
Der erste skandinavische Beitrag für Basel wird ab heute Abend feststehen: Heute entscheidet sich, wer Norwegen beim Eurovision Song Contest 2025 in Basel vertreten wird. Der Melodi Grand Prix (MGP) kehrt ins Oslo Spektrum zurück – und erstmals seit 2019 gibt es wieder eine nur eine einzige Finalshow ohne vorherige Halbfinals. Neun Acts kämpfen um das Ticket zum ESC.
MGP 2025 verspricht eine Sendung mit neuen und alten Gesichtern auf dem Weg zum ESC: Tone Damli, die bereits 2009 knapp den Sieg verpasste, eröffnet den Abend mit „Last Song“. Den Abschluss liefern die ESC-Siegerinnen von 1985, Bobbysocks, mit ihrem Song „Joyful“. Zusätzlich gibt es ein Wiedersehen mit Gåte, den Vorjahressiegern des MGP, die als Interval Act auftreten.
Auch Marcus & Martinus haben sich angekündigt. Die Zwillingsbrüder sind in Norwegen geboren, blicken aber auf eine schwedische ESC-Karriere zurück: Marcus & Martinus begannen ihre ESC-Karriere 2012 mit dem Sieg beim Melodi Grand Prix Junior, verkündeten 2017 das norwegische Juryvoting beim ESC, nahmen 2023 und 2024 am schwedischen Melodifestivalen teil und vertraten schließlich Schweden beim Eurovision Song Contest 2024, wo sie mit „Unforgettable“ den neunten Platz belegten.
Das Voting setzt sich aus 60 % Televoting und 40 % internationaler Jurybewertung zusammen. Die Zuschauer*innen können online und per Mobiltelefon abstimmen. Durch den Abend führen die Moderator*innen Marte Stokstad, Tete Lidbom und Markus Neby.
Die Songs für den Vorentscheid wurden bereits Ende Januar veröffentlicht. Heute Abend werden die Beiträge in dieser Startreihenfolge präsentiert:
- Tone Damli – Last Song
- Sondrey – Vagabond
- Nora Jabri – Sulale
- Wig Wam – Human Fire
- LLL – Parasite
- Kyle Alessandro – Lighter
- Nataleen – The Game
- Ladybug – Hot as Hell in Paradise
- Bobbysocks – Joyful
Schaut man auf die Ausgangslage, war es dieses Jahr unter ESC-Fans eher ruhig um die norwegischen Acts. Laut dem ESC-kompakt-Voting führt Kyle Alessandro (Aufmacherbild) mit „Lighter“ das Favoritenfeld an und ist Euer Tipp für den norwegischen Beitrag zum ESC 2025. Knapp dahinter liegt Nataleen mit „The Game“, während Bobbysocks mit „Joyful“ auf Platz drei der Fan-Favoriten landet – trotz Nostalgie-Bonus.
Das Finale des Melodi Grand Prix 2025 beginnt heute Abend um 19:50 Uhr. Ihr könnt die Show online über den norwegischen Sender NRK verfolgen. Wir werden die Show in diesem Live-Blog mitverfolgen. Vor, während und nach der Sendung könnt Ihr die Geschehnisse unter diesem Beitrag kommentieren.
+++ Los geht der Live-Blog+++
Gerade sehen wir noch die norwegischen Lotto-Ergebnisse. Glückwünsche an alle glücklichen Gewinner*innen! Der Stream will noch nicht so wirklich starten…
Jetzt aber! Herzlich willkommen, sagt die Stimme aus dem Off und wir sehen das epische Intro mit Kirchenläuten, Fackeln und einem Chor. Unter den Kutten verbirgt sich Gåte! Starkes Intro und toller Übergang in den Live-Auftritt mit dem ESC-Beitrag aus Malmö. Ein Song, den ich übrigens immer noch gerne höre und Gåte ist mittlerweile unter meinen Lieblingsbands. „Ulveham“ wird kurz von den Acts des Abends unterbrochen, die ins Oslo Spektrum einlaufen. Das Opening FETZT.
Das Moderations-Trio begrüßt uns und scherzt ein wenig miteinander herum. Mein Dänisch ist absolut nicht ausreichend genug, um Norwegisch zu verstehen.
Na aber hallo, da ist ja richtig Stimmung und es wird jetzt schon im Takt geklatscht!
Tone Damli – Last Song
Übrigens gleich zu Beginn: Tone hat einen Song mit Eric Saade („Imagine“), den ich als Teenie richtig richtig toll fand. Jetzt ist Tone Damli vermutlich eher kein Teenie-Star mehr, der Einspieler zeigt sie mit ihren Kids.
