Jendrik nach dem Pressestatement: „Sorry für diese arroganten Antworten“

Bild: EBU / Andres Putting

Nach dem ziemlich verunglückten deutschen Pressestatement am frühen Sonntagmorgen nach den ESC-Finale, wurde in der deutschen ESC-Bubble über wenige andere Themen so intensiv diskutiert – fast 250 Kommentare gab es unter dem entsprechenden Artikel hier auf dem Blog, mehr als 1.000 Kommentare unter dem zugehörigen YouTube-Video. Während uns direkt nach dem Statement noch die richtigen Worte für die Einordnung fehlten, haben wir das Thema gestern Abend auch in unserem ESC kompakt LIVE intensiv besprochen.

Jetzt hat sich Jendrik selbst in einem Tweet geäußert und sich für sein Verhalten nach dem Finale entschuldigt:

„Da redet ein betrunkender Jendrik, der gerade zweitletzter wurde. Natürlich bin ich traurig. Ich habs verbockt. Tut mir Leid. Als ob ich gewusst hätte, dass ich ausgewählt werde! #labernichtjendrik Sorry für diese arroganten Antworten, da war zu viel Euphorie und Alkohol im Spiel“

Diesen Tweet hat Jendrik auch per Screenshot über seine anderen Kanäle geteilt. Bereits gestern hatte Jendrik sein Verhalten in einem Instagram-Post als peinlich bezeichnet und für sich selbst die Lehre gezogen, keine Interviews mehr in betrunkenem Zustand zu geben.

Es zeugt von Größe, dass Jendrik sich jetzt nochmal in dieser Form geäußert hat und damit können wir das Thema dann auch guten Gewissens hinter uns lassen. Letztendlich hat der Buzz um das Statement ja eher dazu geführt, dass weniger über die inhaltlich interessanten Fragen nach dem ESC diskutiert wurde. als viel mehr über Jendriks Aussagen.

In diesem Sinne lässt jetzt auch Jendrik den ESC hinter sich und richtet seinen Blick nach vorne:

Ich habe das Gefühl, dass diese Reise gerade erst begonnen hat und ich kann es kaum erwarten, neue Projekte zu starten ♥ ️ Danke Eurovision! (Ich werde versucht, jetzt bessere Songs zu schreiben)


288 Kommentare

  1. Wichtige Worte nach dem sehr unglücklichen Statement in der Nacht. Jendrik sollte nun endgültig kein Vorwurf mehr gemacht werden. Was leider zum Teil bleibt ist die Kritik an der Vorbereitung und an der kompletten ESC Organisation des NDR. Aber dazu habt ihr ja schon a, Samstag viele spannende Dinge gesagt.

    • Gesagt ist gesagt. Und das auf den Alkohol zu schieben ist schwach. Mit 26 Jahren ist man KEIN Kind mehr und sollte seine Grenzen kennen.

      • Er hat nicht alles auf den Alkohol geschoben. Und auch mit 26 macht man Fehler und darf man Fehler machen. Es ist wichtig, dass man daraus lernt. Ich kann die Entrüstung vieler über die dummen Aussagen verstehen, aber wenn sich die erste Aufregung gelegt hat, kann man vielleicht einsehen, dass diese Sätze nicht wirklich so gemeint waren (es sei denn, man ist gerne länger aufgeregt oder entrüstet).

    • Ach, weil sich jemand mit „Ich war betrunken“ rausredet, darf man ihm keinen Vorwurf mehr machen? Interessant.

      „Herr Richter, ich war betrunken.“ – „Ach, wenn das so ist, sind Sie natürlich freigesprochen. Schwamm drüber, nä.“

      • Ist leider in der deutschen Rechtsprechung tatsächlich so, Betrunken gilt in vielen Fällen als „Mildernde Umstände“, was ich zutiefst missbillige. Da geht es aber dann um Körperverletzung oder ähnliches und nicht um zugegebenermaßen blöde Bemerkungen.

        Weiter werde ich mich zur Causa Interview nicht äußern.

      • Eine dumme Aussage mit einem Verbrechen zu vergleichen ist wirklich absolut albern, Andi.
        Jendrik hat vor 200 Millionen Zuschauern weltweit verkackt, das wird ihm definitiv an die Substanz gegangen sein und da triggert der menschliche Selbstschutz. Und Alkohol tut den Rest.

        Manche hier labern auch nüchtern genug Mist, da verzeihe ich es einem besoffenen Jendrik nach der Pleite seines Lebens.

      • @Brötchen:
        Ich hab das nicht mit einem Verbrechen verglichen. Aber gut, Humor ist nicht jedermanns Sache.

        Ich hab doch ein möglichst absurdes Beispiel gebracht, um deutlich zu machen, worauf ich hinauswill. Hat nicht geklappt. Okay. Mein Fehler.
        Ich sehe halt nicht, warum man J. keinen Vorwurf mehr machen darf. Das war mein Punkt.

  2. Wir machen alle Fehler. Manchmal stimmen die Worte nicht. Manchmal stimmt der Ton nicht. Manchmal sogar beides. Es gibt Situationen, da verliert man sich. Alles menschlich. Doch dann die Größe zu besitzen dazu zustehen, das macht es aus. Hier muss man Respekt zollen.

  3. Die BILD hat mal beim NDR nachgefragt, ob man etwas ändern möchte:

    „Der NDR, der für die Wahl des ESC-Beitrags verantwortlich ist, scheint mit seinem Auswahlverfahren zufrieden sein.

    Auf BILD-Nachfrage erklärte der Sender: „Dieses Lied wurde von den beiden zuständigen Fachjurys aus 20 internationalen Musikexpertinnen und -experten, die bereits Jurorinnen bzw. Juroren beim ESC waren, sowie 100 Fans, die ein mehrstufiges Auswahlverfahren durchlaufen haben, ausgewählt.“

    An dem Verfahren etwas ändern, wolle man nicht: „Beim ESC können nur alle Länder etwas gemeinsam ändern, nicht ein einzelnes“, so der NDR.“

    Einsicht schaut bzw hört sich anders an. Aufmacher der Story war Dieter Bohlen, der sich indirekt ins Spiel bringt.

    • „Beim ESC können rur alle Länder etwas gemeinsam ändern, nicht ein einzelnes“

      Was ist denn das für eine bekloppte Antwort? Wenn, dann kann ja nur der NDR was an seinem Auswahlsystem ändern, sonst niemand. Was hat das mit den andern Ländern zu tun? Die glauben beim NDR mittlerweile wohl wirklich das alle total blöd sein müssen.

      • Ich kann mir sehr gut vorstellen, was der NDR erreichen möchte. Nämlich das Wertungssystem so ändern, dass kein Land mehr 0 Punkte bekommen kann. Dabei ist es vollkommen egal, ob ein Land mit 0 oder 9 Punkten letzter wird. Hoffentlich gelingt es nicht, daran etwas zu ändern.

      • Wenn die Tinte unter den Klüngelkontrakten bereits lange trocken ist, dann muss man eben mit volksverdummenen Erklärungen um die Ecke kommen. Allerdings wäre der zuständigen NDR-Bollchentruppe beileibe die Borniertheit zuzutrauen, in der ihr aufgeschwatzten Auswahlkonzeption auch weiterhin den Stein der Weisen zu sehen.
        Selten so viel Hochmut auf einmal versammelt gesehen.

    • Ach gott, wenn der Bohlen kommt, wird es ja werden. Ich meine bei all den großen Stars der letzten 5 Jahre die DSDS und Co. hervorgebracht haben und diese tollen, einzigartigen Lieder die er für die Künstler geschrieben hat. 🤦🏻‍♀️

      Ich finde es gut, dass Jendrik sich öffentlich entschuldigt hat. Fehler macht jeder – zu seinen Fehlern stehen jedoch nicht.

      • Also beispielsweise der letzte Gewinner 2021 Jan-Marten Block mit seinem Gewinnertitel „Never Not Try“ hätte vermutlich sogar ganz gut abgeschnitten. Aber klar, Bohlen zu diskreditieren macht mehr Spaß als einzusehen, dass er es ganz sicher besser machen würde als der NDR

  4. Oder einfach keinen Alkohol trinken, wenn man vor 200 Millionen Menschen im Fernsehen übertragen wird.. Alkohol ist nie eine Entschuldigung.

  5. Was der da im Suff gelabert hat interessiert mich Null. Soll er. Nur bitte Jendrik, wenn Du wirklich nochmal so was vorhast…. dann mit mit einem Song, der die Bezeichnung Lied auch verdient hat. Ich bin immer noch baff, das man mit so einer Kacke diese interne Vorauswahl überstehen konnte.

  6. Ich hoffe jeder ESC-Fan konnte seine Worte in der Nacht richtig einschätzen. Im Grunde war es ehrlicher seinen Frust rauszulassen, als so zu tun, als wäre das Ergebnis für ihn letztlich nicht wichtig. Leider gehen in Deutschland die ESC-fernen Presse und auch einige „Fan“ gnadenlos mit den Verlierern um, und das wusste er genau. Für mich wird Jendrik ein Highlight des ESC bleiben, auch wenn ich mit seinem Lied nicht viel anfangen konnte Ich hätte auch nächstes Jahr lieber einen sympathischen Teilnehmer also ein gecastetes Projekt mit Schwedenmusik, die vielleicht an der Top-Ten kratzt.

    • Da kann man wieder mal die Fantasielosigkeit auch von einigen Fans feststellen: Prompt wird wieder Schwedenmusik gefordert…. Als ob es hierzulande nichts anderes gäbe – zudem auch gar nicht gewährleistet ist, daß so etwas von Erfolg gekrönt ist.

      ich fordere eh schon seit einiger Zeit, „eingekaufte“ Produktionen aus dem Ausland zu verbieten.

      • Die am Fließband produzierten Schwedenpakete haben dieses Jahr ja auch großartig abgeschnitten …

    • Und ich glaube eben genau aus diesem Grund hat jendrik in der heißen Phase des ESC angefangen zu zweifeln. Ich denke mal der wird schon einige negative Dinge gelesen haben . Ich erinnere mich noch an die Präsentation , wo das Ziel noch war eine top Platzierung zu machen und Jendrik noch sehr optimistisch klang als das jetzt in den letzten Wochen der Fall war. Einige deutsche „Fans“ gehen ja auch immer viel zu hart mit dem Künstler und den Beitrag um und reden ihn schlecht anstatt wenigstens dahinter zu stehen und zu sagen wir drücken dir die Daumen für deinen ESC Traum . Ich glaube , dass Jendrik , auch wenn er es sehr gut überspielt extrem gekränkt deswegen ist und schon geahnt hat was ihm blüht. Dafür spricht ja das Bild was er letzte Woche gepostet hat mit ihm als kleines Küken und den großen Pfauen , was die anderen Künstler darstellen soll . Des weiteren hat er ja auch hier im Interview angeteasert , dass er nicht so zufrieden mit sich und der Inszenierung bei den Proben war und darüber redete dass man da Kompromisse eingehen muss . Jendrik trifft zu keinem Zeitpunkt eine Schuld , denn er hat am Samstag seinen besten Auftritt hingelegt und man hat das Maximum aus allem herausgeholt , auch wenn es für viele too much war. Die Schuld liegt ganz klar beim NDR sowie der Fanbubble . Das Verfahren ist einfach viel zu untransparent und der unprofessionelle Umgang mit den Künstlern , sowie die vielen negativen Kommentare dazu u.a. auch hier sorgen dafür , dass der NDR die Künstler fallen lässt wie eine heiße Kartoffel und möglicherweise lesen auch andere anonyme Künstler aus dem Auswahlverfahren hier mit und steigen dann im Nachhinein aus , obwohl sie wieder teilnehmen wollten aber sich nicht ihren Ruf ruinieren wollen . Bubble und NDR ziehen sich immer mehr auseinander . Große Namen werden wir so nie beim ESC für Deutschland auf der Bühne sehen . Der NDR sollte mehr auf die Fans eingehen und mit ihnen zusammenarbeiten und die Fans bzw Eurovisionsdeutschland sollten auch bedingungslos hinter ihrem Act und Song der dann gewählt wird stehen . Ich glaube der NDR ist selbst nämlich auch verzweifelt , weil er das hier liest (Thomas Schreiber) , weswegen man immer das Auswahlverfahren geändert (verschlimmbessert) ersc gar verworfen hat . Ich glaube außerdem , dass Jendrik gewählt wurde , weil er schon von anfang an das fertige Gesamtprodukt aus Song , Musikvideo sowie Ideen für die Performance auf der Bühne hatte . Das kam wohl sehr gut an bei der deutschen Jury und polarisierte sehr bei den internationalen Juroren . Da man Künstler+Songs+Performance mit Ecken und Kanten sucht und man bei der Bewertung darauf geachtet hat , dass ein Künstler der polarisiert und mal positiv und negativ Bewertungen hat , dessen Song eher okay bewertet wurde , aber die Performance extrem gut bewertet wurde mehr Chancen hat als jemand , der nur einen guten Song hat aber kaum polarisiert und auf jendrik ersteres zutraf , war es doch logisch , dass er nach Rotterdam fahren würde , da man hier auch nicht mehr investieren musste und man nebenbei noch die Zusammenarbeit mit den geschätzten Kollegen aus Litauen hatte . Jendrik war von allen Künstlern möglicherweise derjenige der am besten vorbeireitet war und dementsprechend überzeugt hat , während andere Künstler noch in den Vorbereitungen waren oder sich überlegen mussten was sie auf der Bühne machen. Der Beitrag war halt ein Volles Risiko und leider wurde man nicht belohnt obwohl ich den Song und jendrik mag. Endlich hat man sich mal etwas getraut , anstatt Songs von milanov und co mit einem Interpreten zu schicken , der aber keinerlei Ausstrahlung hat so einen Song zu verkaufen auf der Bühne obwohl der Song ein Brett ist , aber eine Ballade passender gewesen wäre . Das Auswahlverfahren sollte mit den Fans zusammen erarbeitet werden oder zu mindestens ab einer gewissen runde transparent und öffentlich gemacht werden . Eine Zusammenarbeit mit ProSieben und Raab wäre schön . Es sollte eine öffentliche Vorentscheidung geben die in zwei Runden auf ProSieben und in der ARD an einem Samstag um 20:15 Uhr übertragen wird . Man sollte Raab von Anfang an für Künstler und Songsuche involvieren. Eigene Songs sind auch erlaubt und werden noch verbessert sofern nötig . Der Rest kann so bleiben wie bisher , nur das es zusätzlich ein Radiovoting gibt was eine Vorauswahl von Songs trifft , die man dann auswählen kann und die besten 10 Songs + Künstler kommen in den Vorentscheid .

