
Der Eurovision Song Contest versteht sich offiziell als unpolitischer Musikwettbewerb. Gleichzeitig war und ist er aber immer auch ein europäisches Verständigungsprojekt – besonders für kleinere Länder, die sich auf der ESC-Bühne kulturell und gesellschaftlich präsentieren wollen. Genau deshalb sorgt der Rücktritt von Vlad Țurcanu, dem Generaldirektor des moldauischen Fernsehsenders TRM, nach dem ESC-Finale 2026 weit über eine gewöhnliche Punkte-Diskussion hinaus für Aufsehen. Denn die Debatte um die moldauische Jurywertung berührt nicht nur das Verhältnis des Landes zu Rumänien und der Ukraine, sondern könnte auch Auswirkungen auf Moldaus künftigen ESC-Kurs haben.
Vlad Țurcanu kündigte am Montag seinen Rücktritt als Chef des öffentlich-rechtlichen Senders Teleradio-Moldova (TRM) an. Auch seine Stellvertreter Andrei Zapșa und Cornel Ciobanu verlassen ihre Posten. Vorausgegangen war massive Kritik an der moldauischen Jurywertung im ESC-Finale: Während das moldauische Publikum Rumänien die vollen zwölf Punkte gab, vergab die Jury lediglich drei Punkte an Alexandra Căpitănescu und ihren Song „Choke me“. Noch stärker diskutiert wurde, dass die Ukraine von der moldauischen Jury überhaupt keine Punkte erhielt. Die zwölf Jury-Punkte gingen stattdessen an Polen.
Dabei geht es nicht einfach nur um enttäuschte Fans oder die übliche ESC-Aufregung über Punktvergaben. Moldau und Rumänien verbindet weit mehr als eine Nachbarschaft: Beide Länder teilen dieselbe Sprache und eine enge kulturelle Geschichte, seit Jahren gibt es immer wieder Diskussionen über eine mögliche stärkere politische Annäherung oder sogar Wiedervereinigung. Gleichzeitig grenzt Moldau direkt an die Ukraine und befindet sich geopolitisch seit Jahren in einem Spannungsfeld zwischen europäischer Orientierung und russischem Einfluss.
Vor diesem Hintergrund wurde die Jurywertung in Moldau emotional und politisch aufgeladen wahrgenommen. Dabei hat die Jury formal genau das getan hat, was sie tun soll: musikalische Beiträge bewerten und eben nicht politische Beziehungen zwischen Ländern berücksichtigen. Dass dies nun zum Politikum wurde, zeigt, wie symbolisch der ESC in manchen Staaten verstanden wird und welche Bedeutung er dort weit über Unterhaltung hinaus besitzt.
In einer Pressekonferenz sprach Țurcanu deshalb von einem „gravierenden“ Vorgang. Er erklärte: „Unsere Haltung gegenüber der Ukraine besteht nicht aus null Punkten, und unsere Gefühle für Rumänien können nur Liebe sein.“ Gleichzeitig übernahm er als Senderchef die Verantwortung für die Juryentscheidung, obwohl TRM sich später offiziell von der Wertung distanzierte und betonte, die Jury repräsentiere „nicht die Position des Unternehmens.“
Für viele Beobachter ist die Entwicklung auch deshalb bemerkenswert, weil Moldau in diesem Jahr besonders viel Energie in die Professionalisierung seines ESC-Acts investiert hatte. Der nationale Vorentscheid wurde aufwändiger produziert, international stärker wahrgenommen und dürfte eines der wichtigsten Entertainment-Events des Landes in diesem Jahr sein. Gerade in einem vergleichsweise kleinen Staat mit nur rund 2,5 Millionen Einwohnerinnen besitzt der ESC eine deutlich größere gesellschaftliche Relevanz als etwa in Deutschland. Diese Doku von ESC Gabe zu dem Thema ist sehr sehenswert und schafft Kontext.
Mit dem diesjährigen ESC-Beitrag „Viva Moldova“ von Satoshi und seinem Top-10-Ergebnis in Wien gelang es dem Land, sich auf europäischer Bühne selbstbewusst zu präsentieren. Der ESC wurde damit einmal mehr zu einer Möglichkeit, gerade auch im eigenen Land die kulturelle Zugehörigkeit zu Europa sichtbar zu machen – ganz im Sinne des ESC-Mottos „United By Music“.
