Deutschland beim ESC 2026: Auch diese „Berlin Song Fest“-Teilnehmenden wollen nach Wien

Bild: Molly Skinn – Instagram @itsmollyskinn

Die Bewerbungsphase für den Eurovision Song Contest 2026 ist vorbei – zumindest die für das deutsche Ticket nach Wien. Der SWR hat (ohne öffentlichen Aufruf oder jegliche Werbung) Künstler*innen eingeladen, sich mit einem geeigneten Song zu bewerben. All zu viele Acts haben bislang noch nicht verraten, ob sie ihr Glück für Deutschland 2026 versuchen wollen. Doch wie berichtet waren wir im August beim Berlin Song Fest dabei und stellen nun weitere Acts daraus vor, die es zum ESC schaffen wollen.

Nach dem großen Erfolg des Berliner Songwritingcamps im Frühjahr 2025 legte das Organisationsteam bereits im August diesen Jahres nach. Geführt von Camp-Manager Marcel Schicken und dem norwegischen Produktionsstudio The Woods wurde im Sommer zu der zweiten und dritten Ausgabe des Berlin Song Fest, kurz BSF, eingeladen. Darunter waren auch einige Namen, die man im ESC-Universum bereits kennen dürfte.

Allen voran versucht Basti Schmidt im nächsten Jahr, das deutsche ESC-Ticket zu ergattern. Der Sänger kann auf eine breit gefächerte Castingshow-Erfahrung zurückblicken. 2020 ging er als Sieger aus der Show Famemaker hervor, zwei Jahre später beeindruckte er Jury und Zuschauende bei The Voice Of Germany, wo er sich bis ins Finale performte. Zudem hat Basti bereits versucht, San Marino beim ESC zu vertreten.

Während seiner Zeit bei The Voice gab es einige ESC-Referenzen von Basti. So sang der Musiker im Finale beispielsweise mit Conchita Wurst (siehe unten). Über Bastis Einreichung für Deutschland im kommenden Jahr ist noch nichts bekannt. Diese Woche erscheint jedoch seine neue Single „The Chosen Ones“, welche theoretisch die potenzielle ESC-Nummer sein könnte.

ESC-Berührung hatte aber auch die BSF-Teilnehmerin Katja Oseloff bereits. Zumindest im allerweitesten Sinne, denn ihre Schwester, Susan Oseloff, war die erste deutsche Teilnehmerin am Junior Eurovision Song Contest – jemals! Mit „Stronger Than You“ schaffte es Susan 2020 zwar nur auf den letzten Platz für Deutschland, doch wie es sich auf der großen internationalen Bühne anfühlt, hat sie ihrer Schwester anschließend sicher ausführlich berichtet.

Katja selbst hat beim Songwritingcamp eine DarkPop-Nummer mit RnB-Elementen produziert. Sie arbeitete unter anderem mit Udo Mechels und dem Norweger Jonas Jensen zusammen (siehe unten), der zum Team des Produktionsstudios The Woods gehört, welches das BSF mitorganisiert. Katja arbeitet übrigens als Vocal Coach in Berlin und hatte sich bereits für das diesjährige deutsche ESC-Ticket bzw. für Chefsache ESC 2025 beworben, wie sie auf Social Media berichtete.

Katja Oseloff beim Berlin Song Fest – mit Udo Mechels (l.) und Jonas Jensen (r.)

Eine der wohl schrillsten Teilnehmerinnen der beiden Berlin Song Fest-Ausgaben im August war Molly Skinn. Die gebürtige Ukrainerin hat uns verraten, dass sie mehrere Songs im K-Pop/Hyperpop-Stil geschrieben und produziert hat, die sie für ESC-geeignet hält. Im Endeffekt hat es ihr eine der entstandenen Nummern aber besonders angetan. In dieser geht es um Katzen, die Molly scheinbar generell sehr mag (Aufmacherbild).

