
Erst gestern sickerten die Infos zu geplanten neuen Votingregeln beim Eurovision Song Contest 2027 durch. Doch schon lange stand für exakt einen Tag später, also heute, dieses Thema für unsere ESC-Rückblickreihe Viva Vienna auf dem Plan. Es könnte zeitlich also nicht besser passen, sich die Frage zu stellen, ob die Überarbeitung der Regeln des ESC-Publikumsvotings in Wien bereits ausreichend war … oder ob es weitere Anpassungen benötigt.
Dass die EBU selbst nicht ganz zufrieden mit den Televotingergebnissen der jüngsten ESC-Ausgaben war, wurde spätestens letztes Jahr klar. Nachdem sich zahlreiche Teilnehmerländer skeptisch gegenüber der sehr hohen Punktezahl für Israel gezeigt hatten, kam die EBU den verärgerten Rundfunkanstalten entgegen und erließ schon für den ESC 2026 neue Regeln. Im Televoting waren es fortan nur noch 10, statt der vorherigen 20 Stimmen, die maximal pro genutztem Endgerät abgegeben werden konnten.
Mit dieser Überarbeitung des Publikumsvotings erhoffte man sich eine ausgeglichenere Stimmverteilung. Eindringlich baten die Hosts in the TV-Shows in Wien zudem darum, die möglichen zehn Pro-Kopf-Stimmen doch bitte auf mehrere Songs aufzuteilen, statt diese für nur einen Beitrag zu nutzen. Vergleichsweise hat diese neue Regelung auch schon erste Früchte getragen, denn zumindest die Punktezahl für Israels Noam Bettan war nicht mehr ganz so „auffällig“ hoch, wie die seiner Vorgängerin Yuval Raphael.
Am Ende des ESC-Finals in Wien war es neben der späteren Siegerin DARA jedoch erneut Israels Teilnehmer, der im Splitscreen zu sehen war (siehe oben). Vorab muss klar gesagt werden: Nachbarschafts-, Sympathie- und Diaspora-Votings wird man bei einer Veranstaltung wie dem ESC nie komplett vermeiden können. Dass Länder nur wegen politischer Gegebenheiten mehr Stimmen erhalten als andere, sorgt jedoch bei vielen Zuschauenden für einen bitterer Beigeschmack. Kann man diesen verhindern?
Fest steht: Ob nun eine Maximalanzahl von 20 oder von 10 – wer es wollte, konnte die Höchstanzahl seiner Stimmen auch 2026 nur für einen einzigen Beitrag nutzen. Genau hier will die EBU aber ab kommendem Jahr ansetzen. Angeblich wird aktuell eine neue Regelung ausgearbeitet, die sich an der vom ESC-Asia-Vorentscheid in Bhutan orientiert. Hier wurde bereits vorgegeben, im Voting mindestens für drei Songs abstimmen zu MÜSSEN, damit die Stimmen gezählt werden. Und insgesamt standen nur fünf Beiträge zur Wahl.
Extreme Powervotings können definitiv reduziert werden, wenn es gar nicht mehr möglich ist, nur für einen einzigen Beitrag abzustimmen. Der viel entscheidendere Punkt für eine echte Änderung könnte aber die erlaubte Stimmenanzahl ein. Heißt: Um die Wahrscheinlichkeit von Powervotings noch gezielter zu reduzieren, sollten es nicht nur die allgemein verfügbaren Votes sein, die man eingrenzt. Vielmehr sind es die maximalen Stimmen pro Beitrag, die einen Unterschied machen könnten.
Um es vereinfacht zu erklären: Sollte es weiterhin „nur“ eine Begrenzung der Gesamtvotes geben (sagen wir mal 10), wäre es, trotz der Pflicht, die Stimmen auf mindestens drei Songs aufteilen zu müssen, möglich, einen davon stark zu pushen. Wer Land X weiterhin zu einer unverhältnismäßig hoher Punktezahl verhelfen will, könnte also auch in diesem Fall einfach 8 seiner 10 Stimmen für Land X verteilen. Ein Punkt ginge dann an Land Y und ein weiterer an Land Z – und schon ist Land X erneut in einem unverhältnismäßigen Vorteil.
Ich persönlich wünsche mir von der EBU daher ein ausgeklügelteres System, das vorab gut durchdacht ist und sich tiefgründig mit der Materie befasst. Es darf gerne bei 10 Maximalstimmen bleiben, man sollte jedoch auch über eine Begrenzung der Stimmen pro Beitrag bzw. pro Land nachdenken, um für mehr Fairness zu sorgen.
Dass bereits die Option im Raum steht, Publikumsvotes nur noch auf EINEM Weg zu ermöglichen, nämlich online, halte ich für einen richtigen Schritt. Bislang galt die maximale Stimmanzahl von 20 bzw. dieses Jahr von 10, ja nicht wirklich „pro Person“, sondern pro Bezahlmethode: Eine Person konnte 10 Stimmen per SMS, 10 Stimmen per Televoting und 10 Stimmen per Online-Voting nutzen.
Fazit: Die neue Regelung, die in Wien griff, war schon ein Schritt in die richtige Richtung, hat jedoch auch Schwachstellen und kann an einigen Punkten noch optimiert werden: Nur eine Votingmethode und eine geringere Maximalzahl an Stimmen pro Beitrag zum Beispiel. Menschen, die sich mehrere IP-Adressen besorgen, wird es dennoch weiterhin geben. Doch wenn ein faireres Voting zumindest teilweise erzielt werden kann, sollte dafür alles getan werden, was kontrollierbare Regeln angeht.
Wir haben gestern im ESC kompakt Live, das insbesondere der Verkündung der ESC-Hostcity 2027 galt, auch über die geplanten Votingänderungen beim ESC gesprochen. Die gesamte Ausgabe kann im Nachgang als Aufzeichnung des Liveststreams geschaut (siehe oben) oder als Podcast angehört werden.