Auch daher wird nun befürchtet, dass der Rücktritt von Vlad Țurcanu den eingeschlagenen ESC-Weg gefährden könnte. Denn ausgerechnet die zentrale Figur hinter Moldaus jüngster ESC-Strategie verlässt nun den Sender. Ob der ambitionierte Vorentscheid und die klare europäische Ausrichtung des Projekts künftig fortgeführt werden, erscheint damit offen.
Deeskalierende Worte kamen derweil von den beteiligten Künstler*innen selbst. Moldaus ESC-Vertreter Satoshi appellierte an die Fans, keinen Hass zwischen Moldau und Rumänien zu schüren: „Unsere Länder waren und werden Freunde sein.“ Auch Rumäniens ESC-Drittplatzierte Alexandra Căpitănescu reagierte versöhnlich. Sie betonte, es sei „nicht normal, ein ganzes Land für die Entscheidung von sieben Personen verantwortlich zu machen“ und bedankte sich ausdrücklich beim moldauischen Publikum für dessen Unterstützung.
Bleibt zu hoffen, dass sich die aufgeheizte Stimmung schnell wieder beruhigt und Moldau den eingeschlagenen Weg beim Eurovision Song Contest trotzdem weitergeht. Denn auch in diesem Jahr hat das Land gezeigt, wie sehr es den ESC kulturell bereichern kann und welche Bedeutung der Wettbewerb für die europäische Idee auch heute noch besitzt.
Kannst Du die heftigen Reaktionen auf die moldauische Jurywertung nachvollziehen? Haben die Jury-Mitglieder korrekt verhalten? Und wie wichtig wäre es für Dich, dass Moldau den zuletzt eingeschlagenen ESC-Kurs trotz des aktuellen Skandals fortsetzt? Lass uns Deine Meinung in den Kommentaren da.
Entdecke mehr von ESC kompakt
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.



Eine bizarre Geschichte, da steckt sicher noch mehr dahinter als nur die Jurywertung. Den pro-europäischen Kurs Moldovas wird das zweifellos nicht beeinflussen. Das Land ist eine Bereicherung für den ESC und Europa.
Hier setzen die altkommunistische Verhaltensmuster sich durch.
Jurywertung aus Moldavien:
Rumänien: Platz 14; einzelne Juroren Platz 4-24
Ukraine: 20 (12-25)
Bulgarien: 2 (2-8)
Polen: 10 (3-16)
Das war nicht Moldau, sondern ein A-land. War noch im Halbschlaf.
Hier die richtige Jurywertung:
Rumänien 8 (3-16)
Ukraine 19 (8-23)
Bulgarien 4 (1-7)
Polen 1 (3-16)
Europa ist ein Kontinent. Meinen Sie die EU?
Europa ist auch ein kulturelles Wertesystem, da ist die EU tatsächlich im Zentrum. Moldova will Teil davon sein wie zB auch die Ukraine und zunehmend Armenien. Darum reagiert Russland ja so panisch auf Annäherungen.
Aus meiner Sicht stellt die Reaktion Moldaus die grundsätzliche Teilnahmefähigkeit des Landes am ESC tatsächlich infrage. Wenn ein Senderchef öffentlich klarmacht, dass null Punkte für die Ukraine oder eine niedrige Bewertung für Rumänien offenbar nicht mit der Haltung des Landes vereinbar seien, sendet das eine fatale Botschaft an alle künftigen Jurys. Nämlich, dass nicht allein musikalische Kriterien zählen, sondern auch politische Erwünschtheit.
Damit wird das gesamte Prinzip unabhängiger Juryvotings ausgehöhlt. Denn welcher Juror stimmt künftig noch wirklich frei ab, wenn im Hinterkopf immer die Angst sitzt, mit einer politisch unerwünschten Wertung einen nationalen Skandal auszulösen oder personelle Konsequenzen nach sich zu ziehen? Entweder Jurys sind unabhängige Fachgremien oder sie sind diplomatische Instrumente, beides gleichzeitig funktioniert nicht.
