Erste Probe GRIECHENLAND: Stefania – Last Dance


Jetzt also die erste Probe der niederländisch-griechischen Sängerin Stefania in ihrem Heimatland für ihr anderes Heimatland. Celebrate Diversity! Um die Inszenierung ihres Wettbewerbsbeitrags „Last Dance“ gab es einige Spekulationen, zum Beispiel ob sie wie in ihrem Video auf einem Pegasus reiten wird. Das soll wohl nicht der Fall sein, aber wir können davon ausgehen, dass das erfahrene griechische ESC-Team sich einiges überlegt hat. Wie auch immer, in Kürze wissen wir mehr.

Wie wir bereits im Vorfeld erfahren haben, wird Stefania Liberakakis mit vier Tänzern auf der Bühne stehen, die fast alle schon ESC-Erfahrung sammeln konnten:

  • Nikos Koukakis
  • Markos Giakoumoglou (Griechenland ESC 2017)
  • Costas Pavlopoulos (San Marino ESC 2019)
  • George Papadopoulos (Griechenland ESC 2009 & 2012)

Stefania selbst hat übrigens auch schon Erfahrung auf der großen Eurovision-Bühne, 2016 nahm sie als Teil der Girlgroup Kisses für die Niederlande am Junior Eurovision Song Contest teil.

Nun aber genug der Vorrede, wir warten auf den ersten (übertragenen) Durchlauf uns lange kann es jetzt nicht mehr dauern…Tick-Tock…

Ich habe nicht zu viel versprochen: Die griechische Delegation hat sich etwas einfallen lassen! Und das haben wir definitiv noch nicht gesehen. Es wird viel mit Blue oder Green Screens gearbeitet und dass besondere ist, dass die oben erwähnten Tänzer bis auf den letzten Refrain einen Morphsuit anhaben und man deshalb nur ihre weißen Streetwear-Klamotten sieht und ihre Gesichter nicht. Auf diesen ist dann auch der Backdrop zu sehen.

Es wird auch eine entsprechende Trick-Treppe, die dann auch nicht zu sehen ist, weil sie wohl blau oder grün ist. Teilweise sieht es also so aus, als würde Stefania in der Luft stehen, die Tänzer ebenfalls. Douze Points fühlt sich an Russlands Sergey Lazarev 2016 erinnert. Und das könnte eventuell genau das Problem sein – ist das zu künstlich? Ich bin mir noch unsicher. Beeindruckend sah es auf jeden Fall aus.

Stefania selbst trägt übrigens einen lilafarbenen, mit Pailletten besetzten Jumpsuit, der teilweise bauchfrei ist. Außerdem sieht es so aus, als hätte sie Over-Knee-Stiefel an, obwohl diese nur auf dem Jumpsuit entpsrechend eingefärbt sind. Auf dem Backdrop sind die ESC-kompakt-Farben Lila und Pink zu sehen sowie eine Großstadtsilhouette, die sich schnell bewegt.

Wie (fast) immer, wenn eine technisch so anspruchsvolle Inszenierung auf die Bühne gebracht wird, gibt es auch zum Ende der ersten Probe immer noch Probleme. Mal sind Stefanias Haare grau eingefärbt, mal sieht man ein Stück eines Tänzers, mal steht Stefania plötzlich ohne Bauch (!) auf der Bühne. Und solche Dinge lenken dann natürlich sehr ab, weil man sich immer wieder fragt: Soll das so? Muss das so? Auch Stefania wird in ihren Schritten und Bewegungen noch eher unsicher und muss sich noch mit der Bühnensituation vertraut machen. Stimmlich war sie trotzdem ziemlich sicher, mir sind jedenfalls keine größeren Patzer aufgefallen.

Fazit: Eine technisch und visuell außergewöhnliche Inszenierung mit ein paar sehr guten Einfällen. Vielleicht ist es aber sogar ein bisschen zu viel des Guten und auf jeden Fall müssen ein paar Ungenauigkeiten noch verändert werden (aber dafür wird ja schließlich geprobt). Trotzdem: Eine Final-Qualifikation halte ich so für sehr wahrscheinlich, Kollege Douze Points ist sich sogar „sicher“.


44 Kommentare

  1. Stefania sieht phantastisch aus! Was für ein schöner Glitzeranzug.

    Die Idee sie in die Luft klettern zu lassen und mit den frei tanzenden Hosen und Pullovern ist richtig gut, wirkt aber (noch) recht amateurhaft umgesetzt. Die Menschenkanten wirkten wie mit Paint ausgeschnitten.

    • Aber auch wenn es noch nicht zu 100% ausgefeilt ist, ist das so eine tolle und neuartige technische Spielerei, sodass ich den ganzen Auftritt über gespannt und gebannt zugeschaut habe.

