Finnland: UMK-Sieger Windows95Man braucht für den ESC 2024 einen neuen Namen

Foto: Instagram @windows95man

Die Marke Windows 95 im Künstlernahmen, als T-Shirt-Aufdruck und auf der Schirmmütze – natürlich kann das die den Eurovision Song Contest ausrichtende EBU nicht akzeptieren. Auch wenn das Logo selbst schon lange nicht mehr genutzt wird (und auch das Betriebssystem ausgedient haben dürfte). Windows95Man Teemu Keisteri nimmt die Herausforderung sportlich – und ist bereits auf der Suche nach einem neuen Namen. Gleichzeitig hofft er, dass ein Land noch seine ESC-Teilnahme absagt.

Am Samstagabend haben Windows95Man und Henri Piispanen die finnische ESC-Vorentscheidung Uuden Musiikin Kilpailu 2024 (kurz UMK) gewonnen. Während sie von den Jurys auf den letzten Platz gesetzt waren, holten sie sich Dank der überwältigenden Anzahl von Punkten aus dem Televoting den UMK-Sieg und damit die Teilnahme-Berechtigung am Eurovision Song Contest 2024 im Mai in Malmö.

Während die Teilnahme an UMK mit dem Markennamen Windows 95 kein Problem darstellte, ist das nun beim großen ESC der Fall. Dort wird die öffentliche Verwendung von Produktmarken nicht akzeptiert. Das musste schon Lotta Engberg, die am Samstagabend beim Melodfestivalen in die Hall of Fame aufgenommen wurde, 1987 erfahren – und die Marke Coca-Cola aus ihrem ESC-Songtitel entfernen. Ähnliches galt 2012 für Ralph Siegel: er musste aus „Facebook Uh, Oh, Oh“  kurzerhand den „Social Network Song“ machen.

Windows95Man Teemu Keisteri nimmt diese Namensherausforderung sportlich und sagte gegenüber dem finnischen Fernsehsender YLE:

„Nun beginnt die harte Arbeit. Jetzt fangen wir an, über den Namen nachzudenken. Aber die Kunstfigur ist da, egal, was auf dem T-Shirt steht.“

Wir werden in Malmö also sicher nicht Teemu Keisteri & Henri Piispanen als Namen der antretenden Künstler sehen, sondern einen anderen lustigen Begriff. Und auch das Logo auf dem T-Shirt und der Mütze wird sicher nicht nur entfernt, sondern durch etwas ersetzt Verrücktes werden. Nur was?

Ein bisschen Zeit haben die beiden Finnen für diese Entscheidung. Während dieser Zeit hoffen sie im Übrigen, dass die EBU aufgrund des Eingreifens Israels in Gaza eine Entscheidung fällt:

„Wir würden hoffen, dass Israel nicht teilnehmen wird. Das ist eine schlechte Situation. Wir hoffen, dass die EBU die richtigen Entscheidungen trifft.“

In der Tat dürfte der Austausch des Bandnamens und des Markenlogos leichter zu lösen sein als der von manchen skandinavischen Ländern geforderte Umgang der EBU mit Israel im Hinblick auf den ESC 2024.

Hast Du eine Idee, wie sich Teemu Keisteri und Henri Piispanen beim ESC in Malmö nennen sollen und was sie auf das T-Shirt drucken könnten? Ist es überhaupt sinnvoll, dass bei den Vorentscheiden die Benutzung von Markennamen zugelassen ist, während das beim ESC dann nicht geht? Lass uns Deine Meinung in den Kommentaren da.



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99 Comments
Festivalknüller
Festivalknüller
2 Jahre zuvor

Mit ihren politischen Äußerungen haben sie sich ein zusätzliches Problem bereitet.😐

Frank B.
Frank B.
2 Jahre zuvor

Ich würde tippen, dass sie im Inland eher Probleme bekommen hätten, wenn er sich nicht geäußert hätte.
Nachdem ich beim UMK bei ihm die Farben der palästinensischen Fahne richtig auf seinen Fingernägeln erkannt zu haben meine, überrascht mich das Statement aber nicht mehr.

HansKlok92
HansKlok92
2 Jahre zuvor
Reply to  Frank B.

ist mir gar nicht aufgefallen..hatte schon überlegt ob ich mir einen Windows 95 Pullover für Malmö zulege^^ – aber dank des Statements kann ich jetzt ruhigen Gewissens darauf verzichten…

Schlippschlapp
Schlippschlapp
2 Jahre zuvor
Reply to  Frank B.

Trotzdem bekommt dieser Schwachmat noch 275 Stimmern für gut und 271 für ausgezeichnet…. Anscheinend ist manchen „Fans“ jedes Mittel recht, Hauptsache es geht gegen das Establishment (in diesem Fall vor allem Juries). Da spielen dann sogar antisemitische Äußerungen keine Rolle mehr.

Ich könnte k*****

Tyrone
Tyrone
2 Jahre zuvor
Reply to  Schlippschlapp

Vielleicht haben wir einfach den Song/Auftritt bewertet und keine politische Äußerung und auch keine Jurys.

