Analyse des ESC-Ergebnisses 2026: Wie Bulgarien gewann und Deutschland übersehen wurde

Sarah Engels – Foto: Sarah Louise Bennett / EBU

Bulgarien hat den Eurovision Song Contest 2026 gewonnen. DARA begeisterte mit ihrem „Bangaranga“ sowohl die Jurys als auch die Zuschauer*innen in ganz Europa und Australien. Dieser Konsens ist für einen ESC-Sieg nahezu zwingend notwendig. Viele andere Beiträge polarisierten dagegen in diesem Jahr stark und verpassten dadurch die Chance, ganz vorne mitzuspielen. Wieder andere Acts wie der deutsche oder britische Beitrag waren hingegen praktisch unsichtbar. In einer ersten Analyse des ESC-Finalergebnisses blicken wir auf Strukturen und Auffälligkeiten – und ziehen erste Schlussfolgerungen.

Bulgarien hat den Eurovision Song Contest 2026 nicht dank eines einzelnen Votingblocks gewonnen, sondern durch breite Zustimmung in ganz Europa – sowohl bei den Jurys als auch im Televoting. Aus jedem einzelnen Land kamen Zuschauerpunkte, und zwar fast durchgängig hohe Wertungen. Die vier Punkte aus der Ukraine und fünf Punkte aus Italien waren dabei bereits die Ausreißer nach unten. Insgesamt gab es im Televoting zehnmal die Höchstwertung. Bei den Jurys gingen die Wertungen zwar etwas weiter auseinander, aber nur vier Jurys – aus der Ukraine, Portugal, Finnland und Österreich – vergaben keinen einzigen Punkt an Bulgarien.

Selbstverständlich ist ein derart großer Zuspruch bei Jurys und Publikum keineswegs. Das zeigt schon ein Blick auf die Top 5. Israel kam in diesem Jahr erstaunlich gut bei den Jurys an und erhielt dort 123 Punkte, während das Publikum mit 220 Punkten fast doppelt so viele Zähler vergab. Im vergangenen Jahr hatte Israel das Televoting mit 297 Punkten sogar gewonnen. Möglicherweise hat die Beschränkung auf zehn statt zwanzig Votes pro Land und Endgerät hier tatsächlich Wirkung gezeigt. In sechs Ländern – darunter auch Deutschland – gab es dennoch die Höchstwertung im Televoting.

Rumänien konnte zwar auch bei den Jurys punkten (64), landete am Ende aber vor allem deshalb auf Platz drei, weil „Choke Me“ beim Publikum extrem gut funktionierte und dort 232 Punkte holte. Der einzige Televoting-12er kam dabei aus Moldau – ein erster Fingerzeig Richtung Nachbarschaftsvoting (siehe unten). Australien wiederum galt laut Wettbüros als großer Favorit auf den Sieg bei den Jurys. Tatsächlich musste sich Delta Goodrem mit „Eclipse“ aber DARA aus Bulgarien geschlagen geben. Im Televoting kam der Beitrag zwar gut, aber nicht überragend an. Italien erwies sich einmal mehr als beliebter Allrounder bei Jury (134 Punkte) und Publikum (147), die den Beitrag fast identisch bewerteten. Das Land scheint eine Art ESC-Formel gefunden zu haben: genug musikalischer Anspruch für die Jurys, gleichzeitig aber ausreichend Emotionalität und Zugänglichkeit für die Zuschauer*innen.

Ein Wort an dieser Stelle noch zu Finnland: Die großen Favoriten wurden am Ende „nur“ Sechste. Dabei erreichten Linda Lampenius und Pete Parkkonen ein fast perfekt ausgeglichenes Ergebnis bei Jury (141 Punkte) und Publikum (138) – nur war dieses insgesamt nicht stark genug, um ganz vorne mitzuspielen. Möglicherweise blieb die Aussage der Performance doch zu unklar.

Damit kommen wir zu den größten Diskrepanzen zwischen Jury- und Televoting. Frankreich etwa bekam starke 144 Jury-Punkte – aber gerade einmal 14 Punkte vom Publikum. Kaum ein Song wurde also von den Jurys so respektiert und von den Zuschauer*innen gleichzeitig so ignoriert. Ähnlich lief es für Polen – und das trotz eigentlich starker Diaspora –, Tschechien und Norwegen. Diese Beiträge hatten etwas gemeinsam: Sie waren technisch stark oder professionell produziert, konnten aber offenbar emotional kaum Verbindung zum Publikum aufbauen.

Auf der anderen Seite standen Songs wie die aus Rumänien oder Moldau. Rumänien holte massive 232 Punkte im Televoting, aber nur 64 bei den Jurys. Moldau kam sogar auf 183 Publikumspunkte bei lediglich 43 Jury-Punkten. Genau solche Beiträge zeigen, wie stark Zuschauer*innen auf auffällige Performances, klare Identitäten und erinnerbare Momente reagieren. Den Jurys mag das zu plump erscheinen oder qualitativ nicht hochwertig genug in Komposition und Interpretation.

Während die bisher genannten Beiträge entweder bei den Jurys oder beim Publikum besonders gut ankamen, gab es natürlich auch Songs, die nirgends richtig punkten konnten – so wie Deutschland mit zwölf Jury-Punkten und null Punkten im Televoting. Noch weniger zimperlich gingen Jurys und Publikum mit dem Vereinigten Königreich um, das insgesamt nur einen einzigen Punkt von den Jurys erhielt. Auch Österreich entging der Null-Punkte-Blamage im Televoting nur knapp: Cosmó bekam im Televoting ausschließlich fünf Punkte aus Deutschland.

Tatsächlich könnte man übrigens Lion Ceccah aus Litauen auch als Null-Punkte-Kandidaten sehen. Schon seine 10 Punkte bei den Jurys waren nicht viel. Das einzige Land, aus dem er Televoting-Zähler erhielt, war vom Nachbarn Lettland. Da kam dann aber auch gleich die Höchstwertung mit 12 Punkten. Bei allen anderen Votings ging er leer aus.

Interessant ist dabei auch der Fall Belgien. Auch ESSYLA erhielt im Televoting keinen einzigen Punkt. Allerdings hatten die Jurys dem Beitrag zuvor immerhin 36 Punkte gegeben. Dort verfing die kühle und subtile Arthouse-Inszenierung zumindest teilweise. Vom Publikum wurde sie offenbar genau deshalb nicht gewählt.

Nicht nur Österreich wurde durch Nachbarschaftsvoting vor der Null bewahrt. Auch andere Länder profitierten sichtbar davon – und das nicht nur im Televoting. Tatsächlich stellt sich die Frage, welchen Zweck die Jurys noch erfüllen sollen, wenn sie ihre Höchstwertungen teilweise genauso erwartbar an Nachbarländer vergeben wie das Publikum. Beispiele dafür lieferten erneut Zypern und Griechenland, aber auch die gegenseitigen Wertungen im ehemaligen jugoslawischen Raum (Serbien-Kroatien-Montenegro) oder zwischen Norwegen und Dänemark.

Gleichzeitig zeigten sich an manchen Stellen in diesem Jahr auch deutliche Risse – vor allem in Skandinavien. Besonders auffällig war dabei Schweden. Nur 35 Jury- und 16 Publikumspunkte sind für ESC-Verhältnisse beinahe ein Absturz. Selbst aus dem nordischen Raum kam vergleichsweise wenig Unterstützung. Das dürfte Diskussionen auslösen – auch mit Blick auf den schwedischen Vorentscheid Melodifestivalen und die Frage, ob Europa inzwischen kritischer auf den lange dominierenden „schwedischen ESC-Sound“ reagiert.

Ein weiterer auffälliger Votingraum bestand zwischen Rumänien, Moldau und der Ukraine – womöglich mit Bulgarien als zusätzlichem Faktor. Gemeinsame Sprache, Migrationserfahrungen und die Auswirkungen des Krieges sorgen hier offenbar weiterhin für gegenseitige Sympathien. Gleichzeitig befanden sich in diesem Raum auch mehrere ESC-Rückkehrer, die am Ende weit vorne landeten. Möglicherweise hat die EBU auch den starken Beiträgen aus diesen Ländern zu verdanken, dass nun nicht die Diskussion geführt werden muss, ob der ESC im kommenden Jahr in Israel stattfindet.

Auch wenn diese erste Analyse noch nicht jeden Aspekt bis ins Detail beleuchten kann, bestätigt sie doch Entwicklungen der vergangenen Jahre, die sich gerade auch Deutschland zu Herzen nehmen sollte: Mittelmaß wird beim ESC härter bestraft als Polarisierung. Viele der erfolgreichsten Songs waren auffällig, emotional, identitätsstark oder maximal erinnerbar. Beiträge dagegen, die weder musikalisch noch performativ klare Akzente setzen konnten, verschwanden oft komplett aus dem Bewusstsein von Jurys und Publikum.

Welche Voting-Ergebnisse haben Dich am meisten überrascht? Hast Du das Gefühl, dass Jury und Publikum beim ESC inzwischen immer weiter auseinanderdriften? Und welche Songs wurden zu Unrecht übersehen? Lass uns Deine Meinung in den Kommentaren da.

Über das Ergebnis des Finales des Eurovision Song Contest 2026 sprechen wir heute ausführlich um 14:00 Uhr in unserem ESC kompakt LIVE.



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270 Comments
Matty
Matty
3 Monate zuvor

Herzlichen Dank für die Infos.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
3 Monate zuvor
Reply to  Matty

Du klingst inzwischen manchmal wie jajalive in deutscher Sprache … 😉

Jorge
Jorge
3 Monate zuvor

Sein Autovervollständigen liefert bei eintippen von „Her …“ gleich den kompletten Satz!

-lobo-
-lobo-
3 Monate zuvor
Reply to  Matty

Geh mal an die frische Luft

Rouven
Rouven
3 Monate zuvor
Reply to  Matty

Im Zentrum des Artikels steht eine Analyse, keine Info.

RichardESC1997
RichardESC1997
3 Monate zuvor

Bulgarien hatte einfach die Beste Show und den besten Song. So ein verdienter Sieg. Ich freue mich dermaßen für Bulgarien. 🔥🇧🇬
Meine Top nach der Show
01.Bulgarien🇧🇬
02.Rumänien🇷🇴
03.Finnland🇫🇮
04.Australien🇦🇺
05.Dänemark🇩🇰
06.Albanien🇦🇱
07.Kroatien🇭🇷
Leider hat Liekinheitin nicht überzeugt, wäre auch ein Rückschritt für den ESC.
Endewegs wurden wir Fans eines besseren belehrt, da alle Favoriten abgestraft wurden sind. (Finnland, Frankreich, Dänemark und Griechenland)
Bulgarien hat einfach verdient gewonnen. 😁

Last edited 3 Monate zuvor by RichardESC1997
lasse braun 🏴‍☠️🪓
lasse braun 🏴‍☠️🪓
3 Monate zuvor

deutschland wurde nicht übersehen,hatte aber auch pech,weil es im genre eine bulgarische explosion gab und zwar fast ohne vorwarnung in den letzten 12 stunden vor’m finale – das kann man dann auch pech nennen,weil das sicher ein paar punkte gekostet hat aber so ganz viel mehr mehr wären es dann m.e. auch nicht geworden.
im zentrum der kritik stand immer der song und genau da liegt der hase im pfeffer begraben.

Franny
Franny
3 Monate zuvor

Ja, der Song. Aber nicht nur.

Wenn ich da die beiden Performances/Choreos vergleiche…. da liegen Welten an Kreativität und Indivudalität zwischen Deutschland und Bulgarien.

Hab ja schon ein paal mal erwähnt, wie genial ich diese Theater-Stuhlkreis-Session fand.

Last edited 3 Monate zuvor by Franny
togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
3 Monate zuvor

Vorhin hat ja jemand die deutschen Televotingergebnisse aus den teilnehmenden Ländern gepostet. Da war Schland fast überall jenseits von Platz 20. Ich denke, dass das auch ohne Bulgarien nix geworden wäre.

ESC1994
ESC1994
3 Monate zuvor

Das war ich mein lieber Toggie. 😉

Aber ich kann sie gerne nochmal hier reinkopieren.

Platz 25: Estland, Lettland, Montenegro, Rest der Welt

Platz 24: Australien, Tschechien, Finnland, Litauen, San Marino,Schweden

Platz 23: Dänemark, Polen, Ukraine

Platz 22: Aserbaidschan, Belgien, Frankreich, Norwegen, Portugal, UK

Platz 21: Zypern, Malta, Moldau, Rumänien

Platz 19: Armenien, Bulgarien, Kroatien, Serbien

Platz 18: Griechenland

Platz 17: Albanien

Platz 15: Israel, Italien

Platz 13: Österreich, Schweiz

Platz 11: Luxemburg

Fett gedruckt bedeutet letzter Platz.

