
Der Eurovision Song Contest ist die größte Musikshow der Welt. Logischerweise hat die Sendung in Wien auch in diesem Jahr einiges gekostet. Der ORF kalkulierte im Vorfeld mit 16 Millionen Euro.
Finanziert wird der ESC aus mehreren Töpfen: Aus dem, was der Host Broadcaster (in diesem Jahr der ORF in Österreich) hineingibt, aus Ticketeinnahmen, durch Sponsoren und auch durch einen Sockelbeitrag von der EBU. Dieser besteht aus den Teilnahmegebühren aller, die mitmachen, und diese Gebühr ist je nach Sender unterschiedlich. Die Höhe richtet sich unter anderem nach der Reichweite des Senders und dem Umfang, in dem er Eurovisions-Angebote nutzt. Dazu zählen auch Nachrichtenbilder und Sportübertragungen.
Die Teilnahmegebühr, die die ARD für den ESC im Jahr 2026 an die EBU bezahlt hat, beträgt 507.389 Euro. Diese Zahl hat der SWR auf Anfrage herausgegeben. Damit liegt die deutsche Gebühr erstmals bei über einer halben Million Euro. Möglicherweise liegt das an dem Wegbleiben von Ländern wie Spanien oder den Niederlanden. Im Vorjahr, also 2025, betrug die Gebühr noch 451.216 Euro, 2023 waren die Kosten mit 473.000 Euro in den vergangenen Jahren am höchsten. Die Seite eurovision.de hat hier die deutschen Teilnahmegebühren für fast das ganze letzte Jahrzehnt bis 2025 aufgelistet.
Die angegebene Summe umfasst logischerweise lediglich die Teilnahmegebühr, um bei dem Event dabei sein zu können. Kosten etwa für Reise und Unterkunft sind dort noch nicht enthalten. Trotzdem ist das Preis-Leistungs-Verhältnis für den Eurovision Song Contest auch in diesem Jahr wieder sehr gut. Schließlich bekommen alle teilnehmenden Länder durch eine verhältnismäßig kleine Gebühr im Großen und Ganzen Shows, die sie so niemals alleine produzieren könnten. Und sie bekommen nicht nur eine Show – rechnet man die beiden Halbfinals dazu, sind wir bei gut achteinhalb Stunden TV-Unterhaltung, die die Sender kostengünstig zeigen können.
Das sieht man auch, wenn man diese Zahl ins Verhältnis setzt. Eine Sendeminute ESC kostet – bei 8,5 Stunden Programm – also circa 995 Euro. Eine Nachrichtenminute bei der Tagesschau oder den Tagesthemen im Ersten kostet im Durchschnitt 2.104 Euro. Eine Minute der Krimi-Reihe Tatort liegt bei etwa 21.500 Euro. Natürlich kann man all das schwer miteinander vergleichen. Es zeigt aber, das für den ESC, anders als es manche Kritiker gerne sagen, keine Gebührengelder „verschwendet“ werden. „Zudem vereint der ESC Millionen von Zuschauer*innen aus ganz Europa und der Welt“, heißt es vom SWR. Der ESC rechnet sich für die ARD absolut.
Wie findest Du das Preis-Leistungs-Verhältnis des ESC? Warum denkst Du, ist die Gebühr in diesem Jahr gestiegen? Schreib es uns gerne in die Kommentare!



Danke für die Info! Natürlich hat das Fehlen von fünf Ländern die Teilnahmegebühr in diesem Jahr ansteigen lassen und nächstes Jahr könnte die Teilnahme am ESC von den Kosten her noch höher ausfallen.
Wesentlich günstiger als der nächste Tatort oder Marseille-Krimi. Da lohnen sich UNSERE GEBÜHREN.
Haha, zwei Dumme, ein Gedanke!! 😅
Leider hast du die unendlichen Wiederholungsmöglichkeiten unterschlagen, so dass ein Tatort nach hundertmaliger Wdh. und Auslandserlösen quasi kostenfrei ist. … ^^
Gestern war übrigens ne Doku über Duisburg-Ruhrort und Schimanski auf WDR (sicher auch in der Mediathek), natürlich in jeder Hinsicht genau mein Ding. 45 Jahre her seit dem ersten Schimmi, crazy.
Gelöscht – kein Bock auf Approval ..
Hmmm jetzt machst Du mich neugierig – ging’s um das Wort Sch..?
Cabo Verde!
Keine Ahnung, auch am Wort As*i lag es wohl nicht.
Wollte ursprünglich URU-SPA sehen, wäre aber enttäuscht gewesen: ‚Nur‘ eine rote Karte und ’nur‘ ein verletzter Spanier …
Haben supersympathisch gefeiert, scheint in HH auch eine aktive Kapverden Community zu geben. Die haben immer einen Aussenreporter hier.
Im Portugiesen-Viertel? Mein Vater hatte ne Zeit lang zwei Cabo Verdianer als Crew auf dem Schiff, von daher hab ich da etwas emotionalen Bezug.