Felix
Felix
2 Jahre zuvor
Reply to  Schlippschlapp

Man darf dabei nicht vergessen, dass die Politisierung und das daraus resultierende Schwarz-Weiß-Denken insbesondere in Deutschland ein Problem ist. Zumindest ist es mir in anderen Ländern noch nicht so extrem aufgefallen.

Wie auch immer, Kritik an der israelischen Regierung ist kein Antisemitismus. Hierzu bitte nochmal die Bedeutung recherchieren. Aufgrund derartiger Äußerungen, deinen haltlosen Unterstellungen gegenüber den zahllosen Zuschauern sowie die grundlose Beleidigung gegen die Künstler hinterlässt du wirklich kein gutes Bild.

Belassen wir es doch einfach dabei, dass die Performance und der Song von den Zuschauerinnen und Zuschauern als beste Option angesehen wurde. Ganz ohne Politik.

Nils
Nils
2 Jahre zuvor

Tja, und ich würde hoffen, dass Finnland doch noch einen vernünftigen Beitrag schickt. Aber c’est la vie: kein Ponyhof.

Rainer Knuth
Rainer Knuth
2 Jahre zuvor
Reply to  Nils

Vorschlag: einfach ins finnische übersetzen, also wie in deutsch dann „Fenster 95“ 🤣

Marcus
Marcus
2 Jahre zuvor

Wischmopp2000man wäre ne Idee!

sina34
sina34
2 Jahre zuvor
Reply to  Marcus

Ferkelinos2000man

Lola
Lola
2 Jahre zuvor
Reply to  Marcus

Habe grad Kopfkino wie er eine Truckerkappe trägt und darunter ist aus einem Wischmopp dann so Haarsträhnen reingeklebt 😭😭😭

Qwert
Qwert
2 Jahre zuvor

linuxmann 😅

Der Thoddy
Der Thoddy
2 Jahre zuvor
Reply to  Qwert

oder „Open Source Man“ wäre noch zu haben

byJannik
byJannik
2 Jahre zuvor

Einfach das Windows Logo zu einer Finnland-Flagge machen und sich Finland95Man nennen. Problem gelöst. xD

Last edited 2 Jahre zuvor by byJannik
Nils
Nils
2 Jahre zuvor
Reply to  byJannik

„Findows95“ 😁

byJannik
byJannik
2 Jahre zuvor
Reply to  Nils

I’m Findows, Findows95Man

Daniel13
Daniel13
2 Jahre zuvor
Reply to  byJannik

😂😂😂😂😂😂😂😂 thats it

Lola
Lola
2 Jahre zuvor
Reply to  byJannik

Das ist so naheliegend und banal, daran hätte ich nie gedacht 😀

Franz Diwischek
Mitglied
Franz Diwischek
2 Jahre zuvor

4TheWinMan

Daniel13
Daniel13
2 Jahre zuvor

😂👍

Jorge
Jorge
2 Jahre zuvor

Vorschlagname? CTRL-F4
Schliesst das offene Programm und fährt das System runter. Erspart unnötiges Leid.

RickieDeLulu
RickieDeLulu
2 Jahre zuvor
Reply to  Jorge

Nimm es dir vielleicht zu Herzen, wenn der finnische Beitrag dir so viel Leid zufügt 🤗

Daniel13
Daniel13
2 Jahre zuvor
Reply to  Jorge

😂😂😂😂😂

Amion
Amion
2 Jahre zuvor

Einfach auf den Start am ESC verzichten anstelle Israels Disqualifikation zu fordern.

Und dann darf Sara gerne nachrücken. Das wäre mein Wunsch .

Saimen
Mitglied
Saimen
2 Jahre zuvor
Reply to  Amion

Sara hat auch schon geäußert, dass sie nicht unbedingt teilnehmen wollen würde, wenn Israel dabei ist. Jemanden mit einer anderen Meinung lässt sich in UMK schwierig finden.

Nils
Nils
2 Jahre zuvor
Reply to  Saimen

Kein Ruhmesblatt. Gruppenzwang?

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
2 Jahre zuvor
Reply to  Nils

Ich vermute, dass in den nordeuropäischen Ländern ein recht hoher moralischer gesellschaftlicher Druck besteht, sich gegen Israels Vorgehen in Gaza auszusprechen, ansonsten dürfte man Gefahr laufen, als Unterstützer kriegerischer Aktionen einer Art „Kolonialmacht“ gegen ein „unterdrücktes Volk“ zu gelten. Die existentielle Bedrohung Israels scheint dort im gesellschaftlichen Diskurs keine besonders große Rolle zu spielen.

Carl Christian
Carl Christian
2 Jahre zuvor

Hilfe, da gibt es Leute in Nordeuropa und die haben eine andere Meinung als ich! Und davon auch noch ganz viele. Das kann doch nicht wahr sein! Das muss alles am gesellschaftlichen Druck liegen! Anders kann ich mir das nicht erklären. Sonst hätten die nämlich alle die gleiche Meinung wie ich.

Last edited 2 Jahre zuvor by Carl Christian
Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
2 Jahre zuvor
Reply to  Carl Christian

Nun, es ist schon auffällig, dass diese Stimmen vor allem aus Nordeuropa kommen. Ich wollte mit meinem Kommentar eigentlich eher dem Eindruck entgegentreten, dass die Interpreten, die sich bisher so geäußert haben, ganz besonders starke Israelhasser oder gar Antisemiten seien, sie dürften eher die Meinung eines recht großen Anteils der Gesellschaft dort widerspiegeln und womöglich einen Ansehensverlust befürchten, wenn sie keine Kritik äußern.

