Welcome back to Malmö! So stolz und irgendwie auch selbstironisch-herzlich begrüßte die südschwedische Hafenstadt Anfang Mai die Besucherinnen und Besucher des Eurovision Song Contest 2024 aus über 90 Ländern – das dritte Mal nach 1992 und 2013. Viele Fans waren nicht glücklich, dass der ESC wieder in Schweden stattfinden würde. Und dann auch noch das verschlafene Malmö! Letztlich stellte sich das aber als glückliche Fügung in diesem so aufgewühlten ESC-Jahr dar.
Dass eine Stadt mit 350.000 Einwohnern, die dann noch nicht mal die Hauptstadt ist, den ESC innerhalb von nur elf Jahren gleich ein zweites Mal austragen darf – das ist schon eine besondere Ausnahme. Malmö hatte aber alles, was es brauchte, um den ESC wieder ausrichten zu können: eine moderne und verfügbare Arena, eine sehr gute internationale Anbindung über den Flughafen Kopenhagen und genügend Hotelbetten diesseits und jenseits des Öresunds. Und außerdem: jede Menge Erfahrung – sowohl auf kommunaler Ebene als auch durch das schwedische Fernsehen SVT.
In diesem Jahr muss man den Blick auf die Gastgeberstadt unterteilen in das, was geplant war – und das was umgesetzt werden konnte. Denn die Sicherheitslage und die Boykotte von Künstler*innen und Locations machten schnelles, flexibles und lösungsorientiertes Agieren notwendig. Viele Probleme und Diskussionen bekamen gerade die Besucher gar nicht mit. Es zählt halt immer, was am Ende rauskommt. Schwedische Rationalität und Effizienz sei Dank.


Viele Besucher*innen fühlten sich in ihren Vorbehalten gegenüber Malmö (und Schweden) bestärkt, als sie merkten, dass der ESC-Schmuck in der Stadt (zunächst) nur sehr verhalten zu sehen war. Er war in der Tat nicht so umfangreich und von allen gelebt wie letztes Jahr in Liverpool. Dazu muss man aber auch sagen, dass der letzte ESC auf britischen Boden 1998 stattgefunden hatte (in Schweden 2016) und dort auch noch mit dem ukrainischen Fernsehen kooperiert wurde. Gleichzeitig kam in der stark von muslimischen Einwanderer*innen geprägten Stadt Malmö die Kritik an der Teilnahme Israels und am ESC insgesamt hinzu. Hier galt es für die Kommune, mit Augenmaß zu agieren.


Während der ESC-Schmuck in der Probenwoche noch überschaubar war, war er dann in der eigentlichen ESC-Woche mit den drei Shows allgegenwärtig. Auch Geschäfte und Restaurants beteiligten sich und nahmen das ESC-Thema auf, wenn auch dann nicht so überschwänglich wie in Rotterdam oder Liverpool.
Die Mitarbeiter des Delikatessen-Tresens eines Supermarkts (oben mit Federboa, die möglicherweise noch vom letzten Melodifestivalen übrig war) und von Pressbyrån (Convenience-Stores; Foto unten) ließen sich die ESC-Laune nicht verderben – und nahmen das Geschäft mit den angereisten Gästen gern mit.

Last not least hatte das eher gemächliche Malmöer Nachtleben zumindest mit dem Centiliter & Gram eine Nicht-ESC-Location, die die ganze ESC-Woche bis 3 Uhr geöffnet war – geradezu eine Revolution in Malmö. Zu den offiziellen ESC-Locations, dem EuroClub und dem EuroFanCafé, sowie weiteren ESC-Party-Orten folgt noch ein separater Text.


Der Kern des ESC in der Stadt selbst waren das EurovisionVillage und die gänzlich neue Eurovision Street. Die letztere ist schnell erklärt: Die Friisgatan verbindet den Verkehrsknotenpunkt Triangeln und Folkets Park, in dem das Village untergebracht war. Außerdem gibt es hier viele Restaurants. Dazu ein bisschen Schmuck und ab und an ein paar Musiker – fertig ist das Paket. Dass dazu auch diverse Palästina-Flaggen aus den Fenstern entlang der Straße hingen und es hier auch Anti-Israel-Demonstrationen gab (Foto unten), zeigt einmal mehr die Zerrissenheit der Stadt.
Im EurovisionVillage wurde so viel Programm geboten wie ich es bisher noch nicht erlebt habe: (ESC-)Starauftritte, ESC-Quize, ESC-Dragshows, ESC-Rollerskates – es gab eigentlich nichts, was es nicht gab. Dazu viel liebevoller Schmuck.



Das ursprünglich als EuroFanCafé vorgesehene Moriskan boykottierte recht kurzfristig den ESC, so dass das es spontan ins Amiralen verlegt werden musste. Die beiden Gebäude trennen nur etwa 200 Meter. Die Technik, der Ausschank und die Abläufe mussten aber trotzdem dafür umgestellt werden. Das lief sogar so ruhig, dass selbst wir internationalen ESC-DJs, die dort ja auflegen sollten, das nur am Rande mitbekamen und letztlich einen reibungslosen Einsatz in der neuen Location hatten.

Das EurovisionVillage war aber auch so stark geschützt wie noch nie zuvor. Gerade beim Thema Sicherheit gehen die Schweden nach dem Motto „Better safe than sorry“ vor. So war die Präsenz von Polizist*innen auch mit offenem Maschinengewehr vor der Brust dort, aber auch an der Arena und z.T. in der Stadt einfach riesig. Die Konzepte mit getrennten Ein- und Ausgängen für Locations sind für den einzelnen vielleicht nervig; insgesamt sorgten sie aber für Sicherheit und ermöglichten einen reibungslosen Ablauf.
Eingang zum EurovisionVillage mit Sicherheitskontrolle. Taschen durften nicht mit rein, konnten aber an diesen Pop-Up-Aufbewarungsboxen an der Eurovision Street eingeschlossen werden (Foto unten).

Hilfreich für die Sicherheit von Künstler*innen und Gästen war vermutlich sogar die überschaubare Größe der Stadt, in der es selten zu Staus kommt. Während der (gut organisierte) Verkehr auf der Straße (meist) problemlos lief, war die unterirdische Bahnverbindung optimal, um schnell alle relevanten ESC-Orte zu erreichen – auch von Kopenhagen aus. Von Dänemark kommend lag am ersten Bahnhof die Arena mit dem Pressezentrum, am zweiten Bahnhof die Eurovision Street sowie das Eurovision Village mit dem EuroFanCafé und am dritten Bahnhof, dem Hauptbahnhof, dann der EuroClub. Die Züge fuhren – so es keine Personen auf Gleisen oder Unfälle gab – im Abstand von meist nur wenigen Minuten und die ganze Nacht hindurch stündlich. Die Infrastruktur war somit in jeder Hinsicht komfortabel und letztlich auch nachhaltig.

Die Stadt Malmö und die Schweden generell sind vielleicht nicht die offensten und herzlichsten Menschen, dafür aber umso korrekter, rationaler und effizienter. Und genau das braucht es, wenn sich ansonsten Hitzköpfe gegenüber stehen und plötzlich überall Probleme und Konflikte aufpoppen. Mir persönlich würde es auch daher nichts aus machen, wenn es in elf Jahren wieder hieße: Welcome back to Malmö!
In der Reihe „Malmö Memories“ bereits erschienen:
- Mein erster ESC – Ein Gastbeitrag von Johannes Floehr
- Im selben Hotel wie Eden Golan und die israelische Delegation
- Neue Podcast-Folge von „ESC BITE“: Ein sehr persönlicher Rückblick auf den ESC 2024
- Das waren die Fan Favourite Fails und Dark Horses des ESC 2024
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Bleib dabei
Waren total ueberfordert und nicht faehig
Z B Kaleen in Szene zu setzen
Der dancebreak wurde nicht gezeigt
Dilletantisch bis zum geht nicht mehr
Jedes Dorf in Oesterreich koennte das besser
Was hat denn die Gastgeberstadt Malmö jetzt mit der Peoduktion zu tun?
Gehoert fuer mich schon dazu
Es ist bei weitem nicht alles wonne in Schweden
Als ob es in Österreich keine Pannen im Fernsehen gibt:
https://youtu.be/AV1is6NVO_4?si=736H9qLr_JJyA4Y5
Dass ist nicht dasselbe
Aber die ach soo perfekten Schweden…
Das wahre Problem ist doch, dass Kaleens toller Gesang sabotiert wurde.
💚 Kaleen 💛
Nun, sie hätte zweifellos NOCH besser gesungen, wenn sie nicht ständig darauf hätte achten müssen, ob Slimane noch irgendwo auf der Bühne herumliegt …
Also ich hätte Slimane sofort von der Bühne gerettet. OK, ich hätte mich auf ihn draufgelegt.
