Talpa bietet ESC-Hilfe an: Kann das deutsche Raab-Modell auch in den Niederlanden funktionieren?

Joost Klein – Bild: Corinne Cumming / EBU

Und wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her. So könnte man die aktuelle Situation in den Niederlanden zur Teilnahme am Eurovision Song Contest beschreiben. Denn während die Möglichkeiten für eine ESC-Teilnahme innerhalb des öffentlich-rechtlichen Sendersystems NPO ausgeschöpft scheinen, bietet sich nun plötzlich der private TV-Anbieter Talpa als Retter in der Not an. Könnte ein Ansatz wie bei der Raab-ARD-Kooperation 2010–2012 und 2025 in Deutschland die Lösung im benachbarten Königreich sein?

Die Situation ist vertrackt. Innerhalb des öffentlich-rechtlichen Senderverbandes NPO ist nach dem Rückzug von AVROTROS und Omroep MAX kein Sender bereit, die Aufgabe zu übernehmen, einen Beitrag zum ESC nach Burgas zu schicken. Die Möglichkeiten scheinen ausgeschöpft und es wirkt so, als könne das Land nicht am Wettbewerb im nächsten Jahr teilnehmen, auch wenn die NPO dies gerne würde. Es braucht einen Sender, der sich um die Auswahl und Betreuung des Acts für Burgas kümmert.

Nun hat überraschenderweise Talpa Network der NPO seine Hilfe beim Eurovision Song Contest angeboten. Konkret sagte Video-Direktor Frans Klein am Mittwoch bei der Saisonpräsentation von Talpa gegenüber der Nachrichtenagentur ANP:

„Wir haben der NPO mitgeteilt: Wenn wir in irgendeiner Weise helfen können, let us know. Der Song Contest liegt uns sehr am Herzen. Aber wir haben auch schon früher gesagt: Es liegt jetzt zunächst bei der NPO, sich zu entscheiden. Und sollten sie denken: Das klingt nach einem schönen Abenteuer, das wir gemeinsam mit Talpa angehen wollen; wir stehen bereit.“

Auf den ersten Blick wirkt das abwegig und fast ein bisschen schadenfroh. Denkt man aber genauer nach, ist diese Lösung gar nicht so verrückt. Genau genommen hat Deutschland sie schon mehrfach umgesetzt. In den Jahren 2010, 2011 und 2012 gab es eine Kooperation zwischen der ARD und ProSieben über den Hebel Stefan Raab, die mit Lena sogar einen ESC-Sieg brachte. Im Jahr 2025 wurde sie als ARD-Raab-Kooperation neu aufgelegt: Bei diesem Anlauf gab es auf RTL mehrere Vorrunden, bis das Finale des deutschen Vorentscheids in der ARD Abor & Tynna als Sieger hervorbrachte.

Warum sollte ein solches Modell nicht auch in den Niederlanden funktionieren? Talpa Network verfügt über mehrere Privatsender und die nötigen Produktionsmöglichkeiten. Talpa-Gründer John de Mol hat mit The Voice of Holland eines der weltweit erfolgreichsten Musik-Castingformate geschaffen; hinzu kommen Formate wie House of Talent und Thank You for the Music auf SBS6. Es wäre also durchaus möglich, einen Vorentscheid privat finanzieren und im kommerziellen Fernsehen ausstrahlen zu lassen, eventuell sogar mit mehreren Vorrunden und einer Simultan- oder Zweitausstrahlung auf einem NPO-Sender. Die Kosten für die Teilnahme in Burgas ließen sich vertraglich auf beide Seiten verteilen. Nicht einfach, aber generell machbar.

Die Niederländer waren in den vergangenen Jahren begeisterte ESC-Anhänger; das internationale Finale hat immer wieder mehrere Millionen Menschen vor die Fernseher gezogen. Mit der Marketingpower von Talpa ließe sich aus dem Vorentscheid sicher ein tragfähiges Geschäftsmodell machen.

