Tschechien im ESC-Finale 2026: Einspruch abgelehnt – Daniel Žižka darf nach Technik-Panne nicht erneut performen

Daniel Žižka – Foto: Alma Bengtson/EBU

Das Finale des Eurovision Song Contest 2026 ist in vollem Gange und die meisten Acts dürften erleichtert sein, ihre Performance nun hinter sich zu haben. Anders ist das wahrscheinlich bei Daniel Žižka aus Tschechien. Während seiner Performance mit „CROSSROADS“ gab es massive Kameraprobleme. Den von der Rundfunkanstalt Česká televize (ČT) eingelegten Protest hat die European Broadcasting Union (EBU) allerdings abgelehnt. Das bedeutet, dass Daniel keine zweite Chance bekommt und seinen Song nicht erneut performen darf.

Die tschechische Inszenierung beim ESC 2026 ist eine anspruchsvolle: Sänger Daniel Žižka performt vor mehreren Spiegeln, so dass alle Abläufe stimmen müssen, damit er stets richtig eingefangen wird und keine Kameras oder Kameraleute im Bild zu sehen sind. Im heutigen ESC-Finale waren es allerdings keine menschlichen Fehler, sondern ein Technikfehler, der die Performance massiv in Mitleidenschaft zog. Über einen längeren Zeitraum, während dem das TV-Bild ausschließlich von einer einzelnen Steadycam kommt, waren deutliche waagerechte Streifen auf dem Bildschirm zu sehen.

Im Anschluss hat der tschechische Sender ČT bekanntgegeben, einen offiziellen Einspruch bei der EBU eingelegt zu haben. In diesem Zuge wurde wohl auch gefordert, dass Daniel Žižka „CROSSROADS“ am Ende der Startreihenfolge erneut auf der Bühne präsentieren kann, um die Chance zu bekommen, den Fernsehzuschauer*innen die fehlerfreie Performance zeigen zu können. Dieser Einspruch wurde von der EBU abgelehnt.

Die britische Rundfunkanstalt BBC hat folgendes Statement der EBU veröffentlicht:

„Während des Auftritts des tschechischen Beitrags im Grand Final des 70. Eurovision Song Contest gab es ein kleines Kameraproblem. Der Auftritt und die Tonübertragung des Künstlers waren davon nicht betroffen, daher wird der Song nicht erneut aufgeführt.“

Auf YouTube wurde das fehlerhafte TV-Bild übrigens nicht veröffentlicht, hier ist mutmaßlich Daniels Auftritt im gestrigen Jury-Finale zu sehen.

Was sagst Du zu den technischen Schwierigkeiten beim tschechischen ESC-Final-Auftritt? Hätte Daniel die Chance bekommen sollen, erneut aufzutreten? Schreib uns Deine Meinung gerne in die Kommentare.



Entdecke mehr von ESC kompakt

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

34 Comments
nemi
nemi
29 Tage zuvor

Ich mein Österreich 2024 und Schweiz 2025 ist das auch passiert und die haben auch nicht nochmal performed (ob sie gewollt haben und ebenfalls Einspruch eingelegt haben, weiß ich jetzt natürlich nicht), aber es ist natürlich extrem schade für Daniel

Robert
Robert
29 Tage zuvor
Reply to  nemi

Bei der Schweiz war das im Halbfinale, wo sie sowieso ohne Wertung dabei waren, weil sie für das Finale gesetzt waren.

Horst T
Horst T
29 Tage zuvor
Reply to  Robert

Schweiz 2022 im Halbfinale ging alles schief

Chris
Chris
29 Tage zuvor

Finde ich unfair. Wenn es Finnland oder Australien passiert wäre, wäre es natürlich wiederholt worden.

JD..
JD..
29 Tage zuvor
Reply to  Chris

So ein neiderfüllter Quatsch.

cars10
cars10
29 Tage zuvor

Tja, wenn das bei Schweden oder der Ukraine oder Australien oder Deutschland passiert wäre, dann wäre das natürlich was anderes gewesen, aber so, tut mir leid, da können wir leider keine Ausnahme machen.

ESC-Pascal
ESC-Pascal
29 Tage zuvor
Reply to  cars10

Reine Spekulation.

jotka
jotka
29 Tage zuvor

Ein kleines Kameraproblem, dass den Auftritt nicht betroffen hat? Lässt sich drüber streiten…

timo
timo
29 Tage zuvor

Die meisten Zuschauer werden das nichtmals gemerkt haben. Ein zweites Mal aufzutreten, wäre hier eine völlig ungerechtfertigte Bevorzugung.