Ich würde ja gerne wissen was tagsüber in deinem Kopf vorgeht. Wobei, vielleicht wäre das doch keine sooo gute Idee, da ist Pornhub wohl nix gegen. 🤣
Ich bin da eventuell etwas vorhersehbar 😜
Auch wenn ich dich bei Slimane verstehen kann, ist schon ne Schnitte.
Ist so ziemlich mein Prototyp. Gestern im RestBar war ein Kollege, der so ähnlich aussah, ich musste echt aufpassen, dass ich den nicht ständig peinlich anstarre.
Marco mag ich aber dennoch weiterhin. 😉
Otter sind immer gut. Mein Fbuddy ist auch einer, Mein Fussballbuddy auch aber der ist hetero.
Hast wohl auch schon Fantasien mit Marco und Slimane gemeinsam gehabt, oder?? 😉
Rhetorische Frage. Gerne noch den jordanischen Kronprinzen dazu.
Ich bin ja überhaupt kein Royalist, mag aber Haakon von Norwegen ganz gerne.
Der ist auch ganz nett. Ich mag ja Frederik in Dänemark. Ist tatsächlich mein Mittelname, wir sind Alters technisch nur ein paar Monate auseinander und haben beide Politologie studiert.
Frederik ist dagegen nicht so meins. Sicherlich nett, aber Haakon finde ich schon attraktiver. Ist ja für nen Norwrger eher der dunkle Typ, also die Haare und so.
Harry finde ich sexy, auch wenn er etwas abgefkt ist. 🦊 find ich allgemein ganz sexy.
Ne, die Windsors finde ich alle nicht so pralle.
Ich frage mich immer, ob Charles sein Vater ist, bei den Windsors gibt’s sonst keine 🦊🦊. Ich meine Dianas Bruder ist einer, von daher kommt das vielleicht von der Spencer-Seite.
Wir sind in Deutschland:
Staring is caring …
So gut kenn‘ ich Kaleen nicht, um zu wissen, wie sie darauf reagiert hätte. Obwohl – im Halbdunkel hätte sie vermutlich gedacht, der zweite Typ ist Olly …
Wie auch immer, nichts und niemand stoppt ihren Rave!
Rave? Du hast Schlager falsch geschrieben.
Daß der Dancebreak von Kaleen nicht gezeigt wurde, lag daran, daß bei der Steadicam die Batterie ihren Geist aufgab:
https://youtu.be/OG2lqxpAl80?si=p-B69mHFQJPFllST
Dann waer es fair dass sie nochmals auftritt
Nein, da hätte schon was gravierende passieren müssen, wie z. B. Spanien 2010 oder Lissabon 2018 Vereinigtes Königreich.
Wir hätten ihr wahrscheinlich sowieso sofort und ohne Umwege die Trophäe überreichen sollen und den ESC nach der Performance dieser gottgleichen Person abbrechen. Man kann auch alles übertreiben…
Krieg dich wieder ein. „Total überfordert und nicht fähig…“ klingt dann doch bisschen hysterisch. Bei jedem ESC gibt es die ein oder andere Panne. So what. Ich habe auch nicht unbedingt vor Freude in die Hände geklatscht, dass der Songcontest *wieder* in Schweden stattfindet, aber Malmö und SVT haben diese Mammutaufgabe einmal mehr bravourös gemeistert.
Die fehlerfreie Übertragung des Dancebreak hätte Kaleens Platzierung nicht gerettet.
Doch statt ueber zehn oefter darunter und somit Punkte
Wow, Kristallkugel lässt grüßen…
Nee aber wurde von juries besser bewertet als vorausgesagt
Sie wurde oft auf 11 bis 14 gevotet
Bei dieser Art von Beitrag ist der Tanzteil essentiell
Lag auch kurz vorher bei den odds auf 9
Hätte hätte Fahrradkette. 🥱
Die Offenbarung der Season:
Der/die/das Odds ist keine magische Glaskugel die die Ergebnisse vorhersagt.
Noch dazu hatten die Österreicher bei den Proben und diversen Auftritten genug Zeit Kleinigkeiten anzupassen, wie eben das längere zeigen der Tanzeinlage.
Ohne Tanzunterbrechung im österreichischen Beitrag, hätte ich sogar für Kaleen angerufen. Als ich ihn nicht sah, habe ich kurz gedacht: so schlecht ist das ja gar nicht.
😆😆😆
Zumal ja jetzt im zweiten Jahr nach Frau Nacktarsch aus Spanien ein Dancebreak auch ein wenig lame ist…
Woher weißt du das jetzt? Das Ding wäre doch eine abgestandene, semi-interessante Humptata-90er-Nummer geblieben…
Malmö hat unmittelbar nach dem ESC verkündet, sie wollen keinen ESC mehr ausrichten. Zumindest wenn Schweden in nächster Zeit wieder gewinnen sollte. Begeisterung hört sich dann doch anders an.
Malmö war ja auch nur 3. Wahl, weil die Avicii-Arena nicht zur Verfügung stand und die Fußballclubs nicht aus ihren Stadien wollten.
Nach den internen (politischen) Unruhen haben sich alle Verantwortungsträger in den Hintern gebissen, dass sie dem ESC zugesagt haben. War einfach viel Stress und die Stimmung sowie Einnahmen dann bestimmt auch nicht so wie mal ursprünglich erhofft.
Ich würde wetten, dass Malmö wieder gerne einspringt wenn ein paar Jahre ins Land gezogen sind und sich die politische Situation beruhigt hat.
Ja man kann sagen dumm gelaufen dieses Jahr. Eigentlich wollten alle Göteborg.
Vielen Dank für die Fotos, die mir als Nicht-Vorort-Fan einen guten Eindruck vermitteln. 🙂 Besonders gefallen mir die herzige Allee, die Pop-Up-Pop-Art-Schließfächer und das Bus-Quiz. Hübsche Ideen.
Das rosa Pferd kannte ich ja bereits aus dem Video zum türkisen Teppich.
Tattoo- und Euphoria-Stage: 😉
Hmmm… Dancing-Queen- statt Waterloo-Stage?
Gab es denn auch eine Heroes-, Heaventake- und Diggi-lo-diggi-ley-Stage?
——-
Dass ein großes Augenmerk auf die Sicherheit gegeben war, ist – inzwischen leider – das Wichtigste für einen Austragungsort. Wo hier die Reise noch hingehen wird?
„Genozid Song Contest“? Dann hat die EBU von den Sponsorengeldern wohl Waffen für Israel gekauft oder wie soll ich das verstehen? Diese undifferenzierten Schlagwort-Parolen allerorten lassen mich echt langsam an der Menschheit verzweifeln.
An einem Tag habe ich erlebt, wie eine Gruppe Aktivisten alle Leute, die das Euro-Village betreten haben, ausgebuht hat – da hab ich mich dann auch, ich sag mal, gewundert. Aber die Stimmung „drinnen“ und ebenso bei allen anderen Zusammentreffen mit ESC-Fans, ob vor oder in der Arena, waren sehr gut, die Leute aufgeschlossen und freundlich. Und schon in Kopenhagen hat man immer Menschen mit ESC-Merch rumlaufen gesehen, in Malmö dann natürlich sowieso, das war schon cool.
Volle Zustimmung. Es geht vielen nur noch darum, ihre banalen, falschen und bösen Parolen möglichst laut in die Welt zu schreien.
Soviel Geld kann gar nicht „in die Bildung gesteckt“ werden, wie nötig wäre, diese Hohlköpfe zu füllen. 🙁
Frei nach Dieter-Thomas Heck in der ZDF Hitparade:
‚Schweden; sieben Mal dabei, bitte nicht wiederwählen!‘
Hat zumindest bei Irland gut funktioniert.
Nach allem, was ich gehört habe, war Malmö ein kompetenter, letztendlich aber doch durchschnitticher ESC-Gastgeber. Leider wird über der Stadt, zumindest im Kontext ESC, immer ein Schatten liegen. Der Grund dafür sind jene Vorkommnisse, die eine Handvoll dämliche Künstler, die Inkompetenz von Herrn Österdahl und seinem Team und zu einem kleineren Anteil vielleicht auch SVT zu verantworten haben.
Ich weiß nicht, ob ich den ESC in der Zukunft noch mit jener unschuldigen Begeisterung verfolgen kann wie in der Vergangenheit. Irgendwie kommt er mir jetzt beschmutzt und beschädigt vor. Seit dem ESC-Finale habe ich mir keinen einzigen Beitrag des Jahres mehr angehört; das ist noch nie vorgekommen und liegt nicht an der musikalischen Qualität des Jahrgangs. Vielen Dank, Joost, Marina, BT und all die Mitläufer und Mundhalter unter den Künstlern, ihr habt aus Malmö Malmobbö gemacht. Da hilft nicht mal mehr Malmöl, um die Wunde zu heilen. Hoffen wir mal, dass zumindest die Zeit hilft; so sagt es uns ja die Redewendung.
