Schon sehr oft war die Ukraine mit weiblichen Solo-Acts erfolgreich. Als Beispiele seien nur Jamala, Ruslana, Zlata Ognevich oder Ani Lorak genannt. Und auch diesmal versucht das Land nach einer für ukrainische Verhältnisse eher durchwachsenen Platzierung im letzten Jahr, wieder mit einer Sängerin auf die Erfolgsspur zurückzukehren: LELÉKA wird mit dem Titel „Ridnym“ für die Ukraine nach Wien fahren.
Die Auswahl des ukrainischen Beitrags erfolgte wie in den letzten Jahren über den Vorentscheids Vidbir. LELÉKA setzte sich in der Show gegen neun weitere Acts durch. Im Finale entschieden Jury und Publikum zu jeweils 50 Prozent über den Sieg und damit über den ukrainischen ESC-Beitrag für Wien. In diesem Voting konnte LELÉKA sowohl bei der Jury als auch beim Publikum mit jeweils 10 Punkten gewinnen und wurde bereits während der Show mehrfach von der Fachjury gelobt. Einen Monat später wurde schließlich ein Revamp des Liedes veröffentlicht.
Hinter dem Künstlerprojekt LELÉKA steht die ukrainische Sängerin, Komponistin und Jazzmusikerin Viktoria Leléka. Geboren am 10. November 1990 als Viktoria Korniikova in Perschotrawensk in der Donbass-Region, lebt und arbeitet sie seit 2016 in Berlin. Nach einem Schauspielstudium an der Nationalen Theaterhochschule I. K. Karpenko-Kary in Kiew studierte sie Jazzgesang am Jazz-Institut Berlin, Komposition an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden und Filmkomposition an der Babelsberger Filmhochschule.
LELÉKA ist in der europäischen Jazzszene etabliert und regelmäßig auch auf renommierten deutschen Jazzfestivals zu sehen. In den letzten zehn Jahren hat sie fünf Alben und viele weitere Lieder veröffentlicht sowie Soundtracks für die ukrainische Fernseh-Serie „And There Will Be People“ komponiert.
Das Lied
„Ridnym“ zeichnet sich durch einen Wechsel von warmen, beruhigenden Teilen und dunklen, bedrohlichen Abschnitten aus. Der Song beginnt ruhig mit Bandura, einer ukrainischen Lautenzither mit harfenähnlichen Klang, und dezenten Streichern, die sehr schön mit LELÉKAs zarter Stimme harmonieren. In der Bridge vor dem Refrain wird das Geigenspiel kurz wilder und unheilvolle Soundeffekte kommen hinzu, dann wird das Lied im Refrain jedoch wieder fließend und beruhigend. In der Mitte des Songs wechselt LELÉKA von Englisch zu Ukrainisch und das bedrückende Grundgefühl kehrt musikalisch zurück. Zum Ende hin singt LELÉKA einen fast halbminütigen hohen Ton während Streicher Spannung aufbauen, bevor der Song wieder warm und hoffnungsvoll endet.
Der Titel des Beitrags „Ridnym“ (ukrainisch „Рідним“) lässt sich mit „An die Liebsten“ übersetzen. Der Song beschreibt mit Naturbildern den ständigen Wandel und die Vergänglichkeit des Lebens, in dem nichts dauerhaft sicher bleibt. Gleichzeitig vermittelt er die Hoffnung, dass aus Angst und Leid durch Mut und Zusammenhalt etwas Neues wachsen kann. „Ridnym“ vermittelt die Hoffnung, dass man aktiv an einer besseren Zukunft für sich und seine Liebsten arbeiten kann.
Musik und Text von „Ridnym“ stammen aus der Feder von Adama Cefalu und LELÉKA selbst. An der Musik hat außerdem Jakob Hegner mitgeschrieben.
LELÉKA tritt mit „Ridnym“ für die Ukraine im zweiten ESC-Halbfinale am 14. Mai 2026 auf Startplatz 12 an.
Der Check
Song: 3/5 Punkten
Stimme: 4,5/5 Punkten
Darbietung: 3/5 Punkten
Instant Appeal: 2/5 Punkten
Berenike: LELÉKA hat eine wunderschöne Stimme hat, sie hat so etwas Zartes und Zerbrechliches an sich, welches sehr schön mit der Harfe harmoniert. Für mich hat „Ridnym“ auch etwas Warmes und „Umarmendes“ an sich hat, was ich schätze. Und ich finde die eher sperrige Songstruktur spannend, das macht das Lied für mich interessant. 8 Punkte.
