
Den Start in den heutigen „Super Saturday“ macht das nördlichste der Baltikum-Länder: In Estland ist es endlich wieder an der Zeit für den Eesti Laul! Dieser besteht dieses Jahr lediglich aus einer Show – dem heutigen großen Finale. Dabei werden Jury und Zuschauende zunächst gemeinsam über die Top 3 abstimmen, bevor im Superfinale alleine das Televoting bestimmt, wer Estland beim Eurovision Song Contest 2025 vertreten darf. Wir begleiten die Show per Live-Blog für Euch.
Zunächst hat eine Expertenjury unter allen diesjährigen Einsendungen 15 Beiträge für die diesjährige estnische ESC-Vorentscheidung ausgesucht. Anschließend hat der Rundfunk ERR beschlossen, die 20 Songs, die hinter den gesetzten 15 Beiträgen in der Jury-Wahl landeten, zu veröffentlichen und in einem Online-Voting bewerten zu lassen. Der Beitrag, der die meisten Stimmen erhält, sollte eine Wildcard für das Eesti Laul-Finale erhalten.
Und so kam es dann auch: Marta Lotta gewann das Online-Voting und durfte sich zu den 15 bereits feststehenden Beiträgen gesellen. Zur Auswahl für die Wildcard standen übrigens unter anderem auch die ehemaligen ESC-Vertreterinnen Laura Põldvere und Gerli Padar, die es jedoch beide nicht zum Eesti Laul schafften. Die TV-Zuschauer*innen und die Jury haben heute Abend das Vergnügen, unter folgenden 16 Beiträgen den siegreichen Act auszuwählen, der im Mai nach Basel darf.
Eesti Laul 2025 – Das Teilnehmerfeld in offizieller Startreihenfolge:
- ANT – Tomorrow Never Comes
- Stereo Terror – Prty Till The End Of The World
- Janek – Frozen
- Räpina Jack feat. Kaisa Ling – Tule
- Johanna Elise – Eyes Don’t Lie
- FELIN – Solo Anthem
- ELYSA – The Last To Know
- gem98 – Psycho
- An-Marlen – Külm
- Frants Tikerpuu – Trouble
- Anna Sahlene – Love Me Low
- Tuuli Rand – Rem
- Minimal Wind – Armageddon
- andrei zevakin feat. Karita – Ma ei tea sing
- Tommy Cash – Espresso Macchiato
- Marta Lotta – Tantsin veel
Einige der Teilnehmenden haben ihr Glück schon in der Vergangenheit beim Eesti Laul versucht. Dazu zählen beispielsweise Janek, Andrei Zevakin (Aufmacherbild mit Karita) und Minimal Wind. Die schwedische Sängerin Anna Sahlene vertrat das Land sogar schon beim ESC 2002 mit „Runaway“. Als größter Favorit auf den heutigen Sieg geht aber Tommy Cash ins Rennen. Er ist einer der populärsten Musiker Estlands und auch über die Grenzen hinaus bekannt. Auf Instagram zeigt er sich auch immer wieder mit ehemaligen ESC-Acts wie Käärijä oder Joost Klein. Dadurch gab es sogar schon die Vermutung, dass Joost ihn heute auf der Bühne begleiten könnte.
Vermutlich werden die Postkarten, die vor den heutigen Vorentscheid-Auftritten zu sehen sind, die jeweiligen Teilnehmenden in anderen Berufen zeigen. Von den Dreharbeiten hierfür hat der Sender ERR nämlich auf Instagram bereits berichtet (siehe oben). Der Eesti Laul 2025 wird heute Abend von Põhja-Korea moderiert, der Teil der letztjährigen estnischen ESC-Vertreter 5MIINUST ist. Unterstützt wird er von Sängerin Ines, die Estland auch schon beim ESC vertreten durfte. Ines wird allerdings nicht nur moderieren, sondern soll auch performen.
Das estnische Fernsehen veranstaltet den Eesti Laul auch in diesem Jahr wieder in der Saku Suurhall in Tallinn, die mittlerweile allerdings Unibet Arena heißt. Als Intervall-Acts tritt heute eine spezielle Formation auf, die aus dem DJ-Kollektiv Cartoon, Kitty Florentine und Nordic Pulse x Kristjan Järvi besteht. Eröffnet wird die Show aber vom estnischen ESC-Act aus Malmö, 5MIINUST x Puuluup. Zudem soll Sänger Florian Wahl einen Song über die Schweiz performen. Man darf gespannt sein…
Eesti Laul 2025 startet heute um 18:15 Uhr und kann hier auf der Website von ETV/ERR verfolgt werden. Der erste Teil der Show soll planmäßig bis 20:00 Uhr dauern. Dann folgt eine kleine Unterbrechung, bevor der zweite Teil um 20:30 Uhr startet. Dieser soll dann um 21:50 Uhr beendet sein. Wir werden die Show in diesem Live-Blog mitverfolgen. Vor, während und nach der Sendung könnt Ihr die Geschehnisse unter diesem Beitrag kommentieren.