Gleichzeitig wäre es für alle eine Win-Win-Situation: Von den kritischen NPO-Sendern, allen voran AVROTROS, müsste sich niemand aktiv für den ESC einsetzen und könnte so Kritik vermeiden. Talpa hätte mit dem Vorentscheid ein Lagerfeuerevent, das wirtschaftlich funktionieren würde. Und die Niederländerinnen und Niederländer könnten mit einem eigenen Beitrag in Burgas mitfiebern. Nicht zuletzt könnte die NPO die Begeisterung im Lande für den ESC aufrechterhalten und so die Basis schaffen, den ESC 2028 oder in einem der folgenden Jahre wieder von einem der eigenen Sender produzieren zu lassen.

Könnt Ihr Euch eine Kooperation zwischen dem Privatfernsehen und der NPO beim ESC vorstellen? Wäre ein Vorentscheid auf einem Talpa-Sender wie SBS6 eine Lösung? Oder sollten die Niederlande lieber auf eine Teilnahme verzichten, statt den ESC an einen Privatsender abzugeben? Lass es uns in den Kommentaren wissen!



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61 Comments
Matty
Matty
1 Monat zuvor

Daumen sind gedrückt! Joost Klein wieder einmal das Aufmacherfoto mit sehr hohem Aufregerpotenzial! Gab es kein passendes von Claude ider Stien den Hollander? Die hätten eine beruhigendere Wirkung, lieber Le Grand Maître Le Douze Points!

Last edited 1 Monat zuvor by Matty
ESCnicky🐿
ESCnicky🐿
1 Monat zuvor
Reply to  Matty

Rutsch mir den Buckel runter mit der Aussage!

Marko +++
Marko +++
1 Monat zuvor

Alles ist möglich.

ESC Rotterdam war im Hintergrund bereits eine Kooperation zwischen Avrotros und RTL: Moderatorin Chantal Janzen arbeitet für RTL.

Ich sehe hier ein Versuch neue Zuschauer für die Talpa-Kanäle zu gewinnen. In der Regel erreicht Hauptsender SBS6 Leute mit unterdurchschnittlichen Einkommen. Nicht umsonst wurde SBS der Campingsender genannt.

Schauen wir etwas scharfer.

ANP gehört seit 2018 zu Talpa. Keine andere Zeitung hat diese Meldung übernommen.

Frans Klein (1965): Seit 1988 bei VARA, ab 2014 NPO, in 2022 suspendiert wegen einschüchternde Führungsstil und ab Sommer 2023 bei Talpa.

Für mich eine ähnlich verlässliche Quelle wie Jordi Versteegden oder Albert Verlinde: alle irgendwie verbunden mit Talpa, alle sind zugleich zu weit entfernt von der NPO-Chefetage und nur dort wird entschieden.

Abwarten … einfach abwarten …

dunefan5000
dunefan5000
1 Monat zuvor

Ehrlich gesagt ist es mir egal, ob Holland mitmacht oder nicht.

YoghiHH
YoghiHH
1 Monat zuvor
Reply to  dunefan5000

Wenn schon, machen die Niederlande mit, von denen Holland nur ein Teil ist 🤫

dunefan5000
dunefan5000
1 Monat zuvor
Reply to  YoghiHH

Bei mir heißt es Holland. Punkt.

xCCx
xCCx
1 Monat zuvor
Reply to  dunefan5000

Bei mir auch. Aber viele scheinen den Unterschied zwischen Standardsprache und amtlichem Sprachgebrauch nicht zu kennen…

elkracho
Mitglied
elkracho
1 Monat zuvor

Da isser wieder.

Nelly
Nelly
1 Monat zuvor

Entweder sie machen mit oder nicht, dieses Geziere wegen angeblich Gaza geht mir extrem auf die Nerven.

Franny
Franny
1 Monat zuvor
Reply to  Nelly

Dito. Peinliches Geziere und Gezicke.

ESC Jul
ESC Jul
1 Monat zuvor

Interessante Idee. Das Wort Talpa klingt auch schöner als Avrotros

funtasticc*
Mitglied
funtasticc*
1 Monat zuvor

Wie inkonsequent wäre das denn? Sämtliche Öffentlich-Rechtlichen Sender boykottieren den ESC aus politischen Gründen und deren Papa NPO vergibt die Rechte dann einfach an die Konkurrenz?
So eine Entscheidung würde vermutlich zu Unmut innerhalb der Sendeanstalten führen… und das zu recht.