Giulia: Ich fühle mich von dem Lied auf eine sehr angenehme Weise umarmt. Aus irgendeinem Grund lösen der Song und LELÉKAs Stimme bei mir Glücksgefühle aus. Ich finde, dass der lange Ton wenig hergibt, außer, dass sie ihre Stimme präsentieren kann. Die Inszenierung im Vorentscheid hat mir nicht gefallen, ich hoffe, dass die Ukraine da noch etwas besseres herzaubert. Aber das kann sie ja eigentlich. 7 Punkte.
Laureen: Dieser Song hat mich Tag für Tag und Hören für Hören mehr erreicht. Im Vorentscheid war ich noch gar kein großer Fan, aber mittlerweile berühren mich der Beitrag und die Stimme von LELÉKA sehr. Auch live (in Amsterdam) ging das echt direkt ins Herz. Mein einziges Problem: Ich kann oft mit diesen „alles wird gut“-Lyrics nicht so viel anfangen, auch wenn das hier natürlich schön bildlich gedichtet ist. 7 Punkte.
Marcel: Es hat bei mir wahnsinnig lange gedauert, bis ich endlich auch ein „Ridnym Boy“ werden konnte. Der Song macht es einem nicht leicht, in ihn hineinzufinden. Die Schönheit dieses komplexen und getragenen Titels öffnet sich erst nach vielfachem Hören. Diese Chance hat man beim ESC aber nicht. 3 Punkte.
Peter: Die Ukraine hat sooo viele Milestone-Beiträge in den letzten zwei Jahrzehnten abgeliefert, nur „Ridnym“ gehört leider nicht dazu. Klar, LELÉKA hat eine starke mitreißende Stimme und einen schönen „instant appeal“, aber ihr Songmaterial ist nicht so aufregend wie erhofft, sogar ein bissel kitschig. Im Gesamttableau ist das ein schöner Beitrag, aber nicht so herausragend wie die Einreichungen der Vorjahre. 5 Punkte.
Punktzahlen der anderen Blogger*innen:
- Bennet: 6 Punkte
- Benny: 7 Punkte
- Douze Points: 4 Punkte
- Manu: 7 Punkte
- Max: 4 Punkte
- Rick: 3 Punkte
Gesamtpunktzahl aller Blogger*innen: 61/132 Punkten.
Beim ESC-kompakt-Index landet „Ridnym“ auf Platz 30.
Bisher erschienene Songchecks
Erstes Halbfinale
- Finnland: „Liekinheitin“ von Linda Lampenius & Pete Parkkonen
- Georgien: „On Replay“ von Bzikebi
- Griechenland: „Ferto“ von Akylas
- Kroatien: „Andromeda“ von Lelek
- Moldau: „Viva, Moldova!“ von Satoshi
- Portugal: „Rosa“ von Bandidos do Cante
- Schweden: „My System“ von FELICIA
- Belgien: „Dancing on the Ice“ von ESSYLA
- Estland: „Too Epic To Be True“ von Vanilla Ninja
- Israel: „Michelle“ von Noam Bettan
- Litauen: „Sólo quiero más“ von Lion Ceccah
- Montenegro: „Nova zora“ von Tamara Živković
- Polen: „Pray“ von Alicja
- San Marino: Superstar von Senhit feat. Boy George
- Serbien: „Kraj Mene“ von LAVINA
Zweites Halbfinale
- Armenien: „Paloma Rumba“ von SIMÓN
- Aserbaidschan: „Just Go“ von JIVA
- Bulgarien: „Bangaranga“ von DARA
- Luxemburg: „Mother Nature“ von Eva Marija
- Rumänien: „Choke Me“ von Alexandra Căpitănescu
- Schweiz: „Alice“ von Veronica Fusaro
- Tschechien: „Crossroads“ von Daniel Žižka
- Albanien: „Nân“ von Alis
- Australien: „Eclipse“ von Delta Goodrem
- Dänemark: „Før vi går hjem“ von Søren Torpegaard Lund
- Lettland: „Ēnā“ von Atvara
- Malta: „Bella“ von AIDAN
- Norwegen: „YA YA YA“ von JONAS LOVV
Bereits gesetzt für das Finale
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Definitiv Finale!
OT:
Hier der Offizielle Pressetext zur Giovanni Zarrella Show am kommenden Samstag:
„Die Giovanni Zarrella Show“: Alle Gäste für den 25. April 2026 verkündet
Am kommenden Samstag, den 25. April ist es wieder so weit: Die nächste Ausgabe der „Giovanni Zarrella Show“ steigt im ZDF. Ab 20:15 Uhr meldet sich Gastgeber Giovanni Zarrella aus der Lokhalle Göttingen und begrüßt eine bunte Mischung an nationalen und internationalen Gästen, um mit ihnen drei Stunden lang zu feiern, denn das Motto lautet „Party pur“. Jetzt wurden alle Künstler bestätigt, die diesmal mit dabei sind.