Alki Bernd
Alki Bernd
3 Monate zuvor
Reply to  ESC1994

Peinlich, peinlich

Bonello
Bonello
3 Monate zuvor
Reply to  ESC1994

Letztes Jahr konnte Deutschland im Baltikum ordentlich punkten. Dieses Jahr landet Deutschland geschlossen auf dem letzten Platz. Auch in Skandinavien landet der deutsche Beitrag weit hinten. Interessant, dass selbst in Zypern und Griechenland Deutschland im Televoting so weit hinten lag, obwohl Sarah sich sehr gut mit den dortigen Künstlern verstand

Marko +++
Marko +++
3 Monate zuvor

Bulgarien

Ich habe vor 2,5 Monate schon angemerkt, dass Dara alles singen kann. Daher die Jurypunkte, auch aus Ecken wo man sie nicht erwarten wurde.
( https://esc-kompakt.de/heute-2000-uhr-live-chat-natsionalna-selektsiya-2026-in-bulgarien-die-wahl-des-songs-fuer-dara/#comment-746349 )
Dazu hat der Sender es richtig eingefädelt: nur eine kleinere Auswahl von Sänger/innen stand zur Auswahl, nur drei Songs und nur eine Stimme pro IP-Adresse. Letzteres führt dazu, dass der Gewinner von vielen unterschiedlichen Menschen gewählt wird und genau das hat sich ausgezahlt.

**

Deutschland

Vorhersage ohne Marktforschung: Da wird bis zum nächsten ESC über gejammert. Das passt mir nicht, lieber den Blick nach vorne:

Künstler mit Song dürfen sich ab heute beim SWR melden. Spätestens Ende Oktober-Anfang November die engere Auswahl treffen; Anfang Januar Vorentscheid (statt Tatort-Wiederholung am Sonntagabend in 88 Minuten); Ende Januar Auftritt fertig planen.

Das Budget soll vor allem in dem endgültigen Song / Auftritt investiert werden. Keine SongWritingRampe; keine Marktforschung. Beide haben keinen Mehrwert, weil Musik Emotionen aufrufen soll um bemerkt zu werden, um auf einem Musikfest Punkte zu sammeln.

Last edited 3 Monate zuvor by Marko +++
lasse braun 🏴‍☠️🪓
lasse braun 🏴‍☠️🪓
3 Monate zuvor
Reply to  Marko +++

ähm – die dame aus rumänien kann auch alles singen,wollen wir wetten?
wie wohl die niederländer gevotet hätten…bulgaria 12 points?
belgien 12 points?

bei uns sollte man auch mal bei der vorauswahl künstler/bands besser mit einbinden,die einen eigenen song im gepäck haben und einfach mal die verschiedenen musikgenres im sinne von mehr vielfalt besser beachten.
…vielleicht muß der staffelstab aber auch schon wieder weiter gereicht werden. 🤓

Marko +++
Marko +++
3 Monate zuvor

die dame aus rumänien kann auch alles singen,wollen wir wetten

Keine Wette notwendig, nur den Song gut zuhören, da steckt etwa die Hälfte ihre Qualitäten rein.

lasse braun 🏴‍☠️🪓
lasse braun 🏴‍☠️🪓
3 Monate zuvor
Reply to  Marko +++

Franny
Franny
3 Monate zuvor

bei uns sollte man auch mal bei der vorauswahl künstler/bands besser mit einbinden,die einen eigenen song im gepäck haben und einfach mal die verschiedenen musikgenres im sinne von mehr vielfalt besser beachten.

Bämsen!

dirtsa
dirtsa
3 Monate zuvor
Reply to  Franny

Das ist ein Statement, das ich aus vollem Herzen unterstütze! 🙂

Franny
Franny
3 Monate zuvor
Reply to  dirtsa

Dankeschön, Dirtsa! 🙂

Amion
Amion
3 Monate zuvor

Ich finde das mit Finnland sehr schade . Die Kameraführung war nicht optimal . man hätte wohl diesen Beichtstuhl weglassen sollen .
Hätten Pete und Linda mehr miteinander agiert , wäre eine bessere Platzierung rausgekommen .

Schade vor allem das Finnland nur um 2 Punkte an der Top 5 gescheitert ist .

Italien hat meiner Meinung nach die Top 5 Nicht so verdient wie sie .

4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
3 Monate zuvor
Reply to  Amion

Es war ja nicht nur der Beichtstuhl, es gab auch Feuer und Blut an Petes Händen. Das Staging war quasi die katholische Variante von Bambie Thug.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
3 Monate zuvor

Dabei ist Finnland protestantisch

4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
3 Monate zuvor

Das fand ich auch sehr verwirrend.

Funi_Cula
Mitglied
Funi_Cula
3 Monate zuvor
Reply to  Amion

Finnlands 2:30 Moment war der leere Beichtstuhl, der da vor sich hin brennt,

herrtobsucht
Mitglied
herrtobsucht
3 Monate zuvor
Reply to  Funi_Cula

Ja aber das war ja jetzt monatelang klar, das dies so aussehen würde. Trotzdem dominierten sie die Wetten und ließen uns kaum zweifeln, weil das ja schon immer so war, das die Wetten fast immer stimmen und das nie was überraschendes passiert.

Funi_Cula
Mitglied
Funi_Cula
3 Monate zuvor
Reply to  herrtobsucht

Was ja so nicht stimmt. Das war jetzt das dritte Jahr in Folge, in dem die Wetten den Sieger nicht richtig vorausgesagt haben.

Dutch Girl
Dutch Girl
3 Monate zuvor
Reply to  Amion

Meine Familie war überzeugt, dass es sich beim Beichtstuhl eigentlich um eine Sauna handeln sollte, die zu heiß wurde…

kon
kon
3 Monate zuvor

SWR: Polarisieren, gute Stimme, nur dann darf ein Song in den Vorentscheid, völlig egal, wer sich mit welchem Konzept bewirbt.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
3 Monate zuvor
Reply to  kon

Und schnell sind wir in den tiefsten Abgründen zurück, die es während der NDR-Herrschaft auch schon lange Zeit gab. Sozusagen vom Regen in die Traufe.

kon
kon
3 Monate zuvor

Hattest Du erwartet, dass es besser wird? Ich nicht

-lobo-
-lobo-
3 Monate zuvor

Kurz und knapp:

Fast jedem deutschen ESC-Fan war es beim ersten Hören der deutschen VE-Beiträge schon klar: Das wird nix.

Und so ist es auch gekommen.

Franny
Franny
3 Monate zuvor
Reply to  -lobo-

Word!

Meckie
Meckie
3 Monate zuvor
Reply to  -lobo-

Dann verstehe ich nicht, warum eine internationale Marktforschungstudie vom SWR im Vorfeld und eine internationale Jury im Vorentscheid sich nur so täuschen konnten. Oder war das alles gratis? 🤔

TheoThePug
TheoThePug
3 Monate zuvor
Reply to  Meckie

Also mal ehrlich. Wenn die Songs, die im Vorentscheid zur Wahl standen die besten gewesen sein sollen die sich beworben haben, dann fresse ich einen Besen. Und zum Thema Jury im Vorentscheid… die Jury konnte hier auch nur auswählen welche Acts das geringste Übel waren und die Zuschauer hatten dann die Wahl zwischen Pest und Cholera. Man entschied sich entsprechend für „Fire“

Der Fehler liegt also ganz am Anfang. Originalität, Mut, Kreativität und auch endlich mal Identität. Und kein Song aus dem Vorentscheid erfüllte diese Kriterien.

Und zum Thema Marktforschung – Unbekannte, zukünftige Trends lassen sich auch nicht durch Marktanalysen vorhersagen, wenn du die Eckdaten nicht hast und zu dem Zeitpunkt wo diese Analyse betrieben wird hast du sie nicht. Sie sind ja immer nur aktuelle Momentaufnahmen…. Wer weiß was 2027 im Bulgarien abgeht. Ich bin gespannt 🤷🏼‍♂️

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
3 Monate zuvor
Reply to  Meckie
  1. Man hat auf die Marktforschungsstudie gar nicht gehört, sondern eine Redaktionsentscheidung getroffen. Das ist sogar schon so bestätigt worden.
  2. Die internationale Jury hat schon die drei Einäugigen unter den Blinden ins Superfinale gelassen.
Biobanane
Biobanane
3 Monate zuvor
Reply to  Meckie

Ach immer das Nachtreten. Man kann nur das Beste raussuchen, und da gab es wohl nichts, bzw. wurde dann von den Zuschauern nicht gewählt.
Und wenn also nichts besseres bei solchen Aufrufen zusammenkommt, dann sollte sich der SWR schnell Gedanken über eine andere Suche machen. Wir haben da schon viele Hinweise gegeben. Ich denke der Wichtigste wäre, dass nur eine Person dafür zuständig ist und der dann auch mit seinem Namen bekannt ist. Und nein, ich will nicht schon wieder Raab, da kommt dann doch immer das Gleiche raus. Es muss doch noch andere fähige Menschen geben, die dafür brennen.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
3 Monate zuvor

Ich denke, dass der Sieg Bulgariens und die enttäuschenden Ergebnisse der Tante-Gertrud-Nummern aus Australien und Finnland dem ESC guttun werden. Willkommen im 21. Jahrhundert! Nun besteht die Chance, über den Siegertitel ein junges Publikum, das bislang ESC-fern war, zu erreichen. Diese Chance hätte es bei einem australischen oder finnischen Sieg nicht gegeben.

Mögliches Szenario für 2027: Fast alle senden laute, auffällige und schnell geschnittene Nummern … und dann kommt ein neuer Sobral um die Ecke und gewinnt das Ding. Das Schöne am ESC ist ja seine Unberechenbarkeit. ☺️

Das Nachbarschaftsvoting vieler Jurys war hochnotpeinlich und zum Fremdschämen. Wenn die EBU das nicht in den Griff bekommt, bin ich dafür, die Jurys komplett abzuschaffen. In die Jurys gehören entweder Menschen, die die Musik bewerten und einen musikalischen Horizont haben, der über die eigene Popkultur und jene der Nachbarländer herausgeht … oder es gehört eben gar niemand in die Jurys.

Last edited 3 Monate zuvor by togravus ceterum
Franny
Franny
3 Monate zuvor

Danke, Toggie! Sehr schön. 🙂

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
3 Monate zuvor

Und mit den Verantwortlichen bei RAI muss dringend mal jemand vor die Tür gehen. 😎💪 Es ist Jahr für Jahr das selbe Spiel: Die 12 Punkte gehen an einen vollkommen chancenlosen Beitrag. Das riecht doch verdächtig nach Strategie.

Marko +++
Marko +++
3 Monate zuvor

Strategie ist die direkte Konkurrenz keine Punkte zu geben. Seit Jahren.

ESC1994
ESC1994
3 Monate zuvor

Wobei Platz 4 jetzt an sich kein schlechtes Ergebnis ist, genauso wie Finnland. Aber ich weiß worauf du hinaus willst.

lasse braun 🏴‍☠️🪓
lasse braun 🏴‍☠️🪓
3 Monate zuvor

„Ich denke, dass der Sieg Bulgariens und die enttäuschenden Ergebnisse der Tante-Gertrud-Nummern aus Australien und Finnland dem ESC guttun werden.“

 👍

der ESC hat noch mal die kurve gekriegt.
wenn die jurys aber ihren job anständig und fair gemacht hätten dann wäre das ein kopf an kopf rennen zwischen bulgarien und rumänien geworden.
die bingojurys haben insgesamt also inkl. semis viel mist gebaut.
lettland war nun wirklich keine trittbrettfahrernummer und wurde eiskalt versenkt – die trittbrettfahrerjuryanschmiegnummern wurden dagegen üppigst mit punkten belohnt.
beim finaltelevoting gab es dann die quittung.

