
Eden Golan (Aufmacherbild) soll im Mai Israel beim Eurovision Song Contest in Malmö mit dem Lied „October Rain“ vertreten. Nun hat die EBU offenbar Befürchtungen geäußert, dass der Text des Liedes nicht unpolitisch sei, wie es das Reglement vorsieht, und deshalb geändert werden müsse. Die israelische Rundfunkstation hat Änderungen am Lied und seinem Text hingegen ausgeschlossen. Eher wolle man sich vom ESC zurückziehen.
Die Teilnahme Israels am Eurovision Song Contest ist in diesem Jahr ein ständig wiederkehrendes Diskussionsthema. Der Grund hierfür ist das anhaltende militärische Agieren Israels im Gaza-Streifen nach der Terrorattacke der Hamas auf das Land am 7. Oktober, bei dem mehr als 1.000 Menschen getötet wurden. Gerade erst heute hat sich die frisch gekürte dänische ESC-Vertreterin in Malmö, Saba, in einem Instagram-Post erklärt, warum sie am Event teilnehmen wolle, auch wenn Israel dabei wäre.
Vor einer Woche hatte die EBU noch einmal bestätigt, dass Israel nicht wegen der Militäraktionen im Gazastreifen vom ESC ausgeschlossen werden wird, da der teilnehmende Rundfunksender regierungsfern sei und ansonsten alle Anforderungen für eine Teilnahme erfülle.
Nun kommen jedoch andere Signale von der EBU, die die Teilnahme Israels fraglich erscheinen lassen: Demnach habe man den Text des für Malmö gemeldeten Beitrags „October Rain“ geprüft und festgestellt, dass dieser politische Aussagen enthalte. Sollten diese nicht geändert werden, würde Israel vom ESC ausgeschlossen werden müssen. Wie ynet meldet, soll es nun aber einen Beschluss des israelischen Rundfunks geben: „Wir werden weder den Text noch das Lied ändern, auch nicht um den Preis, dass Israel dieses Jahr nicht am Eurovision Song Contest teilnimmt.“
Wie EurovisionFun unter Berufung auf ynet berichtet, ist es nicht ungewöhnlich, dass Israel gebeten wird, seine Beiträge vor der Veröffentlichung bei der EBU einzureichen. Diese Regelung scheint seit einigen Jahren zwischen EBU und dem israelischen Rundfunk vereinbart worden zu sein. Bei dieser Prüfung ist nun also die politische Aussage im Liedtext aufgefallen. Weiterhin heißt es dort, dass sich das israelische Fernsehen und die EBU in einem Austausch zur Causa befänden.
Die Fronten verhärten sich nun also zunehmend. Zwar hatte die EBU in der letzten Woche eine große Geste in Richtung Israel gesendet mit der Aussage, dass das Land teilnehmen könne. Israel selbst scheint jetzt aber auf seiner Seite den Konflikt zu befeuern und riskiert damit letztlich doch die ESC-Teilnahme. Das wäre – so schlimm es klingt – sicher keine Lösung im Sinne des ESC-Mottos „United by Music“. Allerdings könnten alle Beteiligten ihr Gesicht wahren, wenn sich Israel zurückzöge. Nicht zuletzt die Veranstalter in Malmö müssten sich dann auch etwas geringere Sorgen um die Sicherheit aller ESC-Beteiligten machen.
Wir bitten Euch, von polarisierenden Kommentaren zu diesem Thema Abstand zu nehmen und die Netiquette zu wahren.
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Bitte alle nochmal Douzes letzten Satz im Artikel lesen und beherzigen. Merci. Die Situation ist ohnehin schlimm genug, und einfaches schwarz-weiß greift hier leider in beide Richtungen nicht.
Übrigens sollte man im Artikel noch m.E. noch ergänzen, dass sich die Songschreiber untereinander beharken und noch gar nicht sicher ist, ob der Song „October Rain“ deshalb überhaupt im Wettbewerb bleibt.
Wie soll man da noch die Fassung bewahren bei solch einer Meldung?
Lieber Boykott des ESC als Text ändern!
ESC is lost!
