Spanien 2022: Benidorm Festival als neuer Vorentscheid?

Quelle: pixabay/eurovision.tv

Wird das eingestellte Bendiorm Festival wieder ausgegraben? Und noch wichtiger, wird es als spanischer Vorentscheid für den Eurovision Song Contest dienen? Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Das spanische Fernsehen RTVE hat für Donnerstag, den 22. Juli eine Pressekonferenz einberufen. Der Grund dafür sollen die Pläne für den ESC 2022 sein. Ort der PK ist ausgerechnet Benidorm – was die Alarmglocken der spanischen ESC-Fans natürlich sofort laut schrillen ließ. In der valencianischen Touristen-Hochburg fand nämlich von 1959 bis 2006, mit einigen Unterbrechungen, des „Festival de Benidorm“ statt, ganz nach dem Vorbild von Sanremo. Viele Fans und Fanseiten sind überzeugt: Benidorm soll das spanische Sanremo werden. Aber zunächst eins nach dem anderen.

Anders als der italienische ESC-Vorläufer, war Benidorm weder national noch international wirklich eine große Nummer und konnte auch nie gute Einschaltquoten erzielen. Jahrzehnte lang versuchte man vergeblich, durch neue Formate und letztlich durch einen „internationalen Charakter“ die Popularität zu steigern. Benidorm konnte jedoch nie Kultstatus erreichen und wurde seit der endgültigen Einstellung im Jahr 2006 auch nicht vermisst. Es sei jedoch erwähnt, dass gerade in den ersten Jahren des Festivals ein gewisses Interesse da war. Damals nahmen auch spätere ESC-Größen wie Julio Iglesias, Betty Missiego, Raphael oder Karina teil – immerhin.

Medienberichten zufolge arbeitet das spanische Fernsehen bereits mit der Stadtverwaltung von Benidorm und der valencianische Regionalregierung am neuen Konzept. Als Veranstaltungsort sei demnach das frisch renovierte Benidorm Palace im Gespräch – eine kleine Veranstaltungshalle im Las-Vegas-Stil, in der unter anderem Pastora Soler (Spanien 2012) im Juli auftreten wird.

Spanische ESC-Fans nahmen das mögliche Benidorm-Comeback trotz der Misserfolge ziemlich positiv auf. In der Ankündigung zur Pressekonferenz teilte der neue Chef des spanischen Staatsfernsehen José Manuel Pérez Tornero mit, dass man den ESC nun sehr ernst nehmen wolle, die Wichtigkeit erkannt habe und besonders ein junges Publikum miteinbeziehen will. Aber solche Versprechen kennen gerade die Spanier nur zu gut. Die Spannung steigt trotzdem, so früh haben die „Eurofans“ selten Informationen zur neuen ESC-Saison erhalten.

Was denkt Ihr über die spanischen Pläne? Kann sich das Benidorm-Festival beim neuesten Anlauf etablieren und die gewünschten ESC-Erfolge bringen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.


100 Kommentare

  1. Von diesem Festival höre ich das erste Mal, wieder was gelernt, vielen Dank dafür.😃😉

    Das wäre ja eine sehr gute Idee, solch einen Enthusiasmus würde ich mir auch für Deutschland wünschen.

    P. S. (Off Topic): Mir ist durchaus bewußt, dass sehr viele Menschen im Moment weiß Gott andere Probleme haben. Meine Gedanken sind bei den armen Menschen in den Hochwassergebieten. Wer spenden möchte:
    Im Internet gibt es zahlreiche Möglichkeiten, u. a. beim SWR).
    Sorry noch mal für off Tonic: Aber das treibt mich einfach um im Moment.

      • Hm… ob „DSDS“ das geeignete Format ist? Ich habe meine Zweifel. Dann schon eher „TVOG“ Gibt’s das noch? Ich bin gar nicht so im Bilde, da ich die Castingshows nicht verfolge, aber sie haben schon gute Sänger*innen hervorgebracht.

    • Du wohnst doch in RP meine ich, @Gaby – hoffe, bei Dir und Deinen Lieben ist alles OK!
      LG aus Köln, wo der Wasserstand langsam wieder sinkt.

      • Bei uns in der Pfalz ist zum Glück alles okay. Aber in meiner alten Heimat im Bergischen Land ist es ziemlich heftig. Remscheid ist bis jetzt glimpflich davon gekommen, da es auch höher liegt, aber die Nachbarstädte hat es sehr stark getroffen.

        Ich hoffe auch, dass es Dir und Deinen Lieben gut geht.

    • Gaby, diese Flut ist echt eine Katastrophe…
      Wir waren 99 beim Pfingsthochwasser betroffen. Damals ist unsere ganze Stadt unter Wasser gestanden und wenn man solche Bilder im TV sieht, kommen die eigenen Erfahrungen und Gefühle wieder zurück.
      Vorsorglich wurde die Donau abgelassen und sie führt nur noch sehr wenig Wasser, weil es ja in den nächsten Tagen in den Alpen so arg regnen soll. Hoffentlich kann man so das Hochwasser bei uns in Grenzen halten.
      Meine Gedanken sind jetzt bei allen, die durch diese Flut gestorben sind, Angehörige oder ihr ganzes Hab und Gut verloren haben. Ich hoffe, die Situation entspannt sich wieder etwas in RP und NRW.

      • Ich hoffe sehr, dass es nicht noch eine weitere Katastrophe geben wird. Alles Gute für Dich.

      • @Andi

        Dass es so ausgehen wird liegt leider auch stark an der Propaganda vieler Medien, besonders derer aus dem Axel Springer-Verlag, die wirklich jede Kleinigkeit zum riesigen Politikum aufblasen während manche Parteien irgendwie alles tun können ohne von ihnen belästigt zu werden. Und leider gibt es noch viele die auf diese Berichterstattung anspringen und alles schlucken was in der W*** und vor allem der B*** steht.

        @togravus ceterum

        Nachdem ich eine Nacht darüber geschlafen habe erkenne ich dass ich ein bisschen überreagiert habe. Dafür entschuldige ich mich, mir fällt es aufgrund meiner Behinderung manchmal schwer die Kontrolle zu halten.

        Dass deine Wortwahl gegenüber den Betroffenen meiner Meinung nach absolut unangemessen war bleibt davon unberührt.

    • Liebe Gaby, das klingt jetzt wahrscheinlich herzlos und zynisch, aber mein Mitgefühl hält sich in Grenzen. Wenn ich mir die Wahlergebnisse so anschaue, leben in den betroffenen Gebieten vor allem Menschen, die seit Jahrzenten und wider besseres Wissen aus reiner Gier für Parteien gestimmt haben, die Flußbegradigungen, Bodenversiegelung, Kohleförderung und Verbrennungsmotoren unterstützt haben. Wahrscheinlich sind sie vor der Katastrophe auch SUV gefahren und gerne mal auf Kreuzfahrt gegangen. Die lebten nach dem Motto: Nach mir die Sintflut! Der Klimawandel betrifft ja eh nur die Negerlein und andere Menschen, die weit weg wohnen. Jetzt hat die Sintflut halt sie getroffen Da spare ich mir mein Mitgefühl lieber für die Menschen in Somalia, Südsudan, Afghanistan etc. auf, die zu ihrem Unglück nichts beigetragen haben, und für die nachfolgenden Generationen in Deutschland und überall sonst auf der Welt. Die müssen nämlich die Scheiße ausbaden, die wir ihnen eingebrockt haben.
      Sorry, aber das musste jetzt mal raus …

      Und ich denke, dass die meisten Wähler nach wie vor für Parteien stimmen werden, die ihnen Steuersenkunken und das Leben auf Kosten anderer versprechen. Ich hoffe, dass ich mich irre, glaube es aber nicht.