Es ist ja auch vollkommen legitim, die Art und Weise zu kritisieren, wie die israelische Armee aktuell vorgeht, mich stört halt, dass sehr oft dabei fehlt, wer das alles begonnen hat, ebenso wie der Hinweis, dass Israel das Recht haben muss, sich zu schützen gegen eine Terrororganisation, die zusammen mit ihren vielen Sympathisanten das Land Israel gerne von der Landkarte hätte und die dortige jüdische Bevölkerung wahrscheinlich nicht als gleichwertige Bürger in ihrem gewünschten neuen „from the river to the sea“-Staat Palästina leben lassen würde.

Teufelchen
Teufelchen
2 Jahre zuvor

Danke! Du sprichst mir aus der Seele.

Gerade in DE sind mir unter dem Deckmantel von Palästinenser-Freundschaft und Mitgefühl zu oft antisemitische Ansichten versteckt.
Auch befeuert durch den allgemeinen Rechtsruck.

SonLux
SonLux
2 Jahre zuvor

Thomas hat durchaus Recht. Ich lebe in Finnland und hier zeigt sich, dass es innerhalb der politischen Linken wenig bis keinen Diskurs in diesem Themenkomplex gibt. Hier ist die Erwartung an die Positionierung hoch, leider viel zu oft auch ohne irgendein Hintergrundwissen. Die eigene Tugendhaftigkeit scheint da wichtiger. Ob das an den hohen progressiv-gesellschaftlichen Standards in den Nordischen Ländern liegt, müssen Wissenschaftler*innen herausfinden.
Der Medienbias ist sowohl bei Yle als auch bei großen Zeitungen wie Helsingin Sanomat durchaus vorhanden. Wichtige Meldungen, werden hier deutlich später publiziert und Artikel und Kommentare, die sich tiefer mit der Materie beschäftigen und ausgewogener berichten, sind seltener und weniger prominent platziert.

Meine Vermutung ist, dass seine Sorge um Menschenleben zwar einseitig und selektiv aber echt ist, und alle trotzdem zum ESC fahren werden. Da sind Verträge, Teilnahmegebühren und letztlich die Promo wichtiger. Gate macht es ja vor. Sie heben vorher den Arm, rufen „seht her wie tugendhaft“, sagen dann, sie müssen darüber nachdenken, ob sie das wirklich mit ihrem Gewissen vereinbaren können, werden dann natürlich doch fahren, weil sie die Promo mitnehmen wollen, werden dann irgendwo ein ‚verstecktes‘ Zeichen gegen was auch immer setzen, dann evtl. eine Strafe kassieren, dann sich als Opfer stilisieren, dann sagen, dass die EBU kein Rückgrat hat (im schlimmsten Fall: von einer Elite kontrolliert ist), dann gefeiert werden und dann die nächste Single releasen. Aber hey, die Jeanshosen sind cool.

Last edited 2 Jahre zuvor by SonLux
Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
2 Jahre zuvor
Reply to  SonLux

Vielen Dank für Deine hochinteressanten Eindrücke aus Finnland!

Melolontha
Melolontha
2 Jahre zuvor

Wie wärs mit: Ikkunat100-6Man (Ikkunat=Fenster)

Last edited 2 Jahre zuvor by Melolontha
Melolontha
Melolontha
2 Jahre zuvor
Reply to  Melolontha

ach man, 100-5 natürlich

oder Door95Man wäre auch ganz lustig 😀

Tobiz
Mitglied
Tobiz
2 Jahre zuvor

Na dann ist doch alles geregelt: Die Typen ziehen zurück und Sara darf fahren. Hier wird niemand gezwungen.
Ich kann nicht glauben, dass die ernsthaft an einen Rauswurf Israels glauben.

Last edited 2 Jahre zuvor by Tobiz
Saimen
Mitglied
Saimen
2 Jahre zuvor
Reply to  Tobiz

Sara ist der gleichen Meinung wie die beiden, also würde das auch nichts bringen.

קוסמונאוט ברלין
קוסמונאוט ברלין
2 Jahre zuvor

Lohnt sich der ganze Aufwand nur für das Halbfinale?

TADD
Mitglied
TADD
2 Jahre zuvor

Leider werden sie das Semifinale locker überstehen, da es dort keine Jurys gibt. Hoffen wir auf einen Rückzug Finnlands. Ansonsten müssen wir diesen gesanglichen und kompositorischen Offenbarungseid irgendwie aushalten😬

קוסמונאוט ברלין
קוסמונאוט ברלין
2 Jahre zuvor
Reply to  TADD

Möglich…dann halt Biopause 😉

rainer1
rainer1
2 Jahre zuvor

Ich würde sie kusipää95onttopolttimo nennen

TADD
Mitglied
TADD
2 Jahre zuvor

Ich denke, die EBU hat sich zu Israel klar und eindeutig geäußert. Seinen eigenen Rückzug vom ESC darf er aber sehr gern in Erwägung ziehen. Aber ich denke, er will beides: Teilnahme und anti- israelische Provokation. Übler Typ😤

Frank B.
Frank B.
2 Jahre zuvor
Reply to  TADD

Du nennst es Provokation. Er würde sagen, dass er nur seine Meinung geäußert hat.

