
Rund 400 Bewerbungen sind beim SWR für Eurovision Song Contest – Das Deutsche Finale 2027 eingegangen. Davon hat etwa jede zehnte die erste Auswahlrunde überstanden. Das hat der Sender auf Anfrage von ESC kompakt mitgeteilt. Damit sind aktuell noch rund 40 Beiträge im Rennen um das deutsche Ticket für Burgas. Während die Zahl der Einreichungen laut SWR auf Vorjahresniveau liegt, soll es qualitativ „besonders in der Spitze“ ein sehr starker Jahrgang sein.
Wie wir berichteten, hatte der SWR in der vergangenen Woche erste Absagen an die Bewerber*innen verschickt. Nun wissen wir auch, dass rund neun von zehn eine solche Absage erhalten haben oder noch erhalten werden. Denn von den rund 400 Bewerbungen haben es nur etwa zehn Prozent in die nächste Runde geschafft.
Von den 400 Einreichungen stammen 25 aus den Songwriting-Camps, die der SWR selbst veranstaltet hat. Diese Camps bewertet der Sender rückblickend ausdrücklich positiv: Sie seien „unabdingbar, um eine angemessene Anzahl an Bewerbungen hoher Qualität sicherzustellen“. Gleichzeitig ist es dem SWR wichtig zu betonen, dass alle Songs „nach denselben Kriterien bewertet“ worden seien, egal wo sie entstanden sind.
Bislang konnte man davon ausgehen, dass ausschließlich das fünfköpfige Musikteam um Jules Kalmbacher, Pele Loriano, Florian Müller, Celina Spanier und Lilly Behling die Beiträge für die nächste Auswahlstufe auswählt. Tatsächlich haben aber auch „Teile des ESC-Teams des SWR“ alle Bewerbungen angehört und bewertet. Die Auswahl der rund 40 Songs für die zweite Runde wurde entsprechend gemeinsam getroffen.
Bei der reinen Menge sieht der Sender keine große Veränderung zu 2026: Die Zahl der Einreichungen liege „ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres“. Gleichzeitig macht der SWR Hoffnung auf ein hochkarätigeres Deutsches Finale. Denn in Bezug auf die Qualität spricht er von einem „besonders in der Spitze“ sehr starken Jahrgang. Im Umkehrschluss heißt das: In der Breite dürfte sich wenig getan haben.
Abgesehen davon, dass das (hoffentlich) zutrifft, soll damit sicher auch Optimismus verbreitet werden. Denn im Rückblick auf den Vorentscheid im vergangenen Jahr konnten weder Sarah Engels beim ESC in Wien noch wavvyboi beim OGAE Second Chance Contest wirklich etwas erreichen. Ohne ein paar qualitative Ausreißer nach oben könnte Deutschland 2027 ein vergleichbares Schicksal ereilen. Gleichzeitig kann der Sender damit auch die Notwendigkeit der eigenen Songwriting-Camps erklären. Denn mit den Ergebnissen aus diesen Camps sei man „sehr zufrieden“.
Während in Bezug auf den Stand des internen Auswahlverfahrens nun also etwas mehr Transparenz herrscht, gilt das für den weiteren Zeitplan noch nicht. Wann die Acts für den Vorentscheid im Februar feststehen, ist laut SWR „intern noch in der Abstimmung“. Optimistisch zeigt sich der Sender aber in jedem Fall, denn Fans dürften sich „auf einen spannenden und vielseitigen ESC 2027 freuen“.
Überrascht Dich die Zahl von rund 400 Bewerbungen, oder hättest Du mehr erwartet? Glaubst Du dem SWR, dass es qualitativ in der Spitze ein starker Jahrgang ist, oder ist das eher Hoffnungsmache nach einem schwachen Vorjahr? Lass uns Deine Meinung in den Kommentaren da.
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Mal ’ne witzige rechtliche Frage:
Wäre Leslie Clios Tiefgaragen-Song eigentlich noch für 2027 startberechtigt? Er wurde ja schließlich nie in voller Länge veröffentlicht oder aufgeführt, sondern nur als Snippet.
Ernst gemeinte Frage – würde mich wirklich mal interessieren. Weiß da jemand mehr?
Leslie Clio hat sich mit der Aktion für eine ESC-Teilnahme disqualifiziert und außerdem will sie dort auch nicht wirklich auftreten. Außerdem habe ich seit dem nix mehr von ihr gehört.
Snippet ist auch nicht erlaubt, glaube ich.