Wie hast du die ESC-Votingänderungen in Wien wahrgenommen? Sollte es weitere neue Regeln für das Publikumsvoting geben? Lass uns gerne deine Meinung da.
In unserer Reihe Viva Vienna bereits erschienen:
- (1) Die schönsten Wien-Bilder der Blogger*innen
- (2) Mein erster Eurovision Song Contest vor Ort
- (3) Wie war Wien als Gastgeberstadt 2026?
- (4) Das „Eurovision at 70“-All-Star-Medley beim ESC 2026 in Wien – ein neuer Klassiker
- (5) ESC 2026 in Wien: All My Life for a Night Like
- (6) Tagebuch ESC 2026: Mini-Storys aus meiner Zeit in Wien
- (7) Bevor wir heimgehen … Sechs Nächte im Euroclub
- (8) Zero points – Wie nah dran Sarah Engels, Essyla und UK an Televotingpunkten waren
- (9) Machen die neuen Jury-Regeln das ESC-Endergebnis unvorhersehbar?
- (10) Zu viel Drama, zu wenig Bangaranga? Warum die Favoriten 2026 scheiterten
- (11) So haben sich Juryvoting und Televoting beim ESC 2026 unterschieden
- (12) Eigentlich nur ESC – Ein Reisebericht zu meinem ersten ESC vor Ort
- (13) Deutschlands erstes ESC-Jahr unter Federführung des SWR – Die ultimative Bilanz
- (14) Absturz beim ESC 2026: Was ist mit Schweden passiert? Und wie geht es weiter?
- (15) Nicht im Finale, aber längst in unseren Herzen
- (16) Wie eine Inszenierung einen Song verändern kann – Die Magie hinter dem Staging von „Bangaranga“
- (17) Sarah Engels im Wonderland: In die ESC-Bubble gekommen, um zu bleiben?
- (18) Producers Curse? Diese Sache mit den Startplätzen beim ESC
- (19) All aboard – Die Eurofan Cruises auf der Donau
- (20) Die Bedeutung von Fanblogs für den ESC – die Diskussion, die niemand hören und sehen wollte
- (21) Die Dancefloor-Hits vom ESC 2026 – Die Wettbewerbssongs aus diesem Jahr
- (22) Die Dancefloor-Hits vom ESC 2026 – Die Vorentscheidssongs aus diesem Jahr
- (23) Der ESC 2026 in Memes: Momente vom Teppich und Co.
- (24) Werden Public Viewings in der ESC-Gastgeberstadt immer wichtiger?
- (25) Songs in Landessprache gewinnen den Eurovision Song Contest nicht mehr
- (26) Das waren die Fan Favourite Fails und Dark Horses des ESC 2026
- (27) So sähe das Ergebnis des ESC 2026 bei einer Wertung nach Platzierungen aus
- (28) Highlights der ESC-kompakt-LIVE-Youtube-Saison 2026
- (29) Musical Acts beim ESC – Wann stirbt der Trend denn wieder?
- (30) Das war die deutsche Jury beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien
- (31) Die Moderation von Victoria Swarovski und Michael Ostrowski beim ESC 2026
- (32) 2015 vs. 2026 – Der Eurovision Song Contest als Volunteer und als Blogger
- (33) Kino statt Fernsehen? Wie der ESC 2026 mit neuen Kameras inszeniert wurde
- (34) Was ist das Wort der ESC-Saison 2026?
- (35) Comebacks, Favoriten und Überraschungen: Was die Zuschauerzahlen des ESC 2026 verraten
Diese Rückblickserien auf die letzten fünf Ausgaben des Eurovision Song Contest sind bereits erschienen:
- Bye Bye Basel: Unser Rückblick auf den ESC 2025
- Malmö Memories: Unser Rückblick auf den ESC 2024
- Leaving Liverpool: Unser Rückblick auf den ESC 2023
- Torniamo a Torino: Unser Rückblick auf den ESC 2022
- Replay Rotterdam: Unser Rückblick auf den ESC 2021
- Talking Tel Aviv: Unser Rückblick auf den ESC 2019
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War gestern auch Diskussionsthema bei ESC kompakt Live. Am besten ein Voting einführen wie beim JESC, bei dem online für drei Länder gestimmt werden muß und die anderen sieben Stimmen an die restlichen Länder verteilt werden dürfen.
Eine andere Abstimmungsvariante wäre z.B. 3 Stimmen pro Voter an unterschiedliche Länder zu gewähren. Das Powervoting wäre gestoppt und eine einigermaßen gerechte Stimmenverteilung wäre gesichert.
Entweder jeder darf nur 1x mal pro Lied anrufen, voten oder jeder muss 10 Liedern Stimmen geben. Das müssen die Jurys ja auch….
Der israelische Eurovisionsbeitrag wird auch 2027 in Burgas konkurrenzfähig sein und zu den Sieganwärtern zählen, und zwar völlig unabhängig vom Wertungssystem (von bizarren Startnummern und Juryergebnissen ganz zu schweigen), denn mit Ausnahme der Ukraine verfügt kein anderes Land derzeit über ein generell so hohes Level an Einreichungen. Wer beim ESC konstant vorne mitmischen will, benötigt zwingend ein entsprechendes Niveau schon im Rahmen der nationalen Vorauswahl. Das hat Israel seit 2024 ohne Wenn und Aber, und zwar in ausnahmslos jedem Bereich: Interpreten, Komponisten, Texter, Choreographen. It’s as easy as that! 🤗
(Hatten wir in Deutschland einst ja auch mal – lange her …)
Und diese angebräunten Artikel mehrerer Blogger/innen auf ESC kompakt sind hochgradig widerlich.