      • Danke für diesen Kommentar. Sehr schön in Worte gefaßt.🙂

        Ich bin wahrlich kein Fan der Privatsender, aber vielleicht wäre eine Kooperation in dem Falle nicht die schlechteste Idee. Stefan Raab wollte sich diesbezüglich aber nicht mehr einbringen, so weit ich weiss. Er ist sicher kein Sympathieträger für mich, aber er wußte immer, wie man junge Talente fördert und hat sie auch ordentlich behandelt.

        Was man z. B. von einem Herrn Bohlen nicht immer behaupten kann, wenn ich damals an die hämischen Bemerkungen bei DSDS denke

      • Guten Morgen und Danke für deinen Post. Vieles, was du schreibst, kann ich unterschreiben und denke genauso. Doch widerspreche ich auch in einigen Punkten:

        Das Bild mit den Pfauen hatte er schon vor Wochen als Reaktion auf den geheimen Auftritt beim deutschen Auswahlverfahren gepostet und es jetzt noch einmal verwendet. Ich glaube auch, dass er sich in den letzten Tagen vor seinem Auftritt bewusst war, dass er nicht gut abschneiden wird und sich dann innerlich wappnen wollte und das, zusammen mit dem Alkohol, zu diesem Interview geführt hat. Er hat sich entschuldigt und damit ist zumindest für mich die Sache (fast) gegessen. (Obwohl ich auch sagen muss, dass ich doch schon noch enttäuscht bin und es für mich noch nicht richtig einordnen kann. Ich wünsche ihm aber alles Gute für die Zukunft. Ob ich weiter verfolge, was er macht, muss ich mir noch überlegen.) Ich denke aber nicht, dass er von den vielen Kommentaren gekränkt war, sondern einfach gesehen hat, dass sein Lied keine Chance hat. Ich mag das Lied ja auch und habe es auch oft geschrieben. Als ich dann in Rotterdam die anderen Beiträge auf der Bühnen sah und diese mit Jednriks Song verglichen habe, musste ich mir schon eingestehen, dass es für einen guten Platz nicht reichen wird. Dafür war das Lied und die Inszenierung zu schwach.

        Ich würde aber nicht der Fan-Bubble die Schuld geben wollen. Es wird immer Menschen geben, die einen Song toll finden und andere, die genau diesen furchtbar finden. Daher wird es immer Zuspruch geben und auch Kritik, die mal konstruktiv, mal sehr emotional ist und manchmal auch unter die Gürtellinie geht. Das ist so und wird sich nicht ändern. Das sollte dem NDR bekannt sein und dann sollte man dies auch mit einem Künstler besprechen und ihn darauf vorbereiten und ihm im besten Fall einen Coach zur Seite stellen. Die ganzen Kommentare hier und anderswo zeigen aber doch auch, dass viele Menschen mit Herzblut bei der Sache sind und der ESC für sie wichtig ist. Und das ist doch wirklich eine tolle Sache.

        Kommen wir damit zum NDR. Ich mag den ESC ja schon immer, lese aber erst seit ca. 1 1/2 die Beiträge und die Kommentare von euch. Anfangs sporadisch, jetzt aber täglich. Hier und auf anderen Fan-Seiten gibt es doch viele mit sehr guten Ideen, die den ESC gut kennen und auch wissen, wie man den ESC auch wieder für ein breiteres Publikum interessant machen kann. Warum holt man diese dann nicht mit ins Boot? Du und andere haben ja geschrieben, dass der NDR auch auf Fan-Kritik eingegangen ist und dann fast panisch darauf reagiert hat. Das ist aber so wie bei einem Fußballverein, der abstiegsgefährdet ist. Die Fans wollen einen Stürmer oder einen neuen Mittelfeldspieler und dann wird irgendwer gekauft, um darauf zu reagieren. Oder man entlässt mal schnell den Trainer. Das sind alles kurzfristige Lösungen, aber auf Dauer bringt das auch nichts.

        Ich sehe wenig Hoffnung für einen richtigen Neuanfang. Das würde für mich bedeuten, dass man jetzt an einer langjährigen Strategie arbeitet – mit den Fans für die Fans. Diese Geheimniskrämerei bringt doch gar nichts und wird langfristig auch die größten Fans verprellen. Ich habe zu wenig Ahnung, wie man das gestalten könnte. Aber eine langjährige Strategie, die von allen zusammen erarbeitet wurde und auch transparent gemacht wird, fände ich super. Dann könnte ich und wahrscheinlich auch viele andere besser damit leben. Und wenn dann in den ersten Jahren noch nicht die Erfolge erzielt werden, so what? Dann muss man an dem Konzept wieder etwas justieren und es dann weiter versuchen. Das baut dann aber Vertrauen auf und man holt immer mehr Menschen mit ins Boot und der ESC wird wieder interessanter. Und zwar nicht nur für uns Fans, sondern auch für die Musiker. Und dann würden sich auch langfristig wieder Künstler, die sich jetzt niemals bewerben würden, am Auswahlprozess teilnehmen.

        Puh, was für ein langer Kommentar.
        Wünsche euch einen schönen Tag:)

      • Nachtrag zu meinem Gemäkel von 8:01: Abgesehen von diesem einen kleinen Aspekt finde ich Deinen Kommentar aber sehr zustimmungswürdig, ESCDetectiveRechercheIstMeinGebiet (das gilt auch für die Kommentare von Gabi und Rike)

      • @Thomas M

        Du kannst mich ruhig Gabi nennen. Hauptsache Du nennst mich nicht Gabriele.😃

  7. Jeder macht Fehler, aber nicht jeder hat das Rückgrat, dazu zu stehen und sich zu entschuldigen. Mein Respekt, Jendrik. Alles gut, jede/r sagt mal was Dummes.🙂.

  8. Sorry, aber ich vermute, dass jendrik für die nächsten paar jahre völlig weg vom fenster ist. Da ist in jeder beziehung zu viel schief gelaufen. Mit seinen +30’000 followern kann er doch jetzt influenzer werden, das singen sollte er besser hinten anstellen.

    • Als ob dafür 30.000 reichen.
      Ich kenne Leute, die noch nie im TV waren geschweige denn beim ESC vor 200 Millionen Menschen auftraten. Die haben weit mehr als 30.000.
      Das ist echt nichts.

    • Ich denke auch, dass er auf seiner Stufe mit „Levina“ und den „S!sters“ sein wird.
      Von denen hört man bekanntlich auch gar nichts mehr.

    • Die Entschuldigung war jetzt reine Notwehr bei der Resonanz auf das arrogante Interview, besoffen hin oder her. Kinder und Besoffene sagen ihre Wahrheit. Jendrik kann froh sein , wenn er nach der Nummer in einem Musical z.B. „Hänsel und Gretel“ noch einen Baum darstellen darf. Er sollte sich andere Ziele setzen. Als Sänger ist er durch.

      • Die ach so lieben, sensiblen Fans fühlen sich durch seine Worte beleidigt. Das geht natürlich gar nicht. Dass er jetzt nie wieder singen und in einem Musical höchstens noch einen Baum darstellen darf, versteht sich ja von selbst.

        (Zur Sicherheit, weil ich fürchte, dass manche tatsächlich so denken): Ironiemodus aus.

  9. Ich denk auch, damit kann man es für Jendriks Teil dann abhaken – nicht aber für das, was der NDR da (nicht) gemacht hat. Ich bleibe dabei: Eine HOD darf seinen Künstler nicht so ins offene Messer laufen lassen und einfach nur peinlich berührt daneben stehen, wenn er sich um Kopf und Kragen redet.

  10. An dieser Stelle möchte ich noch den Bloggern für ihren Einsatz danken! Ich habe in den letzten 2 Wochen intensiv bei ECG, OGAE und hier die Probenberichte gelesen. Alles sehr interessant. Wirklich mit Abstand am besten informiert über Rotterdam wurde ich von ESC- Kompakt. Hier gab es eine Dichte an Informationen. Wo ich mir dachte, Mensch die armen Blogger kommen gar nicht zum Schlafen. Selbst gestern wo man nur noch erschöpft sein kann, kamen einige neue Themen. Vielen Dank dafür 👍

  11. Ja, ich fand das Interview auch sehr unglücklich und nicht besonders professionell. Aber ganz ehrlich: Genau um sowas ging es ja in seinem Song.
    Und ganz ehrlich: Die Aufgabe, wie etwas kommuniziert wird, welche Worte und welche „Geschichte“ man wählt, ist nicht die von Jendrik (der ist Sänger und Songschreiber). Genau dafür gibt es Medienprofis, die beim NDR angestellt sind und ihn beraten sollten.

    Ja, in dem Alter sollte man mit Alkohol umgehen können, aber der wahnsinnige Druck dieser Aufgabe bei so einem riesigen Ereignis ist etwas, was die allerwenigsten von uns jemals in ihrem Leben erleben werden und was allein schon zu unglücklichen Interviews führen kann (und in Verbindung mit Alkohol vielleicht noch schlimmer). Wenn es solch unglückliche Interviews gibt, sollte man sich fragen, wer seinen Job nicht gemacht hat. Dass Jendrik emotional sein kann und eine ehrliche Haut ist, sollte jedem klar sein. Ich wünsche, dass er mit dem Kapitel gut abschließen kann und wirklich ein paar gute Songs rausbringen kann in nächster Zeit.

  12. Jendrik hat meinen Respekt für diese Entschuldigung, schafft nicht jeder zu reflektieren. Für mich ist dieses Thema damit abgeschlossen.

  13. Mannomann, was für ein Blender und Aufschneider !
    Dann können wir das ja abhaken und uns wichtigeren Dingen zu wenden, wie z.B mit dem NDR sich auseinander zu setzen , dass diese ein vernünftig funktionierendes Auswahlsystem mit tollen Künstlern für Italien 2022 auf die Reihe kriegen.

  14. Mich hat das wirklich nicht aufgeregt was er gesagt hat. Darum Kapitel abschließen und auf nächstes Jahr konzentrieren Der NDR muss endlich mal aufwachen und Lieder senden die wirklich Chancen haben. Wer nicht gewinnen will sollte die Verantwortung an einen anderen Sender abgeben oder sich aus dem Contest verabschieden.

  15. Natürlich ist er noch nicht so erfahren in diesen Dingen, und er hat einfach die Wahrheit gesagt. Es ist ja nicht verwerflich alles (legale) zu tun, um zum ESC fahren zu können. Er hat ja schon früher gesagt, dass er auch andere Lieder zur Auswahl hatte und sich dann für dieses entschieden hat. Jetzt kann man das abhaken, eine kleine Fangemeinde wird er behalten, aber die ARD wird ihn wohl kaum noch pushen und sonst werden wir auch nichts mehr von ihm hören. Auch fürs Musical ist seine Stimme einfach zu dünn. Am ehesten könnte ich ihn mir als Moderator vorstellen.

