Findet die erste Asien-Ausgabe des Eurovision Song Contest am 14. November 2026 in Bangkok statt?

Grafik übernommen von Aussievision.net

Fake oder Fehler? Wie Aussievision.net berichtet, wurde auf der Website EurovisionAsia.com die erste Ausgabe einer asiatischen Version des Eurovision Song Contest ankündigt. Dieser soll demnach am 14. November 2026 in Bangkok stattfinden. Mindestens neun Länder sollen daran teilnehmen und ihren jeweiligen Beitrag über eine nationale Vorentscheidung bestimmen. Allerdings war die Website EurovisionAsia.com am frühen Sonntagmorgen deutscher Zeit nicht zu erreichen – und auch eine offizielle Meldung der EBU gibt es hierzu nicht.

Die European Broadcasting Union (EBU) ist schon lange an einer Ausweitung der Idee des Eurovision Song Contest interessiert. So gab es im Jahr 2022 eine Ausgabe des American Song Contest. Noch älter sind die Ideen für eine asiatische Version des Wettbewerbs: 2017 wurde der Eurovision Asia Song Contest angekündigt. Die Federführung hatte seinerzeit der australische Rundfunksender SBS übernommen. Es gab eine eigens eingerichtete Website (die weiterhin nicht aktuell ist) und ein Promotionvideo. Bis zu 20 Nationen in der asiatisch-pazifischen Region sollten für einen jährlich stattfindenden Wettbewerb mit Live-Finalshow zusammengebracht werden. Auf Eurovision.tv wurde dies am 18. August 2017 offiziell bekanntgegeben.

Im letzten Jahr gab es erneut Bewegung in Sachen Eurovision Asia Song Contest. Vom bhutanesischen Fernsehsender BBS gab es eine offiziell wirkende Ankündigung einer nationalen Vorentscheidshow mit dem Namen Drukda. Kurz darauf meldete sich Martin Green, Direktor des Eurovision Song Contest, zu Wort und stoppte das Vorhaben. Allerdings wies er in einem Statement erneut darauf hin, dass es kein Geheimnis sei: „dass wir (die EBU) gerne eine Ausgabe des Eurovision Song Contest in Asien sehen würden, doch bisher wurden keine Pläne bestätigt oder angekündigt.“

Möglicherweise ist es nun also ein Jahr später tatsächlich soweit. Doch es gibt viele Fragezeichen. Die Website, auf die sich Aussievision.net beruft, ist nicht EurovisionAsia.tv wie 2017, sondern EurovisionAsia.com – sie hat also eine andere Endung. Außerdem war diese Website nach kurzer Zeit nicht mehr zu erreichen. Diese Veröffentlichung könnte also einerseits ein Fehler sein und die Website wurde aus Versehen zu früh live geschaltet. Möglich ist auch, dass es sich um einen Deep Fake handelt. Dabei stellt sich natürlich die Frage, wer das machen wollen würde.

Die Ankündigungen auf EurovisionAsia.com, die Aussievision.net geteilt hat, lesen sich durchaus schlüssig: Die Website nutzt das aktuelle Artwork des Wettbewerbs (siehe Aufmacherbild). Alle teilnehmenden Länder sollen demnach eine öffentliche nationale Vorentscheidung durchführen, bei der „jede Stimme zählt“. Und weiter: „This is more than a show. It’s a movement. United By Music. Across Asia.“ (Das ist mehr als eine Show. Es ist eine Bewegung. Vereint durch Musik. Über ganz Asien hinweg.)

In einer Slideshow auf der Website sollen außerdem verschiedene Länder aufgeführt worden sein, die in diesem Jahr am Wettbewerb teilnehmen werden, wobei die nationalen Vorentscheidungen „in den teilnehmenden Ländern nach und nach starten“. Dazu gehören: Bangladesch, Bhutan, Kambodscha, Laos, Malaysia, Nepal, die Philippinen, Thailand und Vietnam.

Tatsächlich müssten die Vorentscheidungen nicht allzu lange nach dem Eurovision Song Contest in Wien im Mai starten. Denn wenn die Ankündigungen auf der Website stimmen, soll das große Finale in Bangkok bereits am Samstag, den 14. November 2026 stattfinden. Dieses soll „vollgepackt mit Licht, Sound und unaufhaltsamer Energie“ sein.

Glaubst Du, dass es beim dritten Anlauf wirklich zu einer asiatischen Version des Eurovision Song Contest kommt? Hältst Du den Termin des großen Finales am 14. November für realistisch? Lass es uns in den Kommentaren wissen. 



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