Das hast Du trotz der traurigen Botschaft sehr angenehm geschrieben. 🙂
Gegen die Anti-Brittas dieser Welt!
Mir geht es aber auch ein bißchen so wie Dir, ich schaue gerade vermehrt auf YT die ESC der 70er und 80er, um wieder in meinen Fan-Flow zu kommen.
Ich habe mir vor ein paar Tagen aus therapeutischen Gründen mein Lieblingsjahr 1996 angeschaut.
Für mich zählt 1996 aufgrund der vorgeschalteten Audio-Qualifikation zu den rabenschwarzen Stunden der ESC-Geschichte. Sehe ich mir zwar nach wie vor einmal jährlich an, aber nie ohne die Vorentscheidungsauftritte der sieben aussortierten Beiträge aus Dänemark, Deutschland, Israel, Mazedonien, Rumänien, Russland und Ungarn.
Würde insofern als Therapie bei mir definitiv nicht funktionieren – ganz im Gegenteil.
Mein Lieblingsjahrgang liegt allerdings nur ein Jahr entfernt: Dublin 1995 … 💚
Meine bescheidene Meinung ist, selten war der ESC so stark wie 1993, 1994, 1995, 1996, 1997 und 1998. Und selten so schlecht wie 1999 und 2000.
Die Jahre 1993 bis 1998 sind für mich auch die beste Phase, die der ESC je hatte.
Wunderbare Jahre! 🙂
Volle Zustimmung!
Du hast einen Hang zur Dramatik 😉. Schade das wir die Jahre 1969 und 1970 aktiv noch nicht mitbekommen haben. Das wäre auch was für Dich gewesen.
Ich finde es etwas schwierig, sich über die aufrichtigen Gefühle anderer lustig zu machen … Fühlst Du Dich etwa gut, wenn Du siehst. wie vor allem irische (z. T. aber auch andere) Fans BT abfeiern, als ob BT der Messias wäre? Das ist nicht die ESC-Community, von der ich Teil sein möchte.
Nichts liegt mir Ferner als mich über Gefühle anderer lustig zu machen. Es gibt eine ESC- Community wofür ich mich schäme. Das sind die Buher. Was nun genau mit BT war, was sie gemacht hat oder auch andere Kandidaten, da will ich mir keine Meinung bilden. Weil ich hierzu nur von Hören und Sagen Meinungen lese.
Manchmal habe ich Zweifel, ist es etwa entgegen der allg. Intuition so, dass eine narzisstische Gesellschaft, in der alles offen ausgelebt wird und alle „ihre“ Rechte und Freiheit für ihre Spezialinteressen und Ausprägungen fordern und fordern können rassistischer und diskriminierender ist als eine neurotische G, in der vieles zurückgehalten und unter die Decke gedrängt wird. ?????
Die Frage habe ich mir so ähnlich auch schon manchmal gestellt …
So sehr ich dich schätze,aber du steigerst dich meiner Meinung nach komplett in eine schlechte Stimmung hinein. Ich finde du solltest es etwas differenzierter sehen. Es waren schwierige Bedingungen, ja,aber der ESC ist daran nicht untergegangen oder für immer verloren. An vielen Ecken und Kanten muss gearbeitet werden. Es ist wie mit allem im Leben,auch die schwierigen Sachen müssen beackert werden,aber die leichten und schönen Sachen,die darf man darüber nicht vergessen.
Warst du eigentlich schon mal bei einem ESC live vor Ort?
Ja, 1998. 😎 Damals ging es ja noch vergleichsweise gesittet zu, aber mir war selbst das zu viel Trubel …
1998 war mit Dana International und Guildo Horn ein für die damalige Zeit schon verrückter Jahrgang😃,der für viel neues beim ESC gesorgt hat.Und mit dem Trubel hast du recht,der ist mit den Jahren immer mehr geworden. Ich tauche gerne mal in diesen Trubel ein (ab und zu mit schunkeln 😉aber auch gerne tanzend💃),genieße die Musik,die bunten Performances, die neu kennengelernten Künstler. Gerne verbinde ich dann so eine Reise mit dem Kennenlernen der Gastgeberstadt.Und abgerundet wird das ganze mit dem Teilen unserer Leidenschaft ESC mit soviel gleichgesinnten Menschen. Und wenn dieses Mal auch nicht alles so gut lief, so war das Zusammengehörigkeitsgefühl mit anderen Fans trotzdem sehr zu spüren.Das schlimmste für mich waren die Buhrufe in der Halle,die im Finale bei Israel und gegen die EBU wirklich unter die Haut gingen.Das waren 2 Momente zuviel,vielleicht insgesamt 10 Minuten, die ich verurteile.Aber ansonsten war aus meiner Sicht die Stimmung in der Show einfach klasse.
Alles andere,was sonst drumherum geschah mit den Künstlern, ist aus sehr vielen Spekulationen, social Media und Gerüchten immer weiter zusammengesponnen worden.Wissen wir da wirklich, was da gesprochen wurde,gemobbt wurde u.s w.?Ich will da gar niemanden freisprechen,aber ich springe auch nicht auf den Zug,der und die haben gesagt.. da steht geschrieben etc. und deshalb wird jetzt der komplette ESC verurteilt.
Die politisch aufgeheizte Situation ist nicht so einfach und so war auch der ESC dieses Jahr wechselhaft.
Und trotzdem habe ich ihn genossen🙂Und seine Songs laufen auf jeden Fall noch in meiner Playlist😉
Ich wollte 1998, dass Imaani gewinnt. Dana Internationals Sieg war zwar eine wichtige Botschaft, aber „Diva“ ist mMn ein ziemlich schwaches Lied, und der ESC ist ja ein Liederwettstreit. Außerdem hat die blonde Dame links im Hintergrud 90 % der Gesangsleistung beigetragen; Dana selbst war wenig mehr als ein Ornament. Toll war für mich andererseits, dass Chiara 1998 dabei war. Die hatte ich einige Monate zuvor auf einer Geburtstagsfeier kennengelernt (habe damals auf Malta gewohnt).
Und nur um Missverständnisse zu vermeiden: Ich verurteile den ESC nicht, ich bin nur traurig, dass er in Malmö so etwas wie seinen politischen Sündenfall erlebt hat, und an der Tatsache, dass ich keine Lust versprüre, mir die Beiträge dieses Jahrgangs anzuhören, kann ich momentan nichts ändern. Aber wie ich bereits sagte: Vielleicht wird die Zeit eine heilende Kraft beweisen. Schließlich muss ich Dir widersprechen, was die Faktenlage betrifft: Wir haben zumindest die Pressekonferenz nach dem 2. Halbfinale und das Interview, das BT nach dem Finale Sky News gegeben hat. Es ist nicht alles nur Spekulation.
Genau, bei den beiden war alles klar, wobei Marina laut Dimi dann später gesagt, dass ihr Verhalten auf der PK dämlich war.
Na immerhin … BT steckt bestimmt noch immer Nadeln in Eden-Wachspüppchen …
Sehr unangenehme Person, ich konnte auch mit dem Lied nichts anfangen.
Ich habe meine Meinung nicht geändert: Ich mag die Idee, aber die Umsetzung finde ich ziemlich langweilig. Ist auf meiner Liste irgendwo in der Mitte.
Man muss den Iren zugestehen, dass sie sich endlich mal wieder was getraut haben. Ist bei mir aber ganz unten mit Finnland, N und K.
Kroatien?
Das fand ich tatsächlich fun und mitreißend. Klar, er ist kein guter Sänger, aber das war (abgesehen vom unsinnigen Text) alles sehr professionell.
Ich habe Finnland mit 0/12 und dann AUT, MLT und ISL mit 2/12.
Bei mir mit Abstand Schlusslicht San Marino. Für mich ein furchtbares Lied, wo ich immer noch keine Melodie entdeckt habe. Etwas besser aber trotzdem grässlich ist Norwegen.
Norwegen habe ich auf Platz 6. 😎
Ich muss gestehen bei Norwegen bin ich besonders streng. Weil mir alle Beiträge seit 2017 gefallen. Also aktuell Norwegen eines meiner Lieblingsländer ist.
Ich finde Norwegen 2019-2023 ganz, ganz schlimm. Das läuft bei mir alles unter Kitsch.
Finnland war für mich einer der schlimmsten Beiträge der ESC-Geschichte mit der Vulkan-Hexe und den Babuschkas.
Da gibt es mMn noch ein paar weitere Kandidaten: Katinka (zwei ältere Herren singen darüber, wie sie einem kleinen Mädchen, das sie als kokett beschreiben – Projektion! – hinterhersabbern), MAK00, Woki oder gleich 2 x Celebrate …
Alles grauenhaft. Ditto Manuel Navarro und Jendrik.
Jendrik steht bei mir immerhin auf 2/12, inklusive 1 Punkt Abzug für den hopsenden Stinkefinger.