      • Ich finde deinen Kommentar echt sowas von unangebracht… Man kann nicht immer alle Leute über einen Kamm scheren. Es gibt auch in NRW oder RP genug Leute, die sich für den Klimaschutz einsetzen.
        So etwas wie eine Überschwemmung, bei der mehr als 150 Menschen ums Leben kommen und wahrscheinlich Hunderttausende obdachlos werden, wünscht man niemanden – nicht mal Leuten, die AfD oder CDU wählen…

      • Natürlich hat das niemand verdient und ich wünsche es ja auch keinem. Aber ich finde es eben auch abstoßend und unaufrichtig, wenn es eine große MItgefühlwelle gibt, wenn so etwas passiert, aber wenn in Afrika KInder verhungern, weil wir als Exportweltmeister etc den Rahm abschöpfen, interessiert das keinen. So, jetzt mache ich aber Schluss, weil das Thema wirkölich nicht hierhergehört, und wenn dem so ist, gilt das für Gabys Kommentar genauso wie für meinen.

      • @togravus ceterum

        Ich bin gerade wirklich geschockt und angewidert von deinen Kommentar!!

        Ich habe dich bisher für einen sehr intelligenten User gehalten dessen Kommentare ich gerne gelesen habe, auch wenn ich nicht immer mit ihnen übereinstimme. Aber mit diesem Kommentar hast du bei mir wirklich jeden Respekt verspielt!! Da haben gerade so viele Menschen ihre gesamte Existenz und teilweise auch ihre Angehörigen verloren, und das einzige was dir ernsthaft einfällt ist sowas wie „Heult doch, selber schuld“????

        Vor allem finde ich das soo richtig feige von dir es hier zu sagen, da wo dir keiner etwas anhaben kann. Ich wette dass du dich nicht getraut hättest den Betroffenen im Kastastrophengebiet dieses Dreck ins Gesicht zu sagen weil du wahrscheinlich schon nach kurzer Zeit eine blute und gebrochene Nase hättest. Ich bin wirklich absolut gegen Gewalt und fände so eine Reaktion auch nicht gut, aber ich hätte vollstes Verständnis dafür!!

        An die Blogger: Könntet ihr diesen geaschmacklosen Kommentar von togravus bitte löschen?? Sowas gehört wirklich nicht hier in den Blog!!

        Sorry an alle für den Rant, aber das musste wirklich raus!!!

      • Du weist doch gar nich, was ich im wahren Leben sage und tue. Wenn ich denn Menschen dort helfen könnte, würde ich natürlich mit anpacken, ihnen aber dann genau das sagen was ich hier geschrieben habe. ICh bin ein großer Freund von Ehrlichkeit, auch wenn sie wehtut. Wenn wir uns weiter in die Taschen lügen und so tun, als ob sich nichts radikal ändern muss, wird die Lage noch schlimmer werden. Von dieser großen Heuchelshow, die wir seit Jahrzehnten erleben, hat niemand was.

      • @togravus ceterum

        Ich muß Dir in einem Recht geben. Ja, es ist der Klimawandel, vom Menschen gemacht.
        Dennoch tun mir diese Menschen leid, absolut jede/r kann in diese Situation kommen.
        Und man muss es leider auch sagen: Jede/r trägt mehr oder weniger zum Klimawandel bei (ich nehme mich nicht aus. Ich habe zwar kein Auto und ich reise auch nur mit der Bahn, aber bin auch kein Vegetarier, wobei ich den Fleischkonsum habe, aber für’s Klima müßte man wohl Veganer werden. Natürlich hast Du auch Recht, dass hauptsächlich die westlichen Industriestaaten dies zu verantworten haben.

        Sorry, ich wollte keine Lawine lostreten, aber ich verstehe im Moment Deinen aggressiven Ton mir gegenüber nicht. Aber ja, das gehört hier nicht hin,

      • Ich habe Dich gar nicht gemeint, liebe Gaby. Das waren nur allgemeine Beobachtungen. Mich machen einfach diese Betroffenheitsrituale auf Autopilot, wie man sie in Tagesschau, Brennpunkt etc sieht, total wütend. Mit Sentimentalität, Krokodilstränen und Realitätsverweigerung hat man noch niemals ein Problem gelöst. Es ging also wirklich nicht gegen Dich, sondern gegen die allgemeinen „Wir sind alle schockiert und in Trauer, aber niemand benennt die eigentlichen Probleme“-Reflexe. Die Themen Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum müssen endlich auf den Tisch. Sonst machen wir alles kaputt und sprechen in eingen Jahren nicht mehr von Hunderten, sondern von Tausenden Toten, auch hier in Deutschland. Deshalb frage ich mich auch, wer hier mehr Mitgefühl zeigt: Jene die zukünftige Opfer und Verantwortlichkeit mitdenken, oder jene, die es bei Trauerritualen belassen und dann so weitermachen wie bisher? Der Worte sind genug gewechselt …

      • Ich habe übrigens auch kein Auto, und das obwohl ich wahnsinnig gern fahre. Deshalb weiß ich auch, dass ich das Auto auch nutzen würde, wenn es genauso gut mit dem Rad, zu Fuß oder mit dem ÖPNV geht. Wenn ich tatsächlich ein Auto brauche, miete ich eins. das hat auch den Vorteil, dass ich immer das passende Fahrzeug für den anstehenden Anlass habe und nicht Hochzeiten, Ausflüge, Möbeltransporte etc. mit einem Modell bewältigen muss. Ich rase auch wahnsinnig gerne mit 200 über die Autobahn, aber weil ich weiß, dass das unvernünftig ist und mir selbst nicht traue, bin ich seit 30 Jahren für ein Tempolimit,.

      • @togravus ceterum

        Im Kern stimme ich Dir vollkommen zu. Ein Umdenken tut dringend Not, nicht nur dann, wenn wir diese schrecklichen Bilder sehen. Unter den Betroffenen sind übrigens sicher auch viele Kinder, die den Klimawandel und die negativen Folgen gar nicht zu verantworten haben.
        Wie dem auch sei, … ein bißchen viel Off Topic, ich weiss. Aber wir sind ja nicht nur ESC-Fans, sondern irgendwie auch Mitmenschen. Finde, darüber kann man sich auch mal unterhalten. Geht uns irgendwie ja alle an.

      • Genau und vielen Dank für diesen Kommentar, Gaby. Mitgefühl und Ehrlichkeit schließen sich ja auch überhaupt nicht aus. Heuchelei ist das Schlimmste und hilft niemandem. Bis zu welchem Jahr wollen wir noch gleich Braunkohle aus dem Boden graben?

      • Hoppala, kleine Korrektur zu meinem Kommentar von 22:51:
        „Den Fleischkonsum reduziert habe, sollte es heißen. 😉

      • Lieber Toggie,

        ich teile nicht deinen Punkt, was das Mitleid angeht. Ich habe dafür tiefstes Mitgefühl. Ich sehe Bilder und möchte einfach nur weinen. Es ist unvorstellbares Leid und man müsste schon sehr abgestumpft sein, um darüber einfach hinweggehen zu können.