Portugiesen-Viertel liegt nahe, sah bei der ersten Schalte vor ein paar Tagen aber gediegener aus.
ARG -CPV ist ausgerechnet in Miami!
Gediegener? Also bei Dir umme Ecke?
Und trotzdem werden leider auch nächstes Jahr die üblichen Verdächtigen jammern dass UNSERE GEBÜHREN verschwendet werden. 🙄
Dann soll die ARD eben, wenn sie tatsächlich das Geld für den deutschen VE irgendwo einsparen will, an dem Samstag vor dem ersten Advent Florian Silbereisens „Schlagerfest der 100.000 Lichter“ absetzen.
Das spart sowohl Energie und Strom, als auch Geld.
Also das „Adventsfest der 100.000 Lichter“ ist eine Sendung welche sich wirklich von den anderen Silbereisen-Shows abhebt und diese Show wahrscheinlich auch viele schauen, welche sich sonst nicht für die Silbereisen-Shows interessieren. Wenn hier gespart werden müsste, dann glaube ich würde man zuerst die anderen Silbereisen-Shows nehmen bevor man das Adventsfest antastet.
Die ganzen Silbereisen-Shows können gerne auf RTL2, das ist doch die übliche Anlaufstelle für das bildungsferne Subprekariat.
Korrigiert mich wenn ich falsch liege, bin nicht komplett im Thema drin. Ist das Adventsfest nicht eine Produktion zusammen mit dem ORF? Das würde ja bedeuten, dass die Kosten nicht nur auf der ARD liegen und somit günstiger ausfallen könnten.
Ja die Silbereisen-Shows sind eine Eurovision-Produktion vom MDR und ORF, mit Ausnahme des „Silvester-Schlagerbooom“, den es die letzten zwei Jahre gab. Dieser ist eine Produktion vom BR, ORF und SRF. Dies glaube ich hängt noch mit dem „Silvesterstadl“ zusammen, für den die drei Sender verantwortlich waren und dies für die Nachfolgeshows (Silvestershow, Silvester-Schlagerbooom) so beibehalten wurde.
Da werden erstmalig für diese ESC-Saison freiwillig Zahlen rausgegeben? Ich würde das ja noch einmal prüfen. 😛
Als einziger Fan des ESC in der Familie
Muss ich mich ständig innerhalb der Familie diesbezüglich mobben lassen 😀 Eine Sichtweise die ich verstehen kann
Und dann zahlen wir auch noch, ohne dass wir gewinnen
Immer das Gleiche 😀
Uns wurde ‚versprochen‘, der ESC würde durch die Sabbaticals quasi unbezahlbar. Die Preissteigerung ist ja fast erklärbar durch die gestiegenen Energie- & Sicherheitskosten … und selbstverständlich die neu erfundenen Direktor of Something Posten.
Ich weiß nicht mehr, warum wir dort überhaupt noch mitmachen. Okay halbe mille sind viel Geld aber immer noch günstiger als jede andere Sendung oder auch Veranstaltungen, die bei ARD ZDF übertragen wird. Ich meine eher damit, weil wir es eh nicht ernst nehmen, werden in Zukunft. Ich dachte das die Umstellung vom NDR zum SWR was bewirkt aber nö falsch gedacht.
Ich wünsche mir auch, dass der SWR noch mehr Engagement zeigt, auch wenn ich dem Sender da schon noch etwas Zeit zum „Reinkommen“ geben würde. Für mich ist allerdings das Beste am ESC das Zusammenkommen verschiedener (Europäischer) Länder und das dadurch vermittelte Zusammengehörigkeitsgefühl. Deiner Schlussfolgerung kann ich daher nicht zustimmen 😉
Ich finde das Preis-Leistungs-Verhältnis sehr gut und außerdem holt der ESC ebenfalls tolle Publikumsquoten, was oben drauf kommt. Desweiteren ist Deutschland als Big5-Land (oder aktuell Big4) auch noch automatisch für das Finale qualifiziert, so dass es eben kein Ausscheiden im Semi gibt, wodurch dann vielleicht das Publikumsinteresse am Grand Final geschmälert werden könnte.
Wenn man vom sparen bei der ARD spricht, dann ist der ESC hier definitiv nicht die erste Wahl!
ESC 2028 in Mailand – dank Annalisa !!! 😀
OT: Hoffe ihr trinkt bei den heißen Temperaturen alle genug. Im Osten sind heute sogar bis 42 Grad möglich!! 🥵
Dienstag wird es dann kalt, da sind es nur noch 21 Grad am Tag. 🥶
Oh je. Bei uns ist es nicht ganz so warm. Ich sag mir schon die ganze Zeit wie ein Mantra „nur noch heute und morgen“ und kann den Montag kaum erwarten (Hätte auch nicht gedacht, dass ich das mal sagen würde)
kost nix, is nix😅