Kurz bevor es ernst wird und sie beim Eurovision Song Contest-Finale in Wien ihr Bestes gibt, schaut Vorentscheid-Gewinnerin Sarah Engels mit ihrem Song „Fire“ vorbei. Ebenfalls zu Gast ist Schlagersängerin Anna-Carina Woitschack, die in der aktuellen „Let’s Dance“-Staffel begeistert und jede Woche viele Punkte einheimst. Zwischen den Tanzproben geht sie ihrer eigentlichen Profession nach und gibt ihren Hit „Dieses Gefühl“ zum Besten, der derzeit Platz 1 der Schlager-Charts belegt.
Für noch mehr Schlager-Power sorgen Vanessa Mai, Beatrice Egli, Maite Kelly und Vincent Gross. Mit Michael Holm, Howard Carpendale und Olaf der Flipper sind zudem drei wahre Veteranen des Genres zu Gast. Mit dabei sind darüber hinaus einmal mehr die Großstadtengel, die mit „Gute Laune“ einen viralen Dauerbrenner gelandet haben.
Ihr Debüt in der „Giovanni Zarrella Show“ gibt außerdem die Kölner Band Mätropolis, die zusammen mit DJ Aaron die Halle zum Kochen bringen werden. Sie präsentieren ihren Erfolgstitel „Rakete“, der nicht nur in der jüngsten Karnevalssession, sondern auch auf Mallorca zu einem Riesen-Hit wurde.
Von Melanie C über Gipsy Kings bis Ricchi e Poveri
Internationales Flair bringt unter anderem Melanie C mit, die zum ersten Mal in der „Giovanni Zarrella Show“ zu Gast ist. Die britische Sängerin wurde in den 1990er Jahren als Mitglied der Spice Girls weltweit berühmt. 1999 begann sie dann eine erfolgreiche Solokarriere mit Hits wie „I Turn to You“ und „First Day of My Life“. Ebenfalls ihr Debüt in der Show geben die legendären Gipsy Kings mit Gründungsmitglied Tonino Baliardo. Mit ihrer einzigartigen Mischung aus Flamenco und Pop und Hits wie „Bamboleo“ und „Volare“ stimmen sie auf den Sommer ein.
Ein Wiedersehen gibt es außerdem mit dem Italo-Pop-Duo Ricchi e Poveri, das große Hits mit „Sarà perché ti amo“ und „Mamma Maria“ landete. Grund zum Feiern haben auch Die Prinzen: Deutschlands dienstälteste Boygroup feiert ihr 35-jähriges Bandjubiläum mit einem Medley ihrer größten Hits. 2027 geht sie auf große Abschiedstour.
Frische Musik haben zudem die Popsänger Wincent Weiss, Joey Heindle und Pietro Basile sowie Der Graf mit Unheilig im Gepäck. Ein ganz besonderer Auftritt erwartet die Zuschauer anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Circus Roncalli: Gründer Bernhard Paul präsentiert zusammen mit seiner Tochter Lili Paul-Roncalli und Sängerin Ella Endlich eine Showüberraschung, in der faszinierende Artistik auf große Schlagerhits treffen wird.
,,Diese Show wird eine einzige große Party voller Energie, Emotionen und mit Musik, die uns alle verbindet. Ich freue mich riesig, gemeinsam mit großartigen Künstlern und dem Publikum einen Samstagabend zu feiern, den wir so schnell nicht vergessen werden!, so Moderator Giovanni Zarrella.“
Ich wünsche mir ein Semi aus. Es gibt 10 Songs im Semi 2 , die meiner Meinung nach besser sind .
Der ESC ist kein persönliches Wunschkonzert.
Im ersten Moment dachte ich Kroatien ist nochmal an der Reihe. 🙈 Mein Meinung zum Song kommt später.
Übrigens hat Jerry Heil ihr Vorentscheidsong mit Klavdia nochmal neu aufgenommen.
😍
Wenigstens in der Ukraine haben Televote und Jury an den SCC gedacht! Nicht auszudenken, wenn nach Albanien, Malta und Dänemark auch noch die Ukraine ihren Top Beitrag nach Wien statt zum SCC geschickt hätte… 😇🤭
Da haben wir nochmal Glück gehabt. 😎
OT:
Hier der Offizielle Bericht zur Giovanni Zarrella Show am kommenden Samstag:
„Die Giovanni Zarrella Show“: Alle Gäste für den 25. April 2026 verkündet – fernsehserien.de
Bin gespannt ob Sarah Engels live singen wird oder ob es Playback sein wird.
