Polen: Musikvideo zu „Empires“ von Alicja veröffentlicht

Polen wird in diesem Jahr von Alicja und ihrem Titel „Empires“ beim ESC vertreten. Die 17-jährige Sängerin setzte sich in der polnischen Vorentscheidung „Szansa na Sukces“ gegen die Konkurrenz durch. Nun ist auch das Musikvideo zum polnischen Beitrag veröffentlicht worden.

Das Lied „Empires“, mit dem Alicja „Szansa na Sukces“ gewonnen hat und das sie deshalb auch in Rotterdam singen wird, wurde neben den polnischen Songwritern und Produzenten Patryk Kumór und Dominic Buczkowski-Wojtaszek auch von Laurell Barker mitgeschrieben.

Das Video spiegelt die Botschaft von „Empire“ sehr deutlich wieder. Unter dem auf YouTube veröffentlichten Musikvideo wird beschrieben, dass Alicja auf den zerstörerischen Mechanismus aufmerksam macht, der unseren Planeten durch von Menschen verursachte Ereignisse bedroht. Aber es gibt dennoch Hoffnung, da wir fallen und wieder aufstehen werden – das ist der Kreislauf des Lebens, aber Alicja stellt die Frage, warum es immer wieder so kommt. Wir bauen auf, und zerstören erneut. Die Geschichte wiederholt sich, leider.

Das Musikvideo zu „Empires“ wurde von Dawid Ziemba gedreht. Es zeigt Alicja zunächst in Nahaufnahmen vor verschiedenen Hintergründen, die bereits eine gewisse Bedrohlichkeit und Dramaturgie des Songs vermuten lassen. Kurz vor dem ersten Refrain werden Aufnahmen von Industrieanlagen eingeblendet. Alicja bringt mit ihrer Gestik die dramatische Botschaft ihres Songs zum Ausdruck. Auch im Refrain sind solche Schwarz-Weiß-Aufnahmen zu sehen.

Zur zweiten Strophe ist Alicja in einer neuen Szene zu sehen. Im Hintergrund wird Feuer entfacht, sie liegt am Boden und blickt hinauf zur Kamera. Diese Szenen symbolisieren erneut die wichtige Botschaft, die sie mit „Empires“ herüberbringen möchte. Zwei weiße Tauben – womöglich eine Anspielung auf die Friedenstaube – werden vom Feuer erfasst und verbrennen. Ein kleines Kind wird von einem Feuerwehrmann aus den Flammen gerettet, was erneut die Bedrohlichkeit der Situation unterstreicht.

Während des zweiten Refrains sind Feuerwehrmänner zu sehen, die im Einsatz gegen die Flammen ankämpfen. Besonders angesichts der kürzlichen Ereignisse in Australien greift Alicja damit ein sehr aktuelles und emotionalesThema auf. Nach dem zweiten Refrain, wenn sie sich stimmlich steigert, sind Bilder der vernichtenden Flammen zu sehen, die ganze Landstrichte zerstören.

In einer neuen Szene liegt Alicja am Boden. Dort befindet sie sich am Wasser, im Hintergrund sind auf einer LED-Wand Wolken und Blitze zu sehen. Ihr Gesicht spiegelt sich im Wasser, während nun Bilder von Überschwemmungen gezeigt werden.

Alicja kommt gebürtig aus Ciechanów im Nordosten Polens. In Polen hat sie bereits zwei Castingshows gewonnen, nämlich 2016 „Hit, Hit, Hurra“ und 2019 „The Voice of Poland“. Veröffentlicht hat sie vor „Empires“ eine Single, nämlich ihren The-Voice-Siegersong „Prawie my“.