  16. Schön, dass Jendrik sich entschuldigt hat, aber bei mir bleibt trotzdem ein schlechter Nachgeschmack, weil ich glaube, dass er noch immer nicht verstanden hat, warum sein Verhalten schlichtweg inakzeptabel war. Ja, natürlich machen wir alle Fehler (Ihr wollt meine Geschichten gar nicht hören …), aber es ist eben ein Unterschied, ob ich in meinem Privatleben Fehler mache oder ob ich bei einem internationalen Wettbewerb als öffentliche Person unter einer Flagge ein ganzes Land (also auch uns alle …) repräsentiere und auf einen durch unser aller Gebührenzahlungen finanzierten Auslandstrip gehen kann, um mir international einen Namen zu machen. Außerdem hat sich Jendrik ja nicht nur im Ton vergriffen, sondern unmissverständlich klar gemacht, dass es ihm nur um eines geht: sich selbst und sein Fortkommen mit welchen Mitteln auch immer. Die Aussage, dass ihm eigentlich alles andere egal ist, weil er jetzt ein paar Tausend Follower mehr hat, ist nicht mehr zurück in die Box zu bekommen. Es geht bei solchen Entgleisungen, die wir alle kennen, immer auch um den Kontext: Wenn jemand von seinem Partner oder seiner Partnerin verlassen wird, den Job verliert, 11 Jahre lang in der 2. Bundesliga versauert etc. habe ich jedes Verständnis dafür, wenn die betreffende Person sich besäuft, schimpft und flucht, gegen Gott und die Welt austeilt und meinetwegen auch die eigene Wohnungseinrichtung kurz und klein haut, aber wenn ich einen Vortrag halte oder ein Seminar gebe, besaufe ich mich vorher ja auch nicht, nur weil ich vielleicht einen Auftrag, den ich gerne gehabt hätte, verloren habe … oder verlassen worden bin … oder gerade erfahren habe, dass ich noch ein Jahr durch Zweitligastadien tingeln muss.

    Deshalb bleibe ich dabei: Die NDR-Amateure haben sich von einem selbstverliebten Clown am Ring durch die Manege führen lassen, und deshalb sehe ich die Hauptschuld auch beim NDR. Dort hätte man wissen müssen, dass man einen unreifen Blender als Kandidaten hatte, und genau deshalb hätte man Jendrik in seinem Zustand niemals nachts um halb 2 vor die Kamera lassen dürfen.

    Andererseits, glücklicherweise ist der ESC ja kein Persönlichkeits- oder Integritätswettbewerb, sondern ein Liederwettstreit. Carola ist ja auch nicht unbedingt eine Sympathieträgerin, hat aber drei Mal sehr gut abgeschnitten. Deshalb ist für mich noch immer das Schlimmste, dass der NDR es eine gute Idee fand, einen knallbunten musikalischen Rohrkrepierer nach Rotterdam zu schicken. Ich sage es noch einmal: Amateure und Dilettanten!

    Jetzt aber Schwamm drüber und nichts für ungut. Ich konnte nur Jendriks als Entschuldigung verkleidete Ausrede nicht einfach so stehen lassen. Das können ja meine kleinen Nichten besser, wenn man sie mit Fingern und Kopf im Süßigkeitenfach erwischt. 😀

    • Man hat echt den Eindruck, dass der NDR immer nur exakt EINE Sache aus dem schlechten Abschneiden des deutschen Vertreters lernt. Ben Dolics Auftritt in der Elbphilharmonie war suboptimal? Gut, für 2021 achten wir auf den Auftritt. Muss aber innerhalb einer Woche fertig sein! Die Zuschauer fanden die Drehbühne bei den Sisters im Vorentscheid blöd? Gut, lassen wir die einfach weg!
      Für 2022 dürfen wir also einen mit allen Wassern gewaschenen Medienprofi rechnen. Ob der/die noch ein gutes Lied hat? Na, mal schauen!

      • Schön, dass es nicht nur mir aufgefallen ist. Aber auch schräg, dass exakt dieses „endlich mal einen Auftritt inszenieren“ gebetsmühlenartig hier von Fans gepredigt wurde. Nach jedem Jahr des Scheiterns, legen sich sehr sehr viele Fans das genauso immer auf einen Aspekt zugespitzt zurecht. Fans mag man das verzeihen, Professionals müssten es besser können.

      • Die Drehscheibe wurde nicht wegen den Fans weggelassen. Eine der beiden Sängerinnen kam mit der Drehscheibe nicht zurecht. Wenn Du Dir den Auftritt in dem Vorentscheid anschaust, weisst Du auch welche.
        Das soll jetzt kein Diss gegen eine der Beiden sein, sondern nur ne Korrektur.

      • @Jorge
        Also ich sage seit Jahren, dass sich die Schwäche einen gescheiten Auftritt zu inszenieren, wie ein roter Faden beim Deutschen Beitrag durchzieht. Gerade Michael Schultes super Auftritt und dass es da im Vorfeld laut Pelander und Schulte mächtig geknallt hatte, beweist genau diese Schwäche. Genauso passt da das Verwerfen der Idee mit dem Boxring bei den S!sters aus Logistikgründen perfekt da rein.
        Ich denke 2013 – 2016 und 2019 wurden dadurch deutlich unter Wert verkauft.

    • „… 11 Jahre lang in der 2. Bundesliga versauert etc. …“

      Wie fies! Du weißt, ich bin HSV-Fan, bitte keine weiteren Sticheleien. 🙂

      btw. zum Kommentar: *sign*

    • 1. Der Vergleich zwischen einem Dozenten an einer Uni und dem Interpreten eines Spaßsongs bei einer Unterhaltungssendung hinkt.

      2. Man sollte einen Satz, der im Trotz und unter Alkoholeinfluss geäußert wurde, nicht 100%ig ernst nehmen und ihm den Weg zurück in die Box erlauben (oder ihm bei nicht mehr aufzukriegenden Deckel zumindest gestatten, sich draußen zu verflüchtigen). Ich vermute weiterhin, dass Jendrik sich diese Gedankenwelt, von der er uns vorletzte Nacht eine unschöne Kostprobe gab, angesichts der vielen negativen Rückmeldungen und Prognosen erst in den Tagen vor dem Finale selbst zusammengebastelt hat, sozusagen als Überlebensstrategie, um mit dem Ganzen besser fertig zu werden („ihr findet alle meinen Song bescheuert – vielleicht ist er’s ja tatsächlich, aber ich kann es besser und das werde ich Euch bald zeigen; und wenn ich Letzter werde, wie ihr alle prophezeit, dann habe ich ja immer noch meine Follower“).

      3. Sind nicht viele der Selbstdarsteller(innen) in den sozialen Medien selbstverliebte Clowns und unreife Blender(innen)? Könnte es nicht sein, dass Facebook und Co. genau diese Eigenschaften fördern? Insofern würde ich Jendrik nicht als besonders negativ hervorstechend sehen (wobei ich mir die meisten seiner Videos in der aufgeregten Anfangsphase nach Bekanntgabe seines Namens auch nicht angesehen habe – Jendrik hier, Jendrik da, das ging mir auf die Nerven).

      • Zu 1: Ich finde, dass die Pflicht zu korrektem und respektvollem Verhalten bei einer Person, die nicht nur sich selbst, sondern ein ganzen Land vertritt, noch größer ist als bei einem Dozenten.

        Zu 2: Ja, so wird es gewesen sein, aber genau deshalb zeige ich mit meinem Finger auch auf den NDR: Dort hätte man das vorhersehen könne und Jendrik davon abhalten müssen, sich um Kopf und Kragen zu reden.

        Zu 3 kann ich nichts sagen, weil ich Social Media scheue wie El Diablo das Weihwasser.

      • 4. Das Interview wurde recht kurz nach einem aufwühlenden Abend (der den Abschluss einer sehr intensiven und bestimmt auch sehr anstrengenden und keineswegs nur vergnüglichen Wochen bildete) mit einem ziemlich schockierenden, ja womöglich traumatisierenden Moment gegen Ende gehalten. Jendrik hatte in dieser kurzen Phase kaum Gelegenheit, irgendwie wieder „runterzukommen“ – auch in dieser Hinsicht passen Deine Vergleiche nicht.

      • Hach Thomas. Hätte er klar kommuniziert, dass all die negativen Rückmeldungen zu diesen Gedanken geführt hätten, würde ich ja sagen, geschenkt. Doch diese Aussage, so wie sie getätigt ist, lässt diese Interpretation einfach nicht zu. Daneben hat er sich zu egoistisch geäußert, wenn es darum ging, zu begründen, warum er nicht enttäuscht ist. Er hätte ja auch sagen können, dass er seine Message einem großen Publikum präsentieren konnte, auch wenn es nicht dazu führte, das genug Leute für ihn anrufen. Das kann man auch von einem besoffenen Jendrik erwarten, vor allem von dem, wie er sich uns präsentiert hat. Am Abend selbst wirkte er auch nicht frustriert, was der Alkohol verstärkt hätte. Glaub mir, ich war schon oft genug betrunken und habe Dinge gesagt, die ich nüchtern nicht gesagt hätte, aber diese Dinge hatten immer einen wahren Kern.

      • Danke für Deine Antworten (ich habe noch ein 4. hinzugefügt, aber dafür bei mir selbst auf „Anworten“ gedrückt).

        Bei Deinen Antworten zu 2. und vor allem bei 3. gehe ich d’accord mit Dir, zu 1. möchte ich doch anmerken, dass man dieses Konzept vom „Vertreter eines ganzen Landes“ nicht allzu hochhängen muss. Ich sehe den deutschen Teilnehmer nicht als meinen „Repräsentanten“, deswegen sehe ich Null oder Drei Punkte auch nicht als eine persönliche Beleidigung, und es würde manchen gut tun, wenn sie das auch etwas entspannter sehen würden. Natürlich sollte man sich als Interpret beim ESC trotzdem anständig verhalten, aber das war eine Pressekonferenz nach der Sendung, da war kein Millionenpublikum mehr. Im Vergleich z.B. zu Hataris wohlgeplantem Affront bei der Wertung 2019 finde ich Jendriks Verhalten nicht weiter erwähnenswert.

      • @eccehomo42: Zu dem Alkohol kann ich nichts weiter sagen, ich mag‘ das Zeug einfach nicht. So was wie betrunken war ich nur nach dem Genuss von zuviel Trüffel-Cointreau-Schokolade (oder wie auch immer diese Sorte einer quadratischen Marke hieß) oder wenn, was sehr selten vorkam, meine Widerstandskräfte gegen den sozialen Druck, ein bisschen mitzutrinken, nicht groß genug waren (da habe ich bald gemerkt, dass ich aufhören muss). Soviel also zum viel geäußerten „Mit 26 sollte man gelernt haben, mit Alkohol umzugehen“, ich bin fast doppelt so alt und habe keine Schule dieser Art durchlaufen und will das auch in Zukunft nicht tun.

        Ansonsten antworte ich Dir mit meinem Punkt 4. Vielleicht war er ja vorher wirklich fröhlich, vielleicht hat er aber auch seine ganze Energie reingesteckt, fröhlich zu wirken und dann war beim Interview nichts mehr übrig. Ok, aber jetzt habe ich genug Zeit mit der Jendrik-Verteidigung verbracht. Mir geht’s eigentlich auch gar nicht so sehr um ihn, sondern vielmehr um die viel zu hohen Erwartungen, die den deutschen Teilnehmern jedes Jahr aufgebürdet werden. Um dem standhalten zu können, muss man doch eigentlich ein Masochist, ein Naivling oder ein selbstverliebter Clown sein …

      • Dem letzten Satz stimme ich zu, nur habe ich die Stimmung in den Vorjahren wesentlich aggressiver empfunden und ich kann nur für mich sprechen, aber dass er auf Fünfundzwanzig landet, ist mir egal, dass er so ein Interview gibt, nicht, da finde ich auch nach mehrmaligem sichten und analysieren, nicht ansatzweise das, was du zu deiner Verteidigungsposition passt

      • zu 4: Weiß Du wie aufgewühlt ich manchaml nach meinen Vorträgen und Seminaren bin. 😉 Ich benehme mich dann trotzdem erst daneben, wenn ich wieder zu Hause bin und die Tür ins Schloss gefallen ist.

        Und generell: Ich bin ja bekanntlich kein Patriot und wünsche dem deutschen Beitrag genauso viel Erfolg wie allen anderen, aber darum geht es ja nicht. Es geht darum, dass ein Kollektiv einem Einzelnen eine große Chance gibt, und dann sollte dieser Einzelne sich doch zumindest vernünftig verhalten.