Ganz gleich wie man zu Israel jenseits des ESC steht, finde ich die Diskussion um die Televoting-Ergebnisse beim ESC nur albern. Unabhängig von meinem persönlichen Geschmack (ich bin kein Freund großer Balladen, weshalb ich 2024 und 2025 nicht zur Zielgruppe der israelischen Beiträge gehörte) hatte Israel 2024 bis 2026 bärenstarke Beiträge, die von ausgezeichneten Sänger*innen vorgetragen wurden. Das wären so oder so gute Ergebnisse geworden.
Und können die Menschen, denen ihr Friede-Freude-Eierkuchen-ESC wichtiger ist als das Einhalten von Regeln, bitte einfach mal erwachsen werden?
2024 und 2025 lass ich gelten, wobei auch da niemand erklären kann, dass 300 Punkte für klassische Balladen normal sind. Wer das glaub, hat vom ESC nichts verstanden.
2026 war von vorne bis hinten nicht gut.
Also ich, meine Mutter und auch viele andere mochten den israelischen Beitrag 2026, du nimmst dich da wirklich viel zu wichtig. 🙄
👍
Du magst alles was die anderen nicht mögen – um sie zu ärgern
🥱 🥱
Das klingt so, als gäbe es einen Geschmackskompass, nach dem man sich als wahrer ESC Fan zu richten habe, um „die anderen“ nicht zu ärgern. Eine für mich nicht besonders angenehme Vorstellung, daher find ich’s gut, wenn scheinbare ESC-Fan-Bubble-Glaubensgrundsätze immer mal wieder in Frage gestellt werden (wobei natürlich der Ton die Musik macht).
Schade nur, dass er das bei dem wunderschönen deutschen ESC-Beitrag 2019 nicht auch tut 😉
Da kannst du bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag warten, das Publikum hat den Song eine gerechte Punktzahl gegeben. 😉
Und diesen User nehme ich nicht ernst, stalkt mich nachdem ich es gewagt habe meine Meinung zu „Fire“ zu äußern.
Ich bin ganz bei Dir
Für mich einer der besten Sänger überhaupt. Wenn das schon nicht mehr zählt, na dann „gute Nacht, ESC“
Danke!!! Ich stimme hier voll und ganz zu – außer dass ich die beiden Balladen klasse fand! 🙂
Danke, daß es hier noch vernünftige Menschen gibt.
„Angebräunte“ Artikel?? Ernsthaft??
Jakubs Kommentare kann man nie ernst nehmen…🫣
Der ist ein Molch!
Peinliche Ergüsse eines frustrierten und bedauernswerten Fantasten, der nur noch in einer „Wir gegen die“-Mentalität lebt
Kannst du argumentieren warum du diesen Beitrag als „angebräunt“ bezeichnest? Ich kann ehrlich gesagt nichts verwerfliches im Artikel finden. 🤔
Oh, wow purer Rassismus. Wen überrascht’s.
Da irrst du dich aber gewaltig:
https://de.wikipedia.org/wiki/Rassismus
Viel Erfolg beim Lesen!
Matty, ich sage dir den Hinweis jetzt hier genau einmal: Deine widerlichen Kommentare haben mich dazu bewegt, mit einem externen Tool u.A. deine Posts zu filtern, damit sie mir nicht mehr angezeigt werden. Ich sehe sie nicht mehr, was das Lesen auf dem Blog viel erträglicher macht. Sätze an mich zu addressieren, ist verschwendete Zeit. Adieu.
Oh, das Tool hätte ich auch gern!
Da verträgt einer die Hitze wohl nicht….
Wo genau ist da Rassismus?
Das Wort „angebräunt“ halte ich auch für falsch, aber ich vermute, Jakub hat sich daran gestoßen, dass in dem Artikel die Annahme, Israel habe nur aus politischen Gründen vorne gelegen, nicht groß in Frage gestellt wird. Immerhin ist das Wort „auffällig“ in Anführungszeichen gesetzt worden („denn zumindest die Punktezahl für Israels Noam Bettan war nicht mehr ganz so ‚auffällig‘ hoch, wie die seiner Vorgängerin Yuval Raphael“).
Ich persönlich finde das Televoting-Ergebnis für das wunderschöne „New day will rise“ höchst angemessen (im Unterschied zu den Resultaten der beiden Krawall-Televoting-Sieger-Songs in den beiden Jahren davor), das Gleiche gilt für die beiden anderen hochwertigen Beiträge 2024 und 2026 („Hurricane“ war bei mir auch ganz vorne), ich sehe eine deutliche Qualitätssteigerung im Vergleich zu Israels Beiträgen der Jahre zuvor.
Ich sehe das mit der erhöten qualität der israelischen beiträge deutlich kritischer. die beiträge von 2024-2026 waren eher nur durchschnitsbaladen keine überdurchschnittlichen nummern. auch stimmlich gab es schon deutlich stärkere sänger von israel. Ganz erlich ich würde sogar sagen die letzten 3 waren maximal auf dem niveau vom israelischen beitrag 2009
Israel wäre (bis 2025) NIE ins Finale gekommen!
2026 war Midtempo, keine Ballade
Ich fordere schon seit Jahren: höchstens 10 Stimmen, und höchstens 3 Stimmen pro Beitrag. So ist es möglich zu gewichten ohne zu verzerren.
Dem Vorschlag, dass ausschließlich online abgestimmt werden darf, widerspreche ich ausdrücklich, solange es noch abstimmendes Publikum gibt, dass nicht online-affin ist. Man könnte das allerdings als Perspektive für 2040 oder so im Hinterkopf behalten.
Sehe das auch kritisch, fürchte dass dann dei Grundlage noch kleiner wird wenn nur noch online abgestimmt werden kann und das Voting durch die noch größere Bubble-Dominanz immer weniger repräsentatitiv wird.
und das Voting durch die noch größere Bubble-Dominanz immer weniger repräsentatitiv wird
Genauso ist es.
