Aserbaidschan beim ESC 2024: Fahree wird in Malmö mit İlkin Dövlətov auf der Bühne stehen

Foto: Instagram @itsfahree

Während wir noch gespannt auf die Veröffentlichung des Beitrags von Aserbaidschan für den Eurovision Song Contest 2024 in Malmö warten (er soll jetzt am 15. März erscheinen), hat der Vertreter des Landes, Fahree (Aufmacherbild links), angekündigt, dass er dort mit İlkin Dövlətov (rechts im Bild) auf der Bühne stehen werde. Dieser soll auch an der Produktion des ESC-Beitrags mitgearbeitet haben. Dadurch wird es die folkloristischen Klänge in der Form beim ESC geben, wie es sich Fahree vorgestellt hat.

In einem Instagram-Post hat der aserbaidschanische Künstler Fahree heute mitgeteilt, dass er beim ESC zusammen mit İlkin Dövlətov auftreten werde. Konkret schreibt er:

„Ich habe die Änderungen an meinem Eurovision-Song genau umgesetzt, und ich bin sehr glücklich darüber. Danke Ilkin, mit seiner Performance hat er dem Mugham-Teil des Liedes die Farben hinzugefügt, von denen ich geträumt habe, und die Idee verwirklicht, die ich in meinem Herzen und in meinem Kopf hatte.“

Mugham ist eine traditionelle Musikform, die aus Aserbaidschan stammt und in verschiedenen Ländern des Kaukasus und Zentralasiens verbreitet ist. Sie kombiniert Gesang, Instrumentalmusik und Tanz in improvisatorischer Weise. Durch modale Strukturen und Mikrotonalität entsteht eine reiche Klanglandschaft. Die Liedtexte behandeln oft Themen wie Liebe und Schmerz. Mugham wird bei Feierlichkeiten und religiösen Zeremonien aufgeführt und ist ein bedeutender Teil der regionalen Kultur und Identität. Beim ESC gab es diese Musikform schon bei “When the Music Dies” (Aserbaidschan 2012) und „1944“ (Ukraine 2016).

İlkin Dövlətov ist passenderweise ein bekannter aserbaidschanischer Mugham-Sänger, der für seine außergewöhnliche Beherrschung dieser traditionellen Musikform bekannt ist. Insofern können wir nach Armenien also einen weiteren folkloristisch-inspirierten Beitrag  aus dem Kaukasus erwarten. Bekannt wurde İlkin durch seine Teilnahme an „Səs Azərbaycan. Doğma Nəğmələr“ (The Voice of Azerbaijan: Heimatlieder). Der Sänger hat außerdem zusammen mit Mila und Etibar an der asebaidschanischen Vorauswahl für den ESC in diesem Jahr teilgenommen (Sound-Ausschnitt nachfolgend).

Was für eine Art Lied erwartest Du von Fahree und İlkin Dövlətov – eher eine Ballade oder Uptempo? Und freust Du Dich, dass wir wieder Mugham-Klänge beim ESC erleben werden? Lass uns Deine Meinung in den Kommentaren da. 



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30 Comments
Alex John
Alex John
2 Jahre zuvor

Kleine Korrektur:
Song Ukraine 2016 hieß 1944.

Hausmannskost
Hausmannskost
2 Jahre zuvor

Rein optisch haben sie mich schon voll gecatcht 😉

Nils
Nils
2 Jahre zuvor

Ich bin erstmal vorsichtig optimistisch. Auf jeden Fall gefällt es mir schon mal sehr, dass Aserbaidschan trotz des Ausscheidens von TuralTuranX nicht sofort wieder zum Schweden-Pop von der Stange zurückkehrt.

Horst T
Horst T
2 Jahre zuvor
Reply to  Nils

Naja, der Erfolg leidet ja dann doch darunter. Hätte man Jimmy Joker, den Debs oder den Aser-Erfolgsgaranten Stefan Örn und Sandra Bjurman ein paar Kronen in die Hand gedrückt, wäre man sicher im Finale.

Patrick Schneider
Patrick Schneider
2 Jahre zuvor
Reply to  Horst T

Und 2018 war keine generische Pop-Ware? Hat damals auch (knapp) nicht fürs Finale gereicht.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
2 Jahre zuvor

Das war sogar neben 2016 der bislang schwächste Beitrag der Aseris.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
2 Jahre zuvor
Reply to  Nils

Zudem scheint es diesmal auch richtig „landestypisch“ zu sein….

Christoph
Christoph
2 Jahre zuvor

Das klingt vielversprechend! Ich freue mich immer, wenn folkloristische Elemente eingebaut werden. Ich habe 2019 die Mugham Elemente in „Truth“ geliebt.