Immerhin hat er für den ESC gebrannt, props for that. Perfect life fand ich noch schlimmer, eiskaltes Produkt aber es hat dann immerhin die Belanglosigkeit wie Malta dieses Jahr und blieb mir nicht in Erinnerung, während die anderen Songs mich aktiv nervten.
Perfect Live steht bei mir auf einer respektablen 4/12. Das ist der Score für grottenlangweilig, macht mich aber nicht wütend, ärgerlich, beschämt ein ESC-Fan zu sein etc. 4/12 = entkommt ganz knapp meiner ESC-Hölle.
Das war so peinlich mit Jendrik und eigentlich ist mir beim ESC nie was peinlich. Nicht mal Woki mit dem Popo.
Woki hätte heuer so wunderbar reingepasst… sensationeller Beitrag aus Österreich! 😉
Lotta Engberg mit ihrem 87er Beitrag finde ich ganz gruselig. Besonders diesen furchtbaren Auftritt mit dieser chaotischen Begleitband auf der Bühne. Dagegen gefällt mir Schweden 86 gut, welches die meisten Fans nicht mögen.
Ich finde beide schlimm, SWE86 und SWE87.
Aber 1988 sicher nicht oder? Ein wunderbarer fast ungewöhnlicher Titel in Dublin.
Ist für mich ’ne 8/12 und Platz 5. Kannst Du meine TOP 3 aus dem Jahr raten? 😎
Ich probiers…..Irland? Norwegen? Belgien jedenfalls.
Irland habe ich auf der 6 und Belgien auf der 7 …
Norwegen auf der 2. Nicht schlecht dafür, dass wir uns noch nicht lange kennen. Ich habe Israel auf der 1 und die Türkei auf der 3.
Ich bin hier gerade ubrigens sehr aktiv, weil ich nebenher das Finale 2015 laufen habe (grootyvision watchalong). Habe gerade meine Punkte vergeben: 1 CZE – 2 ROU – 3 FRA – 4 AUS – 5 IRE – 6 LVA – 7 CYP – 8 EST – 10 BEL – 12 NOR. Wir haben andere Lieder im Finale als in der wirklichen Welt, weil wir schon in den Halbfinals abgestimmt und andere Qualifikanten gewählt haben.
Ich habe sofort Schweiz und Uk ausgeschlossen. Auf Israel wäre ich nicht gekommen. Türkei habe ich kurz überlegt.
Meine Top 4: 1. Luxemburg- für mich die perfekte Ballade. 2. Schweden. 3. Norwegen. 4. Türkei.
Luxemburg habe ich auf der 4. Wir liegen also gar nicht so weit auseinander. 🙂 Schweiz und UK habe ich im Mittelfeld, ganz hinten sind bei mir Deutschland und Österreich.
Ein Ratespiel für Dich. Welche 2 Songs von 1987 gehören zu meinen absoluten Lieblingsliedern? Tipp, es sind zwei unterschiedliche Genre.
Ich bin bei so was genz schlecht … Ja sam za ples und Gente di mare?
Zweimal knapp daneben. Aber die von Dir genannten mag ich auch sehr. 1. Finnland (nach wie vor mein Finnland- Lieblingslied). 2. Island. Wunderschöne stille Ballade.
Auf 3 Norwegen. 4. Österreich. 5. Italien. 6. Irland. 7. Jugoslawien.
Island habe ich auch auf der 2. Zerbrechliche Balladen und so. Italien auf der 1, Israel auf der 3 und Portugal auf der 4. Finnland habe ich auf der 7. Meine Lieblingsbeiträge aus Finnland sind Katri-Helena (1979) und Softengine.
Israel ist auf der 8 und der Auftritt war sehr cool.
Island 87 ist auch noch immer meine Nummer 1. Aber 2007 bekam sie arg Konkurrenz. Also 07 ist Island mein Sieger vor Evridiki. Und beide kamen nicht ins Finale.
ISL07 mag ich gar nicht. Meine Favoriten 2007 sind GEO, DEU und SRB.
Sind Sie ein serbischer Rechtsextremer, dass Sie immer noch „Jugoslawien“ schreiben?.
Der anspruchslose Teil in mir mag Finnland sehr gerne. Ja es gibt Lieder die ich mag und wofür ich mich schämen muss.
Ich hab auch öfter guilty pleasures wie Sugar.
Sogar der längste Ton der ESC- Geschichte.
Bei dem sie das lip syncing nicht hinbekam.
Schämen muss sich hier gar niemand. 🙂
Malta war völlig belanglos. Man hat es vergessen, während man es hörte.
Ich krieg die Turnübung nicht mehr aus dem Kopf …
Also mir ist nur Slimanes einarmige Liegestütze in Erinnerung 😜
🍌
Sowas kenne ich nur von Helene Fischer.
Ich fand’s super aber es wirkte wie ein Fremdkörper in der ganzen Gaza-Symbolik.
Mir ist das gar nicht aufgefallen das er Liegestütze gemacht hat.
Gegen Anfang.
Slimane hat jedenfalls der Eurovision einen Bärendienst erwiesen. Hoffentlich wirkt sich das positiv auf zukünftige Teilnahmen aus.
Er hat alles hervorragend gemeistert. Klare Botschaft ohne anzuecken.
Ich dachte, er stützt sich ab, um aufzustehen?
Das Lied ist einfach sehr langweilig.
Imaani fand ich auch toll.Chiara hat natürlich eine wahnsinnig gute Stimme.
Eben,es ist nicht alles nur Spekulation,aber vieles drumherum und da bildet sich jeder halt seine Meinung entweder durch Beeinflussung von Medien oder den wilden Phantasien anderer Menschen.
Ist nicht einfach, das neutral zu bewerten.
Muss auch jeder für sich entscheiden, wie man damit umgeht.
Leider muss ich nun Spielverderber sein: Imaani fand ich sehr unterkühlt und das Lied nur okay. Kroatien und Schweden sind meins. Finnland fand ich auch klasse. Also die VE- Version und dann kam der Birmingham Auftritt. Ui ui ui.
Kroatien mag ich auch sehr gerne, aber was so viele Fans im schwedischen Beitrag sehen und hören, wird mir ewig ein Rätsel bleiben. 🤔
Ich bin großer Balladen- Fan. Was nicht bedeutet das mir jede Ballade gefällt. Beispiel letztes Jahr Estland. Ich finde diese Nummer grottenlangweilig. Überhaupt sind in den letzten Jahren kaum noch Balladen dabei die mich berühren. Jill Johnson hat mich aber sofort gepackt. Und Danijela ist natürlich großes Kino von der Darbietung und dem Aufbau des Songs.
Ich mag nur ganz bestimmte Balladen. Balladen zerbrechlicher oder ethnischer Natur mag ich meist sehr gerne, aber je mehr es Richtung Orchesterballade geht, desto schneller bin ich raus. Und bei Musical-Balladen ist für mich meist eine rote Linie überschritten. Ich denke, dass mein Problem mit SWE98 hauptsächlich die Interpretin ist. Ich finde Jill kalt und unnahbar.
Lustig. Was Du bei Jill empfindest so geht es mir mit Imaani.
Wir sind halt alle anders. 🙂
Ich mag sogar die theatralische Ballade von Norwegen 2001. Damals habe ich Estland auf Sieg getippt 😀. Aber nur weil meiner Arbeitskollegin Estland am besten gefallen hat. Dänemark tippte ich auf 2 und Frankreich auf 4. Da war ich richtig gut. Dummerweise habe ich Norwegen auf 3 getippt.
Ach Du gute Güte, NOR01 … 😮 Meine TOP 3 in 2021 sind 1. RUS – 2. DEU und 3. BIH … Halt wahrscheinlich kein anderer Fan auf der Welt so …
2001 ist ein Jahrgang wo ich überlegen muss was mir gefällt. Ich weiß bin langweilig aber Frankreich ist schon klasse. Und Griechenland und auch Deutschland.
Frankreich habe ich auf der 6 und Griechenland auf der 8. Auf 4 Estland, auf 5 Spanien und auf 7 Dänemark. Ich mag auch noch die Türkei auf der 9; der Rest ist nichts für mich.
Oh, Neka mi ne svane… großes Kino auf der Bühne.
Aber ich mochte auch Genesis und besonders Eu cred – da könnt ich heulen. 🙂 Starker Jahrgang, genau wie 1997.
Ich bin ein absoluter Fan der blonden „Backing“-Einzelsängerin bei Israels Auftritt 1998 und hatte immer gehofft, dass sie noch einmal als Act antritt.
Chiara und Imaani waren auch klasse. Naja und Guildo eh. Den 98er muss ich mir unbedingt demnächst noch einmal anschauen. 🙂
Ich sehe das zwar größtenteils ähnlich, aber – ich lass mir doch den ESC von so ein paar Dullis nicht kaputt machen. Der gehört denen nicht.
Danke für diesen schönen Bericht.
Ich war das erste Mal bei einem ESC vor Ort und habe mich sehr wohl gefühlt in Malmö.