+++ LIVE-BLOG +++
Tere õhtust! Schön dass Ihr mit dabei seid. Der estnische ESC-Vorentscheid startet gleich!
Hier schreibt übrigens Rick 🙂 Ich bin gespannt, was uns von einer meiner Lieblingsnationen beim ESC heute erwartet und ob es die ein oder andere Überrschung beim Eesti Laul 2025 gibt. Gleich startet die Show live aus Tallinn, bei der wir erfahren, welcher Act Estland beim ESC in Basel vertreten wird.
Ok, das Intro startet! Die Show kann losgehen.
Ein verrückter Opener von 5MIINUST und Puuluup! Die Bandmitgleider sind größtenteils in Pilz- und Pflanzen-Anzügen gekleidet. Sie singen ihren ESC-2024-Beitrag. Ich feier den Song nach wie vor.
Sänger Florian Wahl kommt dazu und .. er scheint sehr populär zu sein. Er singt gemeinsam mit 5MIINUST einen Song, der sehr nach 90er-Rave/Techno klingt. I like!
Die Performance endet mit einem Kuss zwischen Florian und einem 5MIINUST-Bandmitglied. Jetzt werden die heutigen Teilnehmenden vorgestellt. Super Stimmung in der Unibet Arena!
Das Moderations-Duo kommt auf die Bühne.. sie erklären die Voting-Regeln und es gibt auch den ersten Blick in den Green Room.
Es kann losgehen! ANT steht als erstes on stage. Er wurde als Sieger der estnischen Version von DSDS bekannt.
Ich bewerte alle Beiträge heute von 1 (ganz schrecklich) bis 10 (absolut perfekt). Mir sind der Song/die Produktion, die Eingängigkeit und das Alleinstellungsmerkmal besonders wichtig. Die Stimme ist nicht egal, aber für mich in einigen Songs nicht das aller wichtigste..
1. ANT – Tomorrow Never Comes
Ich finde ANTs Background-Story ja total interessant. Er stammt aus der Türkei und hat (wegen Ott Lepland beim ESC 2012!) Estnisch gelernt und eine Estin geheiratet. Aus diesem Grund fänd ichs auch deutlich cooler, wenn sein Song auf Estnisch gesungen werden würde. So ist die Nummer irgendwie etwas austauschbar. Keinesfalls schlecht, vor allem seine Stimme ist super, aber eben nichts wirklich spannendes. Immerhin die Performance macht das ganze etwas spezieller. ANT hat eine Treppe und unterschiedliche „Erhebungen“ auf der Bühne. Zudem sieht man eine Ballerina. Am Ende steigt er auf die Treppe und lässt sich fallen. Coole Inszenierung aber eben musikalisch nichts wirklich Neues. Gerade so gibts 7 Punkte von mir.
2. Stereo Terror – Prty Till The End Of The World
Inszenierungs-technisch MEGA! Die Band trägt ihr charakteristisches Schwarz-weiß-Make Up und einige Mitglieder, wie zB der Sänger) haben Glitzer-Masken auf. Die ganze Bühne wird genutzt, es gibt ne Pyro-Handmaschine (?) und viel Rauch. Es entsteht richtige Festival-Stimmung. Sehr cool, ich mag auch den Song. Gesanglich gibts Luft nach oben und einige Kameraeinstellungen waren nicht optimal. Es könnte gut funktionieren beim ESC, aber mir fehlt auch irgendwas. Gute 7 Punkte!
Kurze Pause im Green Room – und weiter gehts!
3. Janek – Frozen
In ESC-Fankreisen ist Janek, so wie ich das mitbekommen habe, einer der Favoriten heute Abend. Und mir gefällt die Inszenierung schonmal. So einfach kanns sein: Janek steht in einer Art „Glasbox“ (Eric Saade lässt grüßen!). Doch hier sind Neon-Leuchten oben befestigt, wodurch ne sehr coole Stimmung entsteht. Und tatsächlich: Er bricht vor dem letzten Refrain das Glas – zumindest per Screen-Effekt. Insgesamt sehr stimmig, auch seine Vocals überzeugen. Das einzige Problem, das ich habe: der Song hat so coole 80s/SynthPop-Elemente, aber der Refrain wird dann so lasch und fast schon altbacken. Das passt null in den restlichen Song.. schade. Von mir gibts dennoch 7 Punkte.