Molly Skinn überzeugt jedenfalls mit einem ungewöhnlichen Underground-Look, der spielerisch und mysteriös zugleich wirkt. Während sie auf Social Media vor allem Songs covert, haben die Nummern, die im Camp entstanden sind, eine eigene, unverkennbare Note. Molly kann sich zwar vorstellen, die Ukraine zu vertreten (siehe unten), hat sich jedoch auch für die deutsche Vorentscheidung beworben, da sie inzwischen seit vielen Jahren in Deutschland lebt und seit dem Angriffskrieg auf die Ukraine auch nicht mehr in ihrem Heimatland war.

Ein echter Geheimtipp unter den Acts aus dem BSF ist Luna Isa. Die Musikerin aus Mönchengladbach kann bereits knapp 500.000 monatliche Hörer*innen auf Spotify vorweisen und hat mit DJ Tiscore einen echten Streaminghit gelandet. Der gemeinsame Song „Highs In My Dreams“ (siehe unten) wurde bereits über 34 Millionen Mal gestreamt! Für den deutschen ESC-Vorentscheid hat Luna Isa einen Song eingereicht, der ebenfalls in die House/Dance-Richtung geht.

Nachdem das dritte Berlin Song Fest abgeschlossen war, wurde allen Acts geraten, ihre Demoversionen weiterzuentwickeln. Teilweise sind die Musiker*innen hierfür ins Ausland gereist, um ihre Songs zu perfektionieren. Inzwischen wurden mindestens ein Dutzend der finalen Songs aus dem BSF offiziell beim SWR eingereicht, die nach der ersten Sichtung von internationalen Panels bewertet werden sollen.

Währenddessen arbeitet das BSF-Team bereits an den nächsten Ausgaben des Songwritingcamps. Für 2026 sind die vierte und fünfte Ausgabe des Camps in Berlin geplant, wofür sich interessierte Musikschaffende bereits jetzt anmelden können. Auch die Verantwortlichen des SWR werden zu den Camps 2026 eingeladen, da die Erfahrung aus anderen Ländern zeigt, wie effizient und wertvoll die direkte Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Rundfunk sein kann.

Welche Teilnehmenden des Berlin Song Fest haben Dich bisher am meisten überzeugt? Kannst Du Dir einen der vorgestellten Acts für Deutschland beim ESC vorstellen? Lass uns gerne Deine Meinung da.



Entdecke mehr von ESC kompakt

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

55 Comments
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Lissi666
Lissi666
5 Monate zuvor

Als Metal and Goth-Girl gibt es nur eine Antwort: Ganz eindeutig: Molly Skinn

Matty
Matty
5 Monate zuvor

Das sind interessante Neuigkeiten und es wäre schön, wenn einer der Genannten im nächsten Jahr am Vorentscheid dabei wäre.

jofan2602
jofan2602
5 Monate zuvor

Ich hoffe der SWR hat noch was besseres im Petto als die Namen, die da jetzt genannt worden sind. Sonst sehe ich fürs nächste Jahr schwarz.

J. Freizeit
J. Freizeit
5 Monate zuvor
Reply to  jofan2602

Aha…

4porcelli
4porcelli
5 Monate zuvor
Reply to  J. Freizeit

Wo er sonst so optimistisch ist.

Momo
Momo
5 Monate zuvor
Reply to  4porcelli

🤭

Anmey
Anmey
5 Monate zuvor

Die Frage ist ja, ob die genannten Namen die Kriterien des SWR überhaupt erfüllen. Ich persönlich bin nach wie vor kein großer Fan von Songwritingcamp-Ware und könnte im VE gut darauf verzichten.

jofan2602
jofan2602
5 Monate zuvor
Reply to  Anmey

Rein Theorethisch würde der Schmidt schon mal ein Kriterium erfüllen. Denn auf der Bühne stand er schon mal. Trotzdem, würde ich eher auf ihn verzichten wollen.

J. Freizeit
J. Freizeit
5 Monate zuvor
Reply to  Anmey

Wäre es dir lieber das potentielle Künstler auf Nachfrage des Label einen Album-Track einreichen?