Wir sind mit der Fähre angekommen und dann mit dem Bus in die Stadt gefahren. Keiner der Fahrgäste ab dem Fährterminal hatte eine Fahrkarte und als der Fahrer merkte, dass wir wegen des ESC in Malmö sind, konnten wir alle kostenfrei mitfahren. Im ESC geschmückten Hotel ermöglichte man uns einen Früh-Check-in und wir bekamen ein Zimmer upgrade. Im Hotel gab Infoflyer und extra eine Kollegin für Orga-Fragen zum ESC.
Am nächsten Tag haben wir die Stadt erkundet und sind zu Fuß vom Bahnhof zum Eurovision-Village gelaufen. Die gesamte Fußgängerzone bis Triangeln war quasi eine ESC Meile – alles war geschmückt, das Farbthema des ESC war überall zu sehen und die Stimmung war sehr entspannt und fröhlich.
Sehr angenehm fand ich die kostenlosen Wasserstationen im Eurovision Village und die moderaten Preise (2,20 EUR für 0,5 l Wasserflasche) für alkoholfreie Getränke in der Arena.
Ich bin gespannt wie die Schweizer es nächstes Jahr machen….. Malmö hat klasse vorgelegt, das muss man auf diesem Niveau erstmal schaffen.
Ich stimme dir vollkommen zu. Es gäbe echt viel positives über Malmö als Gastgeberstadt zu berichten. Aber einerseits werden diese Bemühungen generell zu wenig gewürdigt und andererseits kam dieses Jahr von anderer Stelle so viel schlechte Stimmung, dass die Stadt ganz schlimme Voraussetzungen hatte. Sie haben aber wirklich alles herausgeholt!
Wie DP es schon hat anklingen lassen: Liverpool war gefühlt in vielem nochmal eine Stufe besser, was aber natürlich an der sehr entspannten Stimmungslage vor Ort lag.
Malmö hat sich als Stadt echt ein Bein ausgerissen und wird trotzdem als „schwieriges Jahr“ in Erinnerung bleiben. Das haben die Schweden dann definitiv mal nicht verdient.
Schön, dass den Leuten vor Ort einiges geboten wurde. Die Strahlkraft nach außen und ins restliche Europa war jedoch eher bescheiden und mit Liverpool nicht vergleichbar.
In Erinnerung bleiben werden die öffentlichen Protestaufläufe und Anfeindungen gegenüber den Besuchern, die Buhrufe gegenüber Eden, die Streitigkeiten zwischen den Teilnehmern (ein No-Go bei einer Veranstaltung mit dem Motto United by music) und natürlich die Disqualifikation von Joost.
Ein Armutszeugnis für die Verantwortlichen.😐
Man muss fairerweise aber auch sagen, dass die Buh-Rufe wohl meist vom internationalen Publikum ausgingen. Habe diesbezüglich aber ein klares Zeichen gegen Hass aller Art von der EBU (und auch von den Gastgebern) vermisst. In Schweden ist Meinungsfreiheit ein hohes Gut, alles okay, nur mMn endet diese, sobald andere diskreditiert und ihn ihrer Freiheit eingeschränkt werden. Meinungsfreiheit darf niemals eine Freigabe für ungezügelten Hass (anders kann ich diese Buh-Rufe nicht nennen) sein. Sorry, das Wort zum Feiertag. Bin kein kirchlich orientierter Mensch, aber … ist doch war. Am TV hat man versucht, diese Buh-Rufe zu unterdrücken, indem man den Ton runterregelt, ich meine aber trotzdem, diese dumpf vernommen zu haben.
Ich möchte dir in einem Punkt widersprechen (bzw. ich hatte in Malmö eine andere Wahrnehmung): Ich glaube die Buhrufe kamen weniger von den „internationalen Fans“, sondern eher von den Einheimischen (evtl. unterstützt von einigen anderen Skandinaviern).
Donnerstag abend kamen die Buhrufe aus meiner Wahrnehmung eher aus dem hinteren Bereich der Halle (also von den etwas weiter von der Bühne entfernten Sitzplätzen).
Im Stehplatzbereich konnte ich von meinem Platz aus einige Zuschauer sehen, die sich bei Edens Auftritt demonstrativ weggedreht und den Kopf geschüttelt haben, aber dabei dann stumm blieben. Bei zweien habe ich eine dänische Flagge erkannt, anderen waren als Schweden erkennbar oder von der Kleidung her nicht weiter identifizierbar.
Zumindest hatte ich von meinem Sitzplatz aus das Gefühl, dass vor der Bühne relativ wenig gebuht wurde, sondern eher von hinten.
Ob das dann eher Schwed*innen waren oder „Ausländer“ ist natürlich nicht zu unterscheiden.
Aufgrund der Gespräche, die ich in der Bubble mitbekommen habe, kam die Kritik an der israelischen Teilnahme aber mehr von den „einheimischen“ ESC-Fans als von den internationalen Gästen (und das nicht nur von Menschen mit palästinensischen Background, sondern aus vielen Alters- und Gesellschaftsschichten). Deshalb vermute ich die Buhrufe auch eher aus dieser Ecke.
Ach so, danke, dass Du Deine Beobachtungen schilderst…
Schlimm, dass es Buhrufe überhaupt gab. Von wem ist eigentlich zweitrangig, aber gut hier noch mal zu differenzieren.
Gestört hat mich auch die Tatsache, dass die unschöne Stimmung in diesem
Punkt von den ESC- Beteiligten wie Fans, Delegationen und Künstlern selbst hervorgerufen wurde.
Warum demontiert man ein symbolträchtiges Event aus persönlichen politisch motivierten Befindlichkeiten. Hier ist in der Wahrnehmung zum Teil durch das agitatorisch mißbrauchte Internet gehörig etwas schief gelaufen.
Danke für den interessantesten Bericht. War natürlich richtig und absolut notwendig, dass die Sicherheitsvorkehrungen so hoch waren. Muss aber irgendwie trotzdem irgendwie ein beklemmendes Gefühl gewesen sein, einerseits. Auf der anderen Seite vermittelt das in der Tat ein Gefühl von Sicherheit. Bin auf jeden Fall sehr froh, dass alle wieder offenbar wohlbehalten wieder daheim sind.
Wieder mal sehr schöne Bilder, übrigens.🙂
P. S. Nichts für ungut, und nichts wegen Schweden, aber in den nächsten Jahren können gerne andere Länder den ESC ausrichten. Irgendwann gehen den Organisator:innen ja doch die Ideen aus. Hat man dieses Jahr an den Postkarten gemerkt, finde ich.
Ich habe mich vor Ort zu keinem Zeitpunkt unsicher oder nicht willkommen gefühlt. Alle Einheimischen, mit denen ich gesprochen habe, waren sehr freundlich und haben sich gefreut, dass man zu Gast ist. Nur einmal hatte ich ein komisches Gefühl, als mich drei Halbstarke Jungs beobachtet und offensichtlich über mich gesprochen haben. Ich weiß nicht, worum es in ihrem Gespräch ging und ob es wegen dem ESC war (ich hatte eine ESC-Tasche dabei). Sie haben mich aber ansonsten in Ruhe gelassen und ich bin schnell da weg gegangen.
Mir hat es auch sehr gefallen, dass die Stadt mit ESC-Werbung geschmückt war und man viele ESC-Fans in Malmö und Kopenhagen gesehen hat.
Die vielen Polizisten und Sicherheitskräfte in der ganzen Stadt sowie die Scharfschützen rund um die Arena fand ich am Anfang ein bisschen komisch, aber es hat sich nach ein paar Momenten gelegt und ich war froh, dass es sie gab. Die Polizisten sahen auch alle ziemlich gut aus. 😀
Von den Demonstrationen habe ich tatsächlich so gut wie gar nichts mitbekommen. Nur einmal im Eurovillage war eine Gruppe von ca. 30 Personen mit Flaggen (umgeben von einer Menge Polizisten), die sehr laut gesungen haben, die Sprache habe ich nicht verstanden, nur die Worte „Eurovision“ und „Israel“ und habe dann 1 und 1 zusammengezählt. Sie haben aber niemanden angegriffen oder angepöbelt und waren nach ca. 20 Minuten wieder weg.
Ich hatte eine wunderbare Zeit in Dänemark und Schweden und es war für mich persönlich ein gelungener erster ESC live vor Ort, trotz der vielen Probleme und Skandale (von denen ich ja nicht all zu viel selbst mitbekommen habe).
Z
„Zum verzweifeln war das heuer“ sollte es heißen, sorry
Ich glaube mal die Einwohner von Malmö sind selbst ganz froh dass es vorbei ist.
Von der Stimmung war das für die Einheimischen (die selber keine ESC-Fans sind) wohl eher als wäre ein G7-Gipfel in der Stadt gewesen:
Einerseits schön, dass die eigene Stadt mal viel Aufmerksamkeit bekommt. Aber irgendwie schwang zwischenzeitlich das Gefühl mit, dass am Ende verwüstete Straßen übrig bleiben könnten.