Genau deshalb ist das aus meiner Sicht mehr als nur eine nationale Kontroverse oder ein Kommunikationsfehler. Wenn ein Broadcaster faktisch signalisiert, dass bestimmte Wertungen politisch nicht akzeptabel sind, stellt sich ernsthaft die Frage, ob unter solchen Bedingungen überhaupt noch eine glaubwürdige und regelkonforme Teilnahme möglich ist. Die EBU sollte das nicht einfach ignorieren, denn wenn so ein Präzedenzfall ohne Konsequenzen bleibt, beschädigt das die Legitimität des gesamten Jury-Systems weit über Moldau hinaus.
Es wäre ja kein Präzedenzfall, das ist Armenien/Azerbaijan schon lange.
Der Vergleich mit Armenien und Aserbaidschan greift für mich trotzdem nur bedingt. Natürlich gab es dort über Jahre politisch geprägte Votingmuster und gegenseitige Nuller. Mir ist aber kein vergleichbarer Fall bekannt, in dem ein Sender so offen nach außen trägt, dass bestimmte Jurywertungen politisch offenbar problematisch seien. Mag sein, dass es informell in anderen Fällen ähnlichen Druck gab, ohne dass wir davon wissen. Aber genau das macht es hier so dämlich. Selbst wenn solche Dynamiken im Hintergrund anderswo existieren, trägt man das doch nicht auch noch öffentlich nach außen und beschädigt damit aktiv die Glaubwürdigkeit des Juryprinzips. Denn damit sendet man zwangsläufig das Signal, dass künftige Jurys politische Erwartungshaltungen mitdenken sollten.
2009 haben einige Azeris für Armenien im Televoting abgestimmt. Sie bekamen danach allesamt „Besuch“ von den aserbaidschanischen Behörden. Die EBU hat damals als Reaktion eine Geldstrafe verhängt, ca 3000 EUR, wenn ich es noch richtig im Kopf habe.
Es ist ja in Armenien und Aserbaidschan sogar noch viel schlimmer. Jeder Juror und jede Jurorin weiß, was ihm oder ihr blüht, wenn sie den Todfeind nicht auf den letzten Platz setzen. Man weiß, was erwartet wird, dafür muss das Fernsehen dort gar nichts mehr machen.
Aber das Problem ist ja eigentlich das gleiche. Nur andersrum. Faktisch sind die Resultate, die Armenien und Aserbaidschan abgeben, wenn das andere Land im Wettbewerb steht, halt einfach grob regelwidrig. Und theoretisch müsste das disqualifiziert werden.
Ich finde ja auch, dass eine gewisse Gruppierung, die stets und ständig böse Manipulation und Betrug witterte zu diesem Thema erstaunlich still ist. Am Ende ging’s die ganze Zeit eventuell ja gar nicht um tatsächlichen Betrug und Manipulation? Hmmm……
Perfekt beschrieben.
Die moldawische Jury war halt ihrer Zeit voruas.
Der Rest hat anscheinend noch mächtig Nachholbedarf.
So kann (wird) das auch nicht auf politischer Ebene funktionieren.
👏🏻 10 Punkte für Israel 🇮🇱 aus 🇲🇩 Moldau – von einer Jury, die fair und ehrlich gewertet hat. 🫶🏻 (Und 8 im Televoting.)
Irgendwie… albern?
Was für ne Bananenrepublik. Die Jurys sollen doch Lieder bewerten, nicht Flaggen …
Entweder kriegt die EBU das in den Griff oder sie schafft die Jurys ganz einfach ab.
Aber dann gibt es noch mehr politisches Publikum die abstimmen.
Ich verzeihe es den Zuschauern allerdings eher als einer Jury, die laut Vorgabe eigentlich neutral und nach musikalischen/künstlerischen Kriterien abstimmen soll.
Warum alle bestrafen wenn einer aus der Reihe tanzt?
Als ob es keine weiteren Länder gibt die politisch oder nachbarschaftlich abstimmen, was man beides nicht unter musikalisch sehen kann.
Eine neutrale Jury kann es fast nie geben, da die Mitglieder bereits wissen aus welchen Land der gehörte/ gesehene Song stammt, dieses Wissen zu verhindern ist unmöglich.
So die Theorie…😁…
Da entscheidet die Jury anscheinend mal nach musikalischen Gesichtspunkten und es hagelt Rücktritte. Das ist wirklich erbärmlich und gar nicht im Sinne des Wettbewerbs.
