
Gleiche Zitate, andere Aussage: Der Branchendienst MEEDIA hat den gestrigen Pressebericht der BILD-Zeitung zum angeblich geplanten Wechsel der ESC-Verantwortlichkeit vom NDR zum MDR im nächsten Jahr aufgegriffen (wir berichteten) und heute gemeldet, dass von Seiten des MDR daran kein Interesse bestünde. Ein Sprecher des Senders schloss das mit den Worten „Für den MDR ist das kein Thema“ sogar deutlich aus. Grund dafür soll – wieder einmal – das Geld sein.
MEEDIA bemüht in seinem Bericht das bereits bekannte Statement einer nicht genannten NDR-Sprecherin:
„Der NDR bereitet derzeit das ESC-Auswahlverfahren für dieses Jahr vor. Damit ist der NDR auch für den deutschen Beitrag im diesjährigen ESC-Finale verantwortlich. Aussagen über die Zukunft gehören ins Reich der Spekulation.“
Der NDR hat hier also bewusst keine Aussage zur Verantwortlichkeit für den ESC ab 2025 getätigt, was die BILD-Zeitung indirekt als Zustimmung zum MDR-Wechsel interpretierte. MEEDIA beruft sich nun auf einen nicht genannten MDR-Sprecher, der gegenüber dem Mediendienst ausgeschlossen hat, dass der ESC ein Thema für den Sender sei.
MEEDIA ordnet diese Absage des Sprechers in die allgemeinen Entwicklungen beim MDR ein: Dort habe man gerade die Verantwortung für das Mittagsmagazin des MDR übernommen. Außerdem soll die Landesmedienanstalt im nächsten Jahr 40 Mio. Euro einsparen. Auch deshalb seien z.B. die Musikshows mit Florian Silbereisen erstmal „nur bis Ende des Jahres terminiert.“
In der Tat stehen die Öffentlich-Rechtlichen vor großen finanziellen Herausforderungen – und der Rechtfertigung ihrer Arbeit. Markus Söder forderte erst vor wenigen Tagen, dass insgesamt 20 TV- und Radio-Programme zusammengelegt und/oder eingespart werden sollen. In diesem Umfeld ist jede zusätzliche Aufgabe eine ungeplante Belastung.
Allerdings gehört es auch zum Wesen einer Vielsenderanstalt wie der ARD, dass Budgets auch über Sendergrenzen hinweg umgewidmet bzw. umverteilt werden können. Wenn also innerhalb der ARD Konsens darüber bestehen sollte, dass der ESC in die Verantwortung eines anderen Senders wechselt, und der NDR sich nach all den Jahren der diesbezüglichen Kritik nicht daran klammert, dann ließe sich sicher auch das notwendige Budget zum Beispiel für den MDR finden, um das Thema zu übernehmen.
Ganz unabhängig von den Berichten und wer letztlich den ESC in Deutschland 2025 koordiniert: man möchte ihnen am liebsten zurufen, dass man jetzt zwar operativ am ESC 2024 arbeiten muss, die strategisch-inhaltliche Planung 2025 sollte aber auch jetzt schon beginnen. Denn dem internationalen Wettbewerb ist es nämlich ziemlich egal, welche Regionalanstalt in Deutschland 2025 den ESC-Hut auf hat. Da zählt immer nur der beste Beitrag.
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Da hilft wohl nur abwarten und Tee trinken. 🍵 🤷♂️
Genau…Eine endgültige Entscheidung wie es weitergeht wird sowieso erst nach Malmö fallen.
Ich finde es bezeichnend, dass Berichte der BILD-Zeitung mal wieder von den „seriösen“ Medien (und in diesem Fall leider auch von Euch) aufgegriffen werden und als (mögliche) Wahrheit verkauft werden. Das diese Zeitung es mit den Recherchen nicht so genau nimmt und zugunsten einer ertragreichen Schlagzeile unverifizierte Infos raushaut, sollte seit nunmehr fast 72 Jahren bekannt sein. Da ist das Thema „Der NDR gibt die ESC-Verantwortung an den MDR ab“ noch eines, was den geringsten Schaden anrichtet.
