ich Urban schon einige Jahre für eine Zumutung.

AgnethaFrida
AgnethaFrida
3 Jahre zuvor

Also ich finde die Dinge, die Peter Urban vielleicht über Böhmermann gesagt hat, nicht der Rede wert! Redet nicht Böhmermann über andere auch so?
Ich finde, viel Wind um nichts.

Und das Will Church Video fand ich jetzt auch nicht „wohltuend“, sondern sehr einseitig …. wie es scheint sind Ikke und er ja wirtschaftlich verbandelt (so würde es Ikke sagen….sie haben den gleichen Producer??? ich hoffe ich habe es noch richtig in Erinnerung).
Will sagt z. B. sinngemäß „die Tabelle ist richtig, da muss Ikke wohl eine andere bekommen haben“. Nö – denn die Tabelle, die Will nachgerechnet hat, ist ja die, die alle erhalten haben, nachdem Ikke gesagt hat, die Zahlen sind falsch. Naja, wie gesagt ich finde das Will Church Video nicht gerade wertvoll.

Und wie ich neulich bereits geschrieben habe, glaube ich Peter Urban jedes Wort, dass man ihm seine Aussagen im Munde umgedreht und in der SZ veröffentlicht hat. Das sind genau meine Erfahrungen mit Presse.

Naja, ich bin auch dafür, wir lassen das nun mal alles ruhen und konzentrieren uns auf den bald beginnenden Contest.

Simon Opps
Simon Opps
3 Jahre zuvor
Reply to  AgnethaFrida

Die Tabelle, die veröffentlicht wurde, und die Will angeschaut hat, ist nicht die, die Ikke auf Anfrage bekommen hat. Der NDR hat ja in seinem ersten Statement dazu selbst eingeräumt, dass die Tabelle, die Ikke bekommen hat, missverständlich beschriftet war. Das trifft auf die veröffentliche Tabelle ja nun nicht zu. Die wurde also nochmal angepasst für die Veröffentlichung zwecks Transparenz.

Wirtschaftlich verbandelt sind Will und Ikke auch nicht – Ikke hat nichts von Wills Erfolg und andersrum. Was Ikke meinte ist, dass Producer oder ähnliche Personen von Acts in der Jury saßen, die natürlich direkt vom Erfolg des eigenen Acts profitieren.

Eigentlich auch alles logisch, wenn man mal einmal mit dem blinden Wüten gegen eine Fraktion, die Ikke zumindest ernst nimmt, aufhört.

AgnethaFrida
AgnethaFrida
3 Jahre zuvor
Reply to  Simon Opps

Aber blind gegen den NDR oder gegen Peter Urban „wüten“ ist in Ordnung?

Mark
Mark
3 Jahre zuvor

Menno. Hätte er nicht noch ein halbes Jahr warten können mit dem Buch und den Interviews, bis er nicht mehr aktiv involviert gewesen wäre?

Sebastian
Sebastian
3 Jahre zuvor

Kindergarten. Herr Urban vermiest mir jetzt schon den ESC. Ich werde ihn entweder im ORF oder SRF schauen. Barbara wird ja so oder so dabei sein, wenn ich das mit der PreShow der DACH – Länder richtig verstanden habe.

Gaby
Gaby
3 Jahre zuvor

Puh… Kindergarten… langsam wird’s wirklich unwürdig.😉

eurovision-berlin
eurovision-berlin
3 Jahre zuvor

[…] Interview von Böhmermann mit dem Radiosender FM4 beziehen. Darin sagte er, er wolle Österreich fördern und ‚alle anderen Länder Europas standesgemäß […] demütigen, allen voran Deutschland‘. […]
Wieso regt sich eigentlich kein transatlantisches Schmieren-Portal über solche Äußerungen auf?
Und es zeugt nicht gerade von Durchblick, wenn Urban sich auf Typen wie Böhmermann bezieht.

funtasticc
Mitglied
funtasticc
3 Jahre zuvor

Wo war noch mal der Sack Reis?

usain1
3 Jahre zuvor

Und wieder stehe ich eindeutig auf der Seite von Herrn Urban. Böhmermann finde ich großartig und einzigartig, aber Herr Urban hat recht dass er hierfür einfach nicht der Richtige wäre. Tatsächlich braucht man hier jemanden, der nicht zynisch ist, sondern eher freundlich-schnippisch.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
3 Jahre zuvor

Urban war leider zuletzt auch nicht mehr der Richtige…

Festivalknüller
Festivalknüller
3 Jahre zuvor

Urban dreht noch mal voll auf bevor er nach ESC und seiner Buchveröffentlichung wohlmöglich ganz aus den Medien verschwindet. Klappern gehört eben zum Geschäft.
Urbane Äußerungen finde ich jetzt nicht so problematisch, Böhmermann ist da wirklich schlimmer und Ikke wird es auch überleben.
Vorteilhaft ist das Gezeter für keinen der Beteiligten 😐

kon1204
3 Jahre zuvor

Wieso muss er das tun, war ja nun bei der letzten Nummer auch nicht gerade erfolgreich. Beginnender Altersstarrsinn?