Anmey
Anmey
5 Monate zuvor
Reply to  J. Freizeit

Optimalerweise natürlich ihre aktuelle oder nächste Single. Ich glaube nicht, dass ESC-Songs unbedingt für den ESC geschrieben sein müssen. Mir haben die deutschen VEs von 2013-2016 sehr gut gefallen.

floppy1992
Mitglied
floppy1992
5 Monate zuvor
Reply to  Anmey

Extra für den ESC geschrieben sein müssen sie nicht, mit Blick auf den ESC ausgesucht werden sollten sie aber schoin – und daran hat es gerade in der von dir genannten Zeitspanne leider oft gefehlt.
Mit Blick auf die ESC.Tauglichkeit sind VEs seit 2018 mit Ausnahme von 2022 (wir wissen, warum) und ein wenig auch diesem Jahr besser geworden, zumindest meiner Meinung nach.

Anmey
Anmey
5 Monate zuvor
Reply to  floppy1992

Absolut. Das ist auf jeden Fall eine sehr positive Entwicklung des NDR gewesen.

Nils
Nils
5 Monate zuvor
Reply to  J. Freizeit

Wenn der Album-Track taugt und nicht bloß Füllmaterial ist … wieso nicht? Oft genug sind bei etablierten Acts auch die Album-Tracks noch besser als die Singles strugglender Newcomer, weil der Erwartungsdruck höher ist.

rainer1
rainer1
5 Monate zuvor
Reply to  Anmey

Diese songwritingcamps werden in der schweiz seit jahren erfolgreich durchgeführt. Songs wie “ the code“ , “ tout l‘ univers“, “ répondez-moi“ oder watergun sprechen doch eindeutig für diese vorgehensweise.

Anmey
Anmey
5 Monate zuvor
Reply to  rainer1

Wie gesagt, es geht mir nur um meinen persönlichen Geschmack. Natürlich sind Songwritingcamp-Songs (vor allem bei den Jurys) erfolgreich gewesen und natürlich gefallen mir auch einige, sogar teilweise sehr gut. Trotzdem glaube ich nicht, dass es eine gute Entwicklung ist, wenn die Hälfte aller VE-Songs von den immer selben Leuten in diesen Camps geschrieben werden.

rainer1
rainer1
5 Monate zuvor

Basti Schmidt, der Tudor Bumbac von Deutschland. 😉

Last edited 5 Monate zuvor by rainer1
J. Freizeit
J. Freizeit
5 Monate zuvor
Reply to  rainer1

Hat jetzt Daniel Schuhmacher abgelöst 😉

Rainer Knuth
Rainer Knuth
5 Monate zuvor

Von den Beschreibungen könnte ich mir alle Künstler vorstellen beim ESC. Ohne eine einzige Melodie gehört zu haben, wäre dies jedoch ein Schuss ins blaue irgendjemand hervorzuheben, denn der Song ist entscheidend beim ESC.

jofan2602
jofan2602
5 Monate zuvor
Reply to  Rainer Knuth

Fragt sich nur, ob der SWR die bisher genannten Namen überhaupt in Betracht zieht. Ich halte von solchen Camps gar nix. Ist wie Malen nach Zahlen. Ein Künstler der wirklich was drauf hat, braucht solche Camps nicht.

Last edited 5 Monate zuvor by jofan2602
Hieronymus
Hieronymus
5 Monate zuvor
Reply to  jofan2602

Richtig

Rainer Knuth
Rainer Knuth
5 Monate zuvor
Reply to  jofan2602

Wir suchen hier das beste und auch ein etablierter Künstler ist keine Garantie für ein Erfolg beim ESC. Ich bin dafür alle Möglichkeiten zu nutzen die den ESC Song verbessern könnten.

