
Die Macher des Eurovision Song Contest 2026 machen alles, damit der Wettbewerb wirklich in der ganzen Stadt Wien zu spüren ist: Vom 3. bis 17. Mai werden 20 Wiener Kaffeehäuser zu „Eurofan Cafés“, in denen Fans, Delegationen und möglicherweise sogar die Acts selbst aufeinandertreffen. Für deutsche Fans rückt dabei ein Ort besonders in den Fokus: das Café Hummel (Aufmacherbild), das als Gastgeber für Deutschland und Aserbaidschan fungiert – und damit sogar Chancen bietet, Sarah Engels ganz nah zu kommen.
Die Wiener Kaffeehauskultur wird zum roten Faden des gesamten ESC: Nicht nur der von Emily Busvine moderierte Green Room wird zu einen Kaffeehaus, sondern 20 Kaffeehäuser der Stadt werden selbst zu ESC-Treffpunkten. Dabei funktioniert jedes teilnehmende Kaffeehaus als Pate für ein oder zwei ESC-Länder. Diese bekommen dort ihr temporäres Zuhause in Wien. Deutschland teilt sich dabei das Café Hummel in der Josefstädter Straße 66 mit Aserbaidschan. Baku 2012 reloaded.
Die Wiener Kaffeehäuser sind traditionell Orte der Begegnung, Diskussion und Kultur. Und so siehst das Konzept ausdrücklich vor, dass auch Künstler*innen und Delegationen in den Cafés vorbeischauen. Das soll idealerweise nicht als strikt durchgetakteter Promo-Termin erfolgen, sondern spontan und unverkrampft. Damit könnten die „Eurofan Cafés“ neben dem Eurofan House im Wien Museum zu den wenigen Orten werden, an denen man die Acts tatsächlich persönlich trifft.
Für Deutschland stellt sich damit fast automatisch die Frage: Wird Sarah Engels im Café Hummel vorbeischauen? Eine Pressemeldung gibt es dazu noch nicht vom SWR, aber wir werden auf jeden Fall nachfragen.
Doch auch jenseits der möglichen Star-Momente wollen die Cafés einiges bieten. Geplant sind länderspezifische Speisen und Getränke, Livemusik, Fan-Events und Meet & Greets. Zusätzlich sorgt eine App für einen spielerischen Wettbewerb: Wer QR-Codes in mindestens fünf verschiedenen Cafés sammelt, nimmt an einem Gewinnspiel teil – mit Preisen wie Tickets für das ESC-Finale.
ESC-Gastgeber Österreich selbst hat sich mit Dänemark die Gerstner K.u.K. Hofzuckerbäckerei in der Staatsoper als Partner gesichert. Die Schweiz kooperiert mit dem Kaffee Kunze beim Rathaus, während Luxemburg im Café Goldegg in der Nähe vom Schloss Belvedere zuhause ist. Für Israel gibt es kein Kaffeehaus als Paten; als Grund hierfür werden Sicherheitsbedenken vermutet.
Tatsächlich ist das „Eurofan Café“-Konzept eine sehr charmante Idee, monetäre und touristische Marketing-Interessen perfekt unter einen Hut zu bekommen. Auch wenn die Acts des Heimatlandes nicht vorbeischauen, haben die Besucher*innen aus aller Welt weitere Anlaufpunkte neben der Stadthalle, dem Eurovision Village und dem EuroClub. Und sollte der ein oder andere Künstler tatsächlich spontan auf einen Kaffee vorbeischauen, dann könnte aus einem solchen Kaffeehaus-Besuch schnell eines der prägendsten Fan-Erlebnisse des ESC 2026 werden – vielleicht sogar mit etwas „Fire“ im Café Hummel.
Wie gefällt Dir die Kaffeehaus-Idee für den ESC in Wien? Planst Du in einem dieser Kaffeehäuser vorbeizuschauen? Und denkst Du, dass Sarah Engels im Café Hummel für „Fire“ sorgt? Lass es uns in den Kommentaren wissen.
Die Eurofan Cafés und ihre Länder-Schwerpunkte:
1. Café Museum – Kroatien, Lettland
2. Kaffee Kunze – Schweiz
3. Café Eiles – Estland, Italien
4. Café Weimar – Malta, Polen
5. Café Diglas – Belgien, Montenegro
6. Crossfield’s Australien Pub – Australien
7. Café Mozart – Schweden, Zypern
8. G’schamster Diener – Finnland
9. Café phil – Bulgarien
10. Café Français – Georgien
11. Café Sluka – Moldau, Norwegen
12. Café Landtmann – Vereinigtes Königreich, San Marino
13. Chattanooga & Wiener Stadtbräu – Ukraine
14. Café Frauenhuber – Armenien, Griechenland
15. Gerstner K.u.K. Hofzuckerbäckerei – Dänemark, Österreich
16. Café Schopenhauer – Rumänien, Serbien
17. Café Schwarzenberg – Albanien, Tschechien
18. Café Restaurant Hummel – Aserbaidschan, Deutschland
19. Café Sperl – Frankreich, Litauen
20. Café Goldegg – Luxemburg, Portugal
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