Die grundsätzliche Seriosität der BILD brauchen wir nicht zu diskutieren. Wie du aber gestern gelesen hast, ging das Gerücht jedoch von dwdl.de aus, die im Medienbereich zu den sehr seriösen Quellen zählen (auch gerade im Zusammenhang mit dem ESC). Der Bericht zielte ja eher darauf, dass die Diskussion öffentlich wieder an Fahrt aufnimmt wegen des Bild-Artikels.
In diesem Fall muss man ja sogar den BILD-Schreiber in Schutz nehmen, da er im Bericht viele Konjunktive verwendet haben soll.
Und nur weil eine MDR-Quelle den ESC derzeit nicht für finanzierbar hält, ist das ja noch keine kategorische Absage. Vielleicht sogar eher ein Verhandlungskniff, um die finanzielle Last des ESC öffentlich zu verhandeln.
DWDL hat darüber aber auch schon vor einigen Monaten berichtet, wer weiß ob es da nicht wirklich mal im Raum stand? 🤔
Ich kann mir sogar sehr gut vorstellen, dass es auch immer noch (hinter den Kulissen) so geplant wird, der MDR jetzt aber aktuell „nein“ sagt, solange es nicht deutlich größere finanzielle Unterstützung der anderen ARD-Anstalten gibt.
Das Prestige wird der MDR bestimmt sehr gerne mitnehmen, aber halt nicht, wenn sie dafür bei anderen Programminhalten sparen wollten.
Ein BILD-Redakteur z.B. ist nicht BILD ist nicht Axel Springer! Genauso wie ein NDR-Redakteur nicht der NDR nicht die ARD ist usw.
Was ich damit sagen möchte ist, dass z.B. der Text von einem Journalisten -und dieser schlecht gemacht ist- nicht für das ganze Medium bzw. Verlag stehen. Und dies ist nicht nur bei BILD der Fall, sondern die Öffis bekleckern sich hier auch nicht gerade mit Ruhm. Bestes Beispiel gerade zwei Reportagen von „Strg-F“, was zu Funk gehört. Auch hier sind verschiedene Journalisten am Werk. Wenn also hier die Journalisten Mist bauen, dann steht das nicht gleich für das komplette Strg-F/Funk-Team.
Naja aber die Bild hat schon eine Prozentual deutlich schlechte Berichterstattung wie andere. Bei den öffentlich Rechtlichen kommt es vielleicht ab und zu mal vor. (Und hier ja sogar in Funk also bei den unerfahrenen Jornalisten)
Bei der Bild sind 9 von 10 Berichte Fehlerhaft und Tendeziös darauf ausgelegt hass zu schüren.
Sorry ist halt wirklich nicht vergleichbar. Bei anderen passieren Fehler. Beim Springerverlag hat es system und es auch gewollt.
Wie finanziert eigentlich SVT das Mello und regelmäßig die ESC Shows? Beim schwedischen Sender handelt es sich doch auch um eine öffentlich rechtliche Rundfunkanstalt. Oder sind in Schweden Sponsoren erlaubt? Rein vom Gefühl her, dürfte die ARD wesentlich mehr Gebühren vereinnahmen wie SVT
Ist halt immer eine Frage der Prioritätensetzung. Ohne Zahlen zu kennen, wird SVT wahrscheinlich mehr Geld ins Mello stecken als die ARD in seinen VE.
ARD und ZDF haben dafür sehr viele selbst finanzierte Spielfilme und Serien, die viel Geld verschlingen. Alleine die ganzen Krimiformate inkl. 35 Ausgaben vom Tatort verschlingen Unsummen, werden dafür aber sehr viel geschaut. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Schweden in dem Bereich auch nur ansatzweise mit ARD und ZDF mithalten können (zumindest quantitativ – die Qualität kann ja jeder selbst beurteilen).