Am Ende hättet ihr beide Recht, wobei die Provokation aus meiner Sicht im Ohr des Zuhörers entsteht. Soll heißen: Wenn man akzeptiert, dass in der komplexen politischen Situation andere Menschen zu abweichenden Meinungen kommen und stehen dürfen ist die Chance für Aufregung deutlich geringer.

Schlippschlapp
Schlippschlapp
2 Jahre zuvor
Reply to  TADD

Diesmal stimmt es sogar in beiden Kategorien: Menschlich und musikalisch absolut jämmerlich !

Marq
Marq
2 Jahre zuvor

Wie er heißen könnte? Windows95man natürlich.
Windows95man kennt keine Regeln. 😎

Last edited 2 Jahre zuvor by Marq
Gwendolyn
Gwendolyn
2 Jahre zuvor

Ich finde es cool wenn die Stimme des Volkes über die Pop-orientierte Jury siegt , habe den umk verfolgt und hier hat wie schon oft die beste/ unterhaltsamste Performance gesiegt , der Song war zweitrangig , und ich bin froh , dass der langweilige Glühbirnenauftritt von Sara nicht gewonnen wurde

Stephan
Stephan
2 Jahre zuvor
Reply to  Gwendolyn

Okay, wenn bei einem Song Contest der Song zweitrangig ist…

escfan63
Mitglied
escfan63
2 Jahre zuvor
Reply to  Stephan

Naja, siehe Let3 letztes Jahr oder die dirty dancing Nummer von Chanel, die moldawische Nummer mit dem Zug nach Bukarest oder so, da kann doch keiner sagen , dass der Song so supertoll war… die Show reißt vieles raus, deshalb werden leider auch diese melodiefreien gröhler aus Estland gewinnen 🤷‍♀️

Schlippschlapp
Schlippschlapp
2 Jahre zuvor
Reply to  escfan63

Bei allen Erwähnten war die Performance zugegebenermaßen gut, in diesem Fall aber leider nicht.

Frank B.
Frank B.
2 Jahre zuvor
Reply to  Stephan

Ja, ist er manchmal.
Ich behaupte auch, dass 2010 eher Lena gewonnen hat als der Song Satelliten. Klar musste beides zusammenpassen und das Lied ist natürlich gut. Ohne die Ausstrahlung von Lena wäre der Song aber nicht wahnsinnig weit gekommen (gerade weil ihre Gesangstechnik auch nicht aus dem Lehrbuch war).

Schlippschlapp
Schlippschlapp
2 Jahre zuvor
Reply to  Frank B.

„Satellite“ finde ich eher mittelmäßig…

Schlippschlapp
Schlippschlapp
2 Jahre zuvor
Reply to  Gwendolyn

In diesem Fall finde ich es gar nicht cool, wenn ein demaßen grenzwertiger Typ davon profitiert.

Micha
Micha
2 Jahre zuvor

Vor allen Dingen brauchen die einen neuen Song!!

Mike
Mike
2 Jahre zuvor

Die ganzen Kommentare hier zeigen mir eindeutig dass der ESC den Ruf, eine konservative Rentnerveranstaltung zu sein, in Deutschland absolut verdient. So viel Unverständnis und Gegenwind für den Titel und Interpreten verstehe ich einfach nicht. Ich freue mich jedenfalls wahnsinnig für Windows95Man. Der Song ist klasse – im Gegensatz zu der Standardbrühe die bei uns in Deutschland antreten wird. Dass wir die letzten Jahre so weit unten waren liegt nicht nur an unserem Image in Europa, die Songs waren entweder nichtssagend, zu gezwungen oder schlichtweg zu langweilig.
Finland unter den ersten 10 und ich bin zufrieden 😊

Nils
Nils
2 Jahre zuvor
Reply to  Mike

Äh … 53,4 % Marktanteil bei den 14–49-jährigen, 66,9 % Marktanteil bei den 14–29-jährigen und demgegenüber ein Gesamtmarktanteil von 35,8 %. Es sind also gerade die Rentner, die nicht zuschauen. Und Käärijä wurde hier letztes Jahr von den Meisten gefeiert. Der war allerdings auch gut.

lasse braun 🏴‍☠️
lasse braun 🏴‍☠️
2 Jahre zuvor
Reply to  Nils

touche!😎

Mike
Mike
2 Jahre zuvor
Reply to  Nils

Ja und wie wird dieser Marktanteil errechnet? Fakt ist: heutzutage schauen viel weniger Menschen lineares Fernsehen als damals. Ingesamt ist an einem Samstagabend im Mai die Masse an Zuschauern in dem Alter vor dem Fernseher eher klein. Heißt also wenn an einem Samstag Abend jemand im Alter zwischen 14 und 49 zuhause ist und lineares Fernsehen schaut, wird das vermutlich der ESC sein, da der Großteil in dem Alter Samstag Abend eher unterwegs ist, lieber ein Videospiel spielt oder einen Film oder eine Serie über einen der großen Anbieter streamt. Außerdem nutzen die Jüngeren, die den ESC auch anschauen eher als Anlass für Trinkspiele oder um verschiedene Essen zu machen. Da ist der ESC als solches eher unwichtiger geworden.