Bei Deutschlands Entscheidung war das etwas ganz anderes. Das war eine gemeinsame Entscheidung von ARD, NDR und Pro7 bzw. RTL wegen der schlechten Erfolgsquote. Und das sollte eigentlich auch nicht im Sinn eines Wettbewerbs der ÖRR sein, aber war wenigstens ein gemeinsamen Einverständnis.

Ich würde mich freuen, wenn die Niederlande wieder teilnehmen, aber so wäre das ein faules Ei, wenn es so von der NPO entschieden und von der EBU akzeptiert würde.
Dann lieber noch ein, zwei Jahre warten, bis die Krise sich gelegt hat und dann einen Neuanfang starten.

Last edited 1 Monat zuvor by funtasticc
Frank B.
Frank B.
1 Monat zuvor
Reply to  funtasticc*

Ich verstehe deine Meinung, dass NPO das nicht machen sollte.
Aber: Wenn NPO damit einverstanden wäre und Talpa beauftragt, was sollte denn die EBU dagegen machen sollen?
Das wäre dann eine landesinterne Entscheidung, die die EBU nicht negativ zu kommentieren hat.

Ich sehe das aber auch nicht kommen. Wirkt eher wie ein schlauer Marketing-Move von Talpa.
Wenn die das wirklich ernst meinen würden, würden die das Thema nicht in die Öffentlichkeit bringen.

YoghiHH
YoghiHH
1 Monat zuvor
Reply to  Frank B.

Solange es nur um die nationale Entscheidung geht, ja. Die internationale Teilnahme und Ausstrahlung der 3 final Shows geht aber nicht über einen privaten Sender, da nur ÖRR Mitglied der EBU sind.

Last edited 1 Monat zuvor by YoghiHH
Frank B.
Frank B.
1 Monat zuvor
Reply to  YoghiHH

2011 wurde eines der Semis aus Düsseldorf auf Pro7 ausgestrahlt (mit Zustimmung des EBU-Mitglieds ARD natürlich).
RTL Luxemburg ist EBU-Mitglied und Privatsender.

Wenn NPO ihr Recht freiwillig auf jemand anderen übertragen würde, erwarte ich nicht, dass die EBU da große Probleme machen wird.

Nils
Nils
1 Monat zuvor
Reply to  Frank B.

Sehe ich ähnlich. Es gibt doch letztlich zwei Möglichkeiten:

Entweder, NPO als Muttergesellschaft stand und steht einer Teilnahme tatsächlich neutral gegenüber. Dann sollte das Angebot von Talpa zumindest mal eine Betrachtung wert sein.

Oder aber, NPO war in Wahrheit schon immer kategorisch gegen eine Teilnahme, wollte aber nicht selbst der Botschafter sein und wälzte die Verantwortung deshalb lieber auf die Mitgliedssender ab. Dann geschähe es ihnen nur Recht, jetzt von Talpa unter Druck gesetzt zu werden und womöglich die Maske fallen lassen zu müssen.

So oder so steht Talpa kommunikativ bereits als Gewinner fest.

Last edited 1 Monat zuvor by Nils
Matty
Matty
1 Monat zuvor

OTBN

Gute Neuigkeiten aus Slowenien:

https://www.instagram.com/p/DczIiaNoIpO/?igsi=MXhjaWE1M2FqZjk0

Ich rechne mit einer Rückkehr zum ESC im nächsten Jahr.

Tim S.
Tim S.
1 Monat zuvor
Reply to  Matty

Falls wegen der neuen Regierung: Bitte nicht!

inga
inga
1 Monat zuvor

OT: ESC Asia – hier ein netter Vorgeschmack auf den morgigen Vorentscheid (laut Youtube ab 16 Uhr unserer Zeit)

inga
inga
1 Monat zuvor
Reply to  Douze Points

Sehr schön, danke. Ich freu mich drauf.

ag9
ag9
1 Monat zuvor

Die Talpa-Idee gefällt mir nicht.
Wenn entschieden ist, dass Avotros nicht teilnimmt, kann man das auch mal so stehen lassen!