4. Räpina Jack feat. Kaisa Ling – Tule
OIch mag den Song sehr. Er kommt sehr authentisch und hochwertig daher aber hat dennoch etwas Abgefahrenes. Es sollte nicht funktionieren, aber irgendwie ist dieser Mix interessant. Dennoch überzeugt mich die Live-Version nicht komplett. Irgendwas an Räpina Jacks tiefen Tönen stört mich. Beide Haupt-Sänger*innen stehen auf den vorderen kleinen Bühnenkomplexen. Im Hintergrund gibts Lagerfeuer und die vier Musiker. Irgendwie cool, aber nicht stark genug meiner Meinung nach. 6 Punkte von mir.
5. Johanna Elise – Eyes Don’t Lie
Johanna steht in elegantem, dezent glitzernden Abendkleid auf der Bühne. Silhouetten von Tänzerinnen auf den LEDs. Ich finde ihre Stimme super, die Jury wird das lieben, denke ich. Aber das Genre ist irgendwie nicht so ganz zeitgemäß und auch schon oft gehört. Ich würde es als „sinnlichen Soul“ beschreiben. Erinnert mich an die Girlband All Saints. Kennt die noch jemand? Finds nicht so wirklich spannend.. auch Pyro am Ende machen den Song nicht besser. Aber ne super Stimme. 5 Punkte.
Nach nem kleinem Plausch im Green Room gehts jetzt weiter…
6. FELIN – Solo Anthem
FELIN spricht Englisch. Ich glaube sie ist Britin? Jedenfalls sagt sie, sie hat bereits für Stars wie Adam Lambert Songs geschrieben. Die Performance ist gut: FELIN gibt mir Pink-Vibes und hat viel Energie. Sie hat ein großes Geländer auf der Bühne. Drei Musiker*innen stehen mit ihr auf der Bühne. Sie singt gut, aber es ist halt nicht meine Musik.. sehr rockig, aber nicht wirklich modern. Irgendwie sehr 2000er-Rock-typisch. Coole Kameraeinstellungen aber und es gibt auch Pyro im Mittelteil und Ende des Songs. FELIN trägt übrigens Stiefel und eine Art „Fetzenkleid“ im Schottentock-Muster. Naja.. ich denke nicht, dass es was beim ESC reißen könnte.. 4 Punkte, sorry.
7. ELYSA – The Last To Know
Wird ELYSAs vierter Versuch erfolgreich sein? Also wenns nach mir geht lautet die Antwort NEIN! Sie singt super und hat sich, im Vergleich zu den Vorjahren, zwar gesteigert aber der Song ist halt seeeehr vorhersehbar. Eine klassische Herzschmerz-Ballade. Zwar gut gemacht und sie hat auch ne tolle Ausstrahlung, aber musikalisch ist das halt nichts Besonderes. Am Ende gibts Pyroregen und ELYSAs Kleid weht stärker als das von No-Angel-Sandy beim ESC 2008. Für mich ist das aber nicht genug. 5 Punkte.
8. gem98 – Psycho
Ich bin echt überrascht, das hat mich total gecatched! Der Song wurde durch eine wirklich spezielle Inszenierung aufgewertet. Das Staging is brilliant. gem98 hat dunkel geschminkte Augen(ränder) und blickt ganz wahnsinnig in die Kamera, was ja super zum Songtitel passt. Er hat ne sehr magische ausstrahlung und ich wüsste echt gern, wie das beim ESC abschneiden würde. Im Mittelteil der Nummer kommen ihm die LED-Würfel entgegen und „zerdrücken“ ihn. Sehr cooles Konzept, auch ein wilder Cello-Spieler darf am Ende nicht fehlen. Irgendwie hat das was, auch wenn AlternativeRock eher weniger meinen Geschmack trifft. Ich bin unterhalten! 8 Punkte.
