TV-Kritik zur ARD-Dokumentation „70 Jahre ESC – More than Music“

Bild: HR/SWR/Drive Beta/DPA/Picture Alliance/Imago

Der Eurovision Song Contest feiert 70. Jubiläum! Und nicht nur in den TV-Shows diese Woche in Wien wird das ausgiebig gefeiert. Die ARD spendierte der größten Musikshow der Welt zu diesem Anlass auch eine Doku. Der Film 70 Jahre ESC – More than Music von Christopher Kaufmann wurde von der DRIVE beta im Auftrag von SWR, hr, NDR und WDR produziert. Er feiert heute Abend TV-Premiere im Ersten und ist seit Freitag in der ARD Mediathek abrufbar.

Der Film zum Jubiläum kommt ohne klassische Erzählerstimme aus, sondern wird nur von den Interviewtönen der Gäste getragen. Und tatsächlich besticht 70 Jahre ESC durch eine gewisse O-Ton-Geber-Opulenz. Nicht weniger als 21 Interviewpartnerinnen und -partner saßen für den 90-Minüter vor der Kamera. Von ausgewiesenen ESC-Experten wie Dr. Eurovision Irving Wolther über ESC-Hochadel wie Ralph Siegel, Nicole und Johnny Logan bis hin zu ESC-Acts der jüngeren Geschichte: Jamala und Tynna. Dazu kommen ein paar Edelfans wie Hape Kerkeling und Olivia Jones, das Podcast-Duo Caro Worbs und Miguel Robitzky und warum auch immer Sam Dylan. Auch Ex-ESC-Kommentator Peter Urban und Kommentatoren-Assistent Lukas Heinser kommen zu Wort. Wobei man sich schon die Frage stellen kann, warum dann ausgerechnet der aktuelle Kommentator Thorsten Schorn sich in dieser Doku nicht blicken lässt.

Ohne eine klassische Chronologie erzählt der Film von den letzten 70 Jahren ESC. Und das ist tatsächlich auch schon der größte Kritikpunkt: So einen wirklichen roten Faden gibt es nicht. Bei 70 Jahren Wettbewerbsgeschichte, keiner klassischen Leitfrage und 21 O-Ton-Gebern liefert die Doku eher eine Materialschlacht als einen wirklich großen Erkenntnisgewinn. Viele der Geschichten und Einschätzungen hat man als ESC-interessierter Zuschauer natürlich schon einmal gehört. Aber man schaut sie sich in dieser hochwertig produzierten Doku gerne noch einmal an.

Besonders schön ist es, dass man auch Ralph Siegel in dieser Doku wieder eine Stimme gibt. Schließlich hat er den ESC über Jahre geprägt. Und wie der deutsche Siegertitel „Ein bisschen Frieden“ seinerzeit entstanden ist – darüber spricht er auch noch heute mit viel Verve. Auf Stefan Raabs Pseudonym „Alf Igel“ reagiert der Komponist immer noch herrlich reserviert. Sowohl er als auch Nicole bereichern diese Doku, sorgen aber zusammen mit Guildo Horn und natürlich auch dem Rückblick auf das Schaffen von Stefan Raab dafür, dass die Doku zum 70. ESC-Jubliäum einen doch sehr großen deutschen Schwerpunkt besitzt.

Der wohl beste Schachzug der Doku ist aber die Verpflichtung von Hape Kerkeling als Interviewpartner. Der Moderator der deutschen Vorentscheide von 1989 bis 1991 liefert ein Statement nach dem nächsten, das man so auf eine Social-Media-Kachel packen kann. Oder in ein Pressedossier. So beginnt auch das ARD Presse-Kit mit seinem Zitat:

„Solange es den ESC geben wird, hat die Demokratie in Europa eine Chance.“

Drunter macht es Hape Kerkeling in seiner überraschend präsidialen Art selten. Umso verwunderlicher, dass einer der ersten Ausschnitte, um die Doku im Internet zu bewerben, gar nicht im Film vorkommt: Dass er als Uschi Blum mit „Sklavin der Liebe“ ausgeschlagen hat, für Deutschland 2009 zum ESC nach Moskau zu fahren. Dort interpretierte stattdessen Dita Von Teese das Thema Sklavin der Liebe bekanntermaßen auf ihre Weise.