Dito
Sache ist halt dass viele Anbieter bezahlte SMS blockieren. So oder so wird immer ein Teil des Publikums ausgeschlossen. Korrigier mich bitte wenn ich falsch denke
Generell kann ich das nicht beantworten. Bei mir sind Bezahl-SMS nicht blockiert.
Bei mir kommt immer ein Hinweis, dass es was koste und die Frage ob ich wirklich das machen möchte.
Ich lasse immer die KI abstimmen
„Dem Vorschlag, dass ausschließlich online abgestimmt werden darf, widerspreche ich ausdrücklich, solange es noch abstimmendes Publikum gibt, dass nicht online-affin ist. Man könnte das allerdings als Perspektive für 2040 oder so im Hinterkopf behalten.“
Ja, da stimme ich Dir vollkommen zu! Ich würde das auch sehr bedauern.
Und ich muss zugeben, dass ich noch niemals anders abgestimmt habe, als mit meinem ganz normalen Haustelefon. Tatsächlich noch nie! Das wäre für mich schon fast ein Kultbruch…sehr traurig. Und ich kenne einige, die auch nur auf diese Art abstimmen…für uns gehört es einfach dazu!:-))
Notfalls könnte ich dies dann natürlich auch online tun, ja, aber eben nicht alle können das! Und dann wäre es nicht gerecht…:-((
Es ist einfach eine völlig irrige Annahme, dass man mit Herumschrauben am Votingsystem die guten israelischen Televotingergebnisse verhindern könnte. Es gibt nun einmal Menschen, die aus politischen Gründen für Israel stimmen, genau so wie es seit 1997 jedes Jahr Menschen gibt, die für ein Nachbarland oder das Heimatland ihrer Eltern stimmen, egal wie stark der Beitrag ist. Das lässt sich nicht verhindern. Man kann den Leuten nicht vorschreiben, aus welchen Gründen sie für einen ESC-Beitrag abstimmen. Wenn man versucht, mit diesem Ziel eine Votingreform zu machen (und das scheinen ja leider einige Sender zu wollen), dann kann das nur zu schlechten Entscheidungen führen, und das sehen wir gerade auch.
Ich möchte nämlich widersprechen, dass es ein „ausgeklügelteres System, das […] sich tiefgründig mit der Materie befasst“ braucht. Ich verstehe wirklich nicht, weshalb so viele Fans auch hier auf ESCK fordern, dass man das Voting einschränken muss. Es ist doch ein riesiger Pluspunkt, dass sich jeder unkompliziert an der Entscheidung über den Sieger beteiligen kann. Wenn die Forderungen nach Restriktion so umgesetzt werden (bspw. auch das völlig absurde System aus Bhutan), dann stimmen irgendwann nur noch die Hardcore-Fans ab. Und das kann doch niemand wollen.
Für mich ist deshalb klar: Das Votingsystem muss so einfach und für jedermann zugänglich sein, wie es irgendwie möglich ist, damit der ESC weiterhin für alle offen bleibt.
„Es gibt nun einmal Menschen, die aus politischen Gründen für Israel stimmen“
Es gibt auch Menschen, die für Israel abstimmen, weil ihnen der Beitrag gefällt (so wie mir 2024 und 2025, und 2026 war ich vom Auftritt positiv überrascht – für einen Anruf hat’s aber nicht ganz gereicht).
Zustimmung zur Grundaussage Deines Kommentars (nicht immer mehr Restriktionen).
Es gibt auch sogenannte Biodeutsche, die Dön Artık und Süperstar ganz toll finden (hier schreibt so einer). Das macht deren 12 Punkte aus dem deutschen Televoting aber nicht repräsentativ für den Geschmack der hiesigen Zuschauer:innen.
Ich finde Süperstar ganz übel….
Natürlich. Aber man kann aus meiner Sicht nicht leugnen, dass Israel in den letzten drei Jahren massiv von politischem Solidaritätsvoting profitiert hat.
So ist es – Israel war dieses Jahr sogar mein Favorit
„Es gibt nun einmal Menschen, die aus politischen Gründen für Israel stimmen, genau so wie es seit 1997 jedes Jahr Menschen gibt, die für ein Nachbarland oder das Heimatland ihrer Eltern stimmen, egal wie stark der Beitrag ist.“
Wenn diese das statt zwanzigmal oder zehnmal aber nur achtmal, oder noch besser, max. dreimal tun können, ist die Verzerrung gegenüber den „Normalabstimmenden“ wirksam reduziert. Darum geht’s. Der Rückgang der Punktzahl für Israel im Vergleich zum Vorjahr trotz massenkompatiblerem Titel zeigt ja, dass der Ansatz Früchte trägt.
Der Annahme, dass die genannten Gruppen überdurchschnittlich viele Votes abgeben, würde ich auch widersprechen. Und dass die Restriktionen beim Voting dafür verantwortlich waren, dass Israel ein paar Punkte weniger als 2025 bekommen hat, ist aus meiner Sicht überhaupt nicht bewiesen. Da gibt es auch sehr viele andere mögliche Erklärungen. Zumal beim anderweitigen Diaspora- und Nachbarschaftsvoting überhaupt keine Änderungen erkennbar waren.
Fänds sehr erfrischend, wenn Israel aufgrund der neuen Regelungen gerne viele Jahre beleidigt ist und dem ESC fern bleibt.
Ich wundere mich jedes Jahr aufs neue, warum sich die israelische Delegation das immer antut. Fühlen die sich wohl unter den anderen Teilnehmern?
Das Blockvoting ist ja jetzt auch schriftlich bewiesen.
Spätestens bei der kollektiven Erleichterung in der Halle und beim überwiegenden Teil der Zuschauer, als Dara gewonnen hat, muss doch KAN klar gewesen sein, wie ihr Image im ESC Kosmos aussieht.
Die fünf fehlenden Länder hab ich zumindest sehr vermisst.