        Und ja, Hataris Aktion war wesentlich schlimmer. Ich habe vor 2 Jahren auch sehr deutlich gemacht, dass das gar nicht geht. Zudem ist es unglaublich peinlich, wenn irgendwelche Halbstarken aus reichen Familien in Europa meinen, eine Meinung zum Nahostkonflikt haben zu müssen. In diesem Konflikt gibt es mMn kein Gut und Böse, richtig und falsch, Täter und Opfer. Alle sind dort Opfer, mit Ausnahme der wenigen, die von dem Konflikt politisch oder finanziell profitieren.

      • Danke für Deinen letzten Kommentar, dem ich gut zustimmen kann, ganz besonders dem letzten Absatz.

        Aber um zuviel Harmonie zu vermeiden: Bitte, bitte nicht AnnenmayKantereit oder sonstige authentische Rockbands, es ist nächstes Jahr schon genug Musik dieser Art zu befürchten. Dann bitte lieber wieder eine sympathische Abiturientin 😉

      • Eigentlich hab ich das eben auf togravus ceterum gemeint aber das gilt auch für dich Thomas M. (mit Punkt)

      • Auc ich bedanke mich sehr herzlich 🙂

        Ich vermute mal, Du bist ein bisschen erschrocken, als Du oben bei togravus ceterums Eingangskommentar zu dieser Serie auf „Antworten“ drücktest und Dein Kommentar dann ca. 20 Einträge weiter unten auftauchte, so ging’s mir jedenfalls schon oft. Zum Glück gibt’s ja diese verschiedenen Grade der Einrückung, sodass man (durchaus mit etwas Anstrengung) rekonstruieren kann, worauf sich eine Antwort bezieht

        Danke übrigens auch für Deinen netten Kommentar unter meinem „Musicalbaumkommentar“ weiter oben in diesem Thread, wobei der einrückungsgradtechnisch auch meinem Vorgänger gelten können hätte, aber ich bezieh ihn jetzt einfach mal voreilig auf mich 😉

    • @ Thomas

      Sorry, da habe ich leider eine andere Meinung dazu. Auf die „Abiturientinnen“ kann ich gut und gerne verzichten und neben den von Dir verschmähten Rockacts gibt es nun wirklich noch andere Bereiche, die absolut ESC-untypisch wären…

  17. Ach ihr Schweizer seit in der glücklichen Lage, dass sich bei Euch der eine oder andere Star zum ESC traut. Bei uns in Deutschland und Österreich müsste man einen Star zum ESC prügeln.

  18. Angeblicher Drogenkonsum bei Måneskin: Drogentest war negativ. Abgehakt!
    Jendriks Skandalinterview: Jendrik hat sich entschuldigt. Abgehakt!

    JETZT können wir uns endlich wieder voll und ganz den WESENTLICHEN Dingen beim ESC widmen, nämlich dem ESC selbst bzw. der deutschen Vorentscheidung/Songauswahl.

    Beim Talk am Sonntag wurden ja schon einige konstruktive Vorschläge gemacht:

    – mehr auf das Gesamtpaket achten (Song+Gesang+Ausstrahlung+Show/Performance)
    – öffentlichen Vorentscheid reanimieren und – im Idealfall – Stück für Stück zu einem neuen Traditions-Vorentscheid aufbauen (evtl. leicht angelehnt an das Melodiefestivalen)
    – vielseitige, authentische und talentierte Künstler und Produzenten gewinnen
    – junge Zuschauer für den ESC-Vorentscheid mobillisieren
    – mehr Transparenz und digitale Präsenz (tiktok, insta)
    – neuer Kommentator (oder neues Kommentatoren-Team?), neue Pre-Show-Moderation

    Das ist ja schonmal eine ausreichend große Aufgabenliste. Jetzt liegt es am NDR, endlich zu liefern. Ich befürchte nur, dass der NDR an seinem bisherigen Konzept festhalten wird. Dann es aber bitte wenigstens den Schweizern nachmachen und endlich mal wieder einen aussichtsreichen Beitrag finden. Und den Auswahlprozess fairer gestalten (ausreichend Zeit, konstruktive Unterstützung der Künstler).

    Anpacken. Jetzt. Herzblut für Turin!

  19. Und am Dienstag erfahren wir dann, dass Jendrik nur in der Vergleichsgruppe der Doppelblindstudie zum ESC-Experiment war. Deshalb kein Punkte und die illegalen Partys, auf denen er ausgiebig mit Alkohol gurgeln konnte konnte. Finde es aber echt geilen Scheiß, dass er sich entschuldigt hat. OMG. Scheiße, das sollte ich jetzt nicht schreiben, oder? ^^

    Problem ist nur: Das Ganze war nicht ein herausgerutschter einzelner Satz über einen Einzelaspekt, sondern ziemlich ausgiebig und in sich schlüssig – unabhängig vom Promillegehalt. So ein Statement – erstmal in der Welt – fängt man damit wohl nicht mehr ein. Trotzdem waren seine Worte jetzt richtig und wichtig.

    Wie auch immer. Schlamm drüber! Der NDR und Fanjury werden sicher nächstes Jahr wieder einen kommenden Musicalstar „entdecken“, aber wahrscheinlich ist dann wieder ein Castingkandidat dran. Wechselt ja immer mal …

    • DIE WICHTIGSTE AUSSAGE AUS DEM INTERVIEW

      Was denken Sie, benötigt es, um den Eurovision Song Contest zu gewinnen?

      Ich glaube, es braucht einen guten Song und einen guten Künstler oder Künstlerin, der oder die für sich selbst einsteht und zeigt: Das bin ich. Nimm‘ es oder lass‘ es! Das ist die Geschichte, die ich erzählen möchte. Und du musst gut darin sein, Interviews zu geben, denn sonst bist du verloren. Diese Dinge funktionieren meistens. Und der letzte Faktor ist selbstverständlich die Bühnenpräsentation. Wie möchte ich mit Visuals, Requisiten und Licht meine Geschichte erzählen und wirklich das meiste aus den drei Minuten herausholen, die mir gegeben werden? Und doch entscheiden am Ende eben Europa und Australien.

  20. Lasst doch den Jendrik einfach mal in Ruhe, er hat ’nen guten Job gemacht, der wurde zwar ESC-weit eben nicht goutiert und gut ist! Irgendeine mediale Instanz hat ja letztlich diesen Song abgesegnet und nach Rotterdam geschickt. Wenn überhaupt sollte man sich in den Geschäftsetagen der ARD fragen, ob diese Entscheidung richtig war und wie und was man in Zukunft zum nächsten ESC schicken will. Aber dem Interpreten jetzt jeden Kommentar übel nachtragen, ist für mich unverständlich und unfair. Als Künstler muss man so eine Situation auch erstmal verdauen, und da kommt auch schon mal der Frust hoch, so what … jeder Fußballer quatscht nach einem verlorenen Spiel größeren Mist und muss sich dafür hinterher auch nicht alle Nas‘ lang rechtfertigen.

    • Vielen Dank für diesen Kommentar, ledivo.🙂
      Er hat sich entschuldigt, mehr kann er jetzt auch nicht machen. Und Tamara hat es weiter oben auch sehr treffen geschrieben: Man hat ihn ja auch ins offene Messer laufen lassen.
      Ganz ehrlich: Ich wäre auch überfordert, und hätte irgendeinen Blödsinn von mir gegeben.
      Lassen wir es doch einfach gut sein. 😉
      Viel wichtiger ist doch, wie es jetzt weitergeht. Dass die Verantwortlichen beim NDR endlich aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. Oder, wenn sie keinen Bock mehr haben, die Verantwortung einfach abgeben.

      • Liebe Gaby, ich bin ja auch eher der Friede Freude Eierkuchen-Typ und wurde erst vor einigen Tagen von Dir dafür gelobt, aber wenn es um Respekt, Anstand und Ehrlichkeit geht, ist bei mir Schluss mit lustig. Wo kommen wir denn da hin, wenn wir den Leuten so was ohne Widerspruch durchgehen lassen?

        Und Jendrik möchte ich mit den besten Wünschen für die Zukunft zurufen: „If you can’t stand the heat, get out of the kitchen!“ Wir wollen ja nicht, dass er sich erneut in solch eine Situation manövriert.

      • Ist ja gut, auch wenn es nicht immer so aussehen mag, ich kann mich auch ganz furchtbar aufregen, kann mich aber in die Situation von Jendrik hineinversetzen, wäre mir wohl genauso gegangen.
        Ich finde das Verhalten von der Frau Wolfslast viel ärgerlicher, dass sie nicht eingegriffen hat. Da denkt man, beim NDR wären Medienprofis am Werk. Sie hat ihn auflaufen lassen,
        das finde ich viel schlimmer. Das meine ich damit, dass die Künstler im Grunde völlig alleine mit der Situation gelassen werden. Den Ärger über das Interview konnte ich nachvollziehen, aber jetzt hat Jendrik sich entschuldigt. Vielleicht könnte man das erst einmal so stehen lassen, ohne jetzt immer weiter auf ihn zu schimpfen. (Über den NDR schimpfe ich auch wie ein Rohrspatz, ich denke, da wäre es angebrachter).

        Aber das ist doch kein Grund, dass wir uns streiten.

        P. S. Zu meiner Aussage vor ein paar Tagen stehe ich nach wie vor, hat doch damit nichts zu tun.🙂

  21. Bisher wurde Jendrik ja aufgrund seiner Authentizität hier von einigen verteidigt und jetzt kommt er mit einer typischen PR-Entschuldigung. Das meiste hat togravus schon sehr gut erläutert. Mir wäre lieber gewesen Jendrik hätte sich mehr Zeit gelassen und ein umfangreicheres Statement abgegeben. Durch den Alkohol sind ja seine Aussagen weit weniger codiert gewesen, als wenn er das Interview nüchtern gegeben hätte (da wären rettende Relativierungen in die Spiritussätze gesetzt worden). Da hätte es doch ein bisschen mehr bedurft um Schadensbegrenzung zu betreiben, andererseits ist die Zeit so schnelllebig, da wird morgen die nächste Sau durchs Dorf getrieben.

    • Wozu sich Zeit nehmen? „Sorry“ sagt offenbar in der heutigen Zeit schon alles.

      Ich erkenne das auch nur an, weil Jendrik offenbar auf dem Niveau eines 15jährigen agiert. Und mit Pubertierenden muss man nachsichtig sein.

      • Ich kenne Leute, die mit Fünfzehn reifer auf Fehler reagiert haben. Aber ja, vielen hier scheint das zu reichen und sehen das eh nicht so wild.
        Hätte ich gewusst, dass ein Sorry reicht, hätte ich in meiner Jugend deutlich mehr Scheiße gebaut und mit mir war mein Umfeld schon überaus nachsichtig

      • @eccehomo42: Dann wäre das doch jetzt eine gute Gelegenheit, ein bisschen etwas von der damals erfahrenen Nachsicht weiterzugeben 🙂

      • Ich bin ja der Meinung, man war mit mir oft zu nachsichtig und sicher wird über die Sache Gras wachsen, aber mir wäre eine aufrichtige Reflexion lieber gewesen als ein dahingeschobenes Sorry. Bis zum Interview hab ich mich auch nicht über ihn geärgert. Dafür hat es schon diese Äußerungen gebraucht

    • Abe wie Gaby ja schon schreibt, die gute Frau Wolfslast hätte in der Situation einschreiten müssen. Sie hat in dem Moment schlicht weg ihren Job nicht gemacht. Und das ist das ärgerlicher, denn so was hat Folgen. Wenn ich als Künstler sehen müsste, dass die Künstler beim ESC von ihrer HoD allein gelassen werden, hätte ich auch Bedenken mich für den ESC zu bewerben (auch wenn ich immer von einer Teilnahme geträumt hätte) v.a. da der ESC für einen Künstler durchaus eine Ausnahmesituation darstellen kann und ich definitiv nicht wüsste wie ich vor Ort mit dem Druck generell und v.a. nach diesem Ergebnis umgehen würde. Wenn ich da das Gefühl vermittelt bekäme, die Medienprofis machen ihre Aufgaben nicht, ich würde von einer Bewerbung absehen und mit dem Po zu Hause bleiben

  22. Wusste ich’s doch..Er würde am Tag danach im nüchternen Zustand einige seiner Aussagen bereuen und wieder zurücknehmen. Ich liebe zwar seine authentische, ehrliche Art, aber das am Samstag, da war klar, dass er ordentlich einen sitzen hatte & vor allem: Dass er die Enttäuschung überspielen und sich einreden musste, dass es ja alles gar nicht so schlimm sei, usw. Klar, als Selbstschutz der Psyche. Man hätte ihn generell einfach erst einen Tag später befragen sollen..