Zu 100% ja!!!!
Es gab schon viel früher (z.B. in den 70ern) politische Texte beim ESC. Ich finde da auch nix verwerfliches dran.
Greichenlands allererster Beitrag drehte sich komplett um die Invasion der Türkei auf Zypern und es wurde u.a. von Napalm und Flüchtlingszelten gesungen… Um nur ein Beispiel zu nennen.
Ach, krass. Davon lese ich zum ersten Mal.
Nee, das war die zweite Teilnahme 1976 (Panaghia mou). Die erste war 1974 mit einem harmlosen Liedchen über Wein, das Meer und den Boyfriend (Krasi, Thalasa kai t’agori mou)
Es wäre eine elegante Lösung, ich fände es aber trotzdem sehr schade. Der ESC sollte die Menschen zusammenführen, dazu passen Boykott oder Rückzug nicht.
Das Gesicht wahren, wenn Israel sich zurückzieht. 🤦♂️🤦♂️🤦♂️🤦♂️🤦♂️🤦♂️🤮🤮🤮🤮
Die Teilnehmer beim ESC sollten demokratisch sein und das Völkerrecht achten. Terror mit dem platt machen von Städten zu beantworten sowie ein beispielloses Besatzungsregime seit zwei Generationen zu führen gehört nicht dazu. Solange soll Israel ausgeschlossen bleiben bis sie ihre Hausaufgaben gemacht haben.
Was sind dass eigentlich für komische Leute die immer nur unter den Israel-Artikeln hervorkommen??
Leute mir Integrität und Moral.
Wo ist denn bei Antisemitismus die Integrität und die Moral?
Lustig, wie du „Antisemiten“ schreibst.
Und Mord, Vergewaltigung, Entführung und Hundeschlachten? Statt Aufbau von Infrastruktur ein Tunnelsystem !! Systematische Erziehung zum Terror an Schulen durch UNRWA und die EU finanziert dies auch noch? Die ganze Welt fällt auf die hamaSS-Lügen herein!! Geht’s noch?!!!
Nun man sollte fair genug bleiben, das die extremistische Erziehung auf beiden Seiten geschieht. Hass wird auf beiden Seiten geschürt. Mit dem Unterschied, daß die einen als Besatzer fungieren, die anderen das Gefühl haben man habe Ihnen alles genommen. Bei einem Konflikt gibt es immer zwei Seiten, und es ist nie einer Schuld daran. Vielleicht sollte man etwas mehr über den Tellerrand schauen, bevor man einseitige Propaganda nachplappert. Peace für beide Seiten, und Extremisten auf beiden Seiten solle der Kampf angesagt werden.
Ey sham
Wir werden in den kommenden Tagen/Wochen die Meldung lesen, dass Israel nicht am ESC teilnehmen wird. Das lässt sich klar an den Ankündigungen herauslesen.
Es kann doch bitte nicht so schwer sein,ein paar Wörter gemäß Ebu Regeln abzuändern.
Was bezweckt der israelische Sender wirklich?
Da es hier um Songtexte geht: es gibt Neuigkeiten aus Estland! Estoni Kohver von der Gruppe 5Miinust hat in einem Interview mit dem Sender Raadio 2 verkündet, daß am Songtext des ESC-Wettbewerbsbeitrages etwas geändert wird:
https://eurovoix.com/2024/02/21/estonia-eurovision-2024-lyric-change/
Genauer gesagt geht es um das Wort „Lay’s“, bei dem es sich um eine bekannte internationale Kartoffelchipsmarke handelt.
Das wäre das klügste was KAN und EBU machen könnten. Israel kann momentan einfach nicht am Eurovision teilnehmen. Das Blatt wendet sich, Kritik wird immer lauter. Da tut einem schon fast die Künstlerin leid, ähnlich wie die russischen Zwillinge damals. Ein Jahr aussetzen, nächstes Jahr mit einem unpolitischen Song wieder teilnehmen und gut ist. Wir brauchen auch Abstand von dem Krieg
Die BIG 5 sollten boykottieren!!!
Die BIG 5 sollten ebenfalls nicht teilnehmen!!!