Ich würde mir natürlich auch eine andere Prioritätensetzung wünschen, klar.
In Schweden gibt es eine TV-Abgabe wie bei uns den Rundfunkbeitrag.
SVT hatte 2022 5,3 Mrd. Kronen, also 500 Mio. Euro
https://aretmedsvt.svt.se/svt-och-pengarna#:~:text=kostnader%20per%20programkategori.-,Int%C3%A4kter,%25)%20och%20sidoverksamhet%20(1%20%25).
Die ARD hatte 2022 7,0 Mr. Euro. Deutschland hat 8,5x so viele Einwohner wie Schweden.
https://www.ard.de/die-ard/organisation-der-ard/Finanzen-der-ARD-Einnahmen-und-Ausgaben-100/
Warum hat SVT keine „Angst“ vor einer möglichen Ausrichtung des ESC? Praktisch fast jedes Teilnehmerland fürchtet, so wie der Teufel das Weihwasser, einen ESC ausrichten zu müssen. Wegen der Kosten. Aber die Schweden pfeifen drauf und machen es sofort wieder.
RAI dessen San Remo werbefinanziert ist, hatte 2023 52 Mio € Werbeeinnahmen erzielt. Abzüglich der Kosten bleiben da wahrscheinlich mind. 48 Mio € Reingewinn. Hinzu kommen anteilige Einnahmen aus dem Televoting, die wahrscheinlich an die 1 Mio € rankommen.Ob es noch Lizenzeinnahmen gibt ist mir unbekannt, kann aber sein.
10 mal wurden Werbebilboards von Sponsoren in den 5 Sendungen des Melodifestivals 2022 eingeblendet. Das sind zwar nur 1% aller sponsorenbeinblendungen gewesen, gehe aber wg der hohen Zuschauerzahl davon aus dass das bis zu 10% der insgesamt 37,5 Mio Kronen derSVT Sponsoreinnahmen 2022 ausmachte. Wären also maximal 0,33 Mio €.
Hinzu kommen Televote Einnahmen.
SVT hält sich aber bedeckt was Kosten einzelner Programme betrifft. 6% des Budgets gibt SVT für Musikunterhaltung aus (inkl Mello). Das sind 30 Mio €, davon ein unbestimmter Anteil für die 5 Sendungen des Mello.
Laut Aftonbladet kostete 2019 das Mello wohl brutto 2,5 Mio bis 3 Mio Kronen pro Stunde bei insgesamt 10 Stunden Sendezeit macht 25 – 30 Mio Kronen = 2,2 Mio € bis 2,6 Mio € = 0,22 Mio € bis 0,26 Mio € pro Stunde.
Abziehen müsste man davon Sponsoring, Lizenzeinnahmen und Televoteeinnahmen.
Könnte daher sein, dass SVT die Sendung 2019 um die 0,2 Mio € je Stunde kostete.
Das wäre ein sehr niedriger Preis. Ne mehrstündige Silbereisenshow schlägt angeblich mit um die 1,75 Mio € zu Buche. Das sind ca 0,6 Mio € pro stunde
Das Mello Programm kostet pro 1 Mio Zuschauer heute ca knapp 100.000 € pro Stunde. Eine Silbereisenshow kostet 125.000 € pro 1 Million Zuschauer pro stunde.
SVT produziert das Mello also pro Zuschauer nicht sonderlich viel günstiger. Etwas ja, aber nicht viel.
Der Anteil des Mello am SVT Gesamtbudget ist aber deutlich höher, als zb die Silbereisenshows bei der ARD, da die Rundfunkgebühr in Schweden 114 € nicht überschreiten darf. In Deutschland liegt sie bei 224,40 €.
Sollte der deutsche VE, wie kolportiert 2 Mio € kosten, ist es zwar noch keine Geldverschwendung, gemessen an der Zuseherzahl ist die Sendung jedoch sehr teuer. Es müsste gespart werden.