Also wer meint, die Jury hätte entgegen der Regeln betrügen und einen anderen Beitrag nach vorne wählen sollen – der geht doch dann am Ende immer noch vollkommen zu recht. Oder wie? Oder was? Was für eine Farce.
Egal ob es gefällt oder nicht, man muss für den Nachbarn Höchstpunkte vergeben – furchtbare Haltung!
Jurys einfach abschaffen.
Owe schlechte Zeiten für germany.
Die Neidgenossen vernichten sie im Eishockey.
Zum superstar; hab immer gesagt die Klamotten passen nicht. Anleihen nehmen bei Zypern!
Die Finnin kann ja wieder Plan B auspacken.
Bangaranga war von Anfang an mein Siegersong.
Immerhin hat Sarah besser abgeschnitten als Dein schlecht geschminktes Tanz 🐷!
Fand ich auch besser!
Aber um es mit Falco zu sagen zuviel rot.
Cosmos Brustpanzer war grausam
und sein Handtanz erinnert mich
an die Sicherheitsunterweisung vorm
Abflug.
Aber im Gegensatz zum Superstar ist er erst 19 und kann noch dazulernen.
Hieß es nicht irgendwann im Vorfeld mal, dass Falcos Musik in einer Show eine Rolle spielen sollte, zB in einem Interval Act? Was ist damit gewesen, hast Du was gehört? Wäre geil gewesen.
Nee aber roxy ist recht gut informiert über die Zwidernigl vlt. weiss sie was.
Letztes Jahr wären wir ohne Juries 11. Platz geworden. So schlechte Zeiten wären das nicht gewesen.
Ich finde die Jury von Moldau hat alles richtig gemacht, da sie eben musikalisch bewertet hat und nicht politisch! Das ist der Sinn der Jury beim ESC und es lief alles nach den Regeln ab. Deswegen muss doch die Senderführung nicht zurücktreten.
Wir ziehen nun in den Krieg gegen die Österreicher, denn die haben Deutschland praktisch links liegen lassen. Und die Schweiz war für die längste Zeit neutral.😂😂😂
Womit denn? Mit der Gurkentruppe? Ich sehe die Schweizer schon vor Furcht erzittern,
Schon mal was von Ironie gehört? 😂
Der ORF-Chef ist ja in vorauseilendem Gehorsam bereits zurückgetreten. 😀
OT:
Sängerin und Miss Europe Beatrice Turin lud gemeinsam mit GTNM-Star Aminata Sanogo zur ESC-Party der Extraklasse:
https://www.oe24.at/leute/kultur/song-contest/wiener-society-feiert-song-contest-ueber-den-daechern-von-wien/679719249
Und mit dabei war u.a. die Sängerin Misha Kovar, die ich ja sogar persönlich kenne und mit der ich Kontakt habe. Kennengelernt und angefreundet haben wir uns 2024 bei einem Konzert von ihr im Festspielhaus Neuschwanstein in Füssen. 2024 war mein persönliches Konzertjahr. Da war ich nämlich auf einigen.
Schuld daran ist diese Bestie im Kreml, die seit Jahrzehnten die fröhlichen und friedlichen Kontakte der Europäer vergiftet. Hoffentlich gelingt ihm das nicht demnächst auch für den Westen, sollten seine Handpuppen hier die Macht übernehmen.
Also, ich will jetzt mal die Diskussion hier ordnen. Ich kenne das Land in- und auswendig. Und festzuhalten ist, dass Moldau und Rumänien eine tiefe kulturelle Historie miteinander verbindet. Bei allen- teils unsachlichen – Kommentaren hier will ich das nochmal ausdrücklich betonen.
Ausser deine Äusserungen zu Ö. find ich dich als wirkliche Bereicherung hier.
Man merkt halt gleich was ein Profi ist.
😂🤣😂🤣
Eine tiefe kulturelle Historie, die bereits über hohe Televoting-Punkte ausreichend abgedeckt wird. Meiner Meinung nach.
Mir wäre das ja schon peinlich es öffentlich zuzugeben, dass ich mich darüber aufrege, dass nicht politisch gevotet wurde.