Auch die alten Künstler die etwas drauf haben, haben mal angefangen und waren sicherlich um jede Hilfe dankbar. Die Camps sind ja nicht speziell für den ESC soweit ich mitbekommen habe, sondern mehr für Künstler die gerade anfangen im Musikbusiness.

jofan2602
jofan2602
5 Monate zuvor
Reply to  Rainer Knuth

Der SWR sollte Künstler zur VE zulassen, die in der Lage sind ihre Songs selbst zu schreiben, die dafür kein Camp benötigen. Das wäre schon mal ein Zeichen von Qualität.

J. Freizeit
J. Freizeit
5 Monate zuvor

Ich les hier wieder „minimi, Songwriting-Camps sind doof“ aber wenn es vom SWR kein Stück Öffentlichkeitsarbeit gibt, sollten wir lieber dankbar sein, dass sich überhaupt Menschen hinsetzen und sowas organisieren.

floppy1992
Mitglied
floppy1992
5 Monate zuvor
Reply to  J. Freizeit

Ich glaube, die meisten, die hier rummotzen, wissen gar nicht, wie viele Songs, welche sie in den letzten Jahren abgefeiert haben, aus Songwritingcamps stammen. 🙂

jofan2602
jofan2602
5 Monate zuvor
Reply to  J. Freizeit

So lange die meinem favorisitierten Act, Helene Fischer featuring Sido, Featuring Tote Hosen nicht den Platz wegnehmen können sie gerne mitmachen.:)

4porcelli
4porcelli
5 Monate zuvor
Reply to  jofan2602

Ich dachte, Do wolltest Vanessa Mai ft Nemo

Nils
Nils
5 Monate zuvor
Reply to  4porcelli

Dabei wird es doch Il Volo feat. Gracia.

jofan2602
jofan2602
5 Monate zuvor
Reply to  4porcelli

Die sind mir zu kommerziell.:)

cars10
cars10
5 Monate zuvor

Wir können also getrost davon ausgehen, daß keiner der hier Genannten beim VE sein wird.

Warum?
-Seht-mich-an-.-Ich-bin-gaaaanz-toll-und-überhaupt-,-jetzt kennt-man-meinen-Namen-.-
Etwas zu sehr ich-bezogen sind die mir alle.

Basti, ja Basti, alles hier viel zu gewollt und anstrengend. Hab ihn mal beim EC Clubtreffen gehört, die Zeiten solcher Acts sind vorbei. Hoffentlich.

elkracho
Mitglied
elkracho
5 Monate zuvor

Kannst Du Dir einen der vorgestellten Acts für Deutschland beim ESC vorstellen?

„Support your local Heroes“ ist mein Motto.
Deshalb Luna Isa.

Hieronymus
Hieronymus
5 Monate zuvor

Musikalisch finde ich Molly Skinn interessant. Aber bitte weniger K-Pop Style und mehr Goth.

Der Rest ist nicht meins.

Biobanane (zurück in D)
Biobanane (zurück in D)
5 Monate zuvor
Reply to  Hieronymus

Gibt es da auch Links, ich habe nichts gefunden.

floppy1992
Mitglied
floppy1992
5 Monate zuvor

Ich tatsächlich auch nicht.
Ich dachte schon, ich wäre bescheuert 😉

ESC1994
ESC1994
5 Monate zuvor

Hier bin ich mit meinem Tee-Stand. Welchen Tee wollt ihr beim Abwarten trinken?? 😁🍵

Shamso
Shamso
5 Monate zuvor
Reply to  ESC1994

Goldrutenkrauttee! Der ist so bitter, dann wird der Song definitiv freudig erwartet.