4porcelli - The Otter‘s the best
4porcelli - The Otter‘s the best
3 Jahre zuvor

Viel Lärm um nichts.

olfi
olfi
3 Jahre zuvor

In dieser Sache bin ich eindeutig Team Urban.
Böhmermann ist gut,wenn er seine Geschichten am Schreibtisch auskocht, aber was Spontaneität und Schlagfertigkeit angeht ist er eine Flasche.
Urbans Wort von der Verkniffenheit trifft das ganz genau.
Böhmermann fehlt die Lässigkeit, die ein Harald Schmidt hatte und die Freude am Witz eines Stefan Raab. Da wird er im Leben auch nie hinkommen.
Bei der Gelegenheit – den Harald Schmidt könnte man ja auch mal anfragen…
🙂 🙃 🙂 🙃 😊

Timo1986
Timo1986
3 Jahre zuvor

Ich befürchte, dass es ein Sommerloch nach dem ESC in Liverpool wie das sonst so schnell üblicherweise der Fall ist dieses Jahr nicht geben wird.

Schade um alle Beteiligten (m/w/d).

Mareike Kaa
Mareike Kaa
3 Jahre zuvor
Reply to  Timo1986

Wieso hier eigentlich gendern? Sind bisher doch nur Männer gewesen, die die Drama Queen geben.

Timo1986
Timo1986
3 Jahre zuvor
Reply to  Mareike Kaa

Auf Alex Wolfslast wird die Angelegenheit früher oder später bestimmt auch Auswirkungen haben. Beteiligte sind für mich eben nicht nur die unmittelbaren Akteure (m/w/d), sondern auch die mittelbaren.

inga
inga
3 Jahre zuvor
Reply to  Mareike Kaa

Ganz dünnes Eis …

olfi
olfi
3 Jahre zuvor
Reply to  Mareike Kaa

@Mareike Kaa:
Spielst du auf das (m/w/d) an, das Timo ausgiebigst nutzt?
Falls ja, ich bräuchte das auch nicht, aber wenn es ihm wichtig ist, warum nicht… ?

Edelweiß
Edelweiß
3 Jahre zuvor
Reply to  Mareike Kaa

männlich / weiß / deutsch

olfi
olfi
3 Jahre zuvor
Reply to  Mareike Kaa

@Edelweiß: lol… 🙂
So hab ich das noch nie gelesen… 🙂 🙃 🙂 🙃 😊

Rheez
Rheez
3 Jahre zuvor

Seine Kritik an Böhmermann sei mal geschenkt, aber was soll der Seitenhieb gegen FM4? 😱 Definitiv einer der besten Radiosender, die ich kenne…

olfi
olfi
3 Jahre zuvor
Reply to  Rheez

Soweit ich das letzthin gelesen und verstanden habe, haben die Quoten-Probleme mit dem Sender, und die Privaten wollen dem ORF gerne diese Frequenz wegnehmen…

Rheez
Rheez
3 Jahre zuvor
Reply to  olfi

Danke dir für deine Antwort. Ohje, das wäre meiner Meinung nach ein wiklich herber Verlust für das kulturelle Medienangebot im gesamten deutschen Sprachraum, in Zeiten von Internet ist so ein Radiosender ja auch jenseits seines Sendungsgebietes einfach und unkompliziert zu empfangen. Es ist nicht so, dass ich ständig FM4 höre, aber habe dort schon wirklich mein Leben extrem bereichernde musikalische Entdeckungen gemacht und das Programm ist nunmal wirklich einfach erfrischend anders und so abgedroschen und wannabe es vielleicht klingt auch echt etwas abseits vom Mainstream und dennoch wirklich vital. Aber das ist vermutlich wirtschaftlich gesehen auch gleichzeitig die Schwäche von FM4, aber dass es so schlecht um sie bestellt ist, wusste ich nicht, ich kenne auch hier in NRW fernab der Alpen viele Leute, die diesen Sender unabhängig voneinander entdeckt und zu schätzen gelernt haben.