HALBZEIT! Wir haben tatsächlich schon acht Performances gesehen. Es geht ratzfatz in Estland! Jetzt gibts nen Talk im Green Room und ich glaube man kann bereits abstimmen. Die Leitungen scheinen von Beginn an geöffnet zu sein! Interessant…
9. An-Marlen – Külm
Es wird nicht viel Zeit verloren und An-Marlen ist die Nächste. Im Einspielclip sieht man, dass sie schon als Kind auf der Theater-Bühne stand… als Pipi Langstrumpf glaube ich 😀
Ich LIEBE diesen Song! Eingängige Beats, coole Techno/Dance-Produktion, man kann dazu super abgehen. Umso mehr habe ich auch Tänzer und vor allem SCHNELLE Kamera-Cuts erwartet. Allerdings war An-Marlen alleine auf der Bühne und wirkte sehr ernst.. vielleicht ist der Text traurig? Das Publikum scheint es zu lieben! Es gibt auch ne coole Lasershow ab dem zweiten Refrain. Coole Nummer, aber nicht die beste Performance finde ich. Dennoch feier ich das Lied und gebe seeehr gute 8 Punkte.
10. Frants Tikerpuu – Trouble
Die Performance startet und endet mit der Einblendung des Songtitels in roter Farbe. Macht einen coolen Effekt.. dann erscheint Frants auf einem Sessel mit Mikrofon, das von der Decke hängt. Im Mittelteil des Songs bekommen die Backing-Sänger eine ungewohnt hohe Aufmerksamkeit und sind alleine auf der Bühne zu sehen.. man denkt, Frants bereitet während dessen einen Kostümwechsel oder ähnliches vor, aber nein. Er steht weiterhin normal auf der Bühne. Immerhin hat das Ganze ein klares Konzept: das Publikum hat rot-leuchtende Armbänder, die man sieht, weil Frants kurz mit dem Rücken zum Publikum steht. Der Song plätschert daher und ist absolut nichts Besonderes. Zudem fehlt Frants die Ausstrahlung, finde ich. 4 Punkte.
11. Anna Sahlene – Love Me Low
Anna Sahlene erzählt von ihrer Teilnahme an der TV-Gameshow, die dem Squid Game nachempfunden war. Sie war bereits 2002 für Estland beim ESC und will nun, 23 Jahre später, nochmal. Sie steht alleine auf der Bühne und es passiert eigentlich wenig. Am Ende setzt eine Windmaschine ein und Anna spaziert immer mal wieder Richtung Publikum. Gefällt mir weniger, denn die Nummer hat sowas altbackenes, schlagerlastiges an sich. Ihre Stimme ist auch nicht ganz on point. 4 Punkte.
Nach nem kurzen Blick in den Green Room gehts weiter mit Tuuli Rand.
12. Tuuli Rand – Rem
Interessante Nummer. Aber zu komplex für den ESC. Der Song hat einen sehr beatlastigen Unterton, der fast schon in die HipHop-Richtung geht. Tuuli selbst singt sehr hoch und ich finds schwierig, ihr zuzuhören. Zudem ist keine klare Struktur in „Rem“ zu entdecken. Mir ist das zu wirr.. vor allem mit dem Hintergrund, dass es eigentlich eher ne Soul-Nummer sein soll. Tuuli sieht immerhin toll aus: Sie trägt ein Kleid mit einer Art goldener „Rüstung“ am Brustbereich. Ihr Mikrofon glitzert und es gibt immer wieder Vibrations-/Störeffekte auf dem Bildschirm. Passt zwar zum Beat, aber das machts nicht ESC-geeigneter. Mir gefällt das gar nicht.. leider nur 3 Punkte.
13. Minimal Wind – Armageddon
Bei ihren bisherigen Teilnahmen haben mir Minimal Wind nicht so gefallen. Aber die Nummer mag ich. Die Frontsängerin startet weit vorn auf der Bühne und im Hintergrund erscheinen nacheinander ihre 5 Bandkolleg*innen jeweils in eigenem Lichtstrahl. Die Sängerin spaziert durchs Publikum und gesellt sich zur Band. Am Ende gibt es Blitz-Effekte und Rauch steigt auf. Als würde die Band in einem Sturm stehen. Optisch super, aber leider überzeugt es mich gesanglich live nicht so. Zudem ist es vielleicht sogar etwas zu viel, was da visuell auf einen einprasselt. Schade, aber dennoch 6 Punkte.
14. andrei zevakin feat. Karita – Ma ei tea sing
Wow! Dafür liebe ich den Eesti Laul: Diese Kreativität beim Staging, mit der man aus den Beiträgen wirklich das Beste herausholt – zumindest in den meisten Fällen. Der, komplett auf Estnisch gesungene, Song ist wirklich das Zeitgemäßeste bisher und ich denke, dass die Nummer auch die Charts in Estland stürmen wird. Andrei rappt und grölt auch immer wieder ins Mikrofon, was dem Song super viel Energie gibt. Im Gegengsatz zu dieser Aggression sorgt Karita für die entspannte Softheit. Die Performance startet aus der POV-perspektive von Andrei, der dann auf die Bühne steigt. Erster Rauch zieht auf und Karita steht im LED-Würfel, der sich erhebt. Die beiden haben ne unglaubliche Chemie zusammen – sehr effektvoll. Feuer-Pyros steigen aus dem Bühnenrand und es gibt Screen-Effekte, die die Energie perfekt untermalen. Feuer schießt sogar seitlich über die Bühne, als würde sich das Feuer selbst bekriegen! Visuell super, ich mag auch den Song sehr. Wäre ne super Wahl. Gute 9 Punkte!