Krass, dass in Moldau ausschließlich Frauen leben…
Da muss die EBU in irgendeiner Weise, mindestens aber mit einem Statement einschreiten. Es darf nicht sein, dass Köpfe rollen, nur weil die Jury genau das getan hat, was sie tun sollte – nämlich eben nicht blindlings direkt die Nachbarn beschenken.
Wo waren denn in den letzten Jahren (in denen es möglich war) die 12 Jurypunkte von Rumänien an Moldawien? 2019 war es das letzte Mal.
Vielleicht könnte man den Druck verringern unbedingt gewinnen zu müssen, die Acts haben ja keine politische Funktion oder ähnliches, manche Politiker verwechseln das eventuell..🤔
Es sollte doch idealerweise nicht um irgendwelche politischen und nationalen Interessen, sondern mehr um reine Musik, Kunst und Kultur gehen, und das für alle Länder. …
…und kann man wirklich sagen, der Song ist absolut der Beste, ist doch sehr persönlich…
Bei dem Voting gab es immer wieder auch in andern Ländern „Unregelmässigkeiten“ ( Nachbarländer bekommen doch sehr oft 12P).
Vielleicht wären diese sonst ähnlich beleidigt, selbst in D ist man ja enttäuscht, wenn A oder CH an D keine Punkte vergeben..?
Sobald es um Wettbewerb geht, ist es schwierig eine Balance zu finden, was gerecht ist oder nicht, Bewertungen werden wahrscheinlich durch die unterschiedlichsten Faktoren beeinflusst!?
Aber letztendlich ist es doch egal, was ist wirklich das Ziel….?
Der Zusammenhalt der europäischen Länder ist ein wichtiges Zeichen, sich kulturell und eventuell dann auch politisch/wirtschaftlich ohne Konflikte zu nähern. War das nicht die Idee der Gründern?
Die unterschiedlichen Song jedes Jahr, die Party und Vorbereitungen sollen doch Spaß machen, und nachher keinen Streit verursachen…, 😁
Dieses Jahr feiert Bulgarien im besonderen, freuen wir uns doch alle für Dara,
Das gibt dem Land hoffentlich das Gefühl von Zugehörigkeit, die hatten es in der Vergangenheit auch nicht immer leicht, oder?
Freuen wir uns auf die Vorbereitung 2027, alles easy …😂☀️🥂🎶
Für Bulgarien freut’s mich auch, die hat ja sonst niemand bei irgendwas auf der Rechnung.
Tut ihnen ja wirtschaftlich auch gut, wenn mal so ein Event im Lande ist…🤔!
Du bist glaube ich erst kürzlich hier aktiver, oft gute Kommentare – danke!
Im Falle Bulgariens ist das besonders relevant, weil die neue Regierung noch unklar ist, ob sie sich nach Europa oder nach Russland orientieren will. Da ist der ESC-Gewinn schon ein Argument für Europa.
🥂
Es wurde in den Kommentaren ja bereits alles gesagt. Jetzt wertet die Jury mal unabhängig, wie es sein sollte, und schon wird sie abgestraft. Nein, wenn wir schon so weit sind, muss der Einsatz der Jurys ernsthaft in Frage gestellt werden.
Nur weil eine Jury ihren Job ohne oder nur mit wenig Vorbehalten macht, tritt eine Senderführung zurück. Das ist doch krank.
Ich dachte, die Jurys seien als Korrektiv genau dafür da. Brauchen wir sie dann überhaupt? Wenn Menschen Verbundenheit mit ihrem Nachbarn oder anderen Ländern ausdrücken wollen, können und tun sie das doch schon genug im Televoting. Reicht doch, oder nicht?
Kein Wunder, dass so viele Deutsche den ESC als Beliebheitswettbewerb sehen, in dem sich die anderen Länder immer nur die Punkte zuschustern, und ihn als Trash-Event nicht ernst nehmen.
Eine Lösung habe ich allerdings auch nicht.
Was ich schräg finde, ist dass der Rücktritt wohl erfolgte, weil das Jury-Voting auf Social Media gedisst wurde, das wäre wirklich völlig krank, steckt also sicher noch was anderes hinter.
Gab’s nicht mal (vor 10 Jahren oder so) den Fall, dass die Russen den Azeri Botschafter einberufen hatte well’s keine Punkte gab?