Warum sie jetzt ausgerechnet Herrn Böhmermann engagiert haben, verstehe ich nur ansatzweise. Er hat eine wirklich angenehme „Lesestimme“, weswegen ich ihn mir im Hörbuchgeschäft, Kommentatorenbereich, etc. schon gut vorstellen kann, allerdings passt er für mich nicht so richtig zu einer Veranstaltung, die Toleranz, Weltoffenheit, Vielfalt, etc. repräsentiert.
Noch vor einigen Jahren mochte ich ihn und seine Fernsehsendung schon noch sehr, u.a., weil er ja durchaus vorgibt, diese Werte zu leben, wenn nicht gar zu verkörpern. Er ist dabei aber so verbissen, kompromisslos, etc., dass ich mir mittlerweile sicher bin, dass er diese Werte nur vorgibt, zu leben, weil es eben gerade zumindest theoretisch der angesagte Zeitgeist ist. Hätten wir aktuell einen anderen Zeitgeist oder würden wir in einem Land mit aktuell anderen Narrativen leben, würde ich ihn gegen ganz andere Leute und Meinungen geifern sehen, ebenso kompromisslos, verbissen, die Wahrheit vermeitlich gepachtet habend,etc. – nur mein persönlicher, zugegebener Maßen subjektiver Eindruck, den ich aber schon weiterführend begründen könnte. Aber das ist ein anderes Fass, über das man sich lange und mit nicht unbedingt die passende Worte finden könnend unterhalten könnte.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
3 Jahre zuvor
Reply to  Rheez

@ Timo

Zur „lieben Alex“ habe ich mich schon diesbezüglich schon mehrmals geäußert.

cars10
cars10
3 Jahre zuvor

Alte Männer sollten würdevoll mit 65 in Rente gehen und nicht mit 75 würdelos.

Tamara
Mitglied
3 Jahre zuvor

Mir tut langsam der Nacken weh vom vielen Kopfschütteln …

olfi
olfi
3 Jahre zuvor
Reply to  Tamara

Ich hoffe, das betrifft nicht meinen Beitrag hmhm…
🤔 🤫 😘

Tamara
Mitglied
3 Jahre zuvor
Reply to  olfi

Nein. Siehe längeres Statement weiter unten.

frederikkoeln
3 Jahre zuvor

„Radiosender, der nicht sonderlich beliebt ist und etwas Aufmerksamkeit gut gebrauchen kann“ – eine tragische Aussage von jemandem, der bei NDR2 (!), einem der drögesten Sender des Landes, beschäftigt war. Der NDR hätte ihn nach 2011 gehen lassen müssen.

ESC1994
ESC1994
3 Jahre zuvor
Reply to  frederikkoeln

Hat aber deutlich mehr hörer als FM4

Simon Opps
Simon Opps
3 Jahre zuvor

Also bitte, wer jetzt noch behaupten möchte, Urbans letzte Aussagen seien verdreht worden, der möge bitte sein naives Traumländchen verlassen und ein wenig die nahende Veröffentlichung der Memoiren in Augenmerk nehmen. Ikke hat schon lange vor der Ausstrahlung des VE die Medienlandschaft mit seiner Teilnahme dominiert, kam bis in die Mainstreamnachrichten. Da ist er natürlich das perfekte Ziel, um wirkungsvolle PR abzustauben. Das gleiche gilt für die Spitze gegen Böhmermann. Jeder mag denken, was er oder sie will, aber solche Aussagen, ohne dass man weiß, wie sich die beiden anstellen werden, sind ehrenlos. Enttäuschend.

olfi
olfi
3 Jahre zuvor
Reply to  Simon Opps

Zunächst mal ist Urban gerade als Interviewpartner eh gefragt, weil der ESC halt aktuell Thema ist und mitgeteilt wurde, dass er es zum letztenmal kommentiert. Da ist es dann auch nicht verwunderlich, dass Fragen nach aktuellen Entwicklungen gestellt werden, und es spricht nichts dagegen, wenn er da ehrlich antwortet.
Was Böhmermann angeht, bin ich voll bei Urban, ich hab dazu weiter oben schon was geschrieben. Beim Kommentar zu Ikke bei promiflash hätte er sich besser etwas diplomatischer ausdrücken sollen. Beim SZ-Interview bin auch auch bei Urban, wenn seine Darstellung der Umstände der Wahrheit entspricht. Ich kann das natürlich nicht nachprüfen, aber ich neige dazu, ihm zu glauben.
Dass er das alles absichtsvoll missbraucht, um sein Buch zu promoten, ist eine Unterstellung ohne Beleg. Ihm die Ehre abzusprechen geht so, wie ich finde, nicht in Ordnung.