Festivalknüller
Festivalknüller
1 Monat zuvor

Ich denke ebenfalls, dass würde viel Aufregung im öffentlich-rechtlichen niederländischen Medienverbund bedeuten, wenn ein Konkurrent von den Privaten ins Boot geholt wird.
In Deutschland hat Raub seinerzeit das als „nationale“ Aufgabe verklärt. Bin gespannt, ob die Niederlande das auch als nationale Aufgabe lösen wollen.🤗

Robert Westheim
Robert Westheim
1 Monat zuvor

Talpa hat in der Vergangenheit schon Mal geholfen, und das war eine Katastrophe.
Talpa ist kein EBU Mitglied also können die nicht viel.
DPG media (neue Eigentümer von RTL Nederland) hat auch schon Hilfe angeboten.
Talpa produziert nur Müll

Sash
Sash
1 Monat zuvor

„Traumhochzeit“ zwischen NPO und Talpa?
Hauptsache Linda de Mol moderiert den Vorentscheid. ☺️

Robert Westheim
Robert Westheim
1 Monat zuvor
Reply to  Sash

Nein, RTL Nederland und noo arbeiten zusammen, Talpa hat in der Vergangenheit auch probiert aber das hat uns Joan Franke geliefert mit ihrem Winnetou Mütze

Alex John
Alex John
1 Monat zuvor

Fand ich großartig, super Song!

RichardESC1997
RichardESC1997
1 Monat zuvor

Ich hoffe immer noch auf einen niederländischen Beitrag nächstes Jahr.

Slowenien und Island möchte ich auch gerne wieder dabei haben.

Tim S.
Tim S.
1 Monat zuvor

Natürlich! Die Niederlande haben eine lange ESC-Historie und gehören einfach dorthin. Wenn schon Luxemburg nach 30 Jahren wieder zurückgekehrt ist, könnt ihr das nach einem Jahr erst recht!

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
1 Monat zuvor

Will die NPO denn überhaupt teilnehmen? Das ist mir irgendwie noch nicht ganz klar. Oder teilt sie die Meinung ihrer „Untersender“?

floppy1992
Mitglied
floppy1992
1 Monat zuvor
Reply to  Porsteinn

Würde man eine Teilnahme konsequent ablehnen, hätte man das schon gesagt.
Ich nehme an, dass entweder noch die angekündigten Gespräche mit der EBU laufen bzw. in naher Zukunft terminiert sind oder noch ein internes Zeitfenster läuft, in dem andere Rundfunkgesellschaften zugreifen können.

Dieser Talpa-Vorstoß kommt mir dabei aber eher wie ein Seitenhieb vor, nicht wie eine ernst gemeinte Anfrage.

Last edited 1 Monat zuvor by floppy1992
Anmey
Anmey
1 Monat zuvor
Reply to  Porsteinn

Also laut diesem AD-Artikel von gestern will NPO auf jeden Fall teilnehmen und ist im Moment fieberhaft auf der Suche nach einer Lösung. Da wurde im Übrigen auch schon über eine Kooperation mit Talpa als eine mögliche Variante spekuliert.

Marko +++
Marko +++
1 Monat zuvor
Reply to  Anmey

In sofern noch über den ESC berichtet wird, fließt viel Wunschdenken rein. Nach Wien 2026 bis 24.08. war der Grundton ‚Avrotros wird es schon machen‘. Nun, Avrotros macht es nicht.

Seitdem gilt für jede Nachricht: Wunschdenken – weil man sich eine nicht-Teilnahme, eine nicht-Übertragung nicht vorstellen kann. Aber kein einziger Journalist hat die richtige Kontakte innerhalb NPO und keiner Außenstehende kann einschätzen wie NPO sich entscheiden wird und mit welche Begründung.