15. Tommy Cash – Espresso Macchiato
Es ist soweit: Der große Favorit steht auf der Bühne: Tommy Cash! Die Halle bebt schonmal. Unerwartet schlicht startet die Performace. Tommy trinkt aus einem To-Go-Kaffeebecher und hinter ihm stehen muskulöse, finster blickende, Security-Tänzer! Tommy tanzt in unverwechselbarem Stil und es wirkt, als wären seine Beine aus Gummi. Das ist schon jetzt ein ikonisches Bild, das sicher in die ESC-Geschichtsbücher eingehen würde. Tommy steigt teilweise auf seine Tänzer, die wie Security-Mitarbeiter aussehen. Im Publikum ist KÄÄRIJÄ zu sehen! Auf den LEDs sieht man Kaffeebecher, Instant-Kaffee und fliegende Kaffeebohnen. Musikalisch sicherlich nicht die krasseste Offenbarung, aber definitv herausstechend und unterhaltsam. Zudem musikalisch am Zahn der Zeit. Ich finds super. 9 Punkte.
16. Marta Lotta – Tantsin veel
Echt ne sehr eingängige, coole Nummer. Bringt 70s-Vibes auf die Bühne, aber mit moderner Produktion. Gibt mit Dua-Lipa-Vibes. Zudem echt sympathisch performt, mit den vier Backingtänzer*innen von Marta. Sie hat zurecht die Wildcard für das Eesti-Laul-Finale gewonnen. Ich glaube, dass das wirklich gut beim ESC ankommen würde, weils auch Lebensfreude verkörpert. Zudem singt Marta echt gut und kommt professionell rüber. Aber direkt nach Tommy Cash aufzutreten, ist nicht leicht. Denke, dass die Nummer im heutigen Teilnehmerfeld untergehen wird. Ich gebe aber sehr gute 7 Punkte.
Zeit für nen Schnelldurchlauf!
So – das war der erste Teil der Show. Jetzt folgen die Nachrichten und um 20:30 Uhr gehts weiter!
Lasst mich gerne in den Kommentaren wissen, wer Euch am besten gefallen hat. Wenn ich mich auf eine Top 3 festlegen müsste, wären es gem98, Tommy Cash und andrei zevakin feat. Karita. Auch An-Marlen und Marta Lotta finde ich super.
So, die Nachrichten sind vorbei.. es müsste jetzt eigentlich weitergehen.
Ja, wir sind zurück in der Unibet Arena. Das Host-Duo steht auf der Bühne und die Acts im Green Room warten auf die Ergebnisse… wir auch. Zunächst bekommen wir gezeigt, was die internationale Jury denkt. Diese entscheidet zu 50%, wer ins Superfinale einzieht.
Aber jetzt gibts erst einmal noch einen Schnelldurchlauf.
Im Einspieler erkennt man ehemalige ESC-Acts: u.a. Koit Toome, Jüri Pootsman und Uku Suviste spechen über das Thema „Boybands“.. glaube ich.
Und jetzt stehen sie auch schon, insgesamt zu fünft, als Boyband auf der Bühne. Sie singen mehrere populäre Songs von internationalen Boybands.
Also ich bin wirklich sehr gespannt auf die Jury-Ergebnisse. Wird Tommy Cash seinen Favoritenstatus tatsächlich behalten oder floppt er bei der Jury? Es wird spannend…
Es geht los! Das Juryvoting beginnt.. ich versuche, immer das wichtigste zusammenzufassen. Es ist eine internationale Jury und zuerst ist Island dran:
7 an Tommy, 8 an andrei/Karita, 10 an Janek und 12 an… FELIN! Was zur Hölle?
Weiter gehts mit William von wiwibloggs aus Großbritannien:
Er gibt folgende Punkte: 8 an Janek, 10 an Tommy und 12 an gem98!
Von UK gehts nach Lettland. Die Punkte:
8 an andrei, 10 an Janek und 12 an Tommy Cash!
Litauen ist auch dabei.. hier die Punkte:
Uh.. 8 an An-Marlen! 10 gehen an Janek und die 12 an Tommy Cash!