4porcelli - keep the 🦦 warm United24
4porcelli - keep the 🦦 warm United24
2 Jahre zuvor

Immerhin eye candy.

Holgivision
Mitglied
Holgivision
2 Jahre zuvor

Bevor ich den Artikel gelesen habe, dachte ich İlkin Dövlətov wird der Song heißen 😂

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
2 Jahre zuvor

Also back to the roots für Aserbaidschan. Gab es Mugham nicht auch schon in ihrem Debüt?

Patrick Schneider
Patrick Schneider
2 Jahre zuvor
Reply to  Porsteinn

Mugham gab es (anders als oben im Artikel genannt) schon wesentlich öfter als 2012. 2008 und vor allem 2019

Quintus
Mitglied
Quintus
2 Jahre zuvor

Mugham-Gesang und dann auch noch von İlkin Dövlətov? Jetzt bin ich wirklich gehypt auf den Beitrag Aserbaidschans.
Hoffentlich kann man diese wundervollen Klänge besser einbinden als bei „When The Music Dies“. Das wirkte auf mich damals zu aufgesetzt.

Tobiz
Mitglied
Tobiz
2 Jahre zuvor

Noch einmal Folklore? 🙁

drehmaamherd
drehmaamherd
2 Jahre zuvor
Reply to  Tobiz

Was heißt hier nochmal? Wann mal deutsche? 😂

pasq
pasq
2 Jahre zuvor

Einen Mugham-Part hatte Aserbaidschan übrigens auch 2019 bei Chingiz‘ Song Truth..

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
2 Jahre zuvor

In meinen TOP 10 ist kein Platz mehr. Hilfe!

4porcelli - keep the 🦦 warm United24
4porcelli - keep the 🦦 warm United24
2 Jahre zuvor

Ich kann Dir 5 von meinen Plätzen anbieten

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
2 Jahre zuvor

Dann kannst Du ja Frankreich mit reinpacken. Die sind bei mir momentan auf Platz 11. 😜

4porcelli - keep the 🦦 warm United24
4porcelli - keep the 🦦 warm United24
2 Jahre zuvor

Den hab ich ja schon auf der Pole Position 😜. Ist glaube ich das erste Mal, dass mein Favorit über die ganze Saison gleich bleibt (also ESC-Teilnehmer, VEs hab ich da draußen vorgelassen).

Jørik S
Jørik S
2 Jahre zuvor

In diesem Jahr habe ich echt mal Hoffnungen, dass wir die aserbaidschanische zu hören bekommen!

Patrick Schneider
Patrick Schneider
2 Jahre zuvor
Reply to  Jørik S

Mit Aisels Chess-Song wäre es endlich dazu gekommen. Wobei Mata Hari 2021 auch schon ein paar Zeilen auf Aseri beinhaltete.

Marc Stoeringer
Marc Stoeringer
2 Jahre zuvor

Ich glaube das wird wieder eine Ballade

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
2 Jahre zuvor

So viele haben wir davon gar nicht…..

undeuxtrois
undeuxtrois
2 Jahre zuvor

Ich mag es, wenn verschiedene nationale musikalische Eigenarten beim ESC zu hören und zu sehen sind.
Aserbaidschan ist dort nun vielleicht auch dauerhaft angekommen, ich bin gespannt.

Alkibernd
Alkibernd
2 Jahre zuvor

Es ist mir egal, mit wem der Herr Fahree auf der Bühne steht, auf wen er steht oder auf was er sich eigentlich untersteht , ICH WILL ENDLICH DAS LIED .

Dieses komische Azeland verdirbt mir noch immer den berühmten „Ich-will-mir-alle -Beiträge-auf-einmal-reinziehen-Deliriums-Abend“

Ich musss meine Zeit planen ! 😉

Last edited 2 Jahre zuvor by Alkibernd
Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
2 Jahre zuvor
Reply to  Alkibernd

Klingt zumindest interessant, was uns da diesmal aus Baku präsentiert wird…

Tamara
Mitglied
Tamara
2 Jahre zuvor
Reply to  Alkibernd

Same here.

Thomas
Thomas
2 Jahre zuvor
Reply to  Alkibernd

Verstehe ich vollkommen! Hab nun heute Abend alle zum ersten Mal angehört, hat Aserbaidschan einfach Pech.

Und ich weiß auch nicht, ob das eine clevere Taktik ist. Im Nachhinein gehörte letztes Jahr Georgien zu meinen Lieblingssongs. Die haben aber auch so ewig rumgebummelt, dass sie eigentlich während des gesamten Contests nicht auf meiner Liste waren.