        Aber du hast im Grunde vollkommen Recht.
        Ich möchte nicht den Menschen eine unmittelbare Schuld an dem geben, was passiert ist, die nun grad betroffen sind. Denn so eine Katastrophe hätte uns alle treffen können.
        Seit Jahren warnen Wissenschaftler vor solchen Klimakatastrophen. Sie warnten vor Hochwasser, sie warnten vor Hitzeperioden wie in Teilen der USA. Gemacht hat dagegen niemand etwas.
        Und trotzdem werden im September 40-50% Union und SPD wählen und damit zwei Parteien, die in ihrer Regierungszusammenarbeit die letzten Jahre einen Fick auf Klimapolitik gab. Und nochmal 10% der Menschen wird eine Partei wählen, für die das grad halt normales Wetter ist und die über Twitter dümmliche Witze macht über diese Katastrophe.
        Wir kriegen mit nicht besonders kleiner Wahrscheinlichkeit einen Kanzler, in dessen Wahlprogramm Umweltschultz und Klimapolitik nichtmal gestreift wird und der diese Katastrophe für keinen Anlass hält, seine Politik zu ändern. (Wörtlich!) Und der CDU-Landrat aus Erftstadt stellt sich allen Ernstes vor eine Kamera und sagt „So eine Katastrophe wird es ja hoffentlich nicht mehr geben.“

        Das ist die Politik in diesem Land, das ist das Denken der Menschen in diesem Land. In ein paar Wochen, wenn MillionenHilfsgelder geflossen sind, wird das alles nur noch ein böser Traum sein und man wird denken „Irgendwie ging es nun doch nochmal gut“ und dann verfällt man wieder in alte Muster.
        Wir sehen es ja an der Pandemie. 80 oder 90% der Menschen halten die Maßnahmen alle für sinnvoll, sie wollen geschützt werden. Aber sie wollen auch in den Urlaub fliegen, sobald es wieder geht. Risikogebiet? Ach komm, uns passiert schon nix.

        Wir hören nicht auf Wissenschaftler, die zur Vorsicht mahnen. Es wird ausgeblendet. In der Pandemie. In der Klimapolitik.

        Ich weiß nicht, ob mit einer grünen Kanzlerin alles besser wird. Vermutlich nicht. Aber wir brauchen eine Partei in der Regierung, die etwas von Klimapolitik versteht.
        Mit LAschet und SPD und „weiter so“ steht die nächste Klimakatastrophe unmittelbar bevor. Und es wird nicht bei einer bleiben. Mit den Grünen haben wir die Chance, dass auf „Scientists for future“ oder „Fridays for future“ mal gehört wird.

        Für das, was da grad passiert ist, tragen wir ALLE die Verantwortung. Diese Katastrophe ist menschengemacht. Wer das nicht versteht, soll sich ficken. Diese Ignoranten widern mich so unfassbar an, weil wir sehenden Auges ins Unglück rennen. Wir sägen solange am Ast, bis er bricht. Und dann suchen wir uns einen neuen Ast. Solang, bis keiner mehr da ist.

      • Danke, Andi. Ich kam vielleicht auch etwas zu hart rüber, aber manchmal denke ich, dass man den Menschen die Probleme einfach so hart wie möglich um die Ohren hauen muss. All das Nettsprech hat ja überhaupt nichts gebracht.

        Natürlich habe ich bei den Bildern auch gedacht: Was für ein Horror. Tote und Menschen, die Ihr gesammeltes Leben (Fotos, Dokumente, Briefe etc.) verloren haben. Aber andererseits muss man eben auch, wie Du es tust, sagen: Ihr tragt eine Mitschuld.

        Aber ich habe wenig Hoffnung. Man will angeblich die Flugreisen verringern und gleichzeitig planen obszön reiche Milliardäre Urlaub im Weltall. Geht’s noch?

        Ich werde auch immer ganz aggro, wenn Leute die Wörter ‚Ungeziefer‘ oder ‚Unkraut‘ verwenden (Das bedeutet ja: Kann ohne Bedenken totgeschlagen werden.) Frag mal Mutter Erde, wer der schlimmste Schädling ist, der sich auf ihr tummelt …

        Ich schließe mit AUT03:

        „Es sterbn bald alle Vögel
        Es sterbn bald alle Käfer
        Nur im Bett da liegt der Adam
        Und vermehrt sich mit der Eva“

      • @toggie

        Ja, also, es kam schon ein wenig so rüber wie „Ihr seid doch selbst schuld, heult leiser“. Wer dich durch deine Kommentare hier aber ein wenig kennt, wird einschätzen können, dass du es so hart nicht meintest.
        Ich seh es aber auch so: die Wahrheit muss gesagt werden. Vor allem dann, wenn sie weh tut. Und es ist leider Gottes auch so, dass man immer erst eine Katastrophe braucht, um zum Umdenken gebracht zu werden.
        Ich beschäftige mich ja grad beruflich mit Leuten, die ins Strauchen geraten sind. Die haben auch erst bemerkt, dass sie auf einem vollkommen falschen Weg sind, als es zu spät war und man ihnen von Staats wegen ihre Freiheit nahm.
        So ähnlich ist es hier nun auch. Diese Katastrophe wird hoffentlich einigen nochmal ins Bewusstsein hämmern, dass wir was tun müssen und nicht sagen können „Och, Klimawandel gucken wir uns an. Wer weiß, was dabei rumkommt. Kann ja auch was positives sein, bei so nem Wandel.“

        Aber meine BEfürchtung hab ich oben ja schon skizziert: wir kriegen einen Kanzler, der mit seiner netten Onkelhaftigkeit Probleme herunterspielen wird. Und wer den Mann oder auch die SPD wählt oder, Gott bewahre, die NSAfD: ihr seid tatsächlich selber schuld.
        Die dümmsten Kälber wählen sich ihren Schlachter selber.

        Mein Appell an alle: hört auf die Wissenschaft. Hört darauf, was Scientists for future so veröffentlichen. Und dann entscheidet im September weise. Weiter so oder vielleicht die klitzekleine Chance zum Aufbruch.

      • Wie gesagt, ich habe wenig Hoffnung. Was soll eine grüne Kanzlerin bewirken, wenn es ein globales Problem ist und die obszön reichen Industriestaaten sich schlichtweg weigern, ärmeren Ländern eine angemessene finanzielle Transferleistung zu zahlen, wenn sie ihre Wälder erhalten. Wir haben ja auch über die Jahrhunderte all unsere Urwälder abgeholzt und die Böden versiegelt, damit der Rubel rollt. Vor einigen Jahren hat Ecuador Erdöl in einem Nationalpark im Amazonabecken entdeckt und folgendes Angebot gemacht: Wir erschließen die Ressourcen nicht, wenn wir dafür angemessen entschädigt werden. Wurde sofort abgelehnt, und Merkeldeutschland war natürlich ganz vorne mit dabei in der Neinsagermeute. Also wird das Erdöl jetzt gefördert. Das kann ich Ecuador nicht vorwerfen. Wir scheinen diese zynische Einstellung zu haben: Bleibt ihr mal schön arm, aber bitte rettet das Klima für uns. *kopfschüttel*

        Und da ist noch was, das mich so richtig auf die Palme bringt: Natürlich erwarten die Menschen in Deutschland zu recht, dass sie im Falle einer Naturkatastrophe versorgt werden. Aber Menschen aus Afrika, die vor Dürren und anderen Katastrophen fliehen, die von der Geschichte der Industriestaaten verursacht werden, sollen gerne in lybischen Lagern verrecken oder im Mittelmeer ertrinken. Ich haue es den Heuchlern erneut um die Ohren: Sind ja nur Negerlein … Auch das muss mal benannt werden. Ein europäisches Leben scheint viel mehr wert zu sein als ein afrikanisches. In was für einer Welt leben wir nur?

      • Ich denke, Du hättest Deinen Punkt gut auch ohne das N-Wort klar machen können. Sollte heute doch eigentlich selbstverständlich sein und Du triffst damit im Zweifel ja eher die Menschen, die Du hier gar nicht treffen willst, als die Menschen, um die es Dir in Deinem Kommentar geht.