Es spricht vieles gegen eine Teilnahme und eine Übertragung. Erstens fehlt NPO das Budget (Teilnehmen heißt andere Sendungen ganz streichen), zweitens sind die Quoten in 2026 eingebrochen, drittens meint eine Mehrheit dass Avrotros sich richtig verhaltet, viertens wird in den nächsten Jahren das Budget weiter gekürzt und zu letzt: die Zeilgruppe 15-29, die auch am meisten abstimmt, schaltet den Fernseher immer weniger ein. Da ist die Frage wie man diese Zielgruppe für den kommenden ESC interessieren kann, mit wie viel Aufwand, usw. Zusammengefasst: Passt der ESC noch ins Programm und falls ja, wie?

Zwischendurch ist NPO gezwungen Ongehoord Nederland Zeit zu widmen. Es sieht so aus, als ob die Zulassung eingezogen wird, weil ON kein einziger journalistischer Anspruch folgt und immer extremere Meinungen zulasst. Sogar die Aufsichtsbehörde (Commissariaat voor de Media) ist involviert. Dieses Thema fresst Zeit, Kapazität und ist wichtiger als der ESC.

Last edited 1 Monat zuvor by Marko +++
Anmey
Anmey
1 Monat zuvor
Reply to  Marko +++

Ich bin mir sicher, dass Du Dich in der niederländischen Medienlandschaft besser auskennst als alle anderen Kommentatoren hier zusammen. Bei Deinen Kommentaren zu diesem Thema in den letzten Wochen habe ich aber doch den Eindruck, dass eher Du es bist, der seinem Wunschdenken Ausdruck verleiht.

Marko +++
Marko +++
1 Monat zuvor
Reply to  Anmey

Meistens liefere ich Kontext und letztendlich ist die Teilnahme mir egal, weil es nur eine Unterhaltungsshow ist.

Es gibt eine gewisse Ironie bei dieses Thema. Jeder in NL, der jetzt am lautesten ruft, dass die Niederlande teilnehmen sollen, steht politisch am rechten Seite des Spektrums und genau von dort stammt der Sparzwang für den nächsten Jahren.

ESCFan2010
ESCFan2010
1 Monat zuvor

Ich fände eine Rückkehr der Niederlande Super

AlkiBernd
AlkiBernd
1 Monat zuvor

Es gibt ja auch die Raabobank in den Niederlanden? Warum sollte es also beim ESC nicht funktionieren?

Timo1986
Timo1986
1 Monat zuvor

Auch bei den Niederlanden wünsche ich mir sehr, dass sie mit einem Sänger (m/w/d) oder einer Band zum ESC 2027 nach Burgas zurückkehren. 😀

Aber nein, einen ESC 2028 in Amsterdam wird es nicht geben. 😀

Hier bleibe ich bei meiner Prognose:

ESC 2028 in Málaga – dank Pablo Alborán,

sofern nicht Paul Pizzera und Otto Jaus für Österreich am ESC 2027 teilnehmen und es dann heißt

ESC 2028 in Graz – dank Pizzera & Jaus !!! 😀

Last edited 1 Monat zuvor by Timo1986
ESC1994
ESC1994
1 Monat zuvor
Reply to  Timo1986

Musst du wirklich in jedem Thread damit rumspammen?? 🙄

Timo1986
Timo1986
1 Monat zuvor
Reply to  ESC1994

Wenn Rückkehr-Wünsche rumspammen ist, dann will ich kein ESC-Fan mehr sein. 😀

ESC1994
ESC1994
1 Monat zuvor
Reply to  Timo1986

Einmal reinschreiben reicht.

Timo1986
Timo1986
1 Monat zuvor
Reply to  ESC1994

Ach komm schon, mir fehlt 4porcelli auch sehr. 😀

Aber ich glaube, dass meine Statements noch eher zu den angenehmeren hier auf ESC kompakt zählen. 😀

ESC1994
ESC1994
1 Monat zuvor
Reply to  Timo1986

Du beleidigst zumindest niemanden, das stimmt.