Wie schonmal erwähnt ist bei der Giovanni Zarrella Show alles Live, also sowohl der Gesang als auch die Musik. Die Giovanni Zarrella Show hat nämlich eine eigene Band. Das ist Giovanni Zarrella auch sehr wichtig, wie er schonmal gesagt hat. Zudem ist es im wichtig, dass unterschiedliche Genres vertreten sind. Es ist nämlich keine Schlagershow, sondern es ist immer für Musikalische Abwechslung gesorgt. Und der Satz in dem Text ,,und diesmal handelt es sich wieder um eine Live-Sendung“ bedeutet, dass die Show diesmal nicht vorab aufgezeichnet wurde, wie zum Beispiel das letzte Mal.
OK, d.h. die Band wird sie musikalisch begleiten? Das kann ich mir nicht vorstellen.
Nach 2024 hat mir kein Song mehr aus der Ukraine gefallen. Da es die Ukraine ist, wird man wieder das Finale erreichen und auch dort ganz gut abschneiden. Aber das hat leider nix damit zu tun, das der Song so toll wäre.
Mir gefällt das und kommt dank der grossen ukrainischen diaspora in die top10
Nemo& jerry heil❤
https://youtu.be/jqOgb4GcnH0?is=KPZbqFlEsbRYkzQh
Ich gebe es ungern zu, aber… mein letzter Platz derzeit. Für mich ist das nur eine einfache Disney-Ballade, die zwanghaft versucht, mehr zu sein als sie ist. Aber wer weiß, vielleicht zündet der Funke noch auf der großen Bühne im Mai.
Ich habe den ukrainischen Vorentscheid gesehen, ohne die Lieder vorher zu kennen und da hat mich Ridnym auf Anhieb überzeugt. Ich fand auch Jerry Heil, Monokate und noch mehrere andere richtig stark, aber Leleka war an dem Abend meine Favoritin.
Daher gehört die Ukraine dieses auch zu meinen Favoriten und ich hoffe auf mindestens Top 5 und halte das auch für möglich, da auch eine Jury das hoch bewerten muss, meiner Meinung nach.
Die Ballade hat nur einen Fehler, dieses Glissando nach zu weit oben gelingt nicht gut genug und hätte sie gerne weglassen können. In diesem mittelmäßigen Jahrgang freue ich mich dennoch über diese schöne Ballade und schöne Stimme.
Es tut mir leid, aber ich finde den Song und die Stimme von Leléka leider ganz furchtbar. Wird sicherlich ins Finale und als Friedenssong weit vorne landen. Für mich persönlich dürfte er aber im Halbfinale gerne hängen bleiben.
Ach ja, und zu den Bloggerinnen-Rezensionen: Der Song, der mich dieses Jahr am meisten umarmt ist der italienische.
Italien gehört auch zu meinen Favoriten dieses Jahr
Oh ja, fühl ich auch 😀
Die Bubble ist schon oft „ungerecht“. Ich mag den italienischen Beitrag auch gerne. Wenn wir nun Semino Rossi hinschicken würden, dann gäbe es wieder von allen Seiten einen Aufschrei 😉. Dabei ist es die gleiche Musik.
Wenn Sal da Vinci sehr gut abschneidet, könnte ich mir vorstellen, dass sich der ein oder andere Schlager- und Volksmusiksänger dazu inspiriert fühlt, mal beim deutschen VE teilzunehmen. Man muss aber auch beachten, dass für die italienische Musik und Sprache andere Regeln zu gelten scheinen. Da aber so viele im Ausland Deutschland mit Schlager assoziieren, wäre es vielleicht mal nicht schlecht, dieses Stereotyp einfach anzunehmen. „Fire“ geht ja schon ein wenig in diese Richtung, da aber eher schlecht als recht
In der Tat ganz gruselig – ich mag auch den italienischen Beitrag dieses Jahr so überhaupt nicht
Seh ich auch so!
Dieses Jahr sind fast nur schöne Lieder dabei. Die Ukraine gehört dazu. Ich würde sogar sagen, endlich mal ein „normales“ Lied von dort. Die Melodie ist sehr eingängig und schon beim ersten Mal hören verfängt sich der Song im Ohr. Top 10 sollte locker drin sein. Aber ein Siegerlied ist das nicht.