  23. Mir missfällt schon dieses plumpe „Sorry“. Aber wer dauernd „ohne Scheiß“ sagt, sagt vielleicht sehr vieles einfach nur so dahin. Was weiß ich schon.

    Jedenfalls: man kann sich nicht selbst entschuldigen. Das können nur andere. Ergo: man bittet um eine Entschuldigung. Sprache. So wichtig.
    Ich kann das akzeptieren. Ich sehe es jedoch als zielgerichtet, um zu versuchen, noch irgendwas zu retten. Er bittet also um Entschuldigung für arrogante Antworten und begründet es damit, betrunken gewesen zu sein. Okay, geschenkt. Aber ich hätte mir gewünscht, dass er auch noch exakt auf das von ihm da Losgelassene eingeht.

    Aber nehmen wir die Entschuldigung mal so an. In der Hoffnung, dass dieser Typ uns künftig nicht weiter mit medialer Aufmerksamkeit belästigt.

    Was mich vor allem an diesem Beitrag grad stört, ist, dass Frau Wolfslast mit keinem Wort erwähnt wird. Stattdessen wird gesagt, man könne das jetzt abhaken.
    Können wir. Aber wozu? Dass Frau Wolfslast Jendrik nicht bremste wie Frau Schöneberger eine halbe Stunde (or how long ever) zuvor, ist unverzeihlich und unverantwortlich.
    Und dieses Fehlverhalten vom NDR ist etwas, worüber man reden muss. Es geht um die Verantwortung, die man einem vollkommen unerfahrenen Künstler und Menschen gegenüber hat. Und für mich zeigte sich da: dem NDR ist alles drecksrotzscheißegal (um es mit Stromberg zu sagen). Der NDR nimmt seine Gesamtverantwortung für den ESC nicht ernst. Was sich auch an der Pressemitteilung zeigt, die hier weiter oben erwähnt wurde.

    Und ich hoffe, dass genau das hier im Blog thematisiert wird.

    Oder einigen wir uns darauf, im Februar 2022 einfach wieder den Jubelperser zu machen für eine 22jährige mit Musicalausbildung, die vorher noch nie im TV war und bei der man von vornherein weiß, dass sie beim ESC 0 Punkte im Televoting bekommt? In dem Fall wär ich weg. Wenn nicht: für einen konstruktiven Austausch immer bereit.

      • Okay, gefällt dir das besser?
        Jan-Malte, 21, Lehramtsstudent, natürlich aus Hamburg. Vater Beamter im öffentlichen Dienst, Mutter Grundschullehrerin. Jan-Malte war früher als Kind etwas dicklich und wurde viel gehänselt. Später dann Pickel. Pubertät. Voll schlimm. Wir kennen das. Dazu hat er nun ein Lied gemacht. „Standing Strong“. Dazu begleitet er sich selbst auf der Gitarre. (Seine erste Gitarre bekam er von Opa Heinrich geschenkt.)

      • Hey, da haben wir doch eine tolle Story, die wir den Televotern präsentieren können. Das wird die wahnsinnig interessieren …

      • Alex Wolfslast dazu: „Jan-Malte hat uns mit seiner ergreifenden Mid-Tempo-Ballade, die er zusammen mit seinem Opa schrieb, zutiefst berührt. Wir sind davon überzeugt, dass er auch die Jurys in Turin mit seiner Botschaft erreicht, zu sich selbst zu stehen, auch wenn es mal hart ist. Jan-Finn ist ein supersympathischer und eher schüchterner Typ. Außerdem trinkt er keinen Alkohol. Darauf achten wir sehr. Wir haben da einen Verhaltenskodex. Wir sind alle stolz auf Jan-Torben oder wie er heißt. Go for Gold, Jan-Ole.“

      • Ohne kampagnenfähgen Weltverbesserungs-Song nehme ich lieber Torben-Hendrik, Absolvent der Academy of Musical Arts & Modern Dance, der schon umfangreiche Bühnenerfahrung als 3. Antilope bei König der Löwen gesammelt hat.

      • Ich fürchte, so ganz weit weg bin ich nicht von der Wahrheit entfernt. 🙂

        Wir können aber auch Katharina schicken. Die ist 19 und war letztes Jahr schon bei DSDS, um was von Whitney Houston zu singen, war aber so enttäuscht, dass sie nicht Dieter Bohlen getroffen hat, weil der immer nur die Vollversager zu sehen bekommt. Katharina möchte „irgendwas mit Medien“ machen, kommt natürlich auch aus Hamburg und jobbt nebenher als Model. Ihre Mutter, eine verhinderte Pianistin, hat sie zum Klavierspielen gezwungen, aber heute ist Katharina „echt superfroh“, dass sie das durchgezogen hat, obwohl das „echt superhart“ war. Ihr Lied „Live your life be free“ will deutlich machen, dass man das Leben feiern soll. Sie kam auf die Idee des Songs natürlich selber, „schwör, das war so wie eine Erleuchtung, echt superkrass“.
        Alex Wolfslast findet Katharina superauthentisch, weil sie das Lebensgefühl einer ganzen Generation widerspiegelt. Und zwar in ganz Europa, das sich auf eine elektrisierende und total beeindruckende Performance freuen kann.

      • Die entscheidende Frage ist: Katharina mit oder ohne Drehscheibe? Da kann man sich dann beim NDR tagelang die schönen Köpfchen zerbrechen oder aber eine externe Beraterfirma beauftragen, einen Drehscheibenerfolgsalgorithmus zu programmieren …

      • @Jorge:
        Aber Torben-Hendrik war da nur die Zweitbesetzung. Das muss man schon dazu sagen. So ein Musicalstar wie manch andere, die unsere große Musiknation zuletzt vertreten durfen, isser nicht.

      • @toggie:
        Katharina mit offenem Haar und kurzem Glitzerkleid mit Klavier auf Drehscheibe. Links davon Sandmalerin, rechts Schlittschuhläufer. Windmaschine. Pyro. Fertig. Nix Großes.

      • Wir sollten auf jeden Fall noch sentimentale Bilder von Kindern und Großeltern auf der LED-Wand haben. Bekanntlich war unser Staging dieses Jahr ja zu komplex und verkopft. Die Juroren und Zuschauer waren anscheinend vollkommen überfordert.

      • Handkrone wirkt so leicht auch zu überladen. Es sollte echt nur das Allernötigste sein. Ein ganz reduzierter Auftritt, damit Katharina richtig zur Geltung kommt.
        Im Video können wir natürlich noch einen drauflegen. Explodierende Toaster oder Spülmaschinen. In bunt am besten. Gab es sowas schonmal?

      • Das wirkt bestimmt klasse, wenn man es mit einem kräftigen Levinagrau kombiniert.

    • Wolfslast hat ihn ins offene Messer laufen lassen, um den Sündenbock zu haben und weniger Kritik zu bekommen. Hat glücklicherweise nicht funktioniert, weil nicht nur hier in unserem kleinen Forum sondern auch in der Presse über das Auswahlverfahren diskutiert wird und der NDR hart kritisiert wird.

      • Also diese Unterstellung halte ich dann doch aus der Luft gegriffen. Tatsache ist, dass Jendrik doch vorher auch immer auf Unabhängigkeit gepocht hat, er keine 17 ist und er ja zu jeder Zeit – in jedem Zustand – redefreudig war..

      • Alternativ hat Wolfslast auch die Reaktionen unterschätzt, was aber extrem blöd wäre (vor allem, wenn man sieht, welche Mikros da rumturnten). Wenn man sich das Video ansieht, bekommt man einen anderen Eindruck, knallrot, sich sogar kurzzeitig wegbewegend. So oder so hat Wolfslast da insouverän agiert.

      • Ich meine einfach nur, dass es von ihr kein Vorsatz war. Ihre Gestik wäre dann vielleicht gewievter oder verschmitzter gewesen. Jendrik hat während des ESC ja selbst schon zig Interviews gegeben und offensichtlich nicht das richtige Gefühl für das Event aufgebaut. Ist mir jetzt aber auch schnuppe. Ich will auch keine Ersatzdiskussion auf Kosten des NDR führen, die von dessen eigentlicher Verantwortung (Auswahlprozess) ablenken.

      • Ich will auf keinen Fall nach der Jendrik-Verteidigung auch noch eine Wolfslast-Verteidigung starten, mir wird das gerade alles ein wenig zu anstrengend. Aber könnte nicht auch ihre mangelnde Erfahrung eine Rolle spielen, sie macht diesen Job ja zum ersten Mal (wobei ich auch nicht ausschließen will, dass sie von früheren Tätigkeiten her bereits eine alte, erfahrene Medienhäsin sein könnte).

        Und danke für Antwort um 23:45 Uhr weiter oben. Ja, 2019 empfand ich noch mehr Aggressivität und (nach der Wertung) Häme den S!sters gegenüber, vorher war ich hier noch nicht dabei.

      • Wolfslast ist ja sowohl im Event-Management als auch im journalistischen Metier erfahren und wenn sie sich unsicher gefühlt hat, hätte ja noch jemand aus der Delegation dabei sein können, der die Situation kennt.

        Ich empfand das 2019 als deutlich schlimmer, vielleicht auch, weil sich in den letzten Tagen doch eher Leute echauffiert haben, die weniger mit dem Abschneiden als mit dem Verhalten von Jendrik Probleme haben

      • Na gut. Hab ich nicht gesehen. Guck ich mir auch nicht mehr an. Aber dann will ich das mal so glauben, dass man die Dame und ihr Wirken kritisch beleuchtet hat. Danke. 🙂

  24. Owe was wird hier für ein Schuh aufgeblasen?
    Der Junge hat kein Medientraining, der NDR hat ihn nicht wirklich gut gemanaged und er hat nach der ganzen Anspannung was getrunken und gefeiert und dann ein Interview gegeben und da einpaar doof formulierte Dinge gesagt, die manche persönlich nehmen und ihm vorwerfen. Er hat sich entschuldigt und gut ist.
    Meiner Meinung nach hätte Frau Wolfslast das Interview steuern müssen/können und nicht einfach nur bedröppelt daneben stehen.

    Und was wird der NDR machen? In den nächsten Tagen wird verkündet, dass man sich anschaut, was schief gelaufen ist. Dann kommt in einpaar Monaten irgendein Konzept, das es schonmal gab (ich tippe auf einen neuen vorentscheid). Aber ganz ehrlich – das Publikum hat ja auch in der Vergangenheit nicht wirklich sinnvoll abgestimmt, wenn es wählen durfte und der NDR hat ja doch immer irgendwie seine Lieblinge (oder von der Plattenfirma gewünschten Lieblinge) untergebracht…Von daher setz ich da keine großen Hoffnungen drauf.
    Oder – der NDR gibt’s ab.

  25. Ich befürchte wir werden in den nächsten Monaten vom NDR überhaupt keine Infos geben. Blogger Douze Points wird im Namen von ESC Kompakt mehrmals beim NDR anfragen und immer kommt von der Pressestelle die Antwort…wenn es was zu berichten gibt, berichten wir es. Anfang Februar tut sich dann etwas. Daniel Schumacher wird präsentiert und wird ein Lied von G:son singen.

  26. OK, damit ist das Thema Jendrik hoffentlich endgültig auf diesem Blog und auch sonst durch; u.a. toggie, AndimitBild und eccehomo habne glaube ich alles gesagt, was man dazu sagen kann. Ich würde Jendrik raten, eine Pizzeria aufzumachen und dort wieder kalt gewordene Toastscheiben mit Schmierkäse als Pizza zu verkaufen; hier on the block findet er sicher begeisterte Kunden, die das als authentisch empfinden und immer wiederkommen.

      • Warum nicht beides? Herrenboutique und Pizzeria sind beides super Bühnen, wo er mal kurz für seine lieben Freunde und Gäste auftreten kann. Mit denen kann er dann Prosecco saufen, bis er umfällt. Und die Wolfslast kann die Geschäfte führen.

        Ich wäre echt bereit, da zu investieren. Hauptsache, wir sind sie los, nä.

      • …ich, hoffe, das würde dann auch Buhtikäh ausgesprochen werden?

      • Loriot ❤

        Ist eine supergute Idee. Jendrik kann die Revers in aufwendiger Handarbeit mit Glitzersteinchen besetzten.

      • Im Restaurant würde es natürlich auch immer ein Public Viewing zu GNTM geben. Das ist klar. Und dann werden wieder mit illegale Partys mit Italienern im Hotel nebenan gefeiert. OMG OHNE SCHEISS DURFTE ICH DAS JETZT SAGEN FISTBUMP!