Meine Mutter hat heute Pierogi (polnische Teigtaschen) gemacht, insgesamt 12 Stück vernichtet. 😋

Last edited 1 Monat zuvor by ESC1994
Timo1986
Timo1986
1 Monat zuvor
Reply to  ESC1994

Jetzt wo das Spätsommer-Wetter noch so schön ist, habe ich fast einen größeren Hunger auf süße Pierogi mit Heidelbeeren und Quark gefüllt, als auf salzige. 😀

Aber im Spätherbst und Winter habe ich dann nur Hunger auf salzige Pierogi. 😀

Hat deine Mutter auch ein paar süße Pierogi gemacht ?

ESC1994
ESC1994
1 Monat zuvor
Reply to  Timo1986

Ne, die mag meine Mutter nicht nicht so, und für müssen die auch herzhaft sein.

Sie macht immer Pierogi ruskie, gefüllt mit einer Mischung aus zerstampften Kartoffeln, Twaróg (eine Art trockener Quark) und angebräunten Zwiebeln. Die werden gekocht und von meiner Mutter mit vieeel geschmolzener Butter serviert. Definitiv nicht low carb, aber sooo lecker. 🤤

Momo 🐢
Momo 🐢
1 Monat zuvor
Reply to  ESC1994

Go Polen! Wenigstens kulinarisch sind wir uns in diesem Punkt einig. 😉🇵🇱

dunefan5000
dunefan5000
1 Monat zuvor
Reply to  ESC1994

Hauptsache es hat geschmeckt. Bei Mutti schmeckts eh immer am besten.

Bosch
Bosch
1 Monat zuvor
Reply to  Timo1986

Lieber träumerisch rumspammen als immer genervt sein! ☺️

Timo1986
Timo1986
1 Monat zuvor
Reply to  Bosch

Noch träume ich, aber ein ESC 2028 Málaga – dank Pablo Alborán oder ein ESC 2028 in Graz – dank Pizzera & Jaus wird zu gegebener Zeit Realität. 😀


Alex John
Alex John
1 Monat zuvor

OT
🇭🇺 Telex berichtet, dass MTVA verbesserte Bedingungen für eine mögliche Rückkehr Ungarns zum ESC 2027 ausgehandelt hat. Laut dem amtierenden MTVA-CEO András Horváth stimmte die EBU einer erheblichen Ermäßigung auf die Teilnahmegebühr zu und verlängerte die Bewerbungsfrist für MTVA bis zum 7. Dezember.

Es wurde noch keine Entscheidung über die Teilnahme getroffen.
Horváth sagt, die Angelegenheit werde von der endgültigen Führung des neu gegründeten öffentlich-rechtlichen Senders geklärt, der derzeit einer Umstrukturierung unterzogen wird, nach einer vorläufigen Genehmigung durch den Vorstand.

https://telex.hu/after/2026/09/03/kozmedia-magyarorszag-visszateres-eurovizio-nevezesi-dij-hatarido-kedvezmeny

Bosch
Bosch
1 Monat zuvor
Reply to  Alex John

Willkommen zurück, Ungarn! 😍

Timo1986
Timo1986
1 Monat zuvor
Reply to  Alex John

Ich spreche jetzt nur für mich. Aber im Grunde genommen wird mir ehrlich gesagt jetzt erst so richtig bewusst wie sehr mir Ungarn beim ESC in den letzten Jahren gefehlt hat. 😀

Andi
Andi
1 Monat zuvor
Reply to  Alex John

„erheblichen Ermäßigung auf die Teilnahmegebühr“……ob das gut geht?! Was wohl darüber die anderen Teilnehmer denken.

Frank B.
Frank B.
1 Monat zuvor
Reply to  Andi

Als die Rückkehr von Rumänien, Moldau und Bulgarien leztes Jahr kurz hintereinander bekannt gegeben wurden, bin ich auch davon ausgegangen, dass die Länder irgendeine Art von Entgegenkommen bekommen haben (bin mir mittlerweile da auch recht sicher).
Dafür haben sie halt die Situation um Israel akzeptiert und die Kommunikationstermine an den Wünschen der EBU ausgerichtet (damit die EBU kurz hintereinander 3 Rückkehrer präsentieren konnte).

Dass die EBU auch Ungarn gerne wieder dabei hätte, um bei möglichen weiteren Boykotten die Teilnehmerzahl halten zu können, ist auch klar.