Tommy Cash führt. Dicht gefolgt von Janek aktuell.
Marvin Dietmann aus Österreich gibt nun Punkte:
8 an Minimal Wind! 10 an Tommy Cash und Marvin gibt 12 an An-Marlen! Ist ja auch ein ähnliches Genre, wie „We Will rave“ von Marvins Freundin Kaleen 🙂
Nun kommt Frankreich:
Hier gehen 8 an andrei, 10 an Frants (!) und 12 an An-Marlen. NICHTS AN TOMMY CASH! Wow.
Und auch Alexandra von Keiino ist am Start! Cool. Sie erzählt, dass genau jetzt in Norwegen auch der ESC-Vorentscheid steigt 😀 Norwegens Punkte:
8 an Janek, 10 an An-Marlen und 12 an Tommy Cash!
Interessant, dass sowohl andrei, als auch Tommy Cash von einigen Juror*innen komplett ignoriert werden.
Weiter gehts mit Victor Crone, der 2019 für Estland angetreten ist und nun die Punkte für seine Heimat Schweden vergibt.
Nur 1 Punkt an Janek.. interessant.
8 an An-Marlen, 10 an gem98 und 12 an Tommy Cash!
Spannend. Hier ist nun das gesamte Jury-Voting:

Hab ich ehrlich gesagt nicht erwartet, dass selbst die Jury Tommy so gut bewertet. Diese Punkte werden nun in 12, 10, 8, 7 usw. umgewandelt. Anschließend kommen die Punkte des Publikums (auch im 12, 10, 8,…-Style) dazu. Die dann drei obersten Plätze kommen ins Superfinale, wo alleine das Televoting den Sieger-Act kürt.
Nach einem Schnelldurchlauf steht nun der Intervall-Act auf der Bühne. Es ist sehr folkloristisch… aber ganz cool.
Ok, neues System: Das Juryvote wurde in Punkte von 1 (am schlechtesten bewertet) bis 16 (am besten bewertet) umgewandelt. Nun kommen die Televote-Punkte (auch 1-16) dazu:
Zuerst werden die verkündet, die mit dem Kombinations-Voting raus sind und somit nicht im Superfinale stehen. Darunter auch gem98, der bei der Jury ja noch gut abgeschnitten hat.
Fünf Acts haben noch Chancen aufs Superfinale: ANT, andrei/Karita, Tommy, An-Marlen und Janek.
ANT ist raus.
Der erste Superfinalist ist: AN-MARLEN!
Superfinalist 2: andrei und Karita!
Und auch im Superfinale… ist… TOMMY CASH! Alles andere wäre ein Schock gewesen.
Eine sehr gute Top 3, wie ich finde. Einer dieser Acts wird Estland beim ESC 2025 vertreten dürfen.
Wer schafft es? Tommy Cash, An-Marlen oder andrei zevakin feat. Karita?
Ich wäre tatsächlich mit allen dreien einverstanden und super zufrieden. Jetzt gibts im Green Room nochmal Interviews. Unter anderem Käärijä wird befragt, warum er eigentlich da ist. Ist aber offensichtlich: Wegen Tommy natürlich.
Andrei und vor allem Karita können es kaum fassen, dass sie im Superfinale stehen. Auch An-Marlen ist geflasht!
Nun entscheidet also das Televoting alleine, wer den Eesti Laul 2025 gewinnen wird.
Es gab inzwischen nochmal einen Pausenact, Schnelldurchläufe, Einspielclips und Interviews mit den drei Superfinal-Acts.
Die Leitungen sind geschlossen und Ines steht auf der Bühne. Sie performt nun.
Und nun sollte es langsam soweit sein…
Das Televote-Ergebnis:
Auf Platz 3: An-Marlen
Gewonnen hat… TOMMY CASH!
Der große Favorit hat sich also durchgesetzt.
andrei und Karita landen auf einem guten zweiten Platz. Tommy darf nach Basel!
Die Halle rastet aus und feiert es, dass Tommy gewonnen hat. Er scheint sogar mit sehr großem Vorsprung gewonnen zu haben.
Wir trinken also „Espresso Macchiato“ in Basel. Auch wenns nicht jedermanns Fall ist, denke ich, dass Estland sehr gute Chancen beim ESC mit Tommy Cash haben wird.
Vielen Dank fürs Zuschauen und gleich gibts den Ergebnisartikel, in dem ihr über den estnischen Beitrag abstimmen könnt.
