„Unser Lied für Israel“: Weniger Zuschauer, weniger Televoter

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Trotz des ESC-Erfolgs von Michael Schulte in Lissabon, trotz der großen Namen für das Pausenprogramm und trotz der Rückkehr von Moderatorin Barbara Schöneberger verlor der deutsche Vorentscheid für den Eurovision Song Contest im Vergleich zum Vorjahr Zuschauer. Im Durchschnitt schalteten 2,99 Millionen Personen die Sendung im Ersten und in ONE ein, in der Spitze waren es 3,75 Millionen. Die 145-minütige Live-Show erreichte beim Gesamtpublikum einen Marktanteil von 9,6%. Bei den Jüngeren lag er mit 10,9% etwas höher.

Im Vorjahr hatten bei „Unser Lied für Lissabon“ noch durchschnittlich 3,17 Mio. Zuschauerinnen und Zuschauer eingeschaltet, mit 4,42 Millionen in der Spitz. Der Marktanteil der damals 105-minütigen Sendung lag bei vergleichbaren 9,9%.

Während die Reichweite der Sendung um 5,7% zurückging, schrumpfte die Anzahl der Televotingstimmen um 12,4%. Nach 427.519 Stimmen im Vorjahr wurden heuer 374.313 Stimmen abgegeben. 255.837 Votes wurden per Telefon abgegeben und 118.476 per SMS.

Thomas Schreiber, ARD-Koordinator Unterhaltung und Leiter des NDR Programmbereichs Fiktion & Unterhaltung zeigt sich im Nachgang der Sendung positiv: „Gratulation an S!sters – wir freuen uns auf die kommenden Reise durch sehr spannende Monate mit euch! Ein sehr herzlicher Dank an Aly Ryan, BB Thomaz, Gregor Hägele, Lilly among clouds, Linus Bruhn und Makeda für die liebevolle Arbeit, mit der ihr euch seit Herbst engagiert und vorbereitet habt – eure Auftritte waren großartig. Und großen Dank an das ganze Team, das die Show möglich gemacht hat, und an Barbara Schöneberger und Linda Zervakis – Frauenpower pur. Davon können wir mehr gebrauchen!“



117 Kommentare

  1. Nachdem ich eben die gesamte Diskussion nachgelesen habe, muss ich Folgendes unbedingt los werden: Meiner Meinung nach hat mit Sisters der eindeutig beste Beitrag gewonnen, sowohl was die Komposition, als auch den Gesang und den gesamten Auftritt betrifft. Nach vielen Jahren hatte ich endlich mal wieder Glücksgefühle am Ende einer deutschen Vorentscheidung!

    Kurz noch eine Bemerkung zur Diskussion um das Alter der Fernsehzuschauer: Ganz abgesehen davon, dass wir überhaupt nicht wissen, welche Altersgruppen vorwiegend wofür abgestimmt haben, warum sollen die 14-25-Jährigen so viel wichtiger als alle anderen Zuschauer sein?

    P.S. Ich bin nicht identisch mit Thomas M (ohne Punkt) vom Anfang dieser Diskussion.

  2. Oh Leute, schreibt mal bitte Eure Artikel mit ein bissl mehr Schmackes. Ihr klingt ja fast schon so „Wir finden alles ganz toll“ wie eurovision.de – das offizielle Verlautbarungsorgan.

    – Die Songs waren teilweise sehr schwere Kost – vor allem die der beiden Jungs

    – Barbara hatte nicht ihren besten Tag (außer ganz am Anfang) – und Linda war einfach nur unnötig.

    – Genau wie der Schulte in der Kommentatorenbox

    – Wieso eigentlich muß jetzt der Urban vor und nach jedem Song noch was sagen? Anke und Barbara haben das alleine immer viiiiel besser und vor allem witziger gemacht.

    – Kein Wort für die Schiebung von dem Revolverheld-Typen, der nie im Leben hätte Juror werden dürfen, weil er Coach der späteren Siegerin war und deshalb voreingenommen. Also ne Transparenz-Prüfung würde dieser Vorentscheid nie und nimmer bestehen.

    – Kein Wort der Kritik an dem völlig unnötigen Songwriting – Camp. Wozu sowas veranstalten, wenn man nach Gut­dün­ken einfach noch ne Wildcard vergibt und von außen noch nen Act ins Lineup nimmt – gaaaaanz zufällig natürlich an die späteren Gewinner. Ja, und den besten Startplatz haben die beiden vom Schreiber dann ja auch noch bekommen.

    – Die Postkartenfilme waren viiiiiiel zu lang und platzten fast vor Allgemeinplätzen und abgedroschenen Phrasen („Musik war schon immer mein Leben und ich hab schon als Kind gern gesungen.“). DIe Show viel zu aufgebläht, auch mit einem nicht enden wollenden Voting. Keine Extravaganzen, keine auffälligen Typen, kein einziger Beitrag auf deutsch. Boah, was für viiiiele Fehler.

    – Wozu schon wieder dieser Wiwibloggs- Depp? Was hatte der bitte da zu suchen? Hat er nicht schon die rumänische Vorentscheidung ad absurdum geführt? Seine einzelne Meinung zählte im Rumänen-Ranking genau so viel wie ALLE rumänischen Televoter zusammen? Aber mit der Demokratie und Proporz haben die NDR-Organisatoren das eh nicht so beim Grand Prix.

    Echt jetzt Leute, das Volk hat recht. Nur magere 2,83 Mio.Zuschauer wollten sich diese unprofessionelle, von Pannen durchzogene, laaaaange Show antun. Die gerechte Quittung für solch einen Murks. Wo aber bitte bleibt bei ESC-Kompakt die kritische Betrachtung all dessen mit Verbesserungsvorschlägen, wie man es schon längst in Deutschland hätte machen müssen? Echt jetzt, wenn ich Hofberichterstattung will, kann ich mir auch den Mohr oder den Feddersen anhören.

    Ein Mello in Deutschland ist seit Lena überfällig. Aber bitte nicht in den Händen des NDR, sondern organisiert und durchgeführt von einem anständigen Sender.

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