ESC1994
ESC1994
3 Monate zuvor

Na ja, Lettland ist aber auch beim Publikum durchgefallen.

lasse braun 🏴‍☠️🪓
lasse braun 🏴‍☠️🪓
3 Monate zuvor
Reply to  ESC1994

anders als semi 1 war semi 2 knüppelhart – die jurys hätten ähnliche punkte wie für litauen in semi 1 geben können aber das haben sie leider nicht getan.
ich sträube mich bei dem gedanken,daß alika ohne jurys das finale geschafft hat und atvara hatte rein gar keine chance selbst mit jurys – das ist für mich bizarr.
die jurys mochten bei den sanften songs weder ukraine noch lettland und beim härteren rock = serbien und rumänien haben die sich auch einen schlanken fuß gemacht.
die jurys wollten lieber bling-bling (ja,auch und gerade bulgarien) und leistungssingen.
das klare scheitern von lettland macht es in zukunft schon schwierig trittbrettfahrerfreie balladen zum wettbewerb zu schicken.
bei z.b. blanca paloma haben die jurys immerhin noch die irre hohe qualität des songs erkannt,auch wenn das werk dann im finale beim publikum durchfiel aber diese jury von damals hätte möglicherweise atvara mehr schützenhilfe gegeben – dito die alika jurys.

c.c.gr
c.c.gr
3 Monate zuvor

Stimme dir da in allen Punkten zu.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
3 Monate zuvor

Du weißt aber, daß es im Finale ohne die Juries ziemlich langweilg gewesen wäre
.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
3 Monate zuvor

Lieber langweilig als nicht fair …

lasse braun 🏴‍☠️🪓
lasse braun 🏴‍☠️🪓
3 Monate zuvor

also „ohne schweden fahren wir zum finale“ hätte ich jetzt überhaupt nicht langweilig gefunden. 😺

Monne
Monne
3 Monate zuvor

Trotzdem waren die Schweden mit auf Platz 1, nämlich mit der Choreographie und den Tänzern

lasse braun 🏴‍☠️🪓
lasse braun 🏴‍☠️🪓
3 Monate zuvor
Reply to  Monne

choreographie (primär) hat gestern den siegerpokal geholt – eben bei der ARD hat eine junge dame das so in etwa formuliert.

HardcoreStgt
HardcoreStgt
3 Monate zuvor

Ich mag zwar Delta Goodrem und ihren Titel „Eclipse“ sehr. Aber Deinen „Tante-Getrud-Vergleich“ feiere ich und hätte mich vor Lachen fast an einem Stück Streuselkuchen verschluckt. Tatsächlich gebe ich Dir Recht, dass durch Daras Titel die Chance besteht, ein junges Publikum, das bislang ESC-fern war, zu erreichen. Und ich stimme Dir auch zu, dass die die Zusammensetzung der Fachjuries dringend überdacht werden muss. Eigentlich sollten sie als Gegenpol zum Publikumsvoting dafür sorgen, Nachbarschafts- und Diasporaeffekte auszugleichen sowie Fanmobilisierung und Social-Media-Kampagnen entgegenzuwirken. Allerdings bleibt unklar, warum genau bestimmte Personen ausgewählt wurden und welche konkreten Kriterien (z. B. Erfahrung, Genrekompetenz) für deren Berufung wirklich ausschlaggebend sind.

eccehomo42
3 Monate zuvor

Deine Analyse greift mir ein bisschen zu kurz. Italien war noch mehr Tante Gertrud Nummer und hat vollkommen überperformt. Dazu noch Moldawien und du hast in Kombination mit Bulgarien (die junge hübsche osteuropäische Frau mit toller Performance ist Mid2000ESC in Reinform) ein doch eher rückständiges rechtskonservatives Ergebnis hin, wenn der einzige andere moderne Song (Dänemark) mit Siegaussichten im Televoting abgestraft wird (war zu gay-lasziv). Die Jurys haben wie immer gute Sachen gemacht und schlechte, das Nachbarschaftsvoting empfand Ich die letzten Jahre wesentlich schlimmer. Aber schön, dass Rumänien in den Top Drei ist, das einzige der Top Fünf, dass Ich mag.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
3 Monate zuvor
Reply to  eccehomo42

Dann passt Italien auf der 5 und zwischen Australien und Finnland passt dann ja perfekt. Ein Tante-Gertrud-Dreier. Hatte Italien nur nicht erwähnt, weil es im Vorfeld ja nicht zu den Favoriten zählte.

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
3 Monate zuvor
Reply to  eccehomo42

ein doch eher rückständiges rechtskonservatives Ergebnis hin, wenn der einzige andere moderne Song (Dänemark) mit Siegaussichten im Televoting abgestraft wird (war zu gay-lasziv). 

Man muss auch nicht unbedingt zum dritten Mal in Folge einen biologisch männlichen LGBTQ+ Repräsentanten zum Sieger küren. Du hast doch Prof. Eurovision gehört: Die Queers haben den ESC NICHT übernommen. 😛

Bei Bulgarien und Dänemark hieß es halt auch wieder: Das Bessere ist der Feind des Guten.

Lempi
Lempi
3 Monate zuvor

Und beim Televoting hat man teilweise auffällig viel Diaspora und Symphathien aus Grund x. Wie man es auch dreht und wendet, irgendwo wird immer wegen des Landes abgestimmt und nicht wegen des Liedes.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
3 Monate zuvor
Reply to  Lempi

Beim Televoting kann man das nicht verhindern, aber mein Anspruch an professionelle Jurys ist ein anderer.

Marko +++
Marko +++
3 Monate zuvor

Australien auf 4 enttäuschend? Delta war doch die ganze Zeit in den Top 5 oder Top 10 der Umfragen oder Quoten?

Seltsame Auffassung über den Geschmack der Jüngeren. Da verwende ich Vorurteile um ein wenig zu polarisieren:
Bangaranga = Bürgergeldvierteljugend.
Eclipse = Hockey- und Tennisjugend.

Dutch Girl
Dutch Girl
3 Monate zuvor
Reply to  Marko +++

Die Kinder meines Partners sind 14 und 16 und waren für Australien (der ältere Junge) und UK (das jüngere Mädchen). Ich denke gerade UK war eigentlich das perfekte Lied für die jüngeren Teenies, weil der Typ so verrückt sympathisch ist, und weil man die Inszenierung sofort versteht. Bangaranga war eher bei meinen Studenten 18+ ein Favorit, weil es ein tanzbarer Song für Parties ist.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
3 Monate zuvor

Was ist denn an einem vierten Platz enttäuschend für einen Titel, der meines Wissens in der gesamten Vor-ESC-Phase nie auf Platz 1 bei den Odds lag und erst in den letzten Tag auf die 2 hochkam?

Ich hab’s schon anderswo geschrieben, aber ich wiederhole es gerne: Ich war am Anfang überhaupt kein Fan von „Eclipse“, aber es freut mich, dass man mit einer sehr klassischen (oder auch „Tante-Gertrud“-)Inszenierung über 120 Punkte im Televoting bekommen und es dort in Top 10 und insgesamt sogar auf Platz 4 schaffen kann.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
3 Monate zuvor

Oh, ich sehe gerade, dass Marko +++ denselben Gedanken hatte. So geht’s, wenn man spontan auf einen Kommentar antwortet, ohne zuerst alle Antwortkommentare durchzulesen.

Marko +++
Marko +++
3 Monate zuvor

Zwei Seelen, eine Gedanke und in unterschiedliche Worte erfasst – die Botschaft sollte klar sein.

Andi
Andi
3 Monate zuvor
Reply to  Marko +++

Ich wäre super glücklich, wenn Deutschland SO einen enttäuschenden Platz machen würde 😀

4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
3 Monate zuvor

Mich wundert, dass Du Eclipse erst nicht so mochtest. Ich hätte das als genau Dein Ding eingeordnet.

Rike
Rike
3 Monate zuvor

Aber schön, dass du wieder versöhnt bist mit dem ESC❤️

C aus P
Mitglied
C aus P
3 Monate zuvor

Ein Sieg, mit dem niemand wirklich gerechnet hatte, weil monatelang Finnland bei den Wettbüros ganz oben stand. Bulgarien hat verdient gewonnen, moderner Song, top auf die Bühne gebracht und endlich wieder ein Land, was den ESC noch nie gewonnen hat.

Die Null Punkte für das UK waren eigentlich mit Ansage, Deutschland nachher genauso. Wir wurden überhaupt nicht übersehen, beim Schnelldurchlauf hat man erst richtig wahrgenommen, wie schlecht unser Song eigentlich war. Immer wenn Deutschland im Schnelldurchlauf kam dachte ich, oh man, alle anderen sind einfach besser und zeitlich eher auf der Höhe. Es ist einfach so mühsam, weil der SWR genau die gleichen Fehler macht wie der NDR und eine Besserung ist nach dem Statement auch nicht in Sicht.

Deutschland kann ESC einfach nicht, zumindest solange solche Amateure dafür verantwortlich sind.

Franny
Franny
3 Monate zuvor
Reply to  C aus P

und zeitlich eher auf der Höhe.

Bin da voll bei dir. Diese konservative ESC-Denke hierzulande kriegt man aber wohl selbst jetzt nicht weg. Das sitzt tief.
Das Zitat passt ja in so ziemlich alle Bereiche Deutschlands. Mit „zeitlich auf der Höhe“ hat es ein großer Teil unserer Gesellschaft halt nicht so. Lieber an Altbewährtem festhalten, auch wenn es absolut keinen Grund mehr zum Festhalten gibt und man damit erfolglos ins Nirvana rudert.

Last edited 3 Monate zuvor by Franny
Gaby L
Gaby L
3 Monate zuvor

Herzlichen Glückwunsch, Bulgarien, absolut verdient gewonnen!

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
3 Monate zuvor
Reply to  Gaby L

Hallo Gaby. ☺️

Gaby L
Gaby L
3 Monate zuvor

Hallo, lieber togravus ceterum. Ich hoffe, es geht Dir gut.

ESC1994
ESC1994
3 Monate zuvor
Reply to  Gaby L

Wo warst du denn die letzten Tage und Wochen?? Nicht nur ich habe dich sehr vermisst. 🙂

Gaby L
Gaby L
3 Monate zuvor
Reply to  ESC1994

Hatte einiges zu tun, außerdem ging es mir mental und körperlich nicht ganz so gut. Versuche jetzt wieder regelmässiger zu posten.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
3 Monate zuvor
Reply to  Gaby L

Schön, dass es Dir jetzt wieder besser geht. Du wurdest wirklich vermisst.

Rike
Rike
3 Monate zuvor
Reply to  Gaby L

Ich war mir nicht ganz sicher, ob du es bist- wegen dem L.

Ich freue mich sehr, von dir zu hören ❤️ hoffentlich geht es dir jetzt besser und man hört öfters von dir.

Gaby L
Gaby L
3 Monate zuvor
Reply to  Rike

Das „L“ habe ich noch angehängt, um eine Verwechslung auszuschließen. Es tauchten nämlich plötzlich Kommentare mit meinem Namen auf, die ich nicht geschrieben habe. Das war allerdings am 1. April… fiel mir aber dann später erst auf, vielleicht hat ja irgendjemand ein Scherz gemacht… egal, jetzt bleibt das „L“, um nicht vollkommen für Verwirrung zu sorgen.

Jorge
Jorge
3 Monate zuvor

Für Schweden hat sich gezeigt, dass die unter ein gewisses Level gar nicht fallen können, wenn da so extrem aus dem „scandinavian-friendly“ Nachbarschaftsraum gevotet wird.

Litauen hat einfach eine viel bessere Votingbasis als z.B. D/UK. Die haben über Jahre immer Diaspora und „Freundschaftsvotings“ eingesackt. Sein Abschneiden steht den 0 Punkten wirklich in nichts nach.

UK war angesichts des Auftritts schon der klarste Kandidat auf die rote Laterne. Eigentlich der sicherste Gewinn – hätte ich vorher wetten wollen!

Nicht ganz unwichtig: UK fehlten aber dieses Jahr die irischen Stimmen, Deutschland die niederländischen & spanischen Votes! Nicht dass diese hoch oder sicher gewesen wären, aber wären halt potenziell eher Kandidaten auf Punkte gewesen.

Das regionale Voting (auch bei Juries) war dieses Jahr wirklich extrem auffällig.

Last edited 3 Monate zuvor by Jorge
ESC1994
ESC1994
3 Monate zuvor
Reply to  Jorge

Na ja, Irland hat aber auch nicht immer Punkte an UK gegeben, ich sage nur 2021.

Jorge
Jorge
3 Monate zuvor
Reply to  ESC1994

Nicht immer – deshalb auch der oft miese Platz für UK. Aber oft genug kam aus Irland Support.

Dieses Jahr hat Deutschland auch nichts aus der Schweiz bekommen – obwohl die zu den zuverlässigsten Punktelieferanten für Deutschland zählen (was eigentlich in so einer Votinganalyse genauer kritisch betrachtet werden sollte, warum das so eintreffen konnte). Der SWR residiert ja nun gleich nebenan. Und der NDR hatte zu Dänemark doch auch ein gutes Arbeitsverhältnis beim ESC.

Last edited 3 Monate zuvor by Jorge
Harry Leman
Harry Leman
3 Monate zuvor
Reply to  Jorge

Die CH und LUX waren wahrscheinlich nicht mehr sehr motiviert, nachdem gerade aus der Jury nicht viele Punkte kamen…
Die hatten sie sich doch erhofft….? 😁

Jorge
Jorge
3 Monate zuvor
Reply to  Harry Leman

Umso leichteres Spiel hatte man bei niedriger Beteiligung im Televoting. Aber Deutschland hatte einfach nicht das Material. Werbung macht man aus Prinzip nicht, weil ja „der Beitrag für sich sprechen soll“.

