Mehr als die Hälfte der Acts des Junior Eurovision Song Contest 2026 stehen fest

Alec aus Frankreich – Foto: France TV

Zweieinhalb Monate ist unser letzter Blick auf die Acts des Junior Eurovision Song Contest 2026 schon her. Damals standen fünf Acts fest – und seitdem sind überraschend wenige hinzugekommen. Besonders wenn man bedenkt, dass der JESC dieses Jahr bereits am 24. Oktober (also nächsten Monat!) über die Bühne geht. Mittlerweile stehen neun von 16 Acts fest – also knapp mehr als die Hälfte. Und wie schon seit einigen Monaten ist der Song aus Albanien der einzig bislang bekannte. Dafür gab es (neben einer neuen URL für die EBU-Seite zum Junior ESC: junior.eurovision.com) aber andere News.

Zum Beispiel, dass 16 Teilnehmer den Weg nach Ta’Qali in Malta auf sich nehmen, zwei weniger als im vergangenen Jahr. Dort steht das Malta Fairs & Conventions Centre – normalerweise jährlicher Austragungsort des maltesischen ESC-Vorentscheids und nun erstmals auch eines Junior ESCs. Dort erwartet die jungen Acts ein „Eurovision Festa Village“. Die maltesischen Festas gehören laut UNESCO zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit und bezeichnen Dorffeste religiösen Ursprungs im ganzen Land, die oft lange akribisch vorbereitet und eine Woche lang gefeiert werden. Der Junior ESC beginnt in diesem Jahr zur wenig kinderfreundlichen Zeit um 21 Uhr MESZ – in den Teilnehmerländern Georgien und Armenien ist es dann also bereits 23 Uhr.

Die Festa am letzten Tag der mitteleuropäischen Sommerzeit feiern also 16 Acts zwischen neun und 14 Jahren. Wie wir seit kurzem wissen, feiern Jugendliche zwischen 15 und 18 bald gar nicht mehr auf eurovisionärer Bühne. Denn beim Junior ESC darf man bis einschließlich 14 Jahren teilnehmen, beim ESC der Erwachsenen künftig erst ab 18. Die Durchlässigkeit für Acts vom Junior ESC zum ESC dürfte mit dieser nun dreijährigen Karenzzeit noch kleiner werden als sie es ohnehin schon ist.

Seit unserem letzten Blick auf die Acts sind vier neue hinzugekommen. So etwa Alec Burette, zwölf Jahre alt, aus Frankreich. Die Franzosen sind JESC-Titelverteidiger. Da man aber zuletzt einfach zu häufig gewann und in diesem Jahrzehnt bereits zweimal ausgetragen hat (Paris 2021, Nizza 2023), entschloss man sich zum wiederholten Male die Austragung der Show abzugeben.

Alec spielt Klavier und Gitarre und komponiert auch selber. Er nahm an der Fernsehshow N’oubliez pas les enfants („Vergesst die Kinder nicht“) teil – der Weihnachts-Kindervariante der sensationell unterhaltsamen Karaoke-Sendung N’oubliez pas les paroles, die seit Jahren im Vorabendprogramm des Senders France 2 läuft und bei der der Autor dieser Zeilen schon selbst bei fünf Folgen im Publikum saß und fordert, dass das deutsche Fernsehen sie endlich adaptiert.

Anders als beim ESC in Wien sind beim Junior ESC auch die Niederlande und Spanien dabei – repräsentiert von den Sendern AVROTROS beziehungsweise RTVE. Letzter hat seinen Sänger auch schon gewählt: Lucas Paulano, der im Jahr 2016 in Jaén geboren wurde. Im Alter von acht Jahren gewann er das spanische The Voice Kids, durfte daraufhin bei drei Konzerten des kolumbianischen Sängers Manuel Torizo dabei sein und hat mit „Todo sigue igual“ („Alles bleibt gleich“) auch schon seine erste Single herausgebracht.

Auch Zypern hat sich für einen Jungen entschieden. Der 13-jährige Harry Georgiou besucht die Platinum Performing Arts School in London, wo er Gesangs-, Schauspiel-, und Tanzunterricht nimmt. In London spielte er auch schon in einigen Musicals – etwa als Straßenjunge Gavroche in Les Misérables. Er wurde vom Sender CyBC nach einem Vorsprechen ausgewählt, das Land beim Junior ESC zu vertreten.

Aus Montenegro schließlich reist Mija Vujović nach Malta. Sie wurde in Podgorica geboren und wird kurz vor der Show 10 Jahre alt. Sie singt alleine, aber auch in Chören und auf der JESC-Webseite wird extra herausgestellt, dass sie neben Englisch auch Französisch spricht. Vielleicht ist das ein Hinweis, dass Mijas JESC-Wettbewerbstitel mehrsprachig gehalten ist. Und der setzt das (J)ESC-Motto „United By Music“ offenbar musikalisch um. Ihr Song heißt „Muzika nas spaja“ („Musik verbindet uns“) und ist noch nicht veröffentlicht. Bekannt ist aber, dass er von Marko Kon geschrieben wurde. Der wiederum ging beim ESC 2009 für Serbien mit einem schrägen Song über Schuhe („Cipela“) ins Rennen. Aber da war Mija ja noch gar nicht geboren.

Was für Eindrücke hast Du von den schon feststehenden Acts für den Junior ESC? Und wirst Du Dir die Sendung aus Malta ansehen? Schreib es uns gern in die Kommentare!



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3 Comments
Matty
Matty
1 Stunde zuvor

Sehr gut und gleichzeitig kommen aus Polen Neuigkeiten! Tribbs, Lanberry und Koder werden die Autoren des polnischen Wettbewerbsbeitrages in diesem Jahr sein:

https://escspot.pl/2026/09/02/eurowizja-junior-2026-tribbs-lanberry-koder/

Tribbs (bürgerlich Mikołaj Maciej Trybulec) ist Mitautor von sechs Liedern, die verschiedene Länder beim Eurovision Song Contest vertraten und Sasas Coach bei The Voice Kids, Lanberry (hatte 2017 am polnischen ESC-Vorentscheid teilgenommen) und Antoni Alagierski (bürgerlicher Name von Koder) ist Songschreiber. 

Last edited 1 Stunde zuvor by Matty
Diplom-Traumfrau
Diplom-Traumfrau
40 Minuten zuvor

Die sechs möglichen Beiträge aus der Ukraine wurde auch schon vorab veröffentlicht. Schwittlana Tabaranasonololova und alyona alyona alyona haben jeweils drei davon komponiert.

marcelK
marcelK
16 Minuten zuvor

Ja und sie sind alle klasse