Die neu-Programm Sendestunde kostet pi-mal-daumen ARD oder ZDF in der Primetime ca 0,6 Mio € bei 13% Primetime Zuseheranteil (= ca 3,5 Mio Zuseher). Ist der Anteil größer, darf es mehr kosten, ist der Anteil niedriger müsste es weniger Kosten.
Das ESC Finale zb dürfte so gesehen pro Stunde ca 1,4 Mio € kosten.
Der Vorentscheid hingegen dürfte nur ca 0,35 Mio € je Stunde kosten ( da nur 2 Mio Zuschauer und weitgehend non- Primetime).
Der VE ist daher unbeliebt, da Verlustbringer. Den will keiner haben.
Die Zuständigkeit für den ESC in der Zukunft ist zwar nicht unwichtig, aber ich finde es schade, dass diese Gerüchte den diesjährigen VE in den Schatten stellt, zumal er sowieso total unter dem Radar läuft. Die teilnehmenden Acts tun mir da schon ein bisschen leid.
Ich hatte mich gestern schon gewundert. Die Sparpläne (insbesondere was Silbereisen angeht) sprechen mal so gar nicht dafür, dass der MDR den ESC übernimmt.
Immer wenn ich bei der ARD höre oder lese, dass das Geld knapp ist, muss ich immer darauf sagen, dass dieses System veraltet ist und dingend reformiert werden muss! Wir haben den teuersten öffentlich-rechtlichen Rundfunk der Welt und trotzdem ist immer „zu wenig Geld“ da.
Bei Einsparungen gibt es nur leere Versprechungen. Ende 2022 wurde von Kai Gniffke bei DWDL angekündigt, dass im nächsten Jahr ein linearer ARD-Sender eingestellt werden soll. Jetzt haben wir 2024 und 2023 wurde kein einziger linearer ARD-Sender eingestellt. Als DWDL im September letzten Jahres nochmals nachgehackt hat (Link unten) hieß es, dass man sich noch nicht entschieden hätte, welcher lineare ARD-Sender eingestellt werden soll.
https://www.dwdl.de/nachrichten/94691/ardreformen_jeder_fuer_sich_wird_es_nicht_schaffen/?utm_source=&utm_medium=&utm_campaign=&utm_term=
Ein wenig komplexer ist es aber schon als du es darstellst. Es gibt natürlich viele Köche, die in der Suppe mit herumkochen, weil es halt 9 Rundfunkanstalten in der ARD gibt.
Noch schlimmer ist es aber, dass der ÖRR ein Thema für die Bundesländer ist und du bei grundlegenden Entscheidungen also auch noch 16 Ministerpräsidenten mit einbeziehen musst.
Und wenn dann die Bayern auf den Gedanken kommen, einen überflüssigen Kanal wie BR-alpha in der bayerischen Gesetzgebung zu verankern kann die ARD halt nicht alleine entscheiden, den Kanal zu schließen.
Einerseits führt der Föderalismus also zu einer sehr langwierigen Veränderungsprozessen, andererseits ist aber natürlich auch ein Schutz gegen übermäßige Beeinflussung durch die Politik (siehe Polen), wo eine neue Regierung einfach mal den Geldhahn auf- oder zudrehen kann.
Fazit: Es wäre schön, wenn die ARD mal ordentlich verkleinert würde ja. Aber ohne einen Schulterschluss der Politik wird das so einfach nichts.
Sollte die Ausrichtung des ESC für Deutschland nicht ein extra Budget haben und je nachdem wer es ausrichtet bekommt das Budget?
Das wäre sehr schlau, ja. Hätte ich aber noch nichts von gehört.
Mittlerweile wird ja immer betont, dass es eine Kooperation von NDR und HR ist, nur weil Stefan Leidner als Einzelperson für den ESC abgestellt wurde. Wenn schon die Abstellung von einem Redakteur so betont wird, scheint es also eher unüblich zu sein, dass der NDR Unterstützung erhält.