Ich erwarte vom schweizer & luxemburger Juryvoting gar keine Geschenke, aber man hätte ihnen vielleicht mal Argumente für ein paar Punkte liefern können. Und sei es nur durch Crosspromo, um Sympathie zu schaffen.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
3 Monate zuvor
Reply to  Jorge

Die 12 Televotingpunkte für Litauen kamen alle aus Lettland … 🤣

Jorge
Jorge
3 Monate zuvor

Eben, echt schräg. Wenn er dort Verwandtschaft und seinen Freundeskreis hat, kann das locker reichen. 🙂

Vielleicht gibt es ja auch eine lettische SciFi-TV-Serie mit so einem Silberkopf-Charakter. Man weiß es nicht.

lasse braun 🏴‍☠️🪓
lasse braun 🏴‍☠️🪓
3 Monate zuvor
Reply to  Jorge

atikin hätte sicher ein paar mehr punkte bekommen. 😭
hatte anfangs beim silbermann sogar die „hoffnung“ das litauen als mein letzter platz tipspieltip realität werden könnte aber dann kam die große nachbarwertung und aus die maus.
die indiekapelle (vize in litauen) hätte auch mehr punkte geholt,dessen bin ich mir sicher – die litauer waren komplett auf dem falschen dampfer unterwegs – selber schuld!

ob schweden jetzt mal die reissleine zieht?
schicken jemanden,der gesanglich überhaupt nicht wettbewerbsfähig ist,klatschen alles mit bum-bum sound zu und haben wohl gedacht,daß damit die top10 wieder sicher ist – tja…

Jorge
Jorge
3 Monate zuvor

Das komische ist: Frühere seiner ESC-Versuche konnten bei mir punkten. Dass er es ausgerechnet mit dieser Nummer zum ESC schafft, ist sehr tragisch.

Reissleine in Schweden? Vor dem ESC gab es doch weder bei Verantwortlichen noch bei Mello-Fans irgendeine Überlegung oder Kritik. Da war man sich doch sehr selbstsicher.

Dann noch dieser schräge Kriterienkatalog für eine Teilnahme – einzelne Songautoren haben doch null Chance an einer Teilnahme – will man das abschaffen? Und deren Votingsystem ist inzwischen auch schon so vermurkst, dass es kein Mensch mehr versteht.

lasse braun 🏴‍☠️🪓
lasse braun 🏴‍☠️🪓
3 Monate zuvor
Reply to  Jorge

der kühle typ im blauen stampelanzug hätte vielleicht doch noch ein paar mehr punkte abstauben können – der kann sogar singen.

Last edited 3 Monate zuvor by lasse braun 🏴‍☠️🪓
4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
3 Monate zuvor
Reply to  Jorge

Waren die MF-Quoten nicht ziemlich zurückgegangen?

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
3 Monate zuvor
Reply to  Jorge

Das komische ist: Frühere seiner ESC-Versuche konnten bei mir punkten. Dass er es ausgerechnet mit dieser Nummer zum ESC schafft, ist sehr tragisch.

Dasselbe könnte ich über Aidan sagen. War für mich auch sein schwächster Beitrag.

Franny
Franny
3 Monate zuvor

die indiekapelle (vize in litauen) hätte auch mehr punkte geholt

SHWR! 🙂

Malge1985
Malge1985
3 Monate zuvor
Reply to  Franny

Portugal kann ja nächstes Jahr Capital da Bulgária nach Bulgarien schicken. 😀

Last edited 3 Monate zuvor by Malge1985
Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
3 Monate zuvor

Immer wieder dieses Wort „Schuld“ am Tag nach dem ESC (das ‚wieder‘ bezieht sich nicht auf Dich)! Das Nachbarland Lettland hat ja, wenn ich Dich richtig verstehe, solch einen Fehler nicht begangen (ich finde den Titel ja auch wunderbar), ist aber im Unterschied zu Litauen gar nicht mal ins Finale gekommen. Mit wessen „Schuld“ erklärst Du das Ausscheiden des Titels vom richtigen Dampfer sowie das Weiterkommen des Titels vom falschen Dampfer?

Last edited 3 Monate zuvor by Thomas M. (mit Punkt)
lasse braun 🏴‍☠️🪓
lasse braun 🏴‍☠️🪓
3 Monate zuvor

heute haste mich aber richtig auf dem kieker. 😻
…bleib doch einfach mal bei litauen und mach das nicht so kompliziert – die litauer waren deswegen auf dem falschen dampfer,weil sie wegen einer eigentlich harmlosen textzeile im lied von atikin diesen vom topfavoriten auf den sieg zum zwerg degradiert haben – 2 punkte von der jury! im finale (ja auch unser geliebter „the roop“ sänger war da soweit ich weiß auch mit drin) – dazu kam das kesseltreiben angetrieben von litauischen ultranationalisten in litauischen (online) medien so 3-4 tage nachdem atikin sein semi souverän gewonnen hatte.

lion ceccah hat mit sicherheit für sein lied in wien einen sehr viel besseren platz erwartet aber seinem ansatz war gerade bei der stage show nur schwer zu folgen bzw. zu verstehen.
anbei noch mal atikin – @alle hier – ist das wirklich nur 2 läppische finalpunkte wert?
außerdem singt da nicht nur atikin,sondern noch 3 damen sehr gekonnt im ethnostil – das harmoniert meisterhaft. 🦋
der SCC kann jedenfalls kommen! 😎 🪓

Last edited 3 Monate zuvor by lasse braun 🏴‍☠️🪓
Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
3 Monate zuvor

Danke für die Erläuterung 🙂

Micha Knust
Micha Knust
3 Monate zuvor

Die Inszenierung war nicht zu toppen!
Das war ein mutiger, cooler und zeitgemäßer Beitrag, der allerdings
durch die Choreographie so dermaßen nach vorne geschossen kam,
und somit hochverdient gewonnen hat!
Dara hat allen gezeigt, dass auch Finnland und Australien eher angestaubt daherkamen.

Festivalknüller
Festivalknüller
3 Monate zuvor

Die Titelüberschrift könnte auch lauten:
Wie Deutschland verlor und Bulgarien übersehen wurde.😉

cars10
cars10
3 Monate zuvor

Wenn das Feuer schon vorher erloschen war – Deutschland beim ESC 2026

wär doch auch ganz nett gewesen.

Alki Bernd
Alki Bernd
3 Monate zuvor
Reply to  cars10

Feuer, brennt doch nur im Kamin,
Feuer, brennt nicht mehr in mir drin
Und es wird kälter und kälter
mit jeder Wertung !

Last edited 3 Monate zuvor by Alki Bernd
4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
3 Monate zuvor

Relatability ist der Schlüssel hier. Dara wurde als jung und hip eingestuft, Delta als „a bit Melania“ und „zu perfekt“. Beide haben ähnlichen Styling-Aufwand gehabt. Dito Noam, man sollte denken, dass er sich schnell die Lederjacke übergeworfen hat, um zum Kiosk zu gehen. Er hatte ein gebügeltes Hend mit Kragen, das geschickt kaschiert war, sonst wäre er als Start-Up Bro eingeordnet worden. Leute wollen chic aber gleichzeitig soll der Star erreichbar sein und „das würde ich auch so tragen.“

Romy
Romy
3 Monate zuvor

und wieder bestätigt sich: Die Jurys beurteilen nicht nur nach Stimme. Das ist einfach ein Trugschluss, der schon lange nicht mehr aktuell ist. Es geht um den Gesamteindruck, um Innovation. Die Jurys werden auch jünger und einfache Balladen oder Girlbop-Sounds aus den 2000ern ziehen da nicht mehr.

Romy
Romy
3 Monate zuvor
Reply to  Romy

kleine Anekdote: Ich habe mit meinen Eltern (beide über 60 J) und meiner Oma (über 80 J) gestern ESC geschaut und alle drei haben nach Sarah’s Auftritt gesagt: „Das wird nichts“. Danach ist mir ein bisschen das Herz in die Hose gerutscht und ich ahnte Schlimmes für das Voting 😬 wenn der Song aus DE schon bei uns in verschiedensten Alterklassen so gar nicht ankommt, was erwarten wir dann vom Rest Europas 🥲😔

Romy
Romy
3 Monate zuvor
Reply to  Romy

kaum zu glauben, dass wir mal das Land waren, das Acts wie Dschingis Khan oder Guildo Horn zum ESC geschickt hat – warum hatten wir vor Jahrzehnten mehr Mut als jetzt? 🥲

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
3 Monate zuvor
Reply to  Romy

Bei uns ist Fire auch in allen Altersklassen durchgefallen.

Steffi*
Steffi*
3 Monate zuvor
Reply to  Romy

Ist auch bei uns ( Altersspanne ab 20 bis Ü80 ) von niemandem positiv bewertet worden. Wobei alle anderen Beiträge durchaus kontrovers diskutiert wurden und Befürworter und Ablehnende fanden. Nur bei D waren sich wirklich alle einig. Das fand ich auch sehr auffällig.

Franny
Franny
3 Monate zuvor
Reply to  Steffi*

Bei uns 12 bis ca. 78 🙂

Franny
Franny
3 Monate zuvor
Reply to  Romy

Ja. War bei uns auch so. Durchweg alle anwesenden Generationen fanden „Fire“ nicht gut genug.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
3 Monate zuvor
Reply to  Romy

Malta kam ja bei den Juries ganz gut weg

Last edited 3 Monate zuvor by Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Gaby L
Gaby L
3 Monate zuvor

Mit Recht, wirklich ein schönes Lied. Der Auftritt hat mir auch gut gefallen.

Franny
Franny
3 Monate zuvor
Reply to  Gaby L

Ja. Muss ich auch sagen. Hat es letztendlich bei mir noch in die Top 10 geschafft.

ESCFan2009
ESCFan2009
3 Monate zuvor

Im deutschen Vergleich (mit den letzten 10 Jahren) fand ich unser Paket aus Song, Künstlerin und Staging sehr gut. Es war professionell und es ist was auf der Bühne passiert.
Im europäischen Vergleich war das Hausmannskost, die seit 10 Jahren bekannt ist. Die Zeiten sind vorbei. Dieses Paket kam zu spät.

Franny
Franny
3 Monate zuvor
Reply to  ESCFan2009

Im europäischen Vergleich war das Hausmannskost, die seit 10 Jahren bekannt ist. Die Zeiten sind vorbei. Dieses Paket kam zu spät.

Das trifft auf so vieles hierzulande zu.

Gerd Geomax
Gerd Geomax
3 Monate zuvor

Vielen Dank DP für diese sehr gute Analyse.
Ich stimme da in vielem zu.
Es ist ja tatsächlich so, dass sich weder Deutschland, auch Österreich, UK und Belgien mit ihren Beiträgen verstecken müssen. Aber es braucht halt diesen Wow-Effekt.
Ich bin ja mit der Song-Qualität des Jahrgangs sehr kritisch umgegangen und es gab auch nicht DEN Song, den ich zu 100 % unterstützen konnte. Was die Bühen-Inszenierungen angeht war dieser Jahrgang aber extrem gut und so hatte ich doch noch einiges an WOWs an den drei Abenden erlebt.
Hier liegt dann wohl auch der Schlüssel. Wenn du einen massentauglichen Popsong wie dem von Delta im Koffer hast, brauchst du auch eine bombastische Inszenierung, damit es nicht, wie sonst häufig bei australischen Beiträgen nur reines Juryfutter ist. Genauso benötigte DARA diese tolle bahnbrechende Bühnenshow um auch beim betagteren Publikum (wie bei mir) punkten zu können.
Ein 08/15-Song mit einer zwar sehr sympathischen und engagierten Künstlerin reichen dann nicht aus, wenn man nur die Dancemoves der vergangenen 10 Jahre kopiert und ein bisschen Feuer in die Luft bläst.
Ich hoffe, dass der SWR kapiert, dass man man mit einer Songauswahl, die nur auf das Radiopublikum abzielt und mit Inszenierungen, die an Schulaufführungen erinnern (hier meine ich nicht Sarah!), niemals aus dem Tabellenkeller aufsteigen kann. Etwas mehr Mut bei der Beitragswahl, Angebote an gute charismatische Künstler und bitte mit der Planung für den nächsten Vorentscheid bitte JETZT beginnen. Macht San Marino übrigens auch, die überraschenderweise mit als erstes nun die Teilnahme 2027 zugesagt haben (neben Finnland, Dänemark und natürlich Bulgarien).

Franny
Franny
3 Monate zuvor
Reply to  Gerd Geomax

This!