Ich hätte ja den Vorschlag, dass KAN ein „We don’t wanna put in“ für Bibi macht. Wenn man Beiträge schicken kann, die hart an der Grenze des politischen Tagesgeschehens sind (October Rain wird zu Hurricane, New Day Will Rise, Michelle angeblich der Name einer Überlebenden), dann könnte man doch mal zeigen, dass man zu den Guten gehört und die eigene rechtsextreme Regierung bekämpfen will.
Eben und da das nicht passiert und stattdessen immer regierungsgenehme Personen und Lieder rauskommen, glaube ich diese „KAN ist kritisch“-Geschichte, die ich auch immer nur bei ESCK lese, nicht. Noch nie habe ich einen Beitrag oder eine Dokumentation bei KAN gesendet gesehen, die für Palästina oder gegen den Genozid Partei ergreift.
Stattdessen sowas hier
https://www.youtube.com/watch?v=doVZ49Oko0U
Nur weil jemand einen anderen kritisiert, stehen da keine gegensätzlichen Meinungen gegenüber.
Jeder regierungskritische Sender, dem etwas am ESC liegt und der etwas Anderes als Propaganda als Ziel hat, würde sich freiwillig zurückziehen und nicht den Sängern die internationale Ablehnung über sie hereinbrechen lassen.
Sagt Tobiz, Experte für internationale Politik. 🙄
Und block <3
Das ist doch ganz einfach: es gab keinen Genozid in Hamastina.
Nimms mir ruhig übel: Du bist widerlich! 🤮
Der und der Molch sind Krawallmacher!
Nö, ich bin einfach zu geil für diese Welt!
EIn Blick auf dein Profilbild und das Gegenteil ist bewiesen.
Sagt ausgerechnet derjenige, der kein Profilbild hat, also Ball flachhalten!
Was du nicht verstehst ist die Tatsache, dass für mich nichts unwichtiger ist als deine Meinung über mich, und ich brauche den Ball überhaupt nicht flach halten! Ich kann sagen was ich will Mr. Aggro!!!
Der Spruch macht dich nicht sympathischer, erinnert er mich doch an die ganzen Hasskommentare von AFDlern und Extremisten in den sogenannten sozialen Medien. Da bist du nicht einen Deut besser.
Ich hab’s bisher ja immer gut gefunden (und in der Vergangenheit auch öfter mal geschrieben), dass du zusätzliche Infos hier in die Kommentare schreibst, aber wegen deinen Hasskommentaren kann ich inzwischen gut auf dich verzichten. Das wird dich jetzt sicherlich nicht überzeugen (genauso wenig wie die Rechtsextremisten), aber ich bin der festen Überzeugung, dass der Hass, den man austeilt, irgendwann auf einen zurückfällt.
Du magst deine Gründe haben, du kannst deine Meinung schreiben, aber erwarte nicht, dass sie gefällt und du Gegenwind bekommst.
Allerdings nicht mehr von mir, da kannst du sicher sein.
Ich ignoriere ihn mittlerweile, finde es aber krass dass seine Tiraden immer noch auf der Seite zu finden sind. Glaube wenn ein anderer User sich so verhalten hätte wäre er schon längst gesperrt, aber Matty scheint (warum auch immer) unter „Naturschutz“ hier zu stehen. 😐
Ich bin gewohnnt, dass du extrem niveaulos gegenüber Palästinensern reagierst, aber das ist selbst für dich ein neues Tief.
Dann gibt es die Hamas also gar nicht?
Äh, das hab ich nicht gesagt? Aber du hast jeden Palästinenser, egal ob Kind, Jugendlicher, Erwachsener oder Rentner, als Terroristen bezeichnet. Das ist unterirdisch, rassistisch und menschenfeindlich. Für dich ein neues Tief, und ich wusste nicht, dass das möglich ist
Nein, habe ich nicht und lasse gefälligst solche Unterstellungen!
Unterstellen? „Hamastina“ reduziert den gesamten Staat Palästina auf eine Terrororganisation, die selbst in Palästina hochgradig polarisierend ist. Soweit ich weiß, liegt die Akzeptanz gegenüber der Hamas zwischen 40 und 60 Prozent.
Also ja, du hast dich menschenverachtend geäußert, aber das ist man ja von dir gewohnt – egal auf welcher Plattform.
Du brauchst es ihm nicht unterstellen, es ist Tatsache und er hat hier inzwischen oft genug bewiesen, dass er ein Rassist ist. Warum er immer noch von den Bloggern geduldet wird, ist mir ein Rätsel.
Als ob es darauf ankäme „Partei zu ergreifen“. Das ist Sandkastenniveau
Inwiefern?
Bibi wird hoffentlich nach am 27.10. Geschichte sein und muß sich vor Gericht verantworten.
Ich auch !!!❤️❤️
I‘ve said it before, I am saying it again:
only one vote per country.
Problem gelöst.
Da kann ich Dir mal zustimmen.👍
Gerne maximal 10 stimmen und mindestens 5 Songs verteilten und pro Song maximal 3 stimmen möglich.
Alptraum Off topic: 😱🥳
Ikke Hüftgold will seiner Verlobten Nina zur Hochzeit den ESC schenken
https://www.stern.de/lifestyle/leute/ikke-hueftgold-und-nina-reh–esc-soll-hochzeitsgeschenk-werden-38102600.html
Ralph Siegel soll zwar gut mit Ikke Hüftgold befreundet sein. Aber so weit wird die Freundschaft dann denke ich doch nicht gehen, dass Ralph Siegel seinen beim SWR eingereichten Song für Ikke Hüftgold komponiert und produziert hat. 😀
ESC 2028 in München – dank Ralph Siegel ! 😀
Wobei, ein Koma-Song passend zum Koma-Saufen… 🙈
Ohne TikTok-Wildcard kommt Ikke nie wieder in die Nähe des Vorentscheids und besser ist es
Dein Wort in wessen Ohr auch immer, das Theater danach 2023 war echt nicht feierlich!!