Einen schönen Rest-Abend 🙂
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Mein Stream schmiert jetzt ab….. Grrrrr
ja, hier leider auch
Dito
also hier flutschts wie estnische Butter in der Sonne
🙂
Minimal Wind – Das ist auch nicht besonders eingängig, aber mir gefällt es gut. Die Sängerin scheint heute nicht in bester stimmlicher Verfassung zu sein. 🙁
Die Kameraführung finde ich heute teilweise sehr seltsam. Eben bei Tuuli Rand zum Beispiel hielt die Kamera gefühlt eine ganze Minute lang nur auf ihr goldenes Rettungsdecken-Oberteil. Was soll das!???? Auch sonst eiert die Kamera häufig ins Nichts, die Schnitte sitzen nicht richtig etc. Sieht insgesamt leider sehr nach Kamerakind von „1, 2 oder 3“ aus, nicht sehr professionell. Schade!
Minimal Wind waren ja DIE Erfolgsgeschichte vom Marathon-VE 2022, mit dem zweiten Platz hätte am Anfang wohl niemand gerechnet. Ihr Lied von damals höre ich heute noch gerne, aber ich fing es auch erst an zu mögen, als ich es live erlebt habe.
„Armageddon“ kommt nicht ganz an die Erwartungen ran, aber ich mag es trotzdem. Sie klang stellenweise aber arg wackelig, besonders als sie durchs Publikum gelaufen ist. Und auch hintenraus ziemlich. Hm.
13. minimal wind – überraschend gut aber der letzte kick eines wirklich guten songs fehlt – 6,5/10
Minimal Wind, kann ich jetzt auch nicht so recht was mit anfangen.
100 % schunkelfrei.
Ja, daran liegt es wohl.
12- Uh, schöne Stimme, klingt fast wie Studio. Okay jetzt läuft sie. Etwas verwirrend alles. Die Kamera musste dran glauben. Jetzt stehen sie wieder zusammen. Okay, Stimme doch wacklig. Auch etwas sehr dunkel. Hm, das wirkt nicht ganz durchdacht und der Gesang hat von der Qualität auch immer mehr abgenommen.
Minimal Wind – Armageddon
Ich kann den Song leider nicht bewerten, denn der ist bei mir länger als 3 Minuten und mit vielen stillen Pausen drin. 😡
Minimal Wind: Die Studioversion mag ich sehr gern aber live holt es mich nicht so ab.
Oh je, die Frontfrau des Minimalsten-Kehlkopf-Windes hat gerade ihre stimmliche endzeitliche zerstörerische Auftritts-Entscheidungsschlacht aka Armageddon
😀
Rick und ich scheinen ähnlich zu ticken 🙂
13) Minimal Wind
Kann ich nicht bewerten, da mein Stream die ganze Zeit hakte…
x/12 (in der Studioversion 4/12)
Ja! Das ist doch mal wieder was Besseres (für mich).
*same*
andrei zevakin feat. Karita – Warum kann das nicht einfach hart durchlaufen? 💃💃💃 Der Damenteil ist leider dröge.
Absolut! Genau meine Meinung.
Damenteile sind außerhalb von Travestiebars eigentlich immer verzichtbar
Ma ei tea sing fetzt. Sehr geil.
Würde man in Estland von den Ruzzen jetzt noch mal gezwungen, einen singende Revolution durchzuführen, wäre man wohl auf verlorenem Posten
Also bitte!
14- Oh Gott. Sehr spezieller Anfang. Ich hab etwas Angst. Das ist wirklich ein Schreifest, das hat wenig mit Singen zu tun. Sie ist jetzt auch nicht die beste Sängerin. Nee, zu viele Effekte, da bekomme ich Kopf- und Augenschmerzen. Und nebenbei brennt die Hütte ab… Puh, darauf kann ich liebend gern verzichten.
14. andrei zevakin feat. Karita
sehr aggressiv schön auf die zwölf – sowas gefällt mir auch mit dem harmonischen kontrast der weiblichen stimme – cool! 7/10
Bei andrei und karita geht es ja ab, vielleicht erfolgreich?
14.
Das ist ja mal cool, hat was von Island damals , die Mischung ist cool.
Andrei u.Karita, geht ab, toll, 8 von 10
Nr. 14 holt mich überraschenderweise total ab.
Gehört in meine TOP 3!
andrei zevakin feat. Karita – Ma ei tea sing
Kurz und knackig: Meine Nr.1 bisher. 👍
Ma ei Team sing: Das ist mir zu viel Geschrei von ihm und zu wenig guter Gesang von ihr. Nicht mein Typ von Song.
