
Israels Beitrag für den Eurovision Song Contest 2026 ist da. Nach mehreren Wochen konnte Noam Bettan die Castingshow The Next Star in diesem Jahr gewinnen und hat somit das Recht, beim ESC in Wien anzutreten. So wie es auch schon in den Vorjahren üblich war, entscheid diese Show aber lediglich über den Act und nicht über dessen ESC-Song. Diese Entscheidung folgte erst nachgelagert in einem internen Prozess. Das Ergebnis heißt „Michelle“ und wurde am Donnerstagabend präsentiert.
Nach Noam Bettans Sieg wurden Songwriter*innen dazu aufgerufen, beim Sender KAN geeignete Stücke für den ESC einzureichen. Ausgeschlossen war die Songwriterin Keren Peles, die bereits 2024 und 2025 für die israelischen Beiträge verantwortlich war, da man „neue Wege“ gehen wollte. Nach der Bewertung eines Kommitees und des israelischen Rundfunks konnte sich die Nummer „Michelle“ gegenüber 200 weiteren Einreichungen durchsetzen.
Nicht nur bezüglich des Songwriting-Teams wollte man 2026 einen neuen Weg einschlagen. Nach zwei Balladen sollte der israelische ESC-Beitrag dieses Jahr mehr in eine Uptempo-Richtung gehen. Bekannt war bereits, dass es sich bei Noam Bettans Nummer „Michelle“ um ein mehrsprachiges Lied handeln würde: Er singt auf Hebräisch, Englisch und Französisch.
Noam selbst spricht fließend Französisch, da er als Sohn israelischer Eltern in Frankreich aufwuchs. Doch auch eine der Songwriterinnen, Yuval Raphael, hat enge Verbindungen zu der Sprache. Die israelische Vertreterin aus dem letzten Jahr lebte zeitweise in der französischsprachigen Schweiz. Neben Yuval gehören auch Nadav Aharoni und Tzlil Klifi zum Komponist*innen- und Produktions-Team von „Michelle“.
Nach dem Wehrdienst beim israelischen Militär begann Bettan seine Musikkarriere. 2018 nahm er an der TV-Castingshow Aviv or Eyal teil und schaffte es dort bis ins Finale, in dem er den dritten Platz belegte. Seit 2021 hat er mehrere erfolgreiche Singles sowie ein erstes Album veröffentlicht. Das machte ihn von Anfang an auch zu einem Mit-Favoriten auf das israelische ESC-Ticket.
Präsentiert wurde der ESC-Beitrag Israels heute in einer Sondersendung, die ursprünglich vor einem Live-Publikum stattfinden sollte. Aufgrund der politischen Lage wurde das Konzept der Show jedoch spontan verändert. Noam performte in der Sendung zwar ohne Publikum, jedoch unter anderem mit den letzten beiden ESC-Vertreterinnen Yuval Raphael. und Eden Golan. Es gab außerdem ein exklusives Interview mit Noam.
In der Nummer „Michelle“ geht es um eine echte Person, für die Noam den Song singt. Diese Person heißt in Wahrheit jedoch nicht Michelle und weiß auch nicht, dass sie gemein ist, wie der Musiker erklärt. „Michelle“ kann als zeitgemäßer Urban-Pop mit lokalen, aber auch leichten Flamenco-Einflüssen beschrieben werden. Die Songwriter*innen sagen, der Song soll Zuhörende glücklich, aber auch emotional machen.
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