      • Horepse & Alcohol is Free. <3
        Ich glaube allerdings, dass Griechenland dieses Jahr einen ganz ordentlichen Beitrag hat. Allerdings gehöre ich nicht zur Zielgruppe von Girlpop …

  2. Griechenland scheint bis jetzt einen der besten Auftritte zu haben.
    Ich wusste das Stefania mit „Last Dance“ eine Überraschung und ein kleines Dark Horse werden wird. Ging mir 2018 mit Eleni genauso. Erst fanden alle den Song solala und dann kam die Hammer-Performance und mit ihr Platz 2.

  3. Ich mag das Lied sowieso, steh öfter mal unter der Dusche und plötzlich brüll ich „LAST DAAAANCE“ raus 🤣🤣

  4. Na ja, THD ist in Audio vom Song her deutlich schwächer als „Fuego“, insofern nur bedingt vergleichbar

    • Zypern ist als Lied in meinen BOTTOM 5, aber ich habe mir gestern eine Ausnahme von meiner Probenregel erlaubt und mir Elenas Probenschnipsel angeschaut. Sie ist ohne Zweifel eine sehr talentierte Künstlerin für eine bestimmte Art von Musik. Das klang stimmlich sehr gut und sah auch sehr sexy-geschmackvoll aus. Ich denke, dass es für Zypern auf jeden Fall für ein TOP 10-Ergebnis reichen wird, und wenn etwas gut gemacht ist, stört mich das auch überhaupt nicht, selbst wenn ich das Lied nicht mag. Wütend machen mich nur Beiträge, die ich nicht mag und die auch noch schlecht gesungen oder geschmacklos inszeniert werden und trotzdem vorne landen. Für solch eine Wutreaktion ist für mich GRC04 das perfekte Beispiel.

      • Gesanglich hat sie mich gestern überrascht, aber der Song ist so schwach (und mir gefällt sowas, wenn es solide gemacht wird), dass mich Top Ten für Zypern ratlos zurück lassen würde. Dann lieber Efendi oder Albina

      • Ich mag HRV21 auch lieber als CYP21. 🙂
        AZE21 finde ich einfach nur langweilig. Das löst bei mir überhaupt nichts aus. 🙁

      • Hach mit dem richtigen alkoholischen Getränk tanze ich auch zu AZE21. Bei CYP21 fällt mir kein Fall ein und das obwohl alle Songs, die hier verwurstelt werden, mir gefallen. Ach ich finde mich doch schon mit einem Tamta-Ergebnis dafür ab

      • Tamta sah aber gar nicht stilvoll aus. Gestern habe ich diesbezüglich auf ET ein schönes Bild gefunden, das ich hier aber nicht wiederholen möchte, weil wir hier ja kein Freundeskreis sind, wo man auch mal richtig böse sein darf, ohne dass die anderen das falsch verstehen.

      • Ui, war das hier ein Seitenhieb an Frau Nachbar, die Spaßbremse? Ach, Toggi, mein Freund, ich hab deinen Aserbaidschan-Kommentar schon richtig verstanden. Ich weiß, dass das lustig gemeint war, ich weiß auch, dass du ein guter Mensch bist. Nur ist es in meinen Augen nicht ganz fair zuerst jemand anderen zurechtzuweisen, um dann selbst ein nicht unbedingt charmant klingendes Urteil über die
        aserbaidschanische Tanztruppe abzugeben.
        Tut mir leid, aber wenn, dann muss die Sprachpolizei bei jedem beleidigenden Kommentar einschreiten und nicht nur bei Beiträgen „unguter Menschen“.

        War das verständlich?
        Und weil ich neugierig bin wie die Sprachpolizei darauf reagiert – sofort her mit dem Tamta-Bild! 😉

      • Es war ein Sprachbild. 🙂
        Und ich habe, glaube ich, noch nie negativ über den Körper eines Künstlers oder einer Künstlerin gesprochen, nur über verunglücktes Styling. Das ist mMn ein großer Unterschied.

      • Das war mir schon klar, dass es ein Sprachbild ist, deshalb interessiert es die Sprachpolizei ja. 😉

        Ich weiß auch, dass du nie über körperliche Gegebenheiten lästern würdest. Und ich würde mir auf keinen Fall anmaßen, etwas Negatives über dich oder jemand anderen in diesem Forum zu schreiben, ich kenne ja niemanden hier persönlich, und auch wenn, hätte ich keine Berechtigung und auch kein Verlangen danach über jemanden zu urteilen. Aber Kommentare zu kritisieren sei mir bitte dennoch erlaubt. Und aus feministischer Sicht war das eben nicht ganz so korrekt. Allerdings hätte ich mich wohl gar nicht zu Wort gemeldet, wenn es die vorangegangene Diskussion nicht gegeben hätte.