Im Silber-Glitzer-Outfit steht Tone mit 4 Tänzer*innen auf der Bühne und performt ihren Club-Song, der mich ja dann doch irgendwie wieder an meine Teenie-Zeit erinnert. Stimmlich passt das, aber ich glaube der Song hat auch nicht so viele schwierige Töne (ich sage das als totaler Laie). Auch das Mikrofon glitzert übrigens. Die Funken sprühen zwar auf der Bühne mit Hilfe von Bühnentechnik, aber so richtig springt der Funke bei mir nicht über. Nett. Fröhlich. Guilty Pleasure. Weiter geht’s…
Ich gebe 5 von 10 Punkten
Sondrey – Vagabond
Sondrey macht anscheinend gerne Sport. Wir sehen ihn im Einspieler bei Deadlifts (auch das sage ich wieder als Laie). Mit schwarzer Hose, schwarzem Mantel und schwarzer Mütze steht Sondrey auf der Bühne. Das Staging ist simpel: Schwarze Wand und Lichteffekte auf der Leinwand. 2 Tänzer in ähnlichen Outfits begleiten die Performance. Zum zweiten Refrain sind es dann auch schon 4. Gut, dass ESC-Lieder nur 3 Minuten gehen dürfen, sonst würden Norwegen die Tänzer ausgehen. „Vagabond“ tröpfelt so vor sich hin, den Refrain finde ich cool und Sondrey singt und tanzt super. Solide MGP-Ware.
Ich gebe wieder 5 von 10 Punkten
Nora Jabri – Sulale
Hier also jetzt Nora, die bereits von Oprah Winfrey entdeckt wurde. Nora steht auf einer großen Treppe, auf der auch 4 Tänzerinnen zunächst sitzend tanzen. Die Hommage an ihren arabischen Vater (Sulale heißt wohl Blutslinie) findet auch in den Lichtern und Outfits Anklang. Ein stimmiges Konzept, wie ich finde. Nora performt sicher und authentisch. Das ist live tatsächlich besser als es in der Studioversion für mich war!
Ich gebe 6 von 10 Punkten
Die bisherigen Acts werden kurz interviewt und Sondrey erklärt „That’s how you write a song“. hehe. Die Moderation macht mich ein bisschen fertig und dabei verstehe ich nur wenig. Jetzt also Popcornman. Naja.
Wig Wam – Human Fire
Eine etablierte Rockband versucht es als nächstes beim diesjährigen MGP. Und der Auftritt macht entsprechend natürlich was her. Wacken-Mainstage-Vibes, auch wenn ich den Altherren-Glam-Rock doch sehr vorhersehbar und wenig innovativ finde. Das macht es nicht schlecht. Nur eben auch nicht besonders packend. Der Beitrag klingt super abgestimmt und ist musikalisch gut. Auf der Bühne sehen wir im Hintergrund eine Box, in der eine Silhouette gefangen ist (?) und gequält tanzt. Am Ende wird es die Silhouette des Sängers in Flammen stehend – Human Fire eben.
Ich gebe 4 von 10 Punkten (da würde ich auf Wacken eher Bier holen gehen)
LLL – Parasite
Eine Girlgroup. Was wäre ein Vorentscheid ohne eine Girlgroup? Puh ja doch. Die 3 Sängerinnen werden jeweils von einer Tänzerin bedrängt (?). Parasite wurde da als Konzept sehr ernst genommen. Auch die Lichteffekte sind eher futuristisch und dystopisch gehalten. Das ist wieder so ein Guilty-Pleasure, das man sich dann im Juli 2025 nochmal anschaut. Der Gesang ist noch ausbaufähig, geht aber bei allem, was da auf der Bühne passiert eh etwas unter.
Ich gebe 4 von 10 Punkten
Kyle Alessandro – Lighter
Jetzt also der ESC-kompakt-Favorit. Kyle sitzt auf einer kleinen Treppe zwischen zwei Wänden und trägt eine Art Rüstung. Ebenso die 4 Tänzer. Kyle sieht ja sehr jung aus, finde ich (ist er auch), aber die Performance ist schon sehr stimmig und professionell. Feuerpyro darf natürlich nicht fehlen und dann haben wir auch eine Art Feuergraben, der die Bühne umgibt. Und einen Dancebreak, auf den eine eher ruhige Passage folgt. Das ist alles schon sehr vorhersehbar und sehr typisch ESC. Aber wir lieben den ESC ja! Kyle dürfte sicherlich auch nach dem Auftritt weiterhin ein heißer (im wahrsten Sinne des Wortes) Kandidat auf das ESC-Ticket sein.