Tobiz
Mitglied
Tobiz
3 Jahre zuvor

Und wieder wird aus völlig normalen Aussagen ganz auf Bild-Niveau ein Beef heraufbeschworen.

Man merkt, dass ihr Peter nicht mögt, gerade nachdem er euren Ikke kritisiert hat.

nora
nora
3 Jahre zuvor

Bennys Kommentar würde ich in der Sache unterschreiben und finde es auch gut, dass ihr über die kleinen Verwürfnisse und Seitenhiebe berichtet. Dennoch tragt ihr ja auch durch das Aufgreifen der boulevardesken Schlagzeilen und die Wortwahl („herziehen“, „er kann es nicht lassen“) zu einem Pushen dieser Berichterstattung bei. Deswegen kann ich das Wiederaufgreifen des Zitats am Ende, dass diese Posse nur Schaden anrichtet, nicht so ganz nachvollziehen.

David Z
David Z
3 Jahre zuvor

Warum muss man das jetzt wieder künstlich in die Höhe pushen? Muss man allen Urban-Hatern hier wieder eine Plattform bieten? Böhmermans Spruch war dämlich und unnötig. Da hat er vollkommen Recht

Luise
Luise
3 Jahre zuvor

Ich fände es besser, wenn ihr dem Ganzen hier nicht so eine Bühne geben würdet. Diese Negativpresse schadet am ende Lord Of The Lost und das wäre wirklich ärgerlich. Ignoriert es doch einfach.

Matty
Matty
3 Jahre zuvor
Reply to  Luise

Es wird Lord of the Lost aber nicht schaden.

DerTim23
DerTim23
3 Jahre zuvor

In seinem letzten Jahr der irgendwie noch berechtigten Relevanz nimmt er alles mit was geht 😂

olfi
olfi
3 Jahre zuvor
Reply to  DerTim23

Unterstellung ohne Beleg…

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
3 Jahre zuvor

So wie Peter Urban momentan drauf ist, hoffe ich, dass er nächstes Jahr dann nicht plötzlich bei den Songchecks aus der Torte springt … 😉

Ansonsten bin ich ganz beim Pinguin.

olfi
olfi
3 Jahre zuvor

Warum sollte er nicht aus der Torte springen? 🙂
Nachdem ich mir einige der diesjährigen Clips angesehen habe, würde ich sagen, dieses maue Niveau wertet Urban schon mit einem halben Satz auf…

4porcelli - The Otter‘s the best
4porcelli - The Otter‘s the best
3 Jahre zuvor

Was immer eine weise Entscheidung ist 😜

Anmey
Anmey
3 Jahre zuvor

Eigentlich wollte ich zu diesem Thema nicht mehr kommentieren, weil ich es wirklich für überflüssig halte, aber wenn es schon einen Artikel dazu gibt, kommt man ja nicht drumrum…

Normalerweise halte ich mich mit Kritik an der wirklich guten Arbeit hier auf dem Blog zurück (weil es ja auch nicht viel zu kritisieren gibt), aber die Berichterstattung zu diesem Thema finde ich wirklich unpassend und vor allem extrem unfair Peter Urban gegenüber. Wenn man es nicht besser wüsste, kann man schon den Eindruck bekommen, dass ihr irgendein Problem mit ihm habt (was natürlich Unsinn ist). Ich bin überhaupt nicht der größte Peter-Urban-Fan, aber diese ganze Angelegenheit bringt mich immer wieder dazu, ihn verteidigen zu wollen.

Es ist jedenfalls Urbans gutes Recht, sich in Interviews so zu äußern, wie er das möchte, wenn er nach etwas gefragt wird. Zumal seine Aussagen inhaltlich jetzt auch nicht irgendwie abwegig sind. Über Sprache kann man immer diskutieren, aber Jan Böhmermann ist wirklich der allerletzte, den man in der Hinsicht mit Samthandschuhen anfassen müsste. Es ist auch nicht Peter Urbans Schuld, dass der Stern aus einem längeren Interview diese kleine Passage in bester Boulevard-Manier an den Anfang stellt, um damit Aufmerksamkeit zu generieren.

