
Bereits zum zehnten Mal fand am vergangenen Wochenende der FanVision Contest statt – eingebettet in das Eurovision Weekend, das auf eine noch längere Tradition zurückblicken kann. Das Event ist traditionell das erste große Treffen von Fans des Eurovision Song Contest nach dem Finale im Mai. Gleichzeitig ist es das Fan-Event in Deutschland, das die meisten internationalen Besucher*innen anzieht. Das liegt zum einen an den Künstler*innen, die beim FanVision Contest auftreten. Zum anderen steht das Wochenende seit Jahren für Professionalität, beste Unterhaltung und die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen. München bildete dabei keine Ausnahme. Hier ist unser Bericht.
Wie schon beim Fanclubtreffen des OGAE Germany im Januar in München begann auch das Programm des Eurovision Weekends bereits am Freitagnachmittag – und zwar mit einem touristischen Highlight: dem Olympiapark. Es ließen sich ein oder zwei wackelige ESC-Bezüge konstruieren … aber letztlich war das ein tolles Angebot, die Gastgeberstadt und die anderen Besucher*innen des Eurovision Weekends kennenzulernen.


Am Freitagabend ging es an einen altvertrauten Ort: ins Wirtshaus zum Isartal. Hier hatten bis vor wenigen Jahren die jährlichen Fanclubtreffen des OGAE München stattgefunden. Den schönen Biergarten konnte man bei den winterlichen Treffen nie nutzen; das ging jetzt umso besser, um sich dann für den weiteren Abend zu stärken.

Die Veranstalter hatten dabei zunächst etwas mit der Technik vor Ort zu kämpfen. Mit ein bisschen Flexibilität wurde dann ein amüsantes ESC-Quiz über Kahoot durchgeführt, bei dem auch eingefleischte Fans noch etwas lernen konnten. Die Moderation lag bei OGAE Germany Präsidenten Michael Behr, technisch unterstützt vom EC Germany Vorstand Robert Steigerwald (Foto oben). Natürlich waren auch bereits viele der Acts des FanVision Contest vor Ort – wie die Vertreter*innen der beiden deutschen Fanclubs (Foto unten).

Anschließend übernahm direkt DJ Wojzek aus Polen und heizte den Fans unter anderem mit den Gassenhauern dieses ESC-Jahrgangs ein – und die funktionieren nach wie vor hervorragend! Das merkte auch der Autor dieses Berichts, der von Mitternacht bis 3 Uhr an den Turntables stand.


Für den Samstagmittag hatten die Organisatoren eine Idee vom ESC-in Basel aufgegriffen: die Karaoke-Tram. In eine normale Münchner Straßenbahn waren dafür Lautsprecherboxen und ein Karaoke-Set-Up eingebaut worden. Um 12:02 Uhr setzte sich am Orleansplatz am Ostbahnhof die Bahn für die erste Runde in Bewegung. Anschließend folgten noch zwei weitere dieser jeweils 50-minütigen Fahrten. Dabei wurde viel gesungen – von Hits bis Balladen, von festen Stimmen bis zu ambitionierten Interpretationen.



Für das Abendprogramm und damit den FanVision Contest ging es in den Saal X im Kulturkomplex Gasteig HP8 – lustigerweise schräg gegenüber vom Wirtshaus zum Isartal. Die moderne Location mit etwa 200 Plätzen war liebevoll geschmückt – vor allem die Bühne, die von vielen herzförmigen Luftballons eingerahmt wurde. Auf den Sitzen lagen kleine Geschenke und praktische Utensilien wie ein Eurovision-Weekend-Fächer und natürlich das Programm. Hier hatten die Veranstalter wirklich an alles gedacht.

Gegen 19:45 Uhr begann das Programm, was in Sachen Professionalität Maßstäbe setzte – es gab so gut wie keine sichtbaren Probleme oder Hänger. Die Show wurde von Vorjahressieger David Schuler eröffnet, bevor dann Moderator Jochen Voß übernahm. Er führte auf Englisch zielgerichtet und unterhaltsam durch das Programm.

So rief er als nächstes die 14 Acts im Rahmen der Flaggenparade auf die Bühne. Und während die Delegationen mit großen Fahnen durch den Saal schritten, war so etwas wie Ergriffenheit zu spüren. 14 ESC-Fanclubs aus 13 Ländern, friedlich vereint in der Freude an der Musik. Genau das hatte man sich in Bezug auf die Größe und Professionalität beim Start des FanVision Contest vor zehn Jahren wohl erträumt.