Hape Kerkeling – Bild: HR/SWR/NDR/WDR/ARD/drive BETA

Nicht alle O-Ton-Geber sind dabei so überzeugend wie Kerkeling. Bei den vielen Interviews ist es klar, dass manchen mehr Sendezeit geboten wird als anderen. Warum man aber extra mit Nana Mouskouri in Griechenland drehen musste, erschließt sich einem nicht ganz. Sicherlich blickt sie auf eine große Karriere zurück, ihr Einfluss auf die ESC-Geschichte als Achtplatzierte des Jahres 1963 ist aber doch eher überschaubar. Leider sprechen viele der Interviewpartner auch nur zu ihrem Thema oder nur zu ihrer Zeit. Was Ralph Siegel über „Baller“ denkt oder was Tynna von Atlantis 2000 hält, wäre sicherlich interessant, wird aber nicht abgefragt. Hier hätte man sich auf weniger O-Ton-Geber konzentrieren können, um denen dafür mehr Raum zu geben.

Auch interessant wäre es gewesen, bei dem vielen Archivmaterial, das die Doku nutzt, zu erfahren, woher es stammt. Es gibt diverse Ausschnitte alter Fernsehmagazine, bei denen zumindest eine Jahreszahl sicherlich hilfreichen Kontext geboten hätte. Richtig stimmig ist dafür aber der Soundtrack von 70 Jahre ESC – denn der besteht ausschließlich aus auch weniger bekannten ESC-Titeln – manchmal auch nur aus deren Instrumental-Versionen. Das zeigt Liebe zum Detail.

Tynna ohne Abor – Bild: HR/SWR/NDR/WDR/ARD/drive BETA

Dass sowohl am Anfang als auch am Ende des Films noch die Boykotte der fünf Länder angesprochen werden, die 2026 wegen Israels Teilnahme fehlen, nimmt 70 Jahre ESC leider die Zeitlosigkeit, die der Film sonst ohne Weiteres hätte. Als Beleg für die Politisierung des Eurovision Song Contest, ist es aber ein dankbarer Punkt. 70 Jahre ESC – More then Music eignet sich also gut als Rückblick auf spannende Jahrzehnte voller Musik mit viel deutschem Fokus. Und alleine, um zu erfahren, was Hape Kerkeling als nächstes sagt, lohnt sich das Dranbleiben.

’70 Jahre ESC – More then Music‘ ist seit Freitag in der ARD Mediathek verfügbar. TV-Premiere feiert die Doku heute, am 11.5. um 20:15 Uhr im Ersten. Weitere Sendetermine sind: Am Donnerstag, den 14.5, um 16:30 Uhr im SWR und um 22:15 Uhr im hr, am Freitag, den 15.5, um 0:50 Uhr im SWR und am Samstag, den 16.5, um 13:40 Uhr im hr und um 18:25 Uhr in ONE.

Hast Du die Doku 70 Jahre ESC – More then Music schon gesehen? Wie gefällt sie Dir? Und was sagst Du zur Auswahl der Interviewpartnerinnen und -partner? Schreib es uns gerne in die Kommentare!



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23 Comments
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Olli
Olli
1 Stunde zuvor

Ich hab die Sendung vorgestern mit meinem Mann in der Mediathek gesehen. Uns hat beiden der rote Faden gefehlt. Natürlich wurden die Siege von Nicole, Lena und Conchita ausführlich besprochen, doch vieles wurde nicht erwähnt, insbesondere das schlechte Abschneiden in den letzten Jahren ging ziemlich unter. Nichts gegen Tynna, aber da gab es Momente, die wir lieber gesehen hätten.
Uns hat sich auch nicht erschlossen, was der sogenannte „Realitystar“ Sam Dylan in der Sendung zu suchen hatte. Außer ein paar Plattitüden kam von ihm nichts wirklich Wichtiges. Sogenannte ESC Experten wie ihn gibt’s dutzendfach. Hier hätte man mal ein paar Moderatorinnen und Moderatoren deutscher Vorentscheide aus frühen Jahren einbauen sollen, z.b. Marie Luise Steinbauer oder Axel Bulthaupt.
Die Sendung war insgesamt ok – vor allem wegen des berührenden Jamala-Moments am Schluss, aber ein zweites Mal müssten wir sie nicht sehen.