Matty
Matty
1 Monat zuvor

OTBN

Es gibt Neuigkeiten aus Ungarn! Die ungarische Online-Zeitung 24.hu berichtet, daß Ungarn nach Verhandlungen zwischen der Europäischen Rundfunkunion (EBU) und dem Interimsmanagement des neu strukturierten nationalen Senders MRTV am Eurovision Song Contest 2027 teilnehmen wird:

https://eurovoix.com/2026/09/03/hungary-negotiates-lower-fee-extended-deadline-to-decide-eurovision-return/

Es wird nun berichtet, daß eine Einigung über eine deutliche Reduzierung der Teilnahmegebühr für den Sender erzielt wurde. Bezüglich der Bewerbungsfrist haben die Organisatoren ausnahmsweise eine Verlängerung gewährt, sodsß Ungarn seine Bewerbung bis zum 7. Dezember 2026 einreichen kann.

ESC1994
ESC1994
1 Monat zuvor
Reply to  Matty

Du warst mal wieder zu spät dran!! 🙄

Matty
Matty
1 Monat zuvor
Reply to  ESC1994

Dafür habe ich aber die bessere Quelle!

Marko +++
Marko +++
1 Monat zuvor

Spoiler enthalt eine Übersetzung, zwischen Klammern [] die wortwörtliche Übersetzung oder kurze Ergänzung zum besseren Verständnis.

Vor einer Woche hat Taco Zimmerman 5 Fragen von ad.nl beantwortet.
Algemeen Dagblad – Dennis Jansen – Medienreporter – 26. August 2026, 13:02 Uhr

Avrotros-Chef zur erneuten Absage an den Eurovision Song Contest: „Wir bleiben unseren moralischen Werten treu.“

Die Entscheidung von Avrotros, den Eurovision Song Contest nicht erneut auszurichten, sorgt für erhebliches Aufsehen. Taco Zimmerman, der Generaldirektor des Senders, erklärt, die Veranstaltung sei ‘zu einer Bühne der Spaltung geworden’. Fünf Fragen.

Was hätte eigentlich geschehen müssen, damit Avrotros die Ausrichtung zusagt?

„Um es klarzustellen: Mich wäre nichts lieber gewesen, als nach Bulgarien zu fahren. Der ESC liegt Avrotros im Blut. Wir haben mit allen gesprochen, die sich auskennen. Wir haben uns mit dem Betriebsrat, dem Vereinsrat und schließlich mit dem Aufsichtsrat beraten. Es ist eine Entscheidung, die breite Unterstützung findet, aber uns schwerfällt. Wir hatten gehofft, dass die EBU klare Kriterien für die Teilnahmeberechtigung eines Landes festgelegt hätte. Darauf haben wir gedrängt, aber sie haben es unterlassen. Die EBU führt nun die Regel ein, dass ein Gewinnerland nicht zwangsläufig Gastgeber sein muss. Ich persönlich halte das für überholt [Ausdruck: das Pferd hinter den Wagen spannen], eine halbherzige Maßnahme. Genauso wie die Anhebung des Mindestalters von 16 auf 18 Jahre. Das ändert für uns nichts [Ausdruck: bringt kein Rasen auf den Deich].“

Wie hätten die Kriterien sein sollen?

„Das klar sein soll, dass wenn ein Land in einen militärischen Konflikt eintritt, warum man teilnehmen kann oder nicht. Das sollte man gemeinsam herausfinden, aber es braucht den Willen dazu. Ich habe diesen bei der EBU unzureichend gespürt. Nun kann man schlussfolgern, dass der ESC zu einer Bühne der Spaltung geworden ist. Er ist weit entfernt von Neutralität. Wenn das EBU-Management das sieht, sollte man doch agieren? So eine Entwicklung fragt um handeln? Fünf Länder, die nicht teilnehmen. Tausend Musiker und Künstler, die eine Petition unterzeichnet haben. Ehemalige Gewinner, die ihre Trophäen zurückgeben. Buhrufe aus dem Publikum. Protestdemonstrationen. Dann sollte man vielleicht doch etwas an den Regeln ändern.“

Ich habe das Zitat in der Pressemitteilung gelesen, dass die ‘Verbindung verschwunden’ sei, aber ist das nicht gerade ein Grund zur Teilnahme?