Anschließend ging es zügig in die Präsentation der 14 Beiträge. OGAE Germany hatte schöne Postkarten zusammengeschnitten, die auf das jeweilige Land, aber auch auf die kommenden Künstler*innen einstimmten. Es gab kein wirkliches Haken, sondern alles lief wie am Schnürchen. Die lange Vorbereitungsarbeit machte sich hier bezahlt. Und im Zweifel sprang OGAE-Chef Michi unter dem Motto „Hier putzt der Präsident noch selbst“ auf die Bühne und fegte Blütenblätter weg, damit der nächste Act diese sauber vorfand.














Kaum war der letzte Beitrag verklungen, startet auch schon das Voting, was grundsätzlich einfach über das Handy zu erledigen war. Die Herausforderung: Die Veranstalter hatten als Pausenact die Schwuhplattler, eine schwule Schuplattlergruppe, eingeladen. Zwei solche Highlights parallel können eine*n dann schon mental überfordern, zumal das Votingsfenster auch direkt nach dem Ende der Schwuhplattler-Performance beendet wurde. Also: alle Daumen hoch für die tolle Idee mit der Tanzgruppe, etwas mehr Zeit zum Voten könnte man daneben aber auch noch gebrauchen.

Noch vor der Bekanntgabe des FanVision-Ergebnisses folgte der erste Star-Auftritt. OGAE Germany war bei der Auswahl dieser Acts auf Nummer sicher gegangen und hatte erfahrende Fanevent-Künstler*innen verpflichtet, die alle problemlos und im positivsten Sinne als Rampensäue bezeichnet werden können. So machte Bianca Shomburg den Auftakt und stieg auch gleich mit ihrem ESC-Beitrag „Zeit“ ein. Danach setzte sie auf ein Set von ESC-Hits wie „Waterloo“ bis „Take Me To Your Heaven“. Besonders gefeiert wurde ihr ESC-Medley auch mit unerwarteten Songs („Always on the Run“, „We will rave“). Es wurde mitgesungen, mitgeklascht und mitgetanzt.


Anschließend wurde das Ergebnis des FanVision Contest 2026 verkündet. Zuerst kamen die Sprecher der 14 Delegationen und gaben die 12 Punkte bekannt; die anderen Wertungen waren vorher bereits auf dem Scoreboard eingeblendet worden. Zum Schluss kamen dann noch die Punkte des Publikums. Das war spannend und als feststand, dass Polen gewonnen hatte, brandete ein Applaus auf, der an den in Wien nach dem Sieg von DARA erinnerte. Die drei Jungs aus Polen, Ungarn und Weißrussland waren von ihrem Erfolg sichtlich gerührt.

Ohne Pause – zu diesem Zeitpunkt lief die Show bereits fast drei Stunden – startete im Anschluss der Slowene Klemen sein Set. Er war mit seiner gesamten Familie, also seiner Frau und den beiden Kindern, nach München gereist. In kürzester Zeit gelang es ihm, die Zuschauer*innen zu begeistern und immer wieder andere Facetten seines künstlerischen Könnens zu präsentieren. Auch für diejenigen, die ihn bereits beim letzten Fanclubtreffen des EC Germany im Herbst 2025 in Köln erlebt hatten, waren mehrere neue Nummern dabei. Dabei gelang es Klemen in seinem einstündigen Auftritt, das Publikum in ganz unterschiedliche Gefühlszustände zu versetzen, von herzlichem Lachen bis zu tiefer Melancholie – wahrlich ein professioneller Komödiant, Schauspieler und Sänger!

Zum Abschluss zündete Lindsay Dracass die ESC-Party-Rakete. Sie hatte extra einen Umweg auf dem Weg in die Flitterwochen eingelegt, um in München auftreten zu können – und hatte entsprechend auch ihren Mann dabei. Die Britin präsentierte Hits, Hits, Hits! Und auch wenn ein neuerer Song wie „Tattoo“ im Set dabei war, hatte man das Gefühl, das alles schon einmal von ihr gehört zu haben. Dass der Funke der Begeisterung nicht auf alle Gäste übersprang und sich etliche Besucher aus dem Saal zurückzogen, um draußen zu reden, kann aber auch der späten Uhrzeit geschuldet gewesen sein.

