Tornike Kipiani für Georgien zum ESC 2020

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Tornike Kipiani hat das große Finale der Castingshow „Georgian Idol“ gewonnen und darf Georgien deshalb beim Eurovision Song Contest 2020 in Rotterdam vertreten. In der Sendung setzte Tornike sich gegen seine drei verbliebenen Konkurrentinnen Barbara Samkharadze (Platz 2), Tamar Kakalashvili (Platz 3)und Mariam Gogiberidze (Platz 4) durch.

https://www.instagram.com/p/B6v4XMUHN-M/

Schon vor dem Finale galt der Sänger als der große Favorit, weil er die meisten der vorangegangenen Liveshows von „Georgian Idol“ mit teilweise großem Abstand gewonnen hatte. Die komplette Sendung gibt es hier auf YouTube.

Tornike ist in Goergien kein Unbekannter. Bereits 2014 gewann er die georgische Version von X Factor, drei Jahre später versuchte er mit dem Lied „You Are My Sunshine“ sein Glück in der Vorentscheidung zum ESC in Kiew. Sollte der Sänger beim ESC 2020 mit einem ähnlichen Titel antreten, dann dürfen wir aus Georgien auf jeden Fall wieder einen außergewöhnlichen Beitrag erwarten. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr wurde der georgische Beitrag für den ESC nicht ebenfalls im Finale von „Georgian Idol“ ausgewählt, sondern wird in den kommenden Wochen in einer internen Auswahl bestimmt.

 

„Georgian Idol“ wurde Anfang des vergangenen Jahres zum ersten Mal als Vorentscheidung für den Eurovision Song Contest genutzt. Es gewann Oto Nemsadze mit „Sul tsin iare / Keep On Going“. Beim ESC in Tel Aviv wurde er allerdings nur 14. im ersten Halbfinale und verpasste damit den Finaleinzug. Damit hat Georgien nun schon drei Jahre in Folge nicht mehr am ESC-Finale teilgenommen. Zuletzt schafften Nika Koscharow & Young Georgian Lolitaz mit „Midnight Gold“ 2016 in Stockholm die Qualifikation.


13 Kommentare

  1. Verdient <3 Tornike war mit Abstand von Anfang an mein Favorit und ich denke, dass er Georgien mit dem richtigen Song auf jeden Fall zurück ins Finale bringen kann (und dort dann hoffentlich weit nach vorne). Ich hoffe wirklich, dass man für ihn etwas passendes auswählt

  2. An „You Are My Sunshine“ kann ich mich noch sehr gut erinnern. Da habe ich glatt mal die alte Liste auf 2017 hervorgekramt und siehe da – er war mein Zweiter damals. Ich mag den Song auch jetzt noch. 🙂
    Ich denke (und hoffe), dass er mit einer rockige(re)n Nummer nach Rotterdam fahren wird, was mir sehr entgegen kommen würde. Mehr Rock schadet dem ESC sicherlich nicht.

    • „Mehr Rock schadet dem ESC sicherlich nicht.“ Oh doch! Gegen ein oder zwei Rocktitel pro Contest habe ich ja nichts einzuwenden (hach, was bin ich doch für ein toleranter, offener und großherziger Mensch 😉 ), aber für mich war der Grand Prix immer das Anti-Rock-Festival schlechthin. Wie war es schön, in den 80ern und 90ern Mucho-Hetero-Rocker (ist es nicht toll, dass ich völlig frei von Vorurteilen bin!) vor den Kopf zu stoßen und sie dazu veranzulassen, schreiend wegzurennen, wenn man sich dazu bekannte, den Grand Prix Eurovision de la Chanson zu lieben 😉

      • Gut, dass ich zu der Zeit noch nicht auf der Welt war. Jetzt aber schon – und da ich vor dem ESC hauptsächlich Rockmusik gehört habe, vermisse ich das jetzt schon ein bisschen. In den letzten Jahren haben mir bis auf Hatari eigentlich alle rockigeren Beiträge gefallen.
        Schön, dass wir jetzt vermehrt solche Beiträge hören. Das ist das, was in den 80ern und 90ern gefehlt hat. 😉

      • Nun, in den 50er, 60er und 70er gab es auch kaum Rocktitel, aber mit solch einem Argument werde ich traditionsvergessene junge Hüpfer wohl nicht überzeugen können, seufz 😉

        Nein, im Ernst, wie ich an anderer Stelle schon geschrieben habe: Ich finde es toll, dass Du so viele alte Titel kennst. Und schön, dass Dir Hatari auch nicht gefällt, das lässt hoffen 🙂

      • Also, in den 50ern gab es wohl 1 Rock-Titel: den von Freddy Quinn, bevor er zum alles Progressive absorbierenden Wohlstandsmüllschlucker, gesponsert by BILD, wurde. In den 60ern, als Roch schon wieder vorübergehend scheintot war, wohl nichts dergleichen.

        In den 70ern höchstens The New Seekers, die viel bessere und rockigere Titel in der auf sie zugeschnittenen VE hatten, die braven Shadows zählen wohl zu einer anderen Kategorie

        Allerdings noch der frühe Glam/Socialist Progrock von Korni Group, dem wahren Sieger 1974 und die Milestones, aber beides ist schon schwer subsumierbar.

      • Danke, Bessengenever Bernd, für diese Informationen! Den Beitrag Freddy Quinns 1956 mochte ich in der Tat nicht (und die Shadows 1975 auch nicht, die waren aber in den 60ern als reine Instrumental-Gruppe toll); die Korni Group und erst recht die Milestones haben jedoch Titel beim ESC gehabt, die mir sehr gut gefielen. Das kann doch dann eigentlich kein Rock sein 😉 ?

      • Och, ich freue mich auch über rockigere Titel. Je vielseitiger das Musikangebot beim ESC ist, desto besser, finde ich. Aber natürlich gibt es auch in der Rockmusik gute und eher weniger gute Titel (rein subjektiv). MaNga z. B. fand ich supergut, während mir Hatari doch ein wenig zu aggressiv rüberkam.

        P. S.: „Hard Rock Hallelujah“ war ja eher ein Schlager in (Monster)-Rockgewand), meiner Meinung nach.

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