Noch eine Idee dazu, sollten sich alle öffentlich rechtlichen Anstalten „Zwangsweise“ mit einem Budget am ausrichten des VE beteiligen? Eventuell auch dann abwechselnd ausrichten aber der „Führungskopf“ bzw Pressesprecher sollten gleich bleiben um ein gewisses Vertrauen zu schaffen.
Natürlich kann man eine ARD-interne Entscheidung öffentlich nicht vorwegnehmen ohne die potentiell daran Beteiligten unter Zugzwang zu stellen.
Anders kann ich mir die gegenteilige Berichterstattung nicht erklären.
Dass man sich finanziell in den öffentlich-rechtlichen Sendern neu aufstellen muss ist vor allem angesichts der hohen Intendantengehalte keine Frage.
Ganz ehrlich. Sogar die öffentliche Diskussion sorgt jetzt schon dafür, dass es keine Planungssicherheit bei den Künstler*innen gibt. Jetzt schon Richtung 2025. Es wird erst einmal ohnehin abgewartet, was in Malmö passiert. Und bis dann eine Entscheidung getroffen wurde, ob der NDR oder nicht und dann zusätzlich wie das Konzept aussehen soll…Da haben wir wieder September. Vielleicht ist es dann urplötzlich wieder November wie 2022 und 2023, weil es viel komplexer wird, sollte es wirklich nicht mehr der NDR machen.
Ein Lied zu schreiben und zu produzieren ist viel Aufwand. Es ist eine Kostenfrage. Der Produzent möchte ja auch bezahlt werden. Da überlegen sich die Künstler*innen 2 x, ob sie etwas für den ESC 2025 machen. Vor allem wenn man gar nicht weiß, ob man sich überhaupt bewerben kann und wer und wie und wo und was…
Das ist ein Witz, wie man mit dem ESC umgeht. Ich glaube, dass Lars, Peter und Benny schon genug in sämtlichen Streams gesagt und hier im Blog geschrieben haben…
Also die Kosten für einen Song sind sicherlich sehr unterschiedlich. Das die Kosten durch die Teilnahme am ESC finanziert wird wäre mir neu. Die Teilnahme wird eher als Werbeplattform gesehen um mehr Leute zu erreichen. Außerdem der Song muß so oder so produziert werden egal wer den ESC für Deutschland ausrichtet.
Die Frage ist eher, ob Künstler*innen bei dem Chaos das Geld in eine Produktion investieren. Einige bewerben sich vlt, weil es einen Vorentscheid gibt anstatt eine interne Auswahl.
Viele fingen auch erst an Songs zu schreiben und zu produzieren, als der Bewerbungsaufruf los ging.
In anderen Ländern gibt es klare zeitliche Pläne. Jetzt fängt es bei uns damit an, dass man nicht mal den Sänder für 2025 weiß…
Gut du gehst davon aus , das der Künstler nur direkt einen Song für den ESC produziert. Da hast du dann natürlich recht. Ich bin davon ausgegangen, das der Song allgemein produziert wird und der ESC sozusagen als „Werbung missbraucht“ wird.
Klar braucht der ESC Songs die etwas besonderes sind, bin aber auch der Meinung das gute Songs überall laufen können und nicht nur beim ESC. Dies bringt ja dann auch über die Tantiemen wieder das Geld rein.
OFF-TOPIC
Komponist und Produzent Frank Farian ist im Alter von 83 Jahren verstorben:
https://www.hessenschau.de/kultur/erfinder-von-boney-m-und-milli-vanilli-musikproduzent-frank-farian-ist-tot-v4,frank-farian-tod-100.html
Ruhe in Frieden
Ja habe ich auch gerade erfahren.
Da schieße ich mich an. Ruhe in Frieden. Mag die Musik von Boney M immer noch sehr gerne. Finde, das war ein außergewöhnlicher, genialer Musikproduzent.
Hi Gaby. Schön dass du wieder hier bist. Habe mir schon etwas Sorgen gemacht.