Ich gebe 7 von 10 Punkten
Och nö, wir schalten zum Popcornman. Cringe.
Nataleen – The Game
Nataleen und „The Game“ gibt mir „Queen of Kings“-Vibes und das finde ich gut, wenn auch altbekannt. Der Titel wurde auch im Einspieler als erfolgreich erwähnt, denn „The Game“ stammt aus den selben Federn. Nataleen trägt ein silbernens Kleid (mit statischen „Federn“) und steht zunächst alleine auf der Bühne, bis in einem Überraschungsmoment Tänzer hinzukommen. Nataleen bewegt ihre Beine nicht – das passt nicht so gut zum Text, oder? Also so statisch wird sie kein Brennen in der Lunge spüren. Die Power des Liedes kommt für mich durch den Auftritt nicht so richtig rüber, da hätte ich mehr gebraucht. Tusind tak.
Ich gebe 7 von 1o Punkten (eher für den Song als für die Show)
Ladybug – Hot as Hell in Paradise
Auch Ladybug, die mit bürgerlichem Namen Iris heißt, arbeitet wie Nataleen in der Pflege. Auf der Bühne passiert viel: Tänzerinnen hängen kopfüber von der Ecke und machen Reifen-Akrobatik. Das macht den sonst eher durchschnittlichen Beitrag tatsächlich besser. Das Staging ist sonst eher dunkel gehalten – das passt zu „Hell“. Insgesamt eine coole Performance, und auch das Publikum klatscht und jubelt.
Ich gebe 6 von 10 Punkten
Bobbysocks – Joyful
Sie sind 40 Jahre später zurück und bringen Freude auf die Bühne – ich kann es nicht anders sagen. Das macht natürlich wahnsinnig gute Laune und Bobbysocks haben einfach viel Spaß auf der Bühne. Hanne und Elisabeth sind die Show und das Staging, denn mehr passiert nicht. Stört bei den beiden aber gar nicht. Am Ende noch ein Funkenregen und damit war das ein gelungener Closingact. Würde es den ESC gewinnen? Nein. Bin ich gerade am Lächeln? Ja.
Ich gebe 7 von 10 Punkten
Damit sind wir mit allen 9 Beiträgen des heutigen Abends durch. Das war ja sehr kurzweilig. Meine Favoriten heute Abend sind Kyle, Nataleen und Bobbysocks (wären jedoch in Basel chancenlos). Wie sieht das bei Euch aus?
Der erste Schnelli!
Und ein humoristischer Pausenact, der sich mir nicht so recht erschließen will. Ich denke, es handelt sich um Anspielungen auf MGP-Beiträge. Doch ja, ich konnte damit warm werden (inbesondere weil Fred von KEiiNO da war).
Aus der Halle in Oslo berichtet mir übrigens gerade jemand, dass Kyle und Bobbysocks vor Ort am besten ankamen, aber es bei keinem Beitrag so richtig frenetischen Beifall gab. Ihr im Live-Chat und auch meine Punkte scheinen also insgesamt nicht ganz aus dem Rahmen zu fallen.
Gerade werden uns die bisher ausgewählten Beiträge für Basel gezeigt. Na, ob Norwegen da Chancen hat? Erika bekommt viel Applaus!
Und noch ein Schnelli.
Ach schön, ein Blick in die Geschichte und ein Blick in das Jahr 1985 und den Sieg von Bobbysocks, der uns aus norwegischer Sicht eingeordnet wird. Weitere Rückblicke in vergangene ESC-Jahre folgen.

Entdecke mehr von ESC kompakt
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.




Meine Top 3:
1) Kyle Alessandro 8/12
(mit Abstand vorne)
2) Nataleen 7/12
3) Nora Jabri 6/12
Fred <3
Der Pausenact war mega!
Der Interval-Act ist ganz cool, eine Hommage an frühere MGP-Teilnehmer, nehme ich an?
Insgesamt muss ich aber doch sagen, dass das Niveau der Beiträge dieses Jahr nicht so stark ist. Im letzten Jahr war es schon schwächer als in den Vorjahren und der Trend setzt sich leider fort.
Bobbysocks oder gar nix.
Aber witzohne: Alle waren gut. Respekt.
Nataleen oder Kyle
Bei Nataleen mag ich den Song sehr, aber bühnenmäßig war mir zu wenig los. Sie stand mir auch zu viel rum, kaum Bewegung.
Kyle ist vom Song her auch nicht schlecht, holt mich aber nicht so ab wie Nataleen. Hier passte aber die Bühnenshow echt gut.
Für mich ist es ganz klar Lighter. Parasite fand ich auch ganz gut.
