
Die Teilnehmerliste für den Eurovision Song Contest 2027 füllt sich langsam. Mit dem Einzug des Septembers haben in den letzten Tagen auch einige Länder ihre Teilnahme bestätigt, die gerne mal länger auf sich warten lassen. Aber es gibt nicht nur Grund zur Freude: Ein paar Nationen bzw. deren Rundfunkanstalten zögern die Entscheidung immer weiter heraus. Wir blicken auf die aktuellen Wackelkandidaten und die sicheren Zusagen für Burgas.
Seit unserem letzten Update hat sich wieder einmal einiges getan. Vor allem bezüglich der australischen Teilnahme ist es meistens erst einmal ruhig und unklar. Auch wenn sich Australien beim ESC inzwischen wie ein „gesetzter Teilnehmer“ anfühlt, ist der Sender SBS Jahr für Jahr auf eine Extra-Einladung der EBU angewiesen. Grund: Australiens TV-Sender ist lediglich assoziiertes Mitglied. Für 2027 wurde die Teilnahme am ESC jetzt jedoch bestätigt!
Ein ähnliches Schicksal hat auch Kasachstan bei der EBU. Der dortige Sender KhabarTV ist, wie SBS aus Australien, kein Vollmitglied, sondern nur ein assoziiertes. Darum ist man auch hier auf eine Extra-Einladung angewiesen, an der man jetzt weiterhin festhält. Das kasachische Ministerium für Kultur und Information hat zumindest offiziell erklärt, eine Beantragung der EBU-Zulassung für die Teilnahme 2027 in Erwägung zu ziehen.
Ein Vertreter des Ministeriums betonte gegenüber der kasachischen Presse, dass viele Faktoren stimmen müssten. Vor allem die staatlichen Prioritäten, organisatorischen Möglichkeiten und der finanzielle Aspekt seien entscheidend dafür, ob man die EBU auf eine Zulassung drängt. Viel Zeit bleibt für den ESC 2027 allerdings nicht mehr, denn spätestens bis Mitte Oktober müssen sich interessierte TV-Sender bei der EBU final anmelden. Kasachstan versucht schon seit Jahren, Teil der ESC-Familie zu werden.
Diese 23 Länder haben ihre Teilnahme am ESC 2027 bislang bestätigt:
- 🇦🇺 Australien
- 🇧🇬 Bulgarien
- 🇩🇰 Dänemark
- 🇩🇪 Deutschland
- 🇪🇪 Estland
- 🇫🇮 Finnland
-
🇬🇷 Griechenland
-
🇬🇧 Großbritannien
- 🇮🇱 Israel
- 🇮🇹 Italien
- 🇨🇦 Kanada
- 🇱🇹 Litauen
- 🇱🇻 Lettland
- 🇱🇺 Luxemburg
- 🇲🇹 Malta
- 🇲🇰 Nordmazedonien
- 🇳🇴 Norwegen
- 🇦🇹 Österreich
- 🇵🇱 Polen
- 🇷🇴 Rumänien
- 🇸🇲 San Marino
- 🇸🇪 Schweden
- 🇨🇭 Schweiz
Wir weisen an dieser Stelle darauf hin, dass über die Teilnahme einiger Länder zwar gemunkelt und sogar über mögliche Auswahlprozesse gesprochen wird, deren zuständige Sender jedoch bislang nicht offiziell zugesagt haben. Insbesondere bei Zypern ist dies besonders auffällig, denn hier wird inzwischen sogar von einer möglichen, privat-finanzierten Vorentscheidung für den ESC 2027 gesprochen. Der zuständige Sender CyBC hat bisher aber noch nicht einmal seine Teilnahme in Burgas bestätigt.
Neben Skandinavien, das nun lückenlos auf der Teilnehmerliste für 2027 steht, wird auch jedes der Baltikum-Länder in Burgas am Start sein. Der Rundfunk ERR aus Estland hat inzwischen den Start der Bewerbungsphase für die Vorentscheidung Eesti Laul auf den 4. September, also gestern, datiert. Der Vorentscheid selbst wird am 30. Januar ausgetragen. 12 Acts nehmen daran teil, welche bis Ende Oktober ausgewählt sein sollen und dann auch bereits bekannt gegeben werden.
Damit zurück zu den unklaren Teilnehmenden: Aus Moldau heißt es, dass der Sender TRM tatsächlich in Kürze eine neue Geschäftsleitung bekommen wird, welche über die ESC-Zukunft des Landes entscheidet. Der bisherige TRM-Vorsitzende Vlad Ţurcanu hat sich von seinem Posten zurückgezogen, da es nach dem ESC in Wien Kritik an der eingesetzten Fachjury Moldaus gab. Bislang soll noch völlig unklar sein, ob Moldau 2027 dabei ist oder nicht. Satoshi (siehe oben) holte dieses Jahr in Wien einen starken siebten Platz für das Land.