Schöne, meditative Musik, die man wohl nicht wahrnehmen würde, wenn sie aus einem anderen Land käme. Ein Klangteppich mit einigen Hubbeln, der mich an Werbespots für Lebensversicherungen und Babyartikel denken lässt. Perfekt für alle, die sich musikalisch eher in der einen oder anderen Nische bedienen als am Grabbeltisch. Ich musste mir immer mal wieder „Ridnym“ in Erinnerung rufen, weil es halt überhaupt nicht die Art Musik ist, die ins Ohr geht und im Kopf bleibt. Aber dafür ist davon auszugehen, dass es in Wien deutlich besser inszeniert wird als bei „Widbir“, wo die Art und Weise der Kameraführung bisweilen sehr eigen ist.
Unter normalen Umständen wäre das Finale kaum erreichbar. Aber auch so steht zu befürchten, dass die Platzierung diesmal zweistellig werden könnte. Für Zuhörer ohne Kenntnis der ukrainischen oder einer verwandten Sprache und ohne emotionaler Nähe zu spiritueller Musik ist „Ridnym“ ein Buch mit sieben Siegeln, zwar gefällig und ohne jeglichen Nervfaktor, aber nichts, was nachhaltig in Erinnerung bleiben könnte.
Semi 2 gefällt mir sehr gut. Kein einziger Song, welchen ich schlecht finde. Allerdings ist für mich mit Lettland nur ein Spitzensong dabei.
1 Lettland
2 Malta
3 Zypern
4 Dänemark
5 Bulgarien
6 Ukraine
7 Albanien
8 Australien
9 Rumänien
10 Armenien
11 Luxemburg
12 Norwegen
13 Schweiz
14 Aserbaidschan
15 Tschechien
„nur ein Spitzensong dabei“ – wenn du Tschechien übersiehst🙂
Leléka hat eine starke Ausstrahlung, die sie rüberbringen wird. Die langgezogene Note zieht einen in den Bann – leider ist der Teil vorher nicht so mitreißend und verliert mich vor dem Highlight. Ich denke aber, dass es auch ohne Politik ins Finale einziehen würde, die Urkainer wissen schließlich immer welche Stellschrauben noch zu justieren sind.
🇷🇸: 1
🇲🇩: 2
🇱🇻: 3
🇦🇱: 5
🇭🇷: 6
🇲🇪: 7
🇹🇩: 8
🇨🇭: 10
🇱🇺: 11
🇸🇪: 12
🇩🇰: 14
🇬🇪: 15
🇮🇹: 16
🇦🇺: 17
🇧🇪: 18
🇩🇪: 19
🇵🇹: 20
🇺🇦: 21
🇨🇿: 22
🇫🇮: 23
🇵🇱: 24
🇱🇹: 25
🇧🇬: 26
🇸🇯: 27
🇲🇹: 28
🇬🇷: 29
🇦🇲: 30
🇪🇪: 32
🇸🇲: 33
🇮🇱: 34
🇦🇿: 35
Die Ukraine hat einen Song am Start, den ich nicht so stark empfinde wie ihre Beiträge aus den Vorjahren. Der Anfang ist wunderschön, aber dann entwickelt sich der Song nicht so recht und auch die schöne zerbrechliche Stimme wirkt teils etwas zu kraftlos, als dass der Song sich richtig entfalten kann. Nichtsdestotrotz ist das ein immer noch guter Beitrag, den ich mir gerne anhöre.
Finale sollte wie immer allein aufgrund des Televotings kein Problem sein. Wäre es nicht die Ukraine wäre dies aber wohl ein Wackelkandidat, u.a. auch deshalb, weil mit Lettland ein recht ähnlicher Song im Wettbewerb ist. Bin mal gespannt, ob der Song auch bei den Jurys unter die Top 10 kommt.
01. Dänemark 12 / 12
02.Tschechien 10 / 12
03. Portugal 10 / 12
04. Luxemburg 8 / 12
05. Finnland 8 / 12
06. Kroatien 8 / 12
07. Rumänien 8 / 12
08. Schweden 8 / 12
09. Albanien 8 / 12
10. Armenien 7 / 12
11. Ukraine 7 / 12
12. Schweiz 7 / 12
13. Australien 7 /12
14. Montenegro 6 / 12
15. Moldau 6 / 12
16. Serbien 6 / 12
17. Deutschland 6 / 12
18. Lettland 6 / 12
19. Norwegen 6 /12
20. Griechenland 5 / 12
21. Malta 5 / 12
22. Litauen 5 / 12
23. Belgien 5 / 12
24. Polen 4 / 12
25. Israel 4 / 12
26. Estland 3 / 12
27. Georgien 3 / 12
28. Bulgarien 3 / 12
29. San Marino 3 / 12
30. Italien 2 / 12
31. Aserbaidschan 2 / 12
Mein 1. Platz. 🙂
Du bist ein stabiler Borschi! ❤️
Die beste Ballade des Jahrgangs und nahezu überall KOMPLETT UNDERRATED.