      • Ich verstehe was Du meinst, aber manchmal hilft auch sprachliche Mimikry, um Menschen zum Nachdenken zu bringen. Die Menschen, von denen ich hier spreche, werden von vielen ja eben nicht als vollwertige Menschen angesehen und dementsprechend behandelt.

      • Andi, auch von mir danke für Deinen ausgleichenden Kommentar, insbesondere für die erste Hälfte. Da, wo es dann um Parteien geht, würde ich so nicht mehr ganz zustimmen. Selbst wenn die Grünen schon 16 Jahre lang konsequent Greta Thunbergs Forderungen durchgesetzt hätten, wäre so eine Katastrophe nicht auszuschließen gewesen (ich meine mich übrigens zu erinnern, dass sie vor diesen 16 Jahren ja sogar 7 Jahre an der Regierung waren).

        Wenn es um „Schuld“ am Klimawandel geht, dann müssten wir hier sofort aufhören, Musikvideos auf Youtube zu schauen und Musik zu streamen, und wir müssten das Netflixabo kündigen (Letzteres kann ich ganz unverhohlen fordern, weil ich keines habe). Ich habe jedenfalls mal gelesen, dass der Klimaabdruck vom Streamen äußerst schlecht ist. Fast jedeR findet halt in der Regel das die schlimmste Klimasünde, bei dem er/sie nicht beteiligt ist.

        Im Ahrtal und in den anderen schlimm betroffenen Regionen wohnen ganz bestimmt auch viele Leute, die sich für Klimaschutz eingesetzt haben und womöglich auch an „Fridays for Future“-Demos teilgenommen haben, die keine SUVs fahren und schon lange nicht mehr geflogen sind. Auch die leiden jetzt. Und selbst wenn jemand Klimaschutz bisher nicht so ernst genommen haben sollte – mir tut er/sie als Betroffene(r) kein bisschen weniger leid.

        Togravus ceterum, einen Punkt von Dir kann ich sehr gut nachvollziehen: Das oft fehlende Mitleid mit Menschen z.B. in Afrika. Ständig ist dort ein Land oder eine Region einer Katastrophe ausgesetzt, an vielen haben in der Tat die westlichen Nationen eine große Schuld, z.B. an Kriegen in Folge von früherer Kolonialpolitik (ohne dabei die Zeit bevor es dort Kolonien gab als besonders friedfertig verherrlichen zu wollen), an Hunger und Armut infolge unfairer Wirtschaftspolitik und natürlich an riesigen Umweltproblemen, für die Afrika am wenigsten verantwortlich ist, aber unter denen es oft am meisten leidet.

        Andererseits finde ich es schon auch ein bisschen nachvollziehbar, wenn man von Ereignissen, die im näheren Umfeld passieren und die einen auch selbst leicht treffen könnten, ganz besonders erschüttert ist.

      • Puuuh, ich finde deinen Kommentar ehrlich gesagt äußerst grenzwertig, was sicherlich auch daran liegt, dass ich bis zu meinem Studium in einem der meistzerstörten Orte gewohnt habe und mein Vater beispielsweise auch über einen Tag keinen Strom hatte, aber glücklicherweise glimpflich davon gekommen ist. Das ist die persönliche Note, die mich störend auf den Kommentar blicken lässt, die andere Note ist, dass du hier mit deinen Aussagen fast schon Sterotyp den Lifestyle-Linken raushängen lässt. Bestandteil des Bildungsbürgertums und abschätzig aus der Großstadt auf die Landbevölkerung blickend verurteilen, weil die Empathie für andere Lebenswege inzwischen vollkommen abhanden gekommen ist. Was dieses Hochwasser aufgezeigt hat, ist dass sofort die Infrastruktur krisenfester gemacht werden muss (was man eigentlich seit 30 Jahren weiß und daher Entwicklungszeit hergeschenkt hat) als Akutverbesserungen und die schönen Klimaschutzankündigungen der EU dann auch Mal mit Kompetenz umsetzen ohne die soziale Frage (die wieder mehr an Relevanz gewinnen wird) zu vernachlässigen (und ob da die Grünen wirklich die Heilsbringer sind, wage ich anhand ihrer bisherigen Regierungsarbeiten anzuzweifeln).
        Aber glaub mir, zumindest in meinem Landkreis wird die CDU eine historische Schlappe bei der Bundestagswahl einfahren, das „einfache Volk“ hat die Schnauze voll von denen. Die diese ewig gestrigen wählen, sind auch zumindest hier nicht unmittelbar vom Hochwasser geschädigt. Just my two cents on this.

      • Danke für Deine Rückmeldung. Wir müssen ja nicht immer einer Meinung sein … Seit wann ist denn LuBu eine Großstadt?

      • Hatte Stuttgart im Kopf, von daher Großstadt^^
        Wir sind unterschiedliche Menschen, die Dinge wahrnehmen und verarbeiten und daraus dann eine Meinung formulieren und sich dann darüber austauschen können. Ich gebe dir ja in einigen Punkten recht, aber diese selbst Schuld Haltung die da durchschlägt, finde ich schwierig, auch weil es spitz auf Knopf stand, dass Familie oder Freunde evakuiert werden müssen und/oder Hab und Gut verlieren. Labertasche Laschet hat ein Live Interview aus Stolberg gegeben, wo mir fast schlecht wurde und ich könnte dir Geschichten erzählen von Flüchtlingen, die die Evakuierung verweigert haben aus Angst und stattdessen in Lebensgefahr geblieben sind.

      • Ich finde das ja auch schlimm und habe nur auf einen ganz einfachen Sachverhalt hingewiesen: Das die Menschen über Jahrzehnte in einer Art und Weise priorisiert haben, die zu den schrecklichen Ereignissen beigetragen hat. Und dann mit dem Finger auf das Versagen der Politik zu zeigen, treibt die Heuchelei auf die Spitze: Irgendwer hat die Leute ja gewählt …

      • Gute Politik ist unter anderem im Allgemeinwohl zur Not auch gegen die demokratische Mehrheit in der Bevölkerung zu agieren und damit zu überzeugen. Die Union wird jedoch immer opportunistisch agieren.
        Zu der Kernwählerschaft der Union und FDP kann ich nur sagen, dass die zumindest hier in der Region eher nicht betroffen ist, da sie nicht in den Hochwassergeschädigten Gebieten ansässig ist. Allerdings glaube ich auch, dass in der Art und Weise wie über Umweltpolitik gesprochen wird der Hund begraben liegt, weswegen auch die untere Mittelschicht einer stärkeren Umweltpolitik im Wege steht

      • Viele haben Angst, dass eine vernünftige Umweltpolitik sie was kosten wird oder sie sich irgendwie einschränken müssen. Kann allerdings kaum teurer werden (sowohl finanziell als auch menschlich) als das, was wir jetzt an Ahr & Co sehen.