27 Kommentare

  1. Ein wenig so wie Tamaras Esc Song Keep the Faith von 2017.

    Off Topic: Tamara ist mit unserem Songwriter Borislav Milanow zusammen 🙂

  2. Es ist einfach so großartig. Diese schöne Instrumentalisierung und der Text. Und die erweiterte lange hohe Note am Ende. Und dann das ganze Feuer um sie rum. James Bond like und überhaupt ^^ Ich sage es jetzt einfach: Von mir aus dürfte Polen damit gewinnen! Dieses Jahr wirklich alles richtig gemacht! ❤

  3. Der Song hat wirklich Winner-Qualitäten.
    Mit einer eindringlichen und stimmlich überzeugenden Performance ist bei der diesjährigen Konkurrenz alles möglich.

  4. Wie armselig ist es, die australischen Buschbrände & brennende Barrikaden von Unruhen mit diesem Song verbinden zu wollen?! Was für ein apokalyptischer Mist. Ich hoffe, die Masche verfängt nicht.

    • Irgendjemand wird bald behalten, sein/ihr Song sei dazu da, den leuten während der Cornona-krise Mut zu spenden o.ä. Ich verstehe ehrlich gesagt auch nie was das soll; persönlich habe ich gerade beim ESC kein Interesse an Message-Songs und reagiere eher allergisch auf solche Behauptungen.

      • Seelentröster ist ja ok, wenn Songs ein Leichtigkeit mitbringen oder zerstreuen wollen, diese Pathos verseuchten Nummern sind aber Seelenverkäufer. Ich konnte ja auch mit Conchita nix anfangen. Und man wird den Verdacht nicht los, dass den Machern angesichts aktueller Ereignisse da die Gäule durchgegangen sind, das Songthema zu überhöhen und exakt diese Bilder als Backdrop geplant geplant zu haben. Total durchschaubar, da verzichtet mal Russland auf diese Spielchen, kommt Polen damit um die Ecke.

      • Ja eben – Leichtigkeit; solange explizit promotet wird, dass die Leichtigkeit wegen XYCV ist, reagiere ich etwas allergisch drauf.
        Mit dem polnischen Song konnte ich dieses Jahr eh nichts anfangen. Bei Conchita war die Sache für mich anders, weil der Song ja ihre/seine persönliche Geschichte reflektierte.

      • Persönliche Geschichte hin oder her – das mit einer angestaubten Powerballade zu machen, ging mir persönlich auf den Nerv. Egal, Conchita ist gegessen.

    • Ich finde das auch ganz, ganz unterirdisch. Auf diesem Niveau war ja selbst Meister Siegel in seinen düsteren Phasen nicht.

  5. Das Video soll dieser eh schon pseudo-ambitionierten Ballade wohl noch zusätzlich einen pseudo-sozialkritischen Anstrich verpassen.
    Das ist doch von vorn bis hinten durchkalkulierter Mist von den Polen dieses Jahr.

  6. Lahmer Song, unehrlich, unauthentisch. Die Polen sollen mal lieber an den Mist denken in ihrem eigenen Land. Wer sich eine Faschistische Regierung an die Spitze gewählt hat, sollte lieber mal sich an die eigene Nasen fassen, bevor man über andere Probleme nachdenkt.

  7. Ich ertrage dieses Geschrei bei den Beiträgen einfach nicht. Was soll das sein? Mit Singen hat das nichts zu tun. Geschrei ist ein Ausdruck der Hilflosigkeit. Ich empfehle die Caritas anzurufen.

  8. Im Allgemeinen hinterlässt diese Art von Musik bei mir ja wenigstens keine bleibenden Schäden. Also von mir aus. Ich vergebe einen humanitären Punkt für die Verhinderung von Lake Malawi. Apropos: Weiß man schon, in welchem Land sie demnächst kandidieren?

  9. Und ich dachte die ganze Zeit, sie singt von einer intensiven Liebesbeziehung, die gerade zu Ende gegangen ist. So kann man sich täuschen.^^

  10. Den meinungsäußernden Herren hier ist mit Inhalt und Gesang einfach nicht beizukommen.
    Wenigstens ist sie nicht angetrunken wie andere…

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