Malge1985
Malge1985
5 Monate zuvor
Reply to  ESC1994

Schwarztee ist ja leider schon ausverkauft und Espresso Macchiato gibt es anscheinend auch nicht. 🫣🫣🫣 Da nehme ich halt ein Grüntee. 🙂

ESC1994
ESC1994
5 Monate zuvor
Reply to  Malge1985

Ähm, ich hätte hier Schwarztee. Was hättest denn gerne?? Ostfriesentee, Earl Grey oder Darjeeling?? 😁

Malge1985
Malge1985
5 Monate zuvor
Reply to  ESC1994

Ich bleibe lieber bei Grüntee. Grün ist ja Farbe der Hoffnung. 😀

Momo
Momo
5 Monate zuvor
Reply to  ESC1994

Irgendein Yogitee. Da stehen immer so tiefgründige Sprüche drauf. 🤭

ESCFan12
ESCFan12
5 Monate zuvor

Ich sag Mal so, es lag bei uns seltenst an den Sänger*innen/Bands. Meistens war der Song nicht 100%.
Nichts gegen „Baller“ aber ich glaube Abor&Tynna hätten mit einem epischen Song ganz vorne mitgespielt.

Wenn ich ehrlich bin war das auch mein Kritikpunkt an der Raab – Offensive, er hatte sein USP damit verschenkt, das er lediglich Juror war und so nicht mit Herzblut mitgemischt und ggbfs. komponiert hat. Ich meine sogar, dass er nicht mal alle Lieder mit sortiert hat.

Somit sind Songwriter*innencamps erst einmal eine gute Sache, wenn starke Produzent*innen dabei sind, die eine Varianz zeigen und halt nicht im Bereich von eingängiger Popmusik bleiben (wobei das hin und wieder ja auch greift).

Ich hoffe dieses Jahr sind ein paar Acts und Songs dabei, die uns vom Hocker hauen. 🙂

floppy1992
Mitglied
floppy1992
5 Monate zuvor
Reply to  ESCFan12

Naja, der ESC ist für Raab als Komponist inzwischen wohl doch ein paar Nummern zu groß.
Neben seinen Blödel-Nummern kann er eigentlich nur so 70s-Funkpop; „Can’t Wait Until Tonight“ sticht da ein bisschen raus, aber das würde so heute auch nicht mehr reichen.

ESC Jul
ESC Jul
5 Monate zuvor
Reply to  ESCFan12

Ich hätte sehr gerne Babylon beim ESC gesehen. Andererseits glaube ich aber, dass man mit Baller zumindest aus kommerzieller Sicht alles richtig gemacht hat. Schließlich war es charttechnisch der größte Hit seit Satellite

Last edited 5 Monate zuvor by ESC Jul
ESC Jul
ESC Jul
5 Monate zuvor

Ich bin schon sehr gespannt, ob es eines dieser „Produkte“ am Ende in den Vorentscheid schafft. Erfahrungsgemäß kann ich meistens mit solchen Songs nicht viel anfangen. Ausnahmen bestätigen die Regel. Wie man anhand vieler erfolgreicher Songs der letzten Jahre sieht, kann das aber ein Erfolgsrezept sein. Wenn mir Songs nicht gefallen, suche ich mir dann halt andere Songs zum unterstützen

Last edited 5 Monate zuvor by ESC Jul
Jakub 💪 Jerusalem 2027 🌪 🌅 🎁
Jakub 💪 Jerusalem 2027 🌪 🌅 🎁
5 Monate zuvor

Tja, … 🌫 🌨 ❄ ☃ 🌁

bellamarcella
bellamarcella
5 Monate zuvor

Ich glaube, ich gehe mal auf einige Kommentare ein. Finde es lustig, wie man Artists zerreißt, ohne die Songs zu kennen. Auch ohne den Background zu kennen. 🙂

Alle genannten Artists von den BSF 1 – 3 Artikeln und darüber hinaus sind mega talentiert und professionell. Größtenteils Newcomer aber mit viel Potenzial für eine große Karriere. Persönlich sehe ich den ESC wie Pele Loriano, als ESC Scouting, um auch viele unbekannte Gesichter eine Möglichkeit zu geben durch Songwriting Camps das Beste rauszuholen. Und diese Camps sind speziell für den ESC geschrieben, aber das heißt nicht, das diese Songs zum ESC am Ende auch passen. Dementsprechend kann es sein, das einige Songs ganz normal veröffentlicht werden oder andere Artists pitchen die Songs. Außerdem sind alle Artists in den Sessions mit dabei und die Songs werden speziell für die Artists auch vor Ort kreiiert. Also es wird weder ein vorhandener Song den Artists vor die Nase gesetzt, noch schmeißen die Songwriter ihre Textzeilen in die Mitte und schauen, was man da zusammensetzen kann.