Warum sollte man denn dem Hamas-Terror und seinen Helfern nachgeben? das hat mir noch niemand erklärt. und natürlich kann Israel teilnehmen. Ihr könntet ja eure billige Hetze einstellen und euch stattdessen mal damit beschäftigen, irgendwas gegen die Hamas zu unternehmen, die an all dem schuld ist. Hupsi.
Dann schlage ich vor, zumindest Deutschland zieht sich zurück oder die BIG 5 ziehen sich gemeinsam zurück!!!!
Ich schlage vor, die sogenannten „Fans“, die den Ausschluss anderer Länder fordern, sollten sich zurück ziehen. Aber ganz schnell …!
+1
Zu dämlich in der Situation nicht noch eine offensichtlich billige Propagandaballade zu schicken… Wen wunderts
Denke das wird mein einziger Post zu diesem Thema. Könnte auch sein das ich mit meiner Meinung einigen vor dem Kopf stoße.
Meine Meinung ist: der ESC Veranstalter stellt Regeln auf die für alle Teilnehmer gleichermaßen gelten. Verstößt ein Teilnehmer gegen irgendeine Regel und im „Katalog“ zu diesem Verstoß steht als Strafe der Ausschluss des Teilnehmers , dann sollte sich daran auch gehalten werden. Natürlich sollte alles rechtmäßig und mit Fristen und Einspruch usw geschehen nur irgendwann sollte das Endergebnis dann wirklich stehen das alle Bescheid wissen.
Wenn ich einige Kommentare hier sehe, tun mir die Blogger echt leid. Die investieren viel Zeit, und dann wird hier so viel Unsinn (verwende bewusst kein härteres Wort …) gepostet. Andererseits generiert das natürlich Traffic auf ESCK, aber persönlich hätte ich lieber weniger Traffic als Kommentare, die die Lebensqualität aller vernünftigen Leser und Leserinnen beschädigen.
Das Wort“Oktober “ kommt jetzt für Israel nicht in Frage und darf nicht erwähnen werden?))) Wieso wundert mich der antisemitische Zynismus gar nicht.
Die Sängerin hat sich nach einem durch Israel illegal besetzten Teil von Palästina benannt (den Golan Heights) , alleine das ist schon eine stark politische Äußerung und zeigt das Israel den Esc nur als Propaganda-Vehikel benutzen möchte
Erstens sind die Golanhöhen völkerrechtlich ein Teil Syriens, zweitens hat sich die Sängerin nicht selbst so genannt sondern ihre Eltern, bzw. Familienname ist halt Familienname. Drittens ist sehr wohl klar ersichtlich, dass Israel grundsätzlich mit vielen Werten des Esc d’accord geht. „Propaganda“ ist sowieso schwer nachzuweisen, siehe bspw die erwähnte Gagarina und Russland. Und sollte eine politische Botschaft nicht abgeändert werden wird darauf ja auch reagiert.
Der NachnameGolan ist im hebräischen Sprachraum üblich und hat seine Wurzeln in der jüdischen Kultur. Es kommt aus dem Wort “golan”, was übersetzt “Eroberer” oder auch “Eroberer” bedeutet. Golan ist eine sonderbare Art des Nachnamens, da er nicht direkt auf eine professionelle Familie zurückgeht.
Einfach mal googeln, bevor man etwas behauptet😉
Eden Golan wird bezüglich einer Textänderung nicht gefragt?
Mir tut in diesem Konflikt an erster Stelle die Künstlerin leid auf deren Rücken das jetzt ausgetragen wird.
Textänderungen aus unterschiedlichsten Gründen (Politik/Werbung/anstößige Sprache etc.) sind jetzt wirklich nichts ungewöhnliches beim ESC
Ich würde sagen: der Grund über die Diskussion eines Ausschluss Israels ist in dem Post falsch dargestellt. Der Wunsch nach Ausschluss basiert nicht auf einer Terror-Attacke gegen Israel, sondern Israels vollkommen inakzeptabler Reaktion inkl Völkermord.
Die erste gute Entscheidung von Israel. Politik hat beim ESC nix zu suchen.