Toni
Toni
29 Tage zuvor
Reply to  timo

49 Sekunden – sage und schreibe ein Viertel der Performance waren zerstört. Nicht nur Pixelfehler, auch Aussetzer, Standbilder und sogar ein Teil der Kamerafahrten waren verändert, was hier die ganze Sogwirkung der ausgefeilten Dramaturgie verändert hat.

KinnaY
KinnaY
29 Tage zuvor

Fand den Fehler schon nochmal krasser als bei der Schweiz letztes Jahr. Vor allem war es da im Halbfinale. Zudem störr er bei so einer Ballade schon nochmal deutlich mehr als bei einem uptempo song (man wird völlig rausgerissen) sehr schade. Glaube auch dass schweden, finnland… nochmal hätten auftreten dürfen. Bei ihr wird ja auch jeder Kommentator gesagt haben sie hätte live gespielt. Wobei das nur auf 30 prozent zutrifft

Lorenz
Lorenz
29 Tage zuvor

Ich glaube die meisten haben gedacht, dass es zur Show gehört. Habe ich nämlich am Anfang auch gedacht.

Alex John
Alex John
29 Tage zuvor
Reply to  Lorenz

Sah doch gar nicht so schlecht aus.

Yoshi
Yoshi
29 Tage zuvor

Gut so… muss man wirklich nicht nochmal hören.

esc2026
esc2026
29 Tage zuvor
Reply to  Yoshi

und deinen Kommentar am besten ignorieren

Janaj
Janaj
29 Tage zuvor
Reply to  Yoshi

So ein dummer Kommentar…

Böörti01
Böörti01
29 Tage zuvor

Ist ja wie beim Fußball hier… 😉

Empfand ich jetzt auch nicht für so schwerwiegend, dass das relevant gewesen wäre.

Ein gewisses Risiko müssen auch die „Absender“ bereit sein mitzutragen, nicht nur die „Boten“… 😉

Ladybanshee
Ladybanshee
29 Tage zuvor

Das macht mir gerade den Abend noch madig er

Lola
Lola
29 Tage zuvor

Kleines Problem? Das war komplett eingefroren oO

Transmiranda
Transmiranda
29 Tage zuvor

Dieses Problem tauchte dieses Jahr leider ständig auf. Seit dem ersten Semifinale über die ganzen Shows. Einmal war sogar eine Person aus der Regie zu sehen.
Das ist schon ein arges Malheur für so eine wichtige und teure Veranstaltung.

Paddy
Paddy
29 Tage zuvor

der ganze wetberwerb ist nur inszinirung und gehört nicht mher ausgeführet

Jorge
Jorge
29 Tage zuvor
Reply to  Paddy

Jetzt verschluckt das System sogar Buchstaben! 😉

Cedric
29 Tage zuvor
Reply to  Paddy

Vielleicht erstmal schreiben lernen bevor man so dämliche Kommentare verfasst haha „inszinirung“ lol

Jorge
Jorge
29 Tage zuvor

Er hätte eben ein Instrument live spielen müssen. ^^

Dass die Situation irritierend war, leuchtet der EBU nicht ein? Übrigens wurde damals bei Daniel Diges in Oslo 2010 auch der Ton nicht gestört!

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
29 Tage zuvor
Reply to  Jorge

Stimmt. Mit der Erklärung sollten sie eigentlich nicht durchkommen. Als wüssten sie nicht selbst, wie wichtig die Visuals bei ihrem eigenen Event heutzutage sind.

Inger Johanne
Inger Johanne
29 Tage zuvor

Ich weiß ja nicht. Weil das Bild kurz eingefroren war und danach einige Sekunden lang Querstreifen zu sehen waren, ruft man jetzt nicht mehr dafür an, obwohl’s einem eigentlich so gut gefallen hat, dass man es ansonsten getan hätte? Finde ich tatsächlich etwas weit hergeholt. Es tut mir natürlich leid für ihn, dass das passiert ist, und es sollte auch nicht vorkommen, aber dass es den Wettbewerb ernsthaft verzerrt hat, kann ich mir nicht vorstellen. Der Zuschauer ist doch schlau genug, das einzuordnen.

Jana L.
Jana L.
29 Tage zuvor

Ich habe den vorigen Auftritt ohne Pannen gesehen und es war unglaublich…Stimme war zwar nicht betroffen, aber das ganze Gefühl wurde in Mitleidenschaft gezogen …es war definitiv ein Nachteil!!! Es war unfair.

Thomas
Thomas
29 Tage zuvor
Reply to  Jana L.