Abschließend nochmal die Frage, die ich an anderer Stelle heute Mittag schonmal gestellt habe: Wieso genau sollte es dem ESC in Deutschland schaden, wenn Peter Urban seine (begründete!) persönliche Meinung über Jan Böhmermann äußert?

IkkePeter
IkkePeter
3 Jahre zuvor

Ich finde, ihr hättet euch nicht umentscheiden sollen.
Und wenn berichten, dann nicht mit einem so tendenziösen Artikel.
Das entspricht nicht eurem Niveau.

Anmey
Anmey
3 Jahre zuvor

Hi Benny, vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich kann eure Beweggründe nachvollziehen, aber wie Tamara unten auch schon sagte, let’s agree to disagree. Ich glaube auch nicht, dass Peter Urbans Aussagen auf den ESC als Ganzes zurückfallen (und schon gar nicht auf LotL), aber das kann man sicher so oder so sehen.

Ansonsten hoffen wir wohl alle, das wir uns nicht weiter mit dieser ganzen Thematik beschäftigen müssen.

Tamara
Mitglied
3 Jahre zuvor

Lieber Benny, liebes Bloggerteam,

ich könnte mir vorstellen, dass es im Moment nicht gerade einfach ist, mit diesem Thema adäquat umzugehen. Bestimmt überlegt Ihr Euch gerade in dieser Angelegenheit sehr genau, worüber Ihr in welcher Weise und mit welcher Wortwahl berichtet. Vielleicht diskutiert Ihr da auch kontrovers, soll man, soll man nicht, wie macht man, wenn man macht?

Es gab ja in den letzten Tagen neue Entwicklungen. Über das NDR-Statement und das nachträgliche Offenlegen der Zahlen zu berichten war aus meiner Sicht richtig und wichtig. Die Aussagen von Urban über Böhmermann hier wiederzugeben und (vermutlich und hoffentlich unbewusst) auch ein bisschen hochzupushen (zumindest empfinde ich es so), war leider meiner Meinung nach falsch. Der Peter hat den Ikke gehauen, dann hat der Ikke den Peter und den NDR gehauen, und jetzt haut der Peter noch den Jan, und dann weint der Jan und geht zu Papa Mark von der BLÖD – okay, das macht er wohl nicht, aber vielleicht ja zu Tante Anja vom SPIEGEL oder zu Onkel Martin von der SZ? Müssen wir das wirklich durchkauen? Ich sehe es wie Du, Benny, ich finde es ebenfalls von beiden Seiten blöd, Und nicht nur blöd, es ist schlichtweg Kindergarten-Niveau. Darüber zu berichten bringt beim besten Willen keine neuen Erkenntnisse. Vor allem löst es das Problem „Kindergartenstreit bringt ESC in Verruf“ nicht, sondern verschärft es je nach dem noch – ich denk da an Eure Reichweite. Es ist eben NICHT egal, ob Ihr einen solchen Artikel bringt oder nicht, und ich bin sicher, das Letzte, was Ihr wollt, ist, Euch zu einem (wenn auch kleinen) Teil des oben angesprochenen Problems zu machen.

Vielleicht mag der Eine oder die Andere jetzt zusammenzucken und sagen, ich möge doch bitte mal die Kirche im Dorf lassen. Da es ja aber bekanntlich schon mal eine ESC-Kompakt-Spekulation (!) in als Tatsache in die Presse geschafft hat (https://esc-kompakt.de/presseschau-alle-reden-ueber-die-nicht-stattfindende-deutsche-vorentscheidung – ESC Kompakt spekulierte darüber, dass es wohl keine VE geben wird, was dann von der Presse direkt aufgegriffen wurde, Statement vom NDR kam erst später), solltet Ihr Euch darüber bewusst sein, dass hier von vielen Seiten genau mitgelesen und das Geschriebene ggf auch aufgegriffen und weitergeführt wird. Ist es wirklich nötig, diese Art von schmutziger Wäsche hier weiter zu kommentieren? Ich habe nicht den Eindruck, dass das vom Großteil der Kommentatoren hier goutiert wird. Der Tenor unter dem Artikel mit den Zahlen war doch recht eindeutig „gut so, und jetzt wieder zu was Wichtigem“.

Lasst sie sich doch die Köpfe einschlagen. Natürlich darf jeder seine Meinung sagen, ist ein freies Land hier (auch wenn das der eine oder die andere „Ich-hab-meinen-Kopf-nur-damit-es-in-den-Hals-nicht-reinregnet“ anders sehen mag, aber das gehört nicht hierher). Natürlich darf jeder diese Meinung nicht gut finden. Aber: Ich persönlich finde das ungefähr so toll wie die privaten Streiterereien, die hier zuweilen in den Kommentarspalten immer wieder auftauchen und die mich mehr als zwei Monate lang dazu gebracht haben, mich aus den Kommentaren zurückzuziehen.

