
Es könnte die nächste kleine Sensation in der Welt des Eurovision Song Contest werden: Das Comeback von Ungarn nimmt offenbar Form an. Wie jetzt bekannt wurde, soll die EBU ziemlich engagiert dafür kämpfen, dass das Land 2027 in Burgas endlich seine ESC-Rückkehr feiert. Dafür wird wohl sogar auf gewisse „Angebote“ zurückgegriffen, die dem ungarischen Sender unterbreitet wurden.
Wie ungarische Nachrichtenportale berichten, ist das Comeback 2027 ziemlich wahrscheinlich. Nachdem mit Péter Magyar ein deutlich Europa-offenerer Ministerpräsident in Ungarn gewählt wurde, begannen bereits die Gerüchte um eine ESC-Rückkehr. Magyar selbst hatte in der Vergangenheit bereits geäußert, „keinen Grund“ zu sehen, weshalb sein Land nicht zum Wettbewerb zurückkehren sollte.
Auch ungarische Medien, Blogger*innen und ehemalige ESC-Acts wie Kati Wolf (siehe unten) kämpfen für die Rückkehr. Der zuständige TV-Sender, EBU-Mitglied MTVA, wird aktuell jedoch neu ausgerichtet. Mit dem Machtwechsel in Ungarn soll auch das Staatsfernsehen reformiert werden, was natürlich viel Zeit beansprucht. Zuletzt war deshalb die Rede von einer Verschiebung des ESC-Comebacks auf 2028. Jetzt soll aber doch alles ganz schnell gehen – mit Unterstützung der EBU!
Um das Comeback zu erleichtern, wurde dem ungarischen Sender angeblich das Angebot gemacht, seine Teilnahmegebühr für den kommenden ESC zu reduzieren. Es wäre somit eine erheblich kleinere Hürde, Geld für den Wettbewerb in Burgas aufzubringen. Zudem wird berichtet, dass die EBU Ungarn sogar eine spätere Frist für die Entscheidung einräumt als allen anderen Nationen.
Im Normalfall müssen interessierte Rundfunkanstalten bis Mitte September ihre ESC-Teilnahme bei der EBU bestätigen. Anschließend können sie sich bis Oktober noch kostenlos von der Teilnehmerliste streichen lassen. Um Ungarn entgegenzukommen, soll die EBU dem Sender MTVA jedoch eingeräumt haben, sich erst bis zum 7. Dezember final entscheiden zu müssen. Vermutlich, um besser abschätzen zu können, ob eine Teilnahme während der Umstukturierung des Senders wirklich stemmbar ist.
Bestätigt wurde zum aktuellen Zeitpunkt weder von der EBU noch von ungarischer Seite etwas. Mit den „Sonderangeboten“, die dem Sender MTVA unterbreitet wurden, gilt das Comeback Ungarns 2027 jedoch als wahrscheinlich. Das Land nahm zum letzten Mal 2019 mit Joci Pápai (Aufmacherbild) am Wettbewerb teil – es war das einzige Mal innerhalb von neun Jahren, dass Ungarn den Sprung ins ESC-Finale verpasste. Fünf Jahre zuvor schaffte es das Land mit dem Beitrag „Running“ sogar in die Top 5 (siehe oben).
Für wie realistisch hältst Du Ungarns Comeback 2027? Würdest du dich über eine ungarische ESC-Teilnahme in Burgas freuen? Lass uns gerne deine Gedanken da.
Entdecke mehr von ESC kompakt
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.



Würde mich sehr über ein ungarisches ESC-Comeback freuen, gerne sowas in die Richtung von „Origo“ aus dem Jahr 2017. 😊
Musikalisch gerne, aber dann bitte nicht zum dritten Mal Joci Papai.
Daher auch nur in der Richtung.
Und Deutschland muss bezahlen!
Meine Güte 😩
Dann gibt’s halt einen Tatort weniger. Oder die Silbereisen-Shows werden reduziert, die sind roundabout doppelt so teuer und eh viel zu viele.
Dass sich immer noch Menschen über die angeblich zu hohen deutschen Teilnahmegebühren aufregen ist mehr als lächerlich.