      • Vielleicht macht hier auch das Alter einen Unterschied. Ich bin seit den 1980er Jahren umweltpolitisch aktiv. 40 Jahre lang war ich freundlich und respektvoll. habe geredet, erklärt und auf wissenschaftliche Erkenntnisse hingewiesen. 40 Jahre lang haben die Menschen mich belächelt („werd erst mal erwachsen“), sich über mich lustig gemacht oder Verständnis gezeigt, aber überhaupt nichts geändert, was das Schlimmste überhaupt ist. 40 Jahre lang haben die Menschen ihre Kreuzchen weiterhin bei Parteien gemacht (und ich meine nicht nur die Union …) , die noch mehr Wohlstand versprochen haben. Und als der Klimawandel dann Realität wurde, dachten die meisten Menschen: „Das ist schon schlimm, findet aber nicht bei uns statt.“ Und wenn es anderswo Katastrophen gab, hat man € 10 gespendet und sich dabei noch gut und moralisch integer gefühlt. Vielleicht kannst Du jetzt verstehen, dass man an einem Punkt ankommen kann, an dem einen die Gedulds- und Verständnisfäden reißen. 🙁

      • Ich habe Verständnis für deine Sichtweise, kritisiere aber dennoch und gerade spricht aus dir eine Verbitterung, die sich auf Menschen niederschlägt, die gerade in eine Notsituation geraten sind und da draufzuhauen bringt wenig bis gar nichts. Ich gebe dir auch Recht, dass vor allem in der Arä Kohl und auch in der Ära Merkel Zeit verschwendet worden ist (nicht nur aber vor allem in der Umweltfrage), aber ich kann dir zumindest aus der Region hier sagen, dass größtenteils Menschen betroffen sind, die nicht das weiter so gewählt haben und Menschen, die nicht aus der oberen Mittelschicht oder der Oberschicht stammen.

      • Ich habe weiter unten ja geschrieben, dass ich auch eine mitfühlend.menschliche Reaktion hatte, als ich vor dem Fernseher saß und die Bilder gesehen habe. Ich habe ja kein Herz aus Stein. Aber wenn man sich überlegt, was nun jenseits der Sofort- und Wiederaufdiebeinekommhilfe zu tun ist, hilft uns diese menschliche Seite nicht weiter. Wir müssen aufhören, den Menschen in den Mittelpunkt unseres Handelns zu stellen, wenn wir noch irgendetwas retten wollen. Deshalb wird mir auch jedesmal ganz flau im Magen, wenn die Menschen sagen, dass sie wollen, dass ‚Politik in ihrem Interesse‘ gemacht wird. Damit meinen sie nämlich meist nur ihren Kontostand …

        Ich bin auch sehr froh, dass Dein Vater glimpflich davongekommen ist.

      • Das ganz große Problem der Klimafrage bleibt, dass es eine globale Frage ist und das wird so befürchte ich vieles, was notwendig wäre verhindern. Aber natürlich braucht es zumindest im Hintergrund Köpfe, die jetzt schon rational analysieren, wie man zum einen die Infrastruktur besser an Extrembedingungen anpasst (wir werden die nächsten Jahrzehnte sowas weiterhin erleben) und zum anderen Konzepte, die die endlich beschlossen Ziele der EU real werfen lassen oder sogar übertreffen und da ist auch die „Wirtschaft“ in der Bringschuld.
        Ich sag immer zu meinem Vater, dass es den meisten deutschen zu gut ginge und daher so viele die Union wählen, weil sie nicht sehen, wie schlecht ihre Regierungsarbeit eigentlich ist und war. Es wird Zeit endlich wieder soziale Politik zu machen, genauso wie eine Vernünftige Unweltpolitik, wurde beides in NRW für die Flasche abgewählt, dank seiner damaligen Schmutzkampagnen. (Man merkt dezent, wie sehr ich Laschet verachte)

      • Klar ist das ein globales Problem, aber irgendwer muss ja mal anfangen, die Arme hochzukrämpeln. Und wenn wir vernünftige Vorgehensweisen und Lösungen wollen, müssen wir in der Analyse zunächst einmal brutal ehrlich sein, auch wenn das einigen wehtun wird. Objektivität und Ehrlichkeit sind die Basis jeder vernünftigen Wissenschaft.

        In Deinem vorherigen Kommentar has Du von den „Lifestyle-Linken“ aus der Großstadt gesprochen. Seit wann ist Wissenschaft eigentlich links? Dieser Begriff ist doch reine Propaganda, und das muss man der Landbevölkerung dann eben auch mal direkt ins Gesicht sagen: „Weist Du eigentlich, was Du da für einen Unsinn redest?“

      • Wissenschaft ist vor allem Erkenntnis und Diskursbasiert, kann aber nur Anhaltspunkte liefern, auf deren Basis Entscheidungen getroffen werden müssen. Politik muss allerdings das Allgemeinwohl im Bild haben (was oft fälschlicherweise gleichgesetzt wird mit Geld) Wenn ich mir allerdings Forderungen von einigen unter dem Begriff Lifestyle-Linken subsumierten (rein auf die Klimafrage bedachte Angehörige des Bildungsbürgertum aus urbanen Regionen) Aktivisten oder auch der FFF Bewegung ansehe, dann spüre ich das fehlende Verständnis für eine andere Lebenswelt, da werden dann Personengruppen gegeneinander ausgespielt, anstatt bewusst zu machen, wie jeder etwas für die Umwelt tun kann. Da mit dem Finger auf die Landbevölkerung zu zeigen ist mir zu simpel (da kann man kaum auf ein Auto verzichten, man kann aber es so selten wie möglich einsetzen oder einen Hybrid fahren) Oftmals ist die Diskussion doch kaum noch möglich, wodurch die Spaltung der Gesellschaft vorangetrieben wird. Wut und Verbitterung wird uns nicht weiterhelfen.

      • Die Natur besteht aus chemischen und physikalischen Prozessen. Man kann sich mit Ihr weder an einen Tisch setzen, noch irgendwie sonst verhandeln oder ein Bündel Euro rüberschieben. Deshalb ist Klimaschutz auch keine politische Frage. Er ist eine unhintergehbare Notwendigkeit, weil nur die Menschen etwas ändern können. Der Natur sind die Hände gebunden. Sie kann nicht auf uns zukommen, außer in der Form von Flutwellen, Dürren und straußeneigroßen Hagelkörnern. Andererseits ist die Frage, wie man die durch Klima- und Umweltschutz entstehenden Kosten sozial gerecht verteilt, eine politische. Aber man darf die beiden niemals miteinander vermengen. Zunächst müssen wir die Frage beantworten: Was muss getan werden? Und wenn diesbezüglich die Karten offen auf dem Tisch liegen, können wir uns gerne im Streit über die politisch-sozialen Konsequenzen gegenseitig an die Gurgel gehen.

      • Und genau das passiert gerade nicht, es wird sich die Schuld hin und her geschoben anstatt zu sagen, das sind die Gegebenheiten auf die wir uns einstellen müssen, darauf müssen wir uns soweit es geht vorbereiten, um besser damit umzugehen (sehe ich Schwarz für) und gleichzeitig versuchen die Entwicklungen durch eine konsequente Klimapolitik so weit es geht abzumildern. Beides erfordert die Feststellung, was muss getan, was können wir leisten und wie können wir es gerecht machen. Stattdessen lese ich andauernd von moralisch überlegenen Menschen, die schlau daher reden und nicht ansatzweise in Reflexion gehen. Wir schaffen es nur gemeinsam, da helfen Schuldzuweisungen nicht weiter (auch wenn es der typisch menschliche Verhaltensreflex ist)

      • „Stattdessen lese ich andauernd von moralisch überlegenen Menschen, die schlau daher reden und nicht ansatzweise in Reflexion gehen.“

        Es kann aber auch nicht die Aufgabe von Wissenschaftlern und Aktivisten sein, die politischen und sozialen Probleme zu lösen … Das müssen schon die Politiker tun, und die werden eben von Menschen gewählt, die häufig eben auch nicht so gut (aus)gebildet sind wie die urbanen Eliten. Das gehört leider auch zur ganzen Wahrheit.

