ESC 2020 in Rotterdam: Erste Informationen zu den Tickets und weitere Details

Rotterdam Screenshot Verkündungsvideo

Seit heute Mittag wissen wir, dass der Eurovision Song Contest 2020 am 12., 14. und 16. Mai in Rotterdam stattfindet. Schon im Voraus war angekündigt, dass in der dann bekannt gegebenen Gastgeberstadt um 15 Uhr eine Pressekonferenz stattfinden solle. Diese fand auch tatsächlich statt, nur die ebenfalls angekündigte Berichterstattung von eurovision.tv für die internationalen Fans lässt leider aktuell noch auf sich warten. Wir haben uns deshalb auf den Kanälen der niederländischsprachigen Kollegen von songfestival.be und songfestivalweblog.nl informiert und mit Hilfe diverser Übersetzungstools die wichtigsten Informationen zusammengetragen. Die vollständige Pressekonferenz ist auf dem YouTube-Kanal von NOS zu finden, falls jemand von Euch also des Niederländischen mächtig ist und wir etwas Wichtiges übersehen haben, könnt ihr diese Informationen ja gerne in den Kommentaren ergänzen. Los geht’s!

Finanzen

Hier scheint noch einiges im Fluss zu sein. Shula Rijxman, die Geschäftsführerin des öffentlich-rechtlichen Rundfunks NPO, äußerte jedenfalls die Hoffnung, dass die Organisatoren noch einen finanziellen Zuschuss von der niederländischen Regierung erhalten. Immerhin sei der ESC ein Aushängeschild für das gesamte Land.

80 Jahre Bombardierung von Rotterdam

Am 14. Mai 2020, dem Tag des zweiten ESC-Halbfinals, jährt sich die Bombardierung von Rotterdam durch die deutsche Luftwaffe zum 80. Mal. Dem wollen die Organisatoren durch ein Gedenken am Nachmittag Rechnung tragen. Wie genau das aussehen kann und wie sich diese Gedenkveranstaltung in den Tagesablauf mit Family Show am Nachmittag und Halbfinale am Abend einfügt, ist bislang noch offen.

Eurovision Village

Der Ort für das Eurovision Village steht aktuell anscheinend noch nicht fest. Die Stadt habe aber zwei geeignete Orte im Blick.

Tickets

Und zu guter Letzt gab es auch noch erste Informationen zu den begehrten Tickets für die Liveshows. Diese sollen voraussichtlich im Dezember, noch vor Weihnachten in den Verkauf gehen. Voraussichtlich wird es wieder mehrere Verkaufsrunden geben. Executive Producer Sietse Bakker sagte auf eine Frage der Kollegen von songfestival.be, dass die niederländischen Organisatoren die Kritik an den israelischen Ticketpreisen durchaus zur Kenntnis genommen haben und es allen gesellschaftlichen Gruppen ermöglichen wollen, Tickets zu kaufen. Was genau das für die Preisstruktur bedeutet, ist bislang zwar noch nicht bekannt, aber diese Aussage macht Hoffnung, dass der Kartenverkauf erfreulicher verläuft als in diesem Jahr.

Sobald es im Hinblick auf diese Punkte Neuigkeiten gibt oder weitere Details zum ESC 2020 in Rotterdam veröffentlicht werden, halten wir Euch natürlich an dieser Stelle auf dem Laufenden.



13 Kommentare

  1. Diese Pressekonferenz hatte etwas putziges ^^

    Am Anfang ein Bordstein, der wird in Eingangsbereich von Ahoy in der Burgersteig liegen.

    ‚M‘ und Moroccan Oil => Sponsoring aus dem Rotterdammer Hafen, wenn ich richtig liege.

    Eurovillage: Dazu gibt es nichts näheres, da die Gemeinde erst mit den Einwohnern sprechen will.

    Gemeinde Rotterdam hat dazu gelernt in den vergangenen Monate. Es heißt nicht mehr: von den und für die Rotterdammer(n), sondern: von und für allen, damit sind die Niederländer gemeint. Dennoch möchte die Gemeinde, dass auch Einwohner mit wenig Geld etwas von oder den ganzen ESC erleben können oder dran teilhaben können. Rest der Beitrag ist City-Marketing.

    Finanzen. Shula Rijxman. Bei ihr muss man immer zwischen den Zeilen hören, aber auch deswegen hat sie diesen Job bekommen, obwohl sie heute sehr Mude auf mich wirkt.
    Bis heute hat man grob geplant, ab heute kann man richtig kalkulieren. Sie rechnet fest mit einem Beitrag von der Regierung, da der ESC am Ende ein wirtschaftliches und kulturelles Aushängeschild für das Land darstellt.
    Stadtrat unterliegt bis Mitte September Geheimhaltungspflicht, er darf erst mit Erlaubnis seiner Gemeinderat mehr zum Beitrag der Gemeinde sagen.

    Auswahlverfahren. Warum? Es gab bis zehn interessierte Städte und da NPO alle miteinander verbinden soll, hat man die Städte herausgefordert. Dass daraus in anderen Medien ein Wettbewerb entstanden ist, hat man im Kauf genommen.
    Alle haben Maastricht Komplimenten gemacht und die Entscheidung war schwierig, weil beide Angebote sehr nahe an einander lagen. Wegen der Zeitdruck mussten beide Städte eine Pressekonferenz einplanen. Entscheidung war gestern, heute die Bekanntgabe und ab Montag fängt die richtige Arbeit an.