Yep, Andrei und Karita bleiben meine Nummer 1 und eines meiner Highlights der Saison – es war deutlich weniger chaotisch als befürchtet! Auch eine richtig gute Performance, Respekt. Ich denke, die Jury wird es aber nicht gut genug bewerten, damit es ins Superfinale kann – und gegen Tommy Cash werden sie leider eh chancenlos sein. 🙁
Ja, die Jury wird es leider verhindern. Wäre aber der Act, dem ich am ehesten noch Außenseiterchancen im Superfinale zutrauen würde.
Aber wir wissen ja eh, wer gewinnen wird…
14) Andrei Zevakin ft. Karita
Das gefällt mir gut! Sehr zeitgemäß, sowas müsste bald auch mal auf der ESC-Bühne stattfinden. Sie hat sehr gut gesungen, bei ihm gibt es noch Luft nach oben. Da ist natürlich sehr viel Stimmverzerrer auf seiner Stimme, aber hier stört es mich nicht.
Im positiven Sinne aggressiv.
6,5/12
🤣🤣🤣
Das ist ja mal ein Geschenk
13) Minimal Wind haben einen der besseren Songs des Abends.
14) Nur Geschrei, holt mich überhaupt nicht ab.
Jetzt bin ich mal gespannt…
Ach, das ist gar nicht dieser Countrysänger?
Andrei und Karita fand ich super. Viel besser als die Studioaufnahme.
türsteher als ähm „tänzer“ muß man auch erst mal bringen!
Verdammt, Tommy: Nimm ’nen Refill-Becher! Das triggert mich… 😛
Der Cash, mir zu albern, nö
Ich fürchte, der Klamauk wird sich wieder durchsetzen. *seufz*
Da zitiere ich nur Tante Gertrud: Geschmacklos. Das Volk wird es lieben …
Genau wegen solcher Schrottdarbietungen hat der ESC „da draußen“ so einen schlechten Ruf.
Das Volk ist ja auch geschmacklos, das sieht man bei so vielen Sachen! 😉
Ist ja live noch viel schlimmer als in der Studioversion.
Singen muss man bald gar nicht mehr können…
Esti Lau finlandisiert
🥲
Mir tun alle Italiener leid, die sich das anhören müssen…
Für diese Regierung habe de Italiener jede Rache verdient. Immer feste druff
Aber die Tänzer sind ja wohl mal geil… 🙂
Och nö , wie langweilig ist das bitte . Sorry Thommy das wird nichts.
Ich hoffe, daß der Promibonus hier nicht zieht….
Live kann er nicht singen
Es ist fast schon auf dem üblen Niveau von Finnland letztes Jahr…
Ohne Autotune hat er’s tatsächlich schwer. Das Einzige, was ich an dem Auftritt interessant fand: Dass er die zahllosen Diven-Auftritte mit seiner Türsteher-Choreo durch den Kakao gezogen hat. Ein ordentlich kräftiger Kaffee war das aber nicht…
find’s auch schlimm und schüttel mit’m Kopf
Ich dachte schon, schlimmer als die Laika-Nummer geht es dieses Jahr nicht mehr. Ich habe mich leider getäuscht.
Am Anfang dachte ich lame – dann fingen die Security-Bodybuilder an Swing zu tanzen und ich musste lachen.
15- Oh Gottttt…..
Oh nein, das klingt schlimm. Das ist so fremdschämend. Ich will das nicht mehr. Das ist so billig und will dabei lustig sein. Und den Text finde ich ohnehin disrespektvoll.
Das Tanzen sollte man ihm wirklich verbieten. Und die Polizisten sind auch sooo…
Mir fehlen die Worte. Jetzt nochmal Käärija nachmachen.
Nee, der wird gewinnen und mein letzter Platz zusammen mit Finnland. Ich sehe es schon kommen…
Da find ich ja sogar Finnland noch besser.
Ne. Das war nix. Null Stimme. Sorry.
Ja, das wirds. Und ich denke, es wird auch erstaunlich gut im ESC-Televoting für ihn laufen, ob man es nun zugeben mag oder nicht.
Ich fand es am Anfang auch nur okay, aber mittlerweile kann ich dem Lied was abgewinnen. Ist ein wirklich fieser Ohrwurm.
Tommy Cash, bisher fand ich das Lied affig, der Auftritt stimmt mich jetzt ein bisschen um, denn dieser Hüftschwung war ja schon sensationell.
Schunkeln kann man auch dazu…..ok, warum nicht?😂😂😂
Mich hat Tommy Cash leider doch sehr gut unterhalten.
Ich hatte Spaß, hätte ich nicht gedacht!
Geil ! Da krieg ich sofort nen Caffe Latte