„Verbindung um jeden Preis? Wenn ein Konflikt so betont auf die Bühne gelangt, muss man handeln. Wir halten an unseren öffentlichen Werten fest und folgen unserem moralischen Kompass. Daraus folgt die Schlussfolgerung, dass wir nicht teilnehmen werden.“

Haben Sie sich als Avrotros nicht zu sehr in die politische Ecke drängen lassen?

„Das ist leicht gesagt. Als ob ich der Außenminister wäre. Wir folgen unseren eigenen Werten. Und nochmals, bei der letzten Ausgabe war zu sehen, dass viele andere Länder, Künstler und Kulturschaffende das genauso sehen. Es gibt politische Einmischung beim ESC, sogar bis hin zur Beeinflussung des Abstimmungsverfahrens. Wir finden, das geht viel zu weit.“

Man könnte sagen: Journalismus und Kultur sind zwei völlig verschiedene Welten.

„Da erwähnst du einen interessanten Punkt, denn wir haben hier 150 Journalisten [angestellt bei Avrotros]. Im Gaza-Krieg wurden bereits über 260 getötet. Manchmal gezielt. Was soll ich ihnen sagen? Sie sind ihre Kollegen. Das Leid dort ist ungebrochen groß.“

*

Auch heute Abend lässt sich die Aussage von Frans Klein nur innerhalb des Talpa-Universums zurückfinden.

Frank B.
Frank B.
1 Monat zuvor
Reply to  Marko +++

Vielen Dank (einmal wieder) für die schöne und detaillierte Übersetzung.

Ich finde die Redewendung „Das bringt kein Rasen auf den Deich“ übrigens sehr schön und würde die sehr gerne auch in Deutschland einführen. 🙂

Anmey
Anmey
1 Monat zuvor

Nachdem der Wille zur Teilnahme bei NPO vorhanden zu sein scheint, geht es ja wohl vor allem darum, wer die notwendigen organisatorischen und vor allem finanziellen Ressourcen zur Verfügung stellt, die ansonsten bei AVROTROS angesiedelt waren. So eine Kooperation mit einem Privatsender wäre da natürlich eine Lösung. Ich weiß aber nicht, wie üblich so etwas in den Niederlanden ist. Die ARD-ProSieben-Zusammenarbeit war ja damals als erste ihrer Art und Deutschland keine einfache Geburt. Dazu käme, dass Talpa sicherlich auf einem Vorentscheid bestehen würde, und da stellt sich auch die Frage, ob das nach 15 Jahren wieder so einfach wäre.

Nils
Nils
1 Monat zuvor

Spannend. Ich hoffe, dass es sich dabei nicht nur um ein Scharmützel zur PR-Verzinsung handelt, sondern Talpas Angebot durchaus ernst gemeint ist.

Dass auch das vermeintlich Unmögliche möglich ist, nämlich eine Kooperation zwischen ÖRR und Privatsendern, hat Deutschland in der Tat schon bewiesen. Warum also nicht auch in den Niederlanden?

Der Ball liegt damit also nun im Feld der NPO. Und ich glaube fast, jetzt bekommt es erst so richtig eine politische Dimension.

Wie auch immer … klar ist auch: Ein ESC ohne die Niederlande tut vor allem der Bubble weh, weil Holland nun mal einfach dazugehört. Der gemeine Casual Viewer hingegen bekommt aber entweder gar nichts von einem Boykott mit oder vergisst das Fehlen unserer Nachbarn direkt wieder. Solange die Meisten ohnehin nur das Finale gucken, macht es keinen Unterschied, ob 37, 38 oder 39 Länder teilnehmen – ein unterhaltsames Finale mit 25 Beiträgen kommt so oder so zustande.

In meinen Augen geht es daher auch weniger um eine Stellungnahme für oder gegen Israel, als um ein Bekenntnis zu einer viel breiter angelegten, generellen Völkerverständigung.