      • Ich rede hier nicht von Wissenschaftlern, sondern von Menschen, die sich Aktivisten nennen, aber nur in sozialen Medien schlau aus ihrer teuren Dachgeschosswohnung daher reden und damit Öl ins Feuer gießen und es nicht merken (wollen). Damit erschweren sie es genau jene Gruppe zu erreichen, die es zu erreichen gilt: Die weniger gebildete (untere) Mittelschicht, die meiner Erfahrung nach nicht so schwer zu bekommen sind (auch wenn es natürlich verlorene gibt, die bspw. Die AfD wählen), wenn man ihre Lebensrealität versteht. Anders kann man sie auch nicht dazu bewegen sich umzustellen, was aber unausweichlich ist. Ich hoffe, durch die Diskussion ist verständlich geworden, warum ich mit Teilen der sogenannten Links-Grünen Bubble fremdel, auch wenn ich im Grundsatz die Ansichten teile

      • „Menschen, die sich Aktivisten nennen“

        Solch einen rechten Diffamierungsslogan hätte ich von Dir nicht erwartet. 🙁 Und was ist denn falsch daran, schlau daherzureden. Wird nun nach „gut“ auch noch „schlau“ diffamiert?

      • Aktivisten sind für mich Menschen, die Werte vertreten und vorleben anstatt sie nur anderen Schuld zuzuschieben, was in sozialen Medien inzwischen Usus ist (sei froh, dass du sie nicht nutzt). Wer schlau daher redet, muss halt auch liefern und wer dann von anderen fordert aber selbst nicht die eigenen Forderungen vorlebt oder zumindest versucht vorzuleben, ist dann kein Aktivist mehr.

      • Aber weist Du denn, was die Menschen in den urbanen Dachgeschosswohnungen Tag für Tag tun?

        Und mir geht es übrigens überhaupt nicht darum, Otto/OttilieNormalverbraucher*In den Spaß am Leben zu vermiesen. Zwei Urlaube per Flugzeug pro Jahr sind nicht das Problem. Das Problem sind Berater und andere Geschäftsreisende, die 10 Flüge pro Woche haben und selbst von Frankfurt nach Düsseldorf fliegen. Das Problem ist auch nich die private Internetnutzung. Es sind die Riesenrechner des Finanzwesens etc. Bei einigen anderen Themen wie z. B. dem Konsum tierischer Produkte sind wir alle gefragt.

      • Es sind ja einige so blöd und teilen noch, wie sie dann um die Welt fliegen für ihr Business oder aus Spaß an der Freude oder sich ständig neue Technik gönnen, auch wenn mein Generalangriff zu polternd war, das gebe ich zu. Es ist nur eine kleine besonders ärgerliche Gruppe.

        Zu deinem letzten Absatz, da schließe ich mich vollumfänglich an (wobei ich sogar auf einen Flugzeugurlaub pro Jahr runtergehen würde).

      • OOOPS, da bist Du bzgl. der Flugreisen ja tatsächlich auf der Ökoüberholspur an mir vorbeigezogen. Das kann ich so nicht stehenlassen … *tritt aufs Gaspedal* 🤣

      • Oh. 🙁
        Ich fliege wahnsinnig gerne, versuche aber, mich am Riemen zu reißen und mich an Deine nur eine Flugreise pro Jahr-Regel zu halten.

      • Ich reise ja grundsätzlich gerne, aber wenn ich es mir nicht leisten kann, kann ich es mir halt nicht leisten, ist für mich aber auch nicht schlimm. Dieses Jahr könnte ich wenn ich wollte, mir ist aber wichtiger Geld zurücklegen für den nächsten Umzug. Ich will das Reisen aber niemanden vermiesen, nur muss es halt nicht immer das Flugzeug sein.

      • Ich hatte auch 5 bis 6 Jahre, in denen ich nicht reisen konnte. Das war die Zeit, in der ich einen Lehrauftrag an der Uni hatte. Das Geld war immer knapp, die Eltern wollte ich nicht anpumpen, und wenn mal ein wenig Geld da war, hieß es von meiner Professorin: Du musst unbedingt auf dieser oder jener Tagung einen Vortrag halten. Dann ging es eben mal wieder nach Chemnitz, Gelsenkirchen oder Albstadt. Nichts gegen diese Städte, aber es gibt attraktivere Reiseziele …

        Für mich ist Reisen das wichtigste überhaupt. Es gibt keine andere Möglichkeit, so viel in so kurzer Zeit zu lernen. Ich bin nicht so der Strandtyp, mehr der romanische Kirchen und Museen-Mensch … Allerdings habe ich meine Unterkunft gerne am Meer, wenn die Reiseroute dies zulässt.

      • Sooo wichtig ist mir das Reisen nicht, aber ich sehe schon gerne andere Orte und lerne etwas dazu. Nächstes Jahr sollte es dann wieder klappen

      • @Thomas M.:

        Ich sagte ja, dass ich nicht unbedingt glaube, dass mit einer grünen Kanzlerin alles besser wird. Aber zumindest könnte sich das Bewusstsein für solch angespannten Lagen ändern.

        Wie gesagt: Wissenschaftler warnen seit Jahren vor solchem dem Kimawandel geschuldeten Wetterlagen. Hat keiner drauf gehört, immer nur gedacht „Ja, gut, aber das passiert ja UNS nicht.“
        Letzten Samstag warnten Meteorologen auf verschiedensten Plattformen, dass im Westen Hochwasser droht aufgrund der sich ankündigenden Wetterlage. Hat keiner drauf gehört.

        Seit Donnerstag warnten die Meteorologen vor Hochwasser in Bayern. Die Behörden hörten nicht drauf, warnten die Bevölkerung nicht.

        Mit einer grünen Kanzlerin steigt vielleicht das Bewusstsein.
        Und ja, du hast recht, es ist ein globales Problem. Aber deswegen können wir doch nicht sagen, dass wir nichts tun.

        @eccehomo:
        Ich kann deine Punkte alle gut nachvollziehen und da sind wir sicher auch nicht weit entfernt. Und ich freue mich auch, dass deinem Vater offenbar nichts weiter passiert ist.
        Aber den Vorwurf von wegen „Lifestyle-Linker“ kann ich nicht mehr hören. Es ist dummes Zeug, dass Frau Wagenknecht ja seit Wochen in jeder Talkshow verbreitet. Es geht mir auch auf den Sack, dass wir aus jedem Punkt, der den Klimawandelt betrifft, eine soziale Frage machen.
        Ich höre immer wieder, dass wir Verbrennungsmotoren abschaffen müssen, möglichst zügig, dafür E-Autos auf die Straße bringen müssen zum Beispiel. Dann kommt als Gegenargument immer: kann sich keiner leisten. Zwei Sätze weiter: aber in ländlichen BEreichen fährt nur alle 2 Stunden ein Bus, die Menschen sind auf ihr Auto angewiesen.
        Und dann ist jede Diskussion abgewürgt. Es wird doch niemand bestreiten wollen, dass Verbrennungsmotoren Mist sind. Trotzdem wird mit sozialen Aspekten gegenargumentiert und gesagt: „Würden wir ja alles gern mitmachen, können wir aber nicht.“

        Ja, Klimaschutz ist teuer. Ja, es wird wehtun. Ja, es wird Leute unverhältnismäßig treffen. Aber das kann doch kein Grund sein, Klimaschutz nicht trotzdem voranzutreiben.
        Die Grünen haben ja sehr konkrete Zahlen genannt – und wurden dafür zerfetzt. Sie haben gesagt, wie teuer Benzin wird. Sie haben gesagt, wie sie Ausgleiche schaffen wollen für höhere Kosten und Steuern. Sie haben das geliefert, was wir immer gern vor uns hinbrabbeln, wenn wir Politikverdrossenheit erklären: „Aber ich hätte so gerne mal einen Politiker, der Klartext redet.“ Aber das ist dann natürlich nur solange gut, solang diese Politiker auch gute Nachrichten verkaufen. Und zum Thema Auto darfste dem deutschen Michel hier eh nicht kommen. Auto ist ne heilige Kuh.