Ich wundere mich, dass zu sagen, aber auf der Bühne haben mich die norwegischen Lieder mehr überzeugt als vieles in Estland.
Sowohl von Live-Gesang als auch von der Performance.
Für mich ganz weit vorn ist Kyle Alessandro. Weiterhin mochte ich noch LLL und Sondrey gern.
Obwohl ich vorher etwas skeptisch war, fand ich viele Performances heute gut und unterhaltsam.
Meine Top 3
Wig Wam
Nora
Nataleen
Die Würdigung von Rolf Løvland war sehr schön!
Schöne musikalische Hommage an den Komponisten von La det svinge mit vielen bekannten Gesichtern!
Ist ja schön, dass die sich so viel Mühe mit ihren Interval-Acts geben, aber ich wäre langsam bereit für Ergebnisse 😁
Also das Best of des Komponisten ist echt toll inszeniert. Da können die Beiträge vorher nicht so wirklich mithalten.
Sissel! Ach wie toll <3
Das ist jetzt ganz toll mit diesem Medley….wie stimmungsvoll…sorry, aber solche VE Veranstaltung werden wir in Deutschland nie erleben….
Da hast du leider recht
Sissel ist wieder toll❤
40% der Punkte kommen von den Juries, die ersten 12 gehen an Kyle
Ob wohl unser aller Freund William Spokesperson der UK-Jury ist….
Der hat doch gerade noch in Estland sein Unwesen getrieben…
Das hindert ihn doch nicht.
Ah doch nicht :))
Das sieht nach einem Sieg für Kyle aus. Ich freue mich! 😊
Gerne weiter so: KYLE!!!
Mich überrascht positiv, wie gut Nora bei den Jurys ankommt.
Kyle macht einen Landslide-Sieg glaub ich…
Ich muss das Design der Punktevergabe mal loben, das sieht richtig gut aus!
Beinahe volle Punktzahl bei der Jury – das wird sich Kyle nicht mehr nehmen lassen.
Das waren aber erst 40% der Stimmen, könnte also vielleicht nochmal spannend werden. Ich würde es Kyle aber auf jeden Fall gönnen
Ich bin so aufgeregt. Würde mich riesig für Kyle freuen, aber im Televoting ist noch alles drin…
Gott bewahre uns! Dass Bobbysocks so viele Punkte bekommt, war zu erwarten.
Bleiben 293 für die letzten 2
Also gewinnt Kyle mit 307 Punkten
Also insgesamt, 189 vom Publikum. Yay:)
KYLE!!!! Ich freue mich, sehr verdient.
Er hatte heute mit Abstand das beste Gesamtpaket.
Yeyyy, Kyle hat es geschafft! 🥰🥳
Super ESC Nummer für eine tolle Show….
Man kann über die Rückkehr der Bobbysocks denken, was man will. Aber da standen gerade 2 Sängerinnen auf der Bühne, die zusammen 6 ESC-Songs gesungen haben. Das muss man einfach würdigen als Fan.
Wie erwartet hat heute nichts an Kyle Alessandro herangereicht.
Verdienter Sieg, ich sehe da aktuell allerdings noch kein Top-Ergebnis in Basel für Norwegen. Danke an alle und jetzt noch viel Spaß in Litauen oder Italien! 🙂
Marte schaut als hätte sie gerade Milcheinschuss.
Immerhin muss er am Montag noch nicht direkt wieder in die Schule 🙂
Glückwunsch an Kyle.
Absolut verdient. Das beste Gesamtpaket hat gewonnen.
Süß isser ja und bei der tanzenden Frauenflut in Basel als männliches Gegenstück ganz ok. .Auf meine Playlist schafft es das Lied vermutlich eher nicht, ev durch schönhören🙂
So kann man es formulieren…..
Kyle hat verdient gewonnen. Sehr professioneller Auftritt, alles passt schon super zum ESC. Ist sowohl bei den Juries als auch beim Publikum beliebt.
Ich rechne ihm in Basel hohe Chancen für eine Top-Platzierung aus.
Schön wars 🙂
War das ein tolles Ende. Die Gratulationen untereinander, volle Emotionen, einfach nur schön 🙂
Eine wirklich kurzweilige und toll produzierte Show geht zu Ende. Wir haben einen verdienten Sieger, aber auch viele andere Songs wirkten heute aufgrund der tollen Produktion und Inszenierungen wertiger.
Mit Kyle blicke ich für Norwegen jetzt hoffnungsvoll nach Basel!
Danke an euch und an Laureen und viel Spaß bei dem, was auch immer ihr euch heute an VEs noch reinzieht. 🙂
Ups, falscher Artikel für den Text – deleted 😊