herrtobsucht
Mitglied
herrtobsucht
2 Jahre zuvor
Reply to  Mike

So stell ich mir das aber tatsächlich vor: Alte, schwule Männer, die den ganzen Tag Balladen auf italienisch hören wollen.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
2 Jahre zuvor
Reply to  herrtobsucht

Was läuft falsch bei Euch Jungen, dass Ihr das nicht auch wollt? 😉

Christian Welisch
Christian Welisch
2 Jahre zuvor
Reply to  Mike

Bei wem hat der ESC denn diesen Ruf? Und was soll denn jetzt schon wieder „unser Image in Europa“ sein? Und wieso war das 2018 schlagartig anders? Komisch…

Mike
Mike
2 Jahre zuvor

Den Ruf hat der ESC unter anderem bei mir auf Arbeit, im Freundeskreis und in der Universität bei vielen. Viele Junge Praktikanten oder Studenten kennen den ESC nicht einmal.
Unser Image in Europa: Wenn ich da nach der Generation meiner Eltern gehe, hasst uns ja ganz Europa und der ESC ist nur ne politische Veranstaltung (der Sieg der Ukraine vor 2 Jahren unterstreicht das sogar noch).
Und weil wir es einmal zum 4. Platz geschafft haben, täuscht das wohl über die Enttäuschungen der Song- und Kandidatenauswahl der letzten Jahre hinweg? Von 8 Teilnahmen waren wir 7 mal Letzter oder Vorletzter. ..

Gaby
Gaby
2 Jahre zuvor
Reply to  Mike

Unser Image in Europa: Muss ganz ehrlich sagen, gerade im Moment ja wohl auch verständlich. Ich selbst schäme mich manchmal ganz furchtbar für diese Leute, die einen Staat schaffen wollen, der nicht mehr lebenswert ist, das sind Leute, die rein vom Hass getrieben sind, und habe eine sch… Angst, dass sich die Geschichte wiederholt. Aber sorry, gehört hier nicht wirklich hin, es soll ja um Musik gehen.
Da glaube ich nicht daran, dass die Leute sagen: „Oh, der Song kommt ja aus Deutschland, da rufe ich aus Prinzip nicht an.“ Russland war bei seinen Teilnahmen auch nie wirklich beliebt, haben trotzdem meist doch recht gut abgeschnitten.
Nein, die Songs waren insgesamt meistens zu unauffällig, und/oder wurden nicht gut in Szene gesetzt. Der NDR möchte da auch nicht viel investieren. Die ARD steht halt unter enormen Spardruck, und an der Kultur sparen sie leider zuerst. Vielleicht sollte man wirklich mal unter Sponsoring nachdenken, vorausgesetzt die Verantwortlichen sind an einem passableren Ergebnis interessiert.
Allein die Sendeanstalt zu wechseln wird nicht reichen, fürchte ich.

Sorry, für Off topic

Anmey
Anmey
2 Jahre zuvor
Reply to  Mike

Der ESC hat definitiv nirgendwo in Deutschland den Ruf, eine „konservative Renterveranstaltung“ zu sein, das ist wirklich Bullshit, sorry.

BineB.
BineB.
2 Jahre zuvor

Na, das ist ja eine Überraschung! Windows95man muss jetzt bis Malmö seinen Namen und das Bühnenoutfit ändern! Damit konnte ja keiner rechnen! Hoffentlich fällt ihnen bis dahin etwas Passendes ein!? (Ironie off)

Also, mal ganz ehrlich, diese Regelung mit Markennamen usw. gibt es nicht erst seit gestern. Und jedem Künstler/Künstlerin ist doch schon bei der Bewerbung zu einen Vorentscheid des ESC bewusst, was er/sie darf und was nicht. Windows95man war schon vorher klar, dass er so nicht zum ESC darf. Da hätte er auch gleich etwas ändern oder sich schon etwas Passsendes ausdenken können. Aber so bringt es natürlich mehr Aufmerksamkeit.
Für mich hat diese Geschichte immer so ein kleinen Beigeschmack, dass die Künstler/Künstlerinnen zwar am VE teilnehmen, aber im Grunde nicht gewinnen wollen. Sollten sie es widererwartend doch tun, können sie ja immernoch reagiern.
Ne, Bitte gleich richtig oder gar nicht!

Frank B.
Frank B.
2 Jahre zuvor
Reply to  BineB.

Wenn ich es richtig verstanden habe gab es den Künstler aber schon vorher unter dem Namen.
Für einen Abend im Leben sein ganzes bisheriges Wirken umkrempeln (inkl. Social Media Accounts) wäre halt auch abschreckend.
Jetzt weiß er, dass er sich den Aufwand machen muss und er dafür noch ein paar Wochen Vorbereitung hat. Und da am Song jetzt nichts geändert werden muss, ist das ja auch egal.