Alle Artists entsprechen auch den Anforderungen für den SWR, ansonsten wäre eine Bewerbung nicht möglich. Musicals, Support-Acts für größere nationale & internationale Artists, Auftritte im TV, Tour, Auftritte vor 1000en Zuschauer, Album-Releases usw. Alles vorhanden, manche mehr, manche weniger. Aber alle können etwas professionelles aufweisen. Das professionelle Umfeld ist vorhanden.

Es gibt leider nur zwei deutsche Songs. Sind im Deutsch Pop / Deutsch Pop-Rock. Ansonsten gibt es noch Country, Cyber Punk, EDM, Folk, Euro Pop, K-Pop / Hyperpop / Goth, 80s Pop uvm.

Außer The Woods gibt es nicht so viel (VE-) ESC-Bezug. Emma Gale (CRO 2025), Liam Geddes (LAT 2024), Kevin Lehr (GER 2023), Alan Roy Scott (AZE 2020). Die ca 100 anderen Teilnehmer haben bisher gar keinen ESC-Bezug. Also relativ frische, talentierte Gesichter national und international. Also es ist nicht so, dass wir da halb Schweden mit den bekannten Namen hatten. Zumal ich persönlich die Musikszene in Deutschland fördern möchte. Deswegen sollen auch ca 50 % der Teilnehmer aus den DACH-Ländern kommen.

Und ob Songs reinkommen oder nicht, keine Ahnung. Ich bleibe da auch neutral, auch wenn ich viele Songs super finde für den VE & ESC. Auch wenn jetzt kein Song reinkommt (was hier wohl einige abfeiern würden?! warum auch immer…), dann wäre es so. Zumal auch einige Songs in anderen Ländern eingereicht worden. Jedenfalls sind die Artists mega happy. Es wird immer wieder Releases geben. Evtl auch Plattenverträge. Die Nachfrage für die Camps ist mega gut!
Auch wenn kein Songs reinkommen sollten, geht die Reise weiter. Evtl auch mit Songwriting Camps, die andere Themengebiete haben als den ESC. Weil mir macht es auch persönlich mega viel Spaß. Wenn die Artists auch ohne ESC-Bezug durch das Camp eine Karriere starten, freue ich mich genauso!

Für die, die schon den Prayer Circle gestartet haben, damit bloß kein Camp-Song reinkommt. Einfach den Text hier ignorieren. Geht für mich auch klar! 🙂

Für die, die Fragen haben, immer gerne her. 🙂

Daniel Fabian Maier
Daniel Fabian Maier
5 Monate zuvor
Reply to  bellamarcella

Prayer Circle für dich dass es viele Songs in die Vorentscheidung schaffen . ☆

Mikusch1103
Mikusch1103
5 Monate zuvor
Reply to  bellamarcella

Ich verstehe diese negative Stimmung auch nicht. Selbst wenn es keine Songs aus dem Camp weit schaffen würden, es ist einfach eine tolle Möglichkeit für Musiker, sich zu vernetzen, und gemeinsam Musik zu entwickeln. Auch wenn es am Ende nicht zum ESC geht. Was daran so negativ gesehen wird erschließt sich mir nicht, leben und leben lassen sollten sich einige hier mal zu Herzen nehmen…

Ich finde es gut was du da auf die Beine gestellt hast. Klar ist nicht für jeden was dabei, aber das ist ja auch total okay.

jofan2602
jofan2602
5 Monate zuvor
Reply to  bellamarcella

Wenn die Künstler was drauf hätten oder groß talentiert wären, dann bräuchten sie keine Songwritingcamps. Gute Künstler machen ihre Musik von selbst.