      • Kommt mal runter mit Euren Kommentaren hier.
        Vor kurzem hatten sich einige über diffamierende Kommentare über die Kleidung von Destiny erregt und jetzt wird hier gnadenlos ein anderer Künstler diffamiert, weil Ihr ihn nicht mögt.

      • Spott, lieber Vondenburg, ist die höchste Form der Anerkennung.

        Niemand diffamiert hier Jendrik.

      • „Als erstes sollte eine psychische Therapie begonnen werden…“
        Sorry aber Spott ist was Anderes.

      • Okay, das ist daneben. Keine Frage.
        Toggie, Jorge, Eccehomo, 4porcelli und ich waren aber vor allem lustig unterwegs und in keinem Fall diffamierend oder fies beleidigend.

      • Mit den normalen Scherzen habe ich keine Probleme. Mir ist der Kommentar halt aufgestossen zumal er sogar gelikt wurde.

  27. Ich fand seine Antworten im Interview auf dieser Seite nicht arrogant, sondern aufschlussreich. Was ich verstanden habe ist, dass er Auftragsarbeit abgeliefert hat, und offensichtlich hat er den Geschmack der sog. Juroren richtig eingeschätzt. Dumm nur, dass die einen miesen Geschmack haben.
    Und dass er betrunken war, kann ich verstehen. Ist ja nicht wie beim Sport, wo man Niederlagen auf die schlechte Tagesleistung zurückführen kann, sondern bei diesen Wettbewerben regiert der Zufall und die Irrationalität. Da präsentiert man sich mit 25 weiteren Teilnehmern vor Millionen von Menschen weltweit und bekommt dann zu verstehen, dass man am wenigsten gemocht wurde. Das ist schmerzhaft, peinlich, niederschmetternd, vernichtend… Und so wirkte er auch.
    Und weil das immer wieder passiert, dass Teilnehmer nicht unterstützt oder in Sachen Kleidung, Bühne, Performance schlecht oder gar nicht beraten werden, bekomme ich den Eindruck, dass sich in der ARD einige an diese Art Leid anderer ergötzen.
    Wenn ich daran denke, dass die 2 Damen von 2019 vom Social Media ferngehalten wurden… damit sie bis zur einkalkulierten Niederlage schön still halten. Levina, Jamie Lee, Ann Sophie und das Trio, dass zu spät bemerkt hat, dass es im falschen Film gelandet war… Furchtbar.

    • Dem kann ich nur zustimmen. Eigentlich kann man unter den gegebenen Umständen, jedem jungen Künstler nur abraten, für Deutschland beim ESC zu starten, es sei denn, er hat eine Elefantenhaut.

  28. Ist mir auch egal.
    Er wird genauso in der Versenkung verschwinden wie die „S!isters“, Levina oder Ann-Sophie.
    Kann mir nicht vorstellen, dass er sich irgendeine Karriere aufbauen kann.

  29. Meiner Meinung nach hätte sich Jendrik NICHT entschuldigen müssen! Ja es wurden Fehler gemacht- auf den Seiten vom NDR. Der NDR müsste sich entschuldigen. Unser Beitrag war eine krasse Fehlentscheidung. Wie es dazu kommen konnte, bleibt mir ein Rätsel. Nun war das Lied gewählt und der NDR hat Jendrik von Anfang an ins offene Messer laufen lassen.

  30. @ Jorge, ich kenne König der Löwen nicht. Überlebt die 3. Antilope oder wird sie von einem italienischen Geparden oder einer ukrainischen Hyäne erlegt?

  31. Das war aus dem Oberrang nicht genau zu sehen, weil 4 Antilopen eng umschlungen von dem aus dem Stockholmer Zoo wieder ausgewilderten Hyänenweibchen angegriffen werden.

  32. Ach, Leute, jetzt hört doch mal auf, die ganze Zeit immer noch mehr nachzutreten, ist ja bald schlimmer als bei Matty mit Zelmerlöw. Jendrik hat mit diesem Interview Mist gebaut, er hat sich entschuldigt, die Hauptschuld liegt beim NDR. Wenn Ihr irgendwo ansetzen wollt, dann da.

    Und bitte, hängt das doch jetzt mit diesem angeblichen Egotrip nicht so hoch. Flo Rida ist bestimmt auch nur mit Senhit aufgetreten, weil ihm das Image von San Marino beim ESC so dermaßen wichtig ist. Merkt Ihr selbst, oder?

    • Wir sprechen ja seit einiger Zeit hauptsächlich über den NDR, und der hat sich konstruktiv-wohlmeinende Häme redlich verdient.

    • Jendrik hat sich einfach eine menschliche Fallhöhe aufgebaut, die so weder bei Flo Rida noch bei seinen Vorgänger*innen gegeben war. Umso bitterer ist dann dieses Verhalten und wenn Andi satirisch zwei mögliche Kandidaten für 2022 mit Messagesongs beschreibt ist das schon beißende Kritik am NDR, der hier schon stark kritisiert wird und spätestens jetzt noch deutlich stärker kritisiert wird

    • @Tamara, 50% der Kommentare drehen sich darum, was man Wolfslast und was Jendrik ankreiden kann. Und die Scherzkommentare zielen darauf, womit die Pressebriefings des NDR zu den Acts der letzten Jahre bestückt sind. Ich (für mich gesprochen) habe diese genormten Lebensläufe mit Erklärfunktion, euphemistichen Floskeln und eingebautem Scheitern jedenfalls satt.

      • Ich meine nicht die Scherzkommentare, und ich meine auch nicht die Kommentare gegen den NDR. Die Scherze überlese ich. Was den NDR angeht, habe ich meine Meinung bereits gestern unter dem Kommentar von Douze und unter dem Transkript der Pressemitteilung kundgetan. Es ist eine Bankrotterklärung in jedweder Hinsicht.

        Und was man Wolfslast ankreiden kann? ALLES. Nach dem Schöneberger-Interview hätte sie ihn ins Bett stecken müssen, zwei Wachen vor die Tür, damit er ja nicht ausbüxt, und dann selber der Presse den üblichen Blabla geben. Aber so ist es ein Volldebakel geworden, wie ich beim ESC in Deutschland noch keines erlebt habe.

        Und nochmals: Glasmikrofone im Schrank bezahlen keine Rechnungen. Jeder einzelne, der beim ESC teilnimmt, tut das, weil er danach seine Musik an den Mann bringen und im Idealfall davon leben will. Jeder. Ohne Ausnahme.

      • Mitverantwortung von Frau Wolfslast – d’accord. Die alleinige wohl kaum. Du lässt völlig ausser Acht, dass Jendrik das als sein Projekt verkauft hat, viel mehr Freiheiten als Künstler der letzten hatte, seine Kanäle ohnehin Social Media sind. Sobald er sich fremdbestimmt vom Schirm genommen fühlt, ist so ein Posting in seinem angetüterten Mitteilungsbedürfnis mit dem Interviewinhalt abgesetzt. Und dann? Ich glaube kaum, dass Jendrik gebrieft werden will. Tatsache ist, dass sie das Gespräch lenken oder hätte einschreiten sollen, sobald es falsch läuft. Sagt sich leicht, wenn der Zug schon rollt. Dass sie das zu spät erkannt hat, ist ihr Fehler. Alles andere sein Fehler.

      • Auch, wenn sie von mir kommen? Schade. Ich hätte noch einen.
        Madita, 18, einzige Tochter eines Pfarrerehepaars aus Bad Oldesloe. Früh im Kirchenchor gesungen, erste Stimme und so. Dann erste Plätze bei Jugend musiziert. Ihr früher Chorleiter hat ihr jetzt einen total authentischen Song geschrieben, ganz viel Pathos, um auf das Elend der Welt aufmerksam zu machen. „Schau nicht weg“ ist eine anklagende Hymne, die auf die drängenden Probleme unserer Zeit aufmerksam macht, dabei aber auch gleichzeitig nicht das Gefühl für Lebensfreude vermissen lässt. So heißt es im Songtext „Schau nicht weg und bleib nicht still, ich will leben, ja ich will. Doch ich kann es nur mit dir, wenn wir es zusammen probieren.“
        Aber gut, ich will dich nicht langweilen. Madita halte ich persönlich eh für chancenlos.

      • @Andi

        Irgendwas fehlt da noch: Lovestory bei den Kandidaten, gemeinsame Session im Songwritingcamp, derKlassiker – Kennenlernen beim Auslandspraktikum, Selbsterfahrungstrip auf Bali, oder so …

      • VIelleicht les ich sie später. Die vergammeln ja nicht 🙂 Ich kann auch den Galgenhumor verstehen, nur ist mir nicht unbedingst danach, dafür ist das Ganze gerade zu ernst und droht mir teilweise zu sehr zu entgleisen – nicht auf Euch drei bzw vier gemünzt, sondern generell. In Jendriks Haut möchte ich im Moment jedenfalls nicht stecken.

        Vielleicht hab ich da als jemand, der seit 45 Jahren intensiv Musik macht und singt und seit 40 Jahren ESC-Fan ist, auch einfach eine andere Sicht drauf. Ich kann jeden Eurovisionista mit musikalischem Hintergrund verstehen, der versucht, daran teilzunehmen.

        Mir tun all diese Maditas und Jan-Maltes und Torben-Oles und Katharinas unendlich leid. Sie haben zum Teil (nicht alle) viel Talent und werden von einem Sender verheizt, der einfach keinen Bock hat, den Poppes hochzukriegen. Die versuchen zum großen Teil, ihren Traum von der Musik zu leben. Das kann man niemandem verübeln.

      • @Tamara:
        Das verübelt ja auch Jendrik niemand.
        Für uns alle ist der HAuptschuldige am Debakel der NDR. Und dagegen kann man was tun.

      • @Jorge: Madita ist 18, okay? Die kam über Bad Oldesloe noch nicht hinaus. Bis auf die Klassenfahrt nach Berlin. Klar.

        Aber du hast Recht. Da muss der NDR noch nacharbeiten. Den Kandidaten fehlt es bislang an Tiefe.

      • Mit 18 kann Madita sich aber schon beim Schüleraustausch in L.A. für das Highschoolmusical begeistert oder auf dem Prominentenfriedhof Rosen abgelegt haben.

      • @Jorge – die Storyline „Auslandspraktikum“ funktioniert aber nicht; schließlich ist die ESC-Teilnahme ja genau das immer wieder von unseren TeilnehmerInnen bejubelte „superspannende“ Auslandspraktikum.

      • Hätte noch Privatschule in England mit Soho-Trip im Angebot.

        Ich bin dafür, dass wir hier im Blog eine fiktive Vita, mit Fantasieexamen, Youtube-Material aus Allerweltsakkorden und gefaketen Hauskonzertmitschnitten einreichen. Jede Wette, das kommt in die engere Auswahl.

      • Instagram und 2-wöchigen Musical-Kurs in NY nicht vergessen!

      • Auf keinen Fall; das wirkt zu rebellisch und indie-like! Besser was obskures wie „hat einen Kurs an der My Fair Lady School of Musical Theatre mit 1 bestanden:“

      • LOL

        Eigentlich wäre ich ja für Klavierausbildung, weil damit automatisch Schöngeistiges und Emotionalität suggeriert wird. Ausserdem haben Duncan & Gjon Klavier gespielt.

      • LOL – genau, schließlich wird die Jury ja danach ausgewählt, dass sie im Online-Quiz Songs pickt, die in den letzten Jahren gepunktet haben. Wobei man sich dann fragt, wie sie auf s!ster(s?) und idfh gekommen sind.

      • Muss in der damaligen TVOG-Staffel einen ähnlichen Song gegeben haben. Aber, hey: Sister ist MIDTEMPO und hat ein Glockenspiel im Intro! 2x deutsche Vorlieben bedient.

        So, Scheiße, darf ich das sagen? Aber ich muss jetzt, macht den geilen Shice weiter. Peace!.

      • @Jorge:
        OMG OHNE SCHEISS, das sollten wir aber echt mal faken, wenn der NDR an seiner behämmerten „Frau Wolfslast sucht den Act aus“-Taktik festhält.

      • Irgendwer hier ausm Blog ist bei der Ausschreibung sowieso in der Panel-Jury gelandet und andere in vorherigen Jurys waren in den letzten Jahren für so ein Zeug offensichtlich anfällig, das werfe ich dem NDR noch nicht einmal direkt vor.

        Als favorisierte Musik muss natürlich irgendwas beim ESC in den letzten Jahren Erfolgreiches angegeben werden. Dann ist das ein Selbstläufer.