      • Klartext bedeutet für viele Wähler, dass immer die anderen Schuld sind …

        Das CSU-Bärle bringt ja gerne das Land-Bus-Argument. Ich frage mich: Wer setzt eigentlich jene politischen Rahmenbedingungen, die dazu führen, dass nur alle 2 Stunden ein Bus fährt. Hmmmm … welche Partei kann das in Bayern wohl sein? 🤔

      • @Andi: Es stimmt sicher, dass Verbrennungsmotoren mitverantwortlich für den Klimawandel sind, aber ist es wirklich sinnvoll, die als die Wurzel allen Übels zu verteufeln und E-Autos als die ultimative Lösung aller Probleme darzustellen? Auch für die muss die Energie irgendwoher kommen.

        Und ja, ich bleibe bei meinem Beispiel von vorhin: Diese Durchdigitalisierung der Gesellschaft, die jetzt überall gefordert wird und bei der sich die urbanen „Lifestyle-Linken“ oder „Hipster“ oft ganz vorne sehen, trägt auch ganz wesentlich zu Klimawandel und Umweltverschmutzung bei. Was in all diesen Rechenzentren für Unmengen an Energie verbraucht werden, was bei der Herstellung von Chips für Umweltsünden begangen werden, … . (Mir kommt übrigens jedesmal das Kotzen, wenn wieder irgendjemand mitleidig lächelnd von der „Kreidezeit“ spricht, die an manchen Schulen immer noch nicht zu Ende sei und die Einführung dieser Sch…Tablets als das Nonplusultra ansieht).

        Es kann jedenfalls keineswegs nur die „Landbevölkerung“ für den Klimawandel verantwortlich gemacht werden.

      • Gerade weil der Begriff von Wagenknecht kommt, kann man ihn leicht abwaschen, aber er trifft nun einmal einen Kern, der sich nicht bestreiten lässt, die moralische Überlegenheit urbaner gut situierter Menschen, die in ihrer Blase gefangen sind.
        Du bringst ein wunderbares Beispiel, wie schlecht die Diskussion geführt wird. Sind E-Autos mit Batterie die Allheillösung oder braucht es da weitere Innovationen? Wie können wir den öffentlichen Nahverkehr in ländlichen Regionen ausbauen? Die Lösungsorientierung fehlt und das ist fatal.

      • Puh, jetzt habe ich eine Diskussion entfacht, das war in der Form gar nicht beabsichtigt. Ich finde aber diese Diskussion und die verschiedenen Sichtweisen dennoch interessant. Im Großen und Ganzen kann ich abschließend sagen: Torgravus ceterum hat in vielen Dingen Recht, was er schreibt. Aber Vorwürfe helfen den Menschen nicht weiter, und sind sicher auch nicht zielführend.

      • Da Du Deine Italien-Reise aus ethischen Gründen zweifellos nicht abntreten wirst, kannst Du mir gerne Deine Tickets geben. Your family will love me, you know it!

      • Wir fahren jetzt wahrscheinlich doch nur zur Hochzeit meines Cousins, weil ich zwischen Monfalcone und Muggia kein einziges Hotel gefunden habe, das mir gefällt und noch freie Zimmer hat. 🙁

        So Corona will, fahren wir im September nach Kroatien oder in die Provence. Du kannst gerne mitkommen. 😀😎

      • Provence ist gebongt (hab ich das Wording aus unserer Jugend richtig in Erinnerung?)!

      • Wie Du weißt, benutze ich in solchen Situationen ausschließlich lateinische Wörter. ‚Gebongt‘ ist wohl Plebsprech. Habe ich noch nie gehört. 😉

      • Uno (uno)
        Dos (dos)
        Cuatro (cuatro)
        Uno, uno
        ♫♪♫ *shakeshake* 💃💃💃

  2. Mon dieux. Ich war vor über 30 jahren 3x in benidorm…zum ersten, zum einzigen und zum letzten jahr. Ne touristenhochburg mit grausamen hotelbunkern.

    • Ich kenne Benidorm nur, weil man es von der Autobahn aus sehen kann. All die Hochhäuser sind ja auch schwer zu übersehen. Bevor ich dorthin reise, bleibe ich lieber zuhause …

  3. Ich frage mich was ein Festival bringen soll, welches nie „GROSS“ war? Kann mir nicht vorstellen, dass sich etablierte und erfolgreiche Acts um eine Teilnahme bemühen werden. Aber immerhin macht man etwas in Spanien. Was man von Deutschland bzw NDR nicht behaupten kann.

    • Stimmt beim NDR passiert garnichts ..Noch nicht mal klar ob das Eurovisonpanel wieder zum Einsatz kommt oder nicht Personalen usw…

      • Wie passiert nix? Die Mitglieder sollen doch nach dem Ergebnis des ESC 2021 ausgesucht worden sein, also wer am besten tippte? Die sind sicher schon informiert worden, weil ESC 2021 ja schon lange vorbei ist! Außerdem gab es I-Pads zu gewinnen! Wer hat die gewonnen? Das wurde doch online so beworben, dass es eine Verlosung unter allen Teilnehmern gibt. Denke, es sind schon die 100 Besten ausgesucht und benachrichtigt worden!

      • Nein es eben noch nichts klar was das Auswahlverfahren 2022 betrifft ebenso die Nachfolge von T.Schreiber.

  4. Das Wording erinnert aber frappierend an Mitte 2017, als auch alles anders und besser werden sollte und man Operación Triunfo wiederbelebt hat – mit bekanntem Resultat!
    Wenn der Sieger des Festivals dann auch zum ESC fahren soll, wird man direkt alle halbwegs bekannten Namen verschrecken. Andererseits, wenn man nur aus dem Teilnehmerfeld relativ beliebig jemand „Geeigneten“ auswählen würde, könnte man sich den Firlefanz auch sparen und direkt intern nominieren.
    Man sollte sich hier von dem (vermeintlich) prestigeträchtigen Namen nicht blenden lassen: Sollten sich die Gerüchte bestätigen, kann man wohl mit einem VE ähnlich wie 2014, ’16 und ’17 rechnen, nur wahrscheinlich mit etwas größerem Feld und ohne obligatorischen G:son-Song. Aber vielleicht schafft es Mirela dann mal, wenn sie nach dem Drama von 2017 überhaupt noch Bock auf den ESC hat.

    • Es kommt natürlich darauf an, wie das ganze Projekt vermarktet wird. Und natürlich, welche Künstler*innen und Songs sich zur Wahl stellen. So ein Festival würde erst einmal Aufmerksamkeit erregen, auch international (wenn man es geschickt vermarktet😉)
      Spanien hat ja ein ähnliches Problem wie Deutschland, dort funktioniert eine Direktnominierung offenbar auch nicht.
      Ich bin erst einmal guter Dinge, dass sich die Spanier zukünftig mehr Mühe geben wird. Für Deutschland würde ich mir etwas Ähnliches wünschen, aber das bleibt wohl Wunschgedanken. Der öffentliche Rundfunk muß ja hierzulande sparen, von daher habe ich wenig Hoffnung in eine aufwändige Kandidatensuche.

  5. Grad im ZDF: „Singen kann sie ja, aber eine Ukulele ist eben recht übersichtlich als Instrument…“
    Wurde der Film nach Jendrik gedreht? Ne, 2019…

  6. @togravus ceterum

    Dein Kommentar zur Hochwassersituation in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ist so zynisch, daß es schon wehtut! Damit Du wieder zur Besinnung kommst, rate ich Dir, folgenden Artikel zu lesen:

    https://www.tagesschau.de/inland/ueberschwemmungen-westdeutschland-107.html

    Und noch einen gut gemeinten Rat:

    https://www.aktion-deutschland-hilft.de/de/spenden/spenden/

    Ich schließe mich den Ausführungen von User ESC1994 an!