Mikusch1103
Mikusch1103
5 Monate zuvor
Reply to  jofan2602

Mal ganz platt gefragt, ist Nemo für dich nicht talentiert? Ich spreche dir ja gar nicht ab dass du die Musik nicht mögen kannst, ist ja alles Geschmackssache, aber alle Teilnemer von Songwritingcamps gesammelt als untalentiert abzustempeln finde ich gewagt, und ehrlich gesagt ziemlich daneben.

byJannik
byJannik
5 Monate zuvor

Ich freue mich, hier wieder Namen wie Bast Schmidt und Susann bzw. Katja Oseloff zu lesen. Überzeugen kann mich das aber trotzdem noch nicht ganz. Versteht mich nicht falsch, Potenzial ist natürlich da, aber um mir eine richtige Meinung zu bilden, muss ich einfach den Song kennen. Ansonsten wirken die bisherigen Releases halt eher amateurhaft und das ist gar nicht böse gemeint, aber gerade, wenn ich mir anschaue, womit sich z. B. Basti Schmidt die letzten Jahre noch für San Marino beworben hat, eieiei… aber ich denke, das Camp könnte da natürlich geholfen haben.

Ansonsten bin ich gespannt, wer sich sonst noch beworben hat. Eigentlich mochte ich die Entwicklung der letzten Jahre, weg von völligen No-Name-Newcomern, von denen man noch nie etwas gehört hat – also Acts wie Jendrik oder Carlotta und Laura von den S!sters, zu bereits gesignten Künstlern wie Malik Harris, ISAAK und Abor & Tynna, die den ESC dann auch als echte Plattform nutzen konnten und heute noch weiter erfolgreich neue Musik veröffentlichen und vielleicht ist der Plan vom SWR, auch genau das weiter zu fördern. Trotzdem würde ich mir gern von allem etwas im Vorentscheid wünschen und dann möge (in der Theorie) das beste Gesamtpaket gewinnen.

Der Thoddy
Der Thoddy
5 Monate zuvor

Bitte diese Gruppe für uns beim ESC 2026 – D.A.N.K.E. (catchy und ein sehr schönes Thema) ….leider über 3 Minuten zu lang.

Der Thoddy
Der Thoddy
5 Monate zuvor

Luna Isa oder auch Molly Skinn kann ich mir als sehr gute Vertreter Deutschlands vorstellen. Mag ich hören !

Stefan
Stefan
5 Monate zuvor
Reply to  Der Thoddy

Also ich muss das einfach mal los werden. Deutschland mit seinem bisherigen Jammer Pop, nachgeäfften deutsch Rap und gleich klingenden Schlager wird im Ausland wo ich lange gelebt habe nur belächelt. Songs müssen mit Können und Herzblut geschaffen werden. Niemals in irgendwelchen Camps. Ausländische DJs kennen gar keine deutschen Songs außer Rammstein. Das ist traurig aber wahr. Wenn hier so eine Molly favorisiert wird kann man nur den Kopf schütteln. Es geht nicht um Geschmack, sondern um internationale Qualität. Ich hoffe der SWR hat das nach den ganzen Pleiten erkannt und stiebt das ganze billige Klassenfest Niveau gnadenlos aus. Es wird über Deutschland schon genug gelacht in der Welt. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Leider nennt sich jeder heute der Laptop und Musikprogramm hat Produzent. 🙉🙉🙉

jofan2602
jofan2602
5 Monate zuvor
Reply to  Stefan

Abor & Tynna mit Baller war kein Jammerpop. In einem gebe ich dir aber Recht: Talentierte Künstler brauchen kein Songwritingcamp.

sunriseheaven69
sunriseheaven69
5 Monate zuvor

Ralph Siegel wird wohl für Christian Jährig ein Liedchen geschrieben haben.DSDS Sieger 2024.