      • Jungs, es muss etwas authentischer klingen.
        Musicalausbildung in Osnabrück. Keine Ahnung, wie ich jetzt darauf komme. Ist nur ein Beispiel.

  33. Hat Jendrik nicht gesagt, er hätte seit 2 Monaten so ein Gefühl gehabt, das werde nichts? Wieso hat er dann trotzdem nichts dagegen gemacht? Revamp, Staging aufpimpen, Gesangsunterricht usw.??? Wieso hat der NDR so wenig Werbung für ihn und den ESC geschaltet? Also ich glaube, da hätte sogar Ann Sophie, Jamie Lee, Levina und Co. mehr Medienpräsenz vorher. Warum war Jendrik im ESC kompakt Interview vorher so komisch drauf? Wieso hat sich Thomas Schreiber im ESC kompakt Interview so seltsam ausgedrückt? War er doch in Rotterdam, aber gesehen hat ihn niemand? Komisch auch Peter Urban Aussagen zu Schreiber am Ende des ESCs. Es scheint alles sehr seltsam. Wussten die alle mehr als wir? Gab es vielleicht wirklich intern Krach mit Schreiber, Wolfslast und Jendrik?

  34. Warum um alles in der Welt bin ich jetzt nach dem Lesen des Beitrags nicht überrascht von den Reaktionen auf Jendriks Statement?
    Einfache Antwort: weil es jedes Jahr so ist.

    Die Show ist vorbei, die deutschen Interpreten müssen nochmal vor die Kamera, um wegen ihres Versagens zu Kreuze zu kriechen und dann wird von verschiedenen Seiten noch hinterher getreten.
    Es ist vollkommen egal, ob Jendrik was getrunken hat (und meiner Beobachtung nach standen bei allen Delegationen die Sektpullen in den Kübeln) oder ob er stocknüchtern gewesen wäre. Er wird sowieso in der Luft zerfetzt, weil er nicht genügend Punkte eingefahren hat und weil es ja sowieso vorher schon alle wussten, was wir für eine Nullnummer zum ESC schicken. Und alle, die das vorhergesehen haben, jubeln jetzt und können die Schuld auf Jendrik, den NDR, Alex Wolfslast, den verschiedensten Jurys und auf Angela Merkel sowieso schieben.

    Jau. Wir sind wieder der vorletzte Platz. Irgendeiner muss da sowieso immer landen, das ist das Spiel. Und wenn man keinen Song hat, welcher der Mehrheit der Europäer gefällt, dann landet man eben am Ende.
    Aber ehrlich: Jendrik ist der letzte, der Schuld daran hat. Er hat ein Lied geschrieben, ein Video produziert, hat sich beworben und wurde ausgewählt. Dafür kann er nichts. Er hat sich so gut es geht vorbereitet auf ein Event, das ihm sogar am Herzen liegt und hat sein Bestes gegeben. Das reichte dann nicht, aber dann ist es doch völlig okay, wenn er sich die Vorteile herauszieht… und seien es eben nur die dazugewonnenen Follower.
    Ihm das jetzt noch vorzuwerfen oder ihm gar zu prophezeien, dass er seinen Job nicht kann und von der Bildfläche zu verschwinden habe, ist echt das Hinterletzte! Da hört Spaß auf und fängt miesestes Mobbing an.

    Spätestens jetzt wird jede Sängerin, jeder Sänger nicht mehr für Deutschland beim ESC teilnehmen wollen. Wer tut sich denn so etwas freiwillig an? So masochistisch kann niemand veranlagt sein.

    Ja, es muss sich etwas verändern bei der Auswahl des deutschen Beitrags. Ich hatte es schon einmal geschrieben und erwähne es nur kurz noch einmal: der NDR hat bereits in den letzten Jahren des öfteren das Auswahlverfahren geändert (auch aufgrund vieler Kommentare in den Fanforen!) und hat sich in den letzten beiden Jahren entschieden, aus Rücksicht auf die Künstler auf ein transparenteres Auswahlverfahren zu verzichten.
    Und genau DA liegt der Hund begraben!
    Wenn Künstler Angst um ihr Image und ihre Karriere haben, weil sie für eine Unterhaltungssendung angefragt werden, dann liegt das nicht am NDR oder an den Künstlern selbst. Dann liegt das nämlich genau hier… in den Fanforen, in den Kommentaren und in den Medien.
    Solange sich hier nichts ändert (und ich meine wirklich nicht nur ESC Kompakt und schon gar nicht die fleißigen Blogger selbst!!!), wird sich auch nichts beim Auswahlverfahren ändern.
    Anders als viele hier schreiben, handelt der NDR mit dieser Maßnahme nicht schlecht, sondern benimmt sich sehr respektvoll und anständig gegenüber… Menschen. Und das ist mir persönlich wichtiger als jeder einzelne Länderpunkt.

    • Jendrik hat das Lied selbst geschrieben und die Ideen für die Performance geliefert. Inwiefern soll er also schuldlos am vorletzten Platz sein?

      Nebenbei, es wurde schon oft hier gesagt: es geht gar nicht um den vorletzten Platz als solchen. JEdem hier ist klar, dass das passieren kann. Es geht um viel elementarere Dinge. Lies nach. Hab keine Lust, mich zu wiederholen.

      • Hier wurde ja auch viel über Respektlosigkeit gegenüber Fans gesprochen. Aber vielleicht hat eine Fangemeinde, von der ein nicht unbeträchtlicher Teil jedes Jahr aufs Neue so unfair mit den Kandidaten umgeht (wenn ich nur an S!sters zurückdenke), auch einfach keinen Respekt verdient? (Das beziehe ich nicht auf einzelne Kommentierende hier, die sich über die Äußerungen geärgert haben, aber so gut wie immer fair und sachlich schreiben).

      • Die Sisters wurden extrem unfair behandelt, da bin ich vollkommen auf deiner Linie. Vor zwei Jahren wurde ich für einen ähnlichen Kommentar wie jenen von funtasticc hier hops genommen.
        Jendrik hingegen hatte hier eigentlich bis Samstag Nacht bis auf ein paar Ausnahmen einen guten Stand, auch bei denen, die seinen Song nicht mochten oder mit seinem Charakter Schwierigkeiten hatten. Doch nach einem Interview in dem ein Interpret zugibt „hinterhältig“ (Originale Äußerung von ihm) gehandelt zu haben, egoistisch alles über Bord wirft, was er uns monatelang mit seinem Song sagen möchte, sich in dem Moment respektlos gegenüber den Fans, den NDR und auch seiner Konkurrenz gezeigt hat, der hat dann auch keinen Welpenschutz von mir verdient und ich bin erstaunt, wie einige ihn hier noch in Schutz nehmen und natürlich denke ich darüber nach, ob ich einige Äußerungen heute anders treffen würde als vor zwei Tagen oder gestern, aber jetzt hier eine Stimmung zu drehen (wie es nicht du tust sondern einige andere es versuchen), dass diejenigen, die sich über Jendriks Verhalten nach dem ESC echauffieren die wahren Arschlöcher seien, finde ich gelinde gesagt frech und ja auch ich finde diese Bubble schwierig, wie sie mit den deutschen Vertreter*innen umgeht schwierig, aber das darf man wohl nur sagen, wenn kein Fanfavourite vom ARD-Publikum gekickt worden ist

  35. Leuts, falls Ihr es noch nicht gemacht habt, schaut bitte unbedingst das ESC kompakt LIVE von gestern Abend. Da sind haufenweise gute Ideen und Analysen zum Thema drin. Unsere großartigen Blogger legen genau den Finger in die Wunde. Ich finde es extrem gut gelungen.

    • Da stehen bald die Termine für die bunten Abende in seiner Pizzeria.
      Hab schon einen Tisch bestellt. Da muss man schließlich dabei sein.

      • Super! Ich bin dabei! Werde mich als tanzenden Dildo … ähhhh Finger verkleiden. Das wird ein großer Spaß werden.

      • Sehr gut. Bring doch noch Jan-Malte mit oder wie der Dödel heißt, der uns nächstes Jahr vertritt. Hab gehört, das ist ne Spaßrakete.

      • Der Jan-Malte hat leider keine Zeit, weil er momentan damit beschäftigt ist Origami-Figuren zu tanzen. Er ist sehr empfindsam und fällt regelmäßig in Ohnmacht, wenn er so ’ne fettige Pizza sieht. Das kann ich ihm beim besten Willen nicht zumuten.

      • @Andi – also bitte, nächstes Jahr ist doch kein Jan-Malte dran, sondern endlich wieder eine Tochter aus gutem Hause! Schlimm, der Sexismus hier on the block; es wird auch immer „Wolfslast“ gesagt aber „Herr Schreiber. Toxic Blogability!

      • Na schön, dann nehmen wir halt Katharina. Die jobbt ja nebenher als Model (seriöse Fotos, keine Nackedei-Geschichten, wo sie auch 110% hinterstehen kann) und hat sicher Spaß daran, mit uns GNTM publiczuviewen.

        Vielleicht singt sie auch noch ein Duett mit Jendrik. Dann fällt etwas Starappeal auf sie ab. Das kann nur hilfreich sein für ihren Auftritt in Turinbolognarom.

  36. An alle die hier oben ihre Witzchen machen: schade, ich dachte, ich mag euch, muss aber jetzt und hier leider feststellen, was für Arschlöcher ihr seid…

    • Ich kann mich noch daran erinnern, da hat sich ein gewisser Andy, darüber tierisch aufgeregt, weil einige User beim Holländischen Song „Brokkoli“ verstanden haben und darüber Witze gemacht hat. Jetzt ist er hier dabei um über unseren Vertreter Jendrik Häme und Spott zu gießen. Heuchelei ick hör dir trapsen.

      • Ich lese da hauptsächlich Häme und Spott über den NDR und deren Auswahlprozess.
        Und fand die Kommentare eigentlich ganz unterhaltsam.

      • Nicht über Jendrik, sondern über den NDR.
        Und das mit Brokkoli war übelster Alltagsrassismus.

        Aber ist okay, bin ich halt ein Arschloch. Hab ich schon öfter gehört.

  37. Ich möchte an dieser Stelle gerne alle Jan-Maltes, Torbens, Katharinas, Maditas dieser Welt dazu aufrufen, für uns zum ESC zu fahren, wenn der SONG und die STIMME sowie das STAGING überzeugend sind 😉 Mehr ist es nicht. Egal ob Musicalbackground, Abiturientin oder sonstwas.
    Mein Paradebeispiel ist Kris Kostov 2017. 2. Platz mit 17 Jahren. Wegen des SONGS und der STIMME und des STAGINGS. Natürlich muss man junge Leute eventuell stärker unterstützen, gerade bei PR. Aber letztendlich sind es die 3 S und der Auswahlprozess, wie man dahin kommt. Und über den wird zu reden sein ^^

    • Die werden sich hüten, und da ist nicht nur das Missmanagement beim NDR schuld, sondern auch die Schonungslosigkeit der ESC-Fans. Ich glaube nicht, dass es in der Schweiz oder in Österreich nach einem schwachen Abschneiden so zugeht wie hier. Dem möchte sich doch niemand aussetzen.

      • Och, jeder Jan-Ole mit Musicalausbildung hat mehr charakterliche Reife als die wenigen Fans, die sich in diesem Thread respektlos gegenüber Ausbildungen und persönlichen Hintergründen verhalten. Aus Spaß und Kritik am NDR-Sprech, na klar. Und das von erwachsenen, gestandenen Männern, teilweise mit Universitätsbezug. Völlig ungehemmt. Da will ich lieber wieder Abiturient*innen zum ESC schicken…

      • Geil. Man teilt nicht den gleichen Humor (was ich voll okay finde), regt sich darüber auf, dass man sich satirisch überhöht über fiktive Kandidaten und deren Auswahlprozess lustigmacht, weil man findet, dass man Menschen nicht so öffentlich an den Pranger stellen darf.

        Gleichzeitig darf man aber öffentlich sagen, dass hier Leute, die ein paar harmlose Scherze machten, keine charakterliche Reife besitzen.

        Finde den Fehler.