Die Show endete nach viereinhalb Stunden kurz nach Mitternacht. Dann mussten alle Gäste einmal den Saal verlassen, damit dieser für die Party präpariert werden konnte. DJ Ohrmeister holte anschließend die Feierwilligen in kürzester Zeit wieder zurück und brachte die Tanzfläche bis spät in die Nacht zum Beben.



Am Sonntag klang das Eurovision Weekend mit einem gemeinsamen Brunch aus, der auch wieder im Wirtshaus zum Isartal stattfand. Parallel ploppten in den sozialen Medien die ersten Dankesmeldungen von Abreisenden auf. Letztlich gab es dabei zwei Kernbotschaften: die Besucher*innen hatten an den letzten drei Tagen ihre ESC-Akkus bis zur Euphorie aufgeladen und bedankten sich fast schon überschwänglich für die extrem professionelle Organisation und herzliche Gastfreundschaft. Dem kann sich der Autor nur anschließen, der sich jetzt schon auf das Eurovision Weekend im nächsten Jahr freut – in welcher polnischen Stadt auch immer.
Warst Du auch beim Eurovision Weekend in München – und wie hat es Dir gefallen? Wie findest Du generell solche ESC-Fan-Wochenenden in der Off-Season? Lass uns Deine Meinung da!
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Danke für den ausführlichen Bericht und die tollen Fotos! Herzlichen Glückwunsch an Polen zum Sieg beim Fanvision Song Contest!
Da schließe ich mich sehr gerne an.
Da ich auch ein anderes Leben habe sag ich kurz Hallo und vertschüss mich ins Freibad.
Die diesjährige ESC-Teilnehmerin Delta Goodrem hat heute ihre Termine für ihre „Pure Wotld Tour“ in Europs verkündet:
https://www.aussievision.net/post/delta-goodrem-announces-pure-world-tour-with-european-dates-released
Am 5. März 2027 tritt sie in Köln in der Live Music Hall auf. Weitere Konzerte sind in München, Berlin und Hamburg.
Es war ein rundum gelungenes Wochenende und die Organisator*innen haben einen fantastischen Job gemacht. Danke für Alles!
Schön auch ein paar bekannte ESCK Gesichter entdeckt zu haben 🥰
OT (speziell an Johannes gerichtet):
Puuluup wurde soeben für das Reeperbahn-Festival im September angekündigt 😀
Grüße an DJ Ohrmeister. Ich hoffe, dass beim nächsten Mal auch die neben ihm sitzenden Damen von whatsapp lassen können und mehr Begeisterung zeigen. 😉
„DJ Ohrmeister“
Wo ist Lasse? ☺️
https://www.facebook.com/share/p/1EKUnn1A63/
Urlaub oder TDF? 🏖
https://youtube.com/shorts/N_LJqcDhlpg?is=cPg5T2HVxxVsQ5JH
Auweia!
Weder noch.
Nachdem Lipo und Vingegaard die Tour beenden mussten, hab ich irgendwie keine Lust mehr. Remco kann ich bekanntlich nicht ausstehen.
Es war ein großartiges Wochenende in München und was der OGAE da auf die Beine gestellt hat, war sowohl vom Umfang als auch der Professionalität her neue Maßstäbe setzend! Das gilt auch für die 14 teilnehmenden Acts, bei denen vom schief gesungenen Vorentscheidungsbeitrag über überraschend tief berührende persönliche kleine Momente (looking at you, Flemish Spaceman!) bis zum perfekt choreografierten Spektakel alles dabei war. Eine tiefe Verbeugung vor Euch allen!
Einziges „Manko“ 😉 – ich musste mich von ein paar lange gehegten Vorurteilen verabschieden: Bianca Shomburg ist tatsächlich eine super sympathische Süßmaus voller positiver Energie – und Schuhplatteln muss kein todespeinliches Brauchtum sein, sondern kann höchst unterhaltsam und unglaublich sexy daherkommen, wenn die richtigen Kerle es präsentieren!
Daneben war es einfach ein wunderschönes, sommerliches Familientreffen – und lohnt sich alleine dafür schon. Und jetzt freu ich mich wie ein Keks auf Polen nächstes Jahr!