Die Leute die übermorgen sehr dämlich sein werden.
Das Bisschen, was da auf Deutschland umgewälzt würde, entspräche vermutlich nicht mal drei Minuten eines „Tatorts“.
Wenn überhaupt. Denn die EBU wird mit dem ESC ja auch selbst Einnahmen generieren. Sei es durch die Übertragung in Ländern außerhalb der EBU, der damaligen Partnerschaft mit Netflix oder durch Merchandising. Kann also gut sein, dass die das einfach aus der Portokasse bezahlen.
Würde sogar eher davon ausgehen, weil die vielen klammeren Sender mit Sicherheit protestieren würden, wenn sie plötzlich die Rabatte für andere bezahlen müssten.
Von daher vermutlich mal wieder viel Geschrei um Nichts.
Ich glaube entweder überschätzt du die Einnahmen der EBU oder unterschätzt die Kosten des ESC.
Der ESC ist für die EBU keine Goldgrube, sondern eine Rechnung „+-0“ (wobei die größte Rechnung die Host City und ggf. die nationale Sendeanstalt zahlen).
Ohne eine (rabattierte) Teilnahme von Ungarn wird Deutschland bestimmt anteilig mehr bezahlen müssen als bei einem Fernbleiben.
Mal davon abgesehen werden auch ARD und ZDF es zu schätzen wissen, wenn in Ungarn wieder ein staatsferner TV-Sender aufgebaut wird, der sich kooperativer gegenüber ausländischen Partnersendern verhält.
Nein. Lies nach, das wurde hier alles schon mal sehr ausführlich aufgeschlüsselt. Spoiler: „Deutschland“ muss nicht zahlen.
AFD Wahlkampf auf den letzten Metern für S-A?
*facepalm*
Ich freue mich über eine Rückkehr von Ungarn beim ESC und bin gespannt, ob dann das Festival „A Dal“ die Funktion des nationalen Vorentscheides übernimmt.
Würde mich sehr über ein Comeback freuen 😊 Finde es wichtig, das Bemühungen gemacht werden, auch Länder innerhalbs zurückzugewinnen und nicht nur nach Asien oder Kanada zu schauen
Das wäre schön, wenn Ungarn schon 2027 zurückkehren würde. Eine Fristverschiebung gab es vor gar nicht so langer Zeit auch für Rumänien und Moldau, wenn ich mich richtig erinnere.
Die Fristverschiebung (für eine kostenlose Stornierung) gab es letztes Jahr ja für alle, da die Israel-Entscheidung erst im Dezember fiel.
Ansonsten hätte ich nicht gehört, dass für Moldau und Rumänien Ausnahmen gemacht wurde. Ich könnte mir nur gut vorstellen, dass die beiden Länder und Bulgarien letztes Jahr auch eine finanzielle Unterstützung bekommen haben, wie es jetzt für Ungarn im Raum steht. Das ist aber nur eine Spekulation meinerseits.
Für Rumänien gab es eine Fristverschiebung für 2024, da haben sie erst Ende Januar endgültig abgesagt; ich meine, Australien hat da auch eine Verlängerung bekommen.
Ich finde, man könnte generell darüber nachdenken, die Anmeldefrist wieder wie früher in den Dezember zu legen. Offenbar wollten in den letzten Jahren öfter mal Sender mehr Zeit haben.
Die Verschiebung Richtung Semptember/Oktober hat ja der ORF als Gastgeber 2015 verlangt – die Begründung (mehr Zeit für die Planung) habe ich aber damals schon nicht so recht verstanden – beim ESC gibt es ja keine Schwankungen +/- 10, das dürfte auch ab Dezember noch zu wuppen sein.
Danke für den Hinweis. Die Verschiebung 2024 war schon wieder aus meinem Kopf raus!
Wolf Kati darf es gerne nochmal versuchen.
Hoffentlich nimmt ihr aber jemand den Stock aus dem Popo…
2011 hatte sie einen Supersong.