Stefan HSPLP
Stefan HSPLP
3 Monate zuvor

Die typischen Ländervotings wie Zypern und Griechenland, die nordischen Länder und Balkanländer haben mich nicht so überrascht. Teilweise konnte man schon vor dem Aussprechen des Landes der Sprecher oder der Sprecherin erahnen welches Land kommt. Bulgarien war definitv ein Land, mit dem die Mehrheit glaube ich nicht als Sieger gerechnet hat, am Ende aber beide Votings für sich holen konnten und das freut mich sehr.

Zu Deutschland kann man ein weiteres Kapitel der Misserfolge der ESC-Geschichte hinzufügen. Vom Vorentscheid angefangen bis hin zum Finale war das Ergebnis mehr oder weniger absehbar. Kein Mut, nichts mit dem man aus der Masse heraussticht. Schlichter 08/15 Radio-Pop der Jahre zuvor beim ESC vielleicht noch funktioniert hat, aber auch da gibt es in Deutschland keine Weiterentwicklung was sehr traurig und schade ist. Ob es 2027 besser/anders wird? Stand jetzt wüsste ich nicht warum

Rainer Knuth
Rainer Knuth
3 Monate zuvor
Reply to  Stefan HSPLP

Denke dieses Ergebnis könnte beim „neuen“ SWR ein Anstoß zum Umdenken sein, dann müßte es aber auch jetzt innerhalb kurzer Zeit kommuniziert werden und sich mit den verschiedenen Gruppen zusammengesetzt werden um die Veränderungen zu besprechen / auszuloten.

Rainer Knuth
Rainer Knuth
3 Monate zuvor

Mich stören jetzt beim Nachhinein überlegen die langen Kamerafahrten beim deutschen Beitrag wieder einmal. Gerade Sarah hat doch eine schöne Ausstrahlung und auch eine gewisse Bühnenpräsenz, die allerdings nicht an Delta heran reicht.

Dennoch fallen mir Moldau und Australien ein plus Bulgarien die ihr Staging eher künstlernah abgefilmt haben und so eine gewisse Nähe zum Künstler aufgebaut haben , was halt in 3 Minuten möglich ist.

Auch der Dancebreak waren zu wenige Schnitte drin und auch etwas zu weit weg gefilmt meiner Meinung nach.

Rouven
Rouven
3 Monate zuvor

Diskrepanzen zwischen Publikum und Jurys sind völlig ok; dazu gibt es die Zweiteilung ja.

Wenn die Jurys nicht entlang den Kriterien, die sie von der EBU erhalten, bewerten, sondern doch nur nach Geschmack oder Politik/Freundschaft, braucht man sie in der Tat nicht. Oder man könnte dann auch zehn Leute aus der Bevölkerung auslosen für die Jury, die würden ihre Aufgabe teils vermutlich gewissenhafter erfüllen!

Last edited 3 Monate zuvor by Rouven
HardcoreStgt
HardcoreStgt
3 Monate zuvor

Deutschland wurde nicht übersehen, sondern ist erneut an eigener Mittelmäßigkeit und mangelnder Professionalität der Verantwortlichen gescheitert. Sarah trifft daran keine Schuld – sie ist eine gute Sängerin und Performerin.
Das eigentliche Problem lag zunächst im Song selbst: „Fire“ wirkte im internationalen Vergleich zu generisch und wenig wiedererkennbar. Im deutschen Vorentscheid konnte das noch teilweise durch starke Inszenierung und Sarahs Ausstrahlung kompensiert werden. Im Finale jedoch wirkte der Auftritt weniger rund, teils überladen und hektisch. Besonders auffällig war das schlechte Timing einzelner Choreografie- und Kameraentscheidungen. So war die Kamera nach dem Sturz vom Podest bereits auf Sarah gerichtet, während sie noch unsicher in den Armen der Tänzerinnen lag. Auch kurz vor dem Schlussteil des Songs sah man deutlich, wie sie hastig zurück auf das Podest lief. Solche Übergänge hätten sauberer inszeniert werden müssen – im Halbfinale gelang das noch deutlich besser. Insgesamt sind es aber genau solche Details, die den Gesamteindruck prägen: Der Beitrag wirkt dann „ganz gut“, aber nicht überzeugend genug, um im Wettbewerb wirklich herauszustechen. Hier wäre „weniger“ am Ende „mehr“ gewesen.
Hinzu kam, dass Sarah stimmlich nicht so souverän und locker wirkte als gewohnt.Man merkte ihr die Anspannung deutlich an. So fehlten z.B. auch die direkten Blicke in die Kamera, die im Vorentscheid noch Nähe, Sicherheit und Präsenz erzeugt hatten. Insgesamt entstand der Eindruck eines überinszenierten Auftritts: zu viele Effekte, zu viele Abläufe, zu wenig Klarheit. Dadurch ging die ursprüngliche Natürlichkeit verloren, und Sarah wirkte eher geführt als selbstbestimmt.
Einen weiteren strategischen Fehler sehe ich in der nachträglichen Aufladung des Songs mit einer überhöhten Botschaft („Female Empowerment“). „Fire“ ist im Kern jedoch ein energiegeladener Pop-Song – diese zusätzliche Bedeutung wirkte eher konstruiert als stimmig.
Man sollte zukünftig die Inszenierung Profis überlassen, die sich in Sachen ESC auskennen und sich nicht von teilweise überholten Klischees leiten lassen.

Julian
Julian
3 Monate zuvor

Danke für die Analyse. Ich denke ohne den politischen Konflikt hätte Israel nicht so viele Publikumspunkte bekommen. Da werden auch viel Sympathievotes dabei gewesen sein.
Das wird aber vermutlich in den nächsten Jahren abebben.

norberto
norberto
3 Monate zuvor
Reply to  Julian

Das hab ich eigentlich schon für dieses Jahr gehofft. Ich hab nicht mehr das Gefühl, dass es abebbt, bis irgendwann ein mittelmäßiger israelischer Beitrag den ESC gewinnt.

Julian
Julian
3 Monate zuvor
Reply to  norberto

Meinst du wirklich? Der Konflikt beruhigt sich ja eher als dass er präsenter wird. Bei der Ukraine gibt es auch nicht mehr so viele Sympathievotes wie vor ein, zwei Jahren.

Lempi
Lempi
3 Monate zuvor
Reply to  Julian

Es jst ja schon weniger geworden im Vergleich zum letzten Jahr. Ich hoffe auch, dass sich mit einem innenpolitischen Wechsel Israels nochmal was tut. Der kommt ja hoffentlich dieses Jahr.

Daniel Fabian Maier
Daniel Fabian Maier
3 Monate zuvor
Reply to  norberto

Glaube ich auch . Das wird jetzt jedes Jahr so dramatisch sein , bis Israel irgendwann tatsächlich gewinnt.

Steffen
Steffen
3 Monate zuvor
Reply to  Julian

Für mich war ja der israelische Beitrag der beste Song im Wettbwerb. Ich habe dann auch mehrfach dafür angerufen. Der Song war halt sehr eingängig und ist im Gedächtnis geblieben,hatte nebenbei auch mit die beste Gesangsleistung unter den männlichen Solisten. Also für mich geht der 3.Platz im Televoting vollkommen in Ordnung.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
3 Monate zuvor
Reply to  Steffen

Dito

Jorge
Jorge
3 Monate zuvor

Diese mediterrane/Adria-Connection funktioniert für Italien jedenfalls perfekt. Punkte aus Albanien sind ja aus logischen Gründen selbsterklärend, Malta und San Marino auch. Plus Televoting aus Schweiz hat man schon sicher 42 Punkte auf dem Konto, ohne irgendwie überzeugen zu müssen.

Jofan
Jofan
3 Monate zuvor
Reply to  Jorge

Und dazu kommt noch das (grenzübergreifende) Image Italiens in der Popkultur als beliebtes Urlaubsland und Senhnsuchtsort, woraus sich dann auch viele Sympathien ergeben.
So wird es Italien jedes Jahr in die Top 10 schaffen und immer auch in die Nähe der Top 5 – total unabhängig vom Song.
Schade finde ich es schon, gerade da Italien auch nicht gerade mutigere Songs schicken wird, wenn ein Song wie „Per sempre si“ in 2026(!) noch Platz 5 erreicht, aber dann etwas Frischeres wie „La noia“ für italienische Verhältnisse nur auf Platz 7 landete…

💪 Jakub 🇮🇱 dances אנה פרנק 🌪️ 🌅 👑 🏆
💪 Jakub 🇮🇱 dances אנה פרנק 🌪️ 🌅 👑 🏆
3 Monate zuvor
Reply to  Jofan

🇮🇹 Italien wählt in allererster Linie einen Sanremo-Sieger und keinen Eurovisionsbeitrag. Der ESC ist eine reine Zugabe und spielt beim Abstimmungsverhalten auf nationaler Ebene eine völlig untergeordnete Rolle. (Zumal dort die Klausel gilt, daß es dem Sanremo-Gewinner freisteht, das Land auch auf internationaler Bühne zu vertreten – oder eben nicht.)

Momo 🐢
Momo 🐢
3 Monate zuvor
Reply to  Jofan

JOFAN! OH MEIN GOTT! Hast du gelesen, was mir in Wien alles passiert ist? 😍😍😍🔴🔴🔴 MIRIANA IST PASSIERT!

Jofan
Jofan
3 Monate zuvor
Reply to  Momo 🐢

Nein, leider noch nicht. Die Artikelflut hat mich hier etwas überfordert und ich hatte am Wochenende auch noch viel zu tun…
Wo kann ich das denn nachlesen?

Miriana war klasse im Finale! Dass sie auch noch Deutsch gesungen hat, war natürlich ein lustiger Zufall 🙂

Momo 🐢
Momo 🐢
3 Monate zuvor
Reply to  Jofan

Kurze Zusammenfassung:

Do: auf dem Weg zum Eurovillage treffen wir Miriana am Straßenrand. Hab sie umarmen dürfen und ein Selfie mit ihr. Sie hatte ihren Hüpfball dabei. 😍😍😍

Fr: Abends im EuroClub tritt als Überraschungsgast Miriana auf. Sie performt i8, Napoletana und Serving Kant. 🔴🔴🔴

Sa: Wir sind in der Afternoonshow und sehen Miriana live die Dschingis Kahn Nummer und Slimane performen. 🥵🥵🥵

Ich musste immer wieder an dich denken! Du hättest das mit mir zusammen SO hart gefeiert! 🥰🫶 Es war wie im Traum!

Last edited 3 Monate zuvor by Momo 🐢
Momo 🐢
Momo 🐢
3 Monate zuvor
Reply to  Momo 🐢

Vor allem der Zufall am Donnerstag…ich dachte ich kippe um. 🫠

Malge1985
Malge1985
3 Monate zuvor
Reply to  Momo 🐢

Kennst du dass hier schon?

http://www.youtube.com/shorts/z_MABa9S4lQ

Hier noch der Abor Remix dazu

http://www.youtube.com/watch?v=oazqkooVktY

Momo 🐢
Momo 🐢
3 Monate zuvor
Reply to  Malge1985

Den Abor Remix hat sie am Freitag im Eurofanhouse vor uns live aufgeführt! 😍😍😍

Malge1985
Malge1985
3 Monate zuvor
Reply to  Momo 🐢

Cool. 😀

Jofan
Jofan
3 Monate zuvor
Reply to  Momo 🐢

Oh, das klingt sooooo toll, liebe Momo! 🥹😍😍 Das freut mich extrem für dich!
Sehr süß von dir, dass du an mich denken musstest 😘
Das, was ich mitbekommen habe, klang wirklich sehr toll und hat mir ein bisschen Klassenfahrt-Vibes gegeben. 🤭 Hach, wie gerne wäre ich auch mal live vor Ort…
Aber irgendwann wird das ganz, ganz sicher mal passieren und dann freue ich mich schon darauf, mit dir den Euroclub zu „KANT“ unsicher zu machen 🤭🤪

Momo 🐢
Momo 🐢
3 Monate zuvor
Reply to  Jofan

Haha, das war dann aber eine sehr wilde Klassenfahrt und die Lehrer haben überhaupt nicht gut auf ihre Schüler aufgepasst. 🤣
Ja, das wäre so schön, wenn wir das wirklich mal schaffen könnten, den ESC gemeinsam zu erleben. 😍
Und vor allem den Euroclub! 🕺💃👯
Aber eines sage ich jetzt schon. Nächstes Jahr in Bulgarien werde ich eher nicht dabei sein. 😅

cars10
cars10
3 Monate zuvor

Aber was sollte die EBU machen?

Die Televotes fängt man nur ein, wenn es heißt „nur eine Stimme pro Lied“.
Es war schön zu sehen, daß sich sowohl mittlerweile die Ukraine abnutzt und als auch daß bei Israel die einseitige Stimmenvergabe etwas einhegt wurde. Das hatte vielleicht auch mit der starken Konkurrenz aus BUL, ROM und MOL zu tun.