Zum Glück ist ja nichts davon eingetreten. 🙂
Wird ja eh erstmal der letzte ESC aus Malmö gewesen sein, die haben schon gesagt dass sie sich falls Schweden wieder gewinnt nicht nochmal bewerben werden.
Wirklich schöne Bilder. Zuhause hat man ja hauptsächlich nur das negative der Medien mitbekommen.
Ich hoffe aber für den nächsten ESC auf ein Wechsel des Mottos.
„United by Music“ ist zwar gut gemeint, gerade in diesen Zeiten wichtiger den je, aber nach den diesjährigen ESC fühlt sich das Motto einfach nur noch… beschmutzt, unangenehm und falsch an.
Und was ich mir noch erhoffe: das der ESC nicht zu einer Art Anlaufstelle für Leute wird, die hoffen mit möglichst vielen Skandalen und schlechten Benehmen beim ESC, möglichst viel internationale Presse anlocken zu können, um sich dann auf diese Weise selbst zu pushen und zu verkaufen.
Danke für den Bericht!
Bambie Thug sagt hier, sie dürfe noch nicht über „den Sachverhalt“ reden, weil „all of that is being investigated at the moment so I can’t talk about it at the moment…“
https://m.youtube.com/watch?v=VBvOYwVOjz0
*right now
Ich:
„Bambie sagt …“
Mein Göttergatte:
„Völlig falscher Ansatz – das muss heißen: Es spricht aus them …“
Ich brauche einen Volkshochschulkurs, bin überfordert.
ich habe nur ein „n“ vergessen, „sie dürfen noch nicht über den Sachverhalt reden“
so?
Carola hat 1991 weder in Luxemburg noch in Dublin gesiegt, sondern in Rom.
Was hab‘ ich gewonnen? Was hab‘ ich gewonnen?
Wobei meine persönliche Wertung dies übrigens verhindert hätte, denn die lautete folgendermaßen:
1 Punkt an Zypern,
2 Punkte an Israel,
3 Punkte an die Schweiz,
4 Punkte an Griechenland,
5 Punkte an Norwegen,
6 Punkte an Spanien,
7 Punkte an Österreich,
8 Punkte an Finnland,
10 Punkte an Portugal
und
12 Punkte an Frankreich!
Außerdem hätte ich für Deutschland selbstverständlich nicht Atlantis 2000 nach Rom entsandt, sondern Cindy Berger …
Bei mir sieht es wie folgt aus:
1 P. Malta
2 P. Luxemburg
3 P. Portugal
4 P. Zypern
5 P. Griechenland
6 P. Spanien
7 P. Türkei
8 P. Spanien
10 P. Frankreich
12 P. Israel
Jetzt haben fast alle Lieder schon Punkte bekommen, aber die arme Carola steht noch ohne da …
Was ist das für eine Wertung?
1991 Ich beziehe mich ja auf den Kommentar von Konstantin.
Oh 1991 ist ein Kultjahrgang. Hier war alles dabei. Drama, Hochspannung, Pannen, usw. Frank Naef war sowas von gefordert während der Bewertung. Sein grantiger Blick Richtung Cutugno sagt alles. Da waren die Buhrufe gegen Martin Ö. Honigschlecken. Das Orchester ruinierte so manches Lied. Und am Ende waren viele enttäuscht weil Frankreich nicht siegte.
12 Frankreich
10 Griechenland
8 Portugal
7 Schweiz
6 Spanien
5 Finnland
4 Israel
3 Malta
2 Schweden
1 Island
Jetzt hat Carola 2 Pünktchen. 🙂
Und Portugal fand ich 1991 ganz stark! Und 1993 und 1996. Ja es gibt Portugal Lieder die ich auch klasse finde. Auch wenn es manchmal nicht so scheint.
1996 ist für mich eine klare 12/12. ❤
Hm,, gehört wiederum nicht zu meinen Portugal-Favoriten.
Dafür mag ich „Conquistador“ von 1989….
Nun ja, Baby Doll zu schlagen, das kann man ihr durchaus zugestehen …
hey,das klingt ja beinahe wie ein früher vorläufer von frau mangos werk – also mir gefällt das irgendwie,gab schon schlechteren „poptrash“ beim ESC. 😃
Das ist kult!!! Es gibt Beiträge da sagt mir der Verstand ist schlecht und ich schaue es gern. Dann gibt es Beiträge die sind durchaus qualitativ gut und ich skippe weiter.
jau,verdammt kultig und mit cha,cha,cha! 🥳️
Huch, keiner mochte Peppino di Capri?
Hehe,,,, der gute Toto und „Mister Neff“ die Wertungszeit 1991 ist ein unvergessenes Highlight der ESC-Geschichte für mich. Ich saß atemlos gebannt vorm TV damals. 😀
von mir gibt’s auch keine punkte aber 12 für frankreich – im jahr davor gab es bei mir ein unentschieden zwischen frankreich und spanien und an all das andere kann ich mich nicht mehr wirklich erinnern,außer den damals schon heftigen ärger über die 91er gewinnerentscheidung.
hätte man beide acts zum sieger gekürt,wären auch alle zufrieden gewesen aber diesen salomonischen einfall hatte man nicht.
1990 sind meine TOP 3 FRA, ESP und BEL. 😍
Frankreich 1990-1992 und Zypern 1994-1997 sind für mich die Essenz des großartigen ESC in den 90ern.
1990 liebe ich. Bei mir Israel, Belgien, Spanien und Frankreich. Komischerweiße mag kaum jemand Israel.
1990 war ein exzellenter Jahrgang. Meine Favoriten: Italien, Frankreich, Spanien, Irland. die Niederlande.
Damals fand ich Maywood altbacken. Inzwischen gefällt mir der Beitrag sehr gut.
Ik wel allet met je deele💓, einer meiner Alltimefavs
.
Puh, solangsam bin ich wieder aus Malmö zurück😳allerdings dann in Frankreich im Urlaub gelandet, wo auf France2 gestern Slimane auf Expedition im Senegal lief. Die machens mit den Stars, für Interessierte, das gibts auch auf yt
Ich mag Israel auch, reicht nur nicht für meine TOP 3. Ich habe mir nach dem ESC 1990 sogar eine Langspielplatte von Rita Farouz gekauft. Und die Niederlande hatten auch ein tolles Lied, aber leider klang das gigantische Trompetensolo live wie eine defekte Klospülung. 🙁
Ich war so enttäuscht weil Rita so abschmierte. Dafür DK mit dem xsten Happy Sound gut ankam.
DNK00 finde ich ganz grauenvoll. Das ist nicht mal guter Schlager, sondern nur langweilig. Da mag ich den fröhlichen Schlager aus Island wesentlich lieber.
Also ich komm‘ mir bei Island 2000 immer vor wie in der Metzgerei …
Mein Lieblingsbeitrag von Stockholm 2000 ist der zweisprachige aus Zypern.
Ups, ich meinte natürlich Island 1990 … Habe ich schon mal gesagt, dass Multitasking nicht meine Stärke ist? Und 2000 haben wir den gleichen Siegertitel.
Island 2000 finde ich ganz furchtbar. Überhaupt ist das Jahr 2000 musikalisch insgesamt sehr ernüchternd für mich. Lobend erwähnen möchte ich Estland, Österreich und natürlich Lettland.
Dann meinst Du auch Hallo Hallo und nicht die Olsen Brothers.
Genau!
12 points für „Shara barchovot“, für mich 1990 in Zagreb Lichtjahre vor der Konkurrenz – ich mochte auch schon Rita’s Vorentscheidungsbeitrag von 1986 und hätte sie bereits damals für Israel nach Bergen entsandt …
Absolut ! Stattdessen gab es dieses schreckliche „Yavoh yum“.
Ich schon !“
bandido gibt es jetzt auch bildtechnisch etwas aufgefrischt im eurovisionkanal.😺
Da werde ich glatt nostalgisch für eine Zeit vor meiner Geburt… aber ist einfach sowas ganz anderes als die Feuerwerksexplosionen, die heutzutage sein müssen fürs Staging.
Muchas gracias ! Kurz danach habe ich mit dem Spanischlernen angefangen.
Fast komplette Übereinstimmung….
Damit hättest Du Frankreich zum Sieg und auch Israel noch an Schweden vorbei gewertet …
(Unabhängig davon taucht Spanien in Deiner Wertung übrigens zweimal auf.)
Ich hätte die deutsche Jury mit ihren 12 Punkten für Schweden damals grillen können, zumal dabei doch garantiert der „Die war doch schon in München dabei …“-Faktor eine Rolle spielte. Jedenfalls denke ich noch heute, daß ihr Auftritt von 1983 Carola in Rom 1991 die 12 Punkte der deutschen Jury und damit den Gesamtsieg gerettet hat.