        Ich bin ganz und gar kein humorloser Mensch, nur steh ich mehr auf Monty Python als auf Terry Wogan, und es gibt bei mir ein paar Grenzen. Aber womöglich hab ich im gegebenen Fall auch etwas überreagiert…

  5. Wieder mal 1 Sänger und 4 Tänzer. Aber gut, den besten Part haben wir ja nicht gesehen. Ich mag den Song sehr und gehört definitiv zu meinen Lieblingen.

    Stimmlich gut, aber nicht mega. Optisch schaut Stefania natürlich sehr sehr gut aus und das Outfit ist Bombe.

    Bin mir auch relativ sicher, dass das die beste Platzierung für Griechenland seit 2013 beim ESC wird.

    Die Frage bzgl. einer Qualifikation braucht man eigentlich nicht stellen. Stefania ist sowas von sicher im Finale.

    • der kurze musikausschnitt läßt nicht gerade viel erkennen – aus meiner sicht ist das auch kein sicherer qualifikant eher ein wackelkandidat – man muß auch mal abwarten,was die konkurrenz noch so auf der bühne liefert.

  6. Der Einschätzung „Qualifikation“ schließe ich mich an. Über die Platzierung im Finale kann ich noch nicht spekulieren….

  7. Tja, wenn Du nur ein durchschnittlichen Pop-Song hast, dann musst Du alles auf der Bühne auffahren, was davon ablenkt. Viele werden bedauerlicherweise davon beeindruckt sein… von der Show…
    der Song wird in seiner Einfachheit, Belanglosigkeit und Durchschnittlichkeit leider vergessen bzw. in Höhen gehoben, die er für sich gestellt, nicht verdient hat

    • das hast du gut formuliert – der banale song ist das problem aber verpackung ist oft alles – leider.

  8. Mir gefällt der Song und ich bin grundsätzlich für Innovationen zu haben, aber nach eurer Beschreibung befürchte ich, dass das ganze sehr überfrachtet wirkt. Stefanias Outfit ist cool, stimmlich sehe ich aber im Ausschnitt noch Fragezeichen. Ob Griechenland damit seine Ergebniskrise überwindet…

  9. Okay, bei „Last Dance“ wurde das Rad nicht neu erfunden, aber ich denke, die Performance wird dem Song den letzten Kick geben. Gefällt mir gut.🙂

  10. Die junge Touristin vom Adriatischen Meer, zeigt, zusammen mit ihren Freunden, dass sie damals im Informatik-Unterricht gut aufgepasst hat und die 12 Punkte damals verdient waren. Zusammen machen sie sich auf einen recht schnellen Weg Richtung Rotterdam. Ihre Route führt vor allem durch große Metropolen, doch bei jeder Gelegenheit ihre Technikkünste unter Beweis zu stellen, lässt die junge Touristin ihre Freunde über die Berge schweben. Leider scheint es so, dass die gut sitzenden Wanderschuhe keine Zeit mehr für eine ordentliche Lackierung, zum Wanderoutfit passend, hatten.
    Mit ihrem Know How über Technik überzeugt die junge Touristin und hat somit gute Chancen auf einen Platz vorne in der engeren Auswahl des “ Wanderweg des Jahres „.

  11. Leider hat Griechenland in den letzten Jahren seinen Liedern den speziellen griechischen Touch, der ja in den 2000er-Jahren zu großen Erfolgen führte, immer mehr ausgetrieben. Jetzt ist das so austauschbar, dass es eigentlich auch für jedes andere Land antreten könnte.

    • Zum Glück klingt Griechenland nicht mehr jedes Jahr nach den klischeehaften traditionellen Klängen, die du in 5 Sekunden eindeutig einem Land zuordnen kannst, sondern wechselt auch mal durch 😉

  12. Im offiziellen Ausschnitt hat man nicht so viel gesehen. Also zumindest nicht das, was Benny beschrieben hat. Aber ich glaube, dass das sehr gut wirken kann. Griechenland habe ich auch davor im Finale gesehen, nur halt nicht sonderlich sicher (60%). Ich mag ihr Outfit.

  13. Hmm, ob dies Jahr ein Barbara-Dex-Award für alle ausreicht? Aber zumindest hat Stefania die Haare schön.

    Im Gegensatz zu Benny finde ich ihre Stimme hier nicht so gut und auch etwas schrill (klang im Pressezentrum aber ja womöglich anders).

    Greenscreen gibt es im Fernsehen ja eigentlich schon seit Anfang der 1970er! Aber von den hier gerühmten Effekten ist in den Ausschnitten ja nix zu sehen, lassen wir uns überraschen. Und da bei diesem Songcontest schon immer das Auge intensiv mitgegessen hat, dürfte das dann mehr den Ausschlag fürs Finale geben als das Lied.

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