Schön wieder was von Frau Shomburg zu hören. Macht sie denn ausserhalb von ESC-Fanevents noch professionell Musik? Ich fand ihr Lied „Zeit“ nämlich gar nicht so schlecht, obwohl ich beim Vorentscheid eher für Leon damals war, mit seiner Taschenlampe. Aber naja.
Sie erzählte dass sie Vocalcoach bei DSDS war (oder noch ist…?)
OT:
Heute Nachmittag fand das Kicker-Finalturnier in unserer Firma statt.
Die besten 4 vom Kaufbeurer Kickerturnier und die besten 4 vom Marktoberdorfer Kickerturnier, vorletzte Woche, sind aufeinander getroffen.
Und ich habe mit meinen Arbeitskollegen tatsächlich auch dieses Finalturnier gewonnen. Und unsere Gegner hatten nicht Mal den Hauch einer Chance.
Im Viertelfinale haben wir die ,,Cool Bikes“ aus Marktoberdorf mit 10:5 geschlagen. Im Halbfinale haben wir dann ,,Die Unbesiegbaren“ aus Kaufbeuren auch mit 10:5 geschlagen, genau wie beim Finale des Kaufbeurer Kickerturniers. Und im Finale haben wir ,,Die Zwillinge“ (sind keine Zwillinge, aber nennen sich so, da sie sich super verstehen) auch aus Kaufbeuren mit 10:3 zerlegt. Gegen ,,Die Zwillinge“ hatten wir auch schon das Halbfinale des Kaufbeurer Kickerturniers, vorletzte Woche gewonnen, aber deutlich knapper.
Und damit haben wir einen tollen Wanderpokal gewonnen.
Herzlichen Glückwunsch.🏆
Vielen Dank. 😊😊😊
OT:
Das Tänzelfest 2026 ist nun also vorbei. Gestern war der letzte Tag.
Doch nach dem Tänzelfest ist vor dem Tänzelfest.
Die Fünfte Jahreszeit bei uns in Kaufbeuren findet im nächsten Jahr vom 8. Juli bis zum 19. Juli 2027 statt:
https://www.taenzelfest.de/vorschau
Mit gerechnet ist allerdings noch nicht die Serenade am Wertachstrand der Tänzelfest Landsknechtstrommler Kaufbeuren und des Musikvereins Harmonie Oberbeuren (Stadtteil von Kaufbeuren), die traditionell am Sonntag davor stattfindet. Diese Serenade ist in der Regel der erste Programmpunkt vom Tänzelfest, noch vor der Offiziellen Eröffnungszeremonie.
Die Hochzeit von meiner Verlobten und mir, haben wir abgesagt. Wir mussten unsere Gäste also enttäuschen. Wir haben uns gemeinsam dazu entschieden, weil meine Verlobte im August nach Mailand ziehen wird. Sie hat ein Jobangebot als Lehrerin bekommen und nach einem gemeinsamen Gespräch zwischen uns, hat sie es angenommen. Sie ist ja Halb-Italienerin. Ich werde allerdings nicht mitgehen und in Kaufbeuren bleiben. Ja, das heißt Fernbeziehung. Wir werden das aber packen und werden uns so oft wie möglich sehen. Das war schon immer ihr Traum gewesen und sie hätte mich liebend gerne mitgenommen, aber ich will nicht weg von Kaufbeuren. Und ich freue mich total für sie. Das steht übrigens schon länger fest, aber nun verkünde ich es hier.
Oh, dann wünsche ich Euch alles Liebe und Gute. Ich hatte mit meinem jetzigen Mann auch eine sechsjährige Fernbeziehung, da ich noch einen Job in Essen hatte, wollte halt nicht ohne Job alles hinter mir abbrechen. Wir sind jeweils im wöchentlichen Wechsel zwischen der Pfalz und NRW gependelt (mit dem Zug). Das war schön, aber auch stressig. Nach sechs Jahren hat es dann endlich mit dem Job in der Pfalz geklappt, so dass ich umziehen konnte.
Vielen Dank. Wir werden uns aber mit Sicherheit nicht jede Woche sehen, wie ihr damals. Aber wenn sie Ferien hat (der Vorteil einer Lehrerin) wird sie nach Kaufbeuren zu mir fahren. Und wenn ich Urlaub habe, dann werde ich nach Mailand zu ihr fahren.
Furzt Du mit?
OTN
Die Sängerin Sophie Powers (bürgerlich Sophie Anne Luborsky) hat ihr Interesse an einer Teilnahme am ESC im kommenden Jahr bekundet:
https://escspot.pl/2026/07/20/sophie-powers-kanada-eurowizja-2027/
Sophie Powers nahm letztes Jahr an der Castingshow „American Idol“ teil. Zudem hat sei zwei Extended Plays veröffentlicht.
Danke für den schönen Bericht!!!