Daher möchte ich meine Bitte aus meinem Kommentar zum Ikke-Echtzeit-Artikel hier nochmal zitieren und mit allem gebotenen Nachdruck erneuern: „Deshalb meine Bitte an ESC kompakt: Es ist gut, dass Ihr darüber berichtet habt, aber mit diesem Artikel sollte das Ganze auch ad acta gelegt werden – es sei denn, es kommen noch so signifikant neue Entwicklungen, dass man darüber berichten MUSS. Ein Nachtritt in welcher Form auch immer ist keine solche Entwicklung.“

Tamara
Mitglied
3 Jahre zuvor

Ja, hab ich gesehen, vielen Dank. Kann ich alles verstehen und nachvollziehen, und wie gesagt, ich sehe auch, dass es schwierig sein kann. Ich erlaube mir aber, die Entscheidung nach wie vor für falsch zu halten. Da eben nicht drüber zu berichten und vielleicht so auch zu signalisieren, dass diese Art Zankereien in der Bubble nicht auf Verständnis stoßen (selbst wenn der Eine oder Andere die eine oder andere geäußerte Meinung teilt), hätte ich als das stärkere Signal empfunden. Nichts für ungut.

Lord of the Lost wird das Theater beim ESC aber nicht schaden. Zirkus im Heimatland um irgendwelche Beiträge gabs in der Vergangenheit öfter (zuletzt Ukraine 2022!). Bei der Abstimmung hat sich das noch nie ausgewirkt, und LotL sind weiß Gott professionell genug, dass sich das auch nicht auf ihre Performance auswirkt.

Böörti01
Böörti01
3 Jahre zuvor

Team Urban. Meine Güte, er hat an keiner Stelle irgendwas Unwahres oder Schlimmes gesagt. Ich muss sagen, mir gefällt auch diesmal nicht der Einschlag, der dieser Artikel hat.

Andreas Klumpp
Andreas Klumpp
3 Jahre zuvor

Warum ist „Ikke Hüftgold“ beim ESC nicht einfach der erfolgreich produzierende Mathias Distel – analog Stefan Raab.
Den mochte ich als „Waddehaddeduddedah“ – Interpret (2000) auch nicht; mir gefiel er aber als Dirigent (1998), Gitarrist (2004) und vielfacher Produzent.
Ich mag generell diese nicht-autentischen Kunstfiguren nicht.

olfi
olfi
3 Jahre zuvor
Reply to  Andreas Klumpp

Nachdem jetzt die Debatte aufgeploppt ist „Berichten oder nicht berichten, und falls ja, wie berichten… ?“:
Ich bin ganz klar für berichten. Wenn sich ESC Kompakt als journalistisches Fachprojekt versteht, dann um so mehr, dann ist es geradezu ein Muss, solche Themen aufzugreifen, sogar schneller als andere. Wenn man sich allerdings als fanboy-Projekt verstehen sollte, kann man geteilter Meinung sein…
Ich zähle mich seit jeher zu denen, die genau hingucken, auch wenn vieles dabei wehtut. Die Alternative wäre weggucken und den Versuch zu unternehmen, Dinge, die einem nicht gefallen, zu ignorieren. Das ist nicht meins…
Dann geht es im nächsten Schritt darum – wie berichten?
Da seh ich bei ESC Kompalkt ein Problem in der Redaktion, das man aber gut in den Griff bekommen könnte. Es geht darum, eine an den Fakten orientierte Berichterstattung ganz klar von der Meinung der Redaktion oder eines einzelnen Autors zu trennen.
Das Problem haben viele andere Medien auch, und bei vielen kann man den Eindruck haben, dass das sogar pure Absicht ist, Bericht und Kommentar zu vermatschen und damit bewusst die Leser zu manipulieren – ich denke da nur an die BLÖD und ihre vielfältige poitische Einflussnahme.
Das sehe ich hier im Blog glücklicherweise nicht gegeben. Dennoch ist es gerade in der NDR & Co.-Berichterstattung immer wieder passiert, dass genau diese Trennung von Fakten und Bericht vs. Meinung und Kommentar vernachlässigt worden ist und auf die Art parteiische Kommentare entstanden sind.
Ein einfacher Weg, das zu vermeiden, ist folgender:
Erst kommt der Bericht, der rein an recherchieerten Fakten orientiert ist. Dann macht man im Text eine auch optisch klar erkennbare Zäsur, mit ein paar Sternchen, einem Balken, oder schlicht einer Zwischenüberschrift wie „Kommentar / Unser Kommentar dazu / Meine Meinung / Das meinen wir dazu / Hans-Ullrich meint… “
Damit hat der Leser den doppelten Mehrwert, Bericht und Kommentar, und es fällt ihm dadurch auch viel leichter, sich selbst seine eigene Meinung zu bilden.
@Redaktion:
Bitte weiter berichten, nicht jeden Pups auf yellow press-Ebene, aber alles und ggf. mehr, was im weitesten Sinn der Aufklärung der Leserschaft über Sachverhalte dient und Zusammenhänge ausleuchtet, die sich hinter irgendwelchen Kulissen abspielen. .

