
Deutschland bekam im Televoting des Eurovision Song Contest 2026 bekanntlich keinen einzigen Punkt. Ein Blick in die detaillierten Ranglisten zeigt nun, wie knapp – oder eben wie weit – Sarah Engels mit „Fire“ tatsächlich von Punkten entfernt war. Die ernüchternde Antwort: Nur in Luxemburg fehlte wirklich wenig. Chancen hätte es sonst noch in Österreich und der Schweiz gegeben.
In Luxemburg landete Deutschland auf Platz 11 im Televoting. Ein einziger Rang weiter oben hätte gereicht, um wenigstens einen Punkt von den Zuschauern zu erhalten. Auch Österreich und die Schweiz bewerteten den deutschen Beitrag vergleichsweise wohlwollend, allerdings jeweils nur auf Platz 13. Damit zeigt sich: Am besten funktionierte Deutschland noch dort, wo Sarah Engels als Künstlerin am ehesten bekannt ist oder zumindest sprachlich-kulturell anschlussfähig war.
Außerhalb dieses Raums wird das Bild schnell deutlich schwieriger. Überraschend solide schnitt Deutschland noch in Israel und Italien ab, wo jeweils Platz 15 erreicht wurde. Danach folgen Albanien auf Platz 17 und Griechenland auf Platz 18. Das reicht alles für ein etwas besseres Mittelfeld im jeweiligen Land – aber eben nicht einmal annähernd für Punkte.
11. Platz – Luxemburg
13. Platz – Österreich, Schweiz
15. Platz – Israel, Italien
17. Platz – Albanien
18. Platz – Griechenland
19. Platz – Armenien, Bulgarien
21. Platz – Malta, Moldau, Rumänien, Zypern
22. Platz – Aserbaidschan, Belgien, Frankreich, Norwegen, Vereinigtes Königreich
23. Platz – Dänemark, Polen, Portugal, Ukraine
24. Platz – Australien, Finnland, Litauen, San Marino, Schweden, Tschechien
25. Platz – Estland, Georgien, Lettland, Montenegro, Rest of the World
Besonders bitter wird der Blick ans Tabellenende. In Estland, Georgien, Lettland, Montenegro und beim Rest-of-the-World-Voting landete Deutschland jeweils nur auf Platz 25. Gerade Letzteres ist bemerkenswert: Selbst bei den internationalen Online-Votes außerhalb der teilnehmenden Länder konnte Deutschland nicht vom dem letzten Platz lösen.
Damit bestätigt sich ein Eindruck aus dem Finale: Deutschland wurde nicht aktiv abgestraft, sondern schlicht kaum wahrgenommen. Der Beitrag fand im Televoting fast nirgends ausreichend Unterstützung, um in Richtung Top 10 zu kommen. Selbst die besten Ergebnisse blieben unterhalb der Punktegrenze.
Welche Länderplatzierung überrascht Dich am meisten? Hättest Du gedacht, dass Deutschland ausgerechnet in Luxemburg am nächsten an Punkten dran war? Und welche Schlussfolgerungen könnten die Verantwortlichen beim SWR aus diesem Ergebnis ziehen? Lass uns Deine Meinung in den Kommentaren da.
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Können wir auch mal darüber bitte reden, wie schlecht Thorsten Schorn uns dieses Jahr durch den ESC geführt hat?! 🙁
Oh ja, das war ne Katastrophe!! Lustlos, schlecht vorbereitet (Künstler und Songs falsch ausgesprochen) und einige richtig unlustige Wortspiele. 🙄
Oh ja…. Ich hab nach den Opening auf den YouTube Stream geschaltet. In den Semis ging mir Thorsten schon mächtig auf die Nerven. Vor Allem das er sich nicht kurz halten konnte. Redet fast noch in den Beiträgen rein. Sein ständiges geplappere beim Opening hat mir den Rest gegeben. Zum Glück gibt’s ja Alternativen….
Thorsten Schorn war in Hochform und darüber gibt es nichts zu diskutieren.
Was diskutiert wird, entscheidest nicht du. Halt dich zurück.
Der Schorn war noch mit das Beste an dem ganzen gestrigen Trauerspiel. Ohne seine witzigen Kommentare wäre der Mist absolut unerträglich gewesen.
Also wenn der Schorn für Dich das Beste und der Rest nur Mist war, dann würde ich an Deiner Stelle den ESC nicht mehr schauen.
Ich fand den Rest sehr gut aber den Schorn unterirdisch. Der Herr kann gerne ausgetauscht werden.
Diskutieren kann (und sollte) man immer. Ich fand ihn jetzt aber auch nicht so schlimm…
Ich fand es auch ganz schlimm, z. B. „Das Lied zum Muttertag“ zu Albanien … 🤢
Das war dieses Jahr besonders schlecht. Besonders bei der Punktevergabe konnte er einfach nicht den Schnabel mal halten.
Deswegen schaue ich ESC immer im offiziellen Kanal, nie im ARD. da bin ich traumatisiert …
Freue mich schon auf die DVD.
Ich fand den auch ganz schlimm. Vor allem bei der Bekanntgabe des Televotings: Da hätte ich gerne in Ruhe gehört, wie viele Punkte die jeweiligen Länder bekommen. Aber der redete die ganze Zeit rein.