Was es mal gab, war eine proaktive staatliche Entschuldigung Aserbaidschans …
Punktwertung generell abschaffen, denn Ungerechtigkeiten kann es immer geben..!? 😁😂
Die Jury hat einfach nur ihren Job erledigt, die Musik bewerten und nicht das Land. Das genau ist ihre Aufgabe, völlig richtig.
So wie es sich derzeit darstellt, sollte Moldau leider vom ESC ausgeschlossen werden. Das Signal des dortigen Senderchefs war fatal. Zukünftige Jurys würden sich hüten, gerecht abzustimmen. Oder es werden gleich Marionetten eingesetzt.
Da hat man es nun schwarz auf weiß, das gewisse Länder nicht frei entscheiden, sondern politisch denken, das ist genau so wie zwischen Griechenland und Zypern, die nordischen Staaten und diverse andere, die sich immer Gegenseitig die höchsten Jurypunkte geben. Der ESC ist und war schon immer politisch.
Jetzt hat man den Beweis. Soll man auf die Fachjury verzichten, ich sage NEIN, da es hier ja meistens nur um ein paar Länder handelt die sich 12 Punkte geben, der Großteil der Jury vergibt die Punkte, so wie Sie das Lied sehen und hören.
Man könnte die Jurys vergrößern, dann gäbe es vielleicht leichte Veränderungen.
Schließe auch aus, das man nur auf Puplikumsvoting geht, denn da sind dann die ganzen TicToker, Facebooker etc. die sich hier für einen Künstler einfach 12 Punkte vergeben, ob er gut oder schlecht ist, spielt keine Rolle, da es ja IHR Künstler ist, denn sie lieben.
Egal, es wird immer irgendwie ein Politikum bleiben.
Nicht immer gewinnt der bessere, das gilt auchwie in Sportarten, wenn die z.b. Doping nehmen, oder sonst was illegales machen, nur damit die gewinnen.
Jede Wertung ist bei Musik sehr subjektiv, mache Songs, die auch technisch oder musikalisches gut sind, holen einen einfach nicht ab…🎶🤔
Die sind in diesem Jahr doch schon vergrößert worden. Und ob nun 5 oder 10 Leute treu irgendwelchen Regimevorgaben folgen, macht auch keinen Unterschied.
Hier hat man es verpasst den Kontext zu erwähnen. Die offizielle Sprache von Moldova ist Rumänisch. In einem Interview hat sich Pavel Orlov (einer der Juroren) nach dem Vorentscheid entschieden, rumänische Fragen auf russisch zu beantworten.
Russland ist auch sehr entschieden dagegen dass sich Moldova und Rumänien weiter annähern oder gar wiedervereinigen. Die russische Haltung zu der Ukraine brauchen wir nicht zu diskutieren.
Umgekehrt wird also ein Schuh daraus – es wurde eben nicht qualitativ entschieden sondern ganz klar aus politischen Gründen beliebte Beiträge abgestraft.
Der Direktor hat sehr schlecht kommuniziert – der Fehler war es Juroren mit klarem russischen Bias einzusetzen.
Die österreichische Jury vergibt im Durchschnitt der letzten Jahre nur 1,2 Punkte nach Deutschland! Liebe Moldauer, DAS ist doch der eigentliche Skandal und muss Konsequenzen haben! 😀
Glaubst Du, dass Schweden den deutschen Botschafter wegen der skandalös niedrigen Werbung einberufen wird? Und wird es auf EK einen supportive Kommentar zu dieser Aktion geben?
Da müssen aber viele Botschafter einberufen werden 🤣🤣🤣
Müssen sie wohl. Beim ESC bestraft Schweden Deutschland schon durch Nichtbeachtung. Weniger Punkte geht ja nicht …
Im Prinzip könnte man dann ja die Lieder weglassen und es werden einfach nur Länder bewertet. Aber man sollte da nicht nur auf andere zeigen. Auch in Deutschland herrscht ja seit 70 Jahren hartnäckig die Meinung, Schweiz und Österreich müssten uns automatisch Punkte.
Was tun bei Zypern und greece?
Oder warum wird Serbien immer unterstützt
von Kroatien.
Und natürlich die nordischen Staaten.
Also wenn Deutschland mal gewinnen will
muss man volles Risiko gehen.