Aber das Staging war ein Verbrechen für die Augen.🫣
Hoffentlich schmoren der Designer ihres Fummels, ihr Friseur und der Choreograf ihres Auftritts noch heute in einem dunklen Verlies. 🤭
Oh ja … als ich den Song das erste Mal gehört habe, war ich ziemlich sicher, dass es 2012 nach Budapest geht. Aber was dann auf der Bühne in Düsseldorf passiert ist *grusel*
Das ist mal eine hoffnungsvolle Nachricht 👍 🇭🇺
Bitte, bitte, bitte! Ungarn hat sich in seinen letzten Jahren beim ESC zu einem meiner Lieblingsländer entwickelt, weil man nie wusste, was man bekommen würde – nur, dass es eine sehr hohe Qualität haben würde.
Sie dürfen gerne wieder teilnehmen. Aber in Euphorie falle ich deswegen nicht.
Dafür haben mir ungarische Beiträge (Ausnahme 2017) kaum gefallen.
Eine reduzierte Teilnahmegebühr ist aber gegenüber anderen finanzschwachen
Ländern (Rumänien, Bosnien, Montenegro etc.) unfair.
Würde mich nicht wundern, wenn Rumänien, Bulgarien, Moldawien und Montenegro letztes Jahr auch schon mit einem Nachlass überzeugt wurden. Gerade Bulgariens Comeback kam ja aus sehr heiterem Himmel.
Und Bosnien-Herzegowina bräuchte sich nicht mal in der Theorie beschweren. Schulden die der EBU nicht sowieso noch mehrere Millionen Euro Mitgliedsgebühr, weil die separatistische Republik Srpska dem ÖRR ihren Teil der Rundfunkbeiträge nicht überweist?
Wer billig kauft, kauft letztendlich doppelt (warhscheinlich zehnfach 😉 ) so teuer.
könnte man anderen Ländern nicht auch auf die Art helfen, Bosnien Herzegowina?
Bosnien-Herzegowina muß erst seinen Schuldenberg bei der EBU abtragen, dann ist wieder eine Teilnahme möglich.
Der bosnische Sender ist nicht nur vom ESC, sondern von sämtlichen EBU-Diensten suspendiert.
Außerdem möchte ich dann auch gerne mal schwarz auf weiß haben, welche Sender denn tatsächlich aus Kostengründen fernbleiben und nicht einfach nur „Kostengründe“ sagen und „Kein Bock!“ meinen.
AWS! AWS!
Ja Bitte!!!!🇭🇺🇭🇺🇭🇺💯
Erstmal die ganzen tollen und schönen Beiträge Ungarns von 2011 bis 2019 anhören! 😀
Und 2005 bitte nicht vergessen! 💃💃💃
Ohja und 2007 war auch wunderschön!
Als die Rückkehr von Rumänien, Moldau und Bulgarien letztes Jahr kurz hintereinander bekannt gegeben wurden, bin ich auch davon ausgegangen, dass die Länder irgendeine Art von Entgegenkommen bekommen haben (glaube das auch jetzt noch :-)).
Dafür haben sie halt die Situation um Israel akzeptiert und die Kommunikationstermine an den Wünschen der EBU ausgerichtet (damit die EBU kurz hintereinander 3 Rückkehrer präsentieren konnte).
Dass die EBU auch Ungarn gerne wieder dabei hätte, um den neuen öffentlich rechtlichen Rundfunk wieder stärker zu integrieren liegt natürlich auch auf der Hand.
Joci Papai, AWS, Bye Alex…….. So viele gute Beiträge!
Ich empfange Ungarn mit offenen Armen!🙂
Ich freue mich über jeden Rückkehrer 😀
ESC 2028 in Budapest – dank Abor & Tynna !!! 😀
Ich würde das so cool und klasse finden ! 😀
Sie haben ja schonmal ganz leise angedeutet: Wenn nochmal ESC, dann bei Ungarns Comeback.