Wenn ich eins im letzten Jahr gelernt habe, dann das: Unterschätze nie die Ukraine beim Eurovision Song Contest.
Ich find den Song wirklich ausgesprochen fantastisch, diese vielen kleinen, rauen Brüche, diese unglaublich schöne Stimme und dann diese Killer Bridge mit dem langen, hohen Ton.
Wenn das perfekt gesungen wird, können Opern Trullas und australische Celine Dion Rip Offs einpacken. (Den Ragebait dürft ihr behalten!)
Die Performance wird natürlich auch wieder oberstes Regal werden, somit auch genügend Televote Punkte im Sack.
Das geht Top 5.
01. 🇭🇷 Kroatien
02. 🇦🇲 Armenien
03. 🇲🇪 Montenegro
04. 🇫🇮 Finnland
05. 🇸🇪 Schweden
06. 🇺🇦 Ukraine
07. 🇩🇰 Dänemark
09. 🇧🇪 Belgien
10. 🇬🇷 Griechenland
11. 🇧🇬 Bulgarien
12. 🇱🇹 Litauen
13. 🇱🇺 Luxemburg
14. 🇲🇩 Moldau
15. 🇷🇴 Rumänien
17. 🇲🇹 Malta
18. 🇱🇻 Lettland
19. 🇩🇪 Schland
21. 🇮🇱 Israel
23. 🇬🇪 Georgien
24. 🇳🇴 Norwegen
26. 🇵🇱 Polen
27. 🇨🇿 Tschechien
28. 🇦🇺 Australien
29. 🇷🇸 Serbien
30. 🇨🇭 Schweiz
31. 🇪🇪 Estland
32. 🇮🇹 Italien
33. 🇵🇹 Portugal
34. 🇸🇲 San Marino
35. 🇦🇿 Aserbaidschan
Diesmal bin ich bei Peter…. Neben Italien enttäuscht diesmal auch die Ukraine von meinen Lieblingsländern. Die Untermahlung mit Harfe und Bandura ist ja noch ganz hübsch, Melodie und Stimmführung treffen aber leider nicht meinen Geschmack. Dennoch bin ich froh, daß nicht Jerry Sakralpop gewonnen hat.
Dank der Diaspora landet die Ukraine auch diesmal im Finale (und es steht mir nicht zu, das zu kritisieren). Allerdings reicht es wohl nur zum Mittelfeld.
Von mir gibt es 5,5/12 und 21/35
Jury Offenbach
Platz 1 Israel 10,5/12
Platz 2 Dänemark 10/12
Platz 3 Albanien 10/12
*
Platz 5 Portugal 9/12
Platz 6 Schweiz 9/12
Platz 7 Griechenland 8,5/12
Platz 8 Lettland 8,5/12
Platz 9 Malta 8/12
Platz 10 Montenegro 8/12
*
*
Platz 13 Armenien 7,5/12
Platz 14 Australien 7/12
Platz 15 Norwegen 7/12
Platz 16 Tschechien 6,5/12
*
Platz 18 Finnland 6/12
Platz 19 Kroatien 6/12
Platz 20 Moldau 6/12
Platz 21 NEU Ukraine 5,5/12
In der Vergangenheit war ich ein großer Fan der ukrainischen Beiträge (ich habe sogar Tvorchi in meinen TOP 3), aber der Beitrag dieses Jahres geht mir extrem auf die Nerven.
„Ridnym“ ist alternativer Ethno-Pop, der von Hoffnung, Zusammenhalt und Vertrauen in Zeiten von Verlust, Trennung und großer Umwälzung handelt. Und dem Wunsch, dass eines Tages alle Mauern abreißen, alle Herausforderungen überwunden sind, und endlich die Rückkehr in die ersehnte und vermisste Heimat bestritten werden kann.
Vorgetragen wird das Lied von der ukrainischen Sängerin Wiktorija Leleka, die aus der Ostukraine stammt und schon seit 2014 in Deutschland lebt, studiert hat und als Musikerin aktiv ist. Sie ist die Gründerin der Band Leleka, in der auch der deutsche Musiker Jacob Wegner aktiv ist, der an der Komposition mitgewirkt hat. Leleka ließ sich bei ihrem Lied von ihrer persönlichen Geschichte inspirieren, sowie den Geschichten vieler Ukrainer, die seit 2014 und insb. seit der Vollinvasion 2022 das Land verlassen haben, sowie von den Solidaritätsdemos gegen den Krieg, die in Deutschland stattfanden. Es steckt also auch ein kleines Stück Deutschland im diesjährigen ukrainischen Beitrag, und während das nichts mit der musikalischen Bewertung zu tun hat, finde ich das trotzdem sehr schön.