Unfair war einzig und allein dass er im Finale war.

Thomas
Thomas
29 Tage zuvor

Gott sei Dank musste man diesen Nonsens nicht noch einmal sehen. Danke!

Tim
Tim
29 Tage zuvor

Bei Kaleen war das Bild während des spektakulärsten Teils der performance sekundenlang eingefroren – sie hat auch keine zweite Chance bekommen. Und bei ihr war es ein massiver Nachteil. Bei Daniel ist einem
kaum was entgangen und wer der Performance nicht kannte, der dürfte die Querstreifen für einej optischen Gag der Inszenierung gehalten haben.

Donnatella
Donnatella
28 Tage zuvor
Reply to  Tim

Äh. Bei Kaleen waren es 8 sec – bei Daniel Zizka waren es fast 50 sec, also fast ein gesamtes Drittel des Auftritts. Und es war exakt andersherum: bei Kaleen ist einem fast nichts entgangen, da der Song komplett anders strukturiert ist. Der eigentliche Fehler war nur 4 Sekunden, bevor auf die Totale geschalten wurde, die zwar an dieser Stelle „falsch“ war, aber visuell rein gar nichts zerstörte. Ausserdem war der gesamte Fehler VOR dem letzten Build-up.

Bei Daniel Zizka war ein gutes Drittel weg und nochdazu in einem kritischen Teil des Songs und der Inszenierung, der entscheidenden für das musikalische und dramaturgische Verständnis des Songs war.

Zumal sowohl Fehlerquellen und Ablauf des Fehler komplett unterschiedlich waren. Kaleen hatte 4 sec spürbar offensichtlichen Freeze wegen einer leeren Kamerabatterie. Danach war zwar die Kameraregie für nochmal 4 sec unterschiedlich, aber völlig fehlerfrei.

Daniel Zizka hatte nach meiner technischen Einschätzung einen Zusammenbruch des redundanten Sendesystems der Steadycam, als das einige Zeit dauerte und zum Freeze geführt hatte, wurde „panisch“ auf die vertikale Spidercam geschalten, die völlig sinnlose Bilder lieferte, als man das bemerkte, schaltet man wieder zur fehlerhaften Steadycam, wobei der Kameramann wohl schon Wind vom Problem hatte und die Kamera in völlig falschem Winkel hielt, wahrscheinlich beim „Rumdoktorn“ am Gerät und die Bilder komplett gequirlte Scheisse (sry) waren, Daniels Füsse und ein wirrer Steadycam-Operator im Spiegel. Ganze 50 sec kompletter visueller Totalausfall.

Zwei völlig unterschiedliche Fehlerbaustellen. Eine Wiederholung von „Crossroads“ wäre mE sehr angebracht gewesen. Zumindest eine Erwähnung für den Zuschauer, dass diese Performance unvollständig gewesen war.

Joey99
Joey99
29 Tage zuvor

Wenn man mit einer SteadyCam per Funkübertragung in einem geschlossenen Spiegelkabinett filmt, wird es immer ein Risiko geben, dass es zu Problemen kommen könnte, bitter, dass es im Finale passierte. Und wie es sich Ruy Okamura (CD v. Tschechien) vorgestellt hat, dass man eine Kamera bei einer Rundherum-Verspiegelung nie sieht, wird mir auch ein Rätsel bleiben.
Ich stand gestern direkt vor der Bühne, vom Großteil der Performance bekam man natürlich überhaupt nichts mit, so eine Musik-Video Performance kommt auch beim TV-Publikum selten gut an.

Donnatella
Donnatella
28 Tage zuvor
Reply to  Joey99

Tatsächlich war das ein Risiko. Ich nehme zwar an, dass es keine echten Spiegel waren – das wäre für dieses Set-up wirklich Selbstmord gewesen – aber der Fehlerablauf weist schon sehr auf destruktive Interferenz hin. Allerdings hat man schon einige technische Möglichkeiten, um das Risiko für Zero-Zones extrem zu minimieren. Und das hektische Schalten zur sinnlos ausgerichteten Spidercam, bzw. der Rückcut auf den, mittlerweile hektisch hantierenden Steady Operator und Daniels Beine, war dann doch leider eher produktionsseitige Fehlleistung.

Und bei Israel hatten wir ja auch ein Spiegelkabinett mit deutlich sichtbarem Kameramann.

Anja die Zweite
Anja die Zweite
29 Tage zuvor

Schade für Tschechien 😭 aber Daniel hat das super gut gemacht. War trotzdem mein Gewinner des Abends ♥️