Hallo, ESC 1994, brauchst Du nicht, alles gut.🙂
Brauchte einfach wieder eine kleine Bedenkzeit, war mit mir selbst nicht wirklich zufrieden. Deshalb dachte ich: Bisschen Nachdenken wäre mal angebracht.
Schön, daß Du zurück bist
Oh, Gaby ist zurück! Schön! ❤️
Bei Boney M fallen mir diese erotisierten Plattencover ein, meistens mit einem Unfold-Plakat inside, die heutzutage nicht mehr als familienkonform gelten würden.
damals ging es noch ein wenig „luftiger“ zu,nicht nur auf schallplattencovern
oder dem musikladen,sondern auch im TV von bella italia,der DDR,dem WDR!,spanien,niederlande und sogar die briten hatten über lange zeit flotte go-go mädels wenn auch etwas züchtiger in ihrer hitparadensendung.
Das war ja alles vor meiner Zeit, ich bin ja erst ähhh 29 Jahre alt.
Zu diesem Song habe ich gute Erinnerungs-Vibes 😀aber das Video dazu kannte ich noch nicht 😂
Herrlich 👍🏻 die Band Lipps Inc. gab es auch nicht wirklich. Das waren die Musikladen GoGo’s (heute ein no-gogo) und Doris D. aus den Niederlanden. Die kam kurze Zeit später damit um die Ecke
https://youtu.be/pR8wH4UCflY?si=tvauGN3R5VxJFpKu
Doch, die gab es schon, stammten aus der Prince-Heimatstadt Minneapolis. Sie waren aber nur ein One-Hit-Wonder.
Doris D.& The Pins kamen allerdings nicht mit „Funky Town“ sondern mit einem sehr sehr ähnlichen Song „Shine up“ damals um die Ecke.
Im Musikladen damals waren das bloß nicht die originalen Lipps Inc. (wer auch immer dahinter gesteckt hat, war wohl eine reines Studioprojekt), die das performt haben, sondern die hauseigenen Go Gos. Finde den Song immer noch klasse, aber besonders in der 8-minütigen Maxiversion.
die macher haben damals sicher auch praktisch gedacht und für bestimmte go-go tanzfreundliche songs einfach mal nur die go-go’s genommen und somit kosten gespart.
die briten haben das bei TOTP noch viel häufiger gemacht – schließlich konnten pans people und die nachfolgetruppe wirklich gut gruppentanzen.
die musikladenmädels waren dafür frivoler.
bei diesem (berüchtigten) song haben die go-gos auch zu getanzt ohne den eigentlichen act dabei zu zeigen – wir jungspunde haben uns damals gefragt,ob die bodysuits unten eingefärbt oder transparent waren.
ich habe im „archiv“ auch noch eine sehr viel schärfere mit heutigen mitteln verbesserte 720p HD version. 😇
ich war immer fan vom musikladen bzw. dem vorgänger beat-club – man denke hier nur an roxy music (1973!) oder auch blondie um 1979 – legendär und unvergessen.
musikladen und auch die plattenküche bzw. dem nachfolger bananas (die hatten auch frivole go-go’s in der plattenküche) waren damals pflichtprogramm – dazu vielleicht noch rock pop aber wenn man mal ’ne disco verpasst hat,war das nicht ganz so tragisch – ilja sketche war ja wirklich kaum jemandes sache.
(Not)-Fun-Fact: Der Song „Funkytown“ stammt von der US-amerikanischen Band Lipps Inc. und wurde gesungen von der Schwarzen Leadsängerin Cynthia Johnson. Vermarktet wurde der Song in Deutschland und den Niederlanden mit der blonden Dame im Video, die dazu äh tanzt, den Roboter macht und ihre Lippen bewegt. Über die Gründe kann spekuliert werden, ätzend ist es trotzdem.
Der einzige ESC-Bezug von Farian war übrigens, dass er in der Vorentscheid-Jury saß, die Nicole ausgewählt hatte. War mal Thema in einem Interview, warum er nie am ESC teilnahm.