Vom Konzept erinnert es an „1944“ aber auch an den Vorjahresbeitrag „Bird of Pray“, insb. mit dem ständigen Wechsel zwischen den weicheren Parts mit heller und sanfter Stimme, sowie den härteren, dramatischen Breaks, was den Kontrast zwischen Hoffnung und Verzweiflung aufzeigt.
Dieses Lied funktioniert zu einem großen Teil wegen der natürlichen Ausstrahlung von Wiktorija und der Klarheit ihres bestechend schönen Gesang. Ich habe bei „Mother Nature“ und „Eclipse“ den Gebrauch von Naturmotiven kritisiert, weil es mir oft als zu esoterisch und pseudo-bedeutungsschwanger erscheint. Hier lassen sich die Metaphern jedoch auf ein genaues Thema übertragen. Ebenso wenig bin eigentlich ich ein Fan von Gesangsübungen, die dem Zuhörer klar beweisen wollen, dass man singen kann. Es hat immer etwas Angeberisches und Künstliches an sich, welches auch zu sehr nach ESC-Klischee mieft. Hier wird es jedoch mit dem visuellen Element der aufgehenden Blume verknüpft, was meine Kritik größtenteils neutralisiert, da es wenigstens einen Zweck in der Performance hat und nicht irgendwo im luftleeren Raum geschieht. Zudem macht es als Klimax etwas her und sticht erheblich vom Rest des Beitrags heraus und hinterlässt bleibenden Eindruck.
Es mag sich vielleicht nicht vollständig mit meinem persönlichen Musikgeschmack decken, aber unabhängig davon ist weiterhin das Wichtigste, dass die Ukraine weitersingt und diese Plattform im Herzen Europas bekommt, um zu zeigen, dass die Ukraine immer wieder aufsteht und ein Teil dieser großen europäischen Familie sein will. Allein schon deswegen ist es schwierig, ukrainische Songs seit 2014 und insb. seit 2022 rein musikalisch zu bewerten, weil es diese bitteren Umstände gibt, die man einfach nicht ignorieren kann. Und in dieser Hinsicht finde ich den bedingungslosen Optimismus, der durch die Lyrics transportiert wird, mit jedem Hören immer ergreifender und habe wie die Blogger ebenfalls der Gefühl der „Umarmung“.
Ich vergebe 8 von 12 Punkten.
Wieder mal ein sehr fundierter Beitrag vom Dir, danke. Ich erkenne ja zweifellos an, daß Anspruch vorhanden ist. Allerdings erreicht er mich hier kaum.
Das ist ja auch nicht schlimm. Ich hoffe, dass sie eine Inszenierung schaffen, damit es bei den Leuten *Klick* macht. Aber selbst wenn nicht, dann ist das nicht das Ende der Welt. Mit manchen Songs connectet man, mit manchen eben nicht. Geht mir auch so bei z.B. Kroatien, Lettland oder Tschechien, wo ich das Gefühl habe, ich müsste es eigentlich besser finden
Ein paar weitere Gedankengänge:
„Ridnym“ der Siegfavorit, über den noch niemand so wirklich spricht (oder sprechen will). Es geht immer um die Frage: Wer kann beide Hälften – Jury und Televote – in dem hohen Maße hinter sich vereinen, dass man gewinnt? Bei vielen favorisierten Acts würde ich zumindest bei einer der Hälften ein Fragezeichen dahinter setzen. Aber „Ridnym“ ist (im Gegensatz zu „Birds of Pray“) ein absolutes Juryfutter (so wie „Voyage“ letztes Jahr) und ebenfalls sehe ich nicht, warum Leleka nicht mind. Ziferblats Ausbeute von 158 Televote-Punkten wiederholen soll bzw. sogar signifikant übertreffen. Und in der Gesamtheit könnte es dann auch schon reichen, zumindest für die Top 5. Was nicht zu unterschätzen ist (mit Hinblick auf beide Votes): „Ridnym“ ist der einzige Song mit einem wahren Hype-Moment. Zwar haben auch andere Länder (Frankreich, Australien, Tschechien, Rumänien, Serbien, Polen) lange Töne und bei Finnland gibt es das Violinen-Solo. Aber so einen gesanglichen Höhepunkt wie in „Ridnym“ gibt es dieses Jahr sonst nirgends, und das kann an dem Abend wirklich herausstechen.
Mich lässt der Song etwas ratlos zurück. Davon abgesehen das mir bei der VE einige Titel besser gefallen haben. Hier passt für mich einiges nicht zusammen. Die Stimme, der Song, Melodie und Arrangement…trotzdem eigen und durchaus berührend. Wird natürlich Finale. Aber diesmal kein so großer Wurf wie die letzten Jahre. Mit Jerry Heil wäre Top 5 wieder sicher gewesen…
Ich bin froh, daß es eben diesmal keine Top-5-Platzierung für die Ukraine geben wird.