  7. Mein Kommentar ist an einer ganz anderen Stelle gelandet als ich wollte, von daher hier nochmal bevor es zu Verwirrungen kommt.

    @Andi

    Dass es so ausgehen wird liegt leider auch stark an der Propaganda vieler Medien, besonders derer aus dem Axel Springer-Verlag, die wirklich jede Kleinigkeit zum riesigen Politikum aufblasen während manche Parteien irgendwie alles tun können ohne von ihnen belästigt zu werden. Und leider gibt es noch viele die auf diese Berichterstattung anspringen und alles schlucken was in der W*** und vor allem der B*** steht.

    @togravus ceterum

    Nachdem ich eine Nacht darüber geschlafen habe erkenne ich dass ich ein bisschen überreagiert habe. Dafür entschuldige ich mich, mir fällt es aufgrund meiner Behinderung manchmal schwer die Kontrolle zu halten.

    Dass deine Wortwahl gegenüber den Betroffenen meiner Meinung nach absolut unangemessen war bleibt davon unberührt.

    • Nichts für ungut, ESC1994. 😀

      Nach 60 Jahren respektvoll-sachlichem Diskurs derer, die sich für das einsetzen, was gut und richtig ist, denke ich mir nur manchmal (weil das alles ja nur wenig gebracht hat), dass wir es vielleicht mal mit schärferer Sprache versuchen sollten. Das hat bei den Bösen ja auch ganz gut geklappt. Die haben es damit sogar geschafft, Menschen von Problemen zu überzeugen, die es überhaupt nicht gibt (Zuwanderung, Mund-Nasenschutz, Impfungen …). All jene, die sich für Umwelt- und Klimaschutz einsetzen, haben wenigstens ein tatsächliches Problem, über das sie sprechen.

      • @togravus ceterum

        Grundsätzlich teile ich viele Ansichten bezüglich Klimaschutz, allerding stimme ich eccehomo42 schon zu dass der Ton halt eher kontrapoduktiv wirkt und bei den Leuten eher das genaue Gegenteil bewirkt und man dadurch wie diese „Lifestyle-Linken“ rüberkommt.

  8. Ich finde am Kommentar von togravus nichts beleidigend (hätte ich ihm auch nicht zugetraut), vor allem hat er das N-Wort lediglich zitiert. Zum Thema Klimafreundlichkeit könnte ich stundenlange Debatten führen, ich würde dazu auch Aspekte ansprechen, bei denen ich auch Menschen mit progressiver Einstellung vor den Kopf stoßen würde (nämlich „Fluch der Digitalisierung“).

    FFF ist wichtig und hat generell meine Unterstützung, aber die Aktivisten sollten sich beispielsweise auch mal überlegen, woher die Rohstoffe für ihre Smartphones kommen…..

    • Den letzten Absatz unterschreibe ich voll und ganz. „Frydays For Future“ ist eine sehr wichtige Aktion. Aber bei manchen jungen Leuten, die dort mitmachen habe ich den Eindruck, dass sie mit dem Finger auf andere zeigen, aber selbst ihre Energy-Plörre aus der Dose trinken und diese durch die Gegend pfeffern oder auf ihren nächsten Malle-Trip natürlich auf keinen Fall verzichten wollen.
      Sie sollten sich alle mal klar machen, dass jede/r, auch sie, seinen Beitrag leisten kann und muss.
      Gibt natürlich auch viele andere, will nicht alle über einen Kamm scheren. Aber so eine Aktion läuft auch immer Gefahr, als „Lifestyle-Event“ mißbraucht zu werden.😉

  9. @ Andi

    Tut mir leid, aber ich werde die SPD wählen (ich bin auch Mitglied seit meiner Jugend). Ich finde das Wahlprogramm sehr akzeptabel und wenn es eine Partei ist, die in die Oppostion sollte, dann ist es klar die Union. Einfach nur zum Gruseln… Frau Baerbock mag ich allerdings auch nicht besonders, zudem sind die Grünen mittlerweile viel zu sehr die von Frau Wagenknecht zurecht kritisierten „Lifestyle-Linken“, mit denen ich nichts am Hut habe.

  10. Um die Gemüter mal wieder zur Besinnung und zur Ruhe zu bringen: es gibt Neuigkeiten von der Siegerin des ESC von 2014, Conchita Wurst aka Tom Neuwirth! Der Künstler und Moderator schreibt gerade Songs für ene neue Show, die demnächst im Friedrichstadtpalast in Berlin gezeigt wird:

    https://www.stern.de/kultur/buehne-tom-neuwirth-arbeitet-an-show-im-friedrichstadt-palast-mit-30618254.html

    Hier der dazugehörige Videoclip zu „Arise“:

    https://www.youtube.com/watch?v=PAEjxGPVfHU

    Die Weltpremiere der neuen Show soll am 22. September 2021 stattfinden.

  11. Ich verstehe gar nicht, warum RTVE solche festival als Vorentscheid nutzen wollen. Besonders, wenn es vorher nie so beliebt war. Klar, mit OT haben sie etwas ähnliches im 2018 und 19 gemacht, aber damals waren ESC a) nicht der Hauptpreis, und b) die „ESC-Gala“ wurde recht spät bekannt gegeben (und im 2019 sahen wir einige Teilnehmerinnen, die absichtlich schlecht auftraten, weil sie nicht zum ESC gehen wollten…).

    Bis jetzt bin ich leider nicht optimistisch, was diese Idee bringen wird. Es wäre toll zu hören, warum die Spanier ziemlich aufgeregt davon sind.

    • Ich würde nicht sagen, dass die Kandidaten 2019 absichtlich schlecht aufgetreten sind. vilemehr hat das Pairing versagt. Warum man den besten Song des Feldes der völlig untalentiernen Maria gegeben hat, während man OT-Sieger Famous mit dem schwächsten Song abgespeist hat, habe ich bis heute nicht verstanden!

  12. Es gibt übrigens konkrete Vorstellungen, wie das Festival in Benidorm bei seinem Relaunch ausgetragen werden soll. Als Termin für die Ausrichtung wurde die letzte Februarwoche 2022 ins Auge gefaßt und das Festival soll drei Tage dauern:

    https://eurovoix.com/2021/07/17/spain-details-possible-benidorm-festival/

    So sieht das Gebäude übrigens aus, in dem das Event stattfinden wird:

    https://benidorm.org/en/filmoffice/locations/private-spaces/benidorm-palace#&gid=1&pid=1

    Und hier noch die letzte Ausgabe des Festival Internacional de la Canción de Benidorm von 2006:

    https://www.youtube.com/watch?v=EHuJimMiimk

    Ein Versuch ist es wert, denn Spanien hat ja nichts mehr zu verlieren und vielleicht kommt dann auch der Erfolg zurück, wenn der Sieger des Festivals das Land beim ESC vertritt.

  13. @ Thomas M. (mit Punkt), die private Internetnutzung ist gar nicht das ganz große Problem. Dieser schwarze Peter geht an die großen Rechenzentren des Finanzwesens und v. a. auch an die Bitcoin-Farmen.

    • Ganz genau – leider wird das Argument vorgeschoben, man könne den Wärmeausstoß zur Energieversorgung nutzen. Wird hier in der Stadt Offenbach (Ampelkoalition) gehandhabt, mich überzeugt es nicht sonderlich-

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