Annie
Annie
56 Minuten zuvor
Reply to  Olli

Ich bin 25 und kenne den ESC-Vorentscheid nur mit Barbara bzw Linda Zervakis/Elton. Weder von Marie Luise Steinbauer noch von Axel Bulthaupt habe ich je gehört 😅

4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
49 Minuten zuvor
Reply to  Annie

Ich hab meinen ersten ESC 75 gesehen und hab auch keine Ahnung, wer Marie-Luise Steinbauer ist, klingt nach 50er Jahre.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
41 Minuten zuvor

Ich musste auch googlen. Die Dame hat die deutschen VEs 1969 und 1970 moderiert. Schon wieder was gelernt. Hat sich also gelohnt aufzustehen, trotz des miserablen Wetters heute …

Annie
Annie
35 Minuten zuvor

Das erklärt, warum ich die Gute nicht kenne 😂 da war nicht mal meine Mutter auf der Welt.

Alex John
Alex John
46 Minuten zuvor
Reply to  Annie

Die Vorentscheide mit Axel Bulthaupt waren meiner Meinung nach die Besten.
Schade, dass er nicht zu Wort kommt.

Ich freue mich schon sehr auf heute Abend.
Jetzt steigt die Aufregung.
Aber vor Hart aber Fair habe ich ein wenig Angst. Das wird bestimmt sehr 🫣🫣🫣.

Annie
Annie
58 Minuten zuvor

„warum auch immer Sam Dylan“

Ob man ihn jetzt mag oder nicht: Weil er ein eingefleischter ESC Fan ist. Wer weiß, vielleicht liest er hier sogar mit? 2021 hat er sich jedenfalls schon auf der ESC-Facebookseite darüber aufgeregt, dass Jendrik nominiert wurde, anstatt Ben Dolic eine zweite Chance zu geben.
In allen Shows, wo ich ihn gesehen habe, erwähnt er den ESC mindestens einmal, was im deutschen Fernsehen ehrlich gesagt nicht oft vorkommt. Unvergessen, wie er Rafi angemotzt hat, weil er Nicole nicht kannte.

Außerdem hat der ESC außerhalb des Grand Final in Deutschland ein minimales Zielgruppenproblem. In meinem Freundeskreis (ca 20-30 Jahre, also genau die Zielgruppe, die Sam verfolgt) wissen die Leute, dass es Halbfinals und Rahmenprogramm gibt, aber verfolgen wenn überhaupt nur das Finale. Leute wie Sam Dylan helfen eventuell ein klitzekleines bisschen dabei, auch die Gen Z abzuholen. Am Ende geht es dem SWR eben auch um Quote.

Und nein, ich bin kein Sam-Fan. Aber ist doch toll, dass auch mal eine Laien-Fanstimme zu Wort kommt, die sonst mit dem esc oder Musik nichts zu tun hat.

benegigs
benegigs
55 Minuten zuvor
Reply to  Annie

Gut geschrieben und zusammengefasst 🙂

Dunefan5000
Dunefan5000
51 Minuten zuvor
Reply to  Annie

Der eingefleischte ESC- Fan hat den Sieg von Lordi mal ins Jahr 2007 statt 2006 verordnet. Außerdem hat er Isaak 2024 einen letzten Platz vorausgesagt und hat gegen ihn eine Petition erstellt. Solche Figuren wie ihn braucht man in so einer Doku wie ein Ferunkel im Gesicht.

Annie
Annie
13 Sekunden zuvor
Reply to  Dunefan5000

Finde ich jetzt nicht so tragisch, die Jahreszahlen zu verwechseln. Passiert mir auch ab und zu, dass ich mich frage, wann eigentlich XY gewonnen hat…
Und zum Thema Petition, ich hab 2022 die EC-Petition voller Inbrunst unterzeichnet und werde deshalb nicht andere kritisieren, die ähnliches ins Leben gerufen haben. Zumal Isaak es scheinbar selber mit Humor genommen hat, irgendwo ist er letztes Jahr mit Sam Dylan gemeinsam zu sehen gewesen.