Erinnert mich am ehesten an die Vertreter der Schweizer Heilsarmee, die sich umbenennen mussten. Deren Song war halt zu langweilig für den ESC. Den Bandnamen hielt ich aber nicht für deren Problem.

Stephan
Stephan
2 Jahre zuvor

Error404 finde ich für diesen Beitrag passend. Auch für den Politzirkus. Ich wünsche mir Dustin the Turkey zurück.

Daniel13
Daniel13
2 Jahre zuvor

Operationsystemman95 😂👍

sina34
sina34
2 Jahre zuvor

Über das Lied will ich mich nicht mehr äußern.
Würde den einen Herrn bitten unter seiner Hotpants eine Unterhose zu tragen die alles bedeckt.
Und über Israels Teilnahme ist alles besprochen.Wer das nicht akzeptiert sollte nicht antreten.Die Dame auf dem 2 Platz würde es wahrscheinlich dankend annehmen.

Daniel13
Daniel13
2 Jahre zuvor
Reply to  sina34

Leider hat die auch geäußert nicht teilnehmen zu wollen wenn Israel dabei ist

sina34
sina34
2 Jahre zuvor
Reply to  Daniel13

Was der eine an Ei zeigt wird der finnische Sender nicht haben sich zurück zuziehen.Das gleiche gilt für Norwegen und Island ohne diesen Contest können die nicht leben.Den Druck halten sie nicht Stand.

Daniel13
Daniel13
2 Jahre zuvor
Reply to  sina34

Die werden am Ende eh alle teilnehmen

Christian Welisch
Christian Welisch
2 Jahre zuvor
Reply to  sina34

Können die schon, aber wie will man denn erklären, dass man jetzt trotzdem zehntausende Euro für nichts abdrückt? Wer jetzt noch abspringt, der zahlt alle Gebühren.

Insbesondere der finnische Vertreter kann aber gerne mal mit seinen Hotpants versuchen, in Gaza oder dem Westjordanland aufzutreten. Realitätscheck tut da echt Not.

Frank B.
Frank B.
2 Jahre zuvor
Reply to  sina34

In Ländern in denen sich ein Großteil der Bevölkerung im aktuellen Konflikt klar gegen Israel positioniert, kommst du ja gar nicht drum herum, dich da zu positionieren.
Ob das bei den Künstlern politische Überzeugung oder eine Publicity-Strategie, wird man von außen nicht wirklich erkennen.

Marina.
Marina.
2 Jahre zuvor

Ja, war doch klar, dass er mit diesem Namen so nicht antreten kann. Dem wird da schon was Passendes einfallen.
Mich interessiert, ob er mit der UMK-Bühnenshow auch so beim ESC antreten dürfte, da er ja zum Teil so aussieht, als wäre er unten ohne.
Dazu fällt mir ein:
2023: Käärijä war ohne Shirt
2024: Windows95man wird ohne Hose sein
2025: Jemand in barfuß (was ja oft gewonnen hat) oder gleich ganz nackedei? 😄

Gazza
Gazza
2 Jahre zuvor

Wir wäre es bei Hape Kerkeling nachfragen ob man den Namen Ripuli verwenden darf. Für die Äußerungen die sie machen passt der Begriff perfekt.

lasse braun 🏴‍☠️
lasse braun 🏴‍☠️
2 Jahre zuvor

taiga scrub boys

😇

Matty
Matty
2 Jahre zuvor

Ich bin für TAFKAW95M

jojo
jojo
2 Jahre zuvor

And I only live by one rule, and the rule is: No rules (ausgenommen EBU-Regeln)!“

Tamara
Mitglied
2 Jahre zuvor

In Anbetracht der Äußerungen bin ich für Windoof95Man.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
2 Jahre zuvor

Lied, Künstler etc … die ganze traurige Geschichte lässt sich am besten wie folgt zusammenfassen: 🤮

Schlippschlapp
Schlippschlapp
2 Jahre zuvor

LIeber Toggie, mit geht es ganz genauso….

Der Thoddy
Der Thoddy
2 Jahre zuvor

Finnland braucht nicht nur einen neuen Namen für den Künstler sondern auch einen neuen Song und Sänger.

Thomas O.
Thomas O.
2 Jahre zuvor
Reply to  Der Thoddy

Mit gutem Sänger segelt fir Nummer easy ins Finale

Thomas O.
Thomas O.
2 Jahre zuvor

Der Namenswechsel spielt ja für den ESC überhaupt keine Rolle
Bekannt als Windows95Man ist er ja sowieso nur in Finnland und die dürfen eh nicht für ihn anrufen

Die politischen Bekenntnisse zur Teilnahme Israels einzelner Acts wird in Malmö auch niemanden mehr Interessieren.

Hauptproblem sehe ich darin den schlechten Gesang bis Mai in den Griff zu kriegen um das Semi zu überstehen

Daniel
Daniel
2 Jahre zuvor
Reply to  Thomas O.

Der Gesang ist für den Song nicht so ausschlaggebend

Der Thoddy
Der Thoddy
2 Jahre zuvor

„strg + D man“ – damit löscht sich der Kram von selbst!