Beim auffälligen Nachbarvoting helfen eigentlich nur Ermahnungen bzw. Strafen oder vielleicht nicht nur n=7 sondern n=20. Hochnotpeinlich waren manche 12 Punkte schon für uns Nichtbetroffene, das sehen aber z.B. die Zyprioten sicher ganz anders, da saß ja jeder schiefe Ton und das wollte aus GRE belohnt werden.

Tja, und was soll man zu Schweden sagen? Man wird sicher nicht das Verfahren wegen des Ausrutschers ändern, sondern eher an der Qualität der Lieder im VE arbeiten, undenkbar für D.

Last edited 3 Monate zuvor by cars10
Jorge
Jorge
3 Monate zuvor

Wenn wir über Gründe bei D jenseits von Songauswahl, etc. reden, sollte man vielleicht auch den sehr suboptimal gewählten Ausschnitt im Recap erwähnen. Da war nichts drin, was irgendwen zum Telefon greifen lässt und man hatte den schiefen Ton ausgewählt. Eigentlich ein sehr billiger Fehler, weil leicht vermeidbar!

Last edited 3 Monate zuvor by Jorge
herrtobsucht
Mitglied
herrtobsucht
3 Monate zuvor

Das 2 Rückkehrer uns vor einem Sieg Israels bewahrt haben, ist mir noch so gar nicht bewusst geworden.
„Choke me“ fand ich live jetzt gar nicht mal so gut. Denke aber, dass sich genug Liebhaber für solch düster poppigen Rocksound finden konnte und natürlich auch von der starken Startnummer profitiert wurde.

Last edited 3 Monate zuvor by herrtobsucht
HardcoreStgt
HardcoreStgt
3 Monate zuvor

Ich kann jedem nur den folgenden YouTube Clip ans Herz legen:


Darin ist Daras Finalauftritt aus der Publikumsperspektive zu sehen und man erkennt, welcher logistische Aufwand und welche Präzision hinter der Bühneninszenierung steckt. Wer immer auch sich die Inszenierung ausgedacht hat, ist ein kreatives Genie. Und wer immer sich die Abläufe ausgedacht hat, ist ein logistisches Genie. Und dass dies alles in der Übertragung so einfach und reibungslos aussah, ist Dara und ihren Tänzern zu verdanken. Ein Auftritt auf höchstem Niveau, der höchsten Respekt verdient, egal ob man den Song mag oder nicht.

Last edited 3 Monate zuvor by HardcoreStgt
RichardESC1997
RichardESC1997
3 Monate zuvor
Reply to  HardcoreStgt

So und nicht anders!
Ich war die ganze Zeit für Finnland, aber Bulgarien hat einfach abgeliefert und einen sehr qualitive Inszernierung abgeliefert!

Prometheus
Prometheus
3 Monate zuvor
Reply to  HardcoreStgt

Inszenierungen von Fredrik Rydman sind ein bisschen wie Russisch Roulette. Manchmal kommt „Maman“ dabei raus und manchmal eben „The Code“ oder „Bangaranga“.

Vielleicht soll der SWR den Herrn Rydman mal kontaktieren, ob er mal Bock hat. Dann müsste man ihm aber auch ein Lied vorlegen, welches es verdient.

Fredrik Rydman, Sergio Jaen, Ruy Okamura, Sacha-Jean Baptiste. All diese Inszenatoren sind da draußen aber man spricht sie einfach nicht an (jedenfalls nicht, dass wir wüssten). Deutschland lebt in seiner eigenen Realitätsverweigerungswelt und gibt sich mit Marvin Dietmann zufrieden.

Daniel Fabian Maier
Daniel Fabian Maier
3 Monate zuvor
Reply to  Prometheus

💯💯💯 Das!

Milch
Milch
3 Monate zuvor
Reply to  Prometheus

Sie müssen auch unseren Beitrag inszenieren wollen.

herrtobsucht
Mitglied
herrtobsucht
3 Monate zuvor
Reply to  HardcoreStgt

Es war glaube ich der
Stage Director von „The Code“?
Warum kriegen wir so jemanden nie an den Start?

Last edited 3 Monate zuvor by herrtobsucht
Meckie
Meckie
3 Monate zuvor
Reply to  herrtobsucht

Bin der einzige sicher, aber Performance, Staging von Bulgarien habe ich null verstanden. Was sollte das alles darstellen? Am Anfang, die Stühle, die Gesichtsmasken oder Schminke der Tänzer, eine Gruppentherapie oder Stuhlkreis, die Gesichter wie kurz besessen, die Outfits, eine Teufelsaustreibung, die Uhr an der Wand, der Tanz usw. Verstehe es immer noch nicht so ganz. Was hatte das mit Bangeranga zu tun und vorallem was genau ist denn jetzt dieses Bangeranga? 🤔

Bin wahrscheinlich einfach zu alt dafür. 🤭 Brauche halt so Stagings, die man leicht versteht, z. B. Italien mit Hochzeitsthema oder meinetwegen auch Deutschland mit der Schulaufführung voll Feuer am Abiball.

Last edited 3 Monate zuvor by Meckie
lasse braun 🏴‍☠️🪓
lasse braun 🏴‍☠️🪓
3 Monate zuvor
Reply to  Meckie

moderne stuhlrückkunst. 🐰

HardcoreStgt
HardcoreStgt
3 Monate zuvor
Reply to  Meckie

Ich bin Ü60 und hatte großen Spaß an der Inszenierung und Performance von „Bangaranga“.
Man kann sich solchen Beiträgen grundsätzlich auf zwei Arten nähern:
Entweder man recherchiert und versucht herauszufinden, welche Botschaft hinter der Inszenierung steckt. Dann kommt man vielleicht zu dem Schluss, dass „Bangaranga“ im Kreolischen so viel wie „Aufruhr“ oder „Chaos“ bedeutet. Der Warteraum könnte dabei eine scheinbar feste Ordnung symbolisieren, die allmählich ins Wanken gerät und einem kontrollierten Chaos weicht.
Oder man verzichtet einfach auf jede tiefen-psychologische Interpretation und versucht gar nicht erst, die Warteraum-Kulisse als Metapher für gesellschaftliche Zwischenzustände zu verstehen. Stattdessen genießt man die originell-skurrile, ironische und herrlich campige Performance und hat einfach Spaß daran. Warum in allem einen tieferen Sinn suchen?

Daniel Fabian Maier
Daniel Fabian Maier
3 Monate zuvor
Reply to  HardcoreStgt

Die Inszenierung kommt von Fredrik „Benke“ Rydman und einer Kollegin von Sasha Jean Baptiste Group .

Franny
Franny
3 Monate zuvor
Reply to  HardcoreStgt

Danke! Genau so seh ich das auch.

Franny
Franny
3 Monate zuvor
Reply to  HardcoreStgt
Meckie
Meckie
3 Monate zuvor

Nachbarschaftsvoting stimmt ja so auch nicht: einige skandinavischen Länderjuries waren fair, Serbien-Jury gab Kroatien keinen Punkt, viele südliche Länderjuries waren fair, Österreich gab Deutschland auch nicht so viel…

Das sollte man mal betonen (außer vielleicht Griechenland und Zypern vielleicht).

Meckie
Meckie
3 Monate zuvor

Es hat dieses Jahr Generation TikTok und Internetmemes gewonnen. Besonders Bulgarien, Italien, Rumänien, Dänemark haben davon profitiert.

Meckie
Meckie
3 Monate zuvor
Reply to  Meckie

Moldau, Griechenland ebenso. Und Ukraine und Israel haben aus bekannten Gründen auch profitiert.

Noor
Noor
3 Monate zuvor

Das Fachfurie voting soll bleiben.
Ist gut gegen die Social und ToikTok Überflutung

Es wird immer Punkte für den Nachbarn geben
Und?

Sendet einfach bessere Lieder dann klappt auch das Voting.
Im Votentscheid waren 9 langweilige Lieder.
Ich fand Wavviboi großartig mit seiner Frische und der Gitarreneinlage.schade das man hier nicht weiss wie das bei Buchmachern angekommen wäre.
Also erst mal bei sich selber anfangen und ein größeren Wettbewerb ausrufen.
Mit echten Castings und ohne die Radiosender…

lasse braun 🏴‍☠️🪓
lasse braun 🏴‍☠️🪓
3 Monate zuvor

„Nur 35 Jury- und 16 Publikumspunkte sind für ESC-Verhältnisse beinahe ein Absturz.“


na komm schon lieber blogger,spring mal über deinen schatten – beinahe?
derbe abgesoffen sind die schweden!

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
3 Monate zuvor

Spannend, wie sich hier einige an der Platzierung Schwedens ergötzen. Ich fand schon länger, dass Felicia hier ein bisschen zu arg wegen ihres – m.E. gar nicht so schlechten – Gesangs und ihrer Maske angegangen wurde, von der Inflation des Wortes „seelenlos“ ganz zu schweigen. Natürlich tut mir diese Platzierung für sie leid, wenn man bedenkt, wie erfolgsverwöhnt ihr Land beim ESC doch ist. Eine Sache kann ihr aber niemand nehmen: „My system“ war und ist in Schweden ein Riesenhit: 10 Wochen auf der 1, das schafft nicht jeder schwedische ESC-Beitrag, und jetzt immer noch in den Top 10.

Andi
Andi
3 Monate zuvor

Wenn man dieses Jahr das System nicht geändert hätte, dann wäre Felicia gestern die Schmach erspart geblieben. Weil sie wäre gar nicht ins Finale gekommen.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
3 Monate zuvor
Reply to  Andi

Es wäre schon viel gewonnen, wenn wenigstens ESC-Fans bei den Protagonisten ihrer geliebten Veranstaltung (bei der ja eben nicht alle in den Top 10 landen oder gar gewinnen können) auf Wörter wie „abgesoffen“, „Schmach“, „Schuldige“ etc. verzichten würden.

lasse braun 🏴‍☠️🪓
lasse braun 🏴‍☠️🪓
3 Monate zuvor

ich finde die vielfältigen ausdrucksmöglichkeiten der deutschen sprache spitze. 🙃

Gaby L
Gaby L
3 Monate zuvor

Den Gesang fand ich in Ordnung, und den Song …. joa… okay. Für meinen Geschmack in der Tat etwas steril. Hätte aber mit der schlechten Platzierung jetzt auch nicht unbedingt gerechnet. Die Maske ist für sie ein persönliches Schutzschild, es erschwert es aber auch, eine Verbindung mit der Sängerin aufzubauen. Das wäre eventuell noch möglich gewesen, wenn die Lasershow nicht so arg gewesen wäre. Man hat sie ja stellenweise gar nicht gesehen. Normalerweise können die Schweden Inszenierung besser, war doch etwas enttäuschend.

ESC1994
ESC1994
3 Monate zuvor
Reply to  Gaby L

Vielleicht holt dieser Flop Schweden wieder etwas auf den Boden zurück. Sie haben sich die letzten Jahre für meinen Geschmack eh zu sehr als „Oberboss“ aufgespielt dem der ESC allein gehört.

lasse braun 🏴‍☠️🪓
lasse braun 🏴‍☠️🪓
3 Monate zuvor

man sollte die dinge schon noch beim namen nennen dürfen.
beim melo gab es isolierte mikrofontonspuren im netz und wenn man sich die angehört hat dann wußte man klar bescheid.
gerade beim ESC 2026 gab es ein enormes leistungssingen und da hatte schweden einfach nichts zu bieten.
die kröte mußte einfach mal schlucken.
ob „my system“ in schweden ein großer hit war und noch ist spielt für den ESC erstmal keine rolle.
soweit ich mich entsinnen kann,habe ich mich nie zur maske geäußert.
schwedens melo 2026 songauswahl war m.e. bis auf den recht lustigen blauen strampelmann grottenschlecht und dann kommt halt beim ESC die quittung.
das müssen die schweden aber intern analysieren,sofern sie denn wollen – das geht uns nichts an und wir haben ja auch hausaufgaben vor uns zu bewältigen.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
3 Monate zuvor

Das mit der Maske wollte ich auch gar nicht Dir persönlich vorwerfen. Es tut mir leid, dass mein gebündelter Ärger über Kommentare verschiedener Leute nun bei Dir rauskam.

-lobo-
-lobo-
3 Monate zuvor

Sonst zum ESC dieses Jahr.

Nachdem ich alle Beiträge gestern gehört und gesehen hatte, hatte ich getippt, das es Bulgarien wird. In diesem Jahr hatte ich die allermeisten Sachen eh erst in den Halbfinalen das erste Mal gesehen und gehört.

Bulgarien: Verdienter Sieger im Jury- wie Televote gleichermaßen. Ich schrieb gestern noch, das es auch dieses Jahr keinen Song gibt, der wirklich kommerziell erfolgreich sein könnte. Da denke ich habe ich mich geirrt. Das hier könnte kommerziell schon sehr gut funzen, was nach den beiden Pleite-Siegern der Vorjahre dem ESC auch zu wünschen wäre

Finnland: Das wirkte auf mich dann live einfach viel zu gewollt und leider auch unsympathisch. Schön irgendwie, das die Quoten dann doch nicht alles vorgeben.