      • @Andi:
        Satire hat für mich Sinn, wenn gesellschaftliche Zustände angeprangert werden. Aber Doppelnamen und Verhalten wie Origami, tanzen, Anglizismen, Auslandssemester etc. in so einer Menge hintereinander aufzulisten, nur um damit ein als falsch empfundenes Auswahlverfahren zu kritisieren, halte ich inhaltlich eher für sinnlos und kindisch. Fast schon im Ton respektlos gegenüber solchen Menschen, die da draußen tatsächlich sitzen. @Toggies „fällt in Ohnmacht, wenn er ne fettige Pizza sieht“ z.B. Vom Literaturhistoriker, der hier viele Lyrics (pardon, Songtexte) auseinandernimmt. Muss sowas sein? Und ich sage das als Pizza-Liebhaber 😉

      • Natürlich muss das nicht sein.
        Vieles von dem, was hier geschrieben wird, muss nicht sein. Deine moralische Entrüstung darüber muss zum Beispiel nicht sein. Weil du grad so tust, als hätte man dich persönlich angegriffen. Wenn man nämlich so argumentiert wie du („Draußen sitzen Leute, denen das so geht“), darf man über nichts und niemanden mehr Witze machen. Weil sich immer jemand beleidigt fühlen könnte.

      • @Andi
        Du spielst dich hier immer wieder als moralische Instanz auf, dabei bist du doch (nach deinen eigenen Worten) nur ein Arschloch.
        Das war jetzt natürlich nur Humor, Satire und Überhöhung.

        Finde den Fehler.

  38. Ich sehe das ein Bisschen anders. Ich finde es eigentlich Schade, dass er doch nicht kosequent zu seinem Projekt gestanden hat, auch wenn das natürlich nicht ganz rund war.

  39. Na endlich tut sich hier mal was. Klar 2,3 Leute heben wie immer den Zeigefinger und machen einen auf moralische Erhabenheit, aber dass sich hier jetzt auch endlich mal Wut und Enttäuschung breit schlägt ist überfällig. Auf den NDR und aber auch auf Jendrik.

    Hand auf Herz:

    Wer war nicht im Februar bereits bei dem geleakten Ausschnitt von „I don’t feel hate“ einfach nur schockiert und entsetzt und enttäuscht?

    Spätestens nach diesen überpeinlichen Fremdschäm-Auftritt bei Silbereisen hätte doch JEDEN klar sein müssen (und ich denke es war auch jedem klar), das es im Televoting wieder nur um 0 Punkte gehen kann und das man mal wieder mit den letzten oder vorletzten Platz vorlieb nehmen muss.

    Dennoch war es hier verhältnismässig ruhig, soviel „Loyalität“ war wohl vorhanden. Eigentlich hätte es aber im Februar schon den Sturm der Entrüstung gegen den NDR und Jendrik als Auswahl geben müssen.

    Das passiert nun halt. So what? So ist das halt nunmal, wenn ein Sender wie der NDR eines nach den anderen Mal komplett versagt und uns Jahr für Jahr nur Zumutungen präsentiert.

    Und ganz ehrlich? Ich glaube kaum, das sich das ändern wird.

    • Wenn man jemandem, der hier massiv angegangen wird, verteidigt, weil man nicht direkt mit in die Schimpftiraden einstimmt, ist man direkt ein „Moralapostel“. Dann wird man direkt zum Mitschuldigen. Langsam k… mich das an. Und es gibt auch noch Leute, die so etwas (anonym) liken. Aber okay, je gemeiner, desto mehr wird dies anscheinend goutiert.

      Aber ich lasse mich hier nicht wegdrängen, nö… so einfach mache ich es Euch nicht.😡

      • Danke, Gaby. Und gut, dass Du Dich nicht wegdrängen lässt 🙂

        Bei dieser Gelegenheit eine Frage, die mich schon lange interessiert: Sehen eigentlich die Leute mit WP-Account, von wem die Likes kommen?

      • Und mich kotzt es an, dass hier Leute wie Toggie und ich, die harmlose Witze machten über den NDR-Auswahlprozess, in einen Sack gesteckt werden mit Leuten, die Jendrik eine Psychotherapie empfahlen. Was ich übrigens bewusst als daneben bezeichnete.

        Dich will auch niemand hier wegdrängen. Weder Toggie noch ich wollen das. Was soll also dieses Märtyrer-Ding jetzt?

        Und letztlich hat auch Mallemolen Jendrik nicht angegriffen. Er hat das alles sehr richtig geschildert. Jendrik hatte vielleicht nicht von jedem Vorschusslorbeeren, aber es stand auch nirgendwo geschrieben, dass man als deutscher ESC-Fans alle deutschen Acts super finden muss. Grad Toggie und ich waren immer auch diejenigen, die schrieben, dass wir Jendrik Glück wünschen für Rotterdam. Und das war auch ernstgemeint. Auch wenn ich Songs doof finde und mir ein Künstler nicht besonders sympathisch ist, wünsche ich ihm Glück in einem sportlichen Wettbewerb. Das gehört sich so.

        Diese Form der Loyalität war dann vorbei, als er das Suff-Interview gab. Und seine halbherzige Entschuldigung machte das nicht besser. In unseren Augen. Du und Thomas dürft das gerne anders sehen. Aber fangt bitte nicht mit sowas wie ner Zwei-Klassen-Gesellschaft hier an a la „Ich lasse mich hier nicht wegdrängen.“ Als ob wir das im Sinn gehabt hätten.

      • Mit einigen Leuten lässt sich nicht diskutieren. Andererseits bin ich immer noch der Meinung das viele Jendriks Verhalten kritisieren und nicht sein abschneiden. Zumindest gehe ich da bei Leuten wie Andi und toggie aus und für mich kann ich sagen, dass ich kein Problem damit habe, dass Jendrik auf Platz 25 mit seinem Liedchen gelandet ist. Ich hab auch kein Problem mit dem Song, ich finde ihn ok und kenne auch im persönlichen Umfeld genug Leute, die mich in den letzten Tagen gefragt haben, warum wir wieder soweit hinten gelandet sind. Gab es aber auch bei Sisters (die ich persönlich ja mochte). Das einzige was ich Jendrik vorwerfe sind seine Äußerungen beim Interview und das dies auf die Zeit davor einen anderen Blick werfen lässt. Da fällt es mir immer noch schwer ihn dafür und das halbgare Sorry in Schutz zu nehmen.
        Der Kommentar von Mallemolen ist daneben, das bin ich aber von Mallemolen gewohnt

      • Ach Andi, wieso fühlst Du Dich denn jetzt angesprochen. Weiter oben, als ich um 8:30 Uhr geschrieben habe, dass eine Fangemeinde, die zu einem nicht unbeträchtlichen Teil jedes Jahr so auf den deutschen ESC-Teilnehmern rumhackt (was nicht heißen soll, dass ein Rumhacken auf nichtdeutschen ESC-Teilnehmern besser wäre) es vielleicht auch nicht besser verdient, als in einer Pressekonferenz so vor den Kopf gestoßen zu werden, da habe ich bei folgendem Klammersatz auch an Dich gedacht:

        „(Das beziehe ich nicht auf einzelne Kommentierende hier, die sich über die Äußerungen geärgert haben, aber so gut wie immer fair und sachlich schreiben.)“

        Und bitte stürze Dich jetzt nicht auf das „so gut wie“, auch ich denke im Nachhinein, dass ich den einen oder anderen Kommentar von mir anders schreiben können hätte.

        Noch ein Wort zum „Alltagsrassismus“, einem Begriff, den Du weiter oben in einer Antwort auf escfan05 verwendet hast: Das Wort „Rassismus“ wird mir zurzeit etwas überstrapaziert. Es geht hier um Sprache, also ein kulturelles Phänomen, das nichts mit dem Aussehen von Menschen zu tun hat. Auch ein Weißer kann diese in Surinam gesprochene Sprache erlernen, genauso wie sich ein Schwarzer, der mit Schwäbisch aufgewachsen ist, über herabwürdigende Bemerkungen zum schwäbischen Dialekt ärgern kann.

        Und mir scheint, in einem Zeitalter, in dem man sehr sensibel gegenüber evtl. Verletzungen bzgl. Gruppenzugehörigkeiten geworden ist, vielleicht inzwischen manchmal sogar etwas übersensibel, scheinen viele – als Ausgleich? – umso mehr ihre Hemmungen zu verlieren, wenn es darum geht, Individuen runter zu machen. Ich finde es ehrlich gesagt schlimmer, wenn man jemandem das Ende seiner Karriere wünscht, als wenn man sich über ein Wort in einer anderen Sprache erheitert (was ich aber auf Dauer auch doof finde).

      • @eccehomo42: Danke für diese Information. Du kannst aber nur das „Like-Verhalten“ bei Deinen eigenen Kommentaren nachvollziehen, nicht bei den Kommentaren anderer?

      • Ich werde benachrichtigt, was von mir gelikt wird und kann in den Kommentaren sehen, was ich gelikt habe. Alles andere kann ich auch nicht sehen

      • Danke 🙂 (das geht an eccehomo42, 12:48 Uhr, falls dieser Kommentar jetzt irgendwo ganz anders rauskommen sollte als beabsichtigt oder jemand später was dazwischen schiebt)

      • @Thomas:
        Na, ich fühle mich angesprochen, weil ich schon per WhatsApp bombardiert werde mit Beleidigungen, wie ich hier bloß Witze machen konnte. Ich spiele damit nämlich der AfD in die Hände. Dann kam hier schon „Arschloch“ und so weiter. Da ist es wohl nicht zu weit hergeholt, wenn man denkt, dass sich Postings von dir und Gaby auch darauf beziehen.
        Und ich hab einfach keine Lust, ständig meine Haltung erklären zu müssen. Und ich werde mich auch nicht für meinen Humor entschuldigen. Den kann man teilen oder nicht, find ich alles total in Ordnung. Aber ich muss mich nicht beleidigen lassen, weil ich hier fiktive Lebensläufe in einem fiktiven NDR-Auswahlprozess erfunden habe.

      • @Andi

        Mit WhatsApp oder irgendwelche anderen Sozialen Netzwerke habe ich nichts am Hut.
        Und vielleicht habe ich den Kommentar hier in diesem Forum überlesen, in dem Du als „Arschloch“ betitelt worden bist. Das ist natürlich NICHT meine Meinung. Im Gegenteil, finde ich auch daneben.

    • @Mallemolen
      Dann sage ich es gerne noch einmal: Ich finde das Lied klasse und mir gefiel der Auftritt. Das Gleiche gilt für die Mehrheit der Leute, mit denen ich den ESC geguckt hatte.
      Lasst doch mal diese Anmassung für alle sprechen zu wollen! Nein. Euer Geschmack gilt NICHT der Geschmack Aller!

      @Gaby
      Nicht wegdrängen lassen! Ich schätze Deine Beiträge hier! 🙂

    • @Andi

      Dich und togravus ceterum habe ich nicht persönlich gemeint.
      Ich störe mich halt daran, dass einem vorgeworfen wird, als „Moralapostel“ aufzutreten, weil man jemanden verteidigt, der, ganz ehrlich, sowieso schon am Boden zerstört ist. Selbst wenn es nach „moralischer Erhabenheit“ klingt, wüßte ich nicht, was daran schlecht oder verwerflich sein sollte.
      Du selbst hast doch auch schon viel Schwächere verteidigt, was ich sehr schätze.
      Ja, das Interview war scheiße, aber jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen, wobei ich als Hauptschuldigen den NDR sehe. Jendrik hat sich entschuldigt, etwas unbeholfen, das gebe ich zu. Das sollte man zumindest erst einmal so stehen lassen, ohne weiter nachzutreten. Die Hauptverantwortung liegt für mich immer noch beim verantwortlichen Sender, der die Künstler einfach seinem Schicksal überläßt.

      • Vielleicht war das „Ich lasse mich nicht wegdrängen“ eine bockige Trotzreaktion meinerseits, sorry. Aber mich regen halt Kommentare von „Mallermolen“ auf, der oder die User*innen diskreditiert, die einfach nur jemanden verteidigen, der sowieso schon am Boden zerstört ist.

      • @Gaby:
        Richtig – der NDR trägt die Hauptverantwortung. Deswegen hab ich auch geschrieben gestern, dass ich Jendriks Bitte um Entschuldigung so dann hinnehme. Mir liegt nichts daran, auf jemanden einzutreten, der am Boden ist. Dass sein Verhalten scheiße war und dass ich sein Lied blöd finde, möchte ich aber trotzdem sagen dürfen. Und ich möchte auch weiterhin satirische Überhöhungen hier machen dürfen, ohne dafür gleich als „Arschloch“ betitelt zu werden oder dass mir dafür die „charakterliche Reife“ abgesprochen wird.
        Das ist dann mindestens genauso daneben.

      • @Andi

        Wer hat Dich denn als „Arschloch“ betitelt? Natürlich darfst Du das Lied blöd finden, ich habe oben auch geschrieben, dass ich weder Dich noch togravus ceterum persönlich gemeint habe. Ich störe mich ja nur an solchen Begriffen wie „moralischer Erhabenheit“, nur, weil man jemandem verteidigt. Aber diese Begriffe kamen zugegebenermaßen nicht von Dir.

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