Da weiß ich aber zu wenig über die Mentalität der Ungarn, wie man über Kandidaten aus dem Ausland denken würde, auch wenn Österreich und Ungarn natürlich historisch und k.u.k. sehr eng verbunden sind
Wobei ich bei Abor & Tynna ganz optimistisch bin. 😀
Okay, das bin ich eigentlich fast immer. 😀
Aber wenn man bedenkt, dass Ungarn zweimal Joci Pápai zum ESC geschickt hat, der ein Roma ist und diese in Ungarn nun auch nicht unbedingt das beste Standing haben, müsste es doch bei Abor & Tynna erst recht klappen. 😀
——————-
PS:
Liebe Leute,
aber jetzt bitte keine Diskussion über Roma (m/w/d) anfangen, denen wir so tolle Musik wie den Flamenco aus Andalusien oder eben ungarische Violinen-Musik zu verdanken haben. 😀
Glaube bei den früheren Ausgaben von A Dal mussten die Teilnehmer schon die ungarische Staatsbürgerschaft verfügen.
Abor & Tynna sind Weltbürger und emotionale Ungarn. Das reicht bestimmt. 😀
Also wenn da von Staatsbürgefschaft die Rede ist dann meint man das wohl auch so. Oder versuch du mal als „emotionaler“ Italiener bei einer Parlamentswahl in Italien abzustimmen.
Du bist realistischer als jeder Jurist. Du hast eindeutig deinen Job verfehlt. 😀
Wohl eher du wenn du das nicht weißt. 🤪
Verflucht. Ich muss auf meine alten Tage nochmal ein neues Studium anfangen. 😀
Da bin ich dabei! Gerne auch ein Lied auf ungarisch oder zweisprachig wie Winnetou.
Oder Joci Papai feat. Abor & Tynna
Ein ESC-Song in ungarischer Sprache würde ich auch bevorzugen. 😀
Ich freue mich sehr. Ich gehe davon aus, dass die Zustimmung des Medienrats nur Formsache ist. Spätestens wenn Ende Oktober die Reform des ÖRR in Ungarn in Kraft tritt, dürfte die Teilnahme nur noch Formsache sein.
Ups, einmal „Formsache“ zu viel…
OT
Die bulgarische Fluglinie BH Air plant, Flüge von Leipzig nach Burgas anzubieten.
https://www.tag24.de/thema/esc/von-sachsen-zum-esc-airport-verkuendet-topnews-fuer-alle-fans-3529645
Das fände ich super, wenn Ungarn nächstes Jahr zum ESC zurückkehren würde.👍🇭🇺
Würdest du dich über eine ungarische ESC-Teilnahme in Burgas freuen?
Nä. Ungarn ist mein ESC-Hass-Land, und Budapest ist die hässlichste Stadt der Welt.
Herrgott, Rick! Was ist das denn für eine Frage?! NATÜRLICH freu ich mich, wenn Ungarn zurückkommt! Jeder Teilnehmer ist grundsätzlich beklatschenswert, ich freu mich auch über Andorra, Monaco, den Vatikan und Lummerland! Aber UNGARN! Die so viele fantastische Beiträge hatten (und so oft unter Wert geschlagen wurden), die die schönste Stadt vons ganze Welt ihre Hauptstadt nennen dürfen – ich würd mich nicht freuen, ich wär sowas von aus dem Häuschen! Allein schon die Aussicht auf einen ESC in Budapest *dahinschmelz* …
Also mit der schönsten Hauptstadt der Welt bleibe ich persönlich bei Wien und Rom. 😀
Aber ansonsten hast du wie immer recht. 😀
Natürlich kommt Ungarn 2027 zurück!
Heißt im Umkehrschluss, dass andere mehr zahlen. Also auch Länder, die selber schon seit Jahren Probleme mit der Finanzierung haben. Dass die EBU da mal jemanden entgegen gekommen ist, wüsste ich nicht. Warum immer diese Extrawürste für manche Länder?
Damit sie teilnehmen können? Es soll ein Wettbewerb für alle europäischen Länder sein, aber manche können sich diese aufwendigen Kosten entweder nicht leisten oder sollen einen Anreiz zur Teilnahme erhalten… und das finde ich durchaus legitim.
Diese Entwicklung zu einer immer teureren Show halte ich auch nicht für gut, dieser Trend zu „es muss aber noch bombastischer als letztes Mal werden“ ist auch unsinnig meiner Meinung nach, aber alles wird teurer. Und wenn Länder, die sich das leisten können, etwas mehr bezahlen, finde ich das nicht ungerecht, sondern eher großzügig.
Immer dieses Geschiele aufs Geld… 🙄