Auch Montenegro schweigt weiter: Delegationsleiterin Vladana Vučinić gab per Instagram bekannt, dass der Sender RTCG noch nichts entschieden habe und man sich Zeit mit der Entscheidung für Burgas lasse. Wann genau in Tschechien die Entscheidung fällt, ist jetzt aber immerhin klar. Laut einem neuen Dokument des Senders ČT werde erst im Oktober entscheiden, ob Tschechien in Burgas dabei ist (siehe unten). Wie berichtet, kommen auf den tschechischen Rundfunk unter anderem finanzielle Kürzungen zu, die gegen eine Teilnahme sprechen könnten.
Wie viele Teilnehmerländer erwartest du beim ESC 2027? Könnte es neue Rückzüge geben und wie geht es mit den Boykott-Nationen aus diesem Jahr weiter? Lass uns deine Meinung gerne da.
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Schönen!
…Tag ! 😀
Hoch die Wände Wochenende!
Schön humorvoll reagiert. So wollen wir dich haben. 😀
Auf Kasachstan kann ich immer noch sehr gut verzichten.
Ich auch
In Slowenien deutet auch einiges auf die Rückkehr zum ESC hin, denn es steht ein Personalwechsel an:
https://eurovisionfun.com/en/2026/09/slovenia-jansas-rtvslo-overhaul-could-pave-the-way-for-a-eurovision-return-but-is-2027-too-soon/
Es bleibt spannend!
Als Jurist beschäftige ich mich nicht mit Wackelkandidaten, deren Teilnahmestatus derzeit noch ungeklärt ist, sondern nur mit knallharten Fakten: 😀
Entweder
ESC 2028 in Málaga – dank Pablo Alborán
oder
ESC 2028 in Graz – dank Pizzera & Jaus
oder
ESC 2028 in München oder Leipzig – dank Gracia oder Molly Sue !!! 😀
Graz hat kein Geld!!
Momentan Haushaltssperre.
Im Jahr 2028 sieht die Grazer Haushaltslage bestimmt wieder sehr viel rosiger aus. 😀
Da bin ich Optimist. 😀
Moin Geri,
willst du keine Werbung für unsere großartige Tamara machen?
Seit gestern ist das Album draußen. Sie treten morgen auch im Fernsehgarten auf. (Vorsicht 🐍, aber nur kurz)
Der Song ist gut, aber wenn die Performance so düster rüberkommt wie das Video, dann sehe ich schwarz für einen ESC 2028 in München oder Leipzig. 😀
Habe mal 30 Sekunden reingehört. Sorry, aber das wirkt irgendwie wie ne Parodie auf die Gothic-Szene. 🤣
Der Song ist wunderbar
Natürlich hofft man als ESC-Fan eigentlich immer, dass am Ende viele Länder beim Contest dabei sind, schließlich bereichert eigentlich jeder Beitrag die Diskussion und das musikalische Line-Up.
Dass das Baltikum jetzt vollzählig ist, freut mich dabei natürlich besonders und auch dass wir wieder die drei interessanten Vorentscheide bekommen. Estland und Lettland sind ja traditionell auch mit die ersten Länder, die ihre VE-Beiträge veröffentlichen, darauf freue ich mich jetzt schon. Den 30. Januar als Termin fürs Eesti Laul empfinde ich dabei als außerordentlich früh, jetzt liegt die Show sogar am selben Tag wie der LSC, weshalb wir jetzt auch schon einen unserer ersten Super-Samstage haben.
Moldau sollte wegen des guten Ergebnisses mit Satoshi eigentlich schon beim Contest dabei sein, für das Land hat der ESC ja auch einen besonderen Stellenwert. Außerdem hat Moldau bis auf das Mysterium von 2025 ja auch seit ihrem Debüt keinen einzigen Contest ausgelassen.
Bei Montenegro sieht die Lage da schon etwas kritischer aus, da eben auch die ESC-Ergebnisse leider relativ erfolglos blieben und das Land schon öfter nicht am Contest teilgenommen hat. Allerdings will ich auch hier optimistisch bleiben und die Teilnahme am JESC sowie die geografische Nähe zu Bulgarien mal als ein positives Zeichen für eine Teilnahme sehen.
Tschechien ist ja auch immer ein Wackelkandidat, wohl aber nicht so sehr wegen den Ergebnissen, sondern eher wegen den Kosten und dem geringen Interesse am ESC im Land. Hier kann ich es wirklich nicht einschätzen, aber ich hoffe sehr, dass uns das Land erhalten bleibt, schließlich haben sie mit Lights Off, My Sister’s Crown, Kiss Kiss Goodbye und Crossroads in den letzten Jahren viele persönliche Favoriten von mir beigesteuert.
Ich drücke jedenfalls die Daumen, dass wir diese Länder auch in Burgas sehen werden.