Es gibt ein einfaches Mittel, diese Art von Votes unattraktiv zu machen:
Maluspunkte schon vor der ersten Stimmabgabe zu verteilen. Also zb. Griechenland & Zypern gleich mal jeweils 24 Punkte abziehen, sodass die im Minus starten.
Nicht dass es realistisch wäre und die EBU jemals den Mut zu so einer Regel hätte …
Soll doch jeder abstimmen, wie er will…
🧔🏽♂️ Guten Morgen Tante Gertrud
🐾 Winsel (Springt auf Tante Gertruds Schoß)
👵🏻 Hallo Bobby mein Lieber
🐾 Winsel, Wuff (leckt ihr übers Gesicht)
👵🏻 Guten Morgen Thilo
🧔🏽♂️ Tante Gertrud was sagst du zu dem Moldawien Thema
👵🏻 Ach das ist alles sehr blöd. Der ESC wird immer so oft so falsch verstanden. Es fängt ja schon damit an das die meisten, vor allem die die ihn nur einmal im Jahr schauen denken es wäre ein Länderwettstreit
🧔🏽♂️ Aber ist das nicht so?
👵🏻 im Prinzip schon nur in erster Linie ist es ein Wettstreit von Fernsehanstalten. Es wäre nur höchst verwirrend wenn im Tableau alle Senderkürzel und Logos erscheinen würden deshalb hat man sich für die Flaggen entschieden um so auch ein Zugehörigkeitsgefühl zu schaffen.
🧔🏽♂️ aha, ja damit hat aber quasi ein Politikum erschaffen das im Laufe der Jahrzehnte immer mehr ausgeartet ist
👵🏻 Ja und jetzt wieder einen negativen Höhepunkt hat. Das Problem ist das die Jurypunkteverkündung in gewohnterweise stattfindet und das Televoting in einem durch
🧔🏽♂️ Heißt also das die Wahrnehmung in Moldawien das Problem ist
👵🏻 ja aber auch sicher grundsätzlich bei allen die das einmal im Jahr sehen. Die allgemeinen Leute sehen nur das die lieben Nachbarländer wenig oder keine Punkte erhalten haben und schreien Zeter und Mordio. Übersehen dabei das hier eine Fachjury abgestimmt hat die sogar Vorgaben haben wonach sie bewerten sollen.
🧔🏽♂️ ich verstehe aber wie kann das gelöst werden
👵🏻 Aufklärung ist sicher wichtig und nötig wird aber denke ich nicht reichen
Vllt sollte man wenigstens die Verkündung ändern indem man Jury und Televoting Umkehrt so wird dann wenigstens der Zuschauerwille wahrgenommen und die Jury nicht verurteil wenn sie ihren Job macht. Die Jury abschaffen halte ich aber für falsch
🧔🏽♂️ okay ich danke dir für deine Erläuterungen. Ich geb das gerne an ESC Kompakt weiter. Sorry jetzt ist bestimmt dein Kaffee kalt geworden. Ich wünsche noch einen schönen Tag. Komm Bobby wir gehen noch ne Runde spazieren.
🐾 Wau Wau ( springt aufgeregt vom Schoß runter)
👵🏻 Tschüss ihr beiden und besucht mich gerne wieder
Was ich nicht ganz verstanden habe, wer hat soviel Druck aufgebaut das die 3 Personen zurückgetreten sind? War es die Bevölkerung? Dann gute Nacht, denn bisher dachte ich das wenigstens die Bevölkerung fast unpolitisch wählt beim ESC.
Hier wird also ganz offensichtlich Druck ausgeübt, nicht regelkonform zu werten, sondern politisch. Aber wehe man sagt, es gäbe Blockvoting im Osten. Dann ist man gaaaanz pöööse! Weil Griechenland, weil Zypern, weil Schweden, weil…
Der Unterschied: Es ist noch nie ein nordischer TV-Verantwortlicher wegen eines Juryvotings zurück getreten. Nein – es geht offenbar im Osten NICHT ausschließlich um „gemeinsamen kulturellen Geschmack“. Es geht um handfesten politischen Einfluss auf das Voting. Aber die Bubble ist lieber empört über ein paar israelische Werbekampagnen. Da wird gegeifert und „Betrug“ skandiert. Die Vorgänge in Moldau werden weggelächelt. Warum wohl?