Christian Welisch
Christian Welisch
2 Jahre zuvor

Wenn er sich doch so sehr um Palästina sorgt, kann er dort ja mal in seinen Hotpants auftreten… Oh! Kann er ja doch nicht, weil ihm dann wahrscheinlich die Hamas kurzerhand das Licht auspusten würde…

Wenn die Skandinavier da noch ein bisschen weiter nerven mit ihrem verlogenen Bullsh*t, dann sollen sie halt zu Hause bleiben und die Erwachsenen richten die ganze Chose dann woanders aus und die Herrschaften setzen mal ein Jahr aus. Langsam reicht’s.

Thorsten
Thorsten
2 Jahre zuvor

Die skandinavischen Länder können ihren eigenen Song- Contest ja dann in Gaza- Stadt veranstalten.

ECD534
ECD534
2 Jahre zuvor

Sailfish4.5man.
Sailfish kommt ja schließlich aus Finnland

Frank D.
Frank D.
2 Jahre zuvor

Ich würde „Microbrain“ vorschlagen als Name.

4porcelli - keep the 🦦 warm United24
4porcelli - keep the 🦦 warm United24
2 Jahre zuvor

Ich versteh jetzt echt nicht, was daran antisemitisch sein soll. Tatsache ist, Netanyahu, will, dass der Krieg endlos weiter geht, damit er an der Macht bleiben kann. Das darf man kritisieren.

Marq
Marq
2 Jahre zuvor

Die Hamas will an der Macht bleiben. Kann und wird sie aber nicht. Gaza ist nicht endlos groß.

4porcelli - keep the 🦦 warm United24
4porcelli - keep the 🦦 warm United24
2 Jahre zuvor
Reply to  Marq

Beide wollen an der Macht bleiben.

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
2 Jahre zuvor

ESCapeman95, dann hat man den Song Contest drin, die Computertaste und den Affenzirkus. 🙈

ag9
ag9
2 Jahre zuvor
Reply to  Porsteinn

Perfekt!

rantanplanlos
rantanplanlos
2 Jahre zuvor

Man muss sich mal auf der Zunge zergehen lassen, dass hier ein Mensch beleidigt wird, bzw. auch als Antisemit bezeichnet wird, weil er sich für den Schutz von Zivilisten einsetzt und einen Staat kritisiert. Einen Staat, welcher unbestritten das Völkerrecht in anderen Fragen bricht und auch gerade sogar von seinen engsten Verbündeten und moralisch beistehenden Verbündeten, namentlich Deutschland und den USA, immer stärker kritisiert wird.

Klar, man freut sich, wenn ein Künstler die eigene Position vertritt und dann ist alles gut. Zu mündigen Künstlern, die wir hoffe ich alle haben wollen, zählen aber auch die anderen dazu. Aber hier haben sich ja auch Leute gemeldet, wo ich mich frage, ob die Menschenrechte nicht doch für etwas exklusives für Menschen mit einem ähnlichen Wertekatalog wie unserem halten, vllt wollen einige auch eigentlich keine mündigen Künstler haben.

Ich denke uns ist allen klar, dass der ESC längst politisch ist, und das hat die Bubble maßgeblich mit beeinflusst, insofern ist es nur folgerichtig, dass bei einem solchen Thema die Künstler sich auch entsprechend äußern dürfen (bitte nicht am Finalabend, bzw. in direkter Verbindung mit dem ESC wie bspw. Hatari). Der Veranstalter sollte sich aber nicht politisieren lassen. Insofern finde ich es richtig, dass in einer gespaltenen Situation wie dieser, kein Ausschluss erfolgt, unabhängig von meiner Meinung (Ich selbst bin gegen einen Ausschluss Israels, muss aber auch selbst zugeben das ich langsam ins Wanken gerate, da hätte ich vor zwei Wochen noch ein deutlich stärkeres Bekenntnis abgeben können). Was ich von den Künstlern erwarte ist, dass sie fair mit EBU und ihren eigenen Rundfunkanstalten umgehen, also entweder rechtzeitig zurückziehen sodass die Rundfunkanstalt einen neuen Kandidaten senden kann, oder sie in Kommunikation sind zusammen der Veranstaltung fern zu bleiben (und dieser Austausch auch mit der EBU erfolgt und mit den entsprechenden Konsequenzen).

Und wenn in den kommenden Wochen die Kritik weiter anwächst und Israel ausgeschlossen wird weil eben eine Mehrheit dafür ist, dann muss sich Deutschland auch überlegen wie sie damit umgehen. Ausschließen das die Entscheidung noch kippt würde ich nicht.

TADD
Mitglied
TADD
2 Jahre zuvor
Reply to  rantanplanlos

Niemals wird die EBU das tun. Und das ist die einzig richtige Entscheidung. Ansonsten käme das quasi einer Einladung gleich, dass jeder seinem Judenhass freien Lauf lassen kann.
Jeder Mensch mit genügend Empathie möchte, dass jegliche Kriege schnell und friedlich enden. Aber wenn sich jemand so explizit pro Palästina äußert, scheint er zu vergessen, dass es die Hamas war, die am 7.10. Israel überfallen hat und Zivilisten entführt und getötet hat. Wo bleibt das Mitgefühl für diese Opfer?
Und nebenbei gesagt wirft der Ukraine ja auch niemand vor, sich gegen Russland zu verteidigen…