Anna01
Anna01
3 Minuten zuvor
Reply to  Annie

Er ist ja jetzt bei KDRS dabei und da gab es eine Frage, die man mit ESC Wissen vom letztem Jahr beantworten hätten können, aber so ein Fan ist er dann doch nicht 😉

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
51 Minuten zuvor

Danke für diese konzise Rezension, der ich in vielen Punkten zustimme. Mein Hauptkritikpunkt an der Sendung ist jener, den ich bereits seit Jahren widerkäue. Klar geht es beim ESC nicht nur um Musik, aber es geht eben auch um Musik. Man könnte sich doch auch mal 10 Minuten Zeit nehmen, um herauszustellen, dass auch qualitativ hochwertige Musik Teil der ESC-Geschichte ist. Um dafür Platz zu schaffen, würde ich gerne auf Dana Internationals Federbolero verzichten und stattdessen Walter Andreas Schwarz, dessen Liedtext für Deutschland ja auch eine kulturhistorische Relevanz hat, Maria Guinot, Patricia Kaas etc. sehen. Unter dem Strich kam dabei wieder einmal heraus: Der ESC ist ein Spielplatz für Klamauk und queere Menschen, auf dem es hauptsächlich um Dinge geht, die nur wenig oder nichts mit Musik zu tun haben.

Abschließend stimme ich Olli vollumfänglich zu: Der berührende Jamala-Moment ist eigentlich das einzige, das in dieser historischen Rückschau lohnt. Es ist auch der einzige Moment, der den Geist des ESC, so wie ich ihn verstehe, einfängt.

Tom Badil
Tom Badil
11 Minuten zuvor

… volle Zustimmung (siehe auch meinen Kommentar weiter oben). Hinzu kommt, dass auch in den letzten 15 Jahren neben vielem – nennen wir es einmal freundlich:- „Zeitgeist“, auch jede Menge ganz wunderbarer Lieder gezeigt wurden.
Danke für Deine Wortmeldung 🙂

Peter
Editor
50 Minuten zuvor

+1, lieber Marcel, Danke für die gute Rezension. Alles in allem waren die 90 Min ungefähr „3 minus“, viel erwartbares und viele Stanzen. Aber das mag (unsere) Fansperspektive sein, für alle, die weniger nahe dran sind als die Bubble, ist das entspanntes Entertainment.
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Bei den Interviewpartnern habe ich mir viiiiel mehr erhofft, viele der üblichen Verdächtigen. Gähn. Das wäre SEHR viel „room 4 improvement“ gewesen. Ralph Siegel ist wieder fitter, das hat mich gefreut. Und Hape überragt alle anderen, wie Marcel richtig schreibt.
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Was toll ist, ist die Entscheidung, dass die ARD die Produktion in die Primetime im Ersten hebt. Was gleichzeitig wieder an den programmplanerischen Skandal erinnert, dass beide Semifinale in die One Diaspora abgeschoben werden. Das ist Besserwisser-Kultur-Arroganz.
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Bei Sam Dylan haben wir uns gefragt, ob irgendjemand aus dem Produktionsteam ihm noch einen Gefallen geschuldet hat? Verliert sich in den Nebeln von Norwegen.

4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
41 Minuten zuvor
Reply to  Peter

Ich hab die Show noch nicht gesehen und warte auf heute Abend aber Du triffst den Nagel auf den Kopf, Peter: Die Bubble-Perspektive ist halt anders als der übliche ÖR-Zuschauer. Ich glaube kaum, dass man mit Marie-Luise Steinbauer oder Walter Andreas Schwarz viele Leute außerhalb der Bubble motiviert, zu gucken. Viele Fans scheinen es nicht ganz zu raffen, wie die Medien funktionieren.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
37 Minuten zuvor

Es geht ja nicht nur darum, Menschen zu motivieren, sondern darum, sie zu motivieren, an die Hand zu nehmen und an einen anderen Ort zu führen (Bildungsfernsehen … das ist doch auch ein Auftrag des ÖR). Wenn solche Sendungen das nicht tun, wird sich die in Deutschland verbreitete Wahrnehmung des ESC als überkandidelte und oberflächliche Schwuppenveranstaltung nie ändern.

Und da der Liedtext von Walter Andreas Schwarz heute aktueller ist denn je, finde ich schon, dass man ihn sinnvoll einbauen könnte.