olfi
olfi
3 Jahre zuvor
Reply to  Andreas Klumpp

Das hätte ein eigenständiger Beitrag werden sollen und keine Antwort auf @Andreas Klumpp… sorry…

MinaD
MinaD
3 Jahre zuvor

Was ein Kindergarten. Bleibt nur zu hoffen, dass dieses Gezanke nicht gross in den anderen ESC Ländern wahrgenommen und so das abstimmungsverhalten dadurch nicht negativ beeinflusst wird. Unsere Jungs haben es wahrlich nicht verdient unbeabsichtigt zwischen diese Fronten zu geraten. Wieso muss man das alles nur vor dem ESC Finale ausschlachten? Nach dem ESC ist vor dem ESC. Da hätte es genug Zeit gegeben um all den Frust, Neid etc los zu werden und man könnte alles in Ruhe aufarbeiten und diskutieren. Es tut mir aktuell nur für LOTL leid. Lasst euch nicht davon beeinflussen und rockt das Ding am 13.

elkracho
Mitglied
elkracho
3 Jahre zuvor

Was für ein Sturm im (halbvollen) Wasserglas.

Aber es sei doch allen ihre Meinung gestattet.
Uns Kommentator:innen,Blogger:innen,und sonstigen Menschen.
Aber ebenso auch für Peter Urban.
Zu welchen Themen auch immer.
Auch wenn man Gefahr läuft,ab und zu anzuecken

Selber kann ich die ganze Aufregung nicht nachvollziehen.
Ob es der allerbeste Zeitpunkt war,darüber lässt sich streiten.
Aber das es dem Thema ESC in Deutschland allgemein schadet,das glaube ich nicht.
Ist für mich eher so eine Randnotiz,die morgen wieder vergessen wird.

Gibt wichtigers……………..

elkracho
Mitglied
elkracho
3 Jahre zuvor
Reply to  elkracho

Gibt wichtigeres…………

kiba (@k1_b4)
3 Jahre zuvor

Ich habe mir jetzt nicht alle Kommentare gegeben, aber kann man den Böhmermann nicht erstmal machen lassen?
Er kommentiert nicht ohne Grund in einer Spalte, die selbst der Orban nie bedient.
Evtl. Macht er den Job gut.

ESC1994
ESC1994
3 Jahre zuvor

OT: Erscheint heute kein Songcheck??

Alki Bernd
Alki Bernd
3 Jahre zuvor

Mit solchem IT-Handling könnt Ihr Euch im nordrheinwestfälischen Bildungsministerium bewerben 😉

Nils
Nils
3 Jahre zuvor

Auch wenn ich Peter Urban erneut bei allem zustimmen muss – menschlich finde ich das sehr enttäuschend von ihm. Man sollte eigentlich meinen, dass er derartigen Krawall nicht nötig hätte. Und dass er von der SZ falsch zitiert wurde, halte ich spätestens jetzt für ein Ammenmärchen.

escfrust05
escfrust05
3 Jahre zuvor

Ich finde was Peter Urban über Böhmermann gesagt absolut richtig. Anscheinend darf man in Deutschland die Wahrheit über gewisse Leute nicht mehr aussprechen. Ihr regt euch über die Aussagen von Urban über Böhmermann auf, verliert aber kein Wort davon, das Böhmernann „Deutschland demütigen“ will. Ich finde solche Aussagen von Böhmermann auch total albern. Obs euch passt oder nicht, Urban darf seine Meinung äußern. Das muss man aushalten können. Den geistigen Dünnpfiff vom Böhmermann und vom Hüftgold muss man ja auch aushalten.