Da habe ich mal pausiert, und schon ist’s passiert: Natürlich schließe ich mich an, schießen liegt mir fern
Warum tut unser ÖR jedes Mal so als würden die finanziell aus dem letzten Loch pfeiffen? Kein Wunder, dass sich alle verarscht fühlen. Wir blasen denen soooo viel Geld in den Hintern und jedes Mal wird gemosert, man müsse sparen. Was für ein Unfug.
Wohin verschwindet das ganze Geld bitte?! Die Reformen sind dringend notwendig, eigentlich auch eine tiefgehende Aufarbeitung wo das Geld dauernd versickert. Bei Produktionskosten ist es bei der Fernsehlandschaft garantiert nicht gelandet.
Mal 2 unterschiedliche Gedanken dazu:
Ansonsten stehen natürlich alle Haushalte der Sendeanstalten öffentlich zur Verfügung. Ist also nicht so als würde das geheim gehalten werden (ob es volle Transparenz gibt, weiß ich aber natürlich nicht – habe mir die genauso wenig durchgelesen wie alle anderen hier).
Man wird sicherlich Zahlen finden, aber sicher nicht für einzelne Projekte wie zum Beispiel ein „Tatort“ oder ein „Herbstfest der Volksmelodie“
Gibt zwar beim Tatort eine gewisse Hochrechnung, habe die Zahl aber nicht im Kopf.
irgendwie ist alles so anstrengend, was von der ard zum esc kommt..als ob man ein neues gesetz zum faxabbau verabschieden will..
Gibt es keine sponsoren, die einsteigen können? Werbeeinnahmen?
wenn so gar keiner von der ard es machen will, gebt es bitte weiter ans ZDF oder privatsender..
Sollte es wirklich dazu kommen, dass der MDR die Verantwortung für den ESC übernimmt, hieße das aus meiner Sicht, den Bock zum Gärtner zu machen. Als dieser Sender in der Vergangenheit schon einmal die Verantwortung hatte, wäre er fast zum Totengräber für die deutsche Teilnahme geworden. Ja, jetzt sind andere Personen am Ruder, aber das heißt nicht zwangsläufig, dass jetzt eine größere Expertise vorhanden ist. Die Erfahrung in der Produktion nationaler Schlagershows halte ich eher für hinderlich denn für fördernd. Ehrlich gesagt habe ich aktuell bei keinem ARD Sender die Hoffnung, dass man an alte (mittlerweile leider sehr alte) Erfolge anknüpfen könnte.
Also Frau Wolfslast und ihr Team „brennen“ scheinbar für den ESC. Zumindest kommt es bei mir fast immer so rüber wenn sie mal ein Interview gibt. Sie ist leider aber auch nur Bittsteller bei ihren Chefs und die sehen scheinbar immer nur die Zahlen.
Da sich die Senderanstalten ja in einem einig sind, wird dann 2025 je nach Gewinnerland der nächste deutsche Beitrag im Tatort Paris, Ljubljana oder Reykjavik ermittelt.
Genau, mit Tatort lässt sich in der ARD alles begründen. 🙂
Oder man gliedert es bei der Sportschau an. Da klappt es ja auch, wenn mal ein paar Millionen an Lizenzgebühren gezahlt werden müssen.
Was für ein Hickhack. Hier wird das Dilemma „ARD und ESC“ mehr als deutlich.
Ich kann mir das nur so erklären:
A- die Würfel sind längst gefallen und ab 2025 ist der MDR an den Schalthebeln. Man will das aber erst nach Malmö offiziell in die Welt hinaustragen.
Oder B- man entscheidet erst nach Malmö wie es weitergehen wird. Viele Köche verderben den Brei.
Schade, dass in den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten Kultur anscheinend so einen geringen Stellenwert hat, dass man dort nicht bereit ist, etwas zu investieren.
Dabei ist es doch gerade in der heutigen Zeit so ungemein wichtig, weil man doch mit schlechten Nachrichten überschüttet wird.
