Nemo gewinnt für die Schweiz den ESC 2024 in Malmö. Mit insgesamt 591 Punkten (365 Punkte von den Jurys und 226 Punkten aus dem Televoting) lag Nemo am Ende „nur“ 44 Punkte vor dem Televoting-Sieger Baby Lasagna aus Kroatien (210 Punkte von den internationalen Jurys und 337 Punkte vom Televoting).
Es ist nachvollziehbar, dass Jurys und Televoter zu jeweils anderen Wertungen kommen. Zum einen sitzen in den Jurys meist Musiker*innen und Producer, die oft einen anderen Blick auf die Songs haben. Zum anderen bewerten Jurys den Auftritt des sogenannten Juryfinales, das am Tag vor dem Finale stattfindet. Hinzu kommt, dass sie im Vorfeld ihrer Bewertungen angehalten werden, verschiedene Aspekte der Beiträge und Auftritte zu beachten und diese in ihre Bewertung einfließen zu lassen. Zu diesen Aspekten gehören unter anderem die stimmliche Performance und die „Qualität“ der Lieder. Zusätzlich nutzen die Juroren ein anderes Bewertungssystem, bei dem alle teilnehmenden Beiträge von Platz 1 bis Platz 25 komplett ranken müssen. Die Zuschauenden können hingegen einfach nach persönlichem Geschmack ihre bis zu 20 Votes so verteilen, wie es ihrem persönlichem Geschmack entspricht.
Das Juryvoting
- Schweiz (365 Punkte)
- Frankreich (218 Punkte)
- Kroatien (210 Punkte)
- Italien (164 Punkte)
- Ukraine (146 Punkte)
- Irland (142 Punkte)
- Portugal (139 Punkte)
- Schweden (125 Punkte)
- Armenien (101 Punkte)
- Deutschland (99 Punkte)
- Luxemburg (83 Punkte)
- Israel (52 Punkte)
- Vereinigtes Königreich (46 Punkte)
- Griechenland (41 Punkte)
- Lettland (36 Punkte)
- Zypern (34 Punkte)
- Litauen (32 Punkte)
- Serbien (22 Punkte)
- Spanien (19 Punkte)
- Österreich (19 Punkte)
- Georgien (15 Punkte)
- Slowenien (15 Punkte)
- Norwegen (12 Punkte)
- Finnland (7 Punkte)
- Estland (4 Punkte)
Der klare Jurygewinner ist in diesem Jahr Nemo für die Schweiz mit 365 Punkten. Mit großem Abstand folgen Slimane aus Frankreich mit 218 Punkten und Baby Lasagna aus Kroatien mit 210 Punkten. Italien und die Ukraine runden die Top 5 ab. Vielleicht etwas überraschend: Bambie Thug erreicht Platz 6 mit 142 Punkten vor Underdog iolanda aus Portugal mit 139 Punkten. Dahinter folgen die Zwillinge Marcus & Martinus für Schweden und Ladaniva aus Armenien.
ISAAK, der für Deutschland an den Start ging, erhielt insgesamt 99 Jurypunkte aus insgesamt 23 Ländern und erreichte in dieser Votinginstanz einen tollen zehnten Platz. Wiederkehrer Luxemburg folgt direkt dahinter mit 83 Punkten, während Eden Golan aus Israel mit 52 Punkten sicher etwas hinter den Erwartungen geblieben ist. Österreich landet mit 19 Punkten von den Jurys immerhin noch auf Platz 20. Letzter ist hier Estland mit vier Punkten.
Das Televoting
- Kroatien (337 Punkte)
- Israel (323 Punkte)
- Ukraine (307 Punkte)
- Frankreich (227 Punkte)
- Schweiz (226 Punkte)
- Irland (136 Punkte)
- Italien (104 Punkte)
- Griechenland (85 Punkte)
- Armenien (82 Punkte)
- Litauen (58 Punkte)
- Schweden (49 Punkte)
- Zypern (44 Punkte)
- Estland (33 Punkte)
- Serbien (32 Punkte)
- Finnland (31 Punkte)
- Lettland (28 Punkte)
- Luxemburg (20 Punkte)
- Georgien (19 Punkte)
- Deutschland (18 Punkte)
- Portugal (13 Punkte)
- Slowenien (12 Punkte)
- Spanien (11 Punkte)
- Österreich (5 Punkte)
- Norwegen (4 Punkte)
- Großbritannien (0 Punkte)
Das Televoting gewinnt Kroatien knapp vor Israel und der Ukraine. Mit einigem Abstand folgen dann fast punktgleich Frankreich und der ESC-Sieger Nemo für die Schweiz. Irland kommt mit dem sechsten Platz in lang nicht mehr erreichte Höhen, während Italien, Griechenland, Armenien und Litauen die Top 10 abschließen. Tali für Luxemburg erreicht von Startplatz 4 aus immerhin den 17. Platz mit 20 Punkten, Isaak darf als Held nach Deutschland zurückkehren; im Televoting erreichte er von Startplatz 3 aus Platz 19 mit 18 Punkten. Der Österreicherin Kaleen bleiben nur 5 Punkte und damit Platz 23 im Televoting. Letzter wurde hier überraschend die optisch beeindruckende Performance von Olly Alexander aus Großbritannien.
Welche Punkte bei den Jurys und im Televoting überraschen Dich besonders? Lass uns gerne Deine Meinung in den Kommentaren da.
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Norwegen wie von mir vermutet Fulenn 2.0. Diese Art von Musik ist nun zum wiederholten Male nicht gut angekommen. Habe mich leider nicht getraut das auch wirklich auf den allerletzten Platz zu tippen…
Hm, ich hätte ganz andere Kandidaten für den letzten Platz getippt….
Leider spricht dieser Bericht viele unangenehme Wahrheiten an. Nicht nur haben EBU und u.a. die nordeuropäischen Sender ihr eigenes Motto ad absurdum geführt, auch die in der Halle anwesende Bubble hat gezeigt, dass sie zwar Toleranz für sich selbst einfordert, selbst aber nicht zu Fairness und Toleranz anderen gegenüber in der Lage oder bereit ist. Auch wenn ich mit dem Ergebnis letztlich zufrieden bin, bin ich doch über die Begleitumstände sehr traurig.
https://www.focus.de/kultur/musik/eurovision-song-contest/kommentar-aus-malmoe-und-dann-bruellt-die-deutsche-kollegin-zurueck-der-esc-hat-seine-unschuld-verloren_id_259936735.html
Dieser ESC ist nicht mehr mein ESC. Wiederholt bestimmen ehemalige Schlagerstars in den Jurys den Wettausgang und erkennen nicht die Dynamik in den neuen Songs ( siehe die letzten beiden Jahre besonders ) Und das Prinzip Augen zu und durch funktioniert bei akutell kriegsführenden Ländern auch nicht, hier fehlt jegliche Konsequenz. Ich bin künftig draussen, sorry….
Herzlichen Glückwunsch Kroatien zum Sieg im Publikumsvoting des Eurovision Song Contest 2024. Nur das zählt und nicht der Stimmenkauf bei den Jurys. Leider bleibt es damit auch nur bei einem ESC Sieg 1989 für Kroatien (mit Riva aus Zadar).
Ganz genau 👍
Ob es für Riva bei eventuellem Televoting für den 1. Platz beim ESC 1989 gereicht hätte?