In vino veritas Bernd
3 Jahre zuvor
Reply to  escfrust05

„Die Wahrheit“ also pfff… Darf ich Dir dazu gratulieren, im Besitze dieser zu sein? Ist mir bislang noch nicht geglückt, vielleicht fehlt mir dazu die Filterblase.

Tamara
Mitglied
3 Jahre zuvor
Reply to  escfrust05

Man darf in diesem Land grundsätzlich so ziemlich alles aussprechen. Man darf den größten Müll rausblasen. Nur hat man halt keinen Anspruch darauf, dass jeder gutfindet, was man so rausbläst.

trevoristos
Mitglied
trevoristos
3 Jahre zuvor

Interessant interessant. Nen Büchlein soll also verkauft werden. DAS erklärt ja wohl alles.
Was genau heisst eigentlich verkniffen?
„negative Empfindungen (Unzufriedenheit, Ärger oder Ähnliches), die sich im Gesichtsausdruck widerspiegeln“ Verbiestert, verärgert, verkrampft. Humorlos. Ist natürlich als bezeichnung für Böhmermann reinster Unsinn. Soll nur Medienaufmerksamkeit cashen.

Wenn mal Urbans öffentlich wahrnehmbarer Zustand nicht mit den obigen Wörtern gut umschrieben ist, derzeit. Nach meinem Empfinden würde die bei ihm iwie eher passen.

Also wenn Böhmermann verkniffen ist, dann weiss ich nicht was Urban ist. Das Quadrat davon. Müsste man wohl nochn Wort dafür erfinden.

Gut, dass der Böhmermann der große ESC Kenner wäre, oder gar Olli Schulz wäre mir neu. Ist aber eh unwichtig. Jeder kann Bewertungen und Infos von Songs, Live-Vorträgen und Musikacts abgeben. Bissl Recherche, bissl gesunden Menschenverstand, bissl Süffisanz und Witz (grad Letztbeidiges kann natürlich nicht jeder).
Ahnung von Musik hat er sicher (könnte aber sein er rechnet sich mehr Ahnung zu, als er hat). Aber ich sag nur ischapPolizei. Einer der grössten Deutsch-Rap Hits der Geschichte.
Dann seine Schlager-Mafia Geschichte, seine Deutsch-Pop Geseier Analyse, dann Eier Aus Stahl (The Dead Trousers) und dieses Musical Ding ist auch was Erwähnenswertes.

Ich persönlich brauche das aber nicht.

Andi
Andi
3 Jahre zuvor

Inzwischen habe ich fast bisschen Angst vor dem Kommentar von Peter Urban am 13.Mai. In letzter Zeit ist er ja ungewöhnlich „frech“. Nicht das er am ESC- Abend eine Generalabrechnung gegen NDR startet. Oder es kommt ganz anders….LotL gewinnen und Urban hängt noch ein Jahr dran.

Rusty
Mitglied
Rusty
3 Jahre zuvor
Reply to  Andi

Das wird ein einzigartiger Abend, Andi, auf jeden Fall den Ton lauter drehen😉

doredo
doredo
3 Jahre zuvor

Lange hat niemand mehr in so kurzer Zeit so sehr an Sympathie verloren bei mir und eindrucksvoll bewiesen, dass es Zeit ist, in Rente zu gehen. 😑

Nils
Nils
3 Jahre zuvor

@ NDR

Nächstes Jahr bitte für die Songchecks Peter Urban und wahlweise Matthias Distel oder Jan Böhmermann als Gespann für die Songchecks engagieren. 🍿

doredo
doredo
3 Jahre zuvor
Reply to  Nils

Och nö.

thomaslunafrank
thomaslunafrank
3 Jahre zuvor

Ich gratuliere Jan Böhmermann, der gestern seinen mittlerweile sechsten Grimme-Preis in Empfang nehmen konnte. Just love him.

Peter Urban gratuliere ich zu seinem 25. Jubiläum als ESC-Kommentator.
Als sein bestes Jahr wird 2009 in Erinnerung bleiben.

derjoppes
Mitglied
derjoppes
3 Jahre zuvor

Ich werde dieses Jahr definitiv den Contest mit Kommentar von Schulz und Böhmermann sehen. Urban nervt nur noch und ich bin nach den ganzen Sticheleien seinerseits erst recht froh, wenn der endlich weg ist.

Thilo mit Bobby
Mitglied
Thilo mit Bobby
3 Jahre zuvor
Reply to  derjoppes

Ist nur im Radio hörbar