Und wie 1979 in Jerusalem auch in Rom wieder so völlig bizarre null Punkte aus Deutschland für bzw. gegen Israel …
Duo Datz hätten fast gewonnen. Ausgerechnet aus Deutschland und Österreich gab es keine Punkte. Das war schon merkwürdig.
Die 8 Punkte gehen nach Italien. Mailand oder Madrid …
Damals haben die „falschen“ Lieder gewonnen. So zumindest meine Gedanken. Warum siegte 1991 Schweden mit Carola wo doch der Song von 1989 En dag 1000 mal besser war. Schlimmer noch Riva. Hätte Jugoslawien 1989 nicht mit Novi Fosili oder Tajci gewinnen können.
Oder in den 60ern mit Vice und Lado. 😍
Mit Riva haben genau die Richtigen 1989 gewonnen, wobei mir auch Novi Fosili und Tajci gefielen (nicht aber dieses „Mangup“, was auch sehr erfolgreich war). Es freut mich, dass Jugoslawien eine seiner letzten Chancen nutzte, sich in die ESC-Geschichtsbücher als Sieger eintragen zu lassen (noch besser wäre es gewesen, es wäre gar nie auseinandergefallen, zumindest nicht auf diese furchtbare, gewaltsame Weise).
Ich fand alle drei ganz gruselig.
Oh doch jemand, der das 1991 mochte.
Es gib tatsächlich nur zwei Siegertitel im jetzigen Wertungssystem, die keine Punkte aus Deutschland erhielten: 1979 und 2011… Immerhin wurde „Hallelujah“ auch hierzulande ein Evergreen.
1991 war Israel meine klare Nummer 1. Mag weder SWE
91, noch FRA91 besonders.duo datz mußte ich gestern beim 3.platz aller zeiten eliminationsspiel (escunited) leider rausschmeissen aber es ging gegen dinle (türkei 97) und das kommt nicht in die tüte.😎
Danke für die Bilder, ich bin ja großer Malmö-Fan und nach dem letzten ESC dort noch mehrere Male zu Urlaub gewesen, habe mich immer wohl gefühlt. Die Situation hat leider die Stimmung vergiftet aber glaubt irgendjemand, dass es in Berlin, London oder Brüssel anders gewesen wäre?
Na ja, ich glaube schon dass sich in Malmö aufgrund der Bevölkerungsstruktur die Stimmung nochmal zusätzlich aufgeheizt hat.
Es war natürlich konzentrierter. Anderswo hätten sich die Proteste auf gewisse Bezirke wie Neukölln, Molenbeek oder die Banlieus verteilt. Ich finde die Proteste auch gerechtfertigt. Netanyahu hat alles kaputt gebombt, er würde auch ganz Israel abbrennen, um an der Macht zu bleiben. Alle Waffenlieferungen müssen stoppen, stattdessen an die Ukraine schicken.
Wichtiger als immer mehr Waffen wären diplomatische Initiativen, die man inzwischen fast komplett aufgegeben zu haben scheint. Hätte man es schon früher geschafft, den Konflikt wenigstens einzufrieren, dann wäre heute nicht Charkiw gefährdet und viele Ukrainer und Russen wären noch am Leben, es gäbe weniger Zerstörung und vor allem auch weniger Schwerletzte – ich habe erst kürzlich einen erschütternden Bericht über ukrainische Kriegsversehrte gelesen.
Ja, Prothesen sind inzwischen traurigerweise eine große Industrie in der Ukraine geworden. Das Problem mit Verhandlungen ist ja, dass Putin nicht vertrauenswürdig ist. Der Friedensgipfel nächsten Monat wird interessant. Selenskyy arbeitet an Biden und MBS an Xi. Scholz sicher BB, vdL, Sanchez, Trudeau und Macron werden sicher da sein.
Trotzdem, wenn so viel auf dem Spiel steht, sind Verhandlungsversuche mit einem nicht-Vertrauenswürdigen immer noch besser als diesen in seinem Kriegswahn einfach immer so weiter machen zu lassen, zumal seine gegenwärtige Offensive bestimmt auch mit der Erwartung zukünftiger Waffenlieferungen zu tun hat: vorher noch möglichst viel erobern bzw. kaputt machen. Hoffen wir, dass bei dem Friedensgipfel etwas Gutes herauskommt.
Die russische Offensive wird ja Gottseidank wohl gerade zurückgeschlagen. Selenskyy war letzte Woche an der Front.
Sie müssen die Brücke runter bringen, dann ist die Krim abgeschnitten. Ist glaube ich der einfachste Weg, Putin zu stürzen. Nachfolger wäre auch schrecklich aber gäbe chaotische Diadochenkämpfe und sie würden die Orks abziehen.
Alles super auf den Punkt gebracht, DP👍
Kann ich nur unterschreiben. Wir waren nach 2013 das zweite Mal in Malmö zum ESC und haben uns wiederum sehr wohl gefühlt. Trotz der angespannten Lage war alles super organisiert aus ESC Fan Sicht und wir fühlten uns wirklich sicher. Der Öresundzug lief 2013 allerdings problemloser hin und her,hier gab es in diesem Jahr die ein oder andere Unterbrechung aufgrund von Störfällen.Im Nachhinein hat aber trotzdem alles immer irgendwie geklappt.
Toll auch noch das preislich vergünstigte ESC ÖPNV Ticket über die skanitraficen app👍
Am Mittwoch zur Evening Preview des 2. Semis hat es definitiv nicht geklappt mit dem ÖPNV…
Das stimmt,davon waren wir auch betroffen, da sind wir mit dem Taxi gefahren 😎
Das vergünstigte Ticket galt ausschließlich für den Öresundzug und für keine anderen Verkehrsmittel. Das hab ich erst gemerkt, als ich am letzten Tag am Flughafen kontrolliert wurde und der freundliche Kontrolleur zum Glück noch auf die Strafe verzichtet hat.
Andere Fans wussten das auch nicht. Das hätte man wirklich besser kommunizieren können.
Innerhalb von Malmö konnte man alle Verkehrsmittel nutzen,von Kopenhagen aus,wenn man das erweiterte Ticket hatte,konnte man nur den Öresundzug nutzen,innerhalb Dänemarks.Das konnte man auch nachlesen.
Ja, das konnte man nachlesen, aber ich und auch andere haben eben nur „ESC-Ticket für Kopenhagen und Malmö“ verstanden und fälschlicherweise gedacht, man könnte innerhalb der Tarifzone, die ja nun mal laut Karte auch Kopenhagen umfasste, alle Verkehrsmittel benutzen.
Wo man in der Planung allerdings meiner Meinung nach völlig versagt hat, ist der ÖPNV Richtung Kopenhagen.
Am Montag gab es ja bereits eine kurzzeitige Sperrung der Öresundbrücke für den Zugverkehr vor der Evening Preview, aber es lief dann noch alles glatt. Dennoch hätte es bereits eine Vorwarnung sein müssen.
Am Mittwoch kam es ja dann zum Super-Gau weil die komplette Brücke über 3h bis nach 21:00 gesperrt war. Was sich dadurch dann am Airport abgespielt hat, war schon heftig.
Ein einziger Flughafensicherheitsmann hat verzweifelt versucht die Leute an allen Türen der ersten Züge nach Sperrung gleichzeitig fernzuhalten, Streit zu schlichten und die Gemüter zu beruhigen. Nachdem sich die Menschen dort 3h gesammelt haben, hätte man mit solchen Szenen rechnen müssen.
Ja, es kann vorkommen, dass die Brücke gesperrt wird, aber dass man dann im Wissen, dass Tausende Menschen zur Evening Preview wollen (und eh schon zu spät dran waren) es zu solchen Szenen kommen lässt, zeugt schon von schlechter Vorbereitung.
Dass man den Stundentakt in der Nacht nach den Shows scheinbar durchziehen wollte, finde ich auch mutig. Am Samstag hat man ja Gott sei dank nochmal einen außerplanmäßigen Sonderzug organisiert, um gerade so den Großteil der Leute irgendwie eingepfercht nach Kopenhagen zu bringen. Andernfalls hätte das nochmals die Krone aufgesetzt.
Dafür waren die vielen Taxen,die dann auch aus Schweden kamen,an dem Abend gut organisiert.
Man wusste ja nie genau,was auf der Öresundbrücke los war,ich schätze mal,dass es auch geplante Störfälle waren,die die Fahrt boykottieren wollten.Aber wie wollten die das besser organisieren oder einplanen?
Auf jeden Fall wurde an der Halle unproblematisch reagiert und alle verspäteten Fans in die bereits laufende Show gelassen.
Kann auch sein, dass die Loks einfach in die Jahre gekommen sind. Ist bei uns ja auch oft das Problem.
Laut Aussage von Bahnmitarbeitern vor Ort wollte jemand von der Brücke springen.
Die Brücke war am Mittwoch komplett gesperrt, daher ging gar nix.
Ja es gab das Gerücht um Taxen, woraufhin hunderte nach oben in den Flughafen sind und zur Tür raus, aber da ging zu diesem Zeitpunkt ja auch Nix.