Ich wette dagegen.
Kasten Schreckenskammer Kölsch?
Ich bin absolut kein Fan von Jerri heil , aber ihr Beitrag wäre viel besser gewesen , dieses Gewimmer nervt mich ähnlich wie Lettland und noch mehr nervt es , dass man jetzt schon weiß , dass es weit hoch kommt wegen der fanatischen Diaspora , ich kenne persönlich Ukrainer , die ESC gar nicht schauen , sich nur die Telefonnummer und die Startnummer besorgen und Voten , weil es aus dem heiligen Land der Ahnen stammt , jemand hier schrieb mal in anderem Artikel , es gäbe beim voting keinen Betrug , aber durchaus Televoting Missbrauch , sowas liegt vor , wenn man nicht für den persönlichen Lieblingssong sondern fürs Heimatland anruft oder um irgendendein Statement oder falsch verstandene Loyalität zu präsentieren, unabhängig von der Qualität des Beitrages . Und das ist nicht nur für die anderen Teilnehmer sondern auch und besonders für den betreffenden Kandidaten unfair , weiß er/sie doch nie ob die gute Platzierung nicht doch nur Mitleid , Politik oder Heimatwahn war
Ich kann Deine Kritik ja verstehen, aber leider ist dieses Verhalten legitim. Aber genauso bin ich dankbar, daß es eben gerade deswegen kein reines Televoting mehr gibt (ich muß eh feststellen, daß das klassische Jurybashing ein wenig abgenommen hat)
Schonmal viel besser als 2022, 2023 und 2025 meiner Meinung nach. Finale sollte drin sein, weil es die Ukraine ist.
Lelekas Stimme ist nicht von dieser Welt und dieser lange Ton am Ende. Meinen tiefsten Respekt dafür.
Meine Top
01.Finnland🇫🇮
02.Dänemark🇩🇰
03.Rumänien🇷🇴
04.Australien🇦🇺
05.Albanien🇦🇱
06.Bulgarien🇧🇬
07.Kroatien🇭🇷
09.Griechenland🇬🇷
10.Lettland🇱🇻
11.Portugal🇵🇹
12.Deutschland🇩🇪
14.Ukraine🇺🇦
15.Montenegro🇲🇪
16.Tschechien🇨🇿
17.Malta🇲🇹
18.Schweden🇸🇪
19.Israel🇮🇱
20.Moldau🇲🇩
21.Serbien🇷🇸
22.Litauen🇱🇹
23.Armenien🇦🇲
25.Schweiz🇨🇭
26.Luxembourg🇱🇺
29.Belgien🇧🇪
30.Polen🇵🇱
31.Georgien🇬🇪
32.Italien🇮🇹
33.Estland🇪🇪
34.Aserbaidschan🇦🇿
35.San Marino🇸🇲
Ich persönlich finde die drei Genannten viel, viel stärker. Sind allesamt in meinen jeweiligen Jahres-Top 10.
Zusammen mit Portugal & Kroatien ist das für mich die beste Nummer im gesamten line up! Wenn sie das stimmlich rüberbringt, kann das ganz nach vorne gehen! Über die Inszenierung brauch man sich bei der Ukraine keine Sorgen machen. Das wird natürlich wieder funktionieren!
OT: Punktesprecherin für Griechenland ist Klavdia
Ich werde überhaupt nicht warm mit dem Song
Ich habe das Gefühl, dass die Ukraine gewinnen wird. Bei der Performance höre ich einen ESC- Sieg heraus.
Bloß nicht !
Mit Wiktorija und ihren Projekten Leléka und Donbas Girl muss man sich schon etwas näher beschäftigen, um zu erkennen, welch faszinierende Frau und tolle Sängerin und Musikerin sie eigentlich ist. „Ridnym“ wird in Wien komplett anders als bei Vidbir inszeniert werden und sicher ein Top 5 Kandidat sein. Mich würde sogar ein Jurysieg im Finale nicht wundern. Neben UK und Moldau einer meiner wenigen Highlights in dieser Saison.
Es wird genauso wie für Israel wieder eine Top 10 Platzierung für die Ukraine geben. Natürlich wie immer nur aufgrund des Songs.👀 Ich hoffe dennoch einfach nur, dass es keiner der beiden Songs in die Top 5 schaffen wird, denn das hätten sie meiner Meinung nach überhaupt nicht verdient, denn es gibt eindeutig stärkere Beiträge.