rantanplanlos
rantanplanlos
2 Jahre zuvor
Reply to  TADD

Also so eine Aussage macht mich echt einfach nur fassungslos. Hat der Windowsman95 hier gesagt Hamas soll siegen oder vom Fluss bis zum Meer oder wie diese verabscheuenswerte Parole lautet? Wie gesagt, für viele hier gelten Menschenrechte nicht für alle. Ich weiß auch nicht wie ich es ausdrücken soll, aber nochmal: Es geht hier nicht um Juden. Zeig mir die Stelle wo er hier gegen Juden hetzt! Es gibt hier nur eine rassistische Verbindung die scheinbar gemacht wird, und zwar Palästinenser = Hamas, also ist jedes Mittel recht und Kritik gegen die Militäroperation, gegen die Regierung Israels ist tabu, ist Judenhass (ich weiß, manchmal schreibt man hier zu verallgemeinernd Staat Israel, aber da geht es nicht ums Existenzrecht). Wo ist dein Mitgefühl für die zivilen Opfer im Gazastreifen? Ich will hier keine Menschenleben gegeneinander aufwiegen, und das ist das Glück von Israel sollte man erwähnen.

Und zu deiner Info, es gibt und gab Vorwürfe gegen die Ukraine, sogar den Vorwurf sich gegen Russland zu verteidigen zu Beginn. Überleg nochmal wie das Zögern bei Waffenlieferungen begründet wurde, überleg mal wie drüber berichtet wurde als Vorwürfe im Raum standen, dass auch die Ukraine militärische Einrichtungen von Zivileinrichtungen nicht getrennt hätte. Ganz zu Beginn eben wie gesagt den Vorwurf das sie sich Verteidigen, sie sollten stattdessen einen schnellen Verhandlungsfrieden eingehen, da sie nur Menschenleben wegwerfen ohne Aussicht etwas zu erreichen. Und das waren nicht Vorwürfe, die nur aus politischen Randlagern kamen, aber natürlich da besonders Anklang gefunden haben und letztlich auch verbreitet wurden (das sollte aber eine grundlegende kritische Betrachtung nicht diskreditieren). Es sind halt 3 (mit Aserbaidschan wären es 4, oder nimm den Militäreinsatz der Briten gegen die Huthi im Jemen noch mit, dann 5) unterschiedliche Fälle, und jeder muss einzeln betrachtet werden. Aber was soll man denn bei der Ukraine oder dem grade von mir eingeworfenen UK diskutieren? Wer vertritt den mit welchen Argumenten die Position die Ukraine auszuschließen?

Menschen die von einer einzig richtigen Entscheidung reden, haben meistens einen sehr beschränkten Horizont, weil sie ansonsten ja sehen würden, dass es da draußen mehr gibt…

TADD
Mitglied
TADD
2 Jahre zuvor
Reply to  rantanplanlos

Auch wenn er nichts sagt, sendet er, selbst mit bemalten Fingernägeln, ein Signal in die Welt, welches denjenigen, die Antisemitismus legitim finden, glauben lassen, ihre Haltung wäre die richtige.

Wenn sich ein Künstler meint, im Rahmen des ESC äußern zu müssen und in seinem Statement z.B. der Opfer beider Seiten gedenkt und sich für ein Ende des Krieges einsetzt, ist die Botschaft doch direkt eine andere. Aber so bleibt es für mich antiisraelische und somit antisemitische Effekthascherei.

Ich glaube, ich habe in diesem Forum in dem es ja eigentlich um Musik gehen sollte, genügend positive Rückmeldungen zu meinen Äußerungen zu diesemm Thema erhalten. Insofern bin ich mit meinem beschränkten Horizont, wie du ihn nennst, sehr zufrieden.

Frédéric
Frédéric
2 Jahre zuvor
Reply to  TADD

Da könnte man einwänden:
„Auf jeden Fall wird die EBU das tun. Und das ist die einzig richtige Entscheidung. Ansonsten käme das quasi einer Einladung gleich, dass jeder seinem Islamhass freien Lauf lassen kann.
Jeder Mensch mit genügend Empathie möchte, dass es keine Kriege gibt. Aber wenn sich jemand so explizit pro Israel äußert, scheint er zu vergessen, dass die israelische Armee in Gaza ein vielfaches an Zivilisten tötet. Wo bleibt das Mitgefühl für diese Opfer?
Und nebenbei gesagt wirft der Ukraine ja auch niemand vor, sich gegen Russland zu verteidigen… folgerichtig sollte Gaza sich jetzt gegen die israelische Armee verteidigen.“

Blöde Argumentation, ich weiß.
Wer für Frieden ist, kann keinen Krieg gut heissen und ich fürchte, dass der Krieg in Gaza den Judenhass in der Region nicht beenden, sondern im wahrsten Sinne des Wortes befeuern wird – die weltweiten Reaktionen sprechen diesbezühlich Bände.
Dass mir leider auch keine bessere Lösung einfällt, habe ich bereits geschrieben. Deshalb bin ich auch nicht für einen Ausschluss Israels. Wobei ich hoffe, dass weder ein martialisches Kampflied noch eine Friedens-Ballade entsandt wird – politische Interpretationen werden wohl unvermeidbar sein.