Australien: Mit Platz 4 gut bedient. Der 9. Platz im Televote hat zum Glück Schlimmeres hier verhindert.

Griechenland: Ich fand ich irgendwie „niedlich“ und es war lustig. Aber dass das mit dem Sieg nix zu tun haben wird, war irgendwie auch klar. Dafür war es zu sehr „Kindergarten“

Frankreich: Das wurde hier gestern ja noch von einigen als möglicher Sieger gehandelt. Das diese total aufgesetzte Nummer im Televote baden geht, das dachte ich mir aber schon

Dänemark: Gut bedient mit dem 7. Platz.

Italien: Das freut mich diesmal sehr, das Italien den 5. gemacht. Hier hat man gesehen, das 80er Retro-Schlager bei Jurys und sogar im Televoting gut funktionieren kann, wenn er gut gemacht ist. Darüber sollten wir in Deutschland mal drüber nachdenken…

Schweden: Jedes andere Land wäre ob dieses Songs und dieser Darbietung mit einer Doppel-Null gestern nach Hause gefahren. Furchtbar.

Nochmal kurz zum SWR:

Ich will hier keine dummen Beschwichtigungen hören. Ich will keine Marktforschungen mehr, keine Camps, keine internationale Jury… ich will einfach nur gute Songs! Zumindest EINER sollte in einer deutschen VE doch zu machen sein.

Anni🎸🎸🎸
Anni🎸🎸🎸
3 Monate zuvor

„Den Jurys mag das zu plump erscheinen oder qualitativ nicht hochwertig genug in Komposition und Interpretation.“

Ich lach mich tot über diese Aussagen von DP

https://youtu.be/3V3cqdY8vy4?si=3RipiZrr8L7jyehR&t=281

Last edited 3 Monate zuvor by Anni🎸🎸🎸
lasse braun 🏴‍☠️🪓
lasse braun 🏴‍☠️🪓
3 Monate zuvor

🔥 🪓 🔥

Zzepe
Zzepe
3 Monate zuvor

Ich werde die Mission ESC 2027 starten und für uns den ESC in Sofia gewinnen mit deutschem Schlager

♫ Henry ♫
♫ Henry ♫
3 Monate zuvor

Hast Du das Gefühl, dass Jury und Publikum beim ESC inzwischen immer weiter auseinanderdriften?

Wenn etwas auseinanderdriftet, dann doch eher Durchblick und Verständnis für den ESC vs. rauer Wirklichkeit hierzulande. Und nein, damit ist nicht das Publikum gemeint. Ist indes weniger ein Gefühl, sondern mittlerweile vielmehr Gewißheit…

Last edited 3 Monate zuvor by ♫ Henry ♫
Tamara
Mitglied
3 Monate zuvor

Ze Deutschland hier und jetzt nur eine Frage: Wer zum Henker hat den Schnelldurchlauf-Ausschnitt ausgewählt? Bitte sofort feuern!

Harry Leman
Harry Leman
3 Monate zuvor
Reply to  Tamara

Wer war das…..😡

Andi
Andi
3 Monate zuvor
Reply to  Harry Leman

Ich nicht.

EWIV
EWIV
3 Monate zuvor

Gute Analyse. Besonders zu denken geben mir auch dieses Jahr wieder diese Splits zwischen Jury- und Publikumsvotings. Wenn in der Livesendung die Ergebnisse des Publikumsvotings runtergelesen werden und dann entweder von den Jurys tief bewertete Beiträge massiv nach oben schießen (dieses Jahr vor allem Moldawien und Rumänien), die dann aber keine Siegchancen mehr haben, und gleichzeitig bei den Jurys hoch bewertete Beiträge minimal Punkte vom Publikum bekommen, nimmt das einfach massiv Spannung aus der Show raus. Bei manchen Juryentscheidungen musste ich mich ohnehin wundern. Gerade die Beiträge aus Polen, Tschechien und Malta waren für mich reiner Ohrenkrampf, und ich versuche wirklich zu verstehen, was einem Juror, bei dem man ja eine gewisse Fachkompetenz annehmen könnte, daran gefallen haben könnte. Bei Frankreich kann ich’s noch halb verstehen wegen Gesang und Klassik und so, auch wenn ich die Nummer selber auch ganz fürchterlich fand.

Dass Finnland nicht gewinnen würde, war für mich schon im Vorfeld klar. ESC-Gewinnersongs klingen nicht so. Für Schweden hingegen dürfte das Ergebnis einer mittleren nationalen Katastrophe gleichkommen. Letztes Jahr klappte es mit Selbstironie ja recht gut, dieses Jahr mit Standard-Schwedenpop aus dem Baukasten wieder weniger. Da steht man wohl wirklich an einem Scheideweg; eine strategische Neuausrichtung täte wohl not.

Für den österreichischen Beitrag hatte ich ja eine kleine Schwäche, auch wenn mir klar ist, dass ich damit ziemlich allein auf weiter Flur bin. Da ging es ohnehin eher darum, möglichst nichts mit den vorderen Plätzen zu tun zu haben. Mit UK ist es fast jedes Jahr das Gleiche: Irgendein Noname singt irgendetwas hastig Dahingerotztes, und niemand mag’s. In diesem Jahr für mich besonders schade, weil der Beitrag stilistisch durchaus dem entspricht, was ich außerhalb der ESC-Saison so höre. Trotzdem hat der Beitrag auch bei mir null gezündet. Der Sieger geht für mich in Ordnung. Einerseits weil sich Jurys und Publikum mal wieder einig waren; andererseits weil der Beitrag, bei all seiner Nervigkeit, einer der wenigen in diesem eher mauen Jahrgang war, die mir beim ersten Hören schon im Gedächtnis geblieben sind. Bei einer Liveshow nicht ganz unwichtig.

Tamara
Mitglied
Tamara
3 Monate zuvor

Hab ich das Gefühl, dass Jury und Publikum immer weiter auseinanderdriften? Nicht unbedingt. Es sind halt zwei verschiedene Gruppen, die beide füreinander auch so ein bisschen als Korrektiv fungieren.

Liebe Blogger*innen, ich hab eine Riesenbitte an Euch, und ich wäre sehr happy, wenn das ginge: Ihr habt doch Connections zu Alina Stiegler, die dieses Jahr in der deutschen Jury saß. Fragt sie doch bitte mal, was man da ganz genau an die Hand bekommt, anhand dessen man die Songs bewerten soll, und wie genau das aussieht. Kriegt man eine Skala an die Hand? Macht man das „freihändig“? Schaut einem da jemand auf die Finger? Muss man seine Entscheidung begründen? Consi hat da ja vor fünf Jahren schon mal ein bisschen was erzählt, und es kursieren hier ja auch immer wieder Dinge, aber ich wüsste es gern wirklich mal ganz genau.

Dankeschön schon mal!

Amion
Amion
3 Monate zuvor
Reply to  Tamara

Ich denke mal die deutsche Jury hat sich NICHT an die Vorgaben gehalten , sonst hätte die Italo Schmonzette keine 10 Punkte erhalten .

Für mich ist die deutsche Jury Schuld das Finnland knapp aus den Top 5 gefallen ist .

Ich Hoffe Alina hat das nicht verbrochen und Ihn auf 1 gesetzt .

War für mich das Highlight des Abends Douze Points Reaktion auf ITALIEN .

Tamara
Mitglied
Tamara
3 Monate zuvor
Reply to  Amion

Da ich die Vorgaben gar nicht kenne und vermutlich auch sonst niemand hier, können wir da alle nichts zu sagen.

Rouven
Rouven
3 Monate zuvor
Reply to  Tamara

-Komposition und Originalität des Liedes
-Qualität der Bühnenperformance
-stimmliche Leistungsfähigkeit des/der Interpreten
-Gesamteindruck des Auftritts

Das ist jedenfalls das, was öffentlich ist.

ESC Jul
ESC Jul
3 Monate zuvor
Reply to  Rouven

Aber ist das auch wirklich offiziell? Diese Kriterien kursieren meines Wissens nach zwar überall im Internet, aber sind nicht auf offiziellen Seiten der EBU zu finden. Kann auch sein, dass ich falsch liege, aber das einzige was offiziell bekannt ist, ist das mit dem Gesamteindruck, glaube ich zumindest.

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
3 Monate zuvor
Reply to  Tamara

Dadurch dass sich Jury und Televoting beim Sieger einig waren, sind sie doch eigentlich sogar wieder näher zusammengerückt als in den Vorjahren. Es wird immer Songs geben, die auf der einen oder anderen Seite mehr punkten. Und das ist doch gut so.

ESC Jul
ESC Jul
3 Monate zuvor
Reply to  Tamara

Würde mich auch sehr interessieren.

DerKai
DerKai
3 Monate zuvor

Keine Analyse, nur ein Fazit: Ich bin froh, dass sich Europa den ESC von den Wettanbietern „zurückgeholt“ hat! Endlich wieder Spannung! 😃

trackback

[…] dieses Mal der Televotingsieger oder der der Jurys? Oder erleben wir endlich mal wieder eine Übereinstimmung beider Entscheidungsgremien und somit einen fulminant legitimierten Sieger, gar wieder mit Geige wie schon 2009? Das Märchen […]

eurovision-berlin
eurovision-berlin
3 Monate zuvor

Ich frage mich gerade, ob oder wie Bulgarien den Contest ausrichten will. Ist Sofia Hotel-mäßig überhaupt dafür geeignet? Das Ganze geht doch Wochen… So reich sind die doch eigentlich nicht.

ESC1994
ESC1994
3 Monate zuvor

Sie haben in Sofia ne geeignete Halle:

https://de.wikipedia.org/wiki/Arena_Sofia

Gaby L
Gaby L
3 Monate zuvor
Reply to  ESC1994

Freue mich sehr darüber, dass mal ein Land an der Reihe ist, welches den ESC noch nie ausrichten durfte. Bin sehr gespannt.

4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
3 Monate zuvor
Reply to  ESC1994

Wenn’s doch nicht klappt, kann noch jemand anderes einspringen. Also doch Neapel oder Freiburg!

Andi
Andi
3 Monate zuvor

Wie jetzt, der ESC 2027 findet nicht in Neapel statt??? Gefühlt stand das doch täglich 10 mal in den Kommentaren 😄😄😄

Last edited 3 Monate zuvor by Andi
4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
3 Monate zuvor
Reply to  Andi

Nur 10 mal? Du musst was übersehen haben…

ESC1994
ESC1994
3 Monate zuvor

Genauso wie dass Sarah „garantiert“ in den Top 10 landen würde. Oder hat Timo damit die Top 10 von unten gemeint??

4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
3 Monate zuvor
Reply to  ESC1994

Die „Gewinnerin der Herzen“ Charts.

Malge1985
Malge1985
3 Monate zuvor

10,35 bitte immer mit mindestens 2 Stellen nach den Komma. 😜

Andi
Andi
3 Monate zuvor

😅😅😅

eurovision-berlin
eurovision-berlin
3 Monate zuvor
Reply to  ESC1994

Die brauchen „gute“ Hotels für 40 Delegationen, für Presse, für Fans. Die brauchen mehrere Hallen für Presse, Shows etc. Dann müssen die ja in den letzten 20 Jahren total zugelegt haben. 2006 war da tote Hose.

Andi
Andi
3 Monate zuvor

40 Delegationen ist aber sehr optimistisch gedacht.

eurovision-berlin
eurovision-berlin
3 Monate zuvor
Reply to  Andi

Vielleicht sogar 41. Mit Russland. Der Song ist von Kirkorovs Freund und Kirkorow selber ist ja Bulgare.

eurovision-berlin
eurovision-berlin
3 Monate zuvor

Nachschlag: Die Russen haben bestimmt schon ihre Unterstützung angeboten, damit das Fest gestemmt werden kann hahahahaha Ich schmeiß mich weg.

Gaby L
Gaby L
3 Monate zuvor

Bulgarien hatte ich vor dem ESC, ehrlich gesagt, gar nicht auf dem Schirm. Sehr gut gemacht. Irgendwie freue ich mich auch, dass diese unsäglichen Wetten nicht immer recht haben. Sie hatten ja Finnland schon als klaren Sieger gesehen (hätte ich jetzt auch nichts gegen, der Song hat mir schon vor dem ESC ausgesprochen gut gefallen.

Noch kurz zu Sarah: Platz 23 ist natürlich nicht schönzureden, aber die Welt geht jetzt auch nicht unter deshalb. Vom Nachtreten halte ich persönlich auch rein gar nichts, aber das Desaster zeichnete sich schon während der Show ab. Hoffentlich nimmt ihre Karriere deshalb keinen Schaden, sie ist eine tolle Persönlichkeit, das hätte sie nicht verdient.

4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
3 Monate zuvor
Reply to  Gaby L

Welcome back!

Tjure
Tjure
3 Monate zuvor
Reply to  Gaby L

Über den Wettquoten-Fail freue ich mich auch. Übrigens hätte man mit einer Wette auf einen Jurysieg Bulgariens ordentlich Geld machen können.

Dennis_Duesseldorf
Dennis_Duesseldorf
3 Monate zuvor

Herzlichen Glückwunsch Dara! Herzlichen Glückwunsch Bulgarien! 🥂

Ich bin als Kritiker dieser Nummer in den Flieger nach Wien gestiegen. Als ich dann am Donnerstag im EuroClub anlässlich des 2. Semis erlebt habe, was für eine Stimmung Bangaranga erzeugen kann, hatte ich bereits meinen Frieden mit dem Song geschlossen. Im JuryFinale am Freitag hat mich auch Dara selbst überzeugt – einmal weil sie schlicht stark performt hat auf der Bühne und weil ihre sichtliche Überwältigung ob der fantastischen Reaktion des Hallenpublikums auf ihren Auftritt sehr sympathisch war. Nicht missverstehen: Mein Lieblingsbeitrag des Jahres ist die Nummer nicht (da hat Aidan einfach alle meine Erwartungen noch übertroffen und Rumänien mich vor Ort sowas von geflasht), aber ich erkenne den Sieg als maximal verdient an und der Song ist mir auf jeder ESC Party willkommen! Da traf die richtige Nummer auf die richtige Künstlerin zur richtigen Zeit am richtigen Ort – das ist meine schlichte aber wohl unwiderlegbare Analyse 😇

Momo 🐢
Momo 🐢
3 Monate zuvor

Dong a digi dong a digi dong dong
Dong a digi dong a digi dong dong
….
🥰🇷🇴

Dennis_Duesseldorf
Dennis_Duesseldorf
3 Monate zuvor
Reply to  Momo 🐢

Ich kann nur sagen: Wahnsinn! Ich kann mich nicht erinnern, dass eine Nummer dieses Genres mal eine derart mächtige Wirkung auf mich hatte! Ich vergöttere Alexandras Auftritt und kann mich seit Donnerstag nicht satthören an dem Song. Seit ich Choke me im EuroClub live während des 2. Semis gehört habe, kriege ich auf Kommando Gänsehaut. Und wenn sie zu der „Arie“ ansetzt!!!! Meeeega!!!!!!!!!!!!! 🤩 🥰 Fast hätte sie Malta noch überholt bei mir!!! Aber ich bin halt eine treue Seele, man kann die Nummern eh nicht miteinander vergleichen…Naja und du weißt ja, was Aidans Finalauftritt mit mir gemacht hat 🫣 Vielleicht plaudert Regine das auch aus in Kürze…Aber egal. Jetzt feiere ich gerade Alexandra und Rumänien. Einer meiner absoluten Lieblings-Auftritte ever kann ich da nur sagen! 👏🏻 👏🏻 👏🏻 👏🏻

dirtsa
dirtsa
3 Monate zuvor

Wow Dennis, wer hätte das gedacht? 😀
Dass ich mal erlebe, dass wir die gleiche Nummer toll finden! 😉
Nur bei Malta scheiden sich wie gewohnt bei uns die Geister! Das ist für mich eine Schnulze, die ich nur schwer ertrage. 🙁

Dennis_Duesseldorf
Dennis_Duesseldorf
3 Monate zuvor
Reply to  dirtsa

🥂

Jaguin
Jaguin
3 Monate zuvor

Hab auch was zu Analysieren, meine Familie und ich schauen jedes Jahr gemeinsam den ESC und vergeben jedem Song Punkte (1-8,10,12), hab vorhin mal die Ergebnisse ausgewertet und das ist das Ergebnis:

1. Moldau (Schnitt 12 pts)
2. Schweden (Schnitt 11.5 pts)
3. Zypern (Schnitt 11 pts)
4. Kroatien (Schnitt 10 pts)
5. Norwegen (Schnitt 10 pts)
6. Bulgarien (Schnitt 10 pts)
7. Finnland (Schnitt 9.5 pts)

… 15. Serbien unser Heimatland (Schnitt 7.75 pts)

… 18. Deutschland (Schnitt 6 pts)
… 19. Österreich (Schnitt 5.5 pts

22. Litauen (Schnitt 5 pts)
23. Tschechien (Schnitt 4 pts)
24. Ukraine (Schnitt 3.75)

Nicht gewertet: Israel

Wir sind 4 Familienmitglieder. Mir ist aufgefallen das wir dieses Jahr deutlich positiver gestimmt haben als sonst die Jahre.

Alle 12 Punkte:
Moldau (4)
Schweden (3)
Zypern (2)
Griechenland (2)
Kroatien (2)
UK (1)
Italien (1)
Norwegen (1)

Matty
Matty
3 Monate zuvor

In Bezug auf das Nachbarschaftsvoting gibt es Neuigkeiten aus Moldawien:

https://eurovoix.com/2026/05/17/moldova-trm-issues-statement-eurovision-voting/

Gleichzeitig wurden die Mitglieder der nationalen Jury veröffentlicht.

Malge1985
Malge1985
3 Monate zuvor

Beim ESC Kompakt Index war Bulgarien übrigens nur auf Platz 20.

Die Regel bleibt also bestehen, dass der EKI-Sieger nicht gewinnt. 🫣🫣🫣

https://esc-kompakt.de/esc-barometer-2026-7-tschechien-bester-neueinsteiger-finnland-bleibt-das-mass-aller-dinge/

Franny
Franny
3 Monate zuvor

Ich schreib’s jetzt mal hier rein, da es nirgends zu 100 Prozent reinpasst:

Bei all dem Lob an die Acts und Choreographen: Können wir bitte mal den Hut vor allen Stage-Mitarbeitenden und Veranstaltungstechniker*innen ziehen? Sobald man den Blick abseits der Kamera richtet (unsere ESCK-Blogger*innen wissen, was ich meine), sieht man erst richtig, wie viel Arbeit und Präzision hinter den Kulissen steckt? Ohne diese Leute würden solche Events nicht funktionieren. Also Dankeschön! 🙂

PS: Hier sieht man auch, wie sich der ESC on stage verändert und entwickelt hat. Krass!

Last edited 3 Monate zuvor by Franny
Malge1985
Malge1985
3 Monate zuvor
Reply to  Franny

🤠🎩

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
3 Monate zuvor
Reply to  Franny

Danke. Ich finde solche Clips immer total interessant.

P.S.: Viel Glück in der Relegation!

Franny
Franny
3 Monate zuvor

Viel Glück in der Relegation!

Danke! 😀

Dennis_Duesseldorf
Dennis_Duesseldorf
3 Monate zuvor
Reply to  Franny

Ich war zum Juryfinale in der Halle und konnte das live beobachten: Wahnsinn was die leisten! Berenike hat das auch auf dem ESCkompakt Treffen erwähnt. Zwischen den Acts läuft ein Countdown von 45 Sekunden (wenn ich das jetzt richtig erinnere) auf der Videowand, innerhalb derer die alles herrichten. Die Acts bringen sich auch noch in Position dabei – die Logistik ist echt beeindruckend. Richtig cool ist dann, wenn jemand wie der Norweger währenddessen schon das Publikum anfeuert (Was ein Liveperformer, Wahnsinn der Junge) 🤩

Franny
Franny
3 Monate zuvor

Absolut!
Ich hab ja mit Veranstaltungstechnik nur in Clubs/auf kleineren Festivals, in Theatern und Sporthallen/-stadien zu tun. Das hier beim ESC ist noch mal ein anderes Kaliber. 🙂

Last edited 3 Monate zuvor by Franny
Harry Leman
Harry Leman
3 Monate zuvor
Reply to  Franny

Ich kann mich gar nicht erinnern, dass die backstage Leute gelobt wurden, herzlichen Dank für Schwerstarbeit, war echt eine tolle Leistung,….🥰👍🙏

dirtsa
dirtsa
3 Monate zuvor

Für mich ist das Ergebnis ganz ok.
Rumänien auf Platz 3 hat mich sehr gefreut, Israel nicht als Sieger hat mich erleichtert zurück gelassen, gönne es inzwischen auch Bulgarien, obwohl ich nur vom Song her (ohne Performance) nicht so begeistert war, aber ich muss zugeben, dass sie ein sehr gutes Staging hingelegt haben.
Positiv überrascht hat mich, dass das Ergebnis kein Spiegel der Odds ist.
Finnland „nur“ auf Platz 6, was der gleiche Platz ist wie 2021 Blind Channel, und der Song war meiner Meinung nach besser, und ich hatte den 6. Platz damals soooo gefeiert.
Schweden für Schweden-Verhältnisse weit abgeschlagen, dafür Norwegen viel besser platziert als ich befürchtet hatte. Nur Serbien und Kroatien hätte ich gerne weiter vorne gesehen.
Mit dem italienischen Song werde ich nach wie vor nicht warm, hätte meiner Meinung nach gerne weiter hinten landen können, aber nun gut.
Dieses Jahr sehe ich keinen eigentlich sehr starken Song in den Bottom 5, also diesmal kein Favorit von mir auf dem letzten Platz (wie leider schon öfter mal).
Was mir noch aufgefallen ist: Sarah Engels Song hat mit 12 Punkten Platz 23 erreicht, LOTL in 2023 mit mit 18 Punkten den letzten Platz.
Im Gegensatz zu 2023 war jedoch die deutsche Platzierung keine Überraschung für mich. Hoffe trotzdem dass Sarah Engels mit erhobenem Kopf und ohne Hate weiter ihre Kariere verfolgen kann.

DJModulo
DJModulo
3 Monate zuvor

Ich habe dieses Jahr tatsächlich aufgrund privater Sachen die meisten Beiträge erst im Finale das erste Mal gehört.

Zu Frankreich: Ihre Stimme ist herausragend, der Song fiel nach dem absolut epischen Intro aber sehr steil nach unten. Vom Gefühl her hätte eine im Verhältnis kräftigere Instrumentalisierung hier den Spannungsbogen besser aufrecht erhalten und aus einem ganz guten einen exzellenten Beitrag gemacht, so gingen die Stimmen für diese Nummern an Finnland/Italien/Australien.

Allgemein fand ich den Jahrgang etwas balladenlastiger, wodurch nur wenige dieser Songs gut punkten konnten (siehe Malta oder Tschechien). Ein Teil des Erfolges von Rumänien/Bulgarien/Moldau war meines Erachtens auch, dass alle drei Länder sehr markante Farbtupfer gesendet haben.

Rike
Rike
3 Monate zuvor

Komme nicht hinterher mit dem Kommentarlesen. Vielleicht wurde es ja schon ganz oft gesagt. Was ich vor allem schön fand, war, dass Bulgarien gezeigt hat, dass man auch mit wenig Geld eine ausgezeichnete Inszenierung hinlegen kann.

Ich freue mich für DARA und Bulgarien.

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
3 Monate zuvor
Reply to  Rike

DARA ist einer der größten derzeitigen Popstars Bulgariens. Wenn sie bzw. ihr Label kein Geld hat, dann weiß ich es nicht. Muss ja nicht alles vom Sender getragen worden sein.

Rike
Rike
3 Monate zuvor
Reply to  Porsteinn

UPS, gerade noch einmal meinen Kommentar durchgelesen. Das sollte jetzt nicht von oben herab klingen. Ich fand ihre Perfomance super und alles andere als billig.

Mein Punkt war, dass hier ganz klar die Kreativität gesiegt hat. Das Staging war super clever, der drehende Raum perfekt abgefilmt.
Es war nicht höher, weiter, bombastischer. Und hier noch ein Kniff, hier viel Pyro, dort riesige Props. Sondern eine originelle Idee, sehr gute Kameraführung und natürlich gut gesungen und gefilmt.

Und das ist dann auch ein gutes Zeichen für alle Länder, dass es auf Innovation und nicht auf Geld ankommt.

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
3 Monate zuvor
Reply to  Matty

Ich warte ja immer noch auf den ersten Fußballfan, der fordert Deutschland möge sich von der nächsten WM zurückziehen, wenn die Mannschaft in der Vorrunde rausfliegt.

Last edited 3 Monate zuvor by Porsteinn
Franny
Franny
3 Monate zuvor
Reply to  Matty

Deutschland kann Opferrolle besser als Selbstreflektion.

mauve
mauve
3 Monate zuvor
Reply to  Franny

Leider …

ESC Jul
ESC Jul
3 Monate zuvor
Reply to  Matty

Mich stört am meisten an diesen Artikeln, dass diese „Fans“ als repräsentativ dargestellt werden.