
Bewerbungen für die deutsche Teilnahme am Eurovision Song Contest 2026 werden inzwischen nicht mehr angenommen. Die offizielle Anmeldephase beim Sender SWR ist vorbei und bislang drang relativ wenig nach außen. Wer im Rennen um das ESC-Ticket nach Wien ist, wissen in erster Linie nur die Verantwortlichen beim Sender. Allerdings gab es in den letzten Tagen einige erste offizielle Bekanntgaben durch einige der Acts selbst. Könnte einer von ihnen Deutschland in Wien vertreten?
Im Vergleich zu den Vorjahren gab es dieses Mal für den deutschen ESC-Vorentscheid keine öffentliche Bewerbungsmöglichkeit. Stattdessen wurden gezielt Plattenfirmen, Managements und Künstler*innen aus einem professionellen Umfeld angefragt. Daher ist es auch relativ logisch, dass bislang (vergleichsweise) wenige Acts von ihren Vorentscheid-Plänen und Bewerbungen berichtet haben. So langsam tauchen aber die ersten Namen auf.
Direkt an uns herangetreten ist beispielsweise die Band CATCØRE. Gut getarnt hinter Katzenmasken kommen die vier Musiker*innen relativ mystisch daher und auch ihr Sound ist alles andere als gewöhnlich. Laut ihnen selbst klingen ihre Songs wie „melancholische Katzenschreie aus der Tiefe des Kratzbaums“. Im Alternative Avantgarde-Rock zuhause ziehen CATCØRE ihre Zuhörer*innen immer wieder in einen einzigartigen Bann.
Jetzt will die Band damit ganz Europa begeistern und sich zunächst einen Platz im deutschen Vorentscheid 2026 sichern. Mit welcher Nummer sich CATCØRE beworben haben, wissen wir nicht, doch sie selbst nennen Amy Winehouse und die Nine Inch Nails als kreative Vorbilder. Düster, dramatisch und melancholisch wollen sie die ESC-Zuhörerschaft mit einem speziellen und neuen Sound mitreißen. Auf Social Media gibt es mehrere Hörproben der Band.
Mit besonders viel TV-Erfahrung kann Jennifer Lynn punkten. Die Sängerin und Pianistin hat die 14. Staffel von The Voice Of Germany im vergangenen Jahr gewonnen. Gecoacht wurde sie dabei von Samu Haber, der bereits den finnischen ESC-Vorentscheid Uuden Musiikin Kilpailu moderierte. Jennifer wurde in den USA geboren und lebt inzwischen in Regensburg. Neben dem Gesang ist sie auf das Klavierspielen spezialisiert.
Auf Social Media deutete sie vor einigen Wochen bereits in der Instagram-Story ihr Interesse am deutschen ESC-Ticket an. Auf Nachfrage von ESC kompakt bestätigte sie (wenn auch zaghaft), dass sie gerne im kommenden Jahr in Wien dabei wäre. Aus ihren anfänglichen Andeutungen liest sich heraus, dass sich Jennifer bei den Verantwortlichen für den Vorentscheid 2026 beworben hat. Uns gegenüber sagt sie:
„Wenn alles passt und mein Song der Richtige ist, würde ich mich riesig freuen, Deutschland vertreten zu dürfen.
„
Wir bleiben bei der Castingshow The Voice, denn auch der Sänger EES hat seinen Hut in den deutschen ESC-Ring geworfen. Erst vor einigen Wochen wurde die Blind-Auditions-Performance des Musikers ausgetrahlt, die er bei der diesjährigen Staffel von The Voice Of Germany präsentierte. Leider schaffte EES es dabei nicht in die nächste Runde, doch vielleicht klappt es dafür ja mit der ESC-Teilnahme. Inzwischen gab er nämlich bekannt, sich für den Vorentscheid 2026 beworben zu haben.
Sogar das offizielle Bewerbungsvideo dafür postete EES exklusiv für seine YouTube-Kanalmitglieder. Während dieser Inhalt nicht für jede*n frei zugänglich ist, berichtete er in der Instagram-Story über die Einreichung und seinen inzwischen zwölften (!) Versuch, es in die deutsche Vorentscheidung zu schaffen. Dabei verrät er unter anderem, dass er sich mit einem „super emotionalen und deepen Song“ beworben habe. Weiter heißt es:

Wir berichteten bereits in den letzten Jahren über EES‘ Bemühungen, es zum deutschen Vorentscheid zu schaffen. Bislang hat es nie für einen Platz in der Auswahlshow gereicht, obwohl der Musiker schon viele Erfolge verbuchen konnte. EES wurde in Namibia geboren und ist dort seit Jahren ein gefeierter Star. Afrikanische Einflüsse können in seiner Musik, die dank Reggae, Afro-Pop und Hip-Hop-Elementen an Culcha Candela oder SEEED erinnert, herausgehört werden. EES gewann bereits die Castingshow X-Factor gemeinsam mit seiner Yes-JA! Band.
Welche Bewerbungen überzeugen Dich bisher am meisten? Wen möchtest Du für Deutschland auf der ESC-Bühne in Wien sehen? Lass uns gerne Deine Meinung da.
Über diese Bewerbungen aus Deutschland für den Eurovision Song Contest 2026 haben wir bislang berichtet:
- „Berlin Song Fest“ Teil 1 mit Diego Federico, Annette Pfab und Julian Pförtner
- „Berlin Song Fest“ Teil 2 mit LEOPOLD, Nick Howard und YUILA
- Juan Geck
- WAIT! WHAT?
- „Berlin Song Fest“ Teil 3 mit Basti Schmidt, Katja Oseloff, Molly Skinn und Luna Isa
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