Last edited 27 Minuten zuvor by togravus ceterum
Anni 🕳️🕳️🕳️
Anni 🕳️🕳️🕳️
31 Minuten zuvor
Reply to  Peter

„für alle, die weniger nahe dran sind als die Bubble, ist das entspanntes Entertainment.“ – manchmal glaube ich, dass Menschen unterschätzt werden und man dann im voreilenden Gehorsam glaubt, man könne ihnen nichts Differenziertes mehr zumuten, weil sie dann abschalten würden. Der dumme Konsument wird vielleicht durch das Angebot dumm gemacht, nicht durch die Nachfrage, außer der, die ihm immer unterstellt wird?

Last edited 30 Minuten zuvor by Anni 🕳️🕳️🕳️
togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
27 Minuten zuvor

Danke! Die Spirale der Verblödung der Gesellschaft durch die Medien.

M1234
M1234
49 Minuten zuvor

Versteh die ganze Kritik wegen Sam nicht unbedingt. Ja er war nie selbst beim esc und so aber viele andere der 21 Personen haben auch nicht mehr esc Bezug als er. Und er kennt sich halt auch wirklich sehr gut aus und bringt auch mal eine andere Zielgruppe mit

Roman
Roman
46 Minuten zuvor

Die Doku hatte wirklich viele starke und schöne Momente. Besonders gut haben mir die subtilen Musikreferenzen gefallen, die Marcel anspricht. Sie waren sehr gelungen und passend eingesetzt. Teilweise lag der Fokus für meinen Geschmack allerdings etwas zu stark auf den deutschen Beiträgen. Gerade die Themen rund um Nicole, Guildo Horn oder Lena wurden ja gerade in der ARD schon oft und ausführlich erzählt. 

Ein stärkerer Bezug zu den ESC-Jahrgängen der letzten Jahre sowie mehr Beiträge auch aus anderen Ländern hätten der Doku meiner Meinung nach zusätzlich gutgetan. Insgesamt aber definitiv sehr sehenswert, hochwertig produziert und mit viel Liebe zum Detail gemacht.

💪 Jakub 🇮🇱 dances אנה פרנק 🌪️ 🌅 👑
💪 Jakub 🇮🇱 dances אנה פרנק 🌪️ 🌅 👑
26 Minuten zuvor

🏃🏻‍♂️ 🤡 Sorry, klingt nach dem immergleichen deutschen Comedy-Ansatz in Sachen ESC, mit dem man mich wirklich jagen kann, und danach, als sei leider auch nullkommagarnichts Überraschendes, Wiedergefundenes zu erwarten … Insofern zähle ich da definitiv nicht zum Zielpublikum.

Tom Badil
Tom Badil
25 Minuten zuvor

Kein „Großer Wurf“.
Das Zitat aus obigen Beitrag „eine gewisse O-Ton-Geber-Opulenz.“ fasst es ganz gut zusammen.
Die Doku wirkt oft zusammenhangslos. So, als hätten ein paar Kinder in Opas Erinnerungs-Kiste gekramt, und sich über die eine oder andere funkelnde Kuriosität gefreut – Dabei den Geist, den Zauber des ESCs aber übersehen.

Ich selbst schaue den ESC nun schon seit meiner Kindheit (Anfang der 70er Jahre). Jedes Mal voller Erfurcht, und kann nur immer wiederholen:

Nach Jahrhunderten voller Kriege treffen sich die Länder Europas zu einem friedlichem und fröhlich-bunten Austausch ihrer Lieder, ihrer Kultur.
Dieses kleine Wunder – dieses Ereignis – ist jedes Jahr wieder der Gewinner des ESC!

Wer warum (oder auch nicht) Deutschland vertritt hat mich irgendwann in den Nullern aufgehört zu interessieren – zu sehr sind diese Diskussionen durch Fanboys und Trollbots dominiert, denen die Bedeutung dieses wunderschönen und friedlichen Wettstreits völlig Rille ist.

Apropo „friedlich“: Für mich persönlich ist „friedlich“ kein Lippenbekenntnis, und auch kein „politisches Statement“.
Länder, die andere Staten angreifen, deren Bevölkerung bedrohen oder töten haben beim ESC nichts verloren. Zur Zeit betrifft das neben Russland auch Israel.

Last edited 22 Minuten zuvor by Tom Badil
sam1
sam1
1 Minute zuvor

Bei Brisant gibt es heute einen Bericht über den ESC 2026. Um 17:15 Uhr geht’s in der ARD los.