Die TikTok Wildcard hat uns 2023 gekillt
Hoffe mal das es so bleibt.
Leider gibt es in Deutschland zu viele Menschen die glauben dass irgendein schlecht produzierter Ballermann-Song Platz 1 beim ESC machen könnte.
Hat man ja beim TikTok Voting 2023 gesehen.
Mal abgesehen davon dass dadurch der einzig Potentiell Konkurrenzfähige Song nur den Trostplatz 2 erhielt
Ach Leute, macht’s doch nicht noch auch für den Zuschauer komplizierter. Ich bin auch kein Fan von Power-Voting, aber ich hab meine zehn Stimmen, basta. Damit soll man in einer freien Welt machen können, was man will.
Letztlich kann die EBU machen, was sie will, im Guten wie im Schlechten. Solange die teilnehmenden Rundfunkanstalten zustimmen. Es ist ihr Wettbewerb. Hat mit freier oder unfreier Welt nichts zu tun. Einfach mal eine Saison abwarten, wie es sich entwickelt. Asia ESC wird auch wichtige Erkenntnisse liefern.
Andere haben 100 Stimmen und nutzen sie nicht im Sinne des ESCs.
Ich bin auch für nur eine Stimme pro Person. Bei einer politischen Wahl hat man in der Regel ja auch nur eine Stimme… und wenn man mehrere Favoriten hat, muss man sich halt entscheiden.
Nur Online-Voting finde ich allerdings auch problematisch. Man muss nicht nur ein Handy besitzen, man muss auch die App runterladen und sich mit dem Programm vertraut machen. Das macht nicht jeder „so mal eben“ für eine Samstagabend-Show. Die Voting-Zahlen werden rapide nach unten gehen.
oh, man kann panaschieren und kumulieren
Es gibt ja aus wenigen Ländern Zahlen, auf welchen Abstimmungsweg sich die Votes verteilen, aber z.B. in Spanien waren 2025
80% der Votes online.
So ist es wohl – denn beispielsweise ich wäre dann nicht mehr dabei.
Warum will die EBU nun überhaupt am Wertungssystem „großartig“ herumdoktern? Ich denke mal die EBU wird in den letzten Jahren mit den Siegerländern Schweden, Schweiz, Österreich und Bulgarien sehr zufrieden gewesen sein. Es läuft doch sehr gut. Sicher sind Verbesserungen/Anpassungen immer gut. Aber man soll es nicht komplizierter machen. Und schon gar nicht einen Großteil der Voter ausschließen, indem man nicht mehr anrufen kann.
Stimmt, die Auswertung der Ergebnisse hört ja auch bei den Gewinnern auf
Es wird nicht der Großzahl der Voter sein, die meisten Votes sind aktuell schon online.
Wenn es nur noch komplett Online möglich ist abzustimmen, sollte man jedoch mehr Bezahlmöglichkeiten anbieten als Kreditkarte. Viele Menschen in Deutschland haben nämlich.
Und was ist mit den Menschen die kein Smartphone besitzen.
Den Zahlungsvorgang für das Online-Voting wickelt die EBU ja nicht selbst ab, sondern nutzt dafür „Stripe“, kommt also wohl darauf an was die alles für Zahlungsmethoden im Portfolio haben.
Und was ist mit denen, die tot sind? Es ist ja in diesem rückständigen Land kaum ein Friedhof ans Internet anegschlossen
Danke !
Ich würde ein Online-Voting einführen wie bei der Jury.
Das mehr Punkte für ein Land sind nur dann möglich, wenn man für ein neues abstimmt.
Das heißt „twelve points for Europe“ würde es nur dann geben, wenn man für 10 Länder abgestimmt hat.
Könnte es nicht einfach auch sein, dass es viele Menschen gibt, denen die Songs aus Israel gut, sehr gut oder klasse gefallen? Schon komisch, dass das niemand schreibt. Für mich und auch einige meiner Freunde war Yuval 2025 mit Abstand der beste Song und Auftritt – und ja, ich habe ihr tatsächlich 10 Stimmen gegeben, weil ich es einfach Hammer fand. Und es gibt sehr wohl sehr, sehr viele Menschen, denen auch die „altbackenen Balladen“ gefallen. Und nur mal so weitergedacht: Das System wird umgestellt und Israel erhält trotzdem so viele Punkte, dass es zu Platz 1-3 im Televoting reicht – ist dann das neue Votingsystem wieder sch….? Sorry, lasst es wie es ist.
Yuval fand ich auch toll.😍
Mir gefielen allerdings die Balladen aus Frankreich, vor allem aber Griechenland und Schweiz besser.
Ja, 2. platzierte Yuval aus 2025 war so beliebt dass sie schon einen Monat nach dem Finale aus der „Top 20 Most Watched Performances“ vom offiziellen ESC Kanal rausgeflogen ist, während Kaarija und Baby Lasagna da selbst heute noch regelmäßig ihre runden drehen. Kommt total hin, dass es Millionen von Leuten gab, die den Song richtig feierten und als ihren absoluten Favoriten hatten. Milliarden sogar!
Das ganze Universum sogar!
Die Hysterien und Hypes der Fan-Bubble auf dem offiziellen ESC-Kanal sind natürlich eine Art endgültiges Urteil über die Qualität eines Liedes, also kann „New day will rise“ nix gewesen sein.
Ich finde Yuval Raphals Song und Auftritt genial, eines der Highlights der ESC-Geschichte und viel besser als die beiden Holzhammer-Beiträge, die angeblich die absoluten Favoriten von Milliarden von Menschen sind.
Da Du hier ein wenig nach dem Motto „ohne Erfolg nach dem ESC ist ein Titel nichts wert“ argumentierst, noch kurz eine Anmerkung: „Tattoo“, über dessen ersten Platz 2023 Du Dich weiter unten beklagst, war in den Charts sehr viel erfolgreicher als Käärija.