Dazu passt der neue Artikel mit einigen Beispielen von Vorveröffentlichungen.
https://esc-kompakt.de/esc-asia-wird-der-mongolische-beitrag-light-von-beck-disqualifiziert/
Im Prinzip wäre es also wie bei Anouk.
Und wenn die Finalteilnehmer feststellen, sollte sich sofort über die VE Gedanken gemacht werden. Über die Inszenierungen, vielleicht mal darüber nachdenken ob man Barbara Schöneberger und dieses Gelabere auf einer Couch wirklich noch braucht. Und die Sendezeit nicht lieber den ESC-Kandidaten widmen, die man für das Gelabere einspart. Auch sollte man eine Abstimmung durchführen, bei den die Zuschauer über alle Kandidaten abstimmen können. 50% Juryvoting und 50% Televoting, wie beim ESC auch.
Vor allem dem Vorjahressieger (auch wenn ich „Fire“ nicht mag) den nötigen Platz einräumen und nicht so wie letztes Jahr, wo Abor & Tynna nur einige Sekunden zu sehen waren …
Absolut! Das sollte eigentlich Standard sein.
Die Gelabere ist wohl leider so von der ARD-Programmführung gewollt.
Ich habe nur noch ganz wenig Resthoffnung, dass das in naher Zukunft weniger wird.
Ich glaube das hat einfach auch etwas mit der Samstag-Abend-Show-Tradition von ARD und ZDF zu tun. Das um was es eigentlich geht wird immer eingebettet in eine Reihe von Elementen wie die Couch, Stargäste, etc. Bloß nicht zu spezifisch werden. Ein Rundumprogramm für die ganze Familie. Es soll für jeden was dabei sein. So nachdem Motto: falls dir die Mucke schon nicht gefällt soll man trotzdem umfangreich unterhalten werden. Und die Art der Gespräche sind dann auch eher seicht und unverfänglich mit Ausrutschern, die dann eben auch irgendwie immer dazu gehören.
Wenn die Gespräche auf der Couch wenigstens mal was mit dem ESC zu tun hätten. Oder wenn die Schwafelberger nicht ständig ihre totale Unwissenheit und ihr totales Desinteresse zur Schau tragen würde. Dann wäre es wenigstens halbwegs erträglich. Sie ist doch ne professionelle Moderatorin, ist es da zu viel verlangt sich für so ne Sendung angemessen vorzubereiten und zu recherchieren, wenn man nicht alles weiß? Gerade beim Thema ESC ist das gar nicht schwer.
Egal welche Sendung ich wann auch immer in der Vergangenheit Samstags bei ARD und ZDF gesehen habe, eines war immer so: es ging nie in den Gesprächen um das eigentliche sondern immer nur um oberflächliches Spaßgesülze, ein netter Plausch am Abend. Ich bin davon überzeugt, dass der ESC Vorentscheid für die nichts anderes ist als eine Spaß-Spiel-Show wie alle anderen Formate auch. Es gibt einen Wettbewerb und da ist es völlig irrelevant ob es um Musik, das laufende Band, das Glücksrad, Spiel ohne Grenzen oder was auch immer geht.
Ha, ha 25 Songs vom Song-Writing- Camp. Ist ja nicht überraschend und schon wieder einfach ein Geklüngel. Davon gehen dann mindestens 8 in den Vorentscheid. Macht doch einfach ein Camp und findet einen Song, das erspart anderen Künstlern, die sich Hoffnung machen und bestimmt auch besser sind, einiges an Energie und Enttäuschung.
Bisher gibt es keine Anzeichen von Geklüngel. 25 von 400 Bewerbern stammen aus den Camps. Dafür, dass sich „nur“ 375 andere beworben haben, können die Camps nichts. Und mehr wissen wir noch nicht. Wie viele Songs der letzten 40 aus dem Camp kommen, ist noch nicht kommuniziert worden.
Und wenn überproportional viele aus den Camps dabei sein sollten, ist das auch noch nicht zwingend Klüngelei. Wenn man davon ausgeht, dass in diesen Camps gezielt auf ESC-Tauglichkeit hingearbeitet wurde, ist das im Gegenteil sogar erwartbar. Rein objektiv gesehen. Auch wenn unsere bisherigen Erfahrungswerte aus 2026 natürlich trotzdem das Schlimmste vermuten lassen.
Marie Wegener haut auch gerade eine neue Nummer raus, die in dem Ausschnitt sehr kraftvoll rüberkommt. Freitag kommt der Song „Frau sein“ von ihr raus und würde sich vielleicht auch anbieten in der Auswahl zu sein. Allerdings kam von ihr dazu bisher keine Info.
https://www.instagram.com/reel/Deel_BEIRZo/