Na ja, jedenfalls bringt es auch nichts, an einen Sender die Verantwortung für den ESC zu übertragen, der wohl überhaupt gar keinen Bock auf das Event hat. Damit ist auch nichts gewonnen. Man braucht wirklich jemand, der (oder die) für den ESC wirklich „brennt“. Vielleicht sollte man auch mal über Sponsoring nachdenken, wenn die Finanzierung so schwierig ist…🤔
Jedenfalls hat es die größte Musikshow nicht verdient, so stiefmütterlich behandelt zu werden.
Ich habe gerade Deinen Namen bei den neuen Kommentaren entdeckt. Schön, dass Du wieder da bist 🙂
Ach sieh an, die Gaby ist wieder da. Sehr schön.
Du und deine schön formulierten Kommentare wurden sehr vermisst Gaby 😊
Diese Behördenmenthalität der ARD Sendeanstalten ist einfach nur noch lächerlich.
Gut recherchierte Nachrichten sind viel wert aber wenn ich lese, dass für eine Tatort Folge zwischen 1,5 und 1,7 Millionen versenkt wird, möchte ich nicht wissen, was der Rest des immer gleichen Schnarchnasenprogramms kostet.
Ohne die Info-und Nachrichtensendungen sowie One, würde ich das überhaupt nicht mehr einschalten 😴
Ich freue mich auf Ryks Video und die Performances beim VE, das sollte nun auch im Mittelpunkt stehen. Es ist zwar gut, wenn die Thematik angesprochen wird und der ESC in aller Munde ist, allerdings wird vor dem ESC eh nichts öffentlich gemacht. Dass das nun den Vorentscheid überschattet ist sehr schade, das haben sich die Künstler nicht verdient.
Ich hoffe auch sehr, dass Ryk noch ein offizielles Video herausbringt. Wäre schön!
Danke für den eigentlich offensichtlichen und selbstverständlichen letzten Absatz.
Er scheint tatsächlich dennoch so unglaublich wichtig zu sein und sollte der ESC hierzulande von offizieller Seite auch nur im Ansatz ernst genommen werden, ist das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Vorbereitung auf den ESC 2025 schon jetzt wohl einfach kaum vorhanden, etwaige andere Hürden hin oder her.
Dass die ARD oder gar der ÖRR inkl.
ZDF, Deutschlandradio etc. (alles eigenständige EBU-Mitglieder, inkl. aller Landesrundfunkanstalten) als gesamtes den ESC offenbar so gering schätzt, finde ich schade.
Klar sieht man das als Fan anders, aber auch rein objektiv ist der ESC der größte Musikwettbewerb der Welt und ein großes europäisches Projekt.
Dessen scheint man sich ja beim deutschen ÖRR ja wiederum durchaus bewusst zu sein, da man die andere „Erlösungsstrategie“, ein Aussetzen Deutschland, verständlicher Weise vehement und letztlich zum Glück, ausschließt.
Ja, ja, die Bild-Zeitung hat berichtet, dass…..! Mir fällt dazu nur der Spruch von früher ein:“Frau dreht Mann durch den Fleischwolf! Bild sprach zuerst mit der Frikadelle!“
Aber mal abgesehen von den Medienberichten und Stellungnahmen haben wir doch schon Fuseln am Mund mit den Anmerkungen, es müsse sich grundsätzlich etwas an dem Umgang mit dem ESC ändern! Nur bezweifele ich, dass die Verschiebung vom NDR zum MDR oder wem auch immer die Lösung ist. Im Grunde genommen bleibt es doch der selbe Flur, nur eben eine andere Tür. Und wenn dann noch die selben Entscheidungsträger beteiligt sind, ist der Rest eh völlig egal.
Naja, ich denke aber diese Diskussion kann/wird ab dem 12.5. ausreichend geführt. Jetzt soll sich die ARD bitte um den ESC 24 kümmern. Damit haben sie schon genug zu tun haben.
Nur ein privater Sender ist ein Option.Aber der NDR wird uns erhalten bleiben.