Käärija und Baby Lasagna sind auch einfacher zu konsumieren. Nur weil mir eine Ballade an dem Abend am Besten gefällt, muss ich sie doch nicht anschließend beständig in Dauerschleife hören oder sehen. Natürlich sind Party-Lieder beliebter und man ist (in der Regel) häufiger dafür in der Stimmung.
Schließe mich da an. Das war ein richtiges Gänsehautlied und daher gab es auch 7 Stimmen. (2 gehen bei mir traditionell an den bei mir 2. Platzierten und 1 an den bei mir 3. Platzierten)
Ich fand Yuval auch prima! Aber ich denke die Votingreform legt jetzt nicht dort an ein Land als Sieger zu verhindern, wäre auch nicht besonders fair, sondern einfach das Voting so sicher wie möglich zu machen. Ich denke da aber auch noch in eine andere Richtung. Vielleicht möchte man ebenfalls so gut es geht vermeiden, dass Länder im Public Vote keine Punkte (Zero Points) bekommen. Ich denke hier könnte das neue Votingkonzept schon gut ansetzen, eben weil dann eine einzelne Person nicht nur für ein Land votet, sondern für mehrere Länder abstimmen muss.
Das halte ich in der Tat für ausgeschlossen, und wenn dem doch so sein sollte, müsste die israelische Seite ja die größte Befürworterin einer deutlichen Begrenzung sein, um den Vorwürfen etwas entgegensetzen zu können. Denn dass mit dem bisherigen System eine Verzerrung jedenfalls theoretisch leicht möglich ist, lässt sich nicht abstreiten.
🇮🇱 KAN wird voraussichtlich die EBU bitten, im zweiten Halbfinale des Eurovision Song Contests 2027 aufzutreten, da das erste Halbfinale am 11. Mai, Yom HaZikaron, dem israelischen Nationalen Gedenktag, stattfindet.
Ähnliche Anträge wurden 2011 und 2014 genehmigt.
https://x.com/i/status/2088298822019723430
Der slowenische Sender RTVSLO hat in Sachen Teilnahme bzw. Abwesenheit beim ESC 2027 noch keine Entscheidung getroffen:
https://escspot.pl/2026/08/14/slowenia-decyzja-udzial-eurowizja-2027/
Der Sprecher von RTVSLO versicherte, daß der Vorstand des Senders bei seiner Entscheidung über eine Teilnahme am Wettbewerb die von der EBU festgelegte Bewerbungsfrist für interessierte Sender sowie den Prozess der Verabschiedung des Programm- und Produktionsplans des slowenischen Fernsehens für 2027 berücksichtigen werde.
Ich bin für ein App voting in dem man seine punkte nach esc voting abgeben muss 12 10 8 7….. den so wird das ganze auch glaubwürdig.
das benötigt ein grosses Votingfenster, so dass jeder mit dem Ranken klar kommen kann, mmmhhh …
An sich finde ich die Regeländerung fürs Voting gut, aber es gibt ein großes Problem:
Wenn das Voting jetzt so funktioniert wie beim JESC, dass jeder Zuschauer für mehrere Länder stimmen muss, während die Juries so weitervoten wie jetzt, dann wird es so gut wir unmöglich für einen Zuschauerfavoriten werden, einen Juryfavoriten zu besiegen.
2023 hatte Kaarija (nicht ganz aber) fast doppelt so viele Publikumsstimmen bekommen wie Loreen (und trotzdem verloren). Mit so einen großen Abstand das Televoting zu gewinnen würde in der Zukunft aber unmöglich werden. Beim JESC sieht man, dass der Erstplatzierte nie einen auch nur annähernd so großen Abstand auf Platz 2 und 3 hat. Die Juries dagegen könnten einfach weiterhin einer Loreen oder einem Nemo die 350 Punkte zuschieben und so jeden Sieg eines anderen Publikumsfavoriten unmöglich machen.
Dafür müsste also irgendeine Lösung gefunden werden
Die Zuschauerpunkte sind ja keine prozentualen Punkte wie in vielen VEs. Da ist es tatsächlich so, dass die Top und Bottom Platzierungen näher beisammen sind.
Der JESC nutzt soweit ich weiß das prozentuale System (und rechnet dazu noch Diaspora hinein, damit nicht immer Polen gewinnt).
Wahrscheinlich hätte 2023 mit diesem System einfach jeder mehr totale Anrufe gehabt gehabt, aber in Punkten macht das wohl keinen Unterschied.
Mathematisch ist das Unfug, was du da vorrechnest.
Ein reines App- oder Online-Voting würde sehr viele Menschen ausschließen und daher für Verzerrungen sorgen. Ich finde, dass man daher einfach bei den 10 Stimmen bleiben sollte.
Seid ihr in Deutschland echt derart unterversorgt mit Internetzugängen?
Hat eher wenig damit zu tun sondern dass viele ältere Leute nicht so netzaffin sind.
Es sind nicht nur Ältere…
Im Osten von Deutschland – was früher mal die DDR war – ist die Netzversorgung / Internetversorgung tatsächlich aus großes Problem.
Übrigens nicht nur was das Internet betrifft, sondern auch der Schienenverkehr der Deutschen Bahn ist nahezu katastrophal.
Gerade auf das Thema Bahn habe ich jetzt so gar keine Lust
Ganz sicher nicht in meiner Gegend… aber ich werde mir die App nicht runterladen, das ist einfach Unsinn nur für einen Abend… und ich glaube, das werden auch viele andere Zuschauer denken. Dann stimme ich lieber nicht ab und lass mich überraschen, wer das Powervoting gewinnt. Auch so was… 10 Stimmen pro Person verwässern das Allgemeinvoting doch total. Und es ist für mich kein Argument, dass das ja jeder machen könnte… das machen die wenigsten, da es ja kostet. Eine Stimme, Punkt.