Das hat mich auch am meisten aufgeregt: Ein Land nach dem anderen bekommt Televoting-Punkte (oder auch nicht), und Thorsten Schorn erzählt nur lang und breit, wie sympathisch alle Sarah fanden und interessiert sich überhaupt nicht dafür, was da gerade eigentlich passiert.
Hatte auch das Gefühl, dass sich sein Kommentar an Leute richten sollte, die den ESC ironisch gucken und über jeden Beitrag einen spöttischen Kommentar hören wollen. Es kam ja fast nach jedem Song irgendwas Abwertendes. Fand ich irgendwann richtig unangenehm, zumal es ja auch selten mal halbwegs lustig war. Bitte mal über eine Alternative nachdenken, lieber SWR.
Tim Frühling hatte das damals als Peter Urban-Ersatz ganz gut gemacht.
Thorsten Schorn/Barbara Schöneberger – auf Augenhöhe!
Wahre Experten!
Ohne Kommentar
Ich fand den super. Er führt eigentlich Peter Urban gut fort.
In Luxemburg, Österreich und der Schweiz kennen einige Sarah halt aus dem deutschen Fernsehen welches da oft geschaut wird. Außerhalb war sie dagegen nur die gefühlt tausendste Hupfdohle die einen billigen Tanzschlager singt. 🤷
Immerhin kann man es sich dieses Jahr nicht schönreden dass man halt „Pech“ hatte, wenn man die genannten Ausmahmen weglässt ist der Song einfach komplett durchgefallen!!
Leider erwartbar gewesen.
🤗 Wo ist das Problem – Sarah hat die viertbeste deutsche Platzierung seit Wien 2015 geholt, und das sollte man würdigen und feiern! 🎉 🥳 🇩🇪 🎊
Nerv nicht
Ernst gemeinte Frage:Wo war denn gestern der Delegationsleiter? Den habe ich gestern überhaupt nicht gesehen. Man kann ja von der Wolflast halten was man will, aber die war wenigstens präsent.
Seit wann ist Delegationsleiter sein ein Job für die Öffentlichkeit?
Die Wolflast hat sich eigentlich fast immer gestellt. Wer war der diesjährige Delegationsleiter nochmal? Ich habe den nie wahrgenommen.
Televotingpunkte aus Luxemburg sollten normalerweise die leichteste Übung für einen deutschen Beitrag sein.
Jetzt waren halt 10 Luxemburger/innen zur falschen Zeit auf der Toilette, dass es nicht gereicht hat. ^^
Vielleicht waren sie selbst frustriert nicht im Finale zu sein…🤔
thorsten schorn gestern „max mutzke war 8. platz 2005“, es war 2004!!!
Und es war nicht mal der einzige Fehler. Sorry aber die Leute haben sehr viel Zeit, sich richtig entsprechend vorzubereiten. Texte kann man vorher noch mal durchgehen, wenn nötig und Schorn hat doch einen Assistenten in der Kabine (der Mann, der ein kleines Buch über den ESC veröffentlicht hat). Da kann mal auch weniger Fehler und bessere Texte von einem Kommentator verlangen, der schließlich auch dafür für den Job gut bezahlt wird und einen schönen Urlaub jedes Jahr dazu kriegt. Und die deutsche Delegationschefin könnte sich auch mal für ein Statement hier her trauen, finde ich, besonders in ihrem ersten Jahr. Das fände ich, schuldet sie den deutschen ESC-Fans, die sich trotz der Auswahl des diesjährigen ESC-Beitrags verhältnismäßig lieb benommen haben (man vergesse Shitstorms nach Sistars, Electronic Callboy usw.).
O je, das ist ja in der Tat schon ein deutliches Votum. Muss aber auch sagen… Sarah hat wirklich alles gegeben, und sie war eine ganz tolle Repräsentantin Deutschlands (menschlich gesehen). Aber es gab wirklich sehr viel bessere Auftritte am besagten Abend. Sie ging leider total unter…
Hätte, hätte, …
Dieses Artikel gehört eindeutig zur kollektiven Trauerbewältigung.
Aber hey, guck mal, es gibt ein Land, dass sich abonniert hat auf die Rote Laterne des Publikums. Was schreibt man dort?
The problem is that, in order to succeed, you need to 10 things to align:
The right song;
an artist who can sing it live,
who is preferably recognisable,
with a relatable story to tell;
impressive staging;
public support;
good promotion;
an advantageous place in the running order;
pre-show buzz;
and a pinch of good old fashioned luck.
Quelle: https://www.bbc.com/news/articles/cy72e81dp28o
An einer ideenlosen Choreo und Performance lag es zumindest nicht. 😀
Zum dritten Mal in Folge Zero Points vom Publikum für das UK.
Ist es eigentlich allgemeinhin akzeptiert, dass die Beiträge so eine Art Mini-Playback haben dürfen? Auch wenn sich Sahra Engels mit stimmlich zu vielen Unregelmäßigkeiten bewies, so kann man ihr – genauso wie dem Griechen – zumindest nicht unterstellen, sie hätte nicht live gesungen. Bulgarien demgegenüber, sehr gut während der Siegervorführung festzustellen, hatte einen auffälligen Anteil an Stimmvolumen-Booster in der Hintergrundmusik. Ist das laut ESC legal?
Jetzt, wie ich es mir nochmal ansehe, merke ich, dass die Sängerin ihren Ohrhörer am Anfang richtig einsteckt, um so die Synchronisation hinzubekommen.