Eurovision Song Contest 2026: DARA aus Bulgarien gewinnt sowohl Televoting als auch Juryvoting – Das Ergebnis im Detail

DARA – Bild: Sarah Louise Bennet/EBU

Der Gewinner des Eurovision Song Contest 2026 ist DARA aus Bulgarien mit dem Lied „Bangaranga“. Mit insgesamt 516 Punkten lag Bulgarien am Ende ganz vorne. DARA konnte dabei sowohl das Juryvoting mit 204 Punkte als auch das Televoting mit 312 Punkten gewinnen.

Seit 2009 vergeben sowohl eine Jury als auch die Televoter jeweils die Hälfte der Punkte. Das genaue System hat sich dabei über die Jahre hinweg immer etwas verändert. Aktuell ist es so, dass die Jury und die Televoter aus einem Land jeweils ein Set von 12 Punkten vergeben. Zusätzlich gibt es seit 2023 das „Rest of the World“-Voting. Zuschauende aus den nicht teilnehmenden Ländern können hier für ihren Favoriten stimmen. Dadurch werden mittlerweile 58 Televoting-Punkte mehr verteilt.

Diese Punkte haben die Länder im Finale getrennt nach Juryvoting und Televoting erhalten:

Das Juryvoting

PlatzLandPunkte
1Bulgarien204
2Australien165
3Dänemark165
4Frankreich144
5Finnland141
6Italien134
7Polen133
8Israel123
9Norwegen115
10Tschechien104
11Malta81
12Griechenland73
13Rumänien64
14Albanien60
15Ukraine54
16Kroatien53
17Moldau43
18Zypern41
19Serbien38
20Belgien36
21Schweden35
22Deutschland12
23Litauen10
24Vereinigtes Königreich1
25Österreich1

Bulgarien gewinnt das Jury-Voting mit 204 Punkten. Auf Platz 2 folgt Australien mit 165 Punkten und mit gleicher Punktzahl Dänemark auf Platz 3. Hier kamen dann die Gleichstandsregelungen zur Anwendung: das Land mit mehr 12 Punkten liegt vorne (falls es hier auch Gleichstand gibt, dann das Land mit mehr 10 Punkten usw).

Das Televoting

PlatzLandPunkte
1Bulgarien312
2Rumänien232
3Israel220
4Moldau183
5Ukraine167
6Griechenland147
7Italien147
8Finnland138
9Australien122
10Albanien85
11Dänemark78
12Kroatien71
13Serbien52
14Zypern34
15Norwegen19
16Polen17
17Schweden16
18Frankreich14
19Litauen12
20Tschechien9
21Malta8
22Österreich5
23Deutschland0
24Belgien0
25Vereinigtes Königreich0

Sieger des Televoting ist Bulgarien mit 312 Punkten gefolgt von Rumänien, das 232 Punkte erhält. Auf Platz 3 landet Israel mit 220 Punkten.

Deutschland, Belgien und das Vereinigte Königreich haben alle drei Null Punkte erhalten. In diesem Fall bekommt das Land mit der tiefsten Startnummer den besseren Platz, also liegt Deutschland mit Startnummer 2 auf Platz 23 gefolgt von Belgien mit Startplatz 4 und dem Vereinigten Königreich auf Startplatz 14.

Auch zwischen Griechenland und Italien gibt es mit jeweils 147 Punkten einen Gleichstand. Hier erreicht am Ende Griechenland die bessere Platzierung, das es dreimal 12 Punkte im Televoting erhalten hat, Italien aber nur zweimal.

Das Gesamtergebnis

Addiert man beide Wertungen ergibt sich folgendes Gesamtergebnis:

PlatzLandJury-PunkteTelevoting-PunkteGesamt-Punkte
1Bulgarien204312516
2Israel123220343
3Rumänien64232296
4Australien165122287
5Italien134147281
6Finnland141138279
7Dänemark16578243
8Moldau43183226
9Ukraine54167221
10Griechenland73147220
11Frankreich14414158
12Polen13317150
13Albanien6085145
14Norwegen11519134
15Kroatien5371124
16Tschechien1049113
17Serbien385290
18Malta81889
19Zypern413475
20Schweden351651
21Belgien36036
22Litauen101222
23Deutschland12012
24Österreich156
25Vereinigtes Königreich101