Und mit Taxen tausende Fans vom Airport abzutransportieren (zusätzlich zu regulären Fluggästen) ist auch gar nicht möglich, zumal so ein Taxi ja nicht gerade wenig kostet.
Ich war auch dort am Flughafen und saß mit Hunderten Leuten fest. Das war schon grenzwertig, hätte man aber nicht vorhersagen können.
Besonders interessant wurde es, als ein Mann im Anzug sich an das Bahngleis stellte und laut herumrief, dass man sich doch ein Taxi nehmen sollte, weil nur noch Autos fahren würden, keine Busse und keine Züge. Und wer zum ESC wolle, sollte laut ihm gleich zurückfahren, weil man uns ja nicht mehr reinlassen würde. Die ersten rannten hoch zu den Taxis, dann kam eine, die mutig fragte: „Wer bist du?“ Der offiziell anmutende Mann gab sich als einfacher Reisender zu erkennen, der nur Informationen weitergeben wollte.
Leider waren das nur Fake News und keine richtigen Infos.
Glaube hunderte hat nicht gereicht, denn es kamen ja noch reguläre Reisende hinzu.
Vorhersagen nicht, aber die Fans haben sich dort 3h gesammelt und entsprechend war zu erkennen, dass eine große Menschenmenge dort wartet, die nur schwierig in die ersten Züge (die ja bereits voll ankamen) reinpassen werden.
Die Bahnmitarbeiter standen alle oben im Flughafengebäude statt unten den armen einsamen Flughafensicherheitsmitatbeiter zu unterstützen. Die ersten Züge standen dann ja bestimmt mind 15-20 Minuten im Bahnhof, da Leute immer wieder nachgedrückt haben, innen nicht richtig durchgegangen wurde und die Türen dann nicht zugingen.
An unserer Tür wurde dann von hinten geschubst und gedrängelt, es gab Provokationen und lautstarke Wortgefechte… viel hat nicht gefehlt zu richtigen Handgreiflichkeiten.
Man hätte hier schlichtweg die Polizei benötigt, die den Einstieg geordnet regelt.
Auch finde ich, dass die ESC-Veranstalter Ringe zeitlich Verschiebung um zumindest 30 Minuten in Erwägung ziehen hätten sollen. Hätte glaube ich viel Hysterie am Bahnhof rausgenommen
Aber gerade mit den dauernden Verspätungen, total überfüllten Zügen und fehlenden Sonderzügen, hat man an dieser Stelle allesandere als das Bild einer erfahrenen Gastgeberstadt abgegeben.
Rish!’s Wahlkampf ist eine amüsante Katastrophe, Laschet-Niveau. Hat im strömenden Regen ohne Schirm angefangen und redet wie üblich nur Unsinn. Hosen wie immer zu kurz. Der ist gedanklich schon in Kalifornien.
Und im Hintergrund lief irgendwo der Labour-Wahlkampsong von 1997. 🤣
Glückwunsch zum Aufstieg in die 2. Bundesliga. 😀
Things can only get better … ♫♪♫ 💃💃💃
Wenigstens werden jetzt hoffentlich mal die Torries in GB abgewählt. Es ist langsam an der Zeit.
In Italien hingegen ist es zum Verzweifeln. Über siebzig Jahre zerbricht eine Regierung nach der anderen nach durchschnittlich anderthalb Jahren und hält keine volle Legislaturperiode durch.
Aber seitdem die rechtsnationale Regierung unter der rechtsradikalen Giorgia Meloni an der Macht ist scheint es zum ersten Mal nach über siebzig Jahren so auszusehen, als ob sie die volle Legislaturperiode durchhält. 🙁
Ich finde Meloni nicht so schlimm wie die meisten. Es gibt manchmal fragwürdige Rhetorik aber sie ist sehr intelligent also wird sie nichts zu radikales machen. Ich seh sie mehr wie Andreotti oder Berlusconi, sie wird für 20 Jahre an und ab an der Macht sein. Sie hat Salvini entmachtet, war 2 mal in Kviw und hat Selenskyy nach Rom eingeladen. Wesentlich besser in der Hinsicht als Scholz, der ja immer von Macron zu Selenskyy geschleift werden muss.
Man darf dennoch nie vergessen dass sie Vorsitzende einer im Kern neofaschistischen Partei ist, sie als Heilsbringerin zu sehen nur weil sie Putin nicht wie eine läufige Hündin hinterherrennt halte ich für falsch.
Ich finde die italienische Regierung weniger rechtsradikal als Netanyahus. Viel Geschwafel über Italienisch sein aber wird wenig gemacht.
Trotzdem, sie ist sicherlich vieles nur keine Heilige.
Witzigerweise hat Trump sich gerade vor Gericht mit Mutter Theresa verglichen.
Andere coole Sache – es gibt hier das Nagelstudio Cheyenne. Unmöglich, dass man was findet, dass mehr Asi klingt.
Tja, leider reicht für die Öffentlichkeit halt schon, wenn man Ukraine-Hilfe leistet und nach außen hin benimmt sich Frau Meloni sehr loyal und kooperativ. Innenpolitisch geht es dagegen um Kulturkämpfe, vor allem beim Thema „Familie“.
Ganz meine Meinung. Zudem hat die Pressefreiheit seit ihrem Amtsantritt in Italien sehr gelitten.
Kannst dir auf YouTube die Wahlberichterstattung der BBC von 1997 anschauen, ist irre unterhaltsam wie die Konservativen in Schottland und Wales komplett ausradiert werden und ein konservativer Minister nach dem anderen aus dem Parlament fliegt, besonders Michael Portillo den viele als Nachfolger von John Major sahen. 🤣
Jeremy Hunt, der Finanzminister, wird wohl seinen Sitz verlieren, Rish! ist auch auf der Kippe. Portillo hatte ja ein erstaunliches Comeback mit dem Great Train journeys Format, ist echt gut.
Was machst gerade??
Gönne mir mit meiner Mutter nen Aperol Spritz. Morgen ist nämlich Feiertag. Muss dann nur noch am Freitag arbeiten und dann habe ich Urlaub. 😎
Ich Sitz gerade wieder in meinem Laden mit nem Cosmo. Schrägerweise ist Kerstin? Kristen ? Ott auch hier.
Der wievielte Cosmo?? 😉
Der Zweite – und das 2. Wasser!
Cheers!! Hatte letztes Jahr auf Lanzarote an einem Abend drei Drinks, war etwas zu viel weil ich am Morgen darauf nen dicken Schädel hatte. 🤣
Einfach Aspirin, Ibuprofen oder so mit dem 2. Drink nehmen.
Ich weiß ja nicht ob Alkohol und Schmerzmittel sooo ne gute Kombi sind.
Das ist ja alles OTC und Du bist dann morgens fit. Mein Problem ist allerdings gerade, dass ich mir gestern irgend nen Muskel im Unterschenkel verzogen habe, keine Ahnung wie aber wird sich sicher hinschleppen, weil man ja immer drauf tritt.
Wobei verzogen?? Beim Bettsport mit Fbuddy?? 😜
Möchte dieses Mal an der Bar im Hotel auch mal nen Manhattan probieren.
Ich bin kein Whiskey-Fan aber auf jeden Fall einen Versuch wert.
🍌
Ich gucke mir später auch noch die „List of Constituencies“ an. In Deutschland sind die Wahlkreise ja halbwegs überschaubar, aber auf der „UK Map“ strengt das schon sehr an, vor allem auch mitunter die Bezeichnungen.
Eigentlich stehe ich Labour durchaus nahe, ich hoffe, daß sich die Partei nicht allzu sehr verbiegt. Die Tories werden sich nach der Wahlniederlage in Richtung Republicans begeben. Ganz schlimm.
Sorry, Du bist beim Thema Selensky mitunter eine Spur zu blauäugig.
Ich kritisiere, daß es de facto keine Kriegsdienstverweigerung in der Ukraine mehr gibt und sich leider auch die Bundesregierung noch nicht konkret dazu geäußert hat. Sprich: Asylgesetz demzufolge anpassen und Klartext reden.
Nicht alle Populisten und Rechten sind automatisch Putin-Fans
Es wäre lustig Nico Semsrott würde Mitarbeiter bei der EBU und schriebe 5 Jahre später ein Buch über seine Erfahrungen.
Triggerwarnung: Schauen dieses Videos könnte zu Wahlmüdigkeit führen
Ich finde den Auftritt von Semsrott sehr gut und sollte denjenigen zu denken geben, die die Union wählen wollen.
Wirkt so richtig schnarchig. Hoffentlich demnächst wieder in ner Metropole.
Den von vielen in Malmö vermisste gemeinsame und öffentliche Auftritt von ABBA fand nun in Stockholm anlässlich einer Ordensverleihung vom König statt:
https://www.dn.se/kultur/har-blir-abba-riddare-pa-slottet/