Wer mehr Favoriten hat, muss sich überlegen, wem er/sie eine Stimme gibt.
Ich bin ganz bei Dir
Stell Dir vor, es gibt mindestens zehn Prozent hier ohne Smartphone (aus unterschiedlichen Gründen). In sozialen Brennpunkten hat tatsächlich auch nicht jeder Haushalt einen Internetzugang, das ist nunmal so. Ich arbeite im Sozialdienst und kann das bestätigen.
Leider fallen viele bei diesem Thema auf Pseudoumfragen der Digitallobby herein (auch welche, die normalerweise auf hohe Sozialstandars wert legen und eher progressive Parteien wählen – ich hatte dazu schon etliche Diskussionen….)
„hierzulande“ muß es heißen
„Dass bereits die Option im Raum steht, Publikumsvotes nur noch auf EINEM Weg zu ermöglichen, nämlich online, halte ich für einen richtigen Schritt.“
ich nicht.🐰
…da geht sicher noch mehr z.b. onlineregistrierung so richtig fett mit perso einscannen oder überwachungsapp ect. 😈
es wird jetzt langsam absurd!
Innovation: jedes Land bekommt 1Pkt minimum, nicht mehr 0!!! Dann kann sich Deutschland auf “Germany 25 Points“ freuen!!!!!
Ich habe in den meisten Jahren einen Lieblingsbeitrag, den ich mit vollem Herzen unterstützen möchte. Falls ich mal mehrere Favoriten hatte, hab ich gar nicht erst angerufen, da ich dann ja sogar mein eigenes Ergebnis verwässern würde.
Dass ich in Zukunft möglicherweise aber gezwungen sein könnte, auch Stimmen an andere Beiträge abzugeben, die ich gar nicht wählen will, finde ich völlig unsäglich.
Ich könnte mich mit „Nur eine Stimme für jeden“ deshalb arrangieren, das wird die EBU aber sicher nicht forcieren, weil die Anrufe in vielen Ländern ( nicht in Deutschland) kräftig Einnahmen generieren.
Ich bin ja schon seit 2008 für das komplette Abschaffen des Televote. Eine breit gefächerte Jury only und gut is, das meine ich ernsthaft.
Dieses krankhafte Powervoting für irgendwelche, persönliche, vom Song völlig unabhängige Vorlieben muss weg.
Wer ruft da schon an, außer die ESC-Bubble und Manipulierte.
Gut dass du nix zu sagen hast.
Als wären die Jury-Punkte immer vollkommen neutral…
Deswegen plädiere ich ja auch für 50:50
Wenn es bei diesen Regeländerungen darum ginge, ein Powervoting zu reduzieren, dessen Gründe ausserhalb des Wettbewebes liegen, hätten sie bereits nach 2022 eingeführt werden müssen. Offensichtlich geht es aber nicht darum, sondern nur darum, einen Sieg/gute Platzierung eines bestimmten Landes zu verhindern. Wie nennt man das nochmal, wenn Massnahmen ergriffen werden, die sich spezifisch gegen jüdische Menschen richten?
Das System muss unkompliziert bleiben. Kein Zwang, zehn Ländern Punkte zu geben. Nicht jeder Zuschauer führt akribisch Listen mit Wertungen aller Beiträge. Und ich will auch weiterhin meinen Lieblingsbeitrag mit vielen Stimmen belohnen dürfen. Vor zwei Jahren war das Yuval. Der Auftritt treibt mir noch heute Tränen in die Augen. Ob 20 Stimmen nötig sind, darf sicher hinterfragt werden. Ich möchte aber gern weiterhin „meinen“ Song pushen dürfen und noch ein paar weitere Stimmen an andere starke Beiträge vergeben.
Einfach maximal drei Stimmen für jeden Act, und man darf für beliebig viele Acts Stimmen abgeben. So kann ich für all meine Favoriten abstimmen und auch noch unterschiedlich gewichten – 1, 2 oder 3 Stimmen.
Habe mich kurz nach dem diesjährigen ESC mit meiner Schwägerin unterhalten, die kein ESC-Fan ist, aber den ESC dennoch jährlich schaut. Sie sagte mir, dass Israel dieses Jahr und auch letztes Jahr ihr Favorit war. Okay, sie hat gar nicht gevotet, aber ich denke, es wird noch mehr Leute gegeben haben, die sich einfach von den israelischen Beiträgen musikalisch angesprochen gefühlt haben. Man muss auch nicht immer direkt „Verschwörung“ wittern.
Nichtsdestotrotz wäre ich dafür, wenn man pro Land nur eine Stimme geben kann. So fällt dann zumindest das Argument „Powervoting“ weg.
Keine Verschwörung. Die Aufrufe pro-israelischer Lobbyorganisationen zum Powervoting, wie z.B. das E-Mail-Rundschreiben der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) an alle Mitglieder, liegen auf dem Tisch.
Deshalb wäre der Ausschluss Israels das mindeste.
Intervision und Eurovision Asia würden den Staat sicher gerne aufnehmen. 😉
Das Ganze hat sich erfreulicherweise in Luft aufgelöst:
https://thateurovisionsite.com/2026/05/12/israel-moving-eurovision-asia/
Um an ESC Asia teilzunehmen, müßte Israel Mitglied in der ABU (Asia-Pacific BroadcastingUnion) sein, was jedoch nicht der Fall ist.
Warum gehen mir hier gerade eine Reihe von Kommentaren tierisch auf die Nerven ?
Die vertragen die Hitze wohl nicht. 🙄
Das fiel mir auch schon ein….
Also, mir gefiel der israelische Beitrag dieses Jahr im Abstand am besten.
Ich habe mich mit der Teilnahme von unserer Extrawurst-Queen abgefunden, abändern kann ich’s eh nicht, aber das Televoting, egal wie, gegenüber Inflation sicherer machen ist das Mindeste.