    Ticketpreise: man kennt die Kritik auf der Vorgang in Israel und, auch mit der Meinung der Stadtrat dazu, wird man versuchen die Preise moderat zu gestalten. Sietse Bakker will bevor Weihnachten den Verkauf gestartet haben, damit man sich Tickets schenken kann.

    Gedenken an Weltkrieg II. Nicht nur das Bombardement, auch das Ende wird einbezogen. Shula hat noch einmal betont, dass der ESC auch entstanden ist um alle Völker naher zu einander zu bringen. 75 Jahre Freiheit.

    ESC-Thema: sehe Promovideo der Stadt. Also nicht ‚Diversity‘ in sexuellen Sinne, sondern in kulturellen Sinne.
    Hier fehlt noch den Bezug zu Freiheit mMn. Es wird also etwas von allem sein.

  2. Mal spekulieren. Heute auf der Pressekonferenz Moroccan Oil im Hintergrund. Dazu gibt es in der Stadtverwaltung viele Verbindungen zu Marokko. Vielleicht macht Marokko wieder mit in 2020?

  3. Online, frei zu lesen, habe ich diesen Kommentar von ad.nl nicht gefunden.

    Songfestival in Rotterdam

    Lass uns ehrlich sein. Als Redaktion von AD Rotterdams Dagblad sind wir in den vergangenen Monaten das Thema ziemlich chauvinistisch angegangen. Wir gönnten es Maastricht vom Herzen, aber unsere eigene Stadt noch so gerade ein bisschen mehr. Der ESC konnte doch nur nach Rotterdam gehen? Sei willkommen, sagen wir deswegen. Willkommen in Rotterdam.

    Stadt von Erasmus, Deelder und Koolhaas. Von Erasmusbrücke, Markthalle und Kaufgosse. Von Hafen und Wasser, einem Fluss, der wie eine Aorta quer durch die Stadt fließt. Von Lubbers, Fortuyn und Aboutaleb.

    Von Ahoy, Feyenoord und der Burg. Von Lee, Coentje und Georgino. Von bombardierten und wieder aufgestanden Stadtmitte, moderner Architektur und industrieller Gestaltung.

    Von nassen ‚t‘ und rollenden ‚r‘, aber auch von der Straßensprache der Jugend.

    Von North Sea Jazz, Filmfestival und Luxor – das alte und das neue.

    Von schroffer Politik, großer Klappe und sentimentalem Herzen.

    Sie werden es bald in 2020 alles sehen und kennen lernen. Erschrecke nicht von unserer Unverblümtheit. Wir reden manchmal nicht so süß-sanft wie Duncan Laurence singt, aber es ist gewiss nicht schlecht gemeint.

    Wir sind eine Stadt der Rotterdammer, das vor allem. Wenn man die ganze Region einrechnet, um die anderthalb Million Menschen. Sie sind diese Stadt.

    Schmelztiegel mit über 170 Nationen (Staatsangehörigkeiten), fast die Hälfte der Einwohner mit ausländischen Wurzeln. Wir leben neben und mit einander, in einer Metropole wo die Politik oft über Integration und Identität diskutiert.

    Stadt, die sich in den letzten 25 Jahren groß verwandelt hat. Moderner, großer, höher und freundlicher. Urbaner. Wohlhabender. Und dennoch mit immer noch große Rückstände, in Wohlstand, Gesundheit, Bildung und Chancen. Die meist amerikanische der niederländischen Städten.

    Sie bemerken es, wir sind stolz und kritisch auf Rotterdam. Weil es unsere Stadt ist, unsere Leute, weil wir diese Leute sind. So werden wir mit unserer Redaktion weiterhin Rotterdam beobachten. Auch wenn in Mai 2020, in dieser Stadt ohne Schmuck, die Glitzer und Champagner einziehen.

    Die Tür der Stadt ist offen. Für alle, die mit uns feiern wollen. Sei Willkommen, Europa, sagen wir deswegen vom Herzen. Bis in neun Monaten!

    In Namen der Redaktion von AD Rottrerdams Dagblad

    Paul van den Bosch, Chefredakteur

    Willkommen Europa

    Deelder: Nachtbürgermeister, Dichter
    Koolhaas: Architekt
    Kaufgosse: Einkaufszentrum unter der Coolsingel durch, Stadtmitte. Spitznamen ‚koopgoot‘
    Lubbers: ehem, Minister-Präsident, vor kurzem verstorben
    Fortuyn: schwul, links, stahlhart und ermordet, Professor und Politiker (Landesweit ist Wilders sein Erbe, in Rotterdam selbst ist es Leefbaar Rotterdam)
    Aboutaleb: heutiger Bürgermeister
    Der Burg: das Stadion von Sparta Rotterdam.
    Lee, Coentje, Georgino: Füßballspieler.

  4. Sie werden den ESC auch nicht neu erfinden. Der ESC hat sein Konzept und daran werden sich die Holländer halten. Alle ESC der letzten Jahre sind ähnlich und so wird es auch 2020 sein.

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