Auch wenn sich beide beim Sieger einig waren, falle einige Unterschiede zwischen Juryvoting und Televoting auf. Es ist jedoch nachvollziehbar, dass beide zu jeweils anderen Wertungen kommen. Zum einen sitzen in den Jurys meist Musiker*innen und Producer, die oft einen anderen Blick auf die Songs haben. Zum anderen bewerten Jurys den Auftritt des sogenannten Juryfinales, das am Tag vor dem Finale stattfindet. Hinzu kommt, dass sie im Vorfeld ihrer Bewertungen angehalten werden, verschiedene Aspekte der Beiträge und Auftritte zu beachten und diese in ihre Bewertung einfließen zu lassen. Zu diesen Aspekten gehören unter anderem die stimmliche Performance und die „Qualität“ der Lieder.

Zusätzlich nutzen die Juroren ein anderes Bewertungssystem, bei dem sie alle teilnehmenden Beiträge von Platz 1 bis Platz 24 bzw. 25 komplett ranken müssen (Jurys aus Ländern im Finale ranken bis Platz 24, weil sie keine Punkte an das eigene Land vergeben). Die Zuschauenden können hingegen einfach ihre bis zu zehn Votes so verteilen, wie es ihrem persönlichem Geschmack entspricht, das „Heruntervoten“ eines nicht gemochten Beitrags ist hier also nicht möglich.

In diesem Jahr gab es einige Änderungen beim Juryvoting. Die Anzahl der Jurymitglieder wurde zum einen auf sieben Personen erhöht. Bisher waren die Jurys fünfköpfig. Zudem wurde das Spektrum der möglichen Berufsfelder der Jurymitglieder erweitert und umfasst nun auch Musikjournalisten und Musikkritiker, Musiklehrer, Kreativschaffende wie Choreografen und für Inszenierungen verantwortliche Bühnenregisseure sowie erfahrene Persönlichkeiten der Musikbranche. Um den Wettbewerb auch für ein jüngeres Publikum attraktiver zu gestalten, mussten außerdem mindestens zwei Juroren im Alter von 18 bis 25 Jahren Teil jeder Länderjury sein. Die Änderungen scheinen sich auch im Ergebnis des Juryvoting widerzuspiegeln.

Über die Punktevergabe von Jurys und Televotenden sprechen wir genauso wie über den Sieg von Bulgarien und viele andere Themen in unserem ESC kompakt LIVE am Sonntag um 14:00 Uhr.

Gibt es für Dich Überraschungen bei der Punkteverteilung von Jury und Televote? Freust Du Dich, dass sich Jury und Televontende in diesem Jahr einig waren? Lass uns gerne Deine Meinung in den Kommentaren da.



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201 Comments
kon
kon
23 Tage zuvor

Ich bin vollends zufrieden mit dem Gewinner:

  • Sieger bei den Jurys und beim Publikum und das deutlich
  • kein Sieger mit Opern-Einlagen
  • tolles Signal für die Rückkehrer, die alle gut abgeschnitten haben
  • erster Sieg für Bulgarien
  • Song könnte tatsächlich ein (kleiner) Hit werden
kon
kon
23 Tage zuvor
Reply to  kon

Ach und der Song war vor einer Woche bei den Wetten auf Platz 15 und das zeigt, dass nicht alles vorhergesehen werden kann.

Nils
Nils
23 Tage zuvor

Habe eben mal in die Kommentare unter dem Artikel zum bulgarischen Vorentscheid geguckt.
https://esc-kompakt.de/bulgariens-beitrag-fuer-den-esc-2026-bangaranga-von-dara/comment-page-2/#comments

Kurzfassung: Einen potenziellen Gewinner hat da niemand gefeiert, ganz im Gegenteil. Bin immer noch ziemlich ratlos, wie und warum die Nummer in der ESC-Woche so empor geschossen ist. 🤷‍♂️

4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
23 Tage zuvor
Reply to  Nils

Das Staging, ganz klar. Ein ähnlicher impact wie damals bei Conchita und Common Linnets.

Musicat
Musicat
22 Tage zuvor

Da sieht man mal, wie viel die Jury an Niveau verloren hat, wenn Tschechien hinter Norwegen ist, obwohl es gesanglich 100mal besser war.

Matty
Matty
22 Tage zuvor

Hier sind die Mitglieder der australischen Jury von